Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Dieses Buch stellt der Einkaufspraxis einen systematischen Handlungsleitfaden zur Formulierung und Implementierung von Strategien im Dienstleistungseinkauf zur Verfügung. Für die strategische Ausrichtung des Supply Managements in der Beschaffung von Dienstleistungen und Services bildet die 15M-Architektur den strukturellen Rahmen. Entsprechend werden Dienstleistungen innerhalb der Rahmenstrategie des Einkaufs positioniert. Auf dieser Basis können Marktstrategien für wichtige Dienstleistungskategorien und Lieferanten- bzw. Dienstleisterstrategien formuliert sowie die Beschaffungsprozesse ausgerichtet werden. Abschließend wird das Einkaufscontrolling mit der Entwicklung von dienstleistungsspezifischen Zielgrößen und Kennzahlen beschrieben. Das Buch hilft Einkäufern dabei, mit den besonderen Herausforderungen bei der Beschaffung von industriellen Dienstleistungen und Services besser umgehen zu können.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden zunächst die Bedeutung und Besonderheiten des Dienstleistungseinkaufs allgemein dargelegt sowie die Motivation für dieses Buch formuliert. Im Anschluss werden kurz Methodik und Aufbau skizziert.
Gerhard Heß, Elmar Holschbach, Florian C. Kleemann

2. Begriffliche und systematisierende Grundlagen

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden, ausgehend von dem im Einleitungskapitel dargelegten Bedeutungszuwachs, begriffliche und konzeptionelle Grundlagen zum Thema „Dienstleistungen“ geschaffen.
Gerhard Heß, Elmar Holschbach, Florian C. Kleemann

3. Überblick über die 15M-Architektur

Zusammenfassung
Dieser Leitfaden orientiert sich an der 15M-Architektur der Supply-Strategie, die in diesem Kapitel vorgestellt wird. Die 15M-Architektur der Supply-Strategie ist ein ganzheitlicher Ansatz zur evolutionären Entwicklung einer Supply-Strategie. Gleichzeitig dient sie auch als Konzept zur schrittweisen und nachhaltigen Entwicklung des strategischen Einkaufs. Die 15M-Architektur ist modular mit fünf Strategiebausteinen und 15 Modulen aufgebaut. 15M im Namen der 15M-Architektur steht für 15 Module. Es werden die grundlegende Idee der 15M-Architektur und die Logik ihres Aufbaus vorgestellt. Anschließend wird ein Überblick über die fünf Strategiebausteine und die 15 Module gegeben. Dabei werden die besonderen Fragestellungen eines Dienstleistungseinkaufs benannt und innerhalb der 15M-Architektur verankert.
Gerhard Heß, Elmar Holschbach, Florian C. Kleemann

4. Dienstleistungen in der Supply-Rahmenstrategie

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird die Entwicklung einer Rahmenstrategie in Unternehmen mit bedeutsamem Dienstleistungseinkauf vorgestellt, mit der die grundlegende strategische Ausrichtung im Einkauf formuliert wird. Es werden zunächst dienstleistungsspezifische Wertbeitragsziele betrachtet. Anschließend wird ein Überblick über Ansätze der strategischen Analyse gegeben und dienstleistungsspezifische Aspekte im Risikomanagement vertieft. Abschließend werden typische Dienstleistungsstrategien sowie tief gehend Strategien zur Formierung der Supply Chain sowie zur Reduzierung von Maverick Buying im Dienstleistungseinkauf vorgestellt. Mit dem Instrument der Balanced Scorecard wird die Implementierung einer Dienstleistungsstrategie illustriert.
Gerhard Heß, Elmar Holschbach, Florian C. Kleemann

5. Dienstleistungsspezifische Supply-Marktstrategien

Zusammenfassung
Bereits in den vorhergehenden Ausführungen wurde klar, dass für eine gezielte Bearbeitung durch die Beschaffung die Abgrenzung von Märkten erforderlich ist. Nur so können für diese abgegrenzten Bereiche problemspezifische Lösungsansätze entwickelt werden. Dies findet grundlegend anhand von Marktstrategien statt, die die Schaffung einer günstigen Wettbewerbsposition des Unternehmens zum Ziel haben. Allerdings weisen Dienstleistungsmärkte, sofern Sie überhaupt eindeutig von Gütermärkten abgegrenzt werden können, spezifische Merkmale und Herausforderungen auf. Ausgangspunkt für eine solche Betrachtung ist eine eingehende Marktanalyse (N05, Abschn. 5.1). Auf deren Basis erfolgt nicht nur eine weitere Segmentierung, sondern auch die Entwicklung marktspezifischer Ziele (N06, Abschn. 5.2). Diese folgen den vorher beschriebenen Dienstleistungsspezifika. Aus dem Abgleich von Ist-Zustand und Zielvorstellung ergeben sich dann konkrete Gestaltungsfelder und Hebel (N07, dazu Abschn. 5.3) für die Beschaffung auf den jeweiligen Dienstleistungsmärkten. Die Zusammenführung der gewählten Ansätze erfolgt dann im Rahmen der Formulierung bzw. Systematisierung zur Supply-Marktstrategie (N08, siehe Abschn. 5.4). Abschließend werden in Abschn. 5.5 konkrete, kategoriespezifische Beispiele erläutert.
Gerhard Heß, Elmar Holschbach, Florian C. Kleemann

6. Dienstleisterstrategie

Zusammenfassung
Nachdem in den vorangegangenen Kapiteln aufgezeigt wurde, wie der Einkauf eine umfassende Rahmenstrategie für die Dienstleistungsbeschaffung sowie eine darauf aufbauende Supply-Marktstrategie entwickeln kann, soll im in diesem Kapitel erläutert werden, wie er eine strategische Vorgehensweise gegenüber den einzelnen (wichtigen) Dienstleistern entwickeln und festlegen kann. Hierzu werden zunächst die Leistung und die Potenziale eines Dienstleisters bewertet. Mit der strategischen Dienstleisterklassifizierung werden die Inhalte und die Intensität der Zusammenarbeit mit dem Dienstleister grob bestimmt und anschließend in der Dienstleisterstrategie konkretisiert. Zur Umsetzung der Dienstleisterstrategie werden Ziele definiert und strategische Maßnahmen der Dienstleisterentwicklung, -integration und des Beziehungsmanagements ergriffen. Soweit ein Bedarf an neuen Dienstleistern besteht, müssen neue Dienstleister für die Angebotsabgabe und anschließend für die dauerhafte Leistungserbringung freigegeben werden. Auch für neue und bedeutende Dienstleister sollte eine Dienstleisterstrategie entwickelt werden (vgl. Heß 2017, S. 129).
Gerhard Heß, Elmar Holschbach, Florian C. Kleemann

7. Prozesse in der Dienstleistungsbeschaffung

Zusammenfassung
Die Nutzung der von Lieferanten bzw. Service Providern erstellten Leistungen erfolgt in Versorgungsprozessen. Dies gilt in besonderem Maße für Dienstleistungen, deren Erstellung ja typischerweise in Prozessen erfolgt, in denen der Abnehmer, also mithin das beschaffende Unternehmen, eingebunden ist. Ausgehend von einer Prozessanalyse (N12, Abschn. 7.2), sind für die benötigten Dienstleistungen die Abläufe zu betrachten und entsprechend zu dokumentieren. Dabei ist, auch für die nachfolgende Ableitung von Prozessstrategien und -ziele (N13, bzw. Abschn. 7.3), den speziellen Herausforderungen der Dienstleistungsbeschaffung angemessen Rechnung zu tragen. Besonderheiten ergeben sich in nahezu allen Phasen der taktischen und operativen Einkaufsprozesse. Der Strategieprozess wurde bereits an anderer Stelle ausreichend differenziert.
Gerhard Heß, Elmar Holschbach, Florian C. Kleemann

8. Performance Management im Dienstleistungseinkauf

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden spezifische Fragen zum Performance Management und zum Controlling im Dienstleistungseinkauf diskutiert. Es wird zunächst das zugrunde liegende Steuerungskonzept eines regelkreisorientierten Controllings aufgezeigt und insbesondere auf die Verknüpfung der unterschiedlichen Strategieebenen eingegangen. Aufgrund der Datenqualität und -verfügbarkeit sind die Schaffung von Transparenz im Dienstleistungseinkauf sowie eine fundierte Spend-Analyse eine große Herausforderung. Hierzu werden verschiedene Ansätze beleuchtet und Tipps sowie Hinweise für die praktische Umsetzung gegeben. Anschließend werden die Besonderheiten von dienstleistungsorientierten Kennzahlen zur Messung der Kostenposition betrachtet. Am Ende des Kapitels werden auf Spezifika im Reifegradmanagement des Dienstleistungseinkaufs hingewiesen.
Gerhard Heß, Elmar Holschbach, Florian C. Kleemann

9. Schlussbetrachtung: Dienstleistungseinkauf 4.0?

Zusammenfassung
Nachdem die wesentlichen Besonderheiten des Dienstleistungseinkaufs dargelegt und umfassende Lösungsansätze für ein strategisches Supply Management für Dienstleistungen anhand der 15M-Architektur formuliert wurden, wird im abschließenden Kapitel eine kurze Zusammenfassung aufbereitet sowie ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Themenfeld gegeben.
Gerhard Heß, Elmar Holschbach, Florian C. Kleemann
Weitere Informationen