Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Dieses Buch stellt wissenschaftliche Fortschritte in den Bereichen Einkauf, Materialwirtschaft, Supply Chain Management und Logistik vor. Es ist zugleich Tagungsband des an der Universität Würzburg durchgeführten „9. Wissenschaftlichen Symposiums Supply Management“. Wissenschaftliche und anwendungsnahe Beiträge fördern die qualifizierte Auseinandersetzung im Themenbereich und bereichern den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Wissenschaftliche Forschungsbeiträge

Frontmatter

A staged strategy for understanding organizational requirements in the acquisition of information and communication technology for SMEs

This paper aims at identifying organizational requirements through a staged strategy for purchasing information and computer technology ICT for small and medium enterprises (SMEs) in the freight management and logistics industry, and providing a framework to guide the acquisition process. Using the SME as an example case study, the strategy assisted management in the need analysis process and in identifying critical criteria for the best fit solution between the firm’s requirements and functionality of the selected strategy.
Elias Kirche, Rajesh Srivastava

Anbieterverlässlichkeit als Kriterium für Beschaffungsentscheidungen im Business-to-Business-Bereich — Eine Untersuchung aus der Sicht organisationaler Nachfrager unter besonderer Berücksichtigung von Signalen für Verlässlichkeit

Die Wahl eines Lieferanten stellt ein besonders erfolgskritisches Element von Beschaffungsentscheidungen dar. Nicht selten resultiert die Wahl eines falschen Lieferanten in Problemen für alle nachfolgenden Wertschöpfungsschritte. Nachfrager besitzen folglich ein besonderes Interesse – möglichst noch vor Zustandekommen einer Austauschtransaktion – Informationen über die Verlässlichkeit eines Anbieters zu gewinnen. Der vorliegende Artikel zeigt die Problematik der Nichteinhaltung von Versprechen auf und legt u.a. dar, welche Art an Signalen Nachfrager im B-to-B-Bereich heranziehen um die die Verlässlichkeit von Anbietern einschätzen zu können. Eine Nichteinhaltung von Leistungsversprechen schadet zumeist nicht nur dem Nachfrager einer Leistung, sondern auch der Qualität der Austauschbeziehung zwischen Anbietern und Nachfragern. Es wird daher herausgestellt, dass die Fähigkeit eines Unternehmens, Leistungsversprechen abzugeben und auch einzuhalten eine wesentliche Stellschraube für erfolgreiches unternehmerisches Handeln darstellt und für Anbieter eine differenzierende Positionierung im Wettbewerb ermöglicht. Der Beitrag vereint die theoretisch-konzeptionelle Perspektive auf Anbieterverlässlichkeit mit der Darstellung einiger wesentlicher Erkenntnisse einer umfassenden empirischen Erforschung der Unternehmenspraxis. Abschließend werden ausgewählte Handlungsempfehlungen für ein Management von Verlässlichkeit aufgezeigt.
Philipp Johannes Nolte

Erfolgsfaktoren cross-funktionaler Zusammenarbeit in der Lieferantenauswahl

Für viele Unternehmen ist die Zusammenarbeit mit den besten Lieferanten im Markt eine zentrale Voraussetzung für den Geschäftserfolg. Bisher sahen viele Einkaufsmanager den Schlüssel zur erfolgreichen Lieferantenauswahl in der Entwicklung ausgeklügelter analytischer Verfahren und Verhandlungsstrategien, mit denen möglichst detaillierte Informationen über die zur Verfügung stehenden Lieferanten nach allen Regeln der Kunst ausgewertet werden. Diese Ansätze sind zweifellos richtig und wichtig. Dennoch läuft der Einkauf mit einer zu einseitigen Fokussierung auf analytische Entscheidungsansätze Gefahr, weitere entscheidende Erfolgsfaktoren in der Lieferantenauswahl zu übersehen. So stellen die steigende Globalisierung und Volatilität der Lieferantenmärkte und die damit einhergehende zunehmende Komplexität von Beschaffungsentscheidungen neue Anforderungen an Lieferantenauswahlprozesse und die Zusammenarbeit (innerhalb) cross-funktionaler Sourcing-Teams. Solche Teams bündeln und integrieren die Perspektiven und Expertisen aus unterschiedlichen Funktionen des Unternehmens und erlauben so das Fällen besserer Entscheidungen. Während an Sourcing-Teams hohe Erwartungen gestellt werden, können Zielkonflikte, eine suboptimale Zusammenstellung des Teams, ineffektive Abläufe in der Zusammenarbeit und emotionale Faktoren negative Auswirkungen auf die Entscheidungsqualität und Effizienz der Entscheidungsprozesse haben. In diesem Beitrag, welcher sich auf einem Datensatz von 88 Entscheidungen und 233 Entscheidungsträgern stützt, werden Ansatzpunkte aufgezeigt, wie sich Unternehmen diesen Herausforderungen aktiv stellen können. Diese Zusammenfassung basiert auf 3 Artikeln, welche in dem Journal of Purchasing and Supply Management, dem International Journal of Physical Distribution & Logistics Management und dem Journal of Supply Chain Management erschienen sind und ist sowohl für die Wissenschaft wie auch Praxis bestimmt.
Gavin Meschnig

Supply Chain Design unter Berücksichtigung ökologischer Planungsparameter

Im Fokus der gesellschaftlichen Nachhaltigkeitsdebatte steht neben der globalen Verbesserung sozialer Bedingungen der Schutz der Umwelt. Immer mehr Unternehmen stellen sich die Frage, wie sie ihre Unternehmenstätigkeit nicht nur finanziell, sondern auch sozial und ökologisch ausrichten können. Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich daher mit der Einbindung ökologischer Aspekte in die strategische Planung von Wertschöpfungsnetzwerken. Nach einer Vorstellung der relevanten Literatur, liegt der Schwerpunkt auf der Darstellung von mathematischen Planungsmodellen zum ökologisch ausgestalteten Supply Chain Design, bei denen nicht nur unternehmensinterne Entscheidungen, sondern auch Planungsbedingungen, die von der Kundenseite aus determiniert werden, berücksichtigt werden.
Michael Altmann

Purchasing power and purchasing strategies — Insight from the humanitarian sector

Power is a complex concept in any relationship. Its relative, perceptive, intangible, context dependent, and multifaceted nature has made it difficult to study. In this research, the aim was not to study power per se, but to study purchasing in light of the existing constraints from power relations. This PhD dissertation is about buyers with low purchasing power, how they buy what they need, and how their decisions affect their power.
Organizations enter exchange relationships to access required resources not produced internally, and are exposed to uncertainty from not being able to fully control or predict flow of resources. Consequently they become dependent on their partners. Their level of dependence indicates the influence, or leverage they might have on the partner. Thus, firms that are highly dependent on their supplier base have less leverage or low purchasing power.
This situation can be seen in several industries; e.g. in the airline industry, in purchase of oil/gas, in purchase of vaccines, or in several purchases made by the public or humanitarian organizations. There are several forms of purchasing strategy practiced in such situations. But, previous studies had mostly focused on the stronger partner in an exchange relationship, and thus less was known about the buyers with low purchasing powers.
Thus, in this dissertation, it was aimed to understand the purchasing strategies practiced by these buyers, and how they can have more influence on supply. In 4.5 years, a pre-study, a multiple and a single case study was conducted on the topic and the results summarized in a licentiate thesis, 5 different scientific articles, and the concluding remarks (Kappa) of the dissertation. In the exploratory pre-study, we observed that some buyers with low purchasing power had managed to influence their supply market for better purchase terms. Considering the predictions of previous research on constraint absorption of powerful partners, this influence was surprising. So, the interrelation between purchasing power and purchasing strategies was then studies among multiple buyers of vaccines for developing countries. The predictions from this study were extended to a single case study where the impact of one specific purchasing strategy (cooperative purchasing) found in the multiple case study, was studies on the buyers’ purchasing power.
Results from our study show that certain purchasing strategies can improve the influence of buyers with low purchasing power. The findings from this study contribute to purchasing studies by introducing and conceptualizing the concept of purchasing power and to purchasing practice by showing the factors that can impact higher or lower purchasing power and purchasing strategies that can improve buying situations.
In this brief summary of the studies and results of this research, you will first be introduced to the context in which the studies were conducted and the research problem it intended to answer.
Ala Pazirandeh

Supply market attractiveness: Employing FDI insights to expand the global sourcing criteria set

Given an increased focus on globalization and the worldwide procurement of goods, firms have to make decisions about which target region to source from. Since regional characteristics can have an impact on short as well as long term success of sourcing performances, purchasers are required to consider carefully whether regions have advantages over others. In this paper, we address regional characteristics that guide sourcing decisions, factors that influence the perception of supply market attractiveness among purchasers. Based on the theories of global sourcing and foreign direct investment, we provide an overview of attributes that are relevant according to literature. In particular, our contribution is to extend the criteria set of global sourcing by employing insights of foreign direct investment (FDI) literature. Further, through building on interviews and discussions with practitioners, we show what purchasers actually consider an attractive market. We conclude by providing a framework for the selection of a supply market and show how knowledge of FDI can support global sourcing decision making.
Tobias Bohnenkamp, Holger Schiele

An exploratory Analysis of Supply Chain Risk Disclosure in annual Reports

Scholars are increasingly interested in the development of effective supply chain risk mitigation strategies, yet relatively little is known about the actual exposure of firms towards supply chain risks. Without a proper understanding of corporate risk profiles, it is difficult to suggest risk management approaches that are both effective and efficient. The present study addresses this important lacuna in the current literature by means of a large-scale empirical analysis of risk disclosures in U.S. annual reports. We develop and apply a dictionary-based text-mining algorithm that helps to categorize the disclosed risks on a risk item basis. Linking the algorithm-generated risk data to firm-level data of manufacturing firms listed at the SEC, yields a unique panel data set that allows us to address our research question. The analyses suggest that the risk disclosure in annual reports can serve as rich source of information to identify supply chain-related risks. Firms have a nuanced view on risks while the number of disclosed risks increases over the time horizon of investigation (2006–2010). Furthermore, we observe that two variables, industry membership and firm size, seem to have a strong influence on corporate risk profiles. Managerial implications as well as promising avenues for further research are outlined.
Michael Westerburg, Christoph Bode

Coordination of Automotive Supplier Networks: Different approaches towards utilizing Power and Trust as Coordination Mechanisms

Growing development expenditures in technological innovation and competitive pressure on time-to-market lead to a high task split in automotive value chains. In recent years, we have observed different coordination approaches to manage increasing complexity and cost pressure. Based on network theory and the coordination mechanisms of power and trust we explore, how these development influences the relationship between suppliers and automotive OEMs (Original Equipment Manufacturer). An embedded case study, consisting of two automotive OEMs and seven suppliers, which deliver into both supplier networks, provides empirical insights on differences in coordination mechanisms. The outlook suggests that OEMs can strategically choose their way of coordinating their supplier network. The theoretical implication is that additional aspects like corporate culture and company specific strategic goals need to be included when utilizing network theory for exploring the relevance of coordination mechanisms in an industry.
Melanie Paul, Inga-Lena Darkow, Herbert Kotzab

Anwendungsorientierte Forschungsbeiträge

Frontmatter

Optimierungspotenzial im Retourennetzwerk am Beispiel der Mediendistribution

Branchenspezifisch besteht in produzierenden oder distribuierenden Unternehmen zumeist die Möglichkeit für den jeweiligen Kunden (Handel), Artikel wieder zurückzusenden. Dieser oft zeit- und kostenintensive Rücklauf von Produkten, der als Retourenprozess bezeichnet wird, kann dabei eine beliebige Anzahl und unvorhersehbare Verteilung von Artikeln umfassen, die qualitätsgeprüft wieder eingelagert werden müssen.
Am Beispiel eines medienproduzierenden und -distribuierenden Unternehmens aus Deutschland sollen Herausforderungen zur Gestaltung einer kosteneffizienten Retourenabwicklungkonkret untersucht werden.
Vor dem Hintergrund sinkender Absatzzahlen und zunehmender Konkurrenz aus Billiglohnländern sollen dabei mögliche Ansätze zur Ausschöpfung von Einsparpotenzialen aufgezeigt werden. Insbesondere die bereits im Verlagswesen verbreitete Verlagerung der Retourenbearbeitung hin zum Händler (Remission) wird als Ansatz zur Reduzierung der Retouren-Prozesskosten konkret untersucht.
Martin Hänsel, Wolfgang Stölzle

Improving Food Supply Chain using Hybrid Semiparametric Regression Model

A demand variability in food retail sector affects production, ordering, and purchasing decisions in the entire upstream food supply chain, which in turn result in food waste and stock-outs. The volatility in demand for perishable fresh foods mainly occurs due to the demand influencing factors such as seasonality, temporary price reductions, holidays, and festivals. In particular, own- and cross-price deal effects between products are some of the important causes of bullwhip effect in the food supply chain. Therefore, it is necessary to develop a forecasting model which considers all the demand influencing factors in a proper way to improve the forecast accuracy. The main objectives of this study is (i) to improve the standard semiparametric regression (SR) model into a hybrid auto regressive integrated moving average – semi parametric regression (ARIMA-SR) model and (ii) to assess the price deal effects. For the purpose of investigation, the daily sales data of perishable fresh foods from a retail store in Germany is used. From the obtained results, it has been identified that the ARIMA-SR model has high adjusted R2 and low forecast error, when compare to the existing traditional models.
Nari Sivanandam Arunraj, Diane Ahrens

Procurement Strategy — Levers for Increasing Efficiency in Product Development in the Automobile Industry

With the shift from an industrial to a knowledge-based society entire branches of the economy are facing far-reaching changes. For companies in the automotive industry this new era will mean opportunities as well as challenges.
While the further development of existing vehicle concepts was largely a core task in recent years, the demands involved in meeting today's goals are clearly more complex, namely emissions reduction, digitalization or the introduction of eCall. Innovations such as, for example, networking C2X and autonomous driving are making cars drivable computers.
Making driving even more comfortable and safer while also protecting the environment and making efficient use of resources is a demanding scenario for the future.
For example, development, sales and procurement will have to work jointly to realize innovations and to get a grip on the proliferation of product complexity while creating the greatest possible value.
New innovative concepts for customer mobility offer enormous opportunities for companies in the automotive industry and can bring national economies growth and prosperity.
This paper aims to provide an impulse showing how intelligent business models can transform innovations to value in future.
Wolfgang H. Schulz, Matthias Müller

Scenario Analysis for Strategic Purchasing: Development of a Scenario Simulation Tool for the Villeroy & Boch AG

Enormous competitive advantage can be realized by the way the procurement department tackles its external spending. A profound knowledge of how to manage the external parts of the company’s supply chain ensures the ability of a company to survive on the market. Volatility in value chains has been aggravated by natural disasters and scarcities of raw materials. Volatility disrupts operations and the thereby evoked swings in input pricing force CPOs to rethink their so far established tools and methods used. “Across all the companies listed in Standard & Poor’s 500 stock index, external spend as a fraction of total cost has increased by an average of 40 percent since 1970. Specifically, it has grown from roughly 60 percent of a company’s total expenditure in 1970 to an average of 85 percent in 2010. … In parallel with this increase of external spend, the employees of those companies have been expected to deliver more. In 1970, companies on the S&P 500 were realizing $ 40,000 in revenues per employee (RPE). That value has risen almost 22-fold, to roughly $ 900,000 per employee” (Spiller et al., 2014, p. xiii).
To deal with this challenges the paper focuses on analyzing future trends in purchasing and tries to specify what consequences have to be considered when defining fluctuation of prices of the most strategic procurement items of a company. To support a corporate purchasing team in decision making and establishing appropriate purchasing strategies to adequately respond to environmental changes a scenario building process is discussed to develop a scenario simulation model. This model is to be developed by using a concrete company example and enables purchasers to examine the impact of modified conditions on purchasing activities as well as being able to simulate effects of economic developments on total cost of purchasing items.
Carolin Blobel, Elisabeth Fröhlich

Systemische Intervention zur Forcierung der innerbetrieblichen Nutzung einer E-Procurement-Software

Die Erfolgsmessung eines E-Procurement-Systems ist vorwiegend betriebswirtschaftlich und prozessual geprägt und an den Nutzungsgrad der E-Procurement-Software durch die Mitarbeiter gekoppelt. Dem stehen vielfach nutzerseitige Widerstände entgegen, die einen Erfolg des E-Procurement-Systems erschweren. Systemische Methoden zeigen Ansätze auf, E-Procurement-Systeme mit ihren einkaufsspezifischen Herausforderungen durch die Ermittlung steuerungsrelevanter Systemgrößen zielorientiert zum Erfolg zu führen. Das Ziel dieses Beitrages ist die Erprobung von systemischen Methoden zur Überwindung der Widerstände der Mitarbeiter und zur Nutzungsintensivierung von E-Procurement-Software innerhalb eines E-Procurement- Systems darzustellen. Dazu wird ein Bezugsrahmen zur systemischen Intervention in E-Procurement-Systemen entwickelt und dessen empirische Validierung gezeigt.
Dirk Scheuer, Herbert Kotzab

Backmatter

Weitere Informationen

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Entwicklung einer Supply-Strategie bei der Atotech Deutschland GmbH am Standort Feucht

Die Fallstudie zur Entwicklung der Supply-Strategie bei Atotech Deutschland GmbH beschreibt den klassischen Weg der Strategieentwicklung von der 15M-Reifegradanalyse über die Formulierung und Implementierung der Supply-Rahmenstrategie. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht die Ableitung und Umsetzung der strategischen Stoßrichtungen sowie die Vorstellung der Fortschreibung dieser Strategie. Lesen Sie in diesem Whitepaper, wie die Supply-Strategie dynamisch an die veränderten strategischen Anforderungen des Unternehmens angepasst wurde. Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise