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Über dieses Buch

Dieses Lehrbuch gibt eine kompakte und übersichtliche Einführung ins Business-Coaching. Dies geschieht einerseits auf Basis der modernen Systemtheorie, deren Relevanz für Coaching erschlossen wird. Andererseits werden die zentralen Grundlagen der wissenschaftlichen Psychologie für Coaching herausgearbeitet und in Anwendung gebracht. In dieser Kombination erweist sich Coaching als evidenzbasierte professionelle Dienstleistung – und dieses Werk als geeignete Lektüre für Studierende und Coaching-Praktiker gleichermaßen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

Zusammenfassung
Coaching erfährt seit den 1980er-Jahren einen Boom, dessen Genese kontrovers diskutiert wird: Einerseits kann man geschichtliche Vorläufer bis zu Philosophen wie Sokrates zurückverfolgen. Andererseits ist heute zu definieren, was man unter Coaching verstehen will – und was nicht.
Thomas Webers

2. Die Genese systemischen Denkens

Zusammenfassung
In den vergangenen Jahren hat sich im Coaching zunehmend eine systemische Grundhaltung und Vorgehensweise etabliert. Dabei erleidet das Attribut „systemisch“ oft das gleiche Schicksal wie der Begriff Coaching: es wird häufig inflationär benutzt. Dabei werden immer wieder Plattheiten oder auch Missverständnisse kolportiert, die einem professionellen Verständnis eher im Wege stehen. Stattdessen lassen sich systemtheoretische Konzepte anführen, die als stabile Basis dienen können.
Thomas Webers

3. Systemisches Denken und Psychologie

Zusammenfassung
Zahlreiche Erkenntnisse der wissenschaftlichen Psychologie – z. B.: Konstruktivismus, Kohärenzprinzip und Kommunikationstheorien – untermauern und konkretisieren die dargestellten Grundlagen eines systemischen Verständnisses. So erscheinen Befunde aus der Wahrnehmungs- und Gedächtnispsychologie im systemischen Verständnis als typische Prozesse der Musterbildung. Damit wird eine anspruchsvolle Grundlage für das Verständnis von Coaching gelegt.
Thomas Webers

4. Systemisches Denken und Coaching

Zusammenfassung
Nach systemischem Denken erscheint ein Experten-Ansatz im Coaching nicht gerechtfertigt. Nun stellt sich allerdings die Frage: Wie kann man (trotzdem) erfolgreich coachen? Ohne ins Gegenteil, die Naivität oder den Dilettantismus zu verfallen? Mit den Stichworten Musterwechsel, Perspektiven- und Kontextwechsel sowie Erhöhung der Komplexität des Coaching-Settings werden gangbare Wege gewiesen.
Thomas Webers

5. Coaching als professionelle Dienstleistung

Zusammenfassung
Wenn man fragt, was Coaching auszeichnet, fallen häufig die Formulierungen „Coaching ist eine Frage der Haltung“, „Hilfe zur Selbsthilfe“ und „Beratung ohne Ratschlag“. Eine weitere Definition wird mit „Prozessberatung“ geliefert. Bei näherer Betrachtung dieser Definitionen offenbaren sich jedoch erhebliche Schwierigkeiten. Die Charakterisierung von Coaching als professioneller Dienstleistung kann diese Schwierigkeiten überwinden und an systemisches Denken anschließen.
Thomas Webers

6. Coaching als Profession

Zusammenfassung
Manche Coaches fühlen sich vom Markt nicht ernstgenommen. Potenziellen Kunden fällt es schwer einzuschätzen, was Coaching sein soll und wofür es nützlich sein kann. Es mangelt auch nicht an der Wahrnehmung von Konkurrenz (Therapie, Consulting, Training), mit der man verglichen/verwechselt wird. Immer wieder werden in Diskussionen unter Coaches „alte“ Fragen aufgeworfen: Warum ist der Begriff Coach nicht gesetzlich geschützt? Muss man nicht eine Zertifizierung haben, um auf dem Markt eine Chance zu haben? Sollte nicht auch eine Weiterbildungspflicht für Coaches eingeführt werden?
Thomas Webers

7. Konzeptionelle Varianten im Coaching

Zusammenfassung
Klassischerweise besteht Coaching aus einer „Sitzung“ von Coach und Klient. Darüber hinaus sind aber weitere Varianten denkbar – und üblich. Der Coaching-Prozess ist vielfältig gestaltbar. Doch Beliebigkeit ist dabei keine professionelle Option. Erst durch die Ableitung einer Coaching-Architektur aus der Coaching-Zielsetzung wird der Coaching-Prozess stringent und öffnet einen Rahmen für ein angemessenes Design und die spezifische Methodenauswahl.
Thomas Webers

8. Soziale Designvarianten im Coaching

Zusammenfassung
Im vorhergehenden Kapitel wurde der Zusammenhang der Interventionsebenen (Architektur, Design und Methoden) grundsätzlich dargelegt. In diesem Kapitel sollen einige typische, in der Praxis eine prominente Rolle spielende, soziale Designvarianten im Coaching ausführlicher beleuchtet werden.
Thomas Webers

9. Methoden im Coaching

Zusammenfassung
Für konkrete Aktionen im Coaching haben sich Begriffe wie Werkzeuge, Instrumente, Tools, Techniken, Interventionen oder Methoden eingebürgert. Die Begriffswahl ist bezeichnend, weil sie mehr oder weniger offensichtlich auf das Maschinenmodell-Denken Bezug nimmt: Der Klient wird „behandelt“ – also zum Ding objektiviert. Indem wir uns hiervon abgrenzen, sprechen wir von Kommunikationsangeboten. Diese zielen auf eine Antwort des Klienten, darauf, dass dieser in einen Dialog auf Augenhöhe einstimmt. Coaching ist eine Koproduktion. Mit sorgfältig ausgesuchten Kommunikationsangeboten versucht der Coach, die Wahrnehmungs-, Denk- und Fühlmöglichkeiten des Klienten zu erweitern.
Thomas Webers

10. Arbeitsbeziehung

Zusammenfassung
Coaching beginnt nicht erst mit dem Kontakt zwischen Coach und potenziellem Klienten. Damit es zum Coaching kommt und dieses erfolgversprechend stattfinden kann, müssen einige Voraussetzungen geklärt werden. Dazu gehören Anliegen, Erwartungen, Bereitschaft, aber auch die Rollen- und die Kontextklärung. Dieses Arbeitsbündnis bedarf der ständigen Pflege, denn es ist eine Koproduktion.
Thomas Webers

11. Selbstreflexion und motivationale Klärung

Zusammenfassung
Der Coach regt den Klienten zur intensiven Selbstreflexion an. Diese kann für den Klienten nicht nur kognitiv erhellend sein, sondern fordert ihn auch emotional. Eine oberflächliche Zielklärung kann nicht tragfähig sein, wenn die tiefer liegende Motivation und die persönlichen Werte außer Acht gelassen werden.
Thomas Webers

12. Problemreflexion

Zusammenfassung
Die vornehmliche Aufgabe des Coachs im systemischen Verständnis ist es nicht, eine Diagnose zu stellen und anschließend die entsprechende Intervention zu planen. Auch Diagnostik ist als Koproduktion zu verstehen – und damit ist der Übergang zwischen Diagnostik und Intervention fließend. Das Arbeiten mit Hypothesen dient dazu, Muster zu explorieren, zu verstören und die Handlungsmöglichkeiten der Klienten u. a. durch Perspektivenwechsel zu erweitern. Gleichwohl sind im Business-Kontext inhaltlich Themen relevant, die der Coach beherrschen muss, will er den Klienten hilfreich begleiten.
Thomas Webers

13. Ressourcenorientierung

Zusammenfassung
Die Reflexion von Ressourcen, deren Anforderungsbezug sowie die Arbeit im Lösungsfokus gehört zu den Spezifika systemischen Denkens. Die lösungsfokussierte Kurzzeittherapie, der Hypnosystemische Ansatz, aber auch Erkenntnisse aus der Positiven Psychologie bilden einen tragfähigen konzeptionellen Rahmen. Der Fokus auf Ressourcen darf aber nicht individualistisch enggeführt werden. Es gilt, Ressourcen gleichfalls im Arbeitskontext zu lokalisieren und an einer guten Passung von Ressourcen und Anforderungen zu arbeiten.
Thomas Webers

14. Evaluierung

Zusammenfassung
Die ständige Überprüfung der Frage, ob sich Klient und Coach auf einem guten Weg zur Zielerreichung befinden, ist unerlässlich. Der finale Rückblick dient der Würdigung und Überprüfung der gemeinsamen Arbeit und soll sorgfältig gestaltet werden: auf Augenhöhe, denn Coaching ist nach systemischem Verständnis eine Koproduktion. Bedauerlicherweise überwiegt im Publikum eine naive Vorstellung, wie Coaching und Coaches zu bewerten sind: emotional und oberflächlich mit Daumen hoch oder runter. Es gilt daher, das Verständnis von Coaching als professioneller Dienstleistung hoch zu halten.
Thomas Webers

15. Implementierung in Unternehmen

Zusammenfassung
Wenn Unternehmen Coaching-Prozesse beauftragen, haben sie nicht nur Erwartungen, sondern auch eine Verantwortung. Deshalb empfiehlt es sich, die Implementierung strategisch und professionell anzugehen. Was wären angemessene, professionelle Anforderungen? Denn Coaching im Unternehmenskontext wird vielfältig beobachtet und kommuniziert. Deshalb gehört die Federführung in Expertenhände. Gut gemanagt kann die innerbetriebliche Akzeptanz gesteigert, aber auch das Image auf dem Arbeitsmarkt verbessert werden.
Thomas Webers

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