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11.06.2019 | Suchmaschinenmarketing | Infografik | Onlineartikel

Daran hapert es online im Mittelstand

Autor:
Johanna Leitherer

Die wenigsten kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) investieren in Marketing-Aktivitäten, um ihre Online-Präsenz zu stärken. In der Folge sind Firmen-Webseites für die Zielgruppe oft kaum auffindbar, wie eine Untersuchung zeigt.

Im Bereich Online-Marketing haben kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland nach wie vor großen Nachholbedarf. So lassen die Online-Auffindbarkeit und die zielgruppengerechte Präsentation der Inhalte bei 95 Prozent der KMU zu wünschen übrig. Zu diesem Schluss kommt das lokale Verzeichnis Das Örtliche, das gemeinsam mit Search & Information Industry Association (SIINDA) rund 190.000 Websites von kleinen und mittelständischen Unternehmen untersucht hat.

Zwar sind mittlerweile zwei von drei der Webseiten für die mobile Ansicht via Smartphone optimiert. Bei einer durchschnittlichen Seiten-Ladezeit von 8,1 Sekunden wird die Geduld der User jedoch enorm auf die Probe gestellt. Das vergrault nicht nur Nutzer, sondern auch so genannte Web-Crawler, die im Internet Webseiten und allgemeine Online-Inhalte für die Suchmaschinen ausfindig machen. Neben langen Ladezeiten wirkt sich auch die fehlende Hyperlinkstruktur bei drei von vier der KMUs negativ auf das Suchranking aus. Generell mangelt es im hiesigen Mittelstand an Strategien zur Suchmaschinenoptimierung (SEO):

  • Nur 48 Prozent verfügen über Sitemaps, die Web-Crawlern eine Art Strukturverzeichnis der Webseite liefern.
  • Bei 55 Prozent fehlen SEO-optimierte Titel und Seiten-Beschreibungen.
  • 47 Prozent der Unternehmen fallen negativ durch gedoppelte Inhalte (Duplicated Content) auf.
  • Lediglich neun Prozent buchen Google-Adwords zur Steigerung ihrer Sichtbarkeit in der größten Suchmaschine.

Kundenansprache ist ausbaufähig

Nicht nur die Auffindbarkeit, sondern auch die Unternehmenswebseiten selbst weisen laut den Studienautoren Mängel auf, zum Beispiel in puncto Kundenansprache. Gerade einmal jede fünfte Seite verfügte zum Zeitpunkt der Untersuchung über aktuelle Inhalte, die nicht älter als 30 Tage alt waren. 

Das Gros der KMU verpasst darüber hinaus die Chance, Kunden und Interessenten über die Kommunikation via sozialer Netzwerke zu aktivieren. Bei einem Blick auf prominente Plattformen ergibt sich bei den Unternehmen der betreffenden Größenklasse folgende Nutzungsrate:

  • Facebook 17 Prozent 
  • Instagram acht Prozent 
  • Twitter vier Prozent.

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