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Über dieses Buch

365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag – für Fahrzeugflotten öffentlicher Verkehrsunternehmen gelten hohe Anforderungen an die Verfügbarkeit und Sicherheit ihres Betriebs. Gleichzeitig ist ein erheblicher Teil des Kapitals von Verkehrsunternehmen in ihrer Fahrzeugflotte gebunden. Die lange betriebliche Nutzungsdauer der beschafften Fahrzeuge erfordert einen ganzheitlichen Managementansatz. Ein solcher ganzheitlicher Ansatz fokussiert die effektive Gestaltung der Organisation des Verkehrsunternehmens im Sinne der Etablierung angemessener Aufbau- und Ablaufstrukturen für verschiedene Aufgaben entlang des Lebenszyklus. Gefordert sind zum einen strategische Festlegungen zu Wertschöpfungstiefe und vertraglichen Schnittstellen zwischen verschiedenen Stakeholdern. Zum anderen wird der Technikeinsatz der Flotte selbst Gegenstand des Managements, welches sich von der Technologieauswahl und –bewertung über ihre Instandhaltung bis hin zur Betrachtung von Fragestellungen der Obsoleszenz und Fragestellungen der Entsorgung (Kreislaufwirtschaft) erstreckt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Konzeptionelle Grundlagen

Frontmatter

1. Einführung

Dieses einleitende Kapitel beschreibt die Konzeption und den grundlegenden Aufbau des Buches. Die Motivation der Verkehrsunternehmen für die Etablierung eines strategischen Managements von Fahrzeugflotten wird dargelegt. Hieraus abgeleitet werden die übergeordneten Ziele dargestellt, die mit einem strategischen Managementansatz verfolgt werden. Des Weiteren werden die Vorgehensweise und die daraus resultierende Gliederung des Buches vorgestellt.
Lars Schnieder

2. Grundlegende Begriffe

Das strategische Management von Fahrzeugflotten im öffentlichen Personenverkehr ist ein komplexer Gegenstandsbereich, der auf mehrere relevante Teilbegriffe Bezug nimmt. Um das für das Buch notwendige Verständnis zu schaffen, erfolgt in diesem Kapitel eine Darstellung der begrifflichen Grundlagen. Ausgangspunkt der Darstellung in diesem Kapitel ist ein kurzer Abriss der methodischen Grundlagen der Terminologiebildung. Im Sinne einer in der ingenieurwissenschaftlichen Terminologiebildung etablierten Vorgehensweise erfolgt eine Dekomposition des strategischen Flottenmanagements im öffentlichen Personenverkehr in seine Teilbegriffe. Die Teilbegriffe werden in einzelnen Abschnitten erläutert.
Lars Schnieder

3. Grundlegende Modellkonzepte

Modelle helfen um spezielle Teilaspekte des Gegenstandsbereichs des strategischen Managements von Fahrzeugflotten im öffentlichen Verkehr zu verdeutlichen. Um verschiedene Aspekte des interessierenden Problembereichs zu verdeutlichen, werden mehrere einander ergänzende Modelle hinzugezogen. Ausgangspunkt dieses Kapitels ist die Darstellung des Begriffs des Modells. Dies geschieht unter Rückgriff auf die konstituierenden Merkmale von Modellen. Anschließend werden die für dieses Buch grundlegende Modellkonzepte beschrieben. In diesem Buch werden kybernetische Modelle zur Darstellung allgemeiner Prinzipien des Managements verwendet. Der Gegenstand des in diesem Buch betrachteten Managements, d. h. die Fahrzeuge einer Flotte, werden abstrakt durch Phasenmodellen wie beispielsweise ihren Lebenszyklus dargestellt.
Lars Schnieder

4. Kontext des Flottenmanagements

Unterschiedliche Interessengruppen haben ein berechtigtes Interesse am Verlauf oder Ergebnis der unternehmerischen Tätigkeit des Verkehrsunternehmens. Dies sind beispielsweise Fahrgäste oder Mitarbeiter des Verkehrsunternehmens. Das Prinzip der Stakeholder versucht, das Verkehrsunternehmen in seinem gesamten sozialökonomischen Kontext zu erfassen und die Bedürfnisse der unterschiedlichen Anspruchsgruppen in Einklang zu bringen. In diesem Kapitel werden externe Einflüsse aus der Verkehrspolitik dargestellt, die in einer stetigen Fortentwicklung des Rechtsrahmen resultieren. Es erfolgt eine vertiefte Betrachtung des Rechtsrahmens in seinem Wechselspiel zwischen nationaler und europäischer Ebene. Die verschiedenen Stakeholdergruppen, denen sich ein Verkehrsunternehmen gegenüber sieht werden vorgestellt. Ihre Interessen müssen durch das Management im Verkehrsunternehmen adäquat adressiert werden.
Lars Schnieder

Querschnittsaufgaben

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5. Qualitätsmanagement

Das Qualitätsmanagement ist eine Querschnittsfunktion in Verkehrsunternehmen. Qualitätsaspekte sind in jeder Lebenszyklusphase von Fahrzeugen gleichermaßen bedeutsam. Qualität bezeichnet allgemein die Übereinstimmung der Produkteigenschaften mit den Anforderungen und Erwartungen der Kunden und anderer interessierter Parteien. Leistungen des öffentlichen Verkehrs sind keine Produkte im klassischen Sinne, sondern Dienstleistungen. Die Europäische Norm DIN EN 13816 definiert für verkehrliche Dienstleistungen, welche unterschiedliche Merkmale den Qualitätsbegriff aufspannen. In diesem Kapitel erfolgt zunächst eine allgemeine Begriffsbestimmung des Qualitätsmanagements für verkehrliche Dienstleistungen Hierbei wird auch klar, dass eine qualitätsgerechte Leistungserbringung im öffentlichen Verkehr nur mit einer zuverlässigen Fahrzeugflotte gelingen kann. Es schließt sich eine Darstellung der durch das Qualitätsmanagement verfolgten Ziele an. Die Darstellung der Aufgaben des Qualitätsmanagements beschließt dieses Kapitel.
Lars Schnieder

6. Sicherheitsmanagement

Eine Voraussetzung für die Teilnahme eines Eisenbahnverkehrsunternehmens oder eines Halters von Eisenbahnfahrzeugen am Eisenbahnverkehr ist eine von der nationalen Sicherheitsaufsichtsbehörde ausgestellte Sicherheitsbescheinigung. In diesem Zusammenhang müssen die Unternehmen ein Sicherheitsmanagement einrichten und dessen Wirksamkeit regelmäßig gegenüber der Sicherheitsbehörde nachweisen. In diesem Kapitel werden zunächst die relevanten Teilbegriffe des Begriffsfeldes der Sicherheit geklärt, die Ziele des Sicherheitsmanagements umrissen sowie die Aufgaben des Sicherheitsmanagements erörtert.
Lars Schnieder

7. Kostenmanagement

Verkehrsunternehmen im öffentlichen Verkehr sehen sich einem zunehmenden Kostendruck gegenüber. Öffentliche Haushalte, über die Leistungen des öffentlichen Verkehrs überwiegend finanziert werden, sind zunehmend angespannt. Zusätzlich verschärfen der demographische Wandel und die zunehmende Verstädterung die Finanzierung insbesondere des ÖPNV in ländlichen Räumen, dem mit wegbrechenden Schülerzahlen die Finanzierungsgrundlage entzogen wird. Die Liberalisierung des Verkehrsmarktes hat den Wettbewerbsdruck für Verkehrsunternehmen verschärft. Gleichzeitig besteht ein erheblicher (Re-)Investitionsbedarf in Fahrzeuge und die Verkehrswegeinfrastruktur. Dies sind die Gründe dafür, die Kostenposition sowie der Verkehrsunternehmen durch eine spezifische Managementaufgabe zu adressieren. In diesem Kapitel erfolgt eine Einführung in die wesentlichen Begriffe des Kostenmanagements. Es schließt sich eine Darstellung der Ziele des Kostenmanagements an. Abschließend werden die einzelnen Aufgaben des Kostenmanagements diskutiert.
Lars Schnieder

8. Assetmanagement

Die Beschaffung von Fahrzeugflotten im öffentlichen Personenverkehr ist kapitalintensiv und auf einen langen Zeitraum ausgelegt. Falsche Entscheidungen zu Beginn einer Investitionsphase wirken sich möglicherweise erst deutlich später im Betrieb aus. Sie können dann nur mit einem erheblichen Aufwand korrigiert werden. Aus diesem Grund wird die Bewirtschaftung des Anlagevermögens von Verkehrsunternehmen durch die spezifische Managementaufgabe des Assetmanagements adressiert. Das Asset Management umfasst alle organisatorischen und technischen Aktivitäten, die es ermöglichen, Vermögenswerte zu maximieren. Ausgehend von einer Definition des grundlegenden Begriffs ,,Assets" werden die Ziele des Assetmanagements dargestellt. Es schließt sich eine Darstellung der Aufgaben des Assetmanagements an. Die einzelnen Methoden des Assetmanagements werden ihrer querschnittlichen Orientierung wegen in Bezug zu den spezifischen Lebenszyklusphasen in den folgenden Kapiteln dargestellt.
Lars Schnieder

Phasenbezogene Aufgaben

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9. Technologiemanagement

Technologie die Bereitstellung von Mitteln zur Erfüllung von Zwecken. Demnach ist der Auslöser, der den Einsatz einer Technologie begünstigt, ein Sprung in den Randbedingungen der Technologie wie beispielsweise eine verbesserte Leistungsfähigkeit, geringerer Bauraum, fallende Kosten oder neue Funktionalität. Dieser angebotsorientierten Aussage („technology push“) steht eine nachfrageorientierte Sichtweise („demand pull“) gegenüber. Bislang ungelöste technische Widersprüche müssen durch neue zu entwickelnde Technologien gelöst werden. Konkret kann beispielsweise durch einen Unfall, neue Rechtsnormen oder steigende Kundenerwartungen ein Bedarf an neuen Technologien entstehen. Die Kombination aus angebots- und nachfrageorientierter Sichtweise ergibt einen geschlossenen Zyklus. Das Angebot neuer (technischer) Mittel ermöglicht neue Zwecke. Neue Zwecke erfordern neue (technische) Mittel. Das Technologiemanagement gestaltet diesen Prozess, so dass dieses Wechselspiel aus dem geschlossenen Zyklus von Zweck und Mittel über die zeitliche Folge eine Fortschrittsspirale der technischen Fortentwicklung hervorruft. Dieser Fortschritt leistet einen Beitrag zur Erreichung der unternehmerischen Ziele des Verkehrsunternehmens. In diesem Kapitel erfolgt zunächst eine Teilbegriffsbestimmung es schließt sich eine Darstellung der Ziele des Technologiemanagements an, es folgt eine Vorstellung der mit dem Technologiemanagement korrespondierenden Aufgaben. Das Kapitel schließt mit einer Erörterung beispielhafter Methoden des Technologiemanagements.
Lars Schnieder

10. Fahrzeugbeschaffungsmanagement

Das Fahrzeugbeschaffungsmanagement gewährleistet die bedarfsgerechte und wirtschaftliche Bereitstellung von Fahrzeugen für die Verkehrsunternehmen. Zur betrieblichen Leistungserstellung von Verkehrsunternehmen müssen die passenden Fahrzeuge in der ausreichenden Menge zum benötigten Zeitpunkt am richtigen Ort in der geforderten Qualität und zu angemessenen Kosten zur Verfügung stehen. Durch die Fahrzeugbeschaffung entstehen neben einmaligen Anschaffungs- und Investitionskosten über die Nutzungsdauer auch signifikante Folgekosten. Die Folgekosten übersteigen die Anschaffungskosten oft erheblich. Die Auswahl der wirtschaftlichsten Beschaffungsalternative muss also schon in der Planung einer konkreten Beschaffungsmaßnahme besondere Berücksichtigung finden. In den letzten Jahren haben sich die Beschaffungsaktivitäten der Verkehrsunternehmen aufgrund gestiegener Anforderungen am Verkehrsmarkt weiterentwickelt. Verkehrsunternehmen gingen den Schritt von der Beschaffung einzelner materieller Güter (der Fahrzeuge) hin zur Beschaffung umfassender Leistungen (so genannter Leistungsbündel).
Lars Schnieder

11. Fahrzeugzulassungsmanagement

Die Fahrzeugzulassung ist die öffentlich-rechtliche Voraussetzung für die Inbetriebnahme von Fahrzeugen. Sie ist eine technische Prüfung und dient der behördlichen Feststellung und Bestätigung, dass die abgenommenen Fahrzeuge den gesetzlichen Bestimmungen und den gesamten übrigen öffentlich-rechtlichen Regeln, welche die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Bereich des Verkehrswesens beschreiben, genügen. Die Abnahme umfasst eine Prüfung der Bauart, der Werkstoffe sowie der entwurfsgerechten Ausführung. In diesem Kapitel werden die Ziele die Aufgaben und Methoden des Fahrzeugzulassungsmanagements vorgestellt.
Lars Schnieder

12. Betriebsmanagement

Verkehrsunternehmen erbringen mit ihren für den Betrieb zugelassenen Fahrzeugen täglich ihre Verkehrsleistungen. Das Betriebsmanagement dient damit dem originären Zweck von Verkehrsunternehmen, nämlich der Beförderung von Personen und Gütern. Das Betriebsmanagement ist als Kern der unternehmerischen Tätigkeit von Verkehrsunternehmen eng mit den anderen Aktivitäten des Flottenmanagements verknüpft. Es kann daher nicht isoliert betrachtet werden. Es ergeben sich aus dem Betrieb der Fahrzeuge heraus täglich vielfältige Wechselwirkungen zu anderen Managementaktivitäten des Verkehrsunternehmens. Ausgangspunkt dieses Kapitels ist eine begriffliche Klärung des Begriff des Betriebs Es schließt sich eine Darstellung der Ziele des Betriebsmanagements an Nach der anschließenden Einführung in die Aufgaben des Betriebsmanagements schließt dieses Kapitel mit einer Vorstellung exemplarischer Methoden des Betriebsmanagements ab.
Lars Schnieder

13. Fahrzeuginstandhaltungsmanagement

Fahrzeuge haben eine lange Lebensdauer. Dies trifft insbesondere für Schienenfahrzeuge zu, deren Lebensdauer 30 Jahre oder mehr beträgt. Während dieser Zeit werden Komponenten und Teilsysteme wenn nötig wieder instand gesetzt, zwischendurch immer wieder überholt und gegebenenfalls mehrfach erneuert. Eine Herausforderung stellen hierbei die immer komplexer werdenden elektronischen Fahrzeugkomponenten dar. Das Fahrzeuginstandhaltungsmanagement adressiert alle hierfür erforderlichen Prozesse. Das Instandhaltungsmanagement definiert sich als die Gesamtheit aller Maßnahmen, zur Gestaltung, Lenkung und Entwicklung der Instandhaltung. In diesem Kapitel werden die Grundbegriffe der Instandhaltung sowie hierauf aufbauend, die Ziele, Aufgaben und Methoden des Fahrzeuginstandhaltungsmanagements betrachtet.
Lars Schnieder

14. Obsoleszenzmanagement

Seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts hat die Mikroelektronik erfolgreich Einzug in Schienenfahrzeuge gehalten. Sie hat rasch verschiedene Funktionsbereiche durchdrungen und einen erheblichen Beitrag zu verbesserter Funktionalität und Wirtschaftlichkeit des Betriebs von Verkehrssystemen geleistet. Die Mikroelektronik ist heute aus den Fahrzeugen nicht mehr weg zu denken. Sie ist mittlerweile sogar als unverzichtbar zu geworden. Insbesondere elektronische Bauteile unterliegen einem sehr schnellen Erneuerungsprozess. Häufig müssen die Entwickler langlebiger technischer Anlagen auf Bauteile dieses zunehmend kurzlebigeren Markts zurückgreifen. Ist ein Bauelement nicht mehr am Markt verfügbar, so sind darauf basierende Geräte nicht mehr fertigbar, Ersatzteile nicht mehr lieferbar und in letzter Konsequenz Fahrzeuge nicht mehr betriebsbereit. Das Obsoleszenzmanagement adressiert diese Themenstellung und gewährleistet auf diese Weise, dass stets ausreichende Fahrzeuge für den Betrieb zur Verfügung stehen.
Lars Schnieder

15. Nachgebrauchsmanagement

Die Phase des Nachgebrauchs schließt den Systemlebenszyklus ab. In unserer Gesellschaft und folglich auch in Verkehrsunternehmen nimmt der Umweltschutz einen zunehmend größeren Stellenwert ein. Die gesellschaftlichen Erwartungen sowie rechtliche Regelungen hierzu nehmen stetig zu. Insofern müssen die Verkehrsunternehmen sich intensiv mit dem Verbleib ihrer Fahrzeuge beschäftigen, wenn diese das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben. Getrieben von den genannten Herausforderungen sowie von zukünftigen gesetzlichen Auflagen, spielen Umweltaspekte auch als Bestandteil von Fahrzeugausschreibungen eine immer größere Rolle. In diesem Kapitel werden die relevanten Teilbegriffe die Ziele die Aufgaben und die Methoden des Nachgebrauchsmanagements vorgestellt.
Lars Schnieder

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