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Über dieses Buch

In der Politischen Kommunikation sind Frames allgegenwärtig, da die politische Realität oft spezifisch konstruiert wird. Kommunikatoren setzen dabei ihre Information in einen bestimmten Deutungsrahmen, um gewisse Stimmungen zu verbreiten. Sie ‚framen‘ damit das Thema gezielt und wollen so die Debatte um die jeweilige Angelegenheit leiten oder zumindest mitbestimmen. Dieses Lehrbuch bietet eine Einführung in das Verständnis von Frames und Framing-Strategien, es liefert eine Übersicht der Inhalte der vielfältigen und breitgefächerten Framing-Forschung sowie eine Grundlage für das wissenschaftliche Arbeiten mit Frames.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einführung: Das Leiten der Diskussion

Zusammenfassung
In Politik und Medien wird aktuell kaum ein wissenschaftlicher Begriff so häufig genutzt wie jener des Framings – und dabei zugleich so falsch verstanden. Auch heute noch sind sich bisweilen selbst Journalisten nicht im Klaren darüber, dass sie Frames, also spezifische Deutungsrahmen setzen. Ein Verständnis für die Techniken des Framings sind für alle Menschen relevant die sich mit der Politischen Kommunikation auseinandersetzen. Dort sind Frames nämlich allgegenwärtig, da die politische Realität oft spezifisch konstruiert wird. Kommunikatoren setzen dabei ihre Information in einen bestimmten Deutungsrahmen, um gewisse Stimmungen zu verbreiten. Sie ‚framen‘ damit das Thema gezielt und wollen so die Debatte um die jeweilige Angelegenheit leiten oder zumindest mitbestimmen.
Michael Oswald

Kapitel 2. Frames und Framing

Zusammenfassung
Der Framing-Ansatz fungiert in den Sozialwissenschaften als eine theoretische Perspektive, wie Menschen die Realität wahrnehmen und sie über ihre Kommunikation konstruieren. Der Begriff ‚Frame‘ ist demnach mehrfach besetzt, da er nicht nur als Beschreibung von kommunikativen Konstrukten, sondern auch von den Denkstrukturen der Individuen dient. Das Denken über solche ‚Schablonen‘ und die Sinnzuschreibung über die daraus gewonnene Interpretation, sind die Grundlage der Frame-Analyse in der Sozialwissenschaft. Kommunikationsframes sind häufig in Abhängigkeit dieser ‚Denkframes‘ konstruiert.
Michael Oswald

Kapitel 3. Framing als strategische Tätigkeit

Zusammenfassung
In der Politischen Kommunikation dient das Framing oft als strategisches Hilfsmittel, mit welchem die Wirklichkeit in einer spezifischen Sichtweise dargestellt wird. Häufig wird dabei eine Situation problematisiert, um eine erwünschte Reaktion oder Interpretation und Bewertung eines Sachverhaltes zu erreichen.
Michael Oswald

Kapitel 4. Techniken des strategischen Medien-Framings

Zusammenfassung
Häufig werden in den Medien unreflektiert und ohne Intentionen Frames gesetzt, weil sich Journalisten gar nicht über die jeweilige Kontextsetzung bewusst sind. Sie framen allerdings auch sie. Dies ist bis zu einem gewissen Grad durchaus legitim. Wenn Journalisten beispielsweise darin geschult werden, keine Framings zu verwenden, die gesellschaftlichen Konflikte anheizen, kann dies beispielsweise einem öffentlich-rechtlichen Rundfunk nur zuträglich sein. Dient das Framing jedoch dazu, Wahrheiten zu verschleiern oder ideologische Interessen zu fördern, dann wird es problematisch. Es gibt nämlich auch Reporter, die ganz bewusst verzerrt framen, um eine gewisse Stimmung zu verbreiten.
Michael Oswald

Kapitel 5. Ideologien und Frames

Zusammenfassung
Gerade bei politischen Sachfragen sind Frames stark mit Ideologien verwoben – sowohl kognitiv als auch in der Kommunikation. Vor allem bei Problemen, die allgemeinverbindliche politische Lösungen erfordern, mischen sich die Heuristik-Frames mit Ideologien. Sie sind häufig leitend für das Denken in Frames. Je stärker eine Weltanschauung in gewisse zusammenhängende Einstellungsmuster (sogenannte Cluster) gruppiert ist und damit verschiedene Frames klar einer ‚Denkschule‘ zuzuordnen sind, desto evidenter wird die ideologische Prägung.
Michael Oswald

Kapitel 6. Die Methode der Frame-Analyse

Zusammenfassung
Das Konzept von Frames und Framing ist relativ intuitiv und einfach verständlich. Die Hürde liegt darin, mit dem Ansatz tatsächlich empirisch zu arbeiten – insbesondere bei frühen Qualifikationsschriften. Zunächst stehen Studierende vor der Herausforderung, dieses Konzept operationalisierbar zu machen. In diesem abschließenden Kapitel wird ein kurzer Einblick in methodische Ansätze gegeben. Dies ist jedoch keine Anwendungsanleitung, sondern lediglich ein Beispiel, wie eine solche Methodik aufgebaut sein kann, um empirische Ergebnisse zu liefern.
Michael Oswald

Backmatter

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