Zum Inhalt

Pilotanlage in Mannheim liefert reFuel-Blends

Aktivieren Sie unsere intelligente Suche, um passende Fachinhalte oder Patente zu finden.

search-config
loading …
print
DRUCKEN
insite
SUCHEN

Eine Pilotanlage im Exolum-Tanklager bietet nun Kraftstoffmischungen mit erneuerbaren Kraftstoffen. Der Aufbau der reFuels-Anlage wurde vom KIT begleitet.

Die Pilotanlage in Mannheim mischt strombasierte oder biogene Kraftstoffe flexibel mit fossilen Kraftstoffen. 


Die neue Pilotanlage im Tanklager der Exolum Mannheim GmbH ist an drei Lagertanks mit verschiedenen Kraftstoffarten angeschlossen: erneuerbare, strombasierte und fossile. Die Messtechnik sorgen dafür, dass jede Mischung genau nach den festgelegten Anteilen zusammengestellt wird. So können Tankwagen dort erstmals auch strombasierte oder biogene Kraftstoffe laden. Dank entsprechender Sensorik kann die Klimawirkung der Kraftstoffe transparent dokumentiert werden.

ReFuels sind vor allem für den Einsatz in Schiffen, Flugzeugen oder auch im Schwerlastverkehr gedacht. Sie weisen die gleiche Energiedichte wie fossile Kraftstoffe auf und werden aus Reststoffen der Land- und Forstwirtschaft, aus Industrie- und Haushaltsabfällen sowie aus CO2 und nachhaltig erzeugtem Wasserstoff hergestellt. "Mit diesem Projekt wollen wir den Einsatz von klimafreundlicherem Benzin bei den Seehäfen am Bodensee und der Landespolizei ermöglichen, oder auch von nachhaltigeren Flugkraftstoffen an den Landesflughäfen", sagt Elke Zimmer, Staatssekretärin im Verkehrsministerium von Baden-Württemberg.

print
DRUCKEN

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

"Es sind zwingend chemische Speichermöglichkeiten vonnöten"

  • Titelthema

Synthetische Kraftstoffe und insbesondere Wasserstoff als deren einfachster Vertreter werden trotz und wegen der jüngsten Entscheidung des EU-Parlaments wieder kontrovers diskutiert. Fakt ist: Der Mobilitätssektor muss zwingend defossilisiert werden.

reFuels - Notwendigkeit und Herausforderungen

  • Mobilität der Zukunft

Neue regenerativ hergestellte Kraftstoffe, sogenannte reFuels, können schon kurzfristig zur CO 2-Reduktion der Bestandsflotte beitragen. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zeigt, welche Bausteine bei der Entwicklung CO 2-neutraler Mobilität zusammenwirken müssen. Wesentlicher Faktor bei der Einführung von reFuels ist der hohe Zeitvorlauf bei der Projektierung und beim Bau der Produktionsanlagen. Zudem ist zeitnah eine gesetzlich verankerte Planungssicherheit und Anerkennung dieser neuen Kraftstoffe unabdingbar.

    Bildnachweise
    Die Pilotanlage in Mannheim mischt strombasierte oder biogene Kraftstoffe flexibel mit fossilen Kraftstoffen. /© Exolum Mannheim GmbH, AVL List GmbH/© AVL List GmbH, dSpace, BorgWarner, Smalley, FEV, Xometry Europe GmbH/© Xometry Europe GmbH, The MathWorks Deutschland GmbH/© The MathWorks Deutschland GmbH, HORIBA/© HORIBA, Outokumpu/© Outokumpu, Gentex GmbH/© Gentex GmbH, Ansys, Yokogawa GmbH/© Yokogawa GmbH, Softing Automotive Electronics GmbH/© Softing Automotive Electronics GmbH, measX GmbH & Co. KG, Hirose Electric GmbH/© Hirose Electric GmbH