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05.09.2017 | Originalarbeit | Ausgabe 11-12/2017 Open Access

Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaft 11-12/2017

Substitution von seltenerdhaltigen Primärrohstoffen durch in der Produktion anfallenden Polierschlamm

Zeitschrift:
Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaft > Ausgabe 11-12/2017
Autoren:
M.Sc. Klaus Philipp Sedlazeck, Georg Winkler, Susanne Hiden, DI Kerstin Pfandl, B.Sc. Mag. Therese Schwarz, Walter Hermann, Univ.-Prof. DI Dr. Roland Pomberger

Zusammenfassung

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Einstufung von Polierschlamm aus der Glasverarbeitung als „Nebenprodukt“ mit dem Ziel, eine weitere Verwendung des Materials durch die Firma D. Swarovski KG zu ermöglichen. Durch eine Wiederverwendung des Schlamms könnten importierte und käuflich erworbene Primärrohstoffe substituiert werden. Dieser Schlamm enthält große Mengen an Seltenerdoxiden und fällt während des Polierprozesses an.
Die durchgeführten Versuche zeigen, dass durch den Einsatz des Polierschlamms Polierwerkzeuge hergestellt werden können, die den Qualitätsanforderungen der Firma entsprechen. Aufgrund des hohen Werts der enthaltenen Seltenerdoxide wurde mit der Implementation der kontaminationsfreien Abscheidung aus dem Prozesskreislauf begonnen. Das so rückgewonnene Material wurde nicht mehr deponiert, sondern am Firmengelände gelagert und für eine weitere Verwendung vorbereitet. Um das Material im vollen Umfang wieder einsetzen zu können und somit einen ökologischen und ökonomischen Vorteil zu schaffen, war die Einstufung des Materials als „Nebenprodukt“ erforderlich. Vor der Implementation der kontaminationsfreien Abscheidung lag das Material mit anderen Stoffen vermischt vor und musste als gefährlicher Abfall entsorgt werden. Die Neukategorisierung als „Nebenprodukt“ wurde in Verhandlungen der D. Swarovski KG mit den zuständigen österreichischen Behörden auf Basis der in der Arbeit vorgestellten Argumente und Ergebnisse erreicht. Diese Änderung trat im Dezember 2013 in Kraft und die industrielle Produktion von Polierwerkzeugen aus den so rückgewonnenen Seltenerdoxiden wurde im Jahr 2015 erfolgreich realisiert.

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