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2017 | Buch

Tax Fraud & Forensic Accounting

Umgang mit Wirtschaftskriminalität

herausgegeben von: Christian Hlavica, Frank Hülsberg, Uwe Klapproth

Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden

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Über dieses Buch

Das Thema ist von höchster Brisanz in Unternehmen, da ein fehlendes oder unzureichendes Anti-Fraud Management längst kein Kavaliersdelikt mehr ist. Das Buch unterstützt sowohl Unternehmer sowie in Unternehmen für die Überwachung Verantwortliche als auch Berater bei der Erkennung von Fraud und demonstriert Reaktionen zur Risikominimierung und Prävention. Die Autoren zeigen den richtigen Umgang mit Bilanzmanipulation, Korruption, Betrug und Untreue auf und beleuchten die damit verbundene strafrechtliche, unternehmensstrafrechtliche und selbstregulatorische Rahmenordnung sowie Besonderheiten für Wirtschaftsprüfer und Steuerberater.

Die Neuerungen in der 2. Auflage umfassen im Schwerpunkt weitere Betrachtungen zu den Themen Cross Border Tax Fraud, Tax Fraud-Forschung sowie Missbrauch von Unternehmen für Geldwäschezwecke.

„Insbesondere mit dem umfangreich behandelten Thema des ‚Tax Fraud‘ besitzt das Werk - jenseits der sich primär an den Juristen wendenden steuerstrafrechtlichen Literatur - als ‚Praxisleitfaden‘ fast ein Alleinstellungsmerkmal." Betriebs-Berater

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
1. Ausgangslage
Zusammenfassung
Wenn man sich mit dem Thema Wirtschaftskriminalität beschäftigt, so muss man sich bei der Frage nach der Bedeutung auch den zugrunde liegenden Zahlen widmen. Zwangsläufig kommt man dabei schnell auf polizeiliche Angaben über Wirtschaftskriminalität und hier insbesondere auf die in der Regel jährlich veröffentlichten Bundeslagebilder Wirtschaftskriminalität und die polizeilichen Kriminalstatistiken.
Uwe Klapproth, Herbert Nuszpl, Christian Hlavica, Maxim Worcester, Eva Bergmann
2. Grundlagen zum Phänomen Wirtschaftskriminalität
Zusammenfassung
Aufgrund der in der Öffentlichkeit intensiv diskutierten jüngsten Korruptions- und Bilanzskandale mag das Thema Wirtschaftskriminalität und deren strafrechtliche Verfolgung als ein zeitgenössisches Problemfeld erscheinen.
Ein Blick in die Historie zeigt uns, dass es Delikte, die dem heutigen Begriff der Wirtschaftskriminalität zugerechnet werden können, zu allen Zeiten gegeben hat. Auch das Deutsche Kaiserreich gründete auf einer Bevorteilung des wegen seiner Schlossbauten finanziell gebeutelten Königs von Bayern, Ludwig II, mit dem Ziel, dessen Zustimmung zur Verkündung des Deutschen Kaiserreiches und zur Erhebung des Königs von Preußen, Wilhelm I, zum deutschen Kaiser zu erreichen.
Die Zeit der Liberalisierung im 19. Jahrhundert war geprägt durch die Ausrichtung der wirtschaftlichen Ordnung an die individuelle Freiheit, dem vorwiegenden staatlichen Schutz von Individualrechtsgütern, verbunden mit dem Vertrauen auf Selbstregulierungsmechanismen des Wirtschaftslebens sowie einer Liberalisierung des Wirtschaftsverkehrs.
Christian Hlavica, Detlef Thomann, Ines Martenstein
3. Tax Fraud
Zusammenfassung
Der angloamerikanische Begriff „tax fraud“ ist aktuell zunehmend auch in deutschsprachigen Quellen zu finden. Übersetzung und Verwendung sind jedoch nicht immer einheitlich. Was kann also unter „tax fraud“ verstanden werden?
Alexander M. Dühnfort, Monika Zitzmann, Michael Hundebeck, Christian Hlavica, Daniela Kühne
4. Unternehmen im Fokus von Geldwäscheaktivitäten
Zusammenfassung
Eine international einheitliche und verbindliche Definition des Begriffs der Geldwäsche existiert nicht. Insofern haben sich zur Begriffsbestimmung diverse Ansätze entwickelt. Beispielsweise definiert die Financial Action Task Force (FATF) als international führendes Gremium zur Bekämpfung der Geldwäsche den Geldwäschebegriff wie folgt:
Einschleusung illegal erwirtschafteter Gelder in den normalen Wirtschaftskreislauf zur Verschleierung ihrer illegalen Herkunft und Legitimierung der unrechtmäßig durch Straftaten erworbenen Erträge.
Darüber hinaus findet sich in der vierten EU-Geldwäscherichtlinie vom 20. Mai 2015 (Richtlinie 2015/849/EU des Europäischen Parlaments und des Rates zur Verhinderung der Nutzung des Finanzsystems zum Zwecke der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung, zur Änderung der Verordnung Nr. 648/2012/EU des Europäischen Parlaments und des Rates und zur Aufhebung der Richtlinie 2005/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates und der Richtlinie 2006/70/EG der Kommission) in Art. 1 Abs. 3 eine Aufzählung unterschiedlicher Handlungen, durch welche die Geldwäsche begangen wird.
Albert Kaufmann
5. Berufliche Anforderungen an den Steuerberater und Wirtschaftsprüfer
Zusammenfassung
Die Internationalisierung der Geschäftsbeziehungen der Unternehmen sowie die zunehmende Komplexität und Dynamisierung des Unternehmensumfelds und die damit einhergehenden steigenden Anforderungen an die Unternehmensleitung haben auch das Aufgabenprofil des Steuerberaters beeinflusst. Die Zeiten, in denen der Steuerberater als Organ der Steuerrechtspflege ausschließlich mit klassischer Steuerberatung der Mandanten betraut war, sind vorbei.
Die Anforderungen an den Steuerberater sind immens gewachsen, vor allem im Hinblick auf die Beratung von Unternehmen. Zwar nimmt die Hilfeleistung in steuerrechtlichen Angelegenheiten immer noch einen Gutteil der Beratungsleistung ein, jedoch werden, gerade bei der Beratung von Unternehmen, betriebswirtschaftliche Beratungsfelder immer bedeutender.
Christian Hlavica, Bianca Bitzer
6. Strafrechtliche Rahmenordnung und Selbstregulierung
Zusammenfassung
Wirtschaftskriminalität war in allen Zeitepochen ein Problem und ist kein Phänomen der Neuzeit. Die grundsätzliche Einstellung dazu hat sich jedoch im Verlauf der Zeit aufgrund verschiedener Ereignisse, insbesondere zahlreicher Skandale (u. a. Lockheed, Enron, WorldCom) grundlegend geändert. Davor wurde Wirtschaftskriminalität allgemein mehr oder weniger toleriert oder in manchen Bereichen und Ländern auch als notwendiges Übel angesehen.
Durch die Globalisierung und der damit einhergehenden Öffnung der Märkte wurde insbesondere die Korruption zunehmend als Handelshemmnis und unsichere Rechtskulturen als zu großes Risiko für Investitionen gesehen. Diese veränderte Einstellung gegenüber Wirtschaftskriminalität führte zu Rahmenordnungsbestrebungen auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. In allen bekannt gewordenen Skandalen hat neben dem kriminellen Verhalten der bilanzierenden Unternehmen und der Verantwortung der Wirtschaftsprüfer auch die Frage eine Rolle gespielt, ob die Normen des Bilanzrechts ausreichend sind, um Anleger und Gläubiger über die Lage und den Wert des Unternehmens objektiv zu informieren und ihre Ansprüche zu schützen.
In diesem Kapitel wird die strafrechtliche Rahmenordnung in Deutschland als auch Präventionsmechanismen auf der Grundlage von Marktsteuerung und Selbstregulierung beleuchtet.
Daniel Schilling, Christian Hlavica, Eva Bergmann
7. Fraud-Aufdeckung und Prävention durch Forensic Accounting
Zusammenfassung
Vor einigen Jahren war der Begriff „Forensic Accounting“ vollständig unbekannt. Erst durch die weltweit bekannt gewordenen Unternehmensskandale ist der Begriff in das Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit gerückt. Als Folge dieser Skandale und auch heute wissen nur wenige, was sich hinter diesem Begriff verbirgt. Was versteht man unter Forensic Accounting, was sind die Tätigkeitsfelder und wie sieht die Tätigkeit in diesem Bereich aus? Diese Fragen sollen in diesem Kapitel geklärt werden.
Der Ausdruck „Forensic Accounting“ kommt ursprünglich aus dem englischsprachigen Raum. Der Begriff Forensik (englisch „Forensic“) ist ein Sammelbegriff für wissenschaftliche und technische Arbeitsgebiete, in denen kriminelle Handlungen systematisch untersucht werden. Forensik lässt sich vom lateinischen Begriff „Forum“ ableiten, was übersetzt Forum, Marktplatz bedeutet. Im antiken Rom fanden die Gerichtsverfahren, Untersuchungen, Urteilsverkündungen sowie der Strafvollzug öffentlich zumeist auf dem Marktplatz statt. Das englische Wort „Accounting“ bedeutet Rechnungswesen, Buchhaltung sowie Buchführung. Forensic Accounting ist demnach ein Untergebiet der Forensik, das sich mit den kriminellen Handlungen im Bereich der Rechnungslegung, also im weitesten Sinne Wirtschaftskriminalität, beschäftigt. Synonyme für Forensic Accounting sind Forensic Auditing oder Forensic Investigation.
Bianca Bitzer, Detlef Thomann, Markus Grottke, Jörg Meyer, Stephan Zirch, Rüdiger Birkental, Uwe Klapproth, Christian Hlavica, Damian James Byrne
8. Anti-Fraud Management als Risikomanagementdisziplin
Zusammenfassung
Die anhaltende öffentliche Diskussion um Risiko- und Compliance Management, die bereits dargestellten Anforderungen aus dem regulatorischen Umfeld sowie die trotz zunehmend verbesserten Anti-Fraud Management-Maßnahmen in Unternehmen weiterhin auftretenden Fälle von Wirtschaftskriminalität zeigen ganz deutlich, dass Fraud eine ernsthafte Bedrohung für Unternehmen darstellt, der mit entsprechender Risikoprävention begegnet werden muss. Wesentliche Ziele solcher Präventionsmaßnahmen sind die frühzeitige Identifikation und Bewältigung von potenziellen Fraud-Risiken und damit letztlich die Reduktion persönlicher Haftungsrisiken für die Unternehmensorgane sowie die Vermeidung von direkt oder indirekten verursachten finanziellen Schäden. Wie groß dieses Schadenspotenzial ist, zeigt u. a. die Association of Certified Fraud Examiners (ACFE) in ihrer regelmäßig, alle zwei Jahre erscheinenden Untersuchung „Report to the Nations on Occupational Fraud and Abuse“. Nach Schätzungen der Teilnehmer der letzten Studie beliefen sich die Schäden von Organisationen in den USA auf 5 % ihrer jährlichen Umsatzerlöse.
Verena Brandt, Heiko Fauck, Christian Hlavica, Nina Kiehne, Safet Kopov, Detlef Thomann
Backmatter
Metadaten
Titel
Tax Fraud & Forensic Accounting
herausgegeben von
Christian Hlavica
Frank Hülsberg
Uwe Klapproth
Copyright-Jahr
2017
Electronic ISBN
978-3-658-07840-9
Print ISBN
978-3-658-07839-3
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-07840-9

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