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Stresstest

weitere Buchkapitel

5. Lösungsbausteine der Digitalisierung

Die Digitalisierung ist kein Trend oder eine Modeerscheinung, sondern verändert die Unternehmen und die Gesellschaft von innen heraus und hat großen Einfluss auf Geschäftsmodelle. Digitale Fähigkeiten werden zum Wettbewerbsfaktor. Um auch in der Zukunft wettbewerbsfähig zu sein, müssen klassische Denkmuster verlassen und interdisziplinär und unternehmensübergreifend technische Innovationen in Business-Innovationen verwandelt werden. Kreativitätsmethoden und Methoden für die Geschäftsmodellentwicklung und -operationalisierung machen hier den Unterschied. Klare strategische Vorgaben, ein explizites Customer Experience Management sowie ein angemessenes Datenmanagement, Enterprise Architecture Management und Demand Management geben ein Instrumentarium an die Hand.Den Erfolg der digitalen Transformation kann man in einer hohen Kundenzufriedenheit sowie höheren Umsätzen und Erträgen ablesen. Der Weg dahin ist aber lang und steinig. Best-Practice Lösungsbausteine helfen hierbei. Die Umsetzung ist jedoch eine komplexe Aufgabe. Die Lösungsbausteine der Digitalisierung aus diesem Kapitel helfen auf diesem schwierigen Weg.

Inge Hanschke

Health Telescope: System Design for Longitudinal Data Collection Using Mobile Applications

This paper describes the process of developing the technical infrastructure of the Health Telescope: an interventional panel study designed to measure the long term effects of eHealth usage. We describe the design and implementation of both the Health Telescope application—an Android application that allows us to interact with participants and obtain measurements—and the researcher authoring client—a web-based application that allows us to flexibly submit experience sampling tasks to participants. This paper serves as a blueprint for those wanting to study long-term behavioral change in the wild. The paper furthermore describes a pilot study that was conducted to evaluate the research software. We conclude with design guidelines aimed at those aiming to undertake a similar endeavor that are vital when developing similar software; this paper aims to highlight both the importance and challenges of measuring the effects of eHealth applications longitudinally.

Bas Willemse, Maurits Kaptein, Nikolaos Batalas, Fleur Hasaart

12. Gesellschaftliche Perspektiven der Quantentechnologie

Der Quantencomputer ist nur die Speerspitze eines breiten Spektrums von Quantentechnologien, die Wirtschaft und Gesellschaft umwälzen. Nach der quantenmechanischen Grundlagenforschung seit Anfang des 20. Jahrhunderts folgte seit Ende des 20. Jahrhunderts die Entwicklung technischer Bauteile, die auf Effekten der Quantenphysik beruhen. Dazu gehören Transistoren, Dioden und Laser, die als Quantentechnologien der ersten Generation zusammengefasst werden können und aus Alltagsgeräten nicht mehr fortzudenken sind. Auch der Laser war zunächst ein quantenphysikalisches Grundlagenproblem, das heute wie selbstverständlich in der Mess- und Kommunikationstechnik, industriellen Fertigung, Medizintechnik und Unterhaltungselektronik bis zum 3D-Druck Anwendung findet. Den Quantentechnologien der ersten Generation ist gemeinsam, dass Quanteneffekte nur indirekt genutzt werden

Klaus Mainzer

Kapitel 7. Aus der „Mühle“ in die Freiheit – Plädoyer

Ärzte stellen auf verschiedenen Ebenen eine wertvolle Ressource für die Gesellschaft dar. Durch die nachhaltige Nutzung dieser Ressource können Ärzte zu Multiplikatoren von Glück und Gesundheit werden.

Caroline Bialon

27. Projektmanagement Outlook 2020

Zu Beginn des neuen Jahrzehnts ist Projektmanagement (PM) für viele Unternehmen, Behörden und Institutionen bereits ein fester Bestandteil des Managements. Die PM-Einführung resultiert aus der betriebswirtschaftlichen Notwendigkeit, Projektaufgaben unter Berücksichtigung aller inhaltlichen, terminlichen und finanziellen Vorgaben ergebnisoptimal abzuwickeln. Der PM-Integrationsprozess in einer Firma setzt eine Organisationsentwicklung und die Einbindung aller betroffenen Organisationseinheiten voraus; s. a. Abschn. 5.2.2 . Projektmanagement ist eine sehr vielseitige Aufgabe, die im Prinzip mit der Geschäftsführung eines Unternehmens verglichen werden kann, denn es geht im Grundsatz ja darum, Projekte, ähnlich wie ein Unternehmen, im Rahmen vorgegebener Zielvorgaben, Termin- und Kostengrenzen abzuwickeln. Die organisatorische Eingliederung ist eine schwierig zu realisierende Hürde, bei der die Aufgaben- und Kompetenzverteilung zwischen den Projekt- und Fachabteilungen klar geregelt werden muss. In weiteren Schritten sind dann die geänderten Prozessabläufe zu optimieren und erprobte PM-Prozeduren einzuführen. Hands-on-training ist als begleitende Maßnahme unabdingbar.Ein herausragender Aspekt ist in diesem Zusammenhang das Thema „Kommunikation“. Für eine effiziente Zusammenarbeit im Projektteam und als Grundlage für Entscheidungsprozesse ist die reibungslose Kommunikation eine wichtige Voraussetzung. Es ist nicht damit getan, dass die Mitarbeiter im Besitz möglichst vieler Tools, wie z. B. Mobiltelefone, Laptops, etc. sind, sondern dass sie sicherstellen, dass alle wesentlichen Informationen mit entsprechenden Tools strukturiert und verständlich gezielt an die richtigen Empfänger und Entscheidungsträger weitergegeben werden. Das klingt zwar trivial, aber in der Praxis kommt es auf Grund von zu viel unstrukturierter Information einerseits oft zum Informationsstau und andererseits wegen fehlender Berichtstrukturen zu einem gravierenden Informationsdefizit.In den folgenden Abschnitten wird in einem kurzen Rückblick auf die PM-Entwicklungsgeschichte eingegangen, gefolgt von einer Bestandsaufnahme (Inventur) der aktuellen Situation, wie sie sich in 2020 darstellt. Im Anschluss daran erfolgt der Versuch, ein möglichst realistisches Zukunftsbild (Outlook) zu beschreiben.

Bernd-J. Madauss

Einleitung: Die EU erklären

Der europäische Integrationsprozess sah sich in seiner jahrzehntelangen Geschichte immer wieder mit grundlegenden Herausforderungen konfrontiert. Dabei ging es um Fragen der Vertiefung und Erweiterung der Europäischen Union (EU) sowie um das Management von nationalen, europäischen und globalen Krisen. Insbesondere im letzten Jahrzehnt scheint die EU aus dem Krisenmodus nicht mehr herauszukommen. Besonders betroffen waren hier die Wirtschafts- und Währungsunion infolge der globalen Finanzkrise 2008, die gemeinsame Migrations- und Asylpolitik sowie der Schengen-Raum aufgrund der sog. Flüchtlingskrise von 2015 und nicht zuletzt die Gesundheitssysteme in der COVID-19-Pandemie, die Anfang 2020 fast zum sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Stillstand in der globalisierten Welt geführt hat und somit die Solidarität in Europa und die europäische Integration auf verschiedensten Ebenen grundsätzlich herausfordert. Vor diesem Hintergrund strukturiert die Einleitung, wie die EU zu erklären ist, und liefert Informationen zur Neukonzeption des Taschenbuchs „Europa von A bis Z“ und zu dessen Handhabung.

Werner Weidenfeld, Wolfgang Wessels, Funda Tekin

Bankenunion

Die Bankenunion führt die Bestrebungen zu einer EU-weiten Harmonisierung der Finanzmarktregulierung für die Eurozone weiter. Indem die in der Eurozone tätigen Banken stärker grenzüberschreitend überwacht (Einheitlicher Aufsichtsmechanismus) und im Fall einer Insolvenz auf europäischer Ebene abgewickelt (Einheitlicher Abwicklungsmechanismus) werden, soll verhindert werden, dass – wie im Verlauf der Krise in der Eurozone geschehen – Regierungen Banken und deren Eigentümer mit Steuergeldern retten. Die dritte Säule einer Bankenunion (Gemeinsames Einlagensicherungssystem) wird derzeit diskutiert. Da insbesondere Deutschland auf einer weiteren Reduktion der Risiken in den Bankbilanzen der Eurozone besteht, bevor eine Teilung dieser Risiken durch eine gemeinsame Einlagensicherung infrage kommt, ist eine Einigung Mitte 2019 noch nicht absehbar.

Tobias Kunstein

Kapitel 24. Crowd Simulation als Planungswerkzeug für Veranstaltungen

Von der psychologischen Theorie in die Praxis

In diesem Kapitel werden Simulationen vorgestellt, die in der Sicherheitsplanung von Veranstaltungen als wertvolles Tool unterstützen. Es zeigt auf, inwieweit Simulationsmodelle in der Lage sind, menschliches Verhalten abzubilden und dadurch realitätsnahe Analysen zu ermöglichen. Auf Basis von simulationsrelevanten sozialpsychologischen Theorien wird dargelegt, wie eine computergestützte Modellierung von menschlichem Verhalten erfolgen kann und wie gängige Simulationsmodelle diese Aspekte abbilden. Ein Praxisbeispiel dient dazu, Schritt für Schritt das Erstellen einer Simulation zu erläutern. Auch eine rechtliche Einordnung erfolgt: Es wird aufgezeigt, dass diese Analysen bestehende Gesetze und Normen ergänzen, indem sie detaillierter auf Besonderheiten von Veranstaltungen und individuelle Rahmenbedingungen eingehen können.

Angelika Kneidl, Sophia Simon

5. Wirtschaftsschocks durch Coronavirus-Pandemie

Die Wirtschaftsschocks durch die Coronavirus-Pandemie werden analysiert, wobei ökonomische und Strukturwandelsimpulse dargestellt werden – auch im Vergleich zur Transatlantischen Bankenkrise 2008/09. Die Rolle des internationalen Flugverkehrs, der Autoindustrie und im internationalen Tourismussektors der OECD-Länder werden thematisiert: letzterer als Schlüsselelement der Corona-Krise. Zudem wird auf verzerrende Darstellung in den Medien und Google-Auswertungen sowie Finanzmarktinstabilitätsprobleme hingewiesen.

Paul J. J. Welfens

2. Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie wird in ihrer globalen Entwicklung dargestellt, mit wichtigen Kennzahlen, Impulsen und Effekten. Vergleichspunkte der Coronavirus-Epidemie zur Spanischen Grippe werden angesprochen und Europa-USA-Politikaspekte präsentiert.

Paul J. J. Welfens

20. Gesundheits- und wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen

Gesundheits- und wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen werden für die USA und EU-Länder gezogen, insbesondere auch für Italien mit seiner epidemiologisch gefährlichen Regionalregierung in der Lombardei, die Covid-19-Erkrankte in Altersheimen zur Gesundung unterbrachte – lebensgefährlich. Die besonderen Herausforderungen für Reformen des in Teilbereichen ineffizienten US-Gesundheitssystems werden thematisiert. Als kritisch aus wirtschaftspolitischer Sicht wird die enorme Erhöhung der Schuldenquoten vieler OECD-Länder, inklusive USA und Italien, eingestuft. Zudem wird eine angebotsbeschränkte Fiskalpolitik befürwortet.

Paul J. J. Welfens

31. Internationale Konjunkturperspektiven

Die internationalen Konjunkturperspektiven im Kontext der Corona-Schocks sind für die EU und die OECD-Länder mittelfristig problematisch – zu wenig abgestimmtes Handeln hat sich als Problemverstärker erwiesen und die Perspektiven für internationale beziehungsweise transatlantische Kooperation sind beschränkter als in früheren Jahren. Die Länder im Süden der Weltwirtschaft stehen zudem vor ganz besonderen Problemen und je länger der Norden braucht, um aus der Wirtschaftskrise zu kommen, desto größer die Belastungen im Süden der Weltwirtschaft. Dargelegt werden auch neue Unsicherheitsprobleme und Instabilitätsrisiken.

Paul J. J. Welfens

Kapitel 15. V

Der Value-at-Risk ist ein insbesondere im Bankenumfeld weit verbreitetes Risikomaß zur Messung von Marktpreisrisiken. Er gibt den mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit maximal zu erwartenden Verlust für eine festgelegte Zeitspanne an. Im Leasinggeschäft wird mit dem Value-at-Risk insbesondere der mögliche Verlust durch Schwankungen beim Marktwert oder dem zugrunde liegenden Refinanzierungszinssatz ermittelt.

Christian Glaser

Kapitel 2. Definitorische Grundlagen

In einem ersten Schritt sollen die Grundlagen für den weiteren Verlauf der Arbeit gelegt werden. Um eine einheitliche Basis zu gewährleisten und einen ersten Rahmen zu schaffen, werden in den folgenden Kapiteln wichtige Modelle sowie Begrifflichkeiten kurz erläutert und konkretisiert.

Marcus Mursch

Kapitel 4. Szenario-Analysen und kritische Würdigung der klassischen Zinsbuchsteuerung eines mittelständischen Kreditinstituts am Beispiel der Mustersparkasse

Die in den folgenden Kapiteln durchgeführten Analysen erfolgen mit individuell generierten Zinsstrukturkurven auf Basis historischer Echtdaten. Es wird grundsätzlich zwischen zwei Zinsstrukturkurven (Japanszenario, Europaszenario) unterschieden. Wie sich die entsprechenden Kurven zusammensetzen wird in den entsprechenden Kapiteln erläutert.

Marcus Mursch

Zukunftsfähigkeit: Impulse der Zivilgesellschaft

Die Bedeutung der Zivilgesellschaft für die Zukunftsfähigkeit von Gesellschaften wird oft unterschätzt. Staat und Wirtschaft sind in der Regel die Hauptadressaten, wenn es um die Umsetzung von wissenschaftlich als notwendig erachteten Transformationsprozessen geht. Am Beispiel der Energiewende, des Klimawandels, der Willkommenskultur für Geflüchtete und der Beteiligungspolitik des Landes Baden-Württemberg wird gezeigt, dass zivilgesellschaftliche Akteure mehr Aufmerksamkeit in Nachhaltigkeitsdebatten verdienen.

Roland Roth

Die digitale Transformation der deutschen Verwaltung Analysen zu Marktversagen und Daseinsvorsorge in Zeiten der Covid-19-Pandemie

Die digitale Transformation ist ein gesamtgesellschaftlicher Prozess der insbesondere in Krisenzeiten (Covid-19-Pandemie) sämtliche Bereiche des Lebens, Kommunizierens, Wirtschaftens und Denkens sowie auch die öffentlichen Verwaltungen verändert. Die Diskussion über die digitale Transformation der deutschen Verwaltung offenbart dabei zweierlei: Einerseits zeigen sich auf Fachtagungen, bei Regierungsgipfeln, in Aktionsplänen, Strategiepapieren und Koalitionsverträgen seit Jahren keine grundsätzlichen Zielkonflikte (s. z. B. die Digitale Agenda der Bundesregierung) und die formulierten Zielsetzungen sind von spürbarer Aufbruchstimmung bestimmt. Weder in Praxis noch in Forschung fehlt es an innovativen (oder auch ganz pragmatischen) Ideen zur Modernisierung der deutschen Verwaltung. Andererseits bleibt Deutschland im OECD-Vergleich bei der digitalen Infrastruktur wie auch bei der Digitalisierung der Verwaltung und Politik (E-Government und E-Democracy) konstant hinter den Erwartungen zurück.

Norbert Kersting, David Graubner

Chapter 7. Führung und Entscheidung im Wirtschaftskrieg

Das siebte Kapitel fragt nach den Maßstäben erfolgreichen Führens in einem Wirtschaftskrieg und wie man wirtschaftskriegerischen Erfolg misst. Die Antwort darauf findet sich in den Führungslehren, in einer klaren Strukturierung der Führungsprozesse und in klassischen Schadensanalysen. Der Umgang mit Komplexität, das Setzen strategischer Signale, das Nutzen von Informationsasymmetrien und das Berücksichtigen kognitiver Barrieren werden ebenso thematisiert wie die Einbettung in die corporategovernance eines Unternehmens. Technologieführer sind besonders gut in der Lage, auch in einem wettbewerbsintensiven Umfeld zu Innovatoren zu werden, gefährden damit etablierte Konkurrenten, von denen sie dann „rechtzeitig“ gezielt zerstört werden, wie das Beispiel AMD gegen Intel zeigt. Weitere Beispiele für Friktionen im Führungsprozess, die Niederlagen erzeugen, werden anhand der Rivalität zwischen Mannesmann-D2 und Vodafone dargestellt. Wie ein Wirtschaftskrieg gerade noch verhindert werden konnte, zeigt der „Elchtest“.

Ulrich Blum

10. Zu testende Leistungsmerkmale

Im Testkonzept werden die Testobjekte beschrieben. Dabei müssen funktionale Tests, Lasttests und Stresstests für die zu testenden Leistungsmerkmale geplant und näher definiert werden. Für den Test der Benutzeroberfläche werden für Internetapplikationen A/B-Tests und multivariate Tests eingesetzt.

Frank Witte

19. Testaufgaben

Für die einzelnen Testaufgaben sind Verantwortlichkeiten festzulegen. Für einzelne Tätigkeitsbereiche sollen Rollenbeschreibungen festgelegt werden. Mit Normen (z. B. IEC 62034, IEC 62304) werden regulatorische Aufgaben und Problemlösungsprozesse beschrieben. Im Rahmen der Regressionstests ist eine Impaktanalyse der Änderungsanträge durchzuführen. Für die optimale Erledigung der Testaufgaben ist der Einsatz geeigneter Testtools vorzunehmen.

Frank Witte

3. Auswirkungen der veränderten Regelungen auf die Kreditinstitute

„Die Auswirkungen der veränderten Regelungen auf die Kreditinstitute betreffen neben den Kapital- und Liquiditätsquoten auch die Leverage Ratio. Dabei sind aus den Ergebnissen der regelmäßigen Auswirkungsstudien des Basler Ausschusses teilweise deutliche Unterschiede bei den Veränderungen der Kapitalanforderungen einzelner Risikoarten (insbesondere Kredit-, Markt- und operationelle Risiken) sowie zwischen Gruppe 1 und Gruppe 2 Banken zu erkennen. Ergebnisse der im „Banking Business Models Monitor“ veröffentlichten Studien zeigen die direkten Zusammenhänge der Auswirkungen auf die RWA, die Kapitalquoten, das Asset Quality Review, Stresstests sowie Kapitaldeckungslücken mit dem jeweiligen Geschäftsmodell und der Geschäftspolitik deutlich. Insbesondere im Hinblick auf die RWA gibt es hier Unterschiede bei relevanten Risikoarten in Abhängigkeit des Geschäftsmodells.“

Bernd Zirkler, Jonathan Hofmann, Sandra Schmolz

1. Digital Business Transformation als Herausforderung

Das Buch zeigt die Chancen und Herausforderungen der digitalen Businesstransformation auf. Die im Buch dargestellte Digital-Business-Transformation-Matrix unterstützt Unternehmungen, welche sich systematisch mit dem digitalen Transformationsmanagement auseinandersetzen. Die Matrix schärft das Verständnis für die digitalen und globalen Anforderungen, fördert das Zusammenspiel dieser zwei Aspekte und stellt eine Plattform für die Weiterentwicklung der Unternehmen dar. Die Megatrends Digitalisierung und Globalisierung werden untersucht. Die Recherchen zu diesem Buch fallen mit der Corona-Krise zusammen, welche die beiden Megatrends Digitalisierung und Globalisierung verstärken wird.Die Analysen zu diesem Buch zeigen die entscheidenden Faktoren für die strategische Ausgangslage und für die Weiterentwicklung eines Unternehmens auf. Zum einen ist es ausschlaggebend, wie das Geschäftsmodell auf der digitalen Skala positioniert ist. Zum zweiten ist es der geografische Footprint des Unternehmens im Vergleich zur Konkurrenz.

Stephan Bergamin, Markus Braun, Bruno Glaus

Chapter 2. Internationale Standortbestimmung – vom Exportweltmeister zum digitalen Entwicklungsland?

Im folgenden Beitrag werden Gründe für die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands analysiert. Zunächst werden wesentliche Treiber der Exportstärke in der Vergangenheit erarbeitet. Dann wird der Status quo Deutschlands in Bezug auf die Digitalisierung dargestellt und dieser mit dem internationalen Stand der Entwicklung verglichen. Aufbauend hierauf folgt eine Analyse, was sich bei wesentlichen Treibern der Exportstärke ändern muss, um weiterhin international ähnlich wettbewerbsfähig aufgestellt zu sein wie in der Vergangenheit. Hierbei stellt sich heraus, dass Digitale Bildung ein übergreifender wesentlicher Schlüsselfaktor ist. Welche Konturen Digitaler Bildung sich abzeichnen, wird ausgehend vom traditionellen Bildungsbegriff und einem Vergleich zentraler Eigenschaften von Bildungssystemen ausgewählter Länder herausgearbeitet. Abschließend wird nochmals zusammengefasst.

Ronny Alexander Fürst, Markus Grottke, Alessandro Sibilio, Alexander V. Steckelberg

2. Impeachment-Verfahren, Druck auf die US-Wirtschaft und die US-Wirtschaftspolitik und die US-Wirtschaftspolitik beim Corona-Shock

Das Impeachment-Verfahren gegen US-Präsident Trump sowie die Herausforderungen der Corona-Weltwirtschaftskrise mit Blick auf Gesundheitssystem und Wirtschaftsentwicklung werden dargestellt. Dabei werden Schwächen des US-Gesundheitssystems im Vergleich zu Deutschland und anderen EU-Ländern in exemplarischer Weise verdeutlicht. Zugleich werden die besonderen Corona-Schock-Herausforderungen für die Vereinigten Staaten analysiert. Die USA haben wegen einer starken Corona-Betroffenheit im Gesundheitssystem – mit viel höherer Todesrate als in Deutschland – besondere Neustartprobleme in der Wirtschaft. Die EU allerdings hat für eine Vermeidung einer Eurokrise 2 keine vernünftigen Weichen gestellt und dürfte daher einen langsameren Konjunkturaufschwung erreichen als die USA; zudem besteht die Gefahr eines EU-Zerfalls. Die Corona-Weltrezession ist nach 1945 die erste internationale Wirtschaftskrise ohne US-Führung bei der Bekämpfung der Wirtschaftskrise. Trump ist durch die Ablehnung des Multilateralismus und wegen der von ihm zu verantwortenden Kompetenzlücke in der Administration zu internationaler Koordination und Führung kaum in der Lage. Die EU ist zu schwach, um Führung zu ersetzen.

Paul J. J. Welfens

Kapitel 8. Wie wir wohnen und leben

Immer mehr Menschen wohnen in Städten, bis 2050 werden dort fast 70 % der Weltbevölkerung leben. Was für viele Menschen, die in die Städte ziehen, eine Zunahme ihrer Lebensqualität bedeutet, stellt auch eine Herausforderung dar. Menschen, die in großen Städten aufwachsen, haben ein höheres Risiko, an einer psychischen Störung zu erkranken, und das Leben in der Stadt ist mit erhöhtem psychosozialen Stress assoziiert. Städter erkranken an den meisten psychischen Erkrankungen häufiger. Eine grüne Umgebung wiederum reduziert diese Risiken und ist mit besserer kognitiver Leistung assoziiert. Planer der Städte der Zukunft, vor allem in den explodierenden Megastädten Asiens und Afrikas, müssen diesen Beobachtungen Rechnung tragen, wenn wir nicht mit einer immer höheren Krankheitslast durch psychische Erkrankungen umgehen wollen.

Gerhard Gründer

Die Präsidentschaft Donald J. Trumps

Krise der Demokratie und Potenzial zur demokratischen Selbsterneuerung

Die Krisentendenzen, die sich seit Beginn des 21. Jahrhunderts in der Finanzwirtschaft und in den politischen Institutionen Bahn brechen sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Funktionieren des politischen Systems der USA unterminieren, könnten auf den ersten Blick als völlig neuartige Entwicklungen interpretiert werden. Aber dieser Eindruck trügt. Die Krisen verlaufen in Mustern, politische Akteure beziehen sich auf teils bis zur Amerikanischen Revolution zurückreichende Diskurse und Legitimationsnarrative und sind nicht zuletzt in ihrem politischen Handeln mal mehr, mal weniger an institutionelle Pfadabhängigkeiten und Sachzwänge gebunden. Der Fortgang der Geschichte ist zwar keine ewige Wiederholung des schon da Gewesenen – er bleibt ungewiss. Doch die Muster, in denen er sich vollzieht, lassen sich nur vor diesem größeren Gesamtbild erklären und verstehen.

Christian Lammert, Markus B. Siewert, Boris Vormann

Zusammenführen statt Spalten – Politische Führung im Zeichen des Populismus

Politische Führung der CSU zeichnete sich stets durch ein feines Gespür für gesellschaftliche Veränderungen aus sowie die Fähigkeit, im Hinblick auf parteipolitische Herausforderungen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Der moderne Populismus fordert dies jedoch heraus und nötigt die Partei, überzeugende Antworten auf dessen politische Polarisierungsstrategie zu finden. Eine genaue Analyse aktueller Fallbeispiele (Migrationspolitik etc.) zeigt, dass es für die CSU am erfolgversprechendsten ist, dieser Polarisierung durch einen lagerübergreifenden, integrativen Ansatz entgegenzuwirken.

Udo Zolleis, Michael Opitz

3. Rechtlicher Hintergrund

Um die in Kapitel 2.2 beschriebenen Ziele zu erfüllen, muss die Bankenaufsicht einen ausreichenden Überblick und Einblick über/in die Struktur, die Geschäfte und die Risiko- und Ertragslage haben. Grundlage hierfür sind einerseits die in der folgenden Box 3.1 dargestellten, wichtigsten Anzeige- und Vorlagepflichten von Finanzdienstleistungsinstituten und Wertpapierhandelsbanken.

Christian Glaser

5. Idealtypischer Ablauf einer Sonderprüfung

Der zeitliche Ablauf einer Sonderprüfung kann je nach Prüfer, Inhalt und auch je nach Intensität abweichen. Trotzdem finden sich die einzelnen, in Abb. 5.1 dargestellten Phasen in jeder und die zeitliche Verteilung in den meisten Sonderprüfungen. Nach einer Darstellung der typischen Prozessschritte einer Sonderprüfung zu Beginn dieses Kapitels werden in den Kapiteln 5.5. bis 5.7. häufige Prüfungsschwerpunkte aus den Bereichen MaRisk, Geldwäscheprävention und IT dargestellt, ehe in Kapitel 5.8. ausgewählte MaRisk-Fokusbereiche umfassender behandelt werden.

Christian Glaser

Kapitel 12. Epilog: Demokratische Gestaltung im Stresstest

Durch die Coronakrise wurde ein „Gelegenheitsfenster“ geöffnet und es zeigen sich nicht nur Pathologien und die Dominanz kurzfristiger Einzelinteressen. Zugleich wird die Bedeutung eines schützenden Staates und auch zivilgesellschaftlicher Organisationsformen offensichtlich. Solche Umbruchphasen können zum Beschleuniger von Reformprozessen werden. Gleichwohl darf die neue Verknüpfung von staatlicher und zivilgesellschaftlicher Steuerung nicht überschätzt werden. Erfahrungen aus anderen Krisen lehren uns, wie schnell sich nach einer gewissen Phase der Erschütterung gesellschaftliche Strukturen und politisch-institutionelle Arrangements rearrangieren können. Ob das Momentum der Coronapandemie eine Zeitenwende in der Gesellschaftsentwicklung markiert und eine entschleunigte, weniger egoistische Welt heraufzieht, kann deshalb derzeit nicht fundiert beantwortet werden. Auch wenn Deutschland den Stresstest durch ein vergleichsweise funktionsfähiges Gesundheitssystem, eine funktionierende Administration und vor allem durch den Einsatz von sehr viel Geld im internationalen Vergleich zurzeit gut bewältigt, bedeutet dies nicht automatisch die Rückkehr zu einer stabil wachsenden Ökonomie mit einem entspannten Arbeitsmarkt und stabilen sozialen Sicherungssystemen. Die Politik wirkte schon vor der Coronapandemie überfordert, inszenierte in der Krise eine fulminante Risikopolitik, wird aber zukünftig auf eine neujustierte Staatlichkeit und eine organisierte Vernetzung mit der Zivilgesellschaft als innovative Gestaltungsvariante angewiesen sein.

Rolf G. Heinze

3. Gestalten: Den öffentlichen Raum neu beleben

Den öffentlichen Raum neu zu beleben, bedeutet, die Besorgung öffentlicher Güter nicht allein dem Staat zu überlassen. Diese Verbreiterung der Verantwortung für kollektive Interessen firmiert als Governance. Der Staat kann Handlungsfähigkeit gewinnen und sich auf seine Kernaufgaben fokussieren, wenn private Akteure wie Unternehmen ihre fachlichen, prozessualen und kommunikativen Ressourcen für öffentliche Anliegen einsetzen. Ohnehin sind Unternehmen bereits politische Akteure: als Arbeitgeber, Steuerzahler oder Interessenvertreter. Diese Rolle gilt es anzunehmen. Denn Politik gehört in die Mitte der Gesellschaft: nicht nur in die Betriebe, sondern auch die Medien, Kultur, Wissenschaft oder Kirche. Dabei gilt es, den Primat des Politischen zu wahren. Die Legitimität des demokratischen Prozesses darf nicht unterlaufen werden. Grundlagen für eine vitale Öffentlichkeit sind politische Bildung, das Einüben einer Debattenkultur und verantwortungsbewusste Führungseliten.

Johannes Bohnen

8. Risiko-Messung und Kreditrisiko-Management

In diesem Kapitel 8 werden wir – ebenfalls wieder nur in den Grundzügen – die wesentlichsten Risiko-Maße für Finanzprodukte und Finanz-Portfolios, den „Value at Risk (VAR)“ und den „Conditional-Value at Risk (C-VAR)“, der auch als „Expected Shortfall“ bezeichnet wird, kennenlernen.

Gerhard Larcher

Kapitel 5. Risikokapital, Gesundheit und Zukunftsperspektiven

Im Feld der Innovationsförderung sind finanzstrategische Entscheidungen ein Teil des Erfolgskonzeptes. Wenn Risikokapital für neue innovative Unternehmensgründungen fehlt und auch bei Finanzierungsrunden die Folgeinvestments ausbleiben, ist auch das innovativste Start-Ups schnell am Ende. Zunehmend werden deutsche und europäische Start-Ups von ausländischen Unternehmen und Finanzfirmen aufgekauft.

Philipp Plugmann

Geldpolitik

Preisstabilität wird definiert als Anstieg des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) für das Euro-Währungsgebiet von unter, aber nahe bei 2 % gegenüber dem Vorjahr. Entsprechend der Definition muss Preisstabilität dabei mittelfristig gewährleistet sein.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Kapitel 4. Analyse archetypischer Geschäftsmodelle für grünen Wasserstoff

Grüner H2 wird zukünftig als Energieträger im Energietransformationsprozess eine entscheidende Rolle spielen (IRENA 2019; Emonts 2017; Bünger 2014; Svilengatyin 2018; Quaschning 2018). Durch die eingeleitete Energiewende ändern sich, wie bereits in Kapitel 2 und 3 besprochen, die heutigen Energieinfrastrukturen. Neue Energiekonzepte und technische Innovationen sind notwendig, um eine mögliche Energietransformation hin zu einer Erneuerbare-Energie-Infrastruktur zu schaffen.

Robert Staiger, Adrian Tanțǎu

Kapitel 4. 7-stufiger Stresstest Vertrieb

Der 7-stufige Stresstest Vertrieb ist eine standardisierte und erprobte Methode. Mit ihm können Sie in wenigen Wochen herausfinden, ob Ihr Vertrieb in der Lage ist, in einer Krise zu überleben und souverän mit ihr umzugehen. Für diesen Stresstest muss kein Beraterprojekt initiiert werden, er sollte mit Bordmitteln selbst durchgeführt werden können.

Peter Klesse

Kapitel 3. Optimierung in sechs Stufen – nicht nur in einer Krise

Ursachenverständnis und Maßnahmen zur Optimierung gehen Hand in Hand. Ausgangspunkt sind sechs Fragen, die zu den entsprechenden Optimierungsbereichen überleiten. Sie führen zu „Best Practice im Vertrieb“ für jede wie auch immer veranlasste Vertriebsoptimierung, von der Strategieanpassung, über Steuerung und Prozessoptimierung bis hin zur nachhaltigen Umsetzung identifizierter Verbesserungspotenziale.

Peter Klesse

Kapitel 2. Folgen nuklearer Tätigkeiten

Die Entwicklung, der Bau und der Test von Kernwaffen und Reaktoren, aber auch der Umgang mit Strahlenquellen und spaltbarem Material blieben nicht ohne Probleme. Reaktorunfälle und die unsachgemäße Entsorgung von radioaktivem Abfall haben katastrophale Folgen für Mensch und Umwelt. Kontaminationen führten teilweise zu erheblichen gesundheitlichen Folgen für die Bevölkerung in den betroffenen Regionen, aber auch weit darüber hinaus. Leider ist die Datenlage bezüglich der Auswirkungen auf Mensch und Umwelt in den betroffenen Gebieten immer noch lückenhaft. Das schrecklichste Ereignis war die Bombardierung der zwei japanischen Städte HiroshimaHiroshima und NagasakiNagasaki im August 1945, womit die USAUSA die Kapitulation Japans erzwingen wollten. Die zwei schwersten UnfälleUnfälle in Kernanlagen mit weitgehender Zerstörung der Reaktoren und massiven Auswirkungen auf Mensch und Umwelt waren jene von TschernobylTschernobyl in der Ukraine am 26. April 1986 und von Fukushima in JapanFukushima am 11. März 2011.

Hansruedi Völkle

Kapitel 6. Aussteigen oder die Sicherheit verbessern?

Der Entscheidung, welche Energiequellen ein Land nutzen will, liegt meist ein Regierung- oder Parlamentsbeschluss oder ein Volksentscheid zugrunde. Dieser politische Prozess basiert auf technischen Kriterien, sollte aber auch volkswirtschaftliche, sozio-kulturelle, ökologische und gesundheitspolitische Aspekte berücksichtigen. Auch die Wirtschaft spielt bei diesem Vorgang eine entscheidende Rolle. Relevante Kriterien sind technische Sicherheit, Versorgungssicherheit, zeitliche Verfügbarkeit der Anlagen sowie die Notwendigkeit von Redundanz und Diversität bei der Energieversorgung. Zusätzlich gilt es, das Bestreben eines Landes nach möglichst großer Autarkie und einer optimalen Nutzung eigener Ressourcen zur berücksichtigen. Leider spielen immer auch emotionale Kriterien mit, die sich rationalen Überlegungen meist entziehen und die Objektivität von Entscheidungen beeinträchten können, die aber beim Entscheidungsprozess auch angemessen zu berücksichtigen sind.

Hansruedi Völkle

1. Bleibt das Banking auch in Zukunft Ihr Geschäft?

Die Digitalisierung hat die Finanzbranche erfasst. Europas Bankenlandschaft ist im Wandel und insbesondere der deutsche Finanzsektor erfährt derzeit massive Veränderungen. Neben klassischen Wettbewerbern werden FinTechs und vor allem die BigTechs bzw. die sogenannten GAFAs, die als multinationale Technologieunternehmen seit Jahren ihre digitalen Ökosysteme aufgebaut und etabliert haben, zur neuen und bedrohlichen Konkurrenz.In Zukunft wird es darum gehen, die regulatorischen Anforderungen in Verbindung mit dem eigenen Geschäftsmodell strategisch zu überdenken und für die Zukunft entsprechend angepasst neu zu definieren. All das wird zu einer Verschiebung in der Wertschöpfungskette führen. Erlösmodelle werden in Zukunft nicht mehr dieselben sein. Mit den neuen Systemen wird es im Finanzsektor auch darum gehen, wer die interessantesten, besten Schnittstellen sowie den größten Mehrwert für den Kunden bietet. Und wer sich als Finanzunternehmen der alten Schule im Sinne des „Open Bankings“ zu einem Teil eines digitalen Ökosystems entwickeln will, kann und wird. In dieser veränderten Marktsituation müssen kundenfokussierte Ideen schnell entwickelt und erfolgreich realisiert werden, um die Schnittstelle zum Kunden nicht an die Konkurrenz zu verlieren.Komplexitätsfaktoren, wie das seit Jahren andauernde Niedrigzinsniveau, regulatorische Rahmenbedingen oder auch wirtschaftliche und politische Parameter verschärfen die Ausgangssituation im Bankenumfeld. Ausgewählte Effekte hierzu werden in diesem Kapitel erläutert.

Corinna Pommerening

Schlafstörung oder schon Burn-out?

Ganzheitliche Aspekte

Burn-out ist kein ausschließliches Problem der Psyche, sondern auch ein zelluläres Problem, besonders dann, wenn im Körper in den Zellen die Energieproduktion stetig abnimmt. In all unseren Körperzellen muss jede Sekunde Energie produziert werden. Beim Burn-out kommt es zu Problemen in diesem Energiestoffwechsel. Darum sind körperliche Therapien eine begleitende, obligate Ergänzung zu Maßnahmen auf der psychischen, emotionalen Ebene.In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das Verständnis über die Funktionen menschlicher Körperzellen aufgrund neuer Forschungsergebnisse stark verändert. Bei allen chronischen Erkrankungen, also auch beim Burn-out, ist der Hochleistungsprozess „Energiegewinnung“ in der Zelle empfindlich gestört, bis hin zur kompletten Abschaltung. Mittels neuester Laborparameter lassen sich Mikronährstoffmangelerscheinungen und die Leistungsfähigkeit der Zelle zur Energiegewinnung sehr gut erfassen.Definitiv sollte auf vielen Ebenen angesetzt werden, um einen Burn-out zu therapieren, da es meistens um einen großen Ursachenkomplex geht. Wir benötigen also eine intelligente Kombination von Diagnose und Therapie auf allen Ebenen (Körper – Seele – Geist) und sollten entstehende Synergien nutzen, um die Behandlung des Burn-outs zu optimieren. „Sowohl – als auch“ ist das Credo.

Frank Stubenvoll

3. Zwei Jahre bis zur Leistung oder Kündigung

Wer sich für den Beruf des Verkäufers entscheidet, der will Karriere machen, der will Erfolg. In kaum einem anderen Beruf ist es möglich, derart rhythmisch aufzusteigen. Wenn ein Mitarbeiter von Beginn an sich auf den Erfolg fokussiert, kann er in zwei Jahren zum Top-Verkäufer werden. Drei Dinge sind dazu nötig:

Peter Huber

3. Basic-Tools

Nur ausnahmsweise kommt ein Geschäftsmodell ohne Mitarbeiter aus. Ansonsten gehören Mitarbeiter – also Menschen – zu jedem Geschäftsbetrieb. Diese Menschen zu führen, zusammen zu führen und zu einer erfolgreichen Einheit zusammen zu schweißen, ist Ihre Aufgabe als Geschäftsführer. Dabei ist klar: In der Praxis ist das mit die schwierigste Aufgabe. Für diese Aufgabe gibt es keine allgemein gültigen Erfolgsrezepte, die einfach angewandt werden müssen. Aber es gibt bestimmte Muster, die hilfreich im täglichen Umgang mit Ihren Mitarbeitern sind. Auf keinen Fall sollten Sie davon ausgehen, dass Sie dafür „einfach ein Händchen“ haben. Wer sich bis dahin noch nicht systematisch mit dem Thema Personalführung beschäftigt hat, macht aus dieser Fehleinschätzung heraus mit Sicherheit Fehler – auch irreparable Fehler oder Fehler, die den Erfolg des gesamten Geschäftsmodells kosten.

Lothar Volkelt

Kapitel 8. Sensitivitätsanalyse

Die agentenbasierte Simulation kann durch die Verwendung verhältnismäßig weniger Inputdaten als interagierendes System eine Vielzahl interessanter Outputdaten modellieren. Gleichwohl gilt es, den Einfluss dieser partiell geschätzten Inputparameter zu evaluieren, wozu sich eine Sensitivitätsanalyse anbietet. Hierbei sind die Parameter zu variieren, die keine umfangreiche Absicherung in der Empirie erfahren konnten.

Julian Versen

Kapitel 3. Stärken-Schwächen-Analyse der Blockchain-Ansätze

In diesem Kapitel erfolgt die Beurteilung des Public- und des Private-Blockchain-Ansatzes im Rahmen einer Stärken-Schwächen-Analyse. Diese Untersuchung gliedert sich dabei in fünf aufeinanderfolgende Abschnitte. Im ersten Abschnitt erfolgt eine kurze Vorbetrachtung. Hierbei wird auf Basis unterschiedlicher Möglichkeiten zur Systematisierung von Blockchain-Typen eine Abgrenzung zwischen dem Private- und dem Public-Blockchain-Ansatz vorgenommen.

Victor Rutz

Kapitel 5. E

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 10. Wieder große Koalition – und wieder weiter so mit der Bombe

Es endete mit einem Paukenschlag. »Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren«, beendete der FDP-Vorsitzende Christian Lindner den Versuch für ein einzigartiges Experiment: der Bildung einer »Jamaika«-Koalition aus Christdemokraten, Liberalen und Grünen auf Bundesebene.

Werner Sonne

8. Zertifizierung, Messung und Inspektion

Die Zertifizierung und Prüfung der Windenergieanlagen ist ein wichtiger Bestandteil der BImSch-Genehmigung/Baugenehmigung. Seit 2011 wird auch eine Zertifizierung benötigt, um den Netzanschluss zu bekommen. Dieses Kapitel stellt ihnen die wichtigsten Zertifizierungen und Prüfungen vom Prototyp bis zum Laufzeitende eines Windparks vor. Außerdem wurde ein Unterkapitel über die zukünftigen Anforderungen bei der Netzintegration von Windparks integriert.Es werden im Wesentlichen Informationen für Windparkentwickler gegeben, aber auch für Hersteller von Windenergieanlagen sind Informationen enthalten. Die dargestellten Ablaufpläne stellen den optimalen Ablauf der Prozesse dar. Insbesondere kommt es in der Praxis hier zu Abweichungen, wenn die Prozesse bei den beteiligten Firmen zum ersten Mal durchlaufen werden. Dieses Kapitel hilft Ihnen dabei, einen Überblick zu gewinnen, die Prozesse zu verstehen und den vielfach erprobten und optimierten Prozessablauf kennenzulernen.

Jochen Möller

Kapitel 3. Halbleiterpackaging/Verpackungstechnologien und Zuverlässigkeit

Was die Zuverlässigkeit betrifft, ist das Gehäuse eines der wichtigsten Teile der elektronischen Komponente. Die Rolle von Epoxidmaterial (Abschn. 3.2.1), Gussmaterial (Abschn. 3.2.2), Klebstoff (Abschn. 3.2.3), Kunststoffverpackungen (Abschn. 3.2.4), Packagingentwicklung (Abschn. 3.2.5) und Umwelteinwirkungen (Abschn. 3.3) wird diskutiert. Environmental Stress Screening (ESS) – Abschn. 3.4 – ist der Prozess, bei dem ein neu hergestelltes Produkt Umweltbelastungen ausgesetzt wird, um versteckte Fehler, die während des Herstellungsprozesses auftreten, zu identifizieren und zu beseitigen. ESS wird zu 100 % an den hergestellten Artikeln durchgeführt, um die Kindersterblichkeitsdefekte zu eliminieren. Jeder IC ist in einem Kunststoff- oder Keramikgehäuse verkapselt. Er besteht aus einem Siliziumchip, auf dem durch Ätzen verschiedene mikroelektronische Bauelemente integriert sind. Da können Millionen dieser Bauelemente untergebracht sein (Abschn. 3.5). Es gibt viele Probleme mit der Zuverlässigkeit einzelner Gehäuse (Abschn. 3.6). Die Verpackung von MEMS – Abschn. 3.9 – ist eher eine Kunst als eine Wissenschaft, da Standards für MEMS-Verpackungen nicht existieren. Die Zuverlässigkeit von Nanobauelementen (NEMS) – Abschn. 3.9.3 – ist bei Weitem noch nicht perfekt. Abbau und Ausfallmechanismen in Mikrotechnologien (Stiction, Reibung, Haftreibung, Verschleiß) haben unterschiedliche physikalische Bedeutung auf atomarer und molekularer Ebene. Die modernsten Technologien – Abschn. 3.10 – öffnen ein weites Feld von Anwendungsgebieten.

Titu-Marius I. Băjenescu

Kapitel 2. Zuverlässigkeit einbauen

Gemäß den Regeln zum Einbauen der Zuverlässigkeit muss man während der Produktentwicklung, der Produktfabrikation und des Zuverlässigkeitsproduktüberwachungsprozesses das sogenannte Design for Reliability (DfR) berücksichtigen (Abschn. 2.2). Die Zuverlässigkeitstechnik beschäftigt sich mit der Zuverlässigkeit von Bauteilen und Systemen sowie mit Methoden zur Zuverlässigkeitsanalyse und -sicherung. Die Aufgaben der Zuverlässigkeitstechnik: a) Bestimmung der Verlässlichkeit, b) Aufspüren von Schwachstellen, c) Aufbau fehlertoleranter Systeme. Die Methodik der robusten Projektierung (Abschn. 2.3) bedeutet eine gute Möglichkeit zur Verbesserung der Entwicklungsproduktivität. Um eine entsprechende Prozesszuverlässigkeit (Abschn. 2.4) zu sichern, muss man folgende Elemente einbeziehen: WLR (Wafer-Level Reliability) (Abschn. 2.4.1), angetriebene Zuverlässigkeitsabwicklung der Montage, Vorrichtungsabspüren (Device Traceability (DT), Gerätenrückverfolgbarkeit) und die statistische Prozesskontrolle (SPC). Moderne Packagingtechnologien sorgen dafür, dass Produkte immer kleiner werden können (Abschn. 2.4.2). Die Zuverlässigkeitsverbesserung (Abschn. 2.5) ist das Ergebnis von Test, Ausfall und Verbesserungstätigkeit. Man muss klar unterscheiden zwischen Burn-in (Abschn. 2.6) als Prüfung oder als Behandlung. Die thermische Prüfung allein ist nicht ausreichend für die Zuverlässigkeitsbewertung eines Produkts (Abschn. 2.7); man muss dazu Screening und Burn-in zu kombinieren (Abschn. 2.8).

Titu-Marius I. Băjenescu

Kapitel 9. Steuerstundungsmodelle und vorteilhafte Gestaltungen zur Senkung Ihrer Steuerschuld

In diesem Kapitel werden unter 9.1 steuersparende Kapitalanlagen in Form von sogenannten Steuerstundungsmodellen und Investments nach der Definition des § 15b in Verbindung mit § 52 Abs. 25 EStG dargestellt. Dabei werden beispielsweise Erwerbermodelle und geschlossene Fonds (neu: Alternative Investmentfonds), wie Schiffsfonds, besprochen.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Digitalisierung im Vertrieb als Führungsaufgabe

Die Digitalisierung ist ein Stresstest für moderne Vertriebsorganisationen. Mit Digital Sales Excellence und Digital Sales Leadership werden in diesem Beitrag zwei Konzepte vorgestellt, die in dynamischen Zeiten Orientierung liefern und zusammen mit Konzepten wie Change-Management und effektiven Sales-Trainings Führungskräften helfen können, den Wandel zu gestalten.

Lars Binckebanck

2. MaRisk und BAIT im Detail

Die Anforderungen des KWG werden mit zwei Rundschreiben der deutschen Aufsicht BaFin in Bezug auf die IT der Banken konkretisiert und präzisiert. Die MaRisk geben die Mindestanforderungen für das Risikomanagement vor. Darin enthalten sind bereits Regelungen z. B. zu Auslagerungen. Detaillierter sind die BAIT, die sich ausschließlich auf die IT bezieht. In dem Kapitel werden die relevanten Passagen aus den MaRisk, sowie alle Kapitel der BAIT vorgestellt. Auf das in 09/2018 hinzugefügte Kapitel der BAIT wird ebenso eingegangen. Es werden Unklarheiten der BAIT dargestellt, wie auch der Handlungsbedarf, der sich mit den BAIT ergibt. Neben den beiden Rundschreiben wird an dieser Stelle auch auf weitere Vorgaben eingegangen, die zu berücksichtigen sind.

Tomislav Maksimovic, Holger Biernat

2. Elektroantriebe E-Drive

Der Antrieb eines Fahrzeugs durch einen Elektromotor ist kein Gedanke unserer Zeit. Er wurde bloß getrieben durch die öffentliche Diskussion zur Reduzierung des Treibhausgases CO2 wieder aufgegriffen. Das erste Straßenfahrzeug, das die 100-km/h-Marke bei einer Rekordfahrt überschritten hat, war ein torpedoartiger Einsitzer im Jahre 1899. Angetrieben wurde der Rekordwagen von zwei 25-kW-Elektromotoren an der Hinterachse. Dass sich der Elektroantrieb bei Straßenfahrzeugen zu dieser Zeit nicht durchsetzen konnte, hatte mehrere Gründe, wovon einer heute noch von Bedeutung ist: Das sperrige Volumen und die große Masse des Energiespeichers, der Batterie. Enorme Fortschritte gab es in der Zwischenzeit jedoch auf dem Gebiet der Elektronik, was für die Ansteuerung der Elektromotoren und die Lebensdauer der Batterien von Bedeutung ist. Für Rennfahrzeuge mit ihren von Alltagsfahrzeugen abweichenden Anforderungen sieht die Betrachtung von Elektroantrieben besonders vor dem Hintergrund einiger Umwelt-Kritikpunkte am Rennsport wesentlich anders aus.

Michael Trzesniowski

11. Umsetzung zum Erfolg – was macht Teams tatsächlich erfolgreich?

Teamarbeit ist unzweifelhaft die erfolgreiche Arbeitsform im heutigen Umfeld. Was unterscheidet jedoch messbar die erfolgreichen Teams von den weniger erfolgreichen Teams? Welche Merkmale müssen insbesondere in „Mega-Projekten“ mit Milliardenbudgets berücksichtig werden, was macht kleine Teams erfolgreich? Untersuchungen konnten messbar die „soften Faktoren“ der Kommunikation und Zusammenarbeit unter Tausenden Mitarbeitern und ihre Auswirkungen auf den Teamerfolg aufzeigen. Weitere Untersuchungen zeigen auf, welche Diversity in Teams zu größeren Erfolgen führt. Die Art der Bürogestaltung zeigt in weiteren Untersuchungen finanziell messbare Ergebnisse in Unternehmen auf.

Hanno Goffin

Kapitel 8. Freiheiten bewusst organisieren – oder: Wie führe ich eine Organisation in die Selbstorganisation? Ansatzpunkte autonomiefördernder Führung

Eine radikale Verlagerung von Entscheidung und Kontrolle auf die Ebene Team bzw. Mitarbeitende ist für viele ehemals hierarchisch-zentralistisch strukturierte Organisationen ein Stresstest. Führungskräfte sehen sich zahlreichen Widersprüchen ausgesetzt. Sowohl Führende als auch Geführte sind nicht selten von den neuen Freiheiten massiv überfordert. Der Beitrag eröffnet einerseits Einblicke in den Umgang von Individuen, Teams und Führungskräften mit den entstehenden Widersprüchen mit auf Selbstorganisation basierenden Methoden und Strukturen. Andererseits liefert der Beitrag Perspektiven und Ansatzpunkte einer differenzierten, paradoxiebewussten und autonomiefördernden Führung zur Gestaltung von selbstorganisierter Arbeit. Der Beitrag zeigt auf, dass sich die zugewonnenen Freiheitsgrade im Rahmen selbstorganisierter Systeme nur unter den Rahmenbedingungen von klaren Kooperationsregeln, neuen Führungsmodellen sowie dem Willen zum kontinuierlichen Experimentieren und Lernen entfalten können.

Stephanie Kaudela-Baum, Marcel Altherr

Kapitel 6. Welche Dokumentarischen Textperson-Typen sind günstig?

Das Kapitel stellt 15 Typen für die Textperson im dokumentarischen Film vor. Die Bandbreite reicht von der informationsorientierten Faktenwiedergabe über die Argumentation und das Erklären bis zum Text-Ich.

Gregor Alexander Heussen

Kapitel 5. Nivellierung der Risikoprämien durch die EZB

Die monetäre Krisenpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat zu Niedrigzinsen geführt. Nicht nur das außergewöhnlich niedrige Zinsniveau, sondern auch die im Rahmen der monetären Krisenpolitik egalisierten Risikoprämien bewirken neben einer Kapitalfehlleitung in die Krisenstaaten einen erheblichen impliziten Einkommenstransfer aus den Gläubigerstaaten. Die Schuldenfalle niedriger Zinsen verführt öffentliche Haushalte der Krisenstaaten zu einer erhöhten Verschuldung, die spätestens bei steigenden Zinsen zum Problem wird. Darüber hinaus hat die EZB ganz offensichtlich die Funktion als Kreditgeber der letzten Instanz (Lender of last Resort, LoR) für Banken und Mitgliedstaaten übernommen.

Dirk Meyer

Kapitel 10. Italienische Bankenrettung: EU-Abwicklungsrichtlinie und ein “italienischer Weg”

Ein negativer Einlagenzins der europäischen Zentralbank (EZB), eine extrem niedrige Zinsmarge zwischen Einlagen- und Kreditgeschäft, der wachsende Regulierungsdruck und ein hoher Investitionsbedarf in die IT-Technik: Die europäischen Banken stehen schweren Zeiten gegenüber. Bei zahlreichen mediterranen Geschäftshäusern kommen eine Klientelpolitik, eine strukturelle Schwäche der kreditnehmenden Unternehmen, eine auch deshalb riskante Kreditvergabe, mangelhafte interne Kontrollen sowie unzureichende externe Prüfungen der nationalen Aufsichtsbehörden hinzu. Generell führt der dort von heimischen Finanzinstituten gehaltene relativ hohe Anteil an Staatsschuldtiteln zu einer unheilvollen Verbindung, die die Staatsschuldenkrise mit der Bankenkrise verschmelzen lässt. Der neu errichtete Bankenabwicklungsmechanismus gibt eine “Haftungskaskade” vor, die durch eine Gläubigerbeteiligung (Bail-in) letzendlich den Steuerzahler vor einer Inanspruchnahme schützen soll. Allerdings findet über den Europäischen Bankenabwicklungsfonds eine neue Vergemeinschaftung von Hilfen und Haftung statt.

Dirk Meyer

E

Das Edelmetallpreisrisiko zählt als spezielles Rohwarenrisiko zu den Marktpreisrisiken. Das Edelmetallpreisrisiko ist die Gefahr der negativen Abweichung zwischen tatsächlichem und erwartetem Erfolg aus Geschäften mit Edelmetallen infolge veränderter Preise am Markt für Edelmetalle. Dem Währungsrisiko vergleichbar treten Edelmetallpreisrisiken bei (insbesondere betraglich) offenen Positionen auf.

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

5. Die Zukunft von Joint Venture Deals im Zeichen der Grunderwerbssteuerreform – Welche Veränderungen sind bei der Umsetzung von Strategien der Direktanlage zu erwarten?

Joint Ventures („JVs“) sind eine branchenübergreifende Erscheinung. In der Immobilienwirtschaft haben sie eine langjährige Tradition. JVs werden hier als eine wesentliche strukturelle Gestaltungsform für direkte Co-Investitionen eingeordnet, die sich in den letzten Jahren nach Einschätzung der institutionellen Investoren europaweit klar steigender Beliebtheit erfreuten.Aktuell hat jedoch in Deutschland eine neue Phase begonnen mit Einfluss auf die Rahmenbedingungen. Der Gesetzgeber erschwert und beschränkt die grunderwerbssteuerliche Neutralität von Share Deals erheblich – die bislang einen Nährboden für die Entstehung von JVs darstellte. Damit wird das partnerschaftliche Konstrukt einer Art Lackmustest unterzogen: Gibt es auch in Zukunft ein hinreichendes Maß an Interessenkongruenz zwischen verschiedenen Investoren, um im Hinblick auf deutsche Immobilien JVs zu schmieden? Und welche konkreten Veränderungen ergeben sich für die Bewertung ihrer Vorteilhaftigkeit aus Sicht der handelnden Akteure in der unternehmerischen Praxis?

Benjamin Koch

Open Access

„So wie Müller reden nur Dogmatiker“

Das Format „Müllers Memo“ bei Spiegel Online: ein Werkstattbericht

In seinem Beitrag „So wie Müller reden nur Dogmatiker“ gibt Henrik Müller in Form eines Werkstattberichts Einblicke in die Entstehung seiner wöchentliche Kolumne „Müllers Memo“ bei Spiegel Online, die in den Jahren 2017 und 2018 bei rund der Hälfte der Texte sechsstellige Leserzahlen erreichte. Dabei erläutert er nicht nur Prozesse und Schwerpunkte der Themenfindung, sondern auch welche Ziele er als Journalist verfolgt sowie welche redaktionellen Arbeitsschritte bis zum Erscheinen eines Artikels hinter den Kulissen durchlaufen werden. Des Weiteren geht er darauf ein, welche (konstruktiven und reflektierten) Debatten sich unter den Lesern in einem Online-Forum entwickeln können und wie er als Autor mit persönlicher Kritik und polemischen Kommentaren umgeht. Wissenschaftler sind Müllers Einschätzung nach gehalten, sich an gesellschaftlichen Diskursen zu beteiligen: „Wissenschaftler, die aus öffentlichen Geldern bezahlt werden, haben die Aufgabe, sich gegenüber der Öffentlichkeit zu erklären. Sie sollten an politischen Debatten teilnehmen, weil sie zur Versachlichung und Aufklärung beitragen können. Sich kontroversen Diskussionen zu stellen, hilft übrigens auch bei der Schärfung der eigenen Argumente“.

Henrik Müller

6. Phasenmodelle von Partnerschaften

In einem Ökosystem sind die wesentlichen Erfolgsfaktoren die Kompatibilität der Strategien und eine konsistente Zielsetzung. Darüber hinaus streben alle Beteiligten gezielt die kulturelle Konvergenz ihrer Werte an. Je höher die Zahl der an einem Ökosystem beteiligten Parteien, umso schwieriger ist diese Aufgabe. Sie zu lösen, erfordert gewisse Managementkompetenzen wie strategische Weitsicht und Planungsfähigkeiten sowie konsistente Prozesse und Verfahren zur Umsetzung strategischer Maßnahmen und Ziele. In diesem Kapitel erörtern wir schrittweise die einzelnen Kernkompetenzen, die für die Planung und Implementierung strategischer Partnerschaften notwendig sind.

Noah Farhadi

50. Stresstest Elektromobilität – Simulationsbasierte Analyse von Anforderungen und Maßnahmen zur optimierten Netzintegration von Ladeinfrastruktur

Im Rahmen der Transformation der deutschen Energieversorgung ist neben der Entwicklung weg von wenigen großen, hin zu einer Vielzahl an kleinen Erzeugungseinheiten auch eine zunehmende Substitution fossiler Verbrennungsmotoren durch alternativ und insbesondere elektrisch angetriebene Fahrzeuge im Verkehrssektor zu beobachten. Damit drängen zusätzlich zu neuen Erzeugern auch immer mehr neue elektrische Lasten in das Versorgungssystem und finden ihren Zugang v. a. in den deutschen Verteilnetzen, die dazu ausgelegt waren, den Strom aus den Übertragungsnetzen aufzunehmen und zum Verbraucher weiterzuleiten. Während die erneuerbaren Energien wie Solar- und Windenergie vorwiegend in die ländlichen Verteilnetze drängen und diese damit die Energiequellen der Energiewende darstellen, müssen städtische Verteilnetze die Energiewende zukünftig als flexible Senken unterstützen. Für unsere Stromnetze und die Versorgungssicherheit bedeutet eine derart massive Integration neuer Verbraucher enorme Herausforderungen, da beispielsweise das Verbrauchsverhalten der neuen Lasten nur schwer prognostiziert werden kann und ein geändertes Strombezugsprofil sowie die notwendige installierte Erzeugerleistung neue Extremsituationen im Energieversorgungssystem bedingen können. Den Betreibern dieser Netze stellt sich folglich die Frage, ob die heutigen Versorgungsnetze ausreichend dimensioniert sind, um nicht zum Nadelöhr der elektrischen Verkehrswende zu werden, und welche Maßnahmen zu einem bestimmten Zeitpunkt ergriffen werden müssen.

Ben Gemsjäger, Julian Monscheidt

Kapitel 7. Juli – Sommer: Schweiß und Sonnenbäder

Die sonnige Seite des Lebens – von vielen herbeigesehnt, verbrennen sich doch einige die Haut. Was passiert beim Sonnenbrand? Wie lässt sich die Haut schützen? Zwar nicht schmerzhaft, doch unangenehm ist der Schweißgeruch. Wieso ist schwitzen sinnvoll? Wie lässt sich der Geruch vermeiden? Selbst wer sich vor Schweißgeruch und Sonnenbrand gut schützt, sollte sich vor phototoxischen Pflanzenstoffen in Acht nehmen. Warum sollte der Riesen-Bärenklau gemieden werden?

Sylvia Feil

Kapitel 3. Der Jurist

Sie spielen in der Agilliga, stimmt’s? Egal von welcher Seite man es betrachtet – Sie stellen sich jeder sich verändernden Bedingung Ihrer Arbeitsumwelt und versuchen dieser gerecht zu werden. Nein, SIE würden formulieren: WERDEN dieser gerecht. Weil dies alternativlos ist. Weil auch nur der Geruch des Konjunktivs nicht zu Ihrem Wortschatz gehört.

Stefanie Simone Klief

Kapitel 6. Das Training

„Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück.“ Dieses chinesische Sprichwort prangte in meiner Schulzeit an meiner Pinnwand. Damals noch mit Benjamin Britten unterschrieben, aber da uns das Netz klüger macht, weiß ich heute, es kommt ganz woanders her. Wichtiger ist allerdings, wo es „hinfällt“. Als Schülerin auf den wenig fruchtbaren – gleich faulen – Boden außerhalb der kognitiven Erkenntnis, dass da natürlich was dran sei. Heute habe ich allerdings die Aufgabe zu erfüllen, Ihnen einen sogenannten Mehrwert zu liefern, statt nur schöne Worte zu schwingen.

Stefanie Simone Klief

Kapitel 6. Synthese I: Leadership-Modell für Wissenschaftsorganisationen

Ableitung eines konkreten Leadership-Modells für deutsche Wissenschaftseinrichtungen

Die wichtigsten Persönlichkeitseigenschaften einer Führungskraft in der Wissenschaft sind ein Growth Mindset, Resilienz, Wertegerüst & innerer Kompass, kognitive Flexibilität, Vertrauenswürdigkeit & Authentizität sowie Ambition & Risikobereitschaft. Diese ermöglichen es den Führungskräften, die notwendigen Kompetenzen wie beispielsweise die visionäre & strategische Orientierung, die Kollaboration mit Stakeholdern oder die partizipative Führung zu erlernen und damit die für eine Führungslaufbahn notwendigen Erfahrungen zu sammeln und Erfolge zu erzielen. Eine solide wissenschaftliche Basis und Reputation ist insbesondere notwendig, um organisationsintern und extern Akzeptanz zu finden. Das hier skizzierte Wissenschaftsleadership-Modell kann auf unterschiedliche Situationen in Wissenschaftseinrichtungen angepasst und angewandt werden, und für die Evaluierung der Eignung von Kandidaten bei Besetzungsverfahren, aber auch für Entwicklungsgespräche mit Führungskräften, genutzt werden.

Norbert Sack

Kapitel 6. Die Bankenunion: vom Bail-out zum Bail-in

In den Jahren 2011 und 2012 kam man immer mehr zu dem Schluss, dass sich die Krise im Euroraum aufgrund der Verflechtungen zwischen Regierungen und Banken in den einzelnen Ländern verschärft hatte. Denn wenn eine Bank in Schwierigkeiten geriet, musste sie mit öffentlichen Mitteln rekapitalisiert werden, dies setzte die Staatsfinanzen unter Druck. Umgekehrt mussten die Banken bei schlechtem Zustand der öffentlichen Finanzen höhere Zinsen zahlen. Nicht selten wurden die Banken unter dem politischen Druck zu den Hauptabnehmern der Staatsanleihen eines Landes, wenn dessen Regierung auf den internationalen Märkten nur noch schwer Kredite erhielt. Kurz: Es war ein Teufelskreis. Dieser Mechanismus trat in jedem Euroland in Erscheinung, am deutlichsten dort, wo es Hilfsprogramme gab, also in Ländern wie Griechenland, Irland und Spanien.

Jeroen Dijsselbloem

Kapitel 9. Rückblick

Wenn man auf die zehn Krisenjahre im Euroraum zurückblickt, lässt sich nüchtern feststellen, dass viele Fehler gemacht worden und wir gefestigt daraus hervorgegangen sind. Beim Aufbau der Währungsunion wurden Fehler gemacht, es war von Nachlässigkeiten in den Jahren nach der Einführung des Euro die Rede und die Lösungsversuche zur Bewältigung der Krise ließen zu wünschen übrig. So ging Zeit verloren, es wurde viel improvisiert, den politisch Verantwortlichen entglitt in den ersten Jahren die Kontrolle und es wurden Lösungen gewählt, die uns teuer zu stehen kamen.

Jeroen Dijsselbloem

Kapitel 2. Das Betriebsmodell Stromvertrieb

In Kap. 2 werden grundlegende Funktionen eines Stromvertriebs erläutert. Die Basis bildet dabei ein Betriebsmodell, das grundsätzliche Logiken des Zusammenspiels der verschiedenen Funktionen aufzeigt.

Jörg Heiner Georg

Kapitel 2. Stand der Technik

Dieses Kapitel behandelt die Grundlagen der Kommunikation zwischen einem Elektrofahrzeug und dem Ladeequipment nach ISO15118 [21]. Diese tragen zum einfacheren Verständnis der weiteren Kapitel bei. Ebenso werden bestehende Verfahren und Methoden zum Test der Kommunikation technischer Geräte vorgestellt und erläutert.

Frank Brosi

Nerven wie Drahtseile – Zur Leistungsfähigkeit von Extremsportlern in Stresssituationen

Im Sport sind Athleten nicht nur im Wettkampf, sondern auch im Training immer wieder mit Stressoren konfrontiert und müssen an ihre Grenzen gehen. Extremsportler riskieren bei der Ausübung ihres Sports sogar das höchste Gut, ihre körperliche Unversehrtheit. BASE-Jumper suchen den freien Fall, Surfer reiten gigantische Wellen und Speed- oder Eiskletterer brechen bestehende Rekorde an steilen Wänden. Viele Menschen würden sich nie auf derartig abenteuerliche Aktivitäten einlassen, während sich andere davon in hohem Maße angezogen fühlen. Können solche Präferenzen durch bestimmte psychologische oder physiologische Faktoren erklärt werden? Wieso wirken unerwartete, bedrohliche und risikoreiche Situationen auf manche Athletinnen und Athleten nicht stressauslösend? Und erleben wenig gestresste Extremsportlerinnen und -sportler sogar positive Emotionen bei der Ausübung ihrer Sportart und zeigen bessere sportliche Leistungen? Der nachfolgende Beitrag zielt darauf ab, Antworten auf diese Fragen zu liefern, indem er sich mit den sportpsychologischen Konstrukten Stress, Angst, Selbstkontrolle und Sensation Seeking im Kontext des (Extrem-)Sports auseinandersetzt. Ausgehend von Begriffserklärungen und zentralen Erklärungsansätzen wird ein risikosport-spezifscher Stresstest zur Untersuchung der Stressreaktion von Sportlern in Laborstudien vorgestellt. So soll abschließend das Persönlichkeitsprofil eines erfolgreichen Spitzensportlers mit „Nerven wie Drahtseile“ umrissen werden.

Marie Ottilie Frenkel

12. Cyber-Sicherheitsmaßnahmen gegen DDoS-Angriffe

Die Gewährleistung der Verfügbarkeit von IT-Systemen ist ein wichtiges Cyber-Sicherheitsbedürfnis, um Informationen und Dienste immer nutzen zu können.

Norbert Pohlmann

Kapitel 8. Achtsamkeit und Resilienz in der gesetzlichen Krankenkasse

Die Erkenntnis, dass das Thema Gesundheit in der gesetzlichen Krankenversicherung eine wichtige und besondere Rolle spielt, erscheint trivial. Aber wie steht es um die Achtsamkeit und Resilienz von Führungskräften und Mitarbeitern von gesetzlichen Krankenkassen? Hier erscheint die Betrachtung von Gesundheitsaspekten als nicht selbstverständlich – zumal Krankenkassen beispielsweise Arbeitgeber bei Gesundheitsfragen der Mitarbeiter unterstützen, aber nicht immer selbst für die eigene Belegschaft derartige Programme aufweisen. Dabei ist davon auszugehen, dass der zunehmende ökonomische Druck auf die Krankenkassen und das gestiegene Anspruchsverhalten der Stakeholder (Versicherte, Arbeitgeber) sich in einer psychischen Belastung der eigenen Mitarbeiter widerspiegelt. Durch Zusammenschlüsse und Fusionen kommt es zudem immer wieder zu Restrukturierungen von Organisationseinheiten, die sich im zunehmenden Wettbewerb neu justieren müssen. Zudem kommt es hierbei zur Veränderung der Unternehmenskultur, sodass achtsame und resilienzfördernde Konzepte als eine Antwort auf den Umgang mit dem institutionellen Wandel gesehen werden können. Exemplarisch soll dargelegt werden, inwiefern Achtsamkeit und Resilienz für Krankenkassen relevant sind und in welcher Form diese in der Praxis eine Beachtung findet. Denn bislang gibt es hierzu kaum Studien oder empirische Ergebnisse. Der vorliegende Beitrag ist zudem bewusst provokant und thesenhaft geschrieben. Zusammenfassend entwickeln sich Krankenkassen derzeit von Behörden zu modernen Gesundheitsmanagementunternehmen, die auch Verantwortung gegenüber der Gesundheit der eigenen Mitarbeiter tragen. Die Themen Achtsamkeit und Resilienz können zur Bewältigung des aktuellen Wandels einen wichtigen Beitrag leisten.

David Matusiewicz, Thomas Köllen

Partizipative Politikberatung

Formate, Erfahrungen und Perspektiven

Partizipative Politikberatung, die aktive Bürgerbeteiligung in den Mittelpunkt rückt, gewinnt zusehends an Bedeutung. Vielfach kann diese zur Entwicklung tragfähiger Problemlösungen beitragen, doch besteht ein normatives Spannungsverhältnis zwischen Responsivität und Handlungsautonomie der Politik. Partizipative Politikberatung, die sich vielfältiger, im Folgenden überblicksartig dargestellter Formate und Methoden bedient, muss hohen Anforderungen der Prozess- und Verfahrensgestaltung genügen. Deshalb beleuchtet der Beitrag neben den Potenzialen auch die Grenzen partizipativer Politikberatung, bevor abschließend deren Perspektiven einschließlich vorhandener Professionalisierungstendenzen aufgezeigt werden.

Manuela Glaab

Kapitel 10. Fallstudie: Mission, Vision und Unternehmensgrundsätze als Erfolgsfaktoren bei der REWE Group

Die REWE Group entwickelte im Rahmen von strukturellen Reformen, Mission, Vision und Grundsätze als normative Vorgaben. Der Einbezug der eigenen Mitarbeiter, insbesondere der Führungskräfte, sicherte zum einen die Plausibilität der Entwicklung und zum anderen das Commitment in den eigenen Reihen. Der Prozess begann demnach Top-down und wurde in allen Bereichen dekliniert und so heruntergebrochen, dass jeder Mitarbeiter seinen Beitrag verstehen konnte. Heute hängen Visualisierungen zu Werten, Mission und Vision in jedem Unternehmensgebäude, und der ökonomische Erfolg des Unternehmens bestätigt die Wichtigkeit einer solchen internen Markenführung.

Franz-Rudolf Esch, Daniela Büchel

Kapitel 6. Stressreaktion

In diesem Kapitel erhalten Sie nützliche Hinweise und Informationen zur Stressreaktion. Einen zentralen Punkt nimmt dabei die Auswirkung von Stress auf das Nervensystem ein. Zudem finden sich in diesem Abschnitt allgemeine Informationen zu den Auswirkungen von Stress und den Auswirkungen kurz- und langfristiger Stressbelastungen. Weiterhin befasst sich dieses Kapitel vollständigkeitshalber mit den in der Literatur beschriebenen Stresstypen.

Stephan Rusch

Kapitel 14. Pädagogisch-didaktische Kompetenzen von Stressmanagementtrainer/innen

In diesem Kapitel finden Sie hilfreiche Informationen zu den pädagogisch-didaktischen Kompetenzen von Stressmanagementtrainer/innen. Sie erhalten Hinweise zur Konzeption von Stressmanagementkursen und Workshops sowie zum Umgang mit Gruppen und Störungen sowie zu Feedback-Regeln.

Stephan Rusch

Kapitel 15. Ergänzende Materialien und Tipps

In diesem Kapitel finden Sie ergänzende Materialien und Tipps zur Thematik, zusätzlich einen Test zur Bestimmung des Stresstyps und Überprüfungsfragen mit Antwortbogen.

Stephan Rusch

9. Teststufen

Der Test eines komplexen Softwaresystems wird in mehrere Phasen (Teststufen) unterteilt. Die Einordnung der Teststufen (auch Testzyklen genannt) folgt häufig dem Entwicklungsstand des Systems. Es geht dabei darum, dass der Test einer bestimmten Funktionalität so früh wie möglich erfolgen soll. Da aber nicht jeder Test in jeder Teststufe schon möglich ist, muss man diese Teststufen eindeutig abgrenzen und prüfen, welcher Test in welchem Testzyklus sinnvoll ist.

Frank Witte

17. Beschreibung der Testfälle

Systematische Softwaretests im Rahmen der Qualitätssicherung erfordern eine strukturierte Testdokumentation. Diese Dokumentation spezifiziert die korrekte Planung, das Testvorgehen und die Umgebungsvariablen beim Softwaretest. Standardisierte Templates helfen dem Tester bei Erstellung der Spezifikation und Beschreibung der Testprozeduren.

Frank Witte

1. Dashboardconsulting im Gesundheitswesen – Digitalisierungsoptionen und Anwendungsfelder

An dieser Stelle sollen unter die Rubrik der Dashboardmanagementsysteme stark kondensierte Canvas- und Navigatorenmodelle subsumiert werden, die dem Management künftig unter Echtzeitbedingung die Möglichkeit eines feingranularen Geschäftsmodellcontrollings bieten. Einhergehend mit der digitalen Transformation fast aller Wirtschaftszweige sind hohe Beratungsbedarfe zu konstatieren, die sich zunehmend im datengetriebenen Gesundheitswesen ergeben. Kaum eine Branche ist derart wissens- und kompetenzintensiv wie das Gesundheitsweisen, wenngleich hier mit teilweise anachronistischen Managementpraktiken operiert wird. Die Irrungen und Wirrungen rund um die Einführung der elektronischen Patientenakte verdeutlichen, dass zwar im Gesundheitswesen selektiv Hochtechnologieinseln existieren, die aber im Sinne einer holistischen Internet of Things-Logik kaum miteinander schnittstellenübergreifend kommunizieren. Das Dashboardconsulting verschafft dem Management echtzeitbasierte Zugänge zu den Datenwelten komplexer Geschäftsmodelle, um bessere und effizientere Entscheidungen fällen zu können. Hierüber definiert sich gerade das Gesundheitswesen. Dieser Beitrag fasst erste Ergebnisse der Arbeiten des Forschungsprojekts „AID: Mensch-Technik-Inter-Aktion zur Individualisierten Depressionsbehandlung und -verhinderung“ zusammen, das mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm KMU-innovativ gefördert wurde (Förderkennzeichen 16 SV 7879).

Thorsten Knape, Peter Hufnagl, Christoph Rasche

Kapitel 15. Strategische Krisenprävention

Sensibilisierungsmaßnahmen, Alarmstufen und das 4R-Modell: Ausgewählte Methoden zur nachhaltigen Vorbereitung auf den Ernstfall

In der Krisenkommunikation ist Zeit – gerade in der akuten Phase – der entscheidende Faktor. Das Dilemma: Gerade dann, wenn der Kommunikationsdruck am größten ist, sind gesicherte Informationen meistens Mangelware. Wer sich in dieser Situation noch mit grundlegenden internen Organisationsfragen beschäftigen muss, verliert kostbare Zeit – eine adäquate, zeitnahe Kommunikation an die Stakeholder ist so kaum zu schaffen. Um die Reputation wirkungsvoll und nachhaltig zu schützen und krisenhafte Situationen gut zu bewältigen, ist strategische Krisenprävention erforderlich. Dabei gilt: Die Krisenorganisation ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Und gerade in global operierenden Unternehmen zeigt sich oftmals ein Gefälle der „Crisis Readiness“ zwischen der Zentrale und der regionalen Kommunikation. Dieser Beitrag gibt Kommunikatoren Methoden und Tools an die Hand, die bei der frühzeitigen, nachhaltigen und global wirksamen Vorbereitung auf den Ernstfall unterstützen. Es ist Aufgabe der Unternehmenskommunikation, für die Relevanz von Kommunikation zum Schutz der Reputation in einem Krisenfall zu sensibilisieren. Wichtig sind hierbei auch die Schnittstellen zu anderen Abteilungen, denn Silo-Denken verhindert erfolgreiche organisationsweite Krisenprävention und Krisenmanagement. Der Leser bekommt im Folgenden Methoden an die Hand, mithilfe derer übergreifend eine wirkungsvolle Sensibilisierung erfolgen kann und die es in der täglichen Arbeit erleichtern, fundierte Einschätzungen zu möglichen Issues oder Krisenfällen systematisch vorzunehmen und entsprechende Maßnahmen auf Basis eines vordefinierten Schemas abzuleiten. Mit dem 4R-Modell aus der Katastrophenforschung stellen die Autoren zudem eine Methode vor, die dabei hilft, den Satus quo der aktuellen Krisenorganisation systematisch zu bewerten und Optimierungsfelder zu identifizieren.

Tobias Müller, Sebastian Riedel

Kapitel 8. Risiko „Desinformation“

Das klassische Krisenmanagement bedarf eines Upgrades: Das Zeitalter der Digitalisierung stellt Krisenkommunikatoren vor große Herausforderungen

Desinformationen sind im Zeitalter der Digitalisierung eine reale Bedrohung für deutsche Unternehmen. Unabhängige Studien und wissenschaftliche Experimente haben verdeutlicht, wie schnell sich Desinformationen im Internet verbreiten können. Sie stellen die Krisenkommunikatoren vor neue Herausforderungen. Um diese bewältigen zu können, bedarf es eines Upgrades des klassischen Krisenkommunikationsmanagements. Wer als Unternehmen seine Reputation weiterhin bestmöglich schützen will, benötigt ein integriertes Reputations- und Risikomanagement. Nicht zu handeln und darauf zu hoffen, dass das Thema einen nicht betreffen könnte, ist keine Option. Der folgende Beitrag behandelt die verschiedenen Ausprägungen von Desinformationen und skizziert anhand von ausgewählten Beispielen und Cases aus der Lebensmittelindustrie sowie der Medienlandschaft den Schaden, den sie auf Unternehmen haben können. Mit Blick auf aktuelle rasante technische Entwicklung werden zudem wichtige Handlungsempfehlungen für den sicheren Umgang mit Krisen und zum Schutz der Reputation formuliert.

Christiane Schulz, Marten Neelsen

Geldpolitik

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

10. Risikomanagement in der Rückversicherung

Nicht erst im Zuge der Auswirkungen der Finanzkrise im ersten Jahrzehnt dieses Jahrtausends sind die Anforderungen an das Risikomanagement an Finanzdienstleistungsunternehmen deutlich gestiegen. Vielmehr haben die bereits vor der Finanzkrise laufenden Diskussionen über eine umfassendere Regulierung des Sektors durch die Aufsichtsorgane dadurch an zusätzlicher Tragkraft gewonnen. In der Bankenindustrie seien an dieser Stelle insbesondere die striktere Regulierung im Zuge von Basel III und die erhöhten Anforderungen an die Kapitalausstattung der Institute erwähnt. Während die Firmen der (Rück-)Versicherungsindustrie nahezu unbeschadet durch die Finanzkrise kamen, gingen die bereits seit Langem laufenden Diskussionen über eine veränderte Regulierung unvermindert fort.120

Andreas Schwepcke, Alexandra Vetter

Kapitel 10. Legal oder illegal? – Das Ende des Gesetzes

Theoretisch gilt eine Verfassung so lange, bis das Volk eine neue beschließt. Das Grundgesetz ist eine wehrhafte Demokratie und bietet die notwendigen Werkzeuge, um Verfassungsfeinde in Schach zu halten. Praktisch ist eine legale Revolution immer möglich. Man braucht dazu nur eine Mehrheit im Bundestag und kooperative Richter am Bundesverfassungsgericht.

Jochen Theurer

Kapitel 22. Die Implementierung/Einführung der Lösung

Dass Anbieter in der Vergangenheit erfolgreich, national oder international und bei ähnlichen Unternehmen deren Lösung implementiert haben, muss nicht bedeuten, dass dies auch in Ihrem Fall so ist. Deswegen ist es sehr wichtig, dass ein Implementierungsprozess besteht, der durch das komplette Einführungsprojekt leitet und die Zeit nach dem Go Live auch nicht außer Acht lässt.

Christoph Groß, Roland Pfennig

Kapitel 2. Erste wirtschaftspolitische Gedanken

Warum interveniert der Staat in diverse Branchen und mit welchen Instrumenten und Auswirkungen? Antworten liefert die Analyse der Wirtschaftspolitik. Im Weiteren werden dazu erste wirtschaftspolitische Themen erörtert. Hierbei wird noch nicht auf eine Theorie der Wirtschaftspolitik abgestellt. Vielmehr gilt es, über das Heranführen an relevante Themen die Notwendigkeit wirtschaftspolitischer Analysen aufzuzeigen. Das politisch determinierte Niedrigzinsumfeld in Deutschland (bzw. den Euro-Staaten) steht dabei im Vordergrund.Zunächst werden Auswirkungen der Wirtschaftspolitik mit ihrer expansiven Geldpolitik auf Wohnungs- und Immobilienunternehmen thematisiert (Abschn. 2.1). Nachfolgend wird die Europäische Integration als wichtiger wirtschaftspolitischer Analysegegenstand fokussiert. Am Beispiel des EU-Austritts Großbritanniens werden dessen mögliche Auswirkungen auf den deutschen Immobilienmarkt erfasst (Abschn. 2.2). Noch deutlicher wirken staatliche Interventionen auf nationaler Ebene auf Marktentwicklungen ein und zählen deshalb zum wichtigsten Instrumentarium aktiver Wirtschaftspolitik eines Staates. Die Einführung der Mietpreisbremse wird dazu beispielhaft herangezogen (Abschn. 2.3). Wenn der Mietpreisanstieg gebremst werden soll, zielt sie auf ein höheres verfügbares Einkommen privater Wirtschaftssubjekte ab, die zur Miete wohnen. Daher ist die Einkommens- und Vermögensverteilung als Kontext der Mietpreisbremse zu diskutieren (Abschn. 2.4). Interventionen in den Markt für Wohnimmobilien vollzieht der Staat auch durch den Einsatz öffentlicher Wohnungsunternehmen. Das Ausmaß der öffentlichen Wirtschaft im deutschen Wohnungs- und damit auch Kreditmarkt gilt es deshalb kritisch zu hinterfragen (Abschn. 2.5). Weil die Finanzmärkte für die Immobilienmärkte eine wichtige Rolle spielen, gilt es im Anschluss ebenfalls, die Interdependenzen der internationalen Finanzmärkte am Beispiel der Auswirkungen der US-Geldpolitik auf die Finanzmärkte der Euro-Staaten zu hinterfragen (Abschn. 2.6). Diese ersten wirtschaftspolitischen Gedanken schließen mit Übungsaufgaben zu den angesprochenen Themenfeldern (Abschn. 2.7).

Prof. Dr. Markus Knüfermann

3. Die Geschichte der ökonomischen Experimente

In diesem Kapitel geben wir einen Überblick zur historischen Entwicklung der experimentellen Forschung. Im Mittelpunkt steht dabei die enge Verknüpfung der experimentellen Methodik mit der Spieltheorie. Wir zeigen auf, dass viele experimentelle Fragestellungen und wichtige Experimentdesigns unmittelbar aus grundlegenden spieltheoretischen Modellen abgeleitet werden können. Eine zentrale Rolle haben dabei unter anderem frühe Experimente zum Gefangenendilemma gespielt.

Prof. Dr. Joachim Weimann, Prof. Dr. Jeannette Brosig-Koch

Kapitel 2. Business Development

Nachdem in der Einleitung die Aufgaben des Business Developments beschrieben wurden, werden nachfolgend die einzelnen Dimensionen des Business Developments ausführlich erläutert. Es handelt sich nämlich nicht bloß um eine Aufgabe. Business Development kann auch als Rolle aufgefasst werden. Eine Person, die diese Rolle ausfüllt, wird auch als Business Development Manager bezeichnet. Nachfolgend werden die wichtigsten Eigenschaften eines Business Development Managers beschrieben (vgl. Abschn. 2.1). Zugleich ist das Business Development auch eine Organisationseinheit, die in die bisherigen Strukturen eines Unternehmens einzubetten ist. Hierbei sind zentrale und dezentrale Strukturen möglich (vgl. Abschn. 2.3). Abschließend kann Business Development auch als Prozess aufgefasst werden, der bei der Durchführung von Aufgaben eine Struktur vorgibt (vgl. Abschn. 2.4). Im Folgenden wird mit der Rolle des Business Development Managers begonnen.

Andreas Kohne

Kapitel 2. Aktuelle Herausforderungen von Regionalbanken

Regionalbanken in Deutschland, Österreich und der Schweiz sehen sich gegenwärtig einem Bündel an Herausforderungen gegenüber, die so vielfältiger und grundlegender Natur sind wie wohl selten zuvor in ihrer Geschichte. Viele der in diesem Kapitel beschriebenen Veränderungen zeichnen sich dabei jedoch durch ihre Dualität aus: Sie sind weder nur Chance noch nur Risiko. Vielmehr hängt es vor allem von den Antworten ab, die die Regionalbanken auf diese Herausforderungen finden, ob sie zu einer Bedrohung oder Bereicherung für ihr Geschäftsmodell werden. Wenn sich die Kunden etwa immer ausgedehnter im Internet informieren und kritischer, anspruchsvoller und wechselwilliger geworden sind, dann liegt darin ein enormes Potenzial für die Gewinnung neuer Kunden – allerdings nur dann, wenn eine Bank ihre Unternehmensprozesse und ihre kommunikativen Angebote dem veränderten Marktumfeld anpasst. Auch die Filialen, die momentan vor allem über ihre Defizite wahrgenommen werden (zu hohe Kosten, zu wenige Kunden etc.), haben in einer Omnichannel-Welt das Potenzial, Differenzierungspunkte am Markt zu schaffen. Zudem erweisen sich die Regionalbanken als sehr anschlussfähig an den Wertewandel der letzten Jahre. Fest steht jedoch, dass sich die Regionalbanken bewegen, den in diesem Kapitel beschriebenen Herausforderungen entschlossen entgegentreten und dabei manch eingefahrene Verhaltensweise über Bord werfen müssen, um sich auch in Zukunft auf dem Bankenmarkt behaupten zu können.

Stephan Reichhard

Kapitel 8. Das Stabilitätsprogramm für den spanischen Finanzsektor

Das spanische Stabilitätsprogramm nimmt insofern eine besondere Stellung ein, als es die viertgrößte Vokswirtschaft der EU betraf. Die Größe und Bedeutung des Landes für die Eurozone haben sowohl die Verhandlungen als auch die Ausgestaltung des Stabilitätsprogramms beeinflusst und sein Ausmaß begrenzt.

Robert Mężyk

Kapitel 6. Selbstmanagement des Feel Good Managers und Unterstützung des betrieblichen Gesundheitsmanagements

Selbstmanagement bildet die Grundlage für jede Form von Management. Als Feel Good Manager ist Selbstmanagement für Sie sogar doppelt wichtig. Zum einen sollten Sie es zur Bewältigung Ihrer vielfältigen Aufgaben selbst beherrschen, zum anderen hilft es Mitarbeitern beim Erreichen von Zufriedenheit und Wohlbefinden, d. h. Sie sollten als Feel Good Manager Ihr Wissen über Selbstmanagement auch durch Coaching an die Mitarbeiter weitergeben können. Zeitmanagement ist ein wesentliches Element des Selbstmanagements. Der Umgang mit Zeit kann bei richtiger Handhabung zu Zufriedenheit führen, aber ebenso bei dem Gefühl permanentem Zeitdrucks zu Unzufriedenheit und Krankheiten (z. B. Burn-out, Kreislaufprobleme). Der Umgang mit Stress bestimmt unsere Leistungsfähigkeit und wie wohl wir uns dabei fühlen. Auch für die Stressbewältigung gilt, dass der Feel Good Manager das Wissen dazu zweifach braucht: für sich selbst und für alle anderen Mitarbeiter. Nur mit gesunden Mitarbeitern kann ein Unternehmen Höchstleistungen erbringen und somit selbst als Ganzes gesund und dauerhaft erfolgreich sein. Die Gesundheit der Mitarbeiter ist ein zentrales Zielbild für den Feel Good Manager. Ein Wohlfühlen setzt stets Gesundheit voraus. Das betriebliche Gesundheitsmanagement gehört damit klar zum Aufgabenbereich eines Feel Good Manager.

Jessica Lange

Kapitel 1. Erfolgsmodell Beratung: Für alles eine Lösung

Das 20. Jahrhundert war nicht nur das Jahrhundert der Kriege, der Globalisierung und des Kapitalismus. Es war das Jahrhundert der Unternehmensberatungen. Von ihren Anfängen über die großen Beratungsunternehmen nach dem Zweiten Weltkrieg bis hin zu hippen, digitalaffinen Start-up-Beratungen von heute hat sich die Branche in beeindruckender Weise entwickelt. Wie gelang ihnen das? Und was bedeutet dieser Erfolg für die Welt der Wirtschaft? In diesem Kapitel erfahren Sie, welche drei Hauptfaktoren für den großen Erfolg von Unternehmensberatung verantwortlich sind, wie der Beraterbranche ihre beeindruckende globale Ausbreitung gelang, wie es die jüngste Welle der Unternehmensberatungen geschafft hat, aus dem klassischen Image auszubrechen und wie sich meine Sicht auf Unternehmensberatung durch meine persönliche Erfahrung als Berater fundamental verändert hat.

Markus Väth

Grundlagen der Regulierung

Banken werden wie kaum eine andere Branche umfassend reguliert. Damit soll erreicht werden, dass Gläubiger vor Verlusten geschützt werden und die Stabilität des Finanzsystems gesichert wird. Die Hauptinstrumente zur Erreichung dieser Ziele sind Vorschriften über Eigenkapital und Liquidität, Offenlegungsvorschriften sowie Mindestanforderungen an das Risikomanagement. Im Anschluss an eine theoretische Grundlegung schließt sich im Kapitel F2 ein Überblick über die wichtigsten bankenaufsichtlichen Vorschriften an. Die Grundstruktur der risikobasierten Eigenkapitalanforderungen sowie der risikoinsensitiven Leverage Ratio im Rahmen der Capital Requirements Regulation (CRR) werden erläutert, ebenso wie der Supervisory Review and Evaluation Process (SREP), die Vorschriften zur Bankenabwicklung, die Regulierung von Wertpapierdienstleistungen (MIFIR und MIFID) und die Ausgestaltung der Einlagensicherung. Kapitel F3 gibt einen Überblick über den Aufbau und die Aufgaben der verschiedenen Institutionen, die mit der Bankenaufsicht befasst sind.

Thomas Hartmann-Wendels, Andreas Pfingsten, Martin Weber

Der „Flüchtling“ als Muslim – und unerwünschter Mitbürger?

Kaum etwas hat in den letzten Jahren die Öffentlichkeit so bewegt, wie die sogenannte „Flüchtlingskrise“. Sie hat zu einer Polarisierung in der deutschen Gesellschaft geführt, welche sich an den Einstellungen zu Geflüchteten scheidet. Die im Artikel analysierten Umfragen zeigen eine große Verbreitung einer Skepsis gegenüber Geflüchteten, die allerdings nicht mit einer rigiden Ausgrenzungshaltung gleichzusetzen ist. Die Zuschreibung der Zugehörigkeit von Geflüchteten zum Islam erweist sich dabei als ein wesentlicher Faktor für kritische und ablehnende Einstellungen ihnen gegenüber. Vor allem der Übertrag einer potentiellen (terroristischen) Gefährlichkeit, einer besonders starken kulturellen Unterschiedlichkeit zur Aufnahmegesellschaft und einer starken Fremdheit von Angehörigen des Islam auf die Geflüchteten, wirken sich ungünstig auf die Einstellungen gegenüber Geflüchteten – und damit auch deren Integrationschancen – aus. Dies besitzt politische Folgen. Zum einen drückt sich die Existenz von signifikanten sozialen Gruppen in der deutschen Gesellschaft mit ungünstigen Einstellungen gegenüber Geflüchteten in einer Verschärfung der politischen Debatte, über den Umgang mit ihnen aus. Zum anderen äußert sich die Polarisierung auf der Ebene der politischen Kultur der Bundesrepublik auch in einer Veränderung auf Seiten des Parteiensystems. So erklären negative Einstellungen gegenüber (muslimischen) Geflüchteten in großem Maße den mittlerweile andauernden Wahlerfolg der AfD in Deutschland, wie auch anderer politischer Parteien mit rechtspopulistischer Ausrichtung.

Gert Pickel, Susanne Pickel

Kapitel 2. Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG)

Kapitalverwaltungsgesellschaften sind Unternehmen, deren Geschäftsbereich darauf ausgerichtet ist, Fonds zu verwalten und im KAGB geregelte Dienstleistungen und Nebendienstleistungen im Zusammenhang mit dem Fondsgeschäft zu betreiben. Allgemeine Bankgeschäfte dürfen KVGs nicht oder nur ganz eingeschränkt betreiben. Da KVGs keine Einlagenkreditinstitute sind, dürfen sie im Gegensatz zu Banken und Sparkassen keine Kredite geben und keine Einlagen (z.B. auf Sparbücher) entgegennehmen oder für ihre Kunden das Girokonto führen.

Wolfgang Raab

Kapitel 3. Selbstmanagementansätze

Das Kap. 3 stellt eine Auswahl besonders bedeutsamer Selbstmanagementansätze vor. Der älteste Selbstmanagementansatz in der Literatur basiert auf klassischen lerntheoretischen Überlegungen. Die Lerntheorie ging davon aus, dass ein Verhalten, das zu etwas Positivem führt, häufiger gezeigt wird als ein Verhalten, das negative Konsequenzen nach sich zieht. Der behaviorale Ansatz wurde später weiterentwickelt: Besonders hervorzuheben sind die sozial-kognitive Lerntheorie sowie die damit assoziierte Theorie der Selbstregulation.Weitere bedeutsame Selbstmanagementansätze sind der Ansatz der Selbstführung, das Kompensationsmodell von Arbeitsmotivation und Volition sowie der ressourcenorientierte Selbstmanagementansatz des Zürcher Ressourcen Modells. Selbstmanagement kann weiter aus lebensspannenpsychologischer Sicht sowie im Kontext der eigenen beruflichen Entwicklung betrachtet werden. Die traditionelle Sichtweise einer einzigen lebenslangen Berufslaufbahn mit einer Abfolge von aufeinander aufbauenden Karrierestufen wird hier ersetzt durch eine Betrachtungsweise, in der die Laufbahn aus einer Serie kürzerer Lern- und Anpassungszyklen sowie aus Wechseln in andere Tätigkeitsfelder und Beschäftigungsformen besteht.

Anita Graf

Kapitel 2. Grundlagen des Risikomanagements

Bei einer nicht sicher vorhersehbaren Zukunft ist jedes Unternehmen Chancen und Gefahren (Risiken) ausgesetzt, die Planabweichungen auslösen können. Die Fähigkeit im Umgang mit diesen Risiken ist ein wichtiger Erfolgsfaktor von Unternehmen. Wegen des 1998 in Kraft getretenen Kontroll- und Transparenzgesetzes (KonTraG) und seiner „Ausstrahlwirkung“ auf mittelständische Unternehmen ist davon auszugehen, dass das Fehlen eines Risikomanagementsystems bei einer Kapitalgesellschaft einige persönliche Haftungsrisiken für Vorstände und Geschäftsführer mit sich bringen kann. Schließlich resultiert auch aus der veränderten Kreditvergabepraxis von Banken und Sparkassen infolge Basel II und Basel III das Erfordernis, sich konsequenter mit Risiken auseinanderzusetzen.

Werner Gleißner, Marco Wolfrum

5. Termingeschäfte: Auch für private Investoren sinnvoll?

Einerseits ein Teufelszeug für Spekulanten, andererseits ein bewährtes Instrument der Absicherung von eingegangenen Engagements aus dem Kundengeschäft oder dem Eigenhandel: Optionen, Futures und vielerlei vielfältige innovative Kombinationen, die unter dem Oberbegriff Termingeschäfte, zunehmend auch unter dem Begriff Derivate, zusammengefasst werden. So wird im Wertpapierhandelsgesetz in § 2 Abs. 2 der Begriff Derivate als Oberbegriff für alle dort aufgeführten Termingeschäfte verwendet.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

9. Steuerstundungsmodelle und vorteilhafte Gestaltungen zur Senkung Ihrer Steuerschuld

In diesem Kapitel werden unter 9.1 steuersparende Kapitalanlagen in Form von sogenannten Steuerstundungsmodellen und Investments nach der Definition des § 15b in Verbindung mit § 52 Abs. 25 EStG dargestellt. Dabei werden beispielsweise Erwerbermodelle und geschlossene Fonds (neu: Alternative Investmentfonds), wie Schiffsfonds, besprochen. Unter Abschnitt 9.2 werden Steuersparmöglichkeiten im Zusammenhang mit Kindern dargestellt. Besonders empfehlen wir unseren Leserinnen und Lesern den Gastbeitrag in Abschnitt 9.3 „Renditesicherung durch Nachfolgeplanung bei Immobilien“.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

3. Wirtschaftsethische Ansätze

Das dritte Kapitel befasst sich mit Grundpositionen der Wirtschaftsethik. Die Erläuterungen beginnen zunächst mit der Grundposition der „ökonomischen Ethik“, die es für notwendig erachtet, moralische Wertmaßstäbe in eine ökonomische Sprache zu übersetzen. Im Anschluss daran wird die Governance-Ethik vorgestellt. Die Governance-Ethik setzt sich spezifisch mit der Durchsetzung von moralischem Verhalten in Unternehmen auseinander und erkennt dabei, im Gegensatz zur ökonomischen Ethik, die Wichtigkeit informeller Durchsetzungsmechanismen an. Schließlich wird unter dem Begriff der „ethischen Ökonomik“ ein kritischer Gegenentwurf zur „ökonomischen Ethik“ vorgestellt, der vor allem darauf abzielt, die normative Richtigkeit des Wirtschaftssystems bzw. wirtschaftlicher Handlungen zu hinterfragen.

Dr. Robert Holzmann

Kapitel 8. Verfassungs- und Unionsrechtskonformität der Regulierung von Anwaltswerbung durch die Rechtsprechung

In Kapitel 5 und Kapitel 6 wurde festgestellt, dass aus verfassungs- und unionsrechtlicher Sicht ein Gleichlauf zwischen dem Wettbewerbsrecht und den Werberegelungen des anwaltlichen Berufsrechts existieren müsste. Jedoch lässt der Wortlaut von § 43b BRAO keinen Gleichlauf zwischen dieser Norm und den Unlauterkeitstatbeständen des UWG vermuten und es entspricht, wie bereits festgestellt, der historischen Prägung des § 43b BRAO und dem Willen des Gesetzgebers, dass durch § 43b BRAO strengere Werbebeschränkungen für Rechtsanwälte aufgestellt werden als durch das Wettbewerbsrecht für alle Unternehmer.

Carina Klaus

Kapitel 4. Umsetzung des RMs: Stand der Forschung in Bezug auf methodische Ansätze

Das folgende Kapitel ergänzt die Umsetzung der Anforderungen aus Kapitel 2 um die zweite Komponente: Die Methoden des RMs untergliedern sich dabei in die relevanten Prozesselemente und deren Instrumente (siehe Abb. 4.1).

Cay Oertel

Kapitel 8. Fazit

Die vorliegende Arbeit versucht einen Beitrag zur Sammlung und dem Vergleich bestehender Ansätze des quantitativen RMs in der Immobilienwirtschaft zu leisten. Dabei wurde anhand der relevanten Rahmenbedingungen aus juristischer, wissenschaftlicher und ökonomischer Sicht auf Unternehmensebene ein Anforderungsprofil für die Ausgestaltung des RMs entwickelt. Vorschläge zur Umsetzung in der Literatur wurden gesammelt, präsentiert und im Abgleich mit den Anforderungen schließlich evaluiert.

Cay Oertel

Kapitel 3. Umsetzung des RMs: Stand der Forschung in Bezug auf die organisatorische Verankerung

Ausgehend von den im Detail hergeleiteten Anforderungen an ein immobilienwirtschaftliches RM (vgl. Kapitel 2) wird im Folgenden die organisatorische Verankerung des RMs präsentiert (siehe Abb. 3.1).

Cay Oertel

Geldpolitik

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Kapitel 5. Implikationen der Untersuchungsergebnisse für die Unternehmenssteuerung und das Management reputationsinhärenter Risiken in der Bankpraxis

Kapitel 5 widmet sich Anwendungsfeldern des Reputationsstrukturmodells in der Bankpraxis. Anknüpfungspunkte ergeben sich sowohl im Bereich des Profitmanagements als auch im Bereich des Risikomanagements. Die in Kapitel 4 gewonnenen Erkenntnisse des Reputationsstrukturmodells können in der Gesamtbanksteuerung an verschiedenen Stellen eingesetzt werden.

Andreas G. Wolf

Kapitel 5. Geldmarktinstrumente – kurzfristige Instrumente im Handelsgeschäft einer Bank

Nach der Beschreibung des Geldmarktes und seiner Bedeutung werden nun einige Beispiele kurz dargelegt und in der Folge wird auch auf das Risiko und die Marktgegebenheiten eingegangen.

Doris Wohlschlägl-Aschberger

Kapitel 1. Denkstrategie: Stressmanagement

In diesem Kapitel erfahren Sie: Denkstrategie 1: StressmanagementStressmanagement bedeutet, Gelassenheit und Entspannung einstellen und kreativ gestalten zu können. Kreativität und Innovation bilden ein ganzheitliches System. In diesem System sind sechs Komponenten erkennbar: 10 Jahre Mindestausbildung, lebenslange Fortbildung, Innovatives Verhalten, Überzeugungskunst, die fünf Denkstrategien, die fünfzehn Denktaktiken und die zwei Gehirnausrichtungen. Die Komponenten können einzeln oder gemischt Einsatz finden. Dieses Zusammenspiel nenne ich auch „Quellen für Kreativität und Innovation“. In Teil 1, Abschn. 5.1 zur Denkstrategie Integrationsdenken folgt eine detaillierte Erklärung des Systems. Stressverursachte KörpersignaleKörpersignale sind Anzeichen dafür, dass Gesundheit und Leistung in Gefahr sind. Mein Begriff ‚Stressfallschirm‘ steht für praktische Methoden zum Stressabbau. Packen Sie morgens den Stressfallschirm aus und falten Sie ihn abends für den kommenden Tag wieder fein säuberlich zusammen. Stressmanager eignen sich sehr gut als Krisenmanager, weil sie für sich und andere in Krisensituationen die richtige Mischung von Stress und Entspannung einstellen können.

Alexander Paufler

Kapitel 12. Ausblick: Versicherungsindustrie – Quo vadis?

Wir glauben, dass die Versicherungswirtschaft (insbesondere im Bereich Leben) vor noch nicht gekannten Veränderungen steht. Nicht nur eine neue Rechnungslegung, sondern auch neue Steuerüberlegungen führen zu diesem Umbruch.

Carsten Zielke

Kapitel 4. Die mögliche künftige bankenaufsichtsrechtliche Berücksichtigung des Kreditrisikos

Wenngleich das ursprüngliche Basel III-Rahmenwerk seit Ausbruch der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise zum Ausgleich zu Tage getretener Schwachstellen permanent weiterentwickelt wurde, lässt sich auch an dem revidierten gegenwärtig geltenden Regelwerk erheblicher Überarbeitungsbedarf konstatieren. Als Konsequenz hat die internationale Bankenaufsicht seit dem Jahr 2014 eine Reihe von Konsultationspapieren und Standards veröffentlicht, welche aufgrund des enormen Wirkungsbereiches der angestrebten Änderungen als „das weitreichendste Regulierungsprojekt seit der Finanzkrise“ bezeichnet und inoffiziell – trotz der offensichtlichen Ablehnung dieses Terminus durch die Regulatoren – auch mit dem Schlagwort „Basel IV“ tituliert wird. Die angestrebten Änderungen, welche konsequenterweise auch die aufsichtsrechtliche Berücksichtigung des Kreditrisikos berühren, betreffen nicht nur die Eigenmittelanforderungen nach Säule 1, sondern adressieren vielmehr alle drei Säulen des Baseler Rahmenwerkes.

Susen Claire Berg

4. Softwaretest

Dieses Kapitel führt in die Grundlagen zum Softwaretest im automobilen Umfeld ein. Die Einordnung von Tests in die Prozesse der Softwareentwicklung im vorherigen Kapitel wird durch die zugehörigen technischen Testverfahren aus der allgemeinen Thematik des Softwaretests bis hin zu spezifischen Systemtests der Automobilindustrie konkretisiert. Damit ist der Softwaretest die nächste wesentliche Säule zum Verständnis des Gesamtbegriffs der Fahrzeuginformatik in diesem Buch.

Prof. Dr.-Ing. Fabian Wolf

Kapitel 6. Merkmale der Verlässlichkeit

Die zweite große Achse des Verlässlichkeitsbaums aus Abbildung 4.2 (Seite 78) sind die Merkmale der Verlässlichkeit. Laprie definiert hier eine Menge von typischen nicht-funktionalen Eigenschaften, die der Verlässlichkeit zugeordnet werden.

Peter Tröger

Kapitel 10. Standards und Vorgehensweisen

In den klassischen Ingenieursdisziplinen und in der modernen Softwaretechnik existieren Standards und normierte Vorgehensweisen, welche die Planung, Entwicklung, Überprüfung, Zertifizierung und Wartung von verlässlichen Systemen regeln. Sie verweisen dafür auf verschiedene Modellierungstechniken und legen fest, wann und auf welche Weise diese eingesetzt werden sollen [261, S. 362].

Peter Tröger

Kapitel 9. Wie können im Zeitalter von Start-ups Forschungseinrichtungen immer noch Innovationsmotoren sein?

Den Namen Fraunhofer kennt man. In jedem Wissenschaftsmagazin zieht man die Meinung eines Fraunhofer-Wissenschaftlers heran. Die Fraunhofer-Gesellschaft ist die größte wissenschaftliche Einrichtung für angewandte Forschung in Europa. Aber ist das Fraunhofer-Modell noch relevant in Zeiten der digitalen Gesellschaft und der Globalisierung? In Zeiten von agilem Projektmanagement und immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen, die den wissenschaftlichen Innovationsansatz an seine Grenzen bringen? Durch welche großen Unterschiede lassen sich Forschungsinstitute und Start-ups abgrenzen, wo ticken sie ähnlich und wo können sie sogar voneinander profitieren? Inwieweit bietet Fraunhofer auch dem Gründerherz eine Perspektive, wie werden echte Innovationen vorangetrieben und wie Ausgründungen gefördert. Dieses Kapitel taucht in den Alltag angewandter Forschung ein und vergleicht die beiden augenscheinlich grundverschiedenen Unternehmens- beziehungsweise Geschäftskulturen miteinander.

Kathleen Schröter

11. Arbeit und Gesundheit

Psychische Erkrankungen aufgrund von dauerhaften Belastungen und Stress am Arbeitsplatz nehmen tendenziell immer weiter zu. Für die Unternehmen ist dies mit hohen Kosten (z. B. aufgrund von Ausfallzeiten der betroffenen Mitarbeitenden) verbunden. Die Gesundheit der Mitarbeitenden und Themen des betrieblichen Gesundheitsmanagements gewinnen daher zunehmend an Bedeutung für die Unternehmen. Eine zentrale Frage dabei ist, wie die Gesundheit der Mitarbeitenden präventiv geschützt wird. Im vorliegenden Kapitel werden unterschiedliche Ursachen für Stress am Arbeitsplatz und Erklärungsmodelle für die Entstehung von Stress erläutert. Konsequenzen von dauerhaften Belastungen werden beschrieben. Weiterhin werden Ressourcen im Umgang mit Belastungsfaktoren und verschiedene Interventions- und Präventionsformen beleuchtet.

Prof. Dr. Simone Kauffeld, M. Sc. Annika Ochmann, Dr. Diana Hoppe

Kapitel 16. Auswirkungen auf Deutschland und die EU-Finanzmärkte

Es gibt in Westeuropa einen merkwürdigen Gegensatz zwischen einer stillschweigend akzeptierten Globalisierung der Wirtschaft – nach der Devise: wie gut, dass ich ein neues preiswerteres Mobiltelefon aus einer Produktion in Asien nutze - und einer digitalen Unzufriedenheit neuer Art, deren Expansion auch viele Randgruppen der Gesellschaft erstmals erfasst hat. Letzteres gibt natürlich auch auf neue Weise diesen Gruppen im Internet eine Stimme. Darauf hat sich die traditionelle Politik in kaum einem EU-Land bislang eingestellt, weder in der Politikvermittlung noch in den Politikprogrammen.

Paul J. J. Welfens

Kapitel 4. Internationale und geopolitische Perspektiven

Es ist leicht einzusehen, dass die ersten Reaktionen der Wirtschaft zum BREXIT-Votum von den Finanzmärkten kommen, wo ja veränderte Erwartungen eine wichtige Rolle für die Preisbildung spielen. Die massive Abwertung des Pfund Sterling nach dem 23. Juni 21016 wird kaum jemanden überraschen. Eine im ersten Halbjahr 2016 gute britische Konjunktur wird nun abgebremst.

Paul J. J. Welfens

3. Bewertung der Risiken

Die Bewertung der Risiken stellt einen weiteren wichtigen Schritt im Risikomanagementkreislauf dar und stellt die meisten Leasinggesellschaften vor eine große Herausforderung. So ist es regelmäßig das Ziel, die Risiken hinsichtlich ihres Gefährdungs- bzw. Verlustpotenzials in eine Rangordnung zu bringen.Die Bewertung der Risiken wird häufig mit der Quantifizierung der Risiken gleichgestellt. Bei der Quantifizierung geht es vornehmlich darum, die Risiken und risikobeeinflussenden Parameter mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit und einer Bewertung für den Schadenseintritt zu versehen. Diese Bewertung kann quantitativ, beispielsweise in Geldeinheiten, oder auch qualitativ erfolgen (etwa mit einer Klassifizierung in gering, mittel, hoch, existenzbedrohend).Das Ziel der Risikobewertung ist es, die Risiken einer Leasinggesellschaft zu priorisieren und damit hinsichtlich ihres Gefährdungspotenzials in eine Rangordnung zu bringen. Vielfach werden diese Informationen in einem anschließenden Schritt übersichtlich aufbereitet und den Entscheidungsträgern über das Risikoreporting zur Verfügung gestellt. Die Informationen bieten damit die Basis für unternehmerische Entscheidungen.

Christian Glaser

4. Steuerung der Risiken

Die Steuerung der Risiken nimmt eine Schlüsselrolle im gesamten Risikomanagementprozess einer Leasinggesellschaft ein. So ist es die Aufgabe der Risikosteuerung, die in der Risikoanalyse ermittelten und bewerteten Risikopositionen des Unternehmens aktiv zu beeinflussen, beispielsweise unter der Prämisse der Risikobegrenzung oder dem Erreichen eines gewünschten Chancen-Risiken-Verhältnisses. Des Weiteren fallen hierunter geeignete Maßnahmen zur Risikobewältigung.Die Risikoneigung wird regelmäßig in der Risikostrategie verankert. Hier wird unter anderem festgelegt, welche Risikohöhe maximal tolerierbar ist, welche Kapitalbestandteile im Rahmen der Risikotragfähigkeit als Risikodeckungspotenzial herangezogen werden sollen, aber auch, ab welcher Höhe zusätzliche Absicherungen anzustreben sind oder wie konkret ein Limitsystem zur Begrenzung der eingegangenen Risiken auszusehen hat.Die meisten aktiven Maßnahmen zur Risikosteuerung werden regelmäßig unter dem Begriff „Risk Mitigation“ subsumiert und zielen auf eine Verringerung oder eine gänzliche Ausschaltung der Eintrittswahrscheinlichkeiten und eine Begrenzung des Ausmaßes der Risiken ab. Außerdem werden die Kosten der beabsichtigten Maßnahmen ins Verhältnis zum dadurch erzielten Nutzen, speziell unter Berücksichtigung der vorgegebenen Risikostrategie des Unternehmens, gesetzt. Da Risiken nur selten vollständig ausgeschaltet werden können, ist es die Hauptaufgabe der Risikosteuerung, das Risiko zu optimieren und weniger das Risiko komplett zu eliminieren.

Christian Glaser

Risikogerechte Bewertung und Erfolgswahrscheinlichkeit von Restrukturierungsstrategien

Für Krisendiagnose (Krisenfrühwarnsystem) und auch die risikogerechte Bewertung von Restrukturierungs- und Sanierungsstrategien sind Methoden verfügbar, die Strategie, operative Planung und Risikoanalyse (sowie Risikoaggregation) verbinden.Bei einer risikogerechten Bewertung sind Unternehmenswert und Kapitalkostensatz ausgehend von den (aggregierten) Ertragsrisiken abzuleiten – ein Rückgriff auf historische Kapitalmarktdaten (wie bei CAPM) ist bei diesem Verfahren nicht erforderlich und nicht sachgerecht.Dabei wird die operative Planung verbunden mit denjenigen Chancen und Gefahren (Risiken), die Planabweichungen auslösen können, um mittels Simulation eine realistische Bandbreite der zukünftig zu erwartenden Entwicklung der Cashflows anzugeben. Dies erlaubt die transparente Ableitung der „Sanierungserfolgswahrscheinlichkeit“ und des Wertbeitrags in Abhängigkeit der Strategievarianten („Sanierungswertbeitrag im IDW S 6“).

Werner Gleißner

Loan-to-Control als Strukturalternative des Praxisgebietes Distressed Mergers and Acquisitions

Zugleich ein Beitrag zum Debt Aktivismus in Deutschland

„Loan-to-Own“, „Loan-to-Control“ oder auch „Credit Buyout“ ist eine alternative Erwerbsform von angeschlagenen Zielgesellschaften vor oder in der Insolvenz durch gezielten Erwerb von Kredit- und/oder Anleiheforderungen (unter pari) oder Ausreichen von Darlehen (mit starken Konversionsrechten zur Wandlung in Eigenkapital für den Fall der Nichtbedienung) zur Sicherstellung der Liquidität und Überlebensfähigkeit einer Zielgesellschaft mit dem Ziel des Kontrollerwerbs an der Zielgesellschaft. Ausgangspunkt ist die Distress-for-Control Strategie, deren Umsetzung eine nachhaltige Positionsbildung (Debt Stock) voraussetzt. Weitere Elemente sind neben möglichem Ausreichen von Fresh Money die Konversion von Fremd- in neues Eigenkapital durch (i) Erwerb der Gesellschaftsanteile nach der Verwertung verpfändeter Gesellschaftsanteile im Rahmen einer notariellen Versteigerung durch Share Pledge Enforcement, bzw. durch (ii) freihändigen Verkauf, oder (iii) Debt – Equity Swap, jeweils flankiert durch eine (iv) mögliche Beteiligung an neuem Equity durch bilateral verhandelte Privatplatzierung oder an einer Sanierungskapitalerhöhung. „Loan-to-Control“ ist eine alternative (integrierte) M&A Erwerbsform und gerade keine weitere Restrukturierungsmethode.

Ami de Chapeaurouge, Till Hafner

CSR-Markenführung im B-to-B-Umfeld – Modell und Fallbeispiele

Immer mehr Anbieter auch in B‐to‐B‐Märkten sehen Nachhaltigkeitsthemen als strategische Wettbewerbsvorteile. Corporate Social Responsibility (CSR) spielt in diesem Kontext eine zentrale Rolle. Besondere Durchschlagskraft erhält das Konzept, wenn es gelingt, CSR‐Aspekte glaubwürdig und differenzierend im Rahmen der B‐to‐B‐Markenführung zu vermitteln. Allerdings sind wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema noch dünn und teilweise widersprüchlich. Auf der Basis einer Analyse der Literatur und der Besonderheiten des B‐to‐B‐Marketings überträgt dieser Beitrag ein von den Autoren entwickeltes holistisches Modell zur Führung von CSR‐Marken auf den B‐to‐B‐Bereich und erläutert dieses mithilfe von kurzen Markentelegrammen.

Prof. Dr. Carsten Baumgarth, Prof. Dr. Lars Binckebanck

3. Welche Faktoren fördern bzw. behindern die Entwicklung von Resilienz?

„Wer nicht nach vorne schaut, bleibt hinten!“ (Russisches Sprichwort)

Geht es um die Bedingungen der Standfestigkeit von Gebäuden, sind Statiker gefordert. Sie errechnen dann aufgrund der konkreten Bodenbeschaffenheit, Nutzungsart, Bauhöhe und Wettereinwirkungen, wie viel Stahl in welche Betonqualität mit welchen Wandstärken zu packen ist, damit das Vorhaben gelingt. Besonders bei sehr hohen Gebäuden und/oder unsicheren Bodenverhältnissen müssen Bauleitung und Handwerker in größter Sorgfalt auf die Umsetzung der technischen Vorgaben achten. Ergänzend ist zur Erreichung eines guten Nutzungszustands zu berücksichtigen, dass sich das Bauwerk durch die Sonne nicht zu stark aufwärmt bzw. bei Kälte zu stark abkühlt und die Erosions‐Prozesse eines aggressiven Klimas soweit wie möglich begrenzt werden.

So, wie für stabile Bauwerke Körbe, Matten, Stützpfeiler und Binder eingesetzt werden, so benötigen Babys für eine gute Entwicklung einen schützenden Hort (Korb), tragfähige Matten, sie stützende Rahmenbedingungen und eine gute Ver-Bindung zu ihren Eltern. Anstelle von Statikern sind dann Psychologen, Ärzte, Biologen – oft unter Einbeziehung soziologischer und anthropologischer Forschungen – und Hirnforscher gefordert.

Dr. Albert Wunsch

5. Neue fortschrittliche Ansätze für Leichtwasserreaktoren

Kap. 5 berichtet über die Planungen und Entwicklungen neuer fortschrittlicher Leichtwasserreaktoren nachdem Anfang der 1980er Jahre eine lange anhaltende Unterbrechung des Kernenergieausbaus in den westlichen Industriestaaten eingetreten war. Neben den in den USA und in Asien evolutionär erfolgreich weiterentwickelten Baulinien, die erhöhte Ansprüche an Wirtschaftlichkeit und Sicherheit erfüllen, wird insbesondere das deutsch-französische Projekt EPR (European Pressurized Water Reactor) beschrieben, bei dem weitreichende Sicherheitsanforderungen umgesetzt werden.

Paul Laufs

7. Der Rückbau von Kernkraftwerken und die Entsorgung radioaktiver Abfälle

Abschn. 7.1 behandelt die Stilllegung, den Sicheren Einschluss und den Rückbau kerntechnischer Anlagen und zeigt insbesondere am Beispiel des Kernkraftwerks Obrigheim die in der Praxis zu lösenden Fragestellungen auf. Die Neuordnung der Kosten- und Haftungsregelungen zwischen Versorgungswirtschaft und Staat wird aufgezeigt für die Verwahrung und Konditionierung der beim Rückbau anfallenden radioaktiven Abfälle einschließlich der abgebrannten Brennelemente, deren Verpackung, Zwischenlagerung und Transport zu staatlichen Endlagern sowie die Bereitstellung dieser Endlager.Abschn. 7.2 beleuchtet die geologischen und technischen Probleme der Bereitstellung sehr langfristig sicherer Endlager für schwach-, mittel- und hochradioaktive Abfälle. Die im Ausland verfolgten Konzepte werden dargestellt. Die außergewöhnlich umfangreichen deutschen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten werden gewürdigt. Eine ausführliche Betrachtung gilt den politischen Auseinandersetzungen um das Entsorgungsrecht, die Standortsuche und die Standorte Asse, Morsleben, Konrad und Gorleben.

Paul Laufs

Chapter 2. Flowing

“Everything is flowing,” said the Greek philosopher Heraclitus of Ephesus, over 2500 years ago. “You cannot step twice into the same river.” Heraclitus’s insight is a key one in understanding the economic and ecological systems within which we have to ask and answer the sustainability question. Even those things that seem unchanging or “in balance” are so because of a tradeoff of changes in different directions. In normal circumstances your blood does not seem to change much from day to day, and yet 100 million red blood cells are being replaced every minute!

John Roe, Russ deForest, Sara Jamshidi

Kapitel 3. Praxiserprobte Lösungen für Kompetenzprobleme

In diesem Kapitel zeigen wir praxiserprobte Lösungen für typische Kompetenzprobleme. Lesen Sie, wie zum Beispiel die Entwicklung einer Kompetenzstrategie, die Identifikation und Vernetzung wichtiger Experten, die kompetenzbasierte Besetzung von Teams, die Weitergabe von Kompetenzen über Generationen, die kompetenzbasierte Vergütung oder auch die individuelle Neuorientierung mit den geeigneten Instrumenten des Kompetenzmanagements effektiv bewältigt werden können.

Klaus North, Kai Reinhardt, Barbara Sieber-Suter

Open Access

Verwundbare Banken

Die Verflochtenheit der Banken über gegenseitige Kreditbeziehungen und über den Wertpapierhandel begünstigt das Entstehen systemischer Risiken. Werden Interbankenkredite notleidend, geraten andere Banken in Schwierigkeiten. Tätigen Banken umfangreiche Notverkäufe, kann dies einen Preisverfall auslösen und auch die Vermögenswerte anderer Institute reduzieren.

Michael Kogler

4. Schadensereignisse, extreme Tests und Unfälle in Reaktoranlagen, ihre öffentliche Wahrnehmung und ihre Folgen

Kap. 4 befasst sich mit vorgefallenen kerntechnischen Unfällen, den danach folgenden Risikodiskussionen und den rechtlichen und regulativen Konsequenzen, die sie auslösten. Neben den frühen Vorkommnissen in den USA, Kanada und Großbritannien mit ihren begrenzten Auswirkungen werden die schweren Unfälle Three Mile Island (USA, 1979), Tschernobyl (Sowjetunion, 1986) und Fukushima-Daiichi (Japan, 2011) eingehend beschrieben. Die Folgen dieser Ereignisse für die internationalen, insbesondere deutschen Anforderungen an Reaktoranlagen, die staatliche Organisation des wissenschaftlich-technischen Sachverstands und der Aufsicht sowie die Gerichtsverfahren zur Überprüfung der Schadensvorsorge bei konkreten kerntechnischen Vorhaben werden ausführlich erläutert.

Paul Laufs, Paul Laufs

Kapitel 3. Theoretische Grundlagen der Dividendenpolitik

Die Dividendenpolitik von Unternehmen beschäftigt die wirtschaftswissenschaftliche Literatur bereits über einen längeren Zeitraum und hat sich in unterschiedlichste Richtungen entwickelt. Zu einer der Kerntheorien gehört unter anderem die 1961von Modigliani und Miller etablierte Theorie der Irrelevanz von Dividenden.

Markus Meyer

Kapitel 4. Forschungsziel, Hypothesen und Methodik

In der Arbeit wurde bisher gezeigt, dass viele Studien den Einfluss von Informations- bzw. Datenqualität auf den Prüfungsprozess, insbesondere auf die Urteilsbildung sowie die Urteils- und Prüfungsqualität, untersuchen. Wie bereits in den vorhergegangenen Kapiteln gezeigt, werden häufig Komplexitätsbetrachtungen durchgeführt, d.h. die Informations- bzw. Datenqualität wird rein anhand der Komplexität bzw. an reinen Komplexitätsdimensionen, beurteilt und betrachtet.

Marco Haid

Empirische Befunde zu Migrationsvorstellungen

Im Zentrum der folgenden Betrachtungen stehen empirische Befunde zu Migrations- und Integrationsvorstellungen. Einleitend wird zunächst ein kurzer Abriss der Entwicklung der migrationspolitischen Bildung folgen, der als soziohistorischer Referenzrahmen für die dargestellten Studien dienen kann. Bei diesen handelt es sich zum einen um zwei eher qualitativ orientierte Studien zu Vorstellungen von Schülern aus den Jahren 2009 und 2015, zum anderen um eine im April 2017 erschienene quantitative Einstellungsstudie, die von Kantar Emnid im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchgeführt wurde. Letztere soll die Ergebnisse der Schülerstudie anhand von aktuellen Zahlen beleuchten. Ein abschließendes Fazit versucht, die aufgefächerte Problemlage zu bilanzieren und Handlungspotentiale für eine partizipative Politische Bildung aufzuzeigen.

Florian Fischer

1. Digitales Unternehmen im Gesundheitswesen – Harmonisierung von Markt- und Technologieprioritäten

Einhergehend mit der Digitalisierung des Gesundheitswesens stehen die involvierten Akteure und Institutionen vor der Herausforderung, diesem Handlungsimperativ unternehmerisch zu begegnen. Waren es in der Vergangenheit häufig pfadbestätigende Innovationen, die im Gesundheitswesen zu einer Verstetigung des kuratorischen Versorgungsparadigmas geführt haben, so ist für die Zukunft ein disruptiver Pfadbruch durch digitales Unternehmertum zu erwarten. Eine grundsolide Bestandsverwaltung führt im dynamischen Gesundheitswesen ebenso zu Wettbewerbsnachnachteilen wie die akribische Befolgung „erfolgsbewährter“ Managementroutinen. Vielmehr gefragt sind innovative Formen eines digitalen Unternehmertums, das Markt- und Technologieprioritäten vorteilschaffend synchronisiert. Therapien und Technologien sind in dieser Diktion als Mittel zum Zweck einer patientenzentrierten Nutzenstiftung zu sehen. Umgekehrt aber fehlt es Markt und Nachfragern oft am Urteilsvermögen und Vorstellungskraft, um unternehmerische Gestaltungspotenziale im Gesundheitswesen zu antizipieren.

Christoph Rasche, Andrea Braun von Reinersdorff, Bianka Knoblach, Dietmar Fink

Corporate Governance bei Banken: Opazität, Regulierung und Arbitrage

Carl-Christian Freidank hat im Rahmen seines wissenschaftlichen Wirkens zahlreiche Publikationen zur Corporate Governance veröffentlicht und dabei durchaus auch einen Blick auf das (nicht nur hamburgische) Bankwesen geworfen. Der Verfasser hatte das Vergnügen, mehrere Publikationen gemeinsam mit Carl-Christian Freidank auf den Weg zu bringen und begleitete ihn darüber hinaus langjährig in der Lehre an der Universität Hamburg. Vor allem seine rigorosen, nicht nachlassenden Ansprüche an Qualität und sein Zuspruch im Zuge der Habilitation des Verfassers bleiben diesem unvergessen.

Karsten Paetzmann

Donald Trump und Twitter

Soziale Netzwerke als Mittel der politischen Kommunikation

Kaum ein Tag vergeht, an dem Donald Trump nicht twittert. Er bedient nicht nur seinen persönlichen Account @realDonaldTrump, sondern bespielt seit Übernahme der Amtsgeschäfte von seinem Vorgänger Barack Obama auch den offiziellen Twitter Account des US-Präsidenten @POTUS. Der Account @realDonaldTrump scheint mit 36,5 Mio. Followern jedoch deutlich interessanter zu sein als POTUS, der es auf lediglich 20 Mio.

Axel Heck

User-Generated (Dis)Content

Eine Literatursynopse zur Nutzung der Kommentarfunktion auf Nachrichtensites im Internet

Nutzerkommentare machen Publikumsreaktionen auf und Anschlusskommunikation über journalistische Inhalte öffentlich und gelten als eine der am häufigsten genutzten Formen von Leserbeteiligung am Journalismus. Aufgrund ihrer Popularität, ihrer kontroversen Natur und den Herausforderungen, die mit der Implementierung einer Kommentarfunktion auf Nachrichtensites im Internet entstehen, werden Nutzerkommentare inzwischen von vielen Forscherinnen und Forschern untersucht. Der Beitrag liefert einen systematischen Überblick über Studien im Bereich der Journalismusforschung, der Nutzer- und Nutzungsforschung sowie der Medieninhalts- und Medienwirkungsforschung. Durch diesen integrativen Überblick soll der Gegenstand systematisch durchleuchtet und ein großer Teil des verfügbaren Literaturkorpus synthetisiert werden, um Diskussionen in Wissenschaft und Medienöffentlichkeit ein theoretisches und empirisches Fundament zu geben, Forschungslücken zu identifizieren und künftige Projekte in diesem Bereich anzustoßen.

Nina Springer, Anna Sophie Kümpel

§ 3 Haltung statt „Führungsstil“

Was Mitarbeiter wirklich wollen

Warum Sie ohnehin nicht aus Ihrer Haut können und was das für Ihre Führung bedeutet – Das Wichtigste: Sicherheit geben – Äußere und innere Haltung: Was strahlen Sie aus? – Das richtige Auftreten in Krisensituationen – Die Stärken der Mitarbeiter erkennen – Jede Führungskraft hat die Mitarbeiter, die sie verdient – Recruiting: Die Tücken des Bauchgefühls – Fazit: Das Führungsgesetz „Haltung“ – Matrix: Führen durch Haltung

Ralf Gasche

Kapitel 5. China – Der Tanz mit dem roten Drachen

Trotz leicht abnehmender Wachstumszahlen ist China nach wie vor in einem enormen wirtschaftlichen Aufschwung begriffen. In den globalen Rankings zur Wirtschaftsleistung belegt das Land mittlerweile regelmäßig einen der vordersten Plätze und auch in anderen Bereichen demonstriert das Land seine Rückkehr auf die Weltbühne. Eine rasant wachsende Mittelschicht treibt diesen Aufschwung des bevölkerungsreichsten BRIC-Staates weiter an. Doch mit Blick auf die veränderte Einkommensstruktur, die Demografie und das gleichermaßen kollektivistische wie materialistische Wertesystem hält dieses Wachstum für Marketingstrategen einige Herausforderungen bereit. Dieses Kapitel erkundet deshalb die entscheidenden Einflussfaktoren auf das chinesische Konsumverhalten, das vor allem durch die in China traditionell sehr starke Rolle der Familie und andererseits dem Wunsch, sich der Welt zu öffnen, vorgeprägt ist.

Niklas Schaffmeister, Florian Haller

Kapitel 3. Die bankenaufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen – Liquiditätsdeckungsanforderungen zur Begrenzung der Übernahme von Liquiditätsrisiken

Der Begriff „Liquidität“ wird unterschiedlich verwendet, je nachdem, ob auf Vermögensobjekte oder auf Wirtschaftssubjekte Bezug genommen wird. In der objektbezogenen Perspektive bezeichnet er die Eigenschaft der Vermögensgegenstände, mehr oder minder schnell in liquide Zahlungsmittel umgetauscht oder für Zahlungszwecke verwendet werden zu können (Geldnähe von Sach- und Finanzaktiva). In Verbindung mit Wirtschaftssubjekten (subjektbezogene Betrachtungsweise) ist unter dem Liquiditätsbegriff die Fähigkeit eines haftenden Rechtssubjekts zu verstehen, den fälligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit und vereinbarungsgemäß nachzukommen.

Julia Gimbel

Kapitel 8. Der Personalbeschaffungsprozess

Von der Personalbedarfsplanung bis zur Einstellung

Der erste Personalmanagementprozess dreht sich um die Beschaffung der Ressource Mitarbeiter. Der erste Schritt ist dabei die Planung der erforderlichen Personalkapazitäten in quantitativer, qualitativer, zeitlicher und räumlicher Hinsicht. Für den Beschaffungsprozess als solchen ist zunächst die Rolle des Marketingexperten zentral: Unter der Prämisse, dass Mitarbeiter als wichtigste Ressource einer Organisation gelten, es gleichzeitig immer weniger davon gibt und diese noch dazu immer unberechenbarer und illoyaler werden, gilt es, alles zu tun, was die Attraktivität der Unternehmung steigern könnte. Es geht darum, neue Mitarbeiter zu gewinnen und bestehende zu binden. Sowohl bei den entsprechenden Aktionen des internen und externen Personalmarketings als auch beim Auswahlprozess zur Ermittlung des optimalen Kandidaten und schließlich bei der Einstellung und Integration des neuen Mitarbeiters spielt die enge Zusammenarbeit zwischen den Personalexperten und den Führungskräften der Organisation die entscheidende Rolle.

Hermann Troger

Chapter 4. Die Politik der Bewältigung der Schuldenkrise im Euroraum

Die Schuldenkrise im Euroraum beginnt spätestens im Februar 2010 mit dem Eingeständnis Griechenlands, dass seine Defizitquote viel höher als zunächst angegeben liegt. Der Europäische Rat versichert, Griechenland notfalls mit Maßnahmen zur Sicherung der Finanzstabilität der Eurozone zu unterstützen. Ende März 2010 erklärt der Europäische Rat, falls Griechenland sich nicht ausreichend auf dem Kapitalmarkt finanzieren könne, bilaterale Kredite in Verbindung mit dem IWF zu gewähren.

Frank Pilz

6. Besondere Herausforderungen beim Derivateeinsatz

Das Kapitel „Besondere Herausforderungen beim Derivateeinsatz“ ist sowas wie der Beipackzettel für Derivate – umfangreich, wie das nun einmal bei Beipackzetteln so ist. Soweit nicht an anderer Stelle des Buchs bereits direkt adressiert, finden sich hier kompakt die gängigsten Risiken und Nebenwirkungen – kolportierte wie auch reale.Viele Herausforderungen resultieren aus den vielfach hervorgehobenen Annahmen, die der Modellierung innewohnen. Andere ergeben sich aus der Kapitalmarktrealität im Hinblick auf extreme oder irritierende Wertentwicklungen wie auch aus den organisatorischen Rahmenbedingungen. Es dreht sich um Probleme, die sich aus besonderen Marktbewegungen ergeben können, Besonderheiten in der Performance‐Analyse ebenso wie um die Beantwortung der Frage „Was mache ich eigentlich mit Optionen, wenn ich erst einmal eine Long‐ oder Short‐Position im Bestand habe?“. Breiten Raum nimmt auch die Besprechung von Vor‐ und Nachteilen der gängigsten exotischen Optionen ein.Mit am wichtigsten ist eine ausführliche Analyse der vielen Aspekte, die die öffentliche Wahrnehmung von Derivaten im Widerstreit zwischen Klischee und Realität prägen.

Thomas Bossert

Chapter 27. Prüfung der Risikokultur und der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells in Banken im SREP

Der SREP prüft ab 1.1.2016 die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells und die Risikokultur in Banken. Geschäftsleitungen und Prüfer stehen damit vor neuen Herausforderungen im Licht der EU Bankenunion. Mittelständische Banken müssen die Prüfer von der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells und der Angemessenheit der Risikokultur überzeugen, da die Aufsicht sonst die Kompetenz der Geschäftsleitung im obligatorischen Fit & Proper-Test anzweifeln und bei zu großen Risiken Frühinterventionsmaßnahmen starten muss. Bei gravierenden Mängeln muss die Aufsicht abschreckende Sanktionen einleiten.

Stefan Zeranski, Franziska Nocke

Chapter 2. Grundlagen im Bereich der operationellen Risiken

In der betriebswirtschaftlichen Literatur liegt keine allgemeine und einheitliche Definition des Begriffs „Risiko“ vor. Risiken umschreiben die mögliche Abweichung eines zukünftigen Werts von einem erwarteten oder geplanten Wert. Eine solche Abweichung kann grundsätzlich in zwei Richtungen erfolgen.

Sabrina Kiszka

Chapter 9. Steuerstundungsmodelle und vorteilhafte Gestaltungen zur Senkung Ihrer Steuerschuld

In diesem Kapitel werden unter 9.1 steuersparende Kapitalanlagen in Form von sogenannten Steuerstundungsmodellen und Investments nach der Definition des § 15b in Verbindung mit § 52 Abs. 25 EStG dargestellt. Dabei werden beispielsweise Erwerbermodelle und geschlossene Fonds (neu: Alternative Investmentfonds), wie Schiffsfonds, besprochen.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Chapter 5. Termingeschäfte: Auch für private Investoren sinnvoll?

Einerseits ein Teufelszeug für Spekulanten, andererseits ein bewährtes Instrument der Absicherung von eingegangenen Engagements aus dem Kundengeschäft oder dem Eigenhandel: Optionen, Futures und vielerlei vielfältige innovative Kombinationen, die unter dem Oberbegriff Termingeschäfte, zunehmend auch unter dem Begriff Derivate, zusammengefasst werden. So wird im Wertpapierhandelsgesetz in § 2 Abs. 2 der Begriff Derivate als Oberbegriff für alle dort aufgeführten Termingeschäfte verwendet.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Chapter 8. Entwicklung des Zukunftsszenarios (Gas Game II)

In Kapitel 3 wurde aufgezeigt, dass die hohe Abhängigkeit der EU von russischem Erdgas eine stete Quelle von Auseinandersetzungen zwischen den EUMitgliedstaaten über die Ausgestaltung der europäischen Erdgasaußenpolitik war. Im vergangenen Jahrzehnt wurde diese Problematik insbesondere im Kontext der Pipelineprojekte Nord Stream, South Stream und Nabucco sowie der Gaskrisen 2006 und 2009 diskutiert. Im gegenwärtigen Jahrzehnt rückten der Ukraine-Konflikt (Abschnitt 7.1) und die mit diesem verbundene dritte russisch-ukrainische Gaskrise (Abschnitt 7.2.1) die Erdgasbeziehungen zwischen der EU und Russland wieder auf die politische Agenda.

Martina Grabau

Die Perspektiven deutscher Kreditinstitute unter dem Druck von Niedrigzinsen, Regulierung und Digitalisierung

Kreditinstitute müssen sich derzeit mit drei zentralen Problemfeldern beschäftigen. Die Zinsen befinden sich auf einem historisch niedrigen Niveau. Teilweise, wie z. B. in der Schweiz, in Dänemark oder in Deutschland; werden Negativzinsen gehandelt. Darüber hinaus sind die Zinsstrukturkurven extrem flach. Den Banken und Sparkassen fällt es schwerer denn je, Strukturbeiträge in angemessener Höhe zu erwirtschaften.

Michael Lister

Banken zwischen Regulierung und Digitalisierung – Geschäftsmodelle unter Stress

Banken befinden sich gegenwärtig inmitten einer Zeitenwende. Diese ist gekennzeichnet durch die Gleichzeitigkeit von massiven Regulierungsfolgen einerseits und immensen Herausforderungen an unser Geschäftsmodell andererseits. Die Regulatorik bremst uns, während unsere Kunden mehr Geschwindigkeit erwarten. Derweil favorisiert die Aufsicht zentral gesteuerte Modelle, obwohl dezentral organisierte Strukturen effizienter wären und erwiesenermaßen auch erfolgreich sind, wie die Genossenschaftliche FinanzGruppe zeigt.

Lars Hille

Chapter 35. Geldpolitik

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Finanzmarktinstitutionen und Vertrauensordnungen

Zur Notwendigkeit einer Kontrolle zweiter Ordnung

Bald neun Jahre sind vergangen, seitdem das globale Finanzsystem im Herbst 2008 im Zuge der Lehman-Insolvenz in eine existenzgefährdende Krise geriet. In analytischer Hinsicht markiert diese Zeitspanne eine Art „Zwischenzeit“. Obwohl die zum Krisenhöhepunkt bestehende akute Systemgefährdung mittlerweile durch staatliche Interventionen weitgehend überwunden scheint, ist der zeitliche Abstand dennoch zu gering, um Effekte und mögliche Erfolge der eingeleiteten Krisenreaktionen und Regulationsmaßnahmen einer abschließenden Bewertung zu unterziehen.

Jan Fleck, Rolf von Lüde

Chapter 10. Immobilien zwischen Inflation und Deflation: Inflation Risk Management

Die Wirtschaftsgeschichte Deutschlands weist Phasen der Inflation, der Hyperinflation, der Deflation sowie der Währungsreformen auf. Diese historische Entwicklung hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer besonderen Sensibilität für die Bedeutung der Geldwertstabilität geführt.

Bernhard Funk

Analysis on MET Value Due to the Relation Between Echocardiogram (ECG) Signal and Human Physical Activities

Electrocardiogram (ECG) signal provides a lot of information about the cardiac functions through its patterns displayed. Besides to use ECG for cardiovascular diseases diagnostic function, the use of ECG has extended to wider areas such as monitoring the performance of athletes, lie detections, human authentication, stresses and emotion measurement. Moreover, from the ECG signal, the heart rate (HR), heart rate variability (HRV) and R-R intervals can be obtained and relate these physiological response value with human physical activities. Thus, the using of an electrocardiogram (ECG) device or wearable ECG monitor to diagnose the heart condition for the training performance evaluation is desirable. The result is recorded and assessed by analyzer (prototype of this project) for diagnosis. This work employs the Metabolic Equivalent Task (MET) to perform the level of physiological activities from volunteers. Any deviation from target heart rate value indicate the current physiological condition proportional to result of training level (either achieved the target already or need to add more the intensity, load, and duration of training). Thus, this work will assess and evaluate the proposed physical activity performance based on the assessment of ECG signal during exercise.

Nabilah Ibrahim, Chai Win Ann, Suhaila Sari

Kapitel 4. Geschichten und ihre Gattungen – eine Liste an Genres

Geschichten müssen nicht immer ein „schweres“ Thema besitzen oder in der Realität stattfinden – auch nicht für Ihre beruflichen Absichten. Sie können stattdessen mit verschiedenen Gattungen (Genres) von Geschichten arbeiten und in diesem Kapitel finden Sie eine besondere Gruppierung von Genres abseits ihrer traditionellen Einordnung.

Oliver Grytzmann

Kapitel 1. Mobile Mediennutzung

Das Smartphone ist heute zum nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil unseres Alltags geworden. So besitzen zwei von drei Deutschen ein iPhone- oder Android-Gerät (Koch und Frees 2016) und nutzen dieses im Durchschnitt 108 min am Tag (BVDW 2016). Das Smartphone ist dabei das persönlichste aller Endgeräte und für viele seiner Nutzer längst zum wichtigsten Screen avanciert. Die Nutzung zeichnet sich dabei vor allem durch viele kurze und gezielte Sessions aus. Viele dieser sogenannten Mobile Moments sind dabei kontextbezogen und unterscheiden sich somit grundlegend von der stationären Onlinenutzung. Da das Smartphone seinen Nutzer über den gesamten Tag hinweg begleitet, ist es immer griffbereit und wird für ihn zum persönlichen Assistenten. Es bietet Zugriff auf eine Vielzahl an Apps, die Alltagsfunktionen übernehmen und mit der zunehmend vernetzten Welt interagieren. Besonders relevant sind für mobile Nutzer hierbei soziale Netzwerke und Messenger-Dienste, die eine orts- und zeitunabhängige Kommunikation mit Freunden, Kollegen und Unternehmen ermöglichen. Das Smartphone wird zur Recherche und zum tatsächlichen Kauf von Produkten eingesetzt und nimmt heute schon in allen Phasen der persönlichen Customer Journey eine wichtige Rolle ein.

Daniel Rieber

Öffnung der Hochschule durch die Implementierung von Anrechnungsverfahren

Aus den Erfahrungen des Projektes ‚MainCareer – Offene Hochschule‘ werden Empfehlungen zur nachhaltigen Verankerung von Anrechnungsverfahren in die Hochschulstrukturen abgeleitet. Dabei finden sowohl Faktoren auf operativer Ebene als auch themenspezifische Aspekte, wie die Ausgestaltung von Kooperationen mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem sekundären Bildungsbereich Berücksichtigung. Über die Implementierung der Anrechnungsverfahren hinaus besteht eine weitere Notwendigkeit darin, das Thema Anrechnung in der gesamten Hochschule zu positionieren.

Lisa Luft, Nadine Schuler, Angela Braun-Busse, Hans Ambach, Melanie Schmidt, Anja Kohlesch

Kapitel 4. Der „Stresstest“ für die Wettbewerbsfähigkeit: Systematische PotenzialanalysePotenzialanalyse mit Reifegradmodellen

Klein, intuitiv, chaotisch und leidenschaftlich fängt alles an. Und wenn es erfolgreich läuft, kann sich die Organisation zu einem etablierten, professionell und verantwortungsbewusst geführten Unternehmen entwickeln. Aber was zeichnet exzellente Unternehmen aus, und wie sieht der Weg dorthin aus? Wie gelingt es, Improvisation und Wildwuchs durch effiziente Strukturen und Abläufe zu ersetzen, ohne zu sehr an Dynamik und Flexibilität zu verlieren? Wie erkennen Manager, an welchen Stellschrauben sie drehen müssen, um die Leistungsfähigkeit des Unternehmens, die Strukturen und Prozesse der Organisation so zu verbessern, dass sie langfristig wettbewerbsfähig bleiben? Die Autoren Schmutte und Niermann stellen mit dem Exzellenzmodell der EFQM und dem von ihnen entwickelten Corporate Development Maturity Model (CDMM) zwei Reifegradmodelle vor, mit denen das Management eine Art „Stresstest“ ihres Unternehmens durchführen kann. Über eine systematische Potenzialanalyse ist das Management in der Lage, sich ein Bild über den aktuellen Stand der Unternehmensentwicklung zu verschaffen. Es erkennt, „wo wir gerade stehen, wohin der Weg führen kann und was wir dazu tun müssen“. Der betriebswirtschaftliche Nutzen ist frappierend. Studien zeigen, dass sich Unternehmen, die solche Modelle konsequent nutzen, um ein Vielfaches besser entwickeln als die Vergleichsgruppen.

Andre M. Schmutte, Peter F. -J. Niermann

Kapitel 26. Geschäftsprozessmanagement: Wertschöpfung für den Kunden mit BPR, Lean & Six Sigma

In manchen Unternehmen ist das mit den Abläufen so eine Sache. Sie funktionieren. Irgendwie. Weil die Mitarbeiter ihre Tätigkeiten kunstvoll im Griff haben und Produkte und Dienstleistungen in ausreichend hoher Qualität für ausreichend viele Kunden erstellen. Aber spätestens wenn der Druck von außen zunimmt, wenn Kunden neue Ansprüche stellen oder Konkurrenzprodukte den Wettbewerb anheizen, zeigt sich, ob das Unternehmen transparent und flexibel genug ist, um auf die Veränderungen zu reagieren. Oder ob man im Blindflug unterwegs ist und nicht weiß, wo man drehen muss, um die Strukturen und Abläufe an die neuen Anforderungen des Marktes anzupassen. Andre Schmutte zeigt, was ein integriertes Geschäftsprozessmanagement auszeichnet, wie Unternehmen ihre erfolgskritischen Prozesse identifizieren können und er stellt mit Business Process Reengineering, Lean Management und Six Sigma die wichtigsten Methoden zur Prozessoptimierung vor.

Andre M. Schmutte

Dienstleistungen 4.0 – Erscheinungsformen, Transformationsprozesse und Managementimplikationen

Als eine der frühen Arbeiten zum Einsatz von Technologien in der Dienstleistungsbranche gilt Levitt´s Aufsatz (Levitt 1976) über die Industrialisierung von Dienstleistungen. Darin wird die These aufgestellt, dass sich durch den Einsatz von Technologien bei Dienstleistungen und einer damit bewirkten Serviceautomatisierung der Unternehmenserfolg steigern lässt. Konkret lassen sich nach Levitt durch die Serviceindustrialisierung unter der Bedingung von industriellen Organisationsprinzipien (z. B. Arbeitsteilung) und einem hohen Kapitalbedarf eine höhere Effizienz, geringere Kosten und eine höhere Kundenzufriedenheit erreichen.

Manfred Bruhn, Karsten Hadwich

Dienstleistungen 4.0 – Erscheinungsformen, Transformationsprozesse und Managementimplikationen

Als eine der frühen Arbeiten zum Einsatz von Technologien in der Dienstleistungsbranche gilt Levitt´s Aufsatz (Levitt 1976) über die Industrialisierung von Dienstleistungen. Darin wird die These aufgestellt, dass sich durch den Einsatz von Technologien bei Dienstleistungen und einer damit bewirkten Serviceautomatisierung der Unternehmenserfolg steigern lässt. Konkret lassen sich nach Levitt durch die Serviceindustrialisierung unter der Bedingung von industriellen Organisationsprinzipien (z. B. Arbeitsteilung) und einem hohen Kapitalbedarf eine höhere Effizienz, geringere Kosten und eine höhere Kundenzufriedenheit erreichen.

Manfred Bruhn, Karsten Hadwich

1. Die Arbeitswelt 4.0 kompetent gestalten

Strategien zur Stärkung von Industrie-4.0-Unternehmen lassen sich auf alle Branchen übertragen. Die Merkmale sind: Komplexität, Investitionskosten, Wissenszuwachs, Digitalisierung, Wandel, Risiken. Sie stellen hohe und neue Anforderungen an Führung, Experten und Hochqualifizierte. Die Arbeitswelt 4.0 wird durch fünf Beispiele illustriert: SCM, ICT, Banking, Governance und Workspace. Die digitale Strategie wird durch das Management-Tool Strategie 4.0 konkretisiert mit sieben Erfolgsfaktoren oder Organisationskompetenzen: Leadership, Teamleistung, Produktivität, Innovation by Design for Value, rationale Denkprozesse, Kompetenzen und Stärken. Außerdem wird die Umsetzungskompetenz berücksichtigt. Soll- und Ist-Zustand werden erfasst, in der Gap-Analyse dargestellt und im Strategie-4.0-Index ausgedrückt. Wissen fußt auf Messen: Der Index hilft, Handlungsprioritäten zu erkennen. Es werden beispielhaft viele neue Möglichkeiten für die Praxis gezeigt: Wo und wie müssen wir innovativ besser werden, um zu den Besten zu gehören? http://digitalstrategie4.com/

Arnulf D. Schircks

Reaktionen auf die Krise: Geld, Gier und Gehälter

Die Ideologien und Anschauungen zum Geldsystem, mit denen dessen Funktionieren gesichert wird (II.), bestimmen auch die Mechanismen der Krisenbewältigung. Geld ist nur eine zirkulationsfähige vom Staat zugelassene quantifizierbare Forderung. Als Ausdruck der Kooperation wächst und schrumpft es mit der wirtschaftlichen Produktivität.

Udo Reifner

S

Sachkundeprüfung – 1. Begriff: Prüfung der Sachkunde von Versicherungs- und Finanzvermittlern bzw.

Fred Wagner

M

M&A – Abk. für → Mergers and Acquisitions.

Fred Wagner

Normen

Außenpolitik setzt sich aus vielen Komponenten zusammen. Interessen und Institutionen, Personen und Entscheidungsprozesse – und alles dies wird durch Normen grundiert. Historische Erfahrungen, bewährte Orientierungen, Konzepte des Wünschbaren erhalten eine gemeinsame Verdichtung im normativen Gefüge, das die Politik trägt. Dieser allgemeine Befund gilt in besonders markanter Weise für die USA. Die vielschichtige Einwanderungsgesellschaft bedarf besonders dringlich der normativen Identität, als Halt und Stabilitätsfaktor. Im Grunde ist Amerika als eine normative Idee zu begreifen. Also stellt sich die Frage, welche Normen die amerikanische Außenpolitik tragen. Der Inhalt lässt sich im Kern als liberal und individualistisch, als egalitär und anti-etatistisch beschreiben. Von Generation zu Generation wird jedoch mit unterschiedlicher Intensität an diese Ideale geglaubt. Die normative Identität amerikanischer Außenpolitik begrenzt der Sorgehorizont der Ideale nicht auf das amerikanische Territorium. Die USA begrüßen die Geltung dieser Ideale weltweit.

Werner Weidenfeld

Kapitel 11. Sie suchen einen Wachstumsmotor? – Schauen Sie in den Spiegel!

Wir haben uns hinreichend intensiv mit den Fragen der internen Wachstumsbremsen Ihrer Organisation auseinandergesetzt. Eine der wichtigsten Fragen jedoch ist, welchen Beitrag Sie, der Vorstandsvorsitzende, die Geschäftsführerin, der Unternehmer, die Divisionsleiterin, zum Wachstum Ihres Unternehmens leisten – und wo möglicherweise persönliche Bremsen zu lösen sind. Wenn Sie nur ein Kapitel in diesem Buch lesen können oder möchten, dann lesen Sie dieses.

Guido Quelle

Qualität im wirtschaftspolitischen Journalismus im ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus

Das Wirtschaftsmagazin Plusminus der ARD betrachtet große wirtschaftspolitische Themen ebenso wie alltägliche Vorgänge. Die Produktion der Fernsehsendung unterliegt einem umfangreichen Qualitätsmanagement, das alle Arbeitsstufen des redaktionellen Produktionsprozesses umfasst. Der Beitrag stellt diese Stufen dar und erläutert, wie Qualität bei der Themenauswahl, Recherche, Wahl der Darstellungsform, Abnahme, Endfertigung, Auswertung und beim Fehlermanagement gesichert wird und welche Gefahren bestehen. Die Auswirkungen der Finanzkrise werden im Hinblick auf die Themenwahl des Magazins beschrieben.

Michael Grytz

Kapitel 4: Rechtsregime

Johanna Elisabeth Dickschen

Kapitel 1: Grundlagen

Johanna Elisabeth Dickschen

Chapter 5. Chroniken der Finanzkrise

Wegen der kaum übersichtlichen Menge der Texte, die sich mit dem Thema der Finanzkrise beschäftigen, sowie wegen der langen Fortdauer dieses medialen Diskurses – sechs Jahre mit beinahe tagtäglichen Berichten bei jedem Nachrichtenanbieter –, bieten online-Magazine oft eine Zusammenfassung, die den Verlauf der Krise als Abfolge zusammenhängender Ereignisse komprimiert und übersichtlich darstellt. Das Medienformat, das dazu verwendet wird, ist die so genannte online-Chronik, welche prägnant die wichtigsten Informationen aus dem reichen Angebot an bestehenden Texten bündelt.

Jan Krasni

16. Die Implementierung/Einführung der Lösung

Dass Anbieter in der Vergangenheit erfolgreich, national oder international und bei ähnlichen Unternehmen deren Lösung implementiert haben, muss nicht bedeuten, dass dies auch in Ihrem Fall so ist. Deswegen ist es sehr wichtig, dass ein Implementierungsprozess besteht, der durch das komplette Einführungsprojekt leitet und die Zeit nach dem Go Live auch nicht außer Acht lässt.

Christoph Groß, Roland Pfennig

Chapter 3. Risiko und Entscheidungsverhalten im Prüfungskontext

Im folgenden Kapitel wird das Entscheidungsverhalten unter Risiko sowie die Rolle von Risiko im Prüfungskontext beschrieben. Zuerst erfolgt die Definition von Risiko, daran anschließend wird dargestellt, wie Entscheidungen entsprechend der Annahmen der Entscheidungstheorie getroffen werden. Dann werden die Erkenntnisse der Entscheidungstheorie auf den Prüfungskontext angewendet.

Sabine Maria Graschitz

Chapter 3. Entwicklungswerkzeuge des Thermomanagements

In diesem Abschnitt werden die im Rahmen dieser Arbeit verwendeten Messtechniken und Simulationswerkzeuge erläutert. Für eine ausführliche Beschreibung der Methoden und Programme wird auf die jeweiligen Literaturangaben verwiesen.

Nikolaos Karras

Chapter 3. Kraftwerke, Technologien und Kosten

In diesem Kapitel werden die verschiedenen Kraftwerkstechnologien nach dem Stand der Technik in einer kompakten Form beschrieben und ihre Kostenstrukturen berechnet und analysiert. Als Brennstoffe kommen in Deutschland trotz Bedenken hinsichtlich des Klimaschutzes weiterhin Braun-, Steinkohle und auch Erdgas in Betracht.

Panos Konstantin

Kapitel 9. Einordnung und Übersicht einschlägiger Normen, Konzepte und Verfahren im Gesundheitswesen

Dieses Kapitel gibt einen gesamtheitlichen Überblick in das Neue St. Galler Management-Modell (NSGMM), das in eine systemische und integrierende Sichtweise bei dem Aufbau von Managementsystemen und eine Synergie fördernde Integration verschiedener Systeme einführt,in tabellarischer Form als Kurzzusammenfassungen jeweils der aktuellsten Fassungen der im Buch beschriebenen Systeme und Verfahren im Bereich Qualitäts- und Risikomanagement,als komprimierte Aufbereitung von 12 weiteren, ausgewählten relevanten Managementsystemen (Umweltmanagement,…, Informationssicherheit,…, Energiemanagement) für eine Einordnung, Sensibilisierung und inhaltlichen Einstieg bzw. Vertiefung. Diese 12 Systemkapitel sind strukturell-methodisch symmetrisch aufgebaut und vermitteln im Wesentlichen einen Zugang in die Thematik und Bedeutung/Aktualität, die wichtigsten Begrifflichkeiten, Nutzen bzw. Vorteile und stellen das Managementsystem aus System- und Anwendungssicht dar. Sie enthalten jeweils abschließend eine Übersichts- und Supporttabelle u. a. mit praktischen Hinweisen zur Anwendung sowie wichtigen Quellen bzw. Hilfsmitteln. Mit einem derartigen Blick auf diese 12 Systeme – über den „Tellerrand des Gesundheitswesens“ hinaus – wird der Entscheidungsprozess des Managements und der Spezialisten für eine eventuelle Auswahl und Umsetzung ggf. relevanter Systeme im Spektrum von Orientierung ggf. bis zur Zertifizierung unterstützt. Diese ausführliche Zusammenstellung branchenübergreifender und tangierender Managementsysteme in einem QMRM-Fachbuch ermöglicht dem Leser eine Gesamtübersicht („Luftbildaufnahme“) mit Bezugnahme auf das Gesundheitswesen. Sie kann als Querschnitts- und Erstinformation in einem ersten Schritt das Studium einer Vielzahl einschlägiger Quellen der verschiedenen Managementsysteme oder Einzelberatungen reduzieren und somit die notwendige detaillierte und aktuelle, einrichtungsspezifische Aufbereitung auf ausgewählte Systeme konzentrieren sowieüber die wichtigsten Normen, Konzepte und Verfahren im Bereich Projektmanagement, die dem Leser fachliche und einsatzorientierte Informationen über die wesentlichsten nationalen bzw. internationalen Standards für eine strukturierte und effektive Projektarbeit vermittelt. Diese Ausführungen und Orientierungen unterstützen die Arbeit im Rahmen von Projekten, die im Gesundheitswesen für die Abwicklung komplexer, teilweise interdisziplinärer und einrichtungsübergreifender Aufgabenstellungen eine wichtige und oft zum Einsatz kommende Arbeitsweise darstellt.

Dr.-Ing., Dr.sc.oec. Peter Kuntsche, Dr. med. Kirstin Börchers

Grundsätze der Berücksichtigung des Liquiditätsrisikos im Rahmen der externen Berichterstattung

Grundlegende Aufgabe der Berichterstattung nach IFRS ist die Vermittlung von Informationen, die für die wirtschaftlichen Entscheidungen der Berichtsadressaten nützlich sind. Der Adressatenkreis eines IFRS-Abschlusses ist dabei weit gefasst: Er beinhaltet sowohl aktuelle als auch potentielle Investoren, Kreditgeber und andere Gläubiger; diese sollen die Informationen eines IFRS-Abschlusses für Entscheidungen zum Kauf, Verkauf oder Halten von Eigen- und Fremdkapitalinstrumenten nutzen können.

Michael Iselborn

Kapitel 1. Disruptive Geschäftsmodelle von FinTechs: Grundlagen, Trends und Strategieüberlegungen

Anhängern der FinTech-Gemeinde zufolge haben große Universalbanken und Versicherungskonzerne ihren Zenit überschritten – und dies nicht nur aufgrund der Finanzkrise 2008, der seitdem erhobenen Kritik an deren „Systemrelevanz“ und den damit verbundenen Belastungen für den Steuerzahler („too big to fail“).

Victor Tiberius, Christoph Rasche

Finanzaufsichtsrecht: Bestandsschutz und Verhaltenskontrolle

Obwohl die Finanzkrise als Überschuldungskrise der Verbraucher, Krise der Kreditqualität, der Immobilienpreise und des Euro in Erscheinung trat, hat sie die Politik vor allem als Bankenkrise beschäftigt. Stabile Banken, so scheinen es die Lehren aus den Bankenzusammenbrüchen von 1890 (Baring-Krise) und nach Schließung der Bankschalter am 13. 7. 1931 zu verheißen, sind die Lösung für die Stabilität des Geldsystems.

Udo Reifner

Kapitel 9. Niederlagen verarbeiten

„Alles halb so wild. Das wird schon wieder!“ Bestimmt haben Sie schon einmal diese innere Stimme gehört oder diese Aufmunterung erhalten, nachdem Sie eine Niederlage erlitten oder ein anderes niederschmetterndes Erlebnis hatten. Der Zuspruch ist gut gemeint, um Enttäuschungen zu verarbeiten und wieder neu starten zu können.

Michael Groß

9. Steuerstundungsmodelle und vorteilhafte Gestaltungen zur Senkung Ihrer Steuerschuld

In diesem Kapitel werden unter 9.1 steuersparende Kapitalanlagen in Form von sogenannten Steuerstundungsmodellen und Investments nach der Definition des § 15b in Verbindung mit § 52 Abs. 25 EStG dargestellt. Dabei werden beispielsweise Erwerbermodelle und geschlossene Fonds (neu: Alternative Fonds), wie Schiffsfonds, besprochen.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

5. Termingeschäfte: Auch für private Investoren sinnvoll?

Einerseits ein Teufelszeug für Spekulanten, andererseits ein bewährtes Instrument der Absicherung von eingegangenen Engagements aus dem Kundengeschäft oder dem Eigenhandel: Optionen, Futures und vielerlei vielfältige innovative Kombinationen, die unter dem Oberbegriff Termingeschäfte, zunehmend auch unter dem Begriff Derivate, zusammengefasst werden.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Kapitel 5. Management by Zeppelin – Methoden einer kulturbasierten Strategieentwicklung

Der nachfolgende Beitrag richtet sich an Vorstände, Geschäftsführer sowie Führungskräfte gleichermaßen – enthält er doch wertvolle Einblicke und praxiserprobte Beispiele einer erfolgreichen Unternehmensführung in den besonders relevanten Bereichen Strategie, Werte und Kultur. Es soll aufgezeigt werden, dass eine gute Unternehmenskultur nur dann nachhaltig etabliert werden kann, wenn alle Mitarbeiter sich mit Vision und Werten identifizieren und diese auch leben.Zunächst stellt der Beitrag der Austauschbarkeit vieler Unternehmenswerte das individuelle Kulturverständnis von Zeppelin und die dafür maßgeblichen „Grafensätze“ gegenüber. Dies erfolgt beispielhaft an 5 Grafensätzen, sowohl rückblickend auf deren historischen Hintergrund als auch bezogen auf das derzeit gültige Werteverständnis.Der darauf folgende Abschnitt verdeutlicht die Bedeutung der Unternehmenskultur für die Entwicklung einer erfolgreichen Unternehmensstrategie. Schwerpunktmäßig wird der Strategieentwicklungsprozess mit den dazu bei Zeppelin eingesetzten Methoden erläutert.Das Kapitel schließt mit der Fragestellung, ob sich Kultur messen lässt und wenn ja, wie. In diesem Kontext wird ein aktuelles Projekt zur Messung der Unternehmenskultur vorgestellt.

Peter Gerstmann

Kapitel 1. Digitaler Gesundheitswettbewerb: Strategien, Geschäftsmodelle, Kompetenzanforderungen

Die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft führt im Ergebnis zu einem hohen Veränderungsbedarf aus Sicht der involvierten Akteure. Diese müssen nunmehr mit Blick auf disruptive oder zumindest diskontinuierliche Schockwirkungen ihre Strategien, Geschäftsmodelle und Kompetenzprofile auf den Prüfstand stellen, um im digitalen Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können. Neben der Diskussion der Markt- und Wettbewerbsdynamik liegt der Fokus dieses Beitrags auf den Optionen eines strategischen Geschäftsmodellmanagements. An dieser Stelle wird die These vertreten, dass sich der Wettbewerb im Gesundheitswettbewerb zunehmend von der Endleistungsebene auf die holistische Ebene innovativer Geschäftsmodelle verlagert. Dies bedeutet nicht, dass der Therapie-, Technologie- oder Servicewettbewerb keine bedeutende Rolle mehr spielen wird. Ganz im Gegenteil: Geschäftsmodelle bilden das Fundament und Wurzelwerk einer komplexen Wertschöpfungsarchitektur, damit über exzellente Outcomes ein nutzenzentrierter Impact aus Kunden- und Patientensicht generiert werden kann. Schließlich werden Geschäftsmodelle einem Lackmustest unterzogen, weil nur wenige Geschäftsmodelle über das Potenzial verfügen, den Aufbau und die Verteidigung substanzieller Wettbewerbsvorteile zu unterstützen.

Christoph Rasche

Emotionales Analphabetentum im digitalen Zeitalter – Reich an Wissen, arm an Emotionen

Das Ziel des vorliegenden Artikels ist es, einen psychologischen Überblick über die Führungsdefizite emotionaler Analphabeten zu geben und die gesundheitlichen, sozialen und betriebswirtschaftlichen Auswirkungen im Kontext von Industrie 4.0. zu ergründen. Die immensen volkswirtschaftlichen Kosten von Disstress werden ebenso thematisiert wie das Scheitern komplexer Veränderungsprozesse durch Führungskräfte mit emotionalen und sozialen Defiziten. Hierbei wird auf die tragende Rolle des Personalbereichs für die Existenzsicherung und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen näher eingegangen. Die Basis der vorliegenden Ausführungen basieren auf meinen Beobachtungen und Erfahrungen als psychologischer Manager-Berater und Coach von Führungskräften. Der Autor erhofft sich, einen interdisziplinären Erfahrungsaustausch anzuregen und eine breite Debatte über die Zunahme von Arbeitsstress vor dem Hintergrund des technologischen Wandels anzustoßen.

Louis Lewitan

3. Internationale und geopolitische Perspektiven

Es ist leicht einzusehen, dass die ersten Reaktionen der Wirtschaft zum BREXIT-Votum von den Finanzmärkten kommen, wo ja veränderte Erwartungen eine wichtige Rolle für die Preisbildung spielen. Die massive Abwertung des Pfunds Sterling wird nach dem 23. Juni kaum jemanden überraschen. Eine im ersten Halbjahr 2016 gute britische Konjunktur wird nun abgebremst.

Paul J.J. Welfens

§ 54 Wertpapierhandelsgesetz

Das Gesetz über den Wertpapierhandel (Wertpapierhandelsgesetz – WpHG) wurde am 30.6.1994 als Art. 1 und Herzstück des Zweiten Finanzmarktförderungsgesetzes (BGBl. 1994 I, 1749); Neubekanntmachung v. 9.9.1998 (BGBl. 1998 I, 2708 zu der ab 1.8.1998 geltenden Fassung) verkündet. Es trat im Umfang seiner §§ 1 bis 3, 9 III, IV, 11 bis 14, 20, 38 und 41 am 1.8.1994, mit den sonstigen Neuregelungen am 1.1.1995 in Kraft (Lang, § 4 Rn. 1). Mit ihm brach eine neue Ära in der rechtlichen Ordnung des Kapitalmarkts an (Assmann/Schneider-Assmann, Einl. Rn. 1 ff. (12 ff.)).

Stefan Frisch

4. Risikokapital

Risikokapital ist das Kapital, das ein Versicherungsunternehmen stellt, um mögliche grössere Verluste zu überstehen. Das Risikokapital wird typischerweise mithilfe eines Risikomaßes bestimmt. Während Kapitel 2 hauptsächlich einen mathematischen Blickwinkel hatte, wird in diesem Kapitel eine eher ökonomische Sichtweise eingenommen. Das Konzept der Kapitalkosten wird ebenfalls eingeführt. Von einem ökonomischen Standpunkt ist das Risikokapital mit dem Wert der Kapitalanlagen und der Verpflichtungen verbunden. Die Bestimmung des Wertes der Verpflichtungen birgt Schwierigkeiten, da Versicherungsverpflichtungen typischerweise nicht in liquiden Märkten gehandelt werden. Wir geben einen allgemeinen Überblick über mehrere Ansätze zur Definition des Wertes der Verpflichtungen. Wir betrachten dann verschiedene Typen des Risikokapitals und geben einen Überblick darüber, wie Risikokapital in der Praxis berechnet werden könnte. Schließlich diskutieren wir im Detail die Berechnung des Risikokapitals für den Schweizer Solvenztest (SST) und für Solvency 2. Beide Methoden sind ökonomisch motiviert und stellen praktische Ansätze zur Berechnung des Risikokapitals dar.

Marcus Kriele, Jochen Wolf

§ 77 Kapitalanlegermusterverfahrensgesetz

Massenschäden sind ein Phänomen unserer modernen Gesellschaft (vgl. v. Bar, Gutachten A für den 62. DJT, A 9; Coester-Waltjen, FS Fikentscher, S. 249; Gabriel/Pirker-Hörmann- Klauser S. 14; Umbach/Dettling-Reuschle, S. 49). Massenproduktion, Massentransport sowie Verfahren der modernen Informationstechnologie führen im Falle von Störungen und Unfällen häufig zu einer Vielzahl von Geschädigten. Verfahrensrechtlich stellt sich oft die Frage, wie die Ansprüche der vielen Geschädigten so abgewickelt werden können, dass allzu zahlreiche, lange und kostenintensive Beweisaufnahmen vermieden werden. Möglichkeiten und Grenzen der Bündelung gleichgerichteter Interessen wurden bereits an anderer Stelle unter Berücksichtigung ökonomischer und rechtsvergleichender Erkenntnisse ausführlich dargestellt und sollen hier nur kurz für das Verständnis der Beteiligung im Musterverfahren vorgestellt werden.

Fabian Reuschle

V

Der Value-at-Risk ist ein insbesondere im Bankenumfeld weit verbreitetes Risikomaß zur Messung von Marktpreisrisiken. Er gibt den mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit maximal zu erwartenden Verlust für eine festgelegte Zeitspanne an. Im Leasinggeschäft wird mit dem Value-at-Risk insbesondere der mögliche Verlust durch Schwankungen beim Marktwert oder dem zugrunde liegenden Refi nanzierungszinssatz ermittelt.

Christian Glaser

Kompetenz – das große Versprechen

Ein Thema der Sozialen Arbeit, das sich wie wenig andere durch die Jahre und Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte durchhält – übrigens auch in der Theorie –, lautet: Soziale Arbeit ist nicht nur eine Frage des Wollens, sie ist auch eine Frage des Könnens. Hinter dieser Einfachheit verbergen sich vielfältige, ja komplizierte Erfahrungen und Einsichten sowohl in Bewältigungs- und Gestaltungsleistungen der AdressatInnen, in ihre Lebenskompetenz und in die der Unterstützenden, in ihre Helferkompetenz. Es sind Erfahrungen und Einsichten, die aus Beobachtungen gezogen und fachintern mündlich oder schriftlich weitergegeben wurden, und solche, die von außerhalb, von Dritten, von der Wissenschaft gemacht und bedacht wurden und werden. Zusammengefasst bedeuten sie: Der Wille zu unterstützen, zu helfen oder zu bilden kann ins Leere laufen, gar die gute Absicht ins schiere Gegenteil umkehren, wird dieser Wille nicht von Wissen begleitet und mit Können kombiniert.

Rainer Treptow

Chapter 11. Gute Banken – schlechte Banken

Warum und zu welchem Zweck gibt es Banken? In dieser oft gestellten Frage steckt bereits eine Wertung, wie auch in dieser Aussage Luhmanns: „Banken verdanken ihre Entstehung dem Zinsproblem“. Sind Banken also überflüssig oder parasitär? Und wenn, wie Luhmann behauptet, bereits deren Existenz auf einem Problem beruhe, würden dann die Banken verschwinden, wenn man das Problem beseitigen könne? „Der Mehrwert einer Bank ist für viele einfach nicht visibel“ beklagte sich ein Bankier Kummert gegenüber. Das habe zur Folge, dass Banken nur dann von der Öffentlichkeit wahrgenommen würden, wenn ihre Fehler und Probleme wieder mal Schlagzeilen machen.

Matthias Wühle

Der neue SREP-Ansatz der internationalen Bankenaufsicht: Fortschritt oder Rückschritt?

Michael Speth erklärt die mit dem SREP-Ansatz verbundenen Vor- und Nachteile für deutsche Kreditinstitute. Die europäische Umsetzung müsse Ungleichheiten möglichst ausschließen jedoch Proportionalität zulassen. Angesichts der Erwartung eines gestiegenen Prüfungsaufwands und höherer Kapitalanforderungen sollten die aufsichtlichen Prüfungen und Anfragen integriert erfolgen.

Michael Speth

Chapter 2. Polynomarithmetik

In Kap. 1 haben wir uns mit quadratischen Gleichungen befasst; in Kap. 3 wird es um Gleichungen gehen, die sich auf quadratische Gleichungen zurückführen lassen. Das dazu notwendige Handwerkszeug zum Umgang mit Polynomen, also Ausdrücken der Form.

Franz Lemmermeyer

4. Wert- und risikoorientierte Unternehmenssteuerung

In VU werden spezielle risikopolitische Instrumente eingesetzt, die in ihrer Gesamtheit die versicherungstechnischen Verfahren darstellen. Sie haben unter anderem das Ziel, den Risikoausgleich im Kollektiv und in der Zeit zu fördern und damit die Sicherheit des Versicherungsunternehmens zu gewährleisten. Beim Einsatz der risikopolitischen Instrumente sind jedoch auch die anderen übergeordneten Unternehmensziele, z. B. Gewinn und Wachstum, zu beachten.

Christian Möbius, Catherine Pallenberg

1. Grundlagen

Die Ungewissheit der Schäden bezüglich Eintrittszeitpunkt, Anzahl und Höhe ist die Existenzgrundlage der Versicherung. Durch Modellbildung wird das Risiko operationalisiert und besser kontrollierbar gemacht. Daher spielt die Mathematik im Produktdesign des Produkts Versicherungsschutz eine wichtige Rolle, um flexibel auf die Anforderungen des Marktes in geeignete neue Produkte reagieren zu können. Dieses Spezialgebiet der Mathematik ist in der Risikotheorie angesiedelt.

Christian Möbius, Catherine Pallenberg

Chapter 5. Methoden zur Messung von Systemrisiko

Was unter Systemrisiko zu verstehen ist, wurde bereits erläutert. Es stellt sich allerdings die Frage nach der Bemessung von Systemrisiko. Anders als beispielsweise bei Inflation, für welche Zentralbanken ein klares Preisstabilitätsziel formulieren und dessen Einhaltung sie messen können, ist Systemrisiko ein endogenes Risiko das von vielfältigen, zeitlich variablen Einflussfaktoren abhängt.

Jacob Kleinow
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