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Über dieses Buch

Die Aufgabe von Kulturmanagern besteht darin, proaktiv mit systemischen Beziehungen umzugehen, anstatt sich ihnen auszuliefern. Dies gilt sowohl für die Rahmenbedingungen der Kulturbetriebe als auch für die sie umgebenden konkreten anderen Systeme. Erwin Hoffmann diskutiert praxisbezogen, dass Kulturmanager im Grunde alle anderen Gruppen und Personen, die in irgendeiner Weise das Kulturschaffen, dessen Resultate und damit gleichzeitig seine Qualität beeinflussen, als Stakeholder in die systemische Kulturarbeit einbeziehen müssen. Der Autor zeigt, dass sie gleichzeitig eine konkrete eigene Vorstellung von ‚qualitativ guter Kulturarbeit‘ haben und über Kommunikations-, Planungs- und Entscheidungskompetenzen in sich schnell verändernden Rahmenbedingungen der sogenannten VUCA-Welt verfügen sollten.

Der Autor

Prof. Dr. Erwin Hoffmann, Studiendekan für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Fresenius in Düsseldorf, forscht und lehrt seit fast 20 Jahren im Themengebiet Kulturmanagement.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Die Kultur in Deutschland wächst: Die kulturellen Angebote und die Zahl der Kulturbetriebe steigen. Nach Haselbach et al. haben sich zwischen 1977 und 2012 die Zahlen der Volkshochschulen versechsfacht, die der öffentlichen Bibliotheken versiebenfacht und die der Musikschulen verachtfacht. Bei den Museen wird eine Steigerung auf das Sieben- bis Zehnfache angenommen.
Erwin Hoffmann

Kapitel 2. Kulturelle Arbeit – Paradebeispiel für systemische Abhängigkeiten und systemisches Handeln

Kulturelle Unternehmen sind soziale Systeme, die sich nach Langholz (Existenzgründung im Kulturbetrieb, SVS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2011, S. 18) durch folgende Eigenschaften auszeichnen:
  • Offenheit: Sie stehen in ständigem Austausch mit der Umwelt.
  • Dynamik: Sie verändern sich permanent, da sich sowohl ihre internen Zustände und Prozesse als auch die Rahmenbedingungen fortwährend ändern.
  • Komplexität: Sie unterliegen einer Vielzahl von Einflussfaktoren, wie zum Beispiel den internen und externen Stakeholdern.
Erwin Hoffmann

Kapitel 3. Systemisches Arbeiten

Die Systemtheorie hat sich als integrative Theorie auch für soziale Systeme in den letzten 40 Jahren durchgesetzt und weiterentwickelt. Ihre Bedeutung für den Kulturbereich zeigt sich vor allem bei der Betrachtung der Erfolgsfaktoren und vor allem der Gefahren und Chancen managerialen Handelns in Kultureinrichtungen. Denn: im Beziehungsgeflecht verschiedener Systeme steigern sich Autonomie und Interdependenz wechselseitig.
Erwin Hoffmann

Kapitel 4. Profil und Ausbildung des Kulturmanagers

Wie bereits gesagt: Manager und Unternehmensleiter hatten es schon immer mit veränderlichen Rahmenbedingungen und den unterschiedlichen Einflüssen externer Bezugsgruppen, -personen und -institutionen – der Gesamtheit der Stakeholder – zu tun. Es ist das „systemische Mobilé“, in dem sich das Unternehmen befindet, welches empfindlicher auf Berührungen und Veränderungen reagiert und die Impulse immer schneller und stärker auf die abhängigen Systemmitglieder überträgt.
Erwin Hoffmann

Kapitel 5. Schluss

Der Kulturmanager hat zu tun mit dem Künstler und seinen Ambitionen, dem künstlerischen Tun und der kulturellen Wirklichkeit hier und ihrer profanen Notwendigkeit dort. Der Allround-Spezialist wird gesucht: Er soll die Ideen haben und die Kraft sie durchzusetzen, die fundamentalistische Besessenheit und das technokratische Know-how; die Kreativität und gleichzeitig den juristisch festen Boden, ein gutes Adressbuch, aber nicht das einer Partei und den Mut zur Extravaganz und die Standfestigkeit vor Fürstenthronen. Für den Kulturmanager ist es wesentlich, dass er das Aufeinandertreffen und Ineinanderwirken von persönlicher Anlage und den Umwelteinflüssen zu nutzen weiß.
Erwin Hoffmann

Backmatter

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