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Über dieses Buch

Wie tragen internationale Studierende und Alumni zur Entwicklung in ihren Herkunftsländern bei? Ist der Entwicklungseffekt am größten, wenn Studierende direkt nach Beendigung ihres Studiums wieder in ihre Herkunftsländer zurückkehren und sich dort vor Ort engagieren oder können sie die Entwicklung ihres Herkunftslandes auch unterstützen, wenn sie nach dem Studium im Ausland bleiben und sich mit ihrem Wissen und Kapital über transnationale Netzwerke in den Entwicklungsprozess ihres Herkunftslandes einbringen? Konkret wird diese Frage in dieser Open Access Publikation am Beispiel der Stipendien- und Alumniarbeit des Katholischen Akademischen Ausländer-Dienstes (KAAD) in fünf Ländern unterschiedlicher Entwicklungsregionen untersucht: Georgien, Ghana, Indonesien, Kolumbien und Palästina.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Open Access

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Der Katholische Akademische Ausländer-Dienst (KAAD) fördert seit nunmehr sechs Jahrzehnten Studien- und Forschungsaufenthalte von jungen, begabten Menschen aus Afrika, Asien, dem Nahen Osten sowie Lateinamerika in Deutschland. Die Idee für dieses Stipendienwerk geht auf Diskussionen auf dem deutschen Katholikentag im Jahr 1954 in Fulda zurück. Hier wurden vor dem Hintergrund der jüngsten Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs die ersten Überlegungen angestellt, eine Fördereinrichtung für Studierende aus sog. Entwicklungsländern (damals noch „Länder der Dritten Welt“) zu gründen.
Sascha Krannich, Uwe Hunger

Open Access

Kapitel 2. Untersuchungsdimensionen und methodisches Vorgehen

Zusammenfassung
Um das entwicklungsbezogene Engagement der KAAD-Studierenden bzw. Alumni vor diesem Hintergrund möglichst differenziert und umfassend zu untersuchen, wurde ein mehrdimensionales und multiperspektivisches Forschungsdesign entwickelt, das es ermöglichen sollte, die verschiedenen Faktoren und Dimensionen, die in diesem Prozess eine Rolle spielen, in den Blick zu nehmen und auch systematisch miteinander zu vergleichen. So macht es für das entwicklungsbezogene Engagement der Stipendiat*innen möglicherweise einen Unterschied, ob sie tatsächlich ins Herkunftsland zurückgekehrt sind oder nicht bzw. wie sie darüber denken. Um ihre Aktivitäten systematisch voneinander unterscheiden zu können, wurden in einem ersten Schritt grundsätzlich zwei Untersuchungsgruppen voneinander unterschieden: KAAD-Alumni, die in ihr Herkunftsland zurückgekehrt sind, und KAAD-Alumni, die nicht in ihr Herkunftsland zurückgegangen sind.
Sascha Krannich, Uwe Hunger

Open Access

Kapitel 3. Ergebnisse: Vor dem Studium

Zusammenfassung
Ein Ziel des KAAD ist es, möglichst viele Studierende aus finanziell benachteiligten Familien zu fördern, um ihnen einen sozialen Aufstieg durch Bildung zu ermöglichen und damit zu einer Bekämpfung der Armut in den Herkunftsländern beizutragen. In unserer Onlineumfrage gab fast die Hälfte der Alumni an, dass sie aus einer Familie der unteren Mittelschicht stammen (49,7 %), ein weiteres Viertel aus der oberen Mittelschicht (24,9 %), ca. 12 Prozent ordneten ihre Familie der Unterschicht und 2 Prozent der Oberschicht in ihren Herkunftsländern zu. In Ghana stammen besonders viele Alumni aus finanzschwachen Familien, die traditionsgemäß ihr Einkommen in der Landwirtschaft erzielen.
Sascha Krannich, Uwe Hunger

Open Access

Kapitel 4. Ergebnisse: Während des Studiums

Zusammenfassung
Wie gerade geschildert, müssen, bevor ein Studium in Deutschland aufgenommen werden darf, Grundkenntnisse in der deutschen Sprache nachgewiesen werden. Generell werden Deutschkenntnisse auf dem Sprachniveau von B2 verlangt. Deswegen bietet der KAAD seinen Stipendiat*innen einen Deutschkurs in Bonn an, den die Stipendiat*innen vor ihrem Studium absolvieren können.
Sascha Krannich, Uwe Hunger

Open Access

Kapitel 5. Ergebnisse: Nach dem Studium

Zusammenfassung
Spannend ist es zu sehen, welche Wege die (ehemaligen) Stipendiat*innen nach ihrem Studium gegangen sind. Sind sie nach Beendigung des Studiums in Deutschland in ihr Herkunftsland zurückgegangen oder sind sie in Deutschland geblieben bzw. in ein anderes Land weitergewandert? Die Feldforschungen in den fünf Untersuchungsländern haben vielfältige Antworten auf diese Frage zum Vorschein gebracht. Es ist deutlich geworden, dass (ehemalige) internationale Studierende in ganz vielfältiger Weise und in verschiedenen (Migrations-)Formen zur Entwicklung in ihren Herkunftsländern beitragen.
Sascha Krannich, Uwe Hunger

Open Access

Kapitel 6. Diskussion und Schlussfolgerungen

Zusammenfassung
Insgesamt hat die Studie ein großes Potenzial der internationalen Studierendenmigration und der Arbeit des KAAD in der Entwicklungszusammenarbeit zu Tage gefördert. Im Rahmen ihres entwicklungsbezogenen Wirkens können internationale Studierende vielfältige Funktionen ausüben. Der Wissens- und Ideentransfer ist dabei sicher eine Hauptform, in der (ehemalige) internationale Studierende zur Entwicklung in ihren Herkunftsländern beitragen.
Sascha Krannich, Uwe Hunger

Backmatter

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