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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

Zusammenfassung
Wie kaum eine andere Periode zuvor, ist die Gegenwart für Kreditinstitute durch tiefgreifende Umbrüche und Veränderungen gekennzeichnet. Die rasant fortschreitende technologische Entwicklung, verbunden mit einer Globalisierung der Märkte und des Wettbewerbs, ein vor allem in den westlichen Industrieländern zunehmend erwachendes ökologisches Bewusstsein sowie die spektakulären sozialen, politischen und wirtschaftlichen Umbrüche in der östlichen Hemisphäre, sind nur einige Beispiele für den turbulenten und vielschichtigen Wandel, der wohl auch noch das kommende Jahrhundert entscheidend mitprägen dürfte. Durch die Dynamik des Wandels und die steigende nationale wie auch internationale Vernetzung der Wirtschaft nimmt zugleich auch die Komplexität, Dynamik und Unsicherheit der Problemstellungen, mit denen Unternehmen konfrontiert werden, sprunghaft zu. Die Bewältigung des turbulenten Wandels und der sprunghaft ansteigenden Komplexität, Dynamik und Unsicherheit wird zu einer existentiellen Voraussetzung für fast alle Lebensbereiche und zugleich auch zum zentralen Managementproblem und somit entscheidenden Engpaßfaktor für den Unternehmenserfolg. Hierbei hat man es in der deutschsprachigen Literatur mit dem von Bleicher1 thematisierten Dilemma zu tun, daß einerseits die Komplexität der Problemstellungen drastisch zunimmt und die Unternehmen, die nach traditionellen Managementkonzepten geführt werden und über traditionelle Strukturen verfügen, immer mehr Zeit zur Bewältigung dieser Probleme benötigen, daß jedoch auf der anderen Seite die Dynamik der Veränderung immer kürzere Reaktionszeiten erforderlich macht. Diese „Zeitschere“,2 die bei der Führung von Unternehmen auftritt, ist in der nachstehenden Abbildung dargestellt.
Marius Dannenberg

Kapitel I. Die Kreditinstitute im Spannungsfeld der permanenten Zunahme von Komplexität, Dynamik und Unsicherheit, hervorgerufen durch die sich wandelnden endogenen und exogenen Rahmenbedingungen

Zusammenfassung
Wie aus der in der Einleitung erwähnten Problemstellung deutlich wird, scheint sich eine Art Zeitschere geöffnet zu haben, die eine deutliche Lücke in der Komplexitätsverarbeitung von Kreditinstituten, bei einer sich ständig beschleunigenden Dynamik und daraus resultierenden Unsicherheit in deren Entwicklungsverläufen zeigt. Die Bewältigung der permanent ansteigenden Komplexität, Dynamik und Unsicherheit wird somit zum zentralen Managementproblem und entscheidenden Engpaßfaktor für den zukünftigen Unternehmenserfolg. Das allgegenwärtige Problem einer zunehmenden Komplexität der Dinge, mit denen sich auch die Entscheidungsträger in Kreditinstituten befassen müssen, und die parallel dazu zu beobachtende steigende Unsicherheit und Ratlosigkeit, wie diese Probleme zu lösen sind, verstärken auch im Bankbereich die Zweifel an den bisherigen Management- und Organisationskonzepten und lassen den Ruf nach neuen Ansätzen immer lauter werden. Doch bevor im Rahmen dieser Arbeit näher untersucht wird, mit welchen Management- und Organisationskonzepten das Problem angegangen werden kann, soil dieses Kapitel dazu dienen, zunachst kurz die Begriffe Komplexität, Dynamik und Unsicherheit zu erläutern (Gliederungspunkt 2) und daran anschließend einige wichtige Ursachen für eine permanente Zunahme von Komplexität, Dynamik und Unsicherheit aufzuzeigen, die entscheidend dazu beitragen konnen, daß sich sowohl die endogenen als auch die exogenen Rahmenbedingungen, denen Kreditinstitute ausgesetzt sind, weiterhin gravierend ändern können (Gliederungspunkt 3).
Marius Dannenberg

Kapitel II. Zwei idealtypische strategische Planungskonzepte im Vergleich: Strategische Planung konstruktivistisch-technomorpher Ausprägung versus strategische Planung systemisch-evolutionärer Ausprägung

Zusammenfassung
Aufbauend auf der in der Einleitung zu dieser Arbeit thematisierten Unterseheidung zwischen einem konstruktivistisch-technomorphen und einem eher systemisch-evolutionären geprägten Theorietyp, soll in diesem Kapitel je ein strategisches Planungskonzept, welches für die beiden unterschiedlichen theoretischen Grundhaltungen typisch erscheint, vorgestellt und im Hinblick auf die Art analysiert werden, wie im Rahmen des jeweiligen Ansatzes mit dem in der Einleitung identifizierten Grundproblem beim Bankmanagement, nämlich Beherrschung der permanent zunehmenden Komplexität, Dynamik und Unsicherheit bei immer kürzer werdenden Reaktionszeiten, verfahren wird. Mit anderen Worten soli festgestellt werden, welcher Ansatz zur Strategieplanung es eher ermöglicht, in einer komplexen, dynamischen und unsicheren Umwelt schnell, flexibel und vor allem wirkungsvoll zu agieren und so dem bereits skizzierten Phänomen einer sich immer weiter öffnenden Zeitschere entgegenzuwirken.
Marius Dannenberg

Kapitel III. Zwei idealtypische Organisationstypen zur Strukturierung von Kreditinstituten im Vergleich: Organisationsstruktur und -kulturtraditionell-stabilisierender Ausprägung versus Organisationsstruktur und -kultur modern-entwicklungsfähiger Ausprägung

Zusammenfassung
Im vorigen Kapitel wurde ein strategisches Planungskonzept systemisch-evolutionärer Prägung als die bessere Alternative identifiziert, um dem Kontext einer permanenten Zunahme von Komplexität, Dynamik und Unsicherheit in den endogenen und exogenen Rahmenbedingungen bei gleichzeitig immer kürzer werdenden Reaktionszeiten, die Entscheidungsträger in Kreditinstituten zur Verfügung haben, erfolgreich begegnen zu können. Die strategische Planung stellt jedoch, wie in der Einleitung zu dieser Arbeit bereits dargelegt wurde, neben Elementen wie Organisationsstruktur, Organisationskultur sowie der technologischen Ausstattung eines Unternehmens, lediglich einen Teil des strategischen Managements als umfassende Führungskonzeption dar. Deshalb sollen in diesem Kapitel die Betrachtungen zum strategischen Management ausgeweitet werden, indem nun erörtert wird, welche Organisationsstruktur bzw. -kultur, gewöhnlich Unternehmenskultur oder Organisationskultur genannt,1 ein Kreditinstitut aufweisen sollte um
  • der stetigen Zunahme von Komplexität, Dynamik und Unsicherheit in den endogenen und exogenen Rahmenbedingungen bei immer kürzer werdenden Reaktionszeiten adäquat begegnen zu können und
  • es zu ermöglichen, daß strategische Planungsmodelle systemisch-evolutionärer Prägung erfolgreich durchgeführt werden können.
Marius Dannenberg

Kapitel IV. Die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien als Voraussetzung zur Anwendung systemisch-evolutionär ausgerichteter strategischer Planungsprozesse und Schaffung von modern-entwicklungsfähigen Organisationsstrukturen

Zusammenfassung
Im zweiten und dritten Kapitel wurde dargelegt, daß sowohl im Rahmen des systemischevolutionär ausgerichteten Planungsansatzes als auch im Rahmen des modern-entwicklungsfähigen Organisationsprofils der intraorganisationalen bzw. interorganisationalen Information und Kommunikation eine herausragende Rolle zukommt.1 In diesem Zusammenhang wurde in beiden Kapiteln aber auch auf die Ausführungen von Picot/Reichwald/Wigand2 hingewiesen, die Probleme der Verständigung, Probleme des Informationsverhaltens, Probleme der Informationsproduktion und Probleme der Informationsbewertung identifiziert haben und anhand der Diskussion von verschiedenen informations- und kommunikationstheoretischen Modellen zeigen, wie derartige Probleme als hemmende Faktoren bei der Aufgabenerfüllung innerhalb und zwischen Unternehmen wirken können. Im Rahmen dieser Diskussion wurde darauf hingewiesen, daß, egal welche Ursachen für Verständigungsprobleme im konkreten Anwendungsfall auch immer vorliegen mögen, sie durch das Management von Information und Kommunikation in Gestalt von geeigneten Informations- und Kommunikationssystemen wahrgenommen bzw. entschärft werden können. Diese Festlegung korrespondiert mit den im zweiten Kapitel dieser Arbeit durchgeführten, Schilderungen zur Entwicklung der strategischen Managementtheorie. In diesem Rahmen wurde darauf hingewiesen, daß bei der strategischen Managementforschung neben den Elementen Planung, Struktur und Kultur der Technologie als weiterem Element eine wichtige Rolle beigemessen wird.
Marius Dannenberg

Zusammenfassung

Zusammenfassung
Die Zielsetzung dieser Arbeit bestand darin, das Schrifttum zur Bankbetriebslehre um einen Beitrag zu bereichern, wie ein Konzept zum strategischen Bankmanagement gestaltet sein könnte, um der Problematik von immer komplexer, dynamischer and unsicherer werdenden Veränderungen in den endogenen and exogenen Rahmenbedingungen der Kreditinstitute bei gleichzeitig immer kürzer werdenden Reaktionszeiten, die den Entscheidungsträgern in Banken zur Verfügung stehen, mit Erfolg entgegentreten zu können. Zu diesem Zweck wurden im ersten Kapitel dieser Arbeit zunächst die grundlegenden Faktoren näher diskutiert, die für das Auftreten des Phänomens einer sick immer welter öffnenden Zeitschere, speziell im Bankbereich, verantwortlich gemacht warden können. Weiterhin wurde gezeigt, daß lurch die zukünftigen Entwicklungstendenzen verschiedener Faktoren, die sowohl mittelbar als such unmittelbar auf die endogenen und exogenen Rahmenbedingungen von Kreditinstituten wirken können, auch eine weitere Erhöhung van Komplexität, Dynamik and Unsicherheit in den Entwicklungsverläufen von Kreditinstituten and immer kürzer werdende Reaktionszeiten zu erwarten sind, sich somit das der Zeitschere inhärente Dilemma weiter verschärfen dürfte, wenn nicht durch geeignete strategische Maßnahmen gegengesteuert wird. Im Mittelpunkt der nächsten drei Kapitel stand schließlich die Suche each einem strategischen Managementkonzept, das Entscheidungsträger in Kreditinstituten in die Lage versetzt, dem Phänomen einer sich immer welter öffnenden Zeitschere mit Erfolg zu begegnen. Im Mittelpunkt des zweiten Kapitels stand dabei die Diskussion von zwei idealtypischen strategischen Planungskonzepten, die sich maßgeblich in der ihnen zugrundeliegenden theoretischen Ausrichtung unterscheiden.
Marius Dannenberg

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