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10.08.2017 | Stressmanagement | Infografik | Onlineartikel

Arbeitnehmer können einfach nicht abschalten

Autor:
Andrea Amerland
1 Min. Lesedauer

Viele deutsche Arbeitnehmer fühlen sich gestresst und ausgebrannt, zeigen die Gesundheitsreporte der Krankenkassen immer wieder. Selbst schuld? Denn auch im Urlaub sind zwei Drittel für den Arbeitgeber erreichbar, obwohl es selten eine Rechtsgrundlage dafür gibt. 

Wie Bitkom Research ermittelt hat, können 71 Prozent der deutschen Beschäftigten dienstliche Anfragen während des Urlaubs einfach nicht ignorieren. Sie sind im Gegenteil durch Anrufe, E-Mails oder Kurznachrichten für Vorgesetzte oder Kollegen erreichbar.

Laut der Umfrage, für die 1.000 Personen ab 14 Jahren befragt wurden, ist damit die Erreichbarkeit im Vergleich zum Vorjahr sogar noch um vier Prozent gestiegen. Besonders hoch ist die Zahl unter den 30- bis 49-Jährigen, die zu 75 Prozent für dienstliche Anfragen im Urlaub offen sind.

Urlaub ist Urlaub

Eine rechtliche Notwendigkeit dafür gibt es allerdings nur, wenn eine Rufbereitschaft besteht. Ansonsten sollte der Urlaub gemäß Bundesurlaubsgesetz arbeitsfrei sein und der Erholung dienen. Das gilt in der Regel auch für Führungskräfte. 

Doch warum schalten die gestressten Deutschen die Geräte nicht einfach ab? Oftmals fehlen klare Regelungen, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder, die trotz der neuen technischen Möglichkeiten Freizeit und Arbeitszeit von einander trennen.

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