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KIT startet Plattformprojekt zu regenerativen Kraftstoffen

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Das KIT forscht an der Weiterentwicklung von Power-to-Liquid- und Biokraftstoffen: Das bundesweite Plattformprojekt InnoFuels soll unter anderem die Produktion größerer Mengen von reFuels beschleunigen.

reFuels erlauben die weitere Nutzung der bestehenden Fahrzeugflotten mit Verbrennungsmotor.


Im Projekt "reFuels – Kraftstoffe neu denken" hat das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) bereits tonnenweise synthetische Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien hergestellt, die den bestehenden Kraftstoffnormen für Otto- und Dieselkraftstoffe entsprechen. "reFuels versprechen nicht nur eine bis zu 90-prozentige CO2-Reduktion gegenüber herkömmlichen Treibstoffen, sie erlauben auch die weitere Nutzung der bestehenden Fahrzeugflotten mit Verbrennungsmotor – und der gesamten Tank-Infrastruktur von der Herstellung über den Transport bis zum Vertrieb", sagt Professor Thomas Hirth, Vizepräsident Transfer und Internationales des KIT. Mit der neuen Plattform InnoFuels soll jetzt die vielen nationalen und europäischen Forschungsvorhaben zur Weiterentwicklung, Produktion und Anwendung von Power-to-Liquid- und Biokraftstoffen vernetzen. Vor allem soll die Produktion größerer Mengen strombasierter Flüssigkraftstoffe beschleunigt werden.

Sollte es in Zukunft steigende Beimischungsquoten dieser Kraftstoffe geben, müssen viel größere Mengen auf industrieller Ebene produziert werden. Die Plattform InnoFuels erforscht deshalb insbesondere auch die optimale Gestaltung von Regeln und ökonomischen Rahmenbedingungen für die flächendeckende Massenproduktion von reFuels. Denn für einen schnellen Markthochlauf bräuchten mögliche Produzenten Klarheit und langfristige Sicherheit, ob erneuerbare strombasierte Kraftstoffe auf die Treibhausgasminderungsquoten zum Erreichen der Klimaschutzziele der Europäischen Union angerechnet würden, sagt Dr. Olaf Toedter vom Institut für Kolbenmaschinen des KIT. Projektpartner sind unter anderem die Mineralölraffinerie Oberrhein, das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg, das Institut für Verbrennungstechnik der Luft- und Raumfahrt des DLR, die Deutsche Lufthansa und die Automobilhersteller Porsche und Volkswagen.

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

"Es sind zwingend chemische Speichermöglichkeiten vonnöten"

  • Titelthema

Synthetische Kraftstoffe und insbesondere Wasserstoff als deren einfachster Vertreter werden trotz und wegen der jüngsten Entscheidung des EU-Parlaments wieder kontrovers diskutiert. Fakt ist: Der Mobilitätssektor muss zwingend defossilisiert werden.

reFuels - Notwendigkeit und Herausforderungen

  • Mobilität der Zukunft

Neue regenerativ hergestellte Kraftstoffe, sogenannte reFuels, können schon kurzfristig zur CO 2-Reduktion der Bestandsflotte beitragen. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zeigt, welche Bausteine bei der Entwicklung CO 2-neutraler Mobilität zusammenwirken müssen. Wesentlicher Faktor bei der Einführung von reFuels ist der hohe Zeitvorlauf bei der Projektierung und beim Bau der Produktionsanlagen. Zudem ist zeitnah eine gesetzlich verankerte Planungssicherheit und Anerkennung dieser neuen Kraftstoffe unabdingbar.

    Bildnachweise
    reFuels erlauben die weitere Nutzung der bestehenden Fahrzeugflotten mit Verbrennungsmotor./© Markus Breig und Amadeus Bramsiepe / KIT, AVL List GmbH/© AVL List GmbH, dSpace, BorgWarner, Smalley, FEV, Xometry Europe GmbH/© Xometry Europe GmbH, The MathWorks Deutschland GmbH/© The MathWorks Deutschland GmbH, HORIBA/© HORIBA, Outokumpu/© Outokumpu, Gentex GmbH/© Gentex GmbH, Ansys, Yokogawa GmbH/© Yokogawa GmbH, Softing Automotive Electronics GmbH/© Softing Automotive Electronics GmbH, measX GmbH & Co. KG, Hirose Electric GmbH/© Hirose Electric GmbH