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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Die Ersatzteilversorgung als Gegenstand strategischer unternehmerischer Überlegungen

Zusammenfassung
Die Ausstattung der Unternehmen und privaten Haushalte mit langlebigen technischen Gebrauchsgüternl) wächst zunehmend. So lag die Ausstattung von Vier-PersonenHaushalten in der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1991 mit Farbfernsehgeräten bei 98.5%, mit Personenkraftwagen bei über 96.5%.2) 14% der Haushaltseinkommen flossen im Jahr 1988 in langlebige hochwertige Gebrauchsgüter.3) Die Ausrüstungsinvestitionen der Unternehmen machten im Jahr 1991 mit 263.76 Mrd. DM 46% der Anlageinvestitionen und ca. 10% des Bruttosozialprodukts aus. 4) Diese Güter übernehmen immer umfangreichere Funktionen und werden damit komplexer.5) Die auf diese Weise steigende Kapitalintensität der Produktions- und Konsumtionsprozesse erhöht die Abhängigkeit der Nutzer und mithin das ökonomische Risiko bei einem Ausfall dieser Güter.
Frieder Schuppert

2. Konzeption eines Ansatzes zur Modellierung von Ersatzteilmärkten

Zusammenfassung
Eine Betrachtung der sich verändernden Umweltbedingungen der Ersatzteilversorgung, die den Ausgangspunkt der Darstellung bilden muß, läßt verschiedene Entwicklungstendenzen erkennen, die getrennt nach den hier behandelten Dimensionen Art, Zeit, und Menge kurz dargestellt werden. Damit kann der Ersatzteilbegriff eine nähere Festlegung erfahren, was für die vorliegende Untersuchung insofern von Bedeutung ist, als der Betrachtungsgegenstand genauer beschrieben wird, was überdies die methodische Ausrichtung der Untersuchung berührt.
Frieder Schuppert

3. Die kausalanalytische Bestimmung der Nachfrage nach Ersatzteilen

Zusammenfassung
Wie ausgeführt, eignet sich zur kausalanalytischen Beschreibung des Marktpotentials für Ersatzteile die Zuverlässigkeitstheorie, die die entsprechenden Instrumente zur Modellierung von Lebensdauern anbietet. Eine Lebensdauer wird hier als eine nicht negative Zufallsgröße T, die die Zeit t abbildet, in der der fehlerfreie Zustand eines Bauelementes andauert, aufgefaßt. Dabei wird angenommen, daß die zum Beobachtungsbeginn (t = 0) funktionsfähige Betrachtungseinheit nach einer unendlich langen Zeit (t→ ∞) mit Gewißheit ausgefallen ist. Lebensdauerverteilungen sind folglich Wahrscheinlichkeitsverteilungen, die sich auf Zufallsvariablen vom Zeittypus anwenden lassen.1) Die Verteilungsfunktion einer Lebensdauer F(t) gibt die Wahrscheinlichkeit dafür an, daß ein Element bis zu einem bestimmten Zeitpunkt t ausgefallen ist, und ist definiert als
$$ % MathType!MTEF!2!1!+- % feaagaart1ev2aaatCvAUfeBSjuyZL2yd9gzLbvyNv2CaerbbjxAHX % garmWu51MyVXgaruWqVvNCPvMCG4uz3bqefqvATv2CG4uz3bIuV1wy % Ubqee0evGueE0jxyaibaieYlf9irVeeu0dXdh9vqqj-hEeeu0xXdbb % a9frFj0-OqFfea0dXdd9vqaq-JfrVkFHe9pgea0dXdar-Jb9hs0dXd % bPYxe9vr0-vr0-vqpWqaaeaabiGaciaacaqabeaadaabauaaaOqaaa % baaaaaaaaapeGaamOraiaacIcacaWG0bGaaiykaiabg2da9iaadcfa % caGGOaGaamivaiabgsMiJkaadshacaGGPaGaeyypa0Zaa8qCa8aaba % WdbiaadAgacaGGOaGaamyEaiaacMcacaWGKbGaamyEaiaac6caaSWd % aeaapeGaaGimaaWdaeaapeGaamiDaaqdcqGHRiI8aaaa!4D42! F(t) = P(T \leqslant t) = \int\limits_0^t {f(y)dy.} $$
Verteilungsfunktionen sind typischerweise nicht fallend, für negative Werte nicht definiert, linksstetig mit Werten in [0,1] und durch F(0) = 0 und F(∞) =1 festgelegt.
Frieder Schuppert

4. Strategische Gestaltungsempfehlungen für Anbieter auf Ersatzteilmärkten

Zusammenfassung
Entsprechend dem Untersuchungszweck sind bis hier die besonderen Eigenschaften von Ersatzteilmärkten modellanalytisch dargestellt worden, die im Sinne des structure-conduct-performance-Paradigmas in Strategien umgesetzt werden müssen. Hierzu wird zunächst eine zusammenfassendeBetrachtung der Nachfrage nach Ersatzteilen, die das Marktpotential M(t) explizit ausweist, vorgenommen.1)
Frieder Schuppert

5. Zentrale Entwicklungslinien auf Ersatzteilmärkten

Zusammenfassung
Als Ergebnis der vorliegenden Untersuchung wurden strategische Gestaltungsempfehlungen für Anbieter auf Ersatzteilmärkten erarbeitet. Für die Struktur von Ersatzteilmärkten liegen bisher keine grundlegenden Vorstellungen vor. Deshalb erschien es hier nicht angezeigt, den quantitativ sicher nicht mühelosen Weg einer umfassenden empirischen Untersuchung einzuschlagen. Dieser wäre zudem mit der Schwierigkeit konfrontiert gewesen, daß Instandhaltungsorganisationen in den wenigsten Fällen eigenständig geführt werden respektive überhaupt eine strategische Ausrichtung besitzen. Vielmehr war zuvor die Notwendigkeit gegeben, die Marktstruktur theoretisch zu untersuchen. Die Anwendung theoretischer Vorstellungen auf die spezifischen ersatzteilmarktlichen Gegebenheiten erlaubt es dann Hinweise für das Marktverhalten zu deduzieren. Deshalb bleibt auch die Überprüfung der empirischen Evidenz, zumindest an den Stellen, an denen sie sich nicht unmittelbar erschließt, weiteren Arbeiten überlassen.
Frieder Schuppert

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