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2022 | OriginalPaper | Buchkapitel

Stress & Kreativität

verfasst von: Jennifer Poiger, Markus Brücklmeier

Erschienen in: Kreativität und Innovation in Organisationen

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

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Zusammenfassung

Stress ist wohl eines der größten Risiken des 21. Jahrhunderts, dabei ist die Arbeit der Stressfaktor Nummer eins! Gleichzeitig werden Kreativität und Innovation in Unternehmen zunehmend bedeutsamer. Die Fähigkeit, neue Wege zu gehen, stellt eine erfolgsentscheidende Kompetenz dar, und zwar branchenunabhängig. Stress und Kreativität sind damit fester Bestandteil in der heutigen Arbeitswelt. Wie kann nun eine Umgebung geschaffen werden, die trotz der steigenden Anforderungen förderlich für die Kreativität und Innovation der Menschen ist? Welche Faktoren beeinflussen den Zusammenhang zwischen Stress und Kreativität? Mit diesen Fragen beschäftigt sich dieser Beitrag des Buches. Stress kann sich negativ auf die Kreativität auswirken – jedoch kann Stress die Kreativität und Innovationskraft auch unterstützen und fördern. Dafür zeigen Wissenschaft und Praxis einige entscheidende Faktoren auf: Zunächst ist es wichtig, dass die Anforderungen an die Mitarbeitenden herausfordernd sind, jedoch zugleich den individuellen Fähigkeiten entsprechen. Die Menschen sollen damit ge-, aber nicht überfordert werden (Yerkes & Dodson, 1908). Hilfreich kann es dabei sein, speziell auf sogenannte Stresswarnsignale (Frühwarnsignale mentaler Verausgabung) zu achten, um ein optimales Anforderungsniveau ermitteln zu können. Außerdem kann sich die Art von Abgabefristen positiv auf die Innovationskraft der Mitarbeiter auswirken (Amabile & Kramer, 2011). Angemessene, anspruchsvolle, jedoch nicht zu eng getaktete Fristen sind dabei am förderlichsten für die Kreativität. Nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen spielt darüber hinaus insbesondere die persönliche Bedeutsamkeit einer Aufgabe eine entscheidende Rolle für die Kreativität der Mitarbeitenden (Amabile & Kramer, 2011). Eine weitere wichtige Komponente für die förderliche Wirkung von Stress ist das Erleben von Sinn in der täglichen Arbeit. Außerdem hat auch die (emotionale) Bewertung der Arbeit einen bedeutsamen Einfluss auf die Kreativität (Amabile & Kramer, 2011). So ist es wichtig, Aufgaben als herausfordernd und damit positiv zu sehen und beispielsweise nicht mit Angst zu bewerten. Wird das Arbeitsumfeld des Weiteren abwechslungsreich (z. B. durch abwechslungsreiche Aufgaben, unterschiedliche Teammitglieder etc.) und psychologisch sicher gestaltet, wirkt sich dies besonders förderlich auf die Innovation und Kreativität der Mitarbeitenden aus (Liu & Shi, 2014). Schließlich wird auch empfohlen, den Mitarbeitenden Methoden zur Stressregulation (z. B. durch Achtsamkeitstechniken) an die Hand zu geben, um ihnen eine verbesserte und selbstständige Steuerung von Stress zu ermöglichen. All dies sind Faktoren, die dazu beitragen, dass Stress kreativitätsfördernd wirken kann.

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Literatur
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Metadaten
Titel
Stress & Kreativität
verfasst von
Jennifer Poiger
Markus Brücklmeier
Copyright-Jahr
2022
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-63117-1_5

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