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Über dieses Buch

Lange Zeiten galten Universitäten als die unantastbaren Zentren der hohen Wissenschaften sowie als die Schmieden der akademischen Eliten. Dieser Status gewährleistete ihnen einen gewissen Schutz vor äußeren Einflüssen und damit vor dem Zwang, sich an Veränderungen anpassen zu müssen. Seit einigen Jahren können sich jedoch auch Universitäten nicht mehr den wandelnden gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Herausforderungen entziehen. Die Autonomie der Universitäten sowie deren historische Entwicklung führten dazu, dass sich in Universitäten ein spezieller Organisationstypus herausgebildet hat, welcher die notwendigen Reaktionen auf die beschriebenen Veränderungen – zumindest scheinbar – erschwert. Die Frage die sich in diesem Kontext stellt lautet, ob sich vorhandene Managementansätze aus der ökonomischen Praxis ohne weiteres auf Universitäten übertragen lassen oder ob die vermeintlich fehlende Kompatibilität der Systeme dies ausschließt. Der Autor des vorliegenden Werkes hat sich die Beantwortung dieser Fragestellung zur Aufgabe gemacht. Sein Vorhaben besteht darin, einen Thematisierungsrahmen zu entwickeln, welcher die grundlegenden Identitäten und Wertesysteme abbildet, um anhand diesem die Übertragbarkeit der vorhandenen Managementansätze auf den Universitätssektor zu prüfen. Schließlich soll so ein Beitrag zur Professionalisierung der strategischen Führung von Universitäten geleistet werden.​

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einführung

Einführung

Zusammenfassung
Deutsche Universitäten sahen sich zum Ende des 20. Jahrhunderts einer Vielzahl zum Teil lange bekannter, zum Teil aber auch neuer Herausforderungen gegenüber.
Oliver Kohmann

Deutsche Universitäten – Eine Analyse der organisationalen Lebenswelt

Frontmatter

TEIL I. Deutsche Universitäten – Eine Analyse der organisationalen Lebenswelt

Zusammenfassung
Auf den ersten Blick haben Universitäten viele Gemeinsamkeiten mit anderen – häufiger untersuchten – Organisationen, insbesondere auch mit Wirtschaftsunternehmen: Beide verfügen (offensichtlich) über Strukturen, Ziele, Hierarchien und Mitarbeiter, die bestimmte Aufgaben erfüllen. Es existieren routinisierte Abläufe zur Erfüllung alltäglicher Aufgaben ebenso wie (politische) Arenen zur Austragung konfliktärer Entscheidungsprozesse. Doch trotz dieser Gemeinsamkeiten scheinen Universitäten spezifische Eigenarten zu besitzen, die sie von anderen Organisationen unterscheiden und die vermutlich nur allein auf sie zutreffend sind. Die Darstellung dieser „Andersartigkeit“ steht im Mittelpunkt dieses ersten Teils.
Oliver Kohmann

Exkurs: Die Historie des deutschen Hochschulwesens

Zusammenfassung
Nach Prahl (1978, S. 12) sind Hochschulen und insbesondere Universitäten als „Institutionen der Ungleichzeitigkeit“ davor gefeit, unmittelbar in „gesellschaftliche Entwicklungsmechaniken eingebunden zu sein“.
Oliver Kohmann

I.1. Universitäre Lebenswelt – die Kulturperspektive

Zusammenfassung
Das folgende Kapitel widmet sich typischen Aspekten der universitären Kultur; also jenes Teils des Vorrats an Interpretationsmöglichkeiten, die als grundsätzlich in jeder Universität vorhanden anzunehmen sind.
Oliver Kohmann

I.2. Universitäre Lebenswelt – die institutionelle Perspektive

Zusammenfassung
Den zweiten Schritt der Analyse universitärer Lebenswelten bildet der Blick auf die institutionelle Ordnung. Es existieren – anders als für privatwirtschaftliche Unternehmen – zahlreiche rechtliche Rahmenvorgaben, die Aufgaben und Strukturen der Universität betreffen und damit die institutionelle Ordnung beeinflussen.
Oliver Kohmann

I.3. Zum Abschluss der Lebensweltanalyse: Einige Gedanken zum Wandel

Zusammenfassung
Den Abschluss der Betrachtung der universitären Lebenswelt sollen einige Ausführungen zum Wandel in Universitäten bzw. zu ihrer Wandelfähigkeit bilden.
Oliver Kohmann

Erste Zwischenbetrachtung

„Universitäten sind eigenartige Gebilde“
Zusammenfassung
Ziel des ersten Teils der Arbeit war, typische Charakteristika universitärer Lebenswelten zu identifizieren, um daraus ein Verständnis für diesen Organisationstyp – für sein „So-Sein“ – zu entwickeln. Ein solches Verständnis ist eine grundlegende Voraussetzung für eine professionelle strategische Führung von Universitäten. Die bisherige Analyse aus institutioneller als auch aus kultureller Perspektive bildet die Grundlage für den weiteren Gang der Untersuchung.
Oliver Kohmann

Deutsche Universitäten – Eine Analyse des politischen Systems

Frontmatter

TEIL II. Deutsche Universitäten – Eine Analyse des politischen Systems

Zusammenfassung
Die bereits angeführte Aussage „Managementkonzepte, die in Unternehmen erfolgreich waren, [scheitern, der Autor] in Hochschulen“ (Hanft 2000, S. IX) wird gerade vor dem Hintergrund der Universität als „eigenartiges Gebilde“ verständlicher.
Oliver Kohmann

II.1. Universitäten – besonders politisierte Organisationen

Zusammenfassung
Zur näheren Analyse des politischen Systems der Universitäten wird im weiteren Verlauf der Untersuchung ein Zugang über die verschiedenen Klassen von Entscheidungen in Universitäten gewählt, die auf ihre Bedeutung für das Gesamtsystem untersucht werden (II.1.1). Mit Blick auf die bedeutendste Klasse, die der kollektiven Entscheidungsprozesse, werden für Universitäten Charakteristika einer politisierten Organisation identifiziert. Diese Zuordnung dient als Grundlage einer einer Konkretisierung der Beschreibung des politischen System „Universität“ (II.1.2).
Oliver Kohmann

II.2. Auf dem Weg zum Verständnis des politischen Systems in Universitäten

Zusammenfassung
Um Einblicke in die Natur politischer Prozesse in Universitäten zu gewinnen, entwickelte Baldrige ein vereinfachtes Modell des politischen Systems in Organisationen, speziell in Universitäten. Wie sich im weiteren Gang der Untersuchung zeigen wird, ist dieses Modell anschlussfähig an die bisherigen Darstellungen zum politischen System. Aufgrund seiner Simplizität erscheint Baldriges Modell der policy-forming processes für den hier gewünschten Zugang ideal und soll als Bezugsrahmen für die folgende Analyse der Einflussfaktoren auf kollektive Entscheidungsprozesse dienen.
Oliver Kohmann

Zweite Zwischenbetrachtung

Strategien von Universitäten – ein besonders erklärungsbedürftiges Phänomen?
Zusammenfassung
Betrachtet man die Organisation Universität, wie in der Arbeit bis hierhin vorgenommen, so erscheint es nicht selbstverständlich, dass dieser Organisationstyp (und insbesondere auch einige konkrete Organisationen) über nahezu eintausend Jahre (ob nun erfolgreich oder erfolgreich scheiternd) funktionieren konnte. Nicht zuletzt scheint Führung in Universitäten alles andere als eine triviale Aufgabe zu sein.
Oliver Kohmann

Konzepte für die Strategische Führung von Universitäten

Frontmatter

III.1. Entwicklung eines universitätsspezifischen Führungsverständnisses

Zusammenfassung
Eine effektive und nachhaltige Beeinflussung bzw. Lenkung einer Organisation setzt voraus, dass Aussagen und Wertungen (respektive Lebens-, Sprach- und Wissensformen) des jeweiligen Führungsverständnisses zumindest in Teilen Kongruenzen mit der betroffenen Lebenswelt aufweisen. Ausgehend von diesem Erfordernis widmen sich die Ausführungen dieses Kapitels der Herleitung eines institutionsspezifischen Führungsverständnisses, das diesem Anspruch Genüge leistet, und das als Grundlage der weiteren konkreten Handlungsempfehlungen in den folgenden Kapiteln dienen kann.
Oliver Kohmann

III.2. Etablierung von Rahmenkonzepten und Gestaltung politischer Arenen

Zusammenfassung
Kirsch sieht eine grundlegende Anforderung an eine professionelle Führung von Organisationen in der Planung der Organisationsentwicklung im institutionalisierten Rahmen eines Managementsystems. Um diese Planungen zu systematisieren, schlägt Kirsch die Formulierung eines übergreifenden Rahmenkonzepts und die Entwicklung strategischer Programme für einzelne Betätigungsfelder vor.
Oliver Kohmann

III.3. Professionalisierung der Entscheidungs- und Implementierungsprozesse zur Sicherung der Handlungsfähigkeit des Führungssystems

Zusammenfassung
Jedes Führungssystem sichert seinen Bestand durch die Bewahrung der Handlungsfähigkeit, die sich insbesondere in der Fähigkeit manifestiert, möglichst vollständige Handlungszyklen zu realisieren. Bereits Easton führte im Rahmen seiner Untersuchungen zum Politischen System diese Notwendigkeit aus. Dabei identifiziert er zwei Hauptgründe für eine Gefährdung: Die Handlungsfähigkeit und damit das „Überleben“ eines Systems sei gefährdet, wenn entweder keine Entscheidungen „produziert“ werden oder aber „produzierte“ Entscheidungen nicht implementiert werden. Ausgehend von Eastons Ausführungen definiert Kirsch sechs Aspekte der Handlungsfähigkeit und liefert damit eine konkrete Ausgangsbasis für weitere Analysen. Anhand von Kirschs Überlegungen werden im Folgenden die institutionellen Spezifika einer Gefährdung der Handlungsfähigkeit des Führungssystems in Universitäten abgeleitet.
Oliver Kohmann

Schlussbetrachtung

Zusammenfassung
Das zentrale Ziel der vorliegenden Arbeit besteht darin, einen Beitrag zur Professionalisierung der Führung in Universitäten durch die Identifizierung, Zusammenführung, Weiter- und Neuentwicklung von Ideen und Konzepten zu leisten, die helfen, Führungshandeln erfolgreich und nachhaltig wirksam werden zu lassen.
Oliver Kohmann

Backmatter

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