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Über dieses Buch

Die Analyse von Metaphern hat sich als neuer Weg zu den Deutungen entwickelt, in denen Menschen sich und ihre Welt begreifen. Dieses Lehrbuch führt in den am weitesten entwickelten Metaphernbegriff der kognitiven Linguistik ein und skizziert eine Methode für verlässliche Rekonstruktion der metaphorischen Konstruktionen von Selbst und Welt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Metaphern und metaphorische Konzepte – kognitive Linguistik nach Lakoff und Johnson

Das erste Kapitel stellt den Metaphernbegriff der kognitiven Linguistik vor, der mit seiner Orientierung an der Alltagssprache für qualitative Forschung vielversprechend ist.

Rudolf Schmitt, Julia Schröder, Larissa Pfaller

Kapitel 2. Hinter den Metaphern und Konzepten: Frühe Schemata

Im ersten Kapitel wurden zwei Differenzierungen eingeführt: einzelne metaphorische Redewendungen und metaphorische Konzepte als Bündelung einzelner metaphorischer Formulierungen, die sowohl im Quellbereich als auch im Zielbereich übereinstimmen. Das Instrumentarium von Lakoff und Johnson ist damit aber noch nicht ausgeschöpft: Die Vielzahl einzelner Metaphern und metaphorischer Konzepte lässt sich auf wenige, wiederkehrende, aber elementare Schemata zurückführen, die grundsätzlich die menschliche Wahrnehmung strukturieren.

Rudolf Schmitt, Julia Schröder, Larissa Pfaller

Kapitel 3. Von der Theorie zur Methode

Die Grundlagen der Metapherntheorie und deren weitreichende Implikationen für den Zusammenhang von Sprechen, Denken und Handeln sind in den vorherigen Kapiteln dargelegt worden. Wenn Metaphern in dieser Tiefe unser Denken und Handeln prägen, müsste es möglich sein, in methodischer Form ihren Gehalt zu rekonstruieren. Nun werden qualitative Forschungsmethoden in der Regel nicht nur aus Theorien abgeleitet, sondern auch aus den Erfahrungen der Forschungspraxis entwickelt.

Rudolf Schmitt, Julia Schröder, Larissa Pfaller

Kapitel 4. Lakoff und Johnson rekonfiguriert: Hermeneutik und mehr

Lakoff und Johnson formulieren die wissenschaftstheoretischen Vorannahmen der kognitiven Linguistik nicht aus. In diesem Kapitel schließen wir diese Lücke und verbinden die begrifflichen Errungenschaften der kognitiven Linguistik mit Traditionen aus der geistes- und sozialwissenschaftlichen Hermeneutik, um ein selbstreflexives Verständnis unseres Forschens zu gewinnen. Zuletzt überlegen wir, wie der Begriff des metaphorischen Konzepts mit Begriffen der Sozialwissenschaften vermittelt werden kann.

Rudolf Schmitt, Julia Schröder, Larissa Pfaller

Kapitel 5. Übersicht über den Ablauf und die Vorstufen der Metaphernanalyse (Methode 1)

Nach einer kurzen Verortung der Metaphernanalyse in der qualitativen Forschungslandschaft werden in diesem Kapitel zunächst die sieben Stufen einer Metaphernanalyse überblicksartig skizziert und anschließend in den nachfolgenden Kapiteln ausführlich dargestellt. Begonnen wird hier mit den sogenannten Vorstufen einer Metaphernanalyse, d. h. konkret mit der Klärung der Forschungsfrage und des Zielbereichs, der Sammlung vergleichender Hintergrundmetaphoriken und der Eigenanalyse.

Rudolf Schmitt, Julia Schröder, Larissa Pfaller

Kapitel 6. Identifikation von Metaphern, Bildung von Konzepten (Methode 2)

Das folgende Kapitel stellt das Kernstück des vorgeschlagenen Vorgehens vor. Dieses umfasst die Analyse eines Textes (Gruppendiskussion, Interview, Zeitungsartikel etc.) im Hinblick darauf, in welchen metaphorischen Konzepten vorher benannte Zielbereiche präsentiert werden. Zunächst werden alle Metaphern in den Texten identifiziert, die eine Beziehung zu den zu untersuchenden Zielbereichen haben, bevor in einem zweiten Schritt metaphorische Konzepte rekonstruiert werden.

Rudolf Schmitt, Julia Schröder, Larissa Pfaller

Kapitel 7. Heuristiken zur Interpretation, Gütekriterien, Darstellung (Methode 3)

Die Kenntnis metaphorischer Konzepte ist nur dann Erkenntnis fördernd, wenn sie Interpretationen ermöglicht, das heißt ein Schließen von den gefundenen Konzepten auf die daraus folgenden Kategorisierungen und Sinnzuweisungen. Lakoff und Johnson reflektieren allerdings den Prozess der Interpretation nicht, obschon beispielsweise Lakoff in seinen politischen Schriften (z. B. Lakoff 2002) weitergehende Schlussfolgerungen aus Metaphernanalysen ableitet. Im folgenden Kapitel werden daher typische Muster der Interpretation von metaphorischen Konzepten aus bisherigen Metaphernanalysen systematisiert.

Rudolf Schmitt, Julia Schröder, Larissa Pfaller

Kapitel 8. Designs von Metaphernanalysen, Erweiterungen und Schwierigkeiten

Bevor wir in den folgenden Kapiteln Beispiele für Metaphernanalysen vorstellen, sammeln wir abschließend Implikationen für das Design sowie einige Erweiterungen und Schwierigkeiten von Metaphernanalysen: So werden in qualitativer Forschung im Allgemeinen und in Metaphernanalysen im Besonderen oft die Art des Designs der Forschung nicht expliziert – hier folgt eine Übersicht, wie dies geschehen kann. Sowohl die Identifikation von Metaphern wie die Rekonstruktion von metaphorischen Konzepten haben in bisherigen Studien wie in Workshops praktische Probleme, aber auch Lösungen gezeigt.

Rudolf Schmitt, Julia Schröder, Larissa Pfaller

Kapitel 9. Größere Beispiele

In den folgenden Kap. 9, 10, und 11 geht es darum, an Beispielen aus der Werkstatt der Metaphernanalyse zu lernen. Alle Beispiele sind dem Zweck der Einführung folgend kurz und fokussieren nahe am Material auf wesentliche Aspekte.

Rudolf Schmitt, Julia Schröder, Larissa Pfaller

Kapitel 10. Metaphern des Alter(n)s (Weiterführendes Beispiel I)

Das folgende Kapitel stellt den konkreten Vorgang der Identifikation von metaphorischen Wendungen anhand einer zweiseitigen Textpassage des Sechsten Altenberichtes der Bundesregierung (BMFSFJ 2010) – und zwar eines der Kapitel der Einleitung, nämlich „Bedeutung von Altersbildern“ (S. 23–24) – dar. Das Projekt, innerhalb dessen der vorliegende Text eine der Quellen darstellt, zielt auf die Rekonstruktion von Konzepten des „Successful Aging“ und Vorstellungen von Alter(n) innerhalb der Gerontologie (Pfaller, Schweda 2017). Im Fokus steht damit die Identifikation von metaphorischen Wendungen mit dem Zielbereich „Alter“ und „Altern“, also der Prozess des Alterns zum einen und die Lebensphase des Alters zum anderen: Welche Wendungen sind Metaphern, welche nicht?

Rudolf Schmitt, Julia Schröder, Larissa Pfaller

Kapitel 11. Metaphern in der Beratung (Weiterführendes Beispiel II)

Das folgende Kapitel führt am Beispiel von Beratungsgesprächen das Identifizieren von Metaphern und das Zusammenfassen dieser zu metaphorischen Konzepten von Beratung vor. Im Mittelpunkt der beispielhaften Analyse soll in diesem Kapitel der metaphorische Gehalt von Handlungen und Interaktionen stehen. Die Metaphoriken entfalten sich dabei im konkreten beraterischen Tun der Interagierenden.

Rudolf Schmitt, Julia Schröder, Larissa Pfaller

Kapitel 12. Bilanz und zukünftige Entwicklungen der Metaphernanalyse

Am Ende dieser Einführung soll das Wichtigste noch einmal zusammengefasst werden:Was charakterisiert die systematische Metaphernanalyse?An welchen Stellen grenzt sie sich von der kognitiven Metapherntheorie ab?Welche Rolle spielt sie auf dem „Markt“ der qualitativen Forschung bzw. welche Rolle könnte sie spielen?Anschließend soll ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen gegeben und zuletzt einige praktische Hinweise formuliert werden.

Rudolf Schmitt, Julia Schröder, Larissa Pfaller

Backmatter

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