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Über dieses Buch

Erfolgreiche Unternehmen verfolgen eine nachhaltige Innovationsstrategie und setzen diese konsequent um. Innovationspotenziale richtig zu erkennen, einzuschätzen und zielgenau umzusetzen ist eine Stärke, die Wettbewerbsvorteile und damit hohe Profitabilität ermöglicht. Dabei sind die Randbedingungen, welche zusätzlich durch die VUCA-Welt verstärkt werden, bei der Gestaltung des Innovationsmanagements vielfältig: erhöhter Kostendruck, rasche Technologiewandel und schwer abzuschätzende Marktpotenziale stehen limitierten Entwicklungsbudgets und ambitionierten Zeitplänen gegenüber. Hinzu kommen Anforderungen aus dem Megatrend Sustainability. Hierbei müssen neben ökonomischen auch ökologische und soziale Aspekte berücksichtigt werden. Um diesen spezifischen Herausforderungen systematisch begegnen zu können, stellen die Autoren einen ganzheitlichen Ansatz zur Neuausrichtung des Innovationsmanagements vor. Der Innovationsprozess wird dabei verstanden als iterativer Zyklus von der Identifizierung von Marktpotenzialen über die Strukturierung von Innovations- und Entwicklungsprojekten, die Realisierung sowie Industrialisierung von Produkten bis hin zur Markteinführung. Im Zeitalter des digitalen Wandels besteht außerdem eine zentrale Maßgabe für das Innovationsmanagement darin, Innovationspotenziale während der Nutzungsphase zu identifizieren und mit Hilfe von Informationssystemen zielgerichtet in neue Produktkonzepte zu überführen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chapter 1. Einleitung

Zusammenfassung
Das Kapitel stellt die maßgebliche Motivation für das vorliegende Buch dar und soll darüber hinaus die Weiterentwicklung des Lean-Innovation-Gedankens vertiefen. Dies erfolgt insbesondere vor dem Hintergrund des aktuellen Trends „Sustainability“ – also der Nachhaltigkeit –, welcher ebenfalls aufgegriffen wird. Die Bedeutung dieser Entwicklungen hat dazu geführt, den Begriff Lean Innovation zu hinterfragen und zu überdenken. Auch wenn der Lean-Begriff weiterhin seine Berechtigung hat und ein wesentlicher Treiber für die Steigerung der Innovationsproduktivität ist, wurde er um Elemente der Nachhaltigkeit erweitert. Dieses weiter gefasste und somit angepasste Verständnis des Innovationsmanagements führt folglich dazu, dass in diesem Buch von Sustainable Innovation gesprochen wird, um diesen Umständen Rechnung zu tragen.
Günther Schuh, Christian Dölle

Chapter 2. Strategische Positionierung

Zusammenfassung
Die strategische Positionierung bildet die Grundlage für das nachhaltige Schaffen von Werten. Bevor der Innovationsprozess initiiert werden kann, gilt es, die übergreifende Unternehmensstrategie zu formulieren und die strategischen Erfolgspositionen der Wettbewerbsarena, in der sich das eigene Unternehmen befindet, transparent zu erfassen. Hierbei ist es wichtig, die zukünftig relevantesten Erfolgspositionen zu identifizieren und den Abgleich der aktuellen Unternehmenspositionierung mit dem Wettbewerb vorzunehmen. In diesem Zusammenhang sollte der Fokus auf eine geringe Anzahl an Faktoren gelegt werden, welche durch die eigenen Kernkompetenzen adressiert werden. Somit lassen sich die Leitlinien für die Innovationsstrategie ableiten, welche wiederum die Leitlinien und Rahmenbedingungen für die durchzuführenden Innovationsprojekte vorgeben. Durch die Ausrichtung der Projekte an der Strategie wird vermieden, rein opportun zu handeln. Somit können auch die Entwicklungsressourcen zielgerichtet zur Stärkung der Kernkompetenzen eingesetzt werden, sodass eine nachhaltige Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen erfolgt.
Günther Schuh, Christian Dölle

Kapitel 3. Marktentwicklung

Zusammenfassung
Aus der strategischen Positionierung des Gesamtunternehmens resultieren die zu adressierenden Zielmärkte. Innerhalb der Zielmärkte gilt es, homogene Nutzergruppen zu identifizieren, deren Rahmenbedingungen und Anwendungsfälle der Produktnutzung untereinander differenzierbar sind. Hierbei kommen Methoden wie die User Story sowie die Beschreibung von Personae zum Einsatz, um eine lösungsneutrale Anforderungsaufnahme zu ermöglichen. Entsprechend der ermittelten Personae kann eine kundenorientierte Segmentierung des Produktportfolios erfolgen. Ebenso können Potenziale in Bezug auf die Marktgröße abgeleitet werden. Die zeitliche Planung der entsprechenden Produkte und Technologien stellt für alle am Wertschöpfungsprozess beteiligten Unternehmensfunktionen die zentrale Planungsgrundlage dar und muss somit in einer verbindlichen Roadmap konsolidiert werden. Abschließend gilt es, die Innovationen auch tatsächlich beim Kunden zu platzieren, sodass in diesem Zusammenhang auch der Vertrieb Berücksichtigung findet.
Günther Schuh, Christian Dölle

Chapter 4. Projektstrukturierung

Zusammenfassung
Die Übersetzung von Anforderungen in konkrete Produkte im Innovationsprozess muss an die spezifischen Rahmenbedingungen angepasst werden. Je unsicherer die Anforderungen und je unbekannter die einzusetzende Technologie, umso eher sollten agile Ansätze in das Projekt eingebunden werden. Hierbei geht es nicht zwangsläufig darum, ein Projekt ganzheitlich durchzuführen, vielmehr sollte der Fokus darauf liegen, einzelne Entwicklungsfragestellungen fokussiert im agilen Sinne zu adressieren. Bei der Aufteilung des Projekts in agile und plangetriebene Entwicklungsstränge muss die übergeordnete Taktung der Phasen zur Gestaltung der Innovations- und Entwicklungsprojekte sichergestellt werden. In der operativen Projektarbeit gilt es darüber hinaus, die beteiligten Unternehmen, Abteilungen und Personen zu synchronisieren. Schließlich wird auf Ebene von Entwicklungsaktivitäten sichergestellt, dass Verschwendung im Entwicklungsprozess minimiert wird. Die Optimierung geht an dieser Stelle jedoch über das Prozessuale hinaus, und es wird zusätzlich die Innovationskultur als Stellhebel für die Steigerung der Innovationsproduktivität aufgegriffen.
Günther Schuh, Christian Dölle

Chapter 5. Produktrealisierung

Zusammenfassung
Um im Kontext der Entwicklung cyber-physischer Produkte ein frühes Testen von Entwicklungsergebnissen zu unterstützen, muss die Möglichkeit bestehen, modulare Teilsysteme unabhängig zu entwickeln und zu validieren sowie eine Systemintegration und -validierung neuartiger Modulvarianten aufgrund definierter Schnittstellen zu ermöglichen. Die Voraussetzung hierfür ist eine modulare Produktarchitektur. Diese ist darüber hinaus die Voraussetzung zur effizienten Realisierung eines variantenreichen Produktportfolios. Der Grundgedanke einer modularen Produktarchitektur besteht darin, eine große Vielfalt marktseitig geforderter Produktvarianten durch eine geschickte Kombination weniger unternehmensinterner Komponenten- und Baugruppenvarianten realisieren zu können. Als Erweiterung der Produktarchitektur und des damit einhergehenden Gedankens der Produktbaukästen stellen Prozessbaukästen schließlich sicher, dass neue Konfigurationen auch schnell industrialisiert werden. Diese Flexibilität ermöglicht im Kontext von Sustainable Innovation zusätzlich die kontinuierliche Weiterentwicklung der Produkte im Feld, sodass die Nachhaltigkeit durch eine Verlängerung des Lebenszyklus erreicht werden kann.
Günther Schuh, Christian Dölle

Kapitel 6. Domänenintegration

Zusammenfassung
Ziel muss es sein, den vorgestellten Ansatz zur Sustainable Innovation möglichst effizient und effektiv mit innovativen Konzepten zur gezielten Erweiterung des Produkt- und Leistungsprogramms zu durchlaufen. Um diese Ideen kontinuierlich und hochfrequent zu generieren, bestehen im Zeitalter des digitalen Wandels verschiedene Möglichkeiten. Die Sustainable-Innovation-Prinzipien auf dem äußeren Kreis des Ordnungsrahmens haben darüber hinaus einen integrierenden Charakter für die domänenorientierten Handlungsfelder Marktentwicklung, Projektstrukturierung und Produktrealisierung. So adressiert die Kollaboration den Zusammenschluss verschiedener Unternehmen in einem Entwicklungsnetzwerk, um gemeinsam Erkenntnisse in neue Produkte zu überführen. Die Aufnahme von Nutzungsdaten dient wiederum der Ableitung von Innovationspotenzialen basierend auf Nutzungsdaten, sodass neue Einblicke für Projektaktivitäten generiert werden können. Gestützt werden diese Prinzipien durch die durchgängige IT-Infrastruktur im Sinne einer Single Source of Truth.
Günther Schuh, Christian Dölle

Chapter 7. Fazit

Zusammenfassung
Zusammenfassend wird ein kurzes Resümee über die vorgestellten Inhalte darüber gezogen werden, wie der Sustainable Innovation-Ansatz entstanden ist und welche Ideen, Intentionen und Methoden sich hinter den Sustainable-Innovation-Prinzipien verstecken.
Günther Schuh, Christian Dölle

Backmatter

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