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Über dieses Buch

v Geleitwort Die vorliegende Arbeit von Dr. Sun Choi behandelt ein Grundlagenthema innerhalb des inter­ nationalen Marketing, den globalen Wettbewerb und die globale Wettbewerbsfahigkeit. Es gibt kaum eine Branche, die sich nicht in ständig zunehmendem Maße internationalisiert. Die Herkunft und der Heimmarkt von Unternehmen verlieren in diesem Prozeß ihre Bedeutung, sobald dabei die Schwelle zur globalen Ausrichtung im Denken und Handeln überschritten wird. Aber selbst das ethnozentrisch orientierte Unternehmen sieht sich globalen Entwicklungen gegenüber, die neuer strategischer Antworten bedürfen. Die Entstehung globalen Wettbewerbs und die globale Wettbewerbsfahigkeit sind in zahlrei­ chen Literaturbeiträgen mehr oder minder explizit und fundiert untersucht worden. Dennoch liegt bislang kaum ein kohärentes Begriffssystem vor, auf dessen Basis empirische Untersu­ chungen durchgeführt worden sind. Der Autor unternimmt es, die Beiträge zu dieser Thematik zusammenzustellen und auf dieser Grundlage eine einheitliche Konzeption zu entwickeln. Ein Hauptverdienst der Arbeit liegt in der empirischen Analyse des Bankenbereichs, des dort anzutreffenden Globalisierungsgrades und der von Banken eingesetzten globalen Strategien. Zwar befinden sich auch und gerade Banken mitten im Globalisierungsprozeß, und zahlreiche Berichte -z. B. über spektakuläre M+A-Aktivitäten -dokumentieren diese Entwicklung. Den­ noch lassen sich unterschiedliche Phasen und Ausprägungen feststellen. Dr. Sun Choi gibt mit seiner theoretischen und empirischen Untersuchung ein umfassendes Bild der Situation und beurteilt die Erfolgsträchtigkeit der eingeschlagenen Strategien.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Grundlagen, Konzeption und Methodik der Untersuchung

Kapitel I. Einleitung

Zusammenfassung
Mit Beginn dieses Jahrzehnts wurde von bekannten Institutionen eine Reihe von Studien über die Zukunftsperspektiven der Finanzmärkte und der Bankgeschäfte für die nächsten Dekaden veröffentlicht.1 Dabei herrscht einstimmig die Auffassung vor, daß die Banking-Industry weltweit — insbesondere seit den 80er Jahren — einem bemerkenswerten Strukturwandel unterliegt.2 Dieser vollzieht sich zum einen im nationalen Kontext, das heißt in einer zunehmenden Wettbewerbsdynamik aufgrund der gesättigten Inlandsmärkte (sog. „over-banked“) und des branchenüberschreitenden Wettbewerbs unter dem Motto Allfinanzkonzept sowie in der Verschiebung der Kundenbedürfnisse.3
Sun Choi

Kapitel II. Theoretische Bezugsrahmen der Untersuchung

Zusammenfassung
Der Bezugsrahmen, auf den sich die vorliegende Untersuchung bezieht, bedarf unter dreier Gesichtspunkten einer begrifflichen und sachlichen Abgrenzung. Hierbei geht es um:
  • die näher zu betrachtenden Institutionen,
  • die Situation des untersuchungsrelevanten Umfeldes und schließlich
  • den theoretischen und methodologischen Bezugsrahmen der Untersuchung.
Sun Choi

Kapitel III. Globale Wettbewerbsfähigkeit (GWF) als Ausgangspunkt der Untersuchung

Zusammenfassung
Die Fragen, warum Unternehmen erfolgreich oder nicht erfolgreich sind bzw. warum und wie sie sich voneinander unterscheiden, sind zentraler Gegenstand der Strategischen Managementforschung. Die Fragen entfachen fortwährend eine recht lebhafte und kontroverse Debatte in der — überwiegend amerikanischen — Literatur. Hinter dieser nur auf den ersten Blick trivialen Fragestellung steht allemal die grundlegende Frage, worauf sich das Strategische Management ausrichten und festlegen soll.91 Die Forschungsfragen im Bereich des Strategischen Managements, z.B. welche Strategien Unternehmen wählen, wie sie sich verhalten und wie sie geführt werden usw.,92 hängen im Grunde eng mit dieser fundamentalen Ausrichtung zusammen.
Sun Choi

Kapitel IV. Konzeption der empirischen Untersuchung

Zusammenfassung
Nach der Konstruktion der globalen Wettbewerbsfähigkeit bezogen auf die Banking-Industry im letzten Kapitel III wird im folgenden die Leitlinie des empirischen Forschungsprogramms dargelegt. Im Grunde bewegt sich eine betriebswirtschaftliche als Teil der sozialwirtschaftlichen Forschung „[...] nicht im luftleeren Raum, sondern geschieht zu einem historischen Zeitpunkt, in einer bestimmten Entwicklungsphase einer Gesellschaft, an einem bestimmbaren Ort, an Wochentagen, zu Uhrzeiten, durch bestimmte Personen 211 . Da eine Untersuchung in einer definierbaren Erhebungssituation stattfindet, sollen in dem vorliegenden Kapitel zunächst Forschungskonzeption und Datenbasis der hier vorgenommenen empirischen Untersuchung vorgestellt werden, um deren inhaltliche Ergebnisse dann in den weiterfolgenden Kapiteln näher zu beschreiben.
Sun Choi

Entstehung und Analyse des globalen Wettbewerbs von Banken

Frontmatter

Kapitel V. Evolutionsphase I — Die Ära der Internationalisierung

Zusammenfassung
Der Betrachtungszeitraum dieser Ära bezieht sich insbesondere auf die Periode des wirtschaftlichen Wiederaufbaus nach dem zweiten Weltkrieg mit beginnendem Wirtschaftswachstum, etwa bis zum Ende der sechziger Jahre.
Sun Choi

Kapitel VI. Evolutionsstufe II — Die Ära der Multinationalisierung

Zusammenfassung
Mit Beginn der siebziger Jahre expandierten auch Banken mit europäischem und japanischem Ursprung. Den Zielmarkt bildeten dabei nicht nur das europäische Ausland, sondern auch die Vereinigten Staaten und Teile Asiens wie Japan, Hongkong und Singapur. Aus institutioneller Sicht rückte dabei der Aufbau von Auslandsniederlassungen in den Vordergrund. Somit war die Ära des sog. Multinational Banking geboren.30 Als die Multinationalisierungsära wird in der vorliegenden Arbeit der Zeitraum vom Ende der sechziger Jahre, als die Eurofinanzmärkte entstanden und zu expandieren begannen, bis etwa zur zweiten Hälfte der achtziger Jahre, als eine Reihe von Liberalisierungsmaßnahmen auf den internationalen Finanzplätzen, wie z.B. der big bang in London, getroffen wurden.
Sun Choi

Kapitel VII. Evolutionsphase III — Die Ära der Globalisierung

Zusammenfassung
Seit Jahren wird das internationale Finanzgeschäft durch einen tiefgreifenden Strukturwandel gekennzeichnet, der sich in einer fortschreitenden Integration nationaler in internationale Finanzmärkte niederschlägt. Konkret heißt dies, daß der Finanzsektor weltweit einem ständigen länderübergreifenden Integrationsprozeß nationaler Finanzmärkte hinsichtlich der Finanzkontrakte und deren Abwicklungstechnologien unterliegt.306 Dieser Angleichungsprozeß bankwirtschaftlicher Rahmenbedingungen wird in der Literatur als Globalisierung bezeichnet. M.a.W.: Im Mittelpunkt des Globalisierungsdenkens steht der Angleichungsprozeß, „[...] der zu einem einzigen, weltumspannenden Finanzmarkt durch Integration der bislang real existierenden nationalen Teilmärkte führt307. Diese dynamische Entwicklung der Rahmenbedingungen und die zunehmende Multinationalisierung der international ausgerichteten Konkurrenz rufen einen immer komplexer werdenden globalen Wettbewerb von Banken hervor.
Sun Choi

Klassifizierung der Banken nach ihrer globalen Wettbewerbsfähigkeit

Frontmatter

Kapitel VIII. Kapitel VIII: Das Concept-of-Fit als Klassifizierungsgrundlage

Zusammenfassung
Konkrete Inhalte der Forschungsfragen ergeben sich unmittelbar aus dem unter Zuhilfenahme theoretischer Ansätze konstruierten Referenzmodell im einleitenden Teil dieser Arbeit, welches ein theoriegeleitetes und systematisches Herangehen an das komplexe Phänomen des globalen Bankenwettbewerbs und an das Konzept des Unternehmenserfolges gewährleistet.3 Hierbei ist insbesondere der situative Ansatz des strategischen Managements eine wichtige Basis des Forschungsparadigmas.4 Als Handlungsmaxime der Unternehmensführung gilt hierbei, daß die Strategicn auf die Anforderung der herrschenden oder erwarteten Situation auszurichten sind.5 Die vorrangige Aufgabe des Strategischen Managements besteht somit in der Sicherstellung der optimalen Situations-Strategic-Abstimmung zwischen Unternehmen und Umwelt.
Sun Choi

Kapitel IX. Identifizierung der Strategischen Gruppen

Zusammenfassung
Die drei theoriegeleiteten Prämissen zur GWF im letzten Kapitel VIII legen ein methodisch tragfähige Fundament zur Realisierung einer empirischen Forschungskonzeption. Im Kern des modelltheoretischen Konstrukts GWF steht hierbei die „richtige“ Strategic der jeweiligen Banken, und nicht nur das zeitpunktbezogene Erfolgspotential bzw. ein Positionierungsvorteil. In diesem Sinne kann von einem dynamischen Konstrukt der GWF gesprochen werden. Die dynamische Betrachtungsweise der GWF war zwar in einem beschränktem Maße auch Gegenstand der theoretischen Auseinandersetzungen in der Literatur,158 sie schlägt sich aber noch nicht in entsprechenden empirischen Bemühungen nieder.
Sun Choi

Zusammenfassende Schlußbetrachtung

Zusammenfassung
Die Frage nach der Globalisierung der Märkte und des Wettbewerbs bildet seit geraumer Zeit einen Schwerpunkt in der volkwirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Fachdiskussion. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht handelt es sich vor allem um die Gestaltung der länderübergreifenden Marktbearbeitung und Unternehmensfuhrung. Die vorliegende Arbeit hat sich auch diesem spezifischen Aspekt der Globalisierung für die Banking-Industry zugewandt. Eine kritische Würdigung des branchenspezifischen Forschungsstandes im Rahmen der Globalisierungsdebatte zeigte jedoch, daß nur einige wenige ausgewähte Themenaspekte und lediglich in konzeptioneller Hinsicht hinreichend behandelt worden sind. Das betrifft sowohl den Gegenstand der Globalisierungsdebatte als auch die Bestimmungsgrößen globaler Wettbewerbsfähigkeit. Darüber hinaus sind erhebliche Defizite hinsichtlich einer empirischen Absicherung der bislang vor allem theoriegeleiteten Auseinandersetzung mit der Thematik des globalen Wettbewerbs zu verzeichnen.
Sun Choi

Backmatter

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