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Strategisches Storytelling

Eine Einführung ins Geschichtenerzählen in Marketing, Kommunikationsmanagement und Employer Branding

  • 2026
  • Buch

Über dieses Buch

Dieses Buch bietet eine systematische und praxisorientierte Einführung in das Storytelling für Marketing, Kommunikationsmanagement und Employer Branding. Es erklärt die grundlegenden Begriffe, zeigt auf, wie Storys erkannt, strukturiert und gestaltet werden, und vermittelt die zentralen Elemente wirkungsvoller Geschichten – von Themenwahl, Dramaturgie und Figurenentwicklung bis zu visuellen und audiovisuellen Formaten.
Zahlreiche Beispiele und Übungen mit Musterlösungen unterstützen dabei, Storytelling professionell anzuwenden, zu optimieren und gezielt in Kommunikationsprozesse zu integrieren.
Dieses Buch ist unverzichtbar für alle, die ihren Unternehmenserfolg durch strategisches Geschichtenerzählen auf das nächste Level heben möchten.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. 1. Storys erkennen

    Silvia Ettl-Huber
    Der Fachbeitrag widmet sich der zentralen Frage, wie Storys im Kontext von Marketing, Kommunikationsmanagement und Employer Branding erkannt und strategisch eingesetzt werden können. Zunächst wird die gängige Praxis hinterfragt, bei der Storys oft allein aufgrund ihrer Form oder emotionalen Wirkung als solche wahrgenommen werden – etwa durch Videos oder persönliche Berichte. Der Autor zeigt auf, dass eine Story jedoch eine klare Struktur benötigt: Sie besteht aus einer bewussten Abfolge von Ereignissen, die eine Zustandsveränderung bewirken und eine Aussage transportieren. Anhand wissenschaftlicher Definitionen, etwa von Gerald Prince oder Martínez und Scheffel, wird erläutert, warum Ereignisse nicht nur explizit, sondern auch implizit sein können, solange sie eine Veränderung markieren. Ein besonderer Fokus liegt auf der Unterscheidung zwischen Storypotenzialen – also Themen, die das Potenzial für eine Story haben – und echten Storys, die bereits alle notwendigen Elemente enthalten. Der Beitrag geht auch auf typische Fehler ein, etwa die Verwechslung von Storytelling als Akt des Erzählens mit einer tatsächlich strukturierten Story. Praktische Beispiele aus der Unternehmenskommunikation verdeutlichen, wie strategisches Storytelling funktioniert und warum es nicht ausreicht, einfach über ein Thema zu berichten. Abschließend wird die Bedeutung von Zustandsveränderungen und kausalen Zusammenhängen betont, die eine Story erst wirksam machen. Leser:innen erhalten damit nicht nur eine theoretische Grundlage, sondern auch konkrete Werkzeuge, um eigene Storys zu analysieren und zu entwickeln.
  3. 2. Elemente von Storys – Storys erstellen

    Silvia Ettl-Huber
    Dieses Kapitel beleuchtet die vier zentralen Elemente, die eine Geschichte ausmachen: Thema, Handlung, Figuren und Inszenierung in Raum und Zeit. Es wird deutlich, dass nicht alle Elemente gleichzeitig vorhanden sein müssen, um von einer Geschichte zu sprechen, doch erst ihr Zusammenspiel macht eine Erzählung vollständig und professionell. Der Text erklärt anhand von Beispielen, warum eine bloße Aufzählung von Ereignissen wie „Eine Katze wurde angefahren und gerettet“ zwar eine Geschichte ist, aber erst die präzise Inszenierung – etwa durch Zeit, Ort und emotionale Tiefe – eine eindrückliche Erzählung schafft. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Unterscheidung zwischen Problem und Konflikt: Während ein Problem technisch lösbar ist, erfordert ein Konflikt emotionale Entscheidungen und Zeitdruck, was Geschichten erst spannend und relevant macht. Der Beitrag zeigt, wie Themen durch Nachrichtenwerte, Storywerte und Fallhöhe an Attraktivität gewinnen und warum Konflikte – ob innerlich oder äußerlich – das Herzstück jeder guten Geschichte sind. Abschließend wird betont, dass Storytelling nicht nur von spektakulären Ereignissen lebt, sondern auch von subtilen Veränderungen, die durch klare Handlungsstrukturen und archetypische Plots wie die Suche, die Wiedergeburt oder die Heldenreise vermittelt werden können. Wer diese Prinzipien versteht, kann gezielt Geschichten entwickeln, die nicht nur informieren, sondern auch emotional berühren und nachhaltig im Gedächtnis bleiben.
  4. 3. Gestaltung von Storys

    Silvia Ettl-Huber
    Das Kapitel beleuchtet die zentralen Gestaltungsprinzipien von Erzählsituationen und zeigt, wie diese strategisch in der Unternehmenskommunikation eingesetzt werden können. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Unterscheidung zwischen auktorialer, Ich- und personaler Erzählsituation sowie der bewussten Wahl von Fokalisierung – etwa durch interne, externe oder nullfokussierte Perspektiven. Praktische Beispiele aus dem Employer Branding und Marketing veranschaulichen, wie durch die richtige Erzählperspektive Nähe, Glaubwürdigkeit oder Emotionalität erzeugt werden kann. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Prinzip 'Show, don’t tell', das durch konkrete Szenen und sinnliche Details abstrakte Botschaften greifbar macht. Zudem wird der Einsatz von Einstellungsgrößen – von der Totalen bis zur Detailaufnahme – als stilistisches Mittel zur Steuerung von Aufmerksamkeit und Emotionen erläutert. Abschließend werden Techniken wie Beats, Fokussierung und multisensorisches Erzählen vorgestellt, die Texte und Videos lebendiger und einprägsamer gestalten. Das Kapitel bietet damit ein umfassendes Werkzeugset, um Geschichten in der Unternehmenskommunikation gezielt und wirkungsvoll zu inszenieren.
  5. 4. Strategisches Storytelling

    Silvia Ettl-Huber
    Das Kapitel führt systematisch in die zentralen Begriffe des strategischen Storytellings ein und erklärt, wie Unternehmen gezielt Geschichten einsetzen können, um ihre Kommunikation wirksamer zu gestalten. Zunächst werden die Grundlagen von Storypotenzialen, Storys, Storytelling und strategischem Storytelling erläutert: Storypotenziale sind bedeutende, konfliktreiche oder überraschende Themen, die sich für eine narrative Aufbereitung eignen. Eine Story entsteht, wenn diese Potenziale in eine strukturierte, erzählerische Form gebracht werden – mit Ereignissen, Wendungen und einer klaren Aussage. Storytelling bezeichnet den Prozess der Vermittlung solcher Geschichten, während strategisches Storytelling die gezielte Nutzung von Geschichten für bestimmte Kommunikationsziele wie Erinnerbarkeit, Verständnis oder Verhaltensänderung umfasst. Der Text verdeutlicht den Unterschied zwischen spontaner Alltagskommunikation und strategisch geplanter Unternehmenskommunikation, bei der Geschichten bewusst eingesetzt werden, um Inhalte zu transportieren und Einstellungen zu beeinflussen. Ein zentraler Fokus liegt auf dem Begriff des Narrativs, das als übergeordnete Deutungsebene verstanden wird, die aus vielen einzelnen Geschichten besteht und als Orientierungsrahmen für Organisationen dient. Das Kapitel zeigt, wie Unternehmen ihr übergeordnetes Narrativ erkennen und gezielt nutzen können, um ihre Kommunikation konsistent und wirkungsvoll zu gestalten. Besonders hervorgehoben wird die Bedeutung von Core Storys, die das Selbstverständnis, die Werte und die Zukunftsperspektive einer Organisation darstellen und als narratives Fundament für alle Kommunikationsmaßnahmen dienen. Anhand von Beispielen aus verschiedenen Branchen wird erläutert, wie Core Storys entwickelt werden können und welche Rolle sie für die Markenbildung und interne Identitätsstiftung spielen. Das Kapitel bietet zudem praktische Übungen zur Analyse von Unternehmensnarrativen und Core Storys, die Leser:innen direkt anwenden können, um die strategische Ausrichtung ihrer eigenen Kommunikation zu überprüfen und zu optimieren. Abschließend werden die Ziele und Wirkungsdimensionen von Storytelling im Marketing und der Unternehmenskommunikation diskutiert, darunter Interesse, Verstehen, Glaubwürdigkeit und Handeln. Es wird betont, dass Storytelling besonders dann wirksam ist, wenn es in längeren Formaten eingesetzt wird und wenn Geschichten gezielt Emotionen wecken, um die gewünschten Kommunikationsziele zu erreichen.
  6. 5. Storytelling im Kommunikationsalltag

    Silvia Ettl-Huber
    Das Kapitel beleuchtet zunächst die historische Entwicklung des Storytellings – von der Vormedialität über Massenmedien bis hin zum strategischen Einsatz im Internetzeitalter. Ein zentraler Fokus liegt auf der Darstellung verschiedener Storytelling-Formate wie Storytellingprojekte, Cross-Channel Storytelling, multimediales Storytelling, interaktives Storytelling und Liquid Storytelling. Dabei wird erläutert, wie diese Formate strategisch in der Markenkommunikation, im Employer Branding, in der Public Relations und in der internen Kommunikation eingesetzt werden können. Besonders relevant ist die Diskussion um die Eignung verschiedener Medienformate (Text, Audio, Visuell, Text-Bild, Audiovisuell) für Storytelling sowie deren Potenziale und Herausforderungen. Das Kapitel schließt mit einem Überblick über verschiedene Einsatzfelder von Storytelling in der Organisationskommunikation und zeigt auf, wie strategisches Storytelling zur Differenzierung und Sinnstiftung beitragen kann. Leser:innen erfahren, wie sie durch gezielte Auswahl von Storytelling-Formaten und Medienformaten die Wirkung ihrer Kommunikationsmaßnahmen steigern können. Zudem wird verdeutlicht, warum Storytelling in der Markenkommunikation und im Employer Branding besonders wirksam ist – wenn es authentisch und strategisch verankert ist. Interessant ist auch die kritische Auseinandersetzung mit der Frage, wann Storytelling wirklich sinnvoll ist und wann es nur als Dekoration dient.
  7. Backmatter

Titel
Strategisches Storytelling
Verfasst von
Silvia Ettl-Huber
Copyright-Jahr
2026
Electronic ISBN
978-3-658-50625-4
Print ISBN
978-3-658-50624-7
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-50625-4

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