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Über dieses Buch

Kaum ein Begriff hat im Management einen so wohlfeilen Klang wie der der Strategie – und gleichzeitig ist kaum ein Begriff so unklar bestimmt. Als Ausweg aus dem Begriffswirrwarr wird in diesem Buch mit Rückgriff auf die Systemtheorie eine Definition vorgeschlagen, die es erlaubt, verschiedene Stränge des Strategiediskurses zu sortieren: Strategien sind „Mittelsuchprogramme“, um einen vorher definierten Zweck zu erreichen. Mit der in diesem Buch vorgestellten Vorgehensweise gelingt es, die klassischen Vorstellungen von Strategien mit der modernen Organisationstheorie zu konfrontieren und zu zeigen, wie eine Strategieentwicklung jenseits von zweckrationalen Verengungen in Organisationen aussehen kann.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chapter 1. Die Strategie – was ist das ? Mittelfindungs-Mobilisierungs-Ansatz – Mitteloptimierungssuche

Zusammenfassung
Kaum ein Wort wird im Management so leichtfertig verwendet wie der Begriff der Strategie. Es ist die Rede von Strategien als »Aktionskurse für die Zukunft« (Schnelle 2006, S. 11 ff.), von einem »Muster, einem über die Zeit hinweg konsistente[n] Verhalten« (Mintzberg 1978, S. 934), von einer »einzigartigen, neuen Position, die ein Unternehmen anstrebt« (Kolbusa 2012, S. 7) oder von einem »Bündel von Richtlinien, wie mit einer Situation umzugehen« ist (Mintzberg 2014, S. 3). Strategie wird bestimmt als »eine Regelmäßigkeit in einem Strom von Entscheidungen« (Mintzberg und Waters 1985, S. 257), als eine »geplante Evolution« (Kirsch 1997, S. 654) eines Unternehmens oder als Plan, mit dem die »zentralen Ziele, Richtlinien und Handlungen in ein kohärentes Ganzes integriert werden« (Quinn 2014, S. 9).
Stefan Kühl

Chapter 2. Die Verlockungen und die Grenzen eines zweckrationalen Ansatzes

Zusammenfassung
Im klassischen Verständnis steht am Beginn eines Strategieprozesses die Spezifikation der Mission – des langfristen Zieles – einer Organisation. Auf der Basis der Analyse der Umweltbedingungen der Organisation – der internen Kapazitäten und der vorhandenen Ressourcen – sollen die verschiedenen Mittel zu Erreichung des übergeordneten Zieles bestimmt werden. Die verschiedenen Strategiealternativen werden anschließend in Bezug auf Möglichkeiten und Risiken ausführlich analysiert, und es wird die Strategie ausgewählt, die die Erreichung des übergeordneten langfristigen Zieles gewährleistet.
Stefan Kühl

Chapter 3. Strategieentwicklung jenseits eines maschinenartigen Verständnisses von Organisationen

Zusammenfassung
Auch in den klassischen zweckrationalen Konzepten des Strategiemanagements wird zugestanden, dass Strategieprozesse häufig ganz anders ablaufen, als es in den Lehrbüchern steht. Es wird kritisiert, dass Organisationen manchmal keine klare Strategie verfolgen, konkurrierende Strategien gleichzeitig umsetzen, ihre Strategien sehr häufig wechseln oder Strategien nur für ihre Außendarstellung nutzen, aber nach innen nicht wirkmächtig werden lassen. Aber all das wird im klassischen Strategieverständnis als Pathologie einer Organisation verstanden, der mit einer besseren Planung, einem besseren Design der Organisation beizukommen ist.
Stefan Kühl

Chapter 4. Zur Einordnung von Strategieprozessen – Zwecke als ein Strukturierungsmerkmal unter anderen

Zusammenfassung
Die Anhänger einer zweckrationalen Sichtweise auf Strategieprozesse brauchen sich durch solche vielfältigen »Verschmutzungen« ihres auf Zweckoptimierung ausgerichteten Organisationsbildes nicht irritieren zu lassen: Werden Zweck-Mittel-Verdrehungen in der Organisation beobachtet, kann in Strategieklausuren die »Besinnung« auf die ursprünglichen Zwecke der Organisation verlangt werden. Verhindert die Ausrichtung auf zwei widersprüchliche Zwecke eine stromlinienförmige Durchrationalisierung von Prozessen, dann wird eine klare Strategie der Aufspaltung in zwei unterschiedliche Organisationen mit je einem klaren Zweck gefordert.
Stefan Kühl

Backmatter

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