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03.09.2014 | Studium, Aus- und Weiterbildung | Im Fokus | Onlineartikel

Welche Warnsignale den Rauswurf ankündigen

Autor:
Anja Schüür-Langkau

Manager ignorieren oft die Signale, bevor ihnen die Kündigung droht. auch viele Unternehmen aber haben beim Thema Trennungskultur einigen Nachholbedarf. Springer-Autor Peter A. Doetsch gibt Tipps wie Sie fair kündigen.

Viele Führungskräfte übersehen die Signale, wenn das Unternehmen sich von ihnen trennen will. So haben 70 Prozent der arbeitslosen Führungskräfte die Zeichen für einen drohenden Rauswurf nicht wahrgenommen oder ignoriert, so die Schätzung von Gail Menely, Mitbegründerin des New Yorker Personalberatungsunternehmens Shields Meneley Partners .Die Expertin rät deshalb Führungskräften, aufmerksam gegenüber Veränderungen zu bleiben und auf bestimmte Warnsignale zu achten. Hellhörig werden sollten Führungskräfte beispielsweise, wenn Kollegen den Augenkontakt meiden, sie keine Einladung zu wichtigen Meetings erhalten, die Firma einen bezahlten vermeintlich „unabhängigen" Coach für die Führungskraft einsetzt und der Vorgesetzte plötzlich intensiv nach den aktuellen Aufgaben und den bisherigen Erfolgen fragt.

Viele Unternehmen haben eine miese Trennungskultur

Auch wenn Wechsel in der Führungsspitze zum Unternehmensalltag gehören, haben die meisten Unternehmen keine gute Trennungskultur. Diese ist im Unternehmen gekennzeichnet durch einen "fairen und wertschätzenden Umgang miteinander“ sowie eine dialogische Kommunikation, schreibt Springer-Autor Peter A. Doetsch in seinem Beitrag „Motivierende Unternehmens- und Führungskultur erreichen“ (Seite 33). Der Autor hat sechs wesentliche Tipps für eine gute Trennungskultur zusammengestellt (Seite 34 ff.):

Wie Sie fair kündigen
  • Gestalten Sie die Trennung entschieden aus einer Notwendigkeit heraus.
  • Definieren Sie Trennungsprozess für alle mit Ausführung betrauten Personen klar und nachvollziehbar.
  • Kommunizieren Sie Ihren Dank und Ihre Anerkennung für Geleistetes
  • Achten Sie auf faire Konditionen der Kündigung (Vergütung, Timing, ggf. unterstützen Sie bei der Suche einer neuen Tätigkeit etc.)
  • Behalten Sie Betroffenheit der Verbleibenden im Blick.
  • Halten Sie Unsicherheiten und Schmerzen kurz.

Doch trotz Fairness ist eine Kündigung für den Betroffenen immer ein harter Schlag. Der Gekündigte steht zunächst unter Schock und das Selbstwertgefühl schwindet. In Zeiten von Veränderungen sollten Betroffene so früh wie möglich ein klares Ziel definieren und eine attraktive Zukunftsvision entwickeln, so der Tipp der Springer-Autoren Michael Lorenz, Uta Rohrschneider. Hilfreich sei dabei eine professionelle Unterstützung. In ihrem Beitrag „Ungewollte Veränderungen: Den Schock verarbeiten und wieder handlungsfähig werden“ raten die Autoren, genau zu prüfen, wer in welchem Umfang helfen kann, beispielsweise ein Fachanwalt für Arbeitsrecht, ein persönliches Coaching, eine Qutplacement-Beratung oder auch die Zusammenarbeit mit Personalberatern und Headhuntern (Seite 25).

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