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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Zunehmende Globalisierung der Märkte, internationaler Wettbewerb, steigende Produktvielfalt sowie verkürzte Produktlebenszyklen zwingen die Unternehmen sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren und notwendige, jedoch kompetenzfremde Geschäftsbereiche in rechtlich und wirtschaftlich unabhängige Unternehmen auszugliedern. Ein solches’Outsourcing’ hat zur Folge, dass stärker noch als früher Lieferanten- und Händlerbeziehungen aufzubauen sind, deren Koordination und unternehmensübergreifende Zusammenarbeit beachtliche planerische Anstrengungen erfordern.
Michael Zimmermann

Kapitel 2. Literaturüberblick

Zusammenfassung
In der Literatur findet man eine Vielzahl von Arbeiten, die sich mit den unterschiedlichsten Wettbewerbs- und Supply Chain-Modellen befassen. Im Bereich der Mikroökonomik dominieren in erster Linie Arbeiten, die sich mit reinen Wettbewerbsmodellen beschäftigen, welche keine Supply Chain-Struktur aufweisen. Untersuchungen im Hinblick auf die Gestaltung optimaler Vertriebskanäle sind im Bereich des Marketing und des Industrial Organisation zu finden. Die Supply Chain-Literatur greift die Problematik der Koordination dezentraler Planungssysteme auf und beschäftigt sich hauptsächlich mit der Gestaltung optimaler Kontrakte. Unabhängig vom Forschungsgebiet, finden in den meisten Untersuchungen analytische Planungsmodelle Anwendung. Detaillierte Planungsmodelle des Operations Research sind eher selten.
Michael Zimmermann

Kapitel 3. Planungsansätze und -strukturen

Zusammenfassung
Sind mehrere Entscheidungsträger an der Lösung eines gemeinsamen Planungsproblems beteiligt, bietet die Verteilte Entscheidungsfindung ein geeignetes Planungskonzept, um die individuellen Entscheidungen zu gestalten und zu steuern.1 Die meisten Planungsprobleme der Verteilten Entscheidungsfindung unterliegen einer hierarchischen Struktur, da vor- und nachgelagerte Entscheidungen Gegenstand des Entscheidungsprozesses sind. Für diese asymmetrischen Planungsprobleme stellt die Hierarchische Planung ein geeignetes Konzept dar, um die Planungssituationen formal zu beschreiben. Das aus der Mikroökonomik bekannte Stackelberg-Spief 2 ist ein Beispiel für ein solches Planungsproblem, bei dem der Stackelberg-Führer als vorgelagerter Entscheider den Planungsprozess beginnt und durch seine Initialentscheidung die Planungssituation des nachgelagerten Stachelberg-Folgers beeinflusst. Neben diesen Planungsproblemen mit asymmetrischer Rationalität existieren auch symmetrische Planungsprobleme, welche durch ein simultanes Entscheidungsverhalten der Planer charakterisiert sind. Ein Beispiel dafür ist das Cournot-Spiel 3, bei dem beide Spieler gleichzeitig ihre Strategien wählen. Auch diese Problemstellung mit symmetrischer Rationalität kann durch eine Erweiterung des Konzeptes der Hierarchischen Planung dargestellt werden.
Michael Zimmermann

Kapitel 4. Analytische Untersuchung

Zusammenfassung
Dieses und das nächste Kapitel dienen der analytischen Untersuchung von Wertschöpfungs-ketten in Märkten. Es stellt sich die zentrale Frage, in wie weit die Auswirkungen unterschiedlicher Koordinationsmechanismen innerhalb einer Supply Chain von den jeweiligen Marktgegebenheiten abhängen. Dabei widmen wir uns zunächst einer Supply Chain im Monopol und erweitern die Planungssituation anschließend auf mehrere Wertschöpfungsketten im Wettbewerb. Im letzteren Fall betrachten wir zusätzlich die Gewinnveränderungen, die aus einer früheren bzw. späteren Marktpräsenz der konkurrierenden Wertschöpfungsketten resultieren. Die Untersuchung geschieht anhand analytischer Modelle, wie sie im Rahmen der Mikroökonomik Anwendung finden. Dabei beschränken wir uns in diesem Kapitel auf zwei Extremformen der Koordination:
  • die dezentrale und
  • die zentrale Planung.
Michael Zimmermann

Kapitel 5. Modellerweiterungen

Zusammenfassung
Bei den bisherigen Untersuchungen gingen wir von sehr einfachen Planungsmodellen aus, welche bezüglich der Rohstoffbeschaffung und der Produktionsmöglichkeiten keinerlei Beschränkungen unterlagen. Da diese Annahmen recht unrealistisch sind, erweitern wir in diesem Kapitel das analytische Grundmodell auf zwei unterschiedliche Arten. Bei der ersten Erweiterung berücksichtigen wir auf der Lieferantenseite einen preissensitiven Beschafrungsmarkt, auf dem die Wertschöpfungsketten den zur Produktion der Komponente benötigten Rohstoff nachfragen. Der Grund dieser Erweiterung liegt in der beabsichtigten Analyse des dadurch veränderten double marginalization-Problems, da durch die Existenz eines preissensitiven Beschaffungsmarktes der Stückgewinn einer Komponente nicht nur vom Komponentenpreis, sondern auch vom Rohstoffpreis und somit von der Bestellmenge des Herstellers abhängt. Bei der zweiten Erweiterung verfügen die Lieferanten und die Hersteller über fest vorgegebene Produktionskapazitäten, welche die Bearbeitung der Komponenten und Endprodukte beschränken. Aufgrund dieser Modellerweiterung ist es uns möglich, die Gewinnveränderungen in Abhängigkeit unterschiedlicher Kapazitätsausstattungen darzustellen. Veränderungen gegenüber einer unbeschränkten Produktion sind zu erwarten, da je nach vorhandener Produktionskapazität das Potenzial der Koordination nicht zur Entfaltung kommt und der der Koordination entgegenwirkende Wettbewerbs-Effekt mehr oder weniger stark auftritt. Mittels dieser beiden unterschiedlichen Erweiterungen1 untersuchen wir folgende Fragestellungen:
  • Wie verändern sich die Planungsergebnisse, falls nicht nur die Hersteller das Endprodukt auf einem preissensitiven Absatzmarkt anbieten, sondern auch die Lieferanten den Rohstoff auf einem preissensitiven Beschaffnungsmarkt achfragen?
  • Welche Veränderungen ergeben sich, falls die Produktionsmöglichkeiten durch fest vorgegebene Kapazitäten beschränkt sind?
Michael Zimmermann

Kapitel 6. Untersuchung mit detaillierten Modellen des Operations Research

Zusammenfassung
In diesem Kapitel verlassen wir die Klasse der aggregierten analytischen Modelle und wenden uns den detaillierten Planungsmodellen des Operations Research zu. Mit Hilfe dieser Modelle ist es möglich, die für das Supply Chain Management charakteristischen internen und externen logistischen Beziehungen im Unternehmen, zwischen den Wertschöpfungspartnern und den konkurrierenden Wertschöpfungsketten realistischer abzubilden. Weiterhin bietet sich nun die Möglichkeit, neben der dezentralen und zentralen Planung eine Vielzahl weiterer Koordinationsmechanismen zu untersuchen. Es wird sich zeigen, dass diese bei Anwendung der analytischen Modelle des letzten Kapitels wenig sinnvoll gewesen wären.
Michael Zimmermann

Kapitel 7. Zusammenfassende Diskussion und Ausblick

Zusammenfassung
Die im Rahmen dieser Arbeit betrachtete Koordination von Wertschöpfungsketten im Monopol und Wettbewerb hat gezeigt, dass sich die Auswirkungen unterschiedlicher Koordinationsmechanismen je nach Marktsituation deutlich unterscheiden können. Dabei fällt zunächst auf, dass eine verbesserte Supply Chain-Koordination im Wettbewerb höhere Gewinnveränderungen mit sich bringt, als dies in der Monopolsituation der Fall ist. Aufgrund dieser höheren Sensitivität der Gewinnentwicklung lässt sich folgern, dass im Wettbewerbsumfeld das Management einer Wertschöpfungskette einschließlich ihrer Kollaborativen Planung von besonderer Bedeutung ist. Neben der Verbesserung der eigenen Gewinnsituation führte eine bessere Supply Chain-Koordination tendenziell auch zu einer Verschlechterung der Gewinne der Konkurrenten. Diese beiden Effekte einer effizienten Supply Chain-Planung führen zu einer stärkeren Wettbewerbsposition der eigenen Wertschöpfungskette auf den Märkten.
Michael Zimmermann

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