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Über dieses Buch

Dieses Lehrbuch stellt den seit über einem Jahrzehnt erfolgreich erprobten und praktizierten ganzheitlichen und systematischen Lösungsentwicklungsprozess (GSLP) vor. Der GSLP ist als Vorgehensmodell zu verstehen und dient dazu, unternehmerische Problemstellungen zu erfassen, systematisch und nachvollziehbar Lösungsalternativen zu entwickeln sowie diese anschließend zu bewerten und schließlich zu implementieren. Das zweistufige Bewertungsverfahren des GSLP überprüft sowohl deren Beitrag zum Unternehmenswert als auch die Erfüllung der Stakeholderinteressen. Die Umsetzung der ausgewählten Lösungsoption erfolgt mittels der Balanced Scorecard.

Zunächst beschreiben die Autoren das Grundgerüst des Prozesses und seine Wirkungsweise. Anschließend werden betriebswirtschaftliche Instrumente zur Strategieentwicklung sowie geeignete qualitative und quantitative Auswahl- und Bewertungsverfahren vorgestellt. Die Umsetzung in die unternehmerische Praxis demonstrieren zahlreiche Beispiele, eine Unternehmensfallstudie sowie ein Praxisprojekt.

„Key Learnings“ am Ende jedes Kapitels fördern zusätzlich den Lernprozess. Die 2. Auflage wurde aktualisiert und in den Themenbereichen Zielsysteme, Problemlösungssystematik ergänzt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Zur Notwendigkeit systematischer Unternehmensführung

Zusammenfassung
„Im schwierigen Umfeld des Geschäftsjahres 2008 konnte Bien‐Zenker seine selbst gesteckten Ziele nicht erreichen. Die Sondereinflüsse der Vergangenheit – wie die Abschaffung der Eigenheimzulage und Mehrwertsteuererhöhung – hatten den Markt für Eigenheime 2007 massiv einbrechen lassen (‐35,1 %). Danach wurde allgemein erwartet, dass er sich 2008 wieder leicht erholen wird. Diese Einschätzung hat sich nicht erfüllt. Die Baugenehmigungen sind nochmals um 6,7 % zurückgegangen. Das Genehmigungsvolumen hat mit 88.300 Wohneinheiten den niedrigsten Stand seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland erreicht. Die inzwischen weltweite Finanz‐ und Konjunkturkrise, die mit der Hypothekenkrise in den USA begann, hat auch in der zweiten Jahreshälfte 2008 die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland deutlich abgeschwächt. Insbesondere die Exportwirtschaft leidet bis heute unter drastisch eingebrochenen Auftragseingängen und einer stark rückläufigen Industrieproduktion. Mangelndes Vertrauen in die weitere wirtschaftliche Entwicklung und die wachsende Sorge um die Sicherheit der Arbeitsplätze sind schlechte Voraussetzungen für den Kauf bzw. Bau eines Hauses“, führt Erich Weichselbauer, der Vorstandsvorsitzende der Bien‐Zenker AG, ein renommierter Hersteller für Fertighäuser, auf der ersten Seite des Geschäftsberichtes 2008 aus.
Jörg Fischer, Florian Pfeffel

2. Der GSLP als besonderer Managementprozess – Grundaufbau

Zusammenfassung
Seit dem Studienjahr 1998 ist das Fach Integrierte Unternehmensführung eine obligatorische Modulfolge im Curriculum der accadis Hochschule Bad Homburg.
Jörg Fischer, Florian Pfeffel

3. Der GSLP – Schritt für Schritt zum Ziel

Zusammenfassung
Nachdem wir im vorausgegangen Kapitel das Grundgerüst des GSLP vorgestellt haben, wollen wir uns im Folgenden den GSLP‐Schritten im Einzelnen zuwenden. Am Ende dieses Kapitels werden wir somit einen funktionsfähigen GSLP an der Hand haben, mit dem wir sicher zum Ziel gelangen, also in der Lage sein werden, fundierte Lösungen für unternehmerische Problemstellungen zu erarbeiten. Und über alternative oder zusätzliche Sonderausstattungen freuen wir uns dann in Kapitel 5.
Jörg Fischer, Florian Pfeffel

4. Case Study: Deutz Bier – das sind wir!

Zusammenfassung
Das folgende Kapitel ist ein Wiederholungs‐ und Übungskapitel. Es enthält eine umfangreiche Fallstudie, mit der die Vorgehensweise des GSLP – in der Ausprägung, in der er bisher behandelt worden ist – geübt werden kann. In Abschnitt 4.1 werden die Brauerei Deutz und ihre Probleme beschrieben, in Abschnitt 4.2 wird anhand des GSLP schrittweise eine mögliche Lösung abgeleitet.
Jörg Fischer, Florian Pfeffel

5. Erweiterungen des GSLP

Zusammenfassung
Bereits in Kapitel 2 wurde darauf hingewiesen, dass zwar die Vorgehensweise, d. h die einzelnen Schritte des GSLP festgelegt sind, aber bei der Auswahl und Anwendung der Instrumente bei jedem Schritt durchaus Alternativen bestehen. In Kapitel 3 wurde daher zunächst eine Grundversion des GSLP, die wir auch als „Serienausstattung“ bezeichnet haben, vorgestellt. Einige darüber hinausgehende Instrumente der „Sonderausstattung“ werden nun hier in Kapitel 5 behandelt. Sie eröffnen dem Anwender zusätzliche Möglichkeiten, da sie teils präziser, teils in einigen Situationen angemessener sind.
Jörg Fischer, Florian Pfeffel

6. Qualitätsmanagement als Klammer über den GSLP

Zusammenfassung
Man möge sich an dieser Stelle berechtigterweise fragen, warum kommt jetzt Qualitätsmanagement? Wurde nicht bereits in der im vierten Kapitel behandelten Case Study „Deutz Bier – das sind wir!“ als einer der Lösungsansätze die Produktoffensive ausgerufen und dabei angemerkt, dass die Deutz AG hiermit die Absicht verfolgt, als Image‐ und Qualitätsführer in Hof wahrgenommen werden zu wollen? Oder wäre nicht die Diskussion zwischen Peter Brand und Hans Deutz auf Seite 165, in der Begriffe fallen wie Prüf‐, Fehler‐ und qualitätsbezogene Kosten sowie das House Of Quality und das EFQM der richtige Platz gewesen, um auf Qualitätsmanagement einzugehen und die offensichtliche Verwirrung zwischen den beiden Führungskräften restlos aufzuklären? Die Autoren meinen nicht.
Jörg Fischer, Florian Pfeffel

7. Case Study: Deutz AG revisited und die Motivo GmbH

Zusammenfassung
Im Folgenden wird die Vorgehensweise des GSLP weiter vertieft und geübt. Zum einen werden die in Kapitel 5 neu hinzu gekommenen Instrumente zur ergänzenden Bearbeitung des Deutz‐Falls aus Kapitel 4 angewendet (Abschnitt 6.1), zum anderen wird in Abschnitt 6.2 der GSLP genutzt, um ein unternehmerisches Teilproblem zu lösen. Es wurde bereits zu Beginn des Buches darauf hingewiesen, dass der GSLP – als Ausgestaltung eines generischen Strategieprozesses mit Analyse, Strategieentwicklung und Implementierung – dazu verwendet wird, strategische Problemstellungen eines Unternehmens systematisch zu bearbeiten und Strategiepakete als Lösungsoptionen zu entwickeln. Das ist aber nur eine Möglichkeit, die systematische Vorgehensweise des GSLP zu nutzen.
Jörg Fischer, Florian Pfeffel

8. Ein Wort zum Schluss

Zusammenfassung
Zum Schluss gilt es, Bilanz zu ziehen. Wurde gehalten, was man zu Beginn des Buches versprochen hatte?
Der Leser sollte nun in der Lage sein, ein Problem aus der unternehmerischen Praxis systematisch zu bearbeiten. Dafür ist der GSLP eine mögliche systematische Vorgehensweise. Wenn man sich bei ersten Praxiserfahrungen – wie im Vorwort angedeutet – stur und schrittweise am GSLP entlang hangelt, lernt und übt man, was systematisches Problemlösen im betriebswirtschaftlichen Kontext bedeutet. Man wird diese oder eine ähnliche Vorgehensweise zunehmend verinnerlichen und dann nicht mehr sklavisch am hier vorgegebenen Prozess kleben, sondern Vorgehensweisen und betriebswirtschaftliche Instrumente besser und situationsbedingt einsetzen können.
Jörg Fischer, Florian Pfeffel

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