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3. Synoptische Darstellung relevanter Bilanzierungsgrundlagen ausgewählter historischer Bilanzauffassungen in der deutschsprachigen Rechnungslegungsgeschichte

  • 2025
  • OriginalPaper
  • Buchkapitel
Erschienen in:

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Zusammenfassung

In diesem Kapitel wird eine synoptische Darstellung der relevanten Bilanzierungsgrundlagen ausgewählter historischer Bilanzauffassungen in der deutschsprachigen Rechnungslegungsgeschichte gegeben. Die verschiedenen Bilanzauffassungen werden hinsichtlich ihrer Definition und Abgrenzung von bilanzierungsfähigem Vermögen analysiert. Dabei werden die statische, dynamische und organische Bilanzauffassung als zentrale Grundströmungen betrachtet, die sich durch eine mannigfaltige Zahl von Vertretern mit teils divergierenden Ansichten auszeichnen. Die statische Bilanzauffassung fokussiert auf die stichtagsbezogene Ermittlung des Vermögens und der Schulden, während die dynamische Bilanzauffassung die periodengerechte Gewinnermittlung in den Vordergrund stellt. Die organische Bilanzauffassung integriert das Unternehmen in einen weiteren gesamtwirtschaftlichen Kontext und betont die Berücksichtigung von Preisänderungen. Die kapitaltheoretische Bilanzkonzeption sieht die Bilanz als Zukunftsrechnung und interpretiert das Vermögen als Barwert zukünftiger Nutzenzuflüsse. Die Analyse zeigt, dass die verschiedenen Bilanzauffassungen unterschiedliche Bilanzaufgaben reflektieren und in sich geschlossene Konzeptionen des Bilanzinhalts und der Gewinnermittlung darstellen. Die kritische Würdigung der Bilanzauffassungen zeigt, dass die Definitions- und Ansatzkriterien für Vermögensgegenstände oft nur rudimentär diskutiert werden. Simon nimmt eine Aktiventypisierung vor und widmet sich explizit der Problematik immaterieller Vermögensgegenstände. Schmalenbach und Schmidt erweitern den Kreis der zu erfassenden Aktiva im Vergleich zu Simon. Die Bilanz im Rechtssinne, geprägt durch Moxter, betont die Zahlungsbemessungsfunktion des Gewinns und die Vermögensermittlung als zentrales Prinzip. Die Diskussion über die divergierenden Aufgaben der Bilanz setzt sich fort, da das Gesetz keine klare Hierarchisierung der Bilanzzwecke vorsieht. Die Analyse der historischen Bilanzauffassungen bietet wertvolle Einblicke in die Entwicklung der Rechnungslegung und ihre heutige Relevanz.

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Titel
Synoptische Darstellung relevanter Bilanzierungsgrundlagen ausgewählter historischer Bilanzauffassungen in der deutschsprachigen Rechnungslegungsgeschichte
Verfasst von
Vera Schiemer-Haberl
Copyright-Jahr
2025
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-49005-8_3
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