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Über dieses Buch

Das Buch beschreibt die strategischen Konzepte für die Fabriken der Zukunft und ordnet diese in ein systematisches Vorgehen ein. Damit verfolgt es eine ganzheitliche Sicht auf das System Produktion. Die Autoren entwickeln einen methodischen Ansatz zur strategischen Planung und Implementierung neuer Technologien und Konzepte. Sie beziehen Zukunftsvorstellungen und Wege zur strukturellen Anpassung der Produktionen von industriellen Unternehmen ein und bieten zahlreiche innovative Lösungen. Auch liefern sie Hinweise zur Implementierung systemverändernder Technologien bis hin zu Industrie 4.0. Der Aufbau des Buches steigert das Verständnis einzelner Strategie- und Technologielinien. Das Buch basiert auf langjährigen Erfahrungen in Industrieunternehmen sowie in der Forschung.

Das Buch ist besonders für Entscheider in produzierenden Unternehmen, Ingenieure, Informatiker und Betriebswirte interessant, da es praxisnahe Konzepte und Vorgehensweisen aus theoretischen Grundlagen ableitet. Die Studierenden lernen Methoden, Konzepte und Technologien zukünftiger industrieller Produktionen kennen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

Die Produktion braucht Zukunft
Die industrielle Produktion ist das Herz der Wirtschaft in den westlichen Ökonomien. Sie ist ein Transformationsprozess, bei dem aus natürlichen Ressourcen unter Verwendung von Wissen in Fabriken höherwertige Produkte erzeugt werden, für die es eine Nachfrage in Haushalten und in Industriebetrieben gibt. Der Transformationsprozess kann als ein Prozess der Wertschöpfung verstanden werden, der von Menschen unter Zuhilfenahme von Werkzeugen und Maschinen ausgeführt wird. In den vergangenen hundert Jahren industrieller Produktion lag das Hauptinteresse des technischen Fortschrittes in der Effizienz der einzelnen Prozesse, um mit verbesserter technischer Leistung Vorteile im globalen Wettbewerb zu erzielen. Heute treten die Optimierung des gesamten Systems der Wertschöpfung und die Effizienz des Systems Produktion in den Mittelpunkt der Suche nach vorteilhaften Lösungen für den Erhalt und die Ausweitung der globalen Wettbewerbsfähigkeit. Auf die strategische Zukunftsentwicklung des Systems Produktion referenziert dieses Buch.
Engelbert Westkämper, Carina Löffler

2. Re-Industrialisierung der verarbeitenden Industrie

Nachhaltige Wertschöpfung für Europas Industrie
Die verarbeitende Industrie ist ein weitverzweigter Bereich der europäischen Wirtschaft, der maßgeblich zur Wertschöpfung beiträgt. Rund 30 Millionen Menschen sind in den verschiedenen Sektoren der rund 250.000 Unternehmen direkt beschäftigt. Weitere rund 70 Millionen Menschen arbeiten in den peripheren Dienstleistungsbereichen und tragen damit ebenfalls entscheidend zum gesamten Brutto‐Sozial‐Produkt bei. Die Produktionsbereiche dieser Industrie erfahren seit Beginn der 70er‐Jahre einen tiefgreifenden Wandel, der durch gesellschaftliche, ökonomische und technische Trends geprägt ist. Zum Verständnis der Veränderungen und zur Findung von Strategien für zukünftige Entwicklungen soll zunächst eine Klassifizierung der Unternehmen und ihrer Herausforderungen erfolgen, bevor dann in den folgenden Kapiteln konkret auf einzelne Aspekte einer Strategieentwicklung eingegangen wird.
Engelbert Westkämper, Carina Löffler

3. Technologiepolitik für das System Produktion

Strategische Orientierung für die Produktion
Im Kern einer Strategie zur Reindustrialisierung in Europa stehen die Steigerung der Wertschöpfung und die Ableitung sämtlicher Maßnahmen, die einen Wertbeitrag hierzu leisten. Die Technologien und ihre Lebenszyklen in den Produkten und in der Produktion nehmen dabei einen zentralen Stellenwert ein. In diesem Kapitel wird die Notwendigkeit einer langfristigen Orientierung und ihrer Herausforderungen für die Produktion erläutert und die strategische Planung in das Planungsgeschehen produzierender Unternehmen eingeordnet. Der Planungshorizont für eine Strategie ergibt sich dabei aus den Lebenszyklen der Produkte und ihrer Technologien mit der langfristigen Zielrichtung, die Wertschöpfung unter Wettbewerbsbedingungen in Europa zu sichern und nachhaltig auszubauen.
Engelbert Westkämper, Carina Löffler

4. Das System Produktion unter dem Einfluss globaler Megatrends

Produktion im Umbruch
Ein ganzes Jahrhundert wurde die industrielle Arbeit durch den sogenannten Taylorismus geprägt. Daraus entwickelte sich bis in die heutige Zeit ein System der Produktion mit seinen prozessorientierten Ausprägungen und arbeitsteiligen Organisationen, welches noch immer in den Unternehmen zu finden ist. Die 1. und 2. industrielle Revolution mit dem Beginn der Massenfertigung sowie der Mechanisierung folgten einem Prinzip der Optimierung einzelner Prozesse und sequentieller Arbeitsweise in einer angebotsorientierten Produktion. Die 3. industrielle Revolution, die durch das Vordringen der Elektronik und flexiblen Automatisierung gekennzeichnet werden kann, wurde durch den Trend zur und mit einem Anstieg der Nachfrageorientierung in segmentierten Märkten beschleunigt. Heute stellt sich die Frage, ob wiederum große globale Trends zusammen mit technischen Innovationen einen Wandel der Produktion bewirken, der für strategische Entwicklungen genutzt werden kann.
Engelbert Westkämper, Carina Löffler

5. Visionen und strategische Konzepte für das System Produktion

Grenzen überwinden mit Strategie und Technologie
Die Produktion braucht Visionen bei Produkten und Systemen, um Entwicklungen für die Zukunft voranzutreiben, mit denen sich langfristige Herausforderungen im globalen Wettbewerb bewältigen lassen und Führungspositionen erreicht werden können. Visionen sind meist knapp gefasst, so dass sie den Handelnden genügend Freiraum für Kreativität und Individualität lassen. Sie sollen technische und technologische Spitzenleistungen fördern, welche den Unternehmen große Vorteile im Wettbewerb bringen. Im Folgenden werden einige der zentralen aktuellen Visionen und Konzepte vorgestellt, aus denen Unternehmen konkrete Strategien und Handlungsweisen für die Zukunft entwickeln können. Dies umfasst die Wandlungsfähigkeit und Vernetzung in der Produktion, die IT‐basierte Industrie 4.0 sowie weiterführende Ansätze für die Zukunft, die besondere Leistungspotentiale besitzen oder besondere Herausforderungen bedienen. Dazu gehören die Lernfähigkeit und Nachhaltigkeit über die Lebenszyklen der Fabriken.
Engelbert Westkämper, Carina Löffler

6. Implementierung von Strategien in das System Produktion

Die Wirkung einer Strategie folgt ihrer Umsetzung
Strategisch angelegte Planungen im Unternehmen folgen einem Planungshorizont von häufig über zehn Jahren. Dies erschwert die Sichtbarkeit der Ergebnisse und die Erfolge aus einer strategisch angelegten Planung im kurzfristigen operativen Betrieb. Entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung sind jedoch gerade die aus den strategischen Zielen und Konzepten angelegten Handlungsweisen und Maßnahmen für die tägliche Arbeit sowie die konsequente Verankerung der Strategie in allen gestaltenden Bereichen des Unternehmens. In diesem Kapitel werden daher die Wege der Umsetzung einer Strategie für das System Produktion, die Wirkungen der strategischen Konzepte auf die Zielstellungen sowie Leitlinien für die Praxis aufgezeigt.
Engelbert Westkämper, Carina Löffler

7. Zusammenfassung und Ausblick

Die Produktion hat Zukunft
Die verarbeitende Industrie braucht langfristige Orientierungen in der Produktion, um ihre Ressourcen, ihre eigenen Wertschöpfungsketten und ihre Infrastruktur auf die großen Trends und den Erhalt bzw. die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit einzustellen. Ausgehend von der Tatsache einer seit Jahrzehnten festzustellenden Verringerung des Anteils der Wertschöpfung der verarbeitenden Industrie am Bruttosozialprodukt in Deutschland wird nach Wegen gesucht, diesen Trend mit einer proaktiven Strategie zu brechen. Eine Ausrichtung auf die Zukunft setzt die Auseinandersetzung mit den Treibern der Veränderung und der Formulierung von Entwicklungszielen voraus.
Die grundlegenden Trends, wie das Bevölkerungswachstum, die Verknappung der Ressourcen, die Individualisierung und andere, stellen die Wirtschaft und Gesellschaft vor neue Herausforderungen. Die Unternehmen müssen ihre langfristigen Ziele darauf anpassen und die technologischen Potentiale nutzen, wie sie z. B. die Informations‐ und Kommunikationstechnik oder auch die Weiterentwicklung der Werkstoffe mit sich bringen, um ihre Überlebensfähigkeit im globalen Wettbewerb zu sichern. Möglicherweise ist dazu eine geänderte Strategie für Produkte und Produktionen gemeinsam zu entwickeln und umzusetzen.
Engelbert Westkämper, Carina Löffler

Backmatter

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