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Technische Gebäudeausrüstung

weitere Buchkapitel

Kapitel 8. Bauwesen 4.0 – Schlüsselfaktoren für den digitalen Wandel

Der Buchtitel „Wertakzente für die Baukultur 4.0 – Ethische Grundsätze im Umgang mit der Digitalisierung und KI“ zeigt, es herrscht Aufbruchsstimmung. Durch die grundsätzlich veränderte Erwartungshaltung der Gesellschaft an eine verantwortungsvolle Unternehmensführung im digitalen Zeitalter bekommt die Baubranche eine neue Dynamik.

Bianca Christina Weber-Lewerenz
1. Grundlagen

Es werden einige Voraussetzungen für die Planung von technischen Anlagen in Gebäuden beschrieben. Dazu zählen die Grundlagen über thermische Behaglichkeit in Räumen, die konzeptionelle Herangehensweise bei der Planung der technischen Infrastruktur und die Abschätzung notwendiger technischer Zentralen. Mit der Beschreibung der möglichen Leitungs- und Trassenführung wird auch auf Schall-, Wärme- und Brandschutzanforderungen eingegangen und die Kriterien für den Einfluss auf das Tragwerk erläutert.

Dirk Bohne
Kapitel 5. Der Architekten- und Ingenieurvertrag

Hier lesen und lernen Sie hoffentlich alles, was in ein Architekten- und Ingenieurvertrag beinhalten und regeln solle. Anhand des typischen Aufbau eines solchen Vertrags – beginnend mit der Überschrift, über die Parteien, die Präambel und letztendlich endend mit der Unterschrift und dem Anlagenverzeichnis wird alles dies erläutert. Sie können sich entweder vom Anfang bis Ende durchlesen, gar alles durcharbeiten oder aber Sie suchen sich nur die für Sie gerade interessante Regelung punktgenau heraus.Außerdem wird das Honorarthema beleuchtet, denn es lohnt sich, über das Honorar, dessen Kalkulation, die zugrundeliegenden Honorarbausteine, sowie darüber hinaus gehende Nachtragsthemen ein bisschen ausführlicher nachzudenken!

Hendrik Hunold, Maximilian Gawlik, Christian Spotka
Kapitel 11. Heizenergieeinsparung durch effiziente Gebäudedigitalisierung und smarte Quartiersvernetzung

Die zunehmende digitale Erfassung von Wohn- und Nutzgebäuden für die energetisch effiziente Regelung und Steuerung durch Kommunikation und Automation stellt in Anbetracht des Klimawandels und steigender Energiepreise einen möglichen, minimalinvasiven und geringinvestiven Lösungsansatz für die Problemlage dar und bietet zukünftig das Potential, über die entstehenden Infrastrukturen innovative digitale Services und Dienstleistungen anzubieten. Diese stellen grundsätzlich einen elementaren Baustein auf dem Weg zur All Electric Society dar. Auf der anderen Seite werden die Systeme komplexer und die Planung, Projektierung, Informationserfassung und Verwaltung von Infrastrukturen und Bestand zunehmend aufwendiger, während das fachlich qualifizierte Personal demographisch bedingt seit Jahrzehnten rückläufig zur Verfügung steht. Im Rahmen dieses Beitrags wird ein Lösungsansatz beschrieben, wie die Erzeugung der erforderlichen Infrastrukturen mittels durchgängiger Informationsmodelle und Generatorenworkflows zur automatisierten Verarbeitung gelöst wurde. Weiterhin werden Einblicke in die praktische Umsetzung und Anwendung im Realeinsatz sowie gewonnene Erfahrungswerte geboten.

Daniel Kretz, Oliver Scharf, Franz P. Schröder
Kapitel 13. Angebotsorientierte netzdienliche Energiebereitstellung in bidirektionaler Verknüpfung mit einem Nahwärmenetz am Beispiel eines Schulgebäudes

Die Umsetzung der Zukunftsvision „All Electric Society“ stellt eine Herausforderung und Umorientierung in nahezu allen Bereichen der Energieumwandlung, des -transports, der -speicherung und des -verbrauches dar. Für das vorliegende Energieversorgungskonzept der Schule am Windberg im Zusammenhang, mit einem umliegenden Wohngebiet im Zwickauer Stadtteil Marienthal, ist die Umgestaltung eines bestehenden konventionellen Nahwärmenetzes in ein Thermisches Smart Grid unter Einsatz von Sektorenkopplung, regenerativen Energiequellen und dem bidirektionalen Versand von Energiepaketen vorgesehen. Ein wichtiges Element zur Realisierung ist das Wirkprinzip der Wärmepumpe. Der hier beschriebene Praxisfall zeigt Wege auf, um das dieser Technik innewohnende Potential weiter auszuschöpfen. Hierbei wurde die Kombination mit einer PV-Anlage samt elektrischem Speicher und die Versorgung der Schule mit Heiz- und Kühlenergie in einem mathematischen Modell simuliert. Die Ergebnisse bieten die Möglichkeit einer simulationsgestützten Planung zur Auslegung der Gebäudetechnik in einem thermisch-elektrischen Verbundsystem.

Tobias Härtel, Mario Reichel, Martin Schwind, Matthias Hoffmann
4. Voraussetzung zur Planung

Laborgebäude, insbesondere mit Schutz- und Sicherheitsbereichen, gehören zu den kostenintensivsten Forschungsgebäuden und weisen auf Grund ihrer Komplexität gegenüber konventionellen Gebäuden zusätzliche Anforderungen auf. Dies spiegelt sich sowohl im Ablauf der Planung, also dem gesamten Planungsprozess mit den einzelnen Stufen der Kostenplanung, als auch in der notwendigen Qualifikation der Planungsbeteiligten wider. Für den Projekterfolg ist die gute Zusammenarbeit innerhalb des Planungsteams, aber auch eine offene und transparente Kommunikation mit Auftraggeber, Nutzer und Behörden unerlässlich. Neben den fachlichen Qualifikationen sollten auch diese Fähigkeiten in dem Auswahlverfahren der Beteiligten mitberücksichtigt werden. Das Honorar sollte dabei ein untergeordneter Aspekt sein, da es sich im einstelligen Prozentbereich an den Gesamtinvestitionen bewegt. Eine gute Planung von einem motivierten Planungsteam kann zu wesentlichen Optimierungen führen, die wirtschaftlich wesentlich stärker zu Buche schlagen.

Rainer Post, Udo Weber
Kapitel 6. Pandemie und Klimakrise

Corona hat die Herausforderungen des Klimawandels zu Beginn der Pandemie erst einmal in den Hintergrund gedrängt. Zumindest bis die Flutkatastrophe im Sommer 2021 – insbesondere in Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz- uns die unfassbaren Auswirkungen vor Augen geführt hat. Kleine Bäche werden zu reißenden Flüssen, überflutete Straßen mit schwimmenden Autos, einstürzende Häuser und Brücken und nicht zuletzt die vielen vielen Toten und Verletzten. Auch wenn die Flutkatastrophe im Sommer 2021 nicht unmittelbar durch den Klimawandel ausgelöst worden ist, so ist sie dadurch verstärkt worden. Darüber hinaus haben die Waldbrände in Teilen Südeuropas, Kanadas und Sibiriens den Eindruck der dramatischen Folgen des Klimawandels untermauert. Vielleicht wird die Corona-Pandemie mit Impfungen und Schutzmaßnahmen irgendwann beherrschbar sein, aber die nächste Pandemie wird kommen. Und auch die Klimakrise wird bleiben und sich verschärfen, wie dies der Bericht des Weltklimarats vom August 2021 und die UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow im November 2021 bestätigt haben.

Christa Reicher, Dr. Jürgen Tietz
8. Das Potenzial eines innovativen Entscheidungstreffprozesses in der Projektentwicklung

Unsere Hochbauten haben einen langfristigen Einfluss auf die soziale und ökologische Umgebung. Daher ist es besonders wichtig, in der Projektentwicklung und in den frühen Planungsphasen – im folgendem Early Stage Design (ESD) genannt – anhand ökologischer und ökonomischer Kriterien ein bestmögliches Gebäudekonzept zu entwickeln. Die Ausgangssituation einer Projektentwicklung ist mit der eines neuen Unternehmens vergleichbar – sie ist nämlich durch Individualität der Immobilienprojekte, facettenreiche Märkte und Geschäftsmodelle gekennzeichnet sowie durch unterschiedliche Exitstrategien der Projektentwickler. Bevor man größere Projektteams zusammenstellt, muss man sich bereits in der frühen Projektphase mit diversen Optimierungs-Herausforderungen auseinandersetzen. Oft müssen in dieser Phase teils widersprüchliche Leistungskriterien berücksichtigt werden, darunter vor allem Qualität und Preis, besonders was die technische Umsetzung betrifft. Zur frühzeitigen Beseitigung solcher Herausforderungen ist es wichtig, die verschiedenen Ziele zu berücksichtigen und entsprechende praktische Strategien zu entwickeln, um den bestmöglichen Kompromiss zwischen qualitativen und quantitativen Kriterien zu finden.

Natasha Catunda, Sara Kukovec
2. Welche Stakeholder und Interessen bestimmen die Zusammenhänge der traditionellen Wertschöpfung?

Im Rahmen der einzelnen Gebäudelebenszyklusphasen Entwickeln/Ankaufen, (Um-)/Planen, (Um-)/Realisieren, Betreiben und Veräußern/Abreißen arbeiten zahlreiche Beteiligte mit unterschiedlichen Geschäfts- und deren Wertschöpfungsmodellen zusammen. Der Bedarf des jeweiligen Kunden der einzelnen Stakeholder ist dabei der Auslöser für die einzelnen Wertstellungspräpositionen und deren Wertschöpfungsprozesse, um für diese Abnehmer das gewünschte Ergebnis zu erzeugen. Mit Unterstützung der Technologien gilt es jetzt zum einen nachhaltiger und effizienter zu werden und zum anderen neue Ökosysteme zu schaffen sowie bestehende Geschäftsmodelle noch effizienter zu gestalten. Zur Vereinfachung sind in deinem Buch die Beteiligten in die Gruppen Investor/Projektentwickler, Projektsteuerer, Architekten/Fachplaner, Ausführende/Generalunternehmer, Material- und Gerätelieferanten und Asset Management/Property Management/FM-Dienstleister usw. geclustert. Weitere Abstufungen wurden nicht gesondert vorgenommen. So sind beispielsweise Abbruchunternehmen den Ausführenden zuzuordnen. In Abhängigkeit der Vergabestrategien in den jeweiligen Projekten kann es sehr unterschiedliche Verbindungen zu Beteiligten, wie zum Beispiel zu Generalplanern oder Generalübernehmern/Totalunternehmer, geben. Die Behörden sind hier auch als eigenständige Gruppe zu betrachten. Gerade auch mit Blick auf Digitalisierungspotenziale, zum Beispiel der Baugenehmigungsverfahren und deren Beschleunigung ist die Genehmigungsbehörde ein wesentlicher Stakeholder zu Beginn des Lebenszyklus, um die Realisierung von Projektideen überhaupt erst zu ermöglichen.

Matthias Mosig, Sara Kukovec, Christoph Jacob
7. Beispiele für BIM-Anwendungsfälle für die Lehre und deren Bedeutung/Umsetzung

BIM hat je nach Zielen und Rahmenbedingungen unterschiedliche Ausprägungen. Diese werden im Folgenden anhand von ausgewählten Anwendungsfällen hinsichtlich ihrer spezifischen Mehrwerte und Besonderheiten aufgezeigt.

Habeb Astour, Henriette Strotmann
Abschnitt 3 Vergütung von Sachverständigen, Dolmetschern und Übersetzern

Der Sachverständige erhält für seine Tätigkeit eine Vergütung. Das JVEG orientiert sich an dem Bild des selbstständigen und in dieser Funktion beruflich tätigen Sachverständigen. Dieser ist nicht mehr für eine im allgemeinen Interesse zu erbringende Leistung, ähnlich wie ein Zeuge, für im Einzelfall eintretende Vermögensnachteile zu entschädigen, sondern für seine Dienste leistungsgerecht zu vergüten (BT-Drucksache 15/1971, S. 142).

Andreas Weglage
Nachhaltig ausgerichteter Hausbau in Deutschland – Partielle und holistische Gebäudeinnovationen

In Deutschland existieren bereits heute vielfältige Konzepte für die Errichtung und den Betrieb von Gebäuden, die als nachhaltig bezeichnet werden können – auch wenn sie sich meist nur speziellen Problemfeldern innerhalb des Bauwesens widmen. Die Grundlagen dieser Gebäudekonzepte werden im vorliegenden Beitrag erläutert, um einen Einstieg in das Themengebiet des nachhaltigen Bauens zu geben. Darüber hinaus wird die Frage erörtert, ob Gebäude, deren Planung auf partiellen Ansätzen beruht, heute noch als nachhaltig bezeichnet werden können. Abschließend widmet sich der Beitrag der Automatisierung von Ökobilanzierungen. Das damit einhergehende und auf digitalen Methoden aufbauende Potenzial zeigt wie negative Auswirkungen von Neubauprojekten auf unsere Umwelt mithilfe der Methode des Building Information Modeling reduziert werden können.

Viktor Hasselbring
9. BIM im Immobilienbetrieb – Fallstudien

Immer noch ist es nicht einfach erfolgreiche Fallbeispiele für den Einsatz von BIM im Immobilienbetrieb zu finden. Der GEFMA-Arbeitskreis Digitalisierung hat innerhalb der letzten Jahre praktische Beispiele gesammelt und aufgearbeitet, so dass in diesem Kapitel mittlerweile 11 nationale und internationale BIM-FM-Projekte vorgestellt werden können. Dabei werden so unterschiedliche Anwendungsbereiche herausgegriffen wie: Medien, Pharma, Bank, Museum, Technologiepark, Energieversorger, Flughafen, Verwaltung und Kommune. Aus diesen Beispielen lassen sich Erfahrungen und Erkenntnisse sowie Anregungen für eigene BIM/FM-Projekte gewinnen. Auch lassen sich realistische Anforderungen an eine erfolgreiche technische Umsetzung ableiten.

Maik Schlundt, Simon Ashworth, Thomas Bender, Asbjörn Gärtner, Michael Härtig, Reiko Hinke, Markus Krämer, Michael May, Matthias Mosig
5. Projektmanagement

Die Geburtsstunde des Projektmanagements liegt in den 70er-Jahren, in denen einige Großprojekte spektakulär scheiterten. Die Ursachenanalyse mündete seinerzeit in der Erkenntnis, dass der Bauherr ab einer bestimmten Projektgröße und Komplexität eine ganze Reihe an vitalen Aufgaben hat, die fachlich nicht den Planern zuzuordnen sind, sondern die er selber fachlich und kapazitiv bewältigen muss. Des Weiteren ergab sich die Erkenntnis, dass neben den klassischen Themen der Terminplanung mittels Netzplan und Kostenplanung eine ganze Reihe an ergänzenden Aufgaben für den Bauherrn entstehen, die sehr anspruchsvoll sind und auch einer nachhaltigen Erfahrung bedürfen. Aus den in diesem Zusammenhang entstandenen Diskussionen entwickelte sich an der Seite des Bauherrn die Dienstleistungsfunktion Projektmanagement. Sie ist als Stabsstelle des Bauherrn in jedem Projekt in unterschiedlicher Art und Weise einzubinden. Die im Kapitel aufgezeigten Projektbeispiele, u. a. zum Entscheidungs-, Termin- oder Kostenmanagement, zeigen die Kernleistungen des Projektmanagements auf. Darüber hinaus werden Leistungen beschrieben, die die Themenkomplexe Kommunikationssysteme, Nutzungskosten und Nachhaltigkeit aufgreifen.

Norbert Preuß, Lars Bernhard Schöne, Mariana Bleifuß, Rainer Stiller
6. Transaktionsmanagement

Der An- und Verkauf von Immobilien oder ganzer Immobilienportfolios ist als komplexer Vorgang zu verstehen, dessen Erfolg von einer sorgfältigen Planung und strukturierten Durchführung abhängt. Das Leistungsbild des Transaktionsmanagements ist im Kontext der unterschiedlichen Sichtweisen und an die Leistungserbringung für entweder den Käufer oder den Verkäufer einer Immobilie abzuleiten. Je nach Konstellation sind die Interessenlage, der Bedarf und damit auch die Aufgabenstellung unterschiedlich. In der inhaltlichen Auseinandersetzung des Transaktionsprozesses verlaufen die Interessenlagen zwischen Käufer und Verkäufer oftmals divergierend bis konträr. Das Transaktionsmanagement umfasst im Schwerpunkt die Durchführung von An- und Verkaufsprozessen als verbindendes Element zwischen diesen beiden Parteien. In der Beschreibung der notwendigen Leistungen werden in diesem Kapitel die Details des Immobilientransaktionsprozesses aufgezeigt. Weiterhin werden die Phasen Strategie, Vorbereitung und Integration sowie die Durchführung mit Beispielen unterlegt.

Norbert Preuß, Lars Bernhard Schöne, Wolfgang Högerle
4. Projektentwicklung

Die Ausgangssituation eines Projektentwicklers für ein neues Projekt ist gleichbedeutend mit dem Startup eines neuen Unternehmens – einem Unternehmen auf Zeit bzw. seiner Geschäftsfeldentwicklung. Die eigentliche Leistung des Projektentwicklers besteht folglich darin, die drei wesentlichen Faktoren – Standort, Projektidee und Kapital – so miteinander zu kombinieren, dass einzelwirtschaftlich wettbewerbsfähige und zugleich gesamtwirtschaftlich, sozial- und umweltverträgliche Immobilien-Projekte geschaffen und gesichert werden. Immobilien-Investitionsentscheidungen ziehen insofern hohe und langfristige Kapitalbindungen für den Investor nach sich. Die finanziellen Konsequenzen aus dem eingegangenen Engagement sind i. d. R. außerordentlich hoch. In diesem Kapitel werden die Kernleistungen des Projektentwicklers, von der Geschäftsfeldentwicklung, über die notwendigen Analysen und Bewertungen sowie die Projektierungsergebnisse, beispielsweise eines Nutzerbedarfsprogramms oder eines Kostenrahmens, detailliert aufgezeigt. Zur späteren optimalen Bewirtschaftung und einer entsprechenden Gebäudeeffizienz sind bereits die Ansprüche des zukünftigen Nutzers und Betreibers konzeptionell in die ProjektentwicklungProjektentwicklung einbezogen.

Norbert Preuß, Lars Bernhard Schöne, Rainer Stiller, Mariana Bleifuß
2. Lebenszyklus der Immobilie

Alle im zweiten Kapitel dargestellten Bestandteile sind Elemente der Immobilienwirtschaft. Sie umfassen den gesamten Lebenszyklus der Immobilie vom Ankauf oder dem Projektanstoß bis hin zur Umwidmung, über den Abriss am Ende der wirtschaftlich vertretbaren Nutzungsdauer bis hin zum Verkauf der Immobilie. Die unterschiedlichen Bereiche des Real Estate und Facility Managements grenzen sich durch den Zeitpunkt sowie den Schwerpunkt ihrer Meilensteine und folglich ihrer Zielsetzung ab. Diese Trennung ist jedoch aufgrund von Überlagerungen der Bereiche und Aufgabenstellungen nicht klar zu ziehen, sondern ausgehend von den jeweiligen Schwerpunkten immer mit ihren Schnittstellen zu diskutieren. Zur Schaffung eines allgemeinen Verständnisses werden die acht wichtigsten Disziplinen: Projektentwicklung und -management, Transaktions-, Risiko- sowie Portfoliomanagement und weiterhin Asset-, Property-, Facility Management dargestellt. Um ein Verständnis für Grenzen, Interdependenzen und Schnittstellen der einzelnen Disziplinen zu schaffen, wurden die Definitionen über die Kriterien Erfolgsfaktoren, Organisationsmöglichkeiten, Vergütungsmodelle und Anforderungsprofile einheitlich strukturiert.

Norbert Preuß, Lars Bernhard Schöne
8. Portfoliomanagement

Das Kapitel Portfoliomanagement beschreibt die zentralen Aufgaben der Entwicklung, Fixierung und Umsetzung von Portfolio- und Immobilienstrategien. Hierzu zählen weitere unterstützende Aufgaben, die das Immobilienportfolio betreffen und die eine Anwendung z. B. der Portfoliotheorie ermöglichen. Da das Immobilien-Portfoliomanagement in Analogie zu der Wertpapieranalyse mit aktuellen Marktwerten rechnet, ist die Bestimmung und Kenntnis von Immobilien-Marktwerten eine essenzielle Voraussetzung. Ein klar strukturiertes Berichtswesen ist ein Hilfsmittel, um steuernde, planende und kontrollierende Aufgaben wahrnehmen zu können. Finanzinstitute als Halter von Immobilienportfolios jeder Größe stehen häufig vor dem Problem „notleidender Immobilien“, die sie in Form von Rettungserwerben erlangt haben. Die Entscheidung für oder gegen die Durchführung eines Rettungserwerbs kann ebenfalls zu den Aufgaben des Portfoliomanagements gehören. Der gesamte Prozess des Immobilien-Portfoliomanagements wird in Form der Steuerung, Planung und Kontrolle von Immobilienbeständen und schließlich auch die Umsetzung mit Praxisbeispielen ausführlich dargelegt.

Norbert Preuß, Lars Bernhard Schöne
10. Property Management

Property Management entspricht dem ganzheitlichen Ansatz einer aktiven, ergebnis- und renditeorientierten Bewirtschaftung von Immobilienportfolien bzw. -teilportfolien. Das im Wesentlichen kaufmännisch ausgerichtete Property Management übernimmt dabei die treuhändische Wahrnehmung der Eigentümerfunktion und ist Ansprechpartner für Mieter und Nutzer der betreuten Immobilien vor Ort. Es setzt Objektstrategien konsequent um und entwickelt sie weiter. Ziel ist die dauerhafte Realisierung und Maximierung von Renditechancen. Durch die Schaffung von Transparenz zeigt das Property Management auf der Objektebene die Potenziale, aber auch die Risiken frühzeitig auf. Im vorliegenden Kapitel werden Prozesse, Maßnahmen und Beispiele zur Schaffung von Transparenz und Hebung von Potenzialen über die wichtigsten rendite- bzw. werttreibenden Parameter der Immobilie aufgezeigt. Diese dargestellten Handlungsoptionen ermöglichen es, die relevanten Kennzahlen zu bilden und die Immobilie ganzheitlich zu betrachten. Darüber hinaus kann die Objektperformance im Vergleich zum Portfolio oder zum Markt kritisch überprüft und darauf aufbauend auch entsprechende Entscheidungshilfen abgeleitet werden.

Norbert Preuß, Lars Bernhard Schöne, Edgar Schropp
Kapitel 9. Bad Planung – Architekten-Ausführungsplanung?

DiesObjektplanung betrifft nichtAusführungsplanung nur DächerPlanungArchitekt, Balkone oder Untergeschosse, sondern auch „normale“ Badezimmer, insbesondere jedoch Schwimmbadbereich.

Joachim Schulz
Kapitel 1. Analysieren und Erfassen

Seit der Industrialisierung in der Gründerzeit (Abb. 1.1) hat sich die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung beschleunigt. Bevölkerungswachstum und Kriegszerstörungen forderten einen raschen und unaufwendigen Baustil. Im Baugeschehen wurden handwerkliche Arbeitsabläufe durch rationellere Verfahren abgelöst, die Bauindustrie hat mit neuen Bauweisen und Baustoffen große Teile der Umwelt geprägt.

Michael Stahr
11. Baustelleneinrichtungsplanung

Die Baustelleneinrichtung (BE) wird durch Bauunternehmen im Rahmen der Fertigungsplanung festgelegt. Damit werden die Voraussetzungen zur Realisierung des vom Auftraggeber bestellten Bauwerks geschaffen. Es muss sichergestellt werden, dass die in Auftrag gegebene Bauleistung in der geforderten Qualität ausgeführt werden kann und die Vertragstermine eingehalten werden können. Wichtige Randbedingungen, welche die Baustelleneinrichtungsplanung (BE-Planung) beeinflussen, werden bei klassischer Projektabwicklung durch den Bauherrn in der Leistungsbeschreibung (z. B. Baubeschreibung, Leistungsverzeichnis), in den Vertragsbedingungen und Ausführungsunterlagen (z. B. Pläne, Berechnungen) vorgegeben. Ziel des Bauunternehmens ist es dabei, das Bauwerk in der geforderten Qualität und Zeit mit möglichst geringen Kosten, unter Beachtung von Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten, des Umweltschutzes und der Verkehrssicherungspflichten gegenüber Dritten herzustellen. Die zuletzt genannten Aspekte werden durch Rechtsvorschriften, Technische Regeln und das Regelwerk der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung bestimmt. Insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) finden sich detaillierte Angaben in einer von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) kostenlos abgegebenen Informationsschrift. Ausführliche Darstellungen finden sich in Schach/Otto.

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach, Prof. Dr.-Ing. Hans Christian Jünger, Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing. Jens Otto, Prof. Dr.-Ing. Matthias Sundermeier
Kapitel 4. Plattformgestützte Zusammenarbeit – Plannerly

Die plattformgestützte Zusammenarbeit im Sinne der BIM-Methodik für die technische Gebäudeausrüstung erfordert Standards für eine organisatorische Projektabwicklung mit dem Ziel, der vollumfänglichen Implementierung der BIM-Methodik. Hierfür wird in diesem Hauptkapitel ein offenes standardisiertes Konzept als Werkzeug für die browserbasierte BIM-Management-Plattform Plannerly entwickelt und vorgestellt. Um die Praxistauglichkeit zu prüfen, wird das entwickelte Konzept in ein Beispielprojekt integriert.

Christine Hornbergs
Kapitel 4. Diskussion und Bewertung von Sanierungskonzepten

Gebäude unterliegen sehr unterschiedlichen Anforderungen und insbesondere bei deren Sanierung müssen alle in Abbildung 4.1 Effekte bedacht werden.

David Bewersdorff
Kapitel 5. Methodik zur Gestaltung eines modularen Montagesystems

Auf Basis des vorgestellten Konzepts der Modularen Produktion als Organisationsform für die Montage im Automobilbau wird in Abschnitt 5.1 ein modulares Produktionssystem modelliert. Dazu werden zunächst die Anforderungen an eine Modellierungssprache beschrieben und anschließend wird eine geeignete Modellierungssprache ausgewählt. Diese wird in Kapitel 5 für die Beschreibung der Gestaltungsmethodik (siehe Tab. 5.1) verwendet, die danach in Kapitel 6 auf einen Anwendungsbereich angewandt wird.

Wolfgang Kern
Kapitel 59. Leistungsbilder in der oberflächennahen Geothermie

Oberflächennahe geothermische Anwendungen als Wärmequelle für erdgekoppelte Wärmepumpensysteme sind mittlerweile eine anerkannte Energiequelle. Bei Anwendungen im gewerblichen Bereich kann die oberflächennahe Geothermie aufgrund der recht konstanten Untergrundtemperaturen neben Wärme auch Kälte zur Kühlung der Gebäude zur Verfügung stellen

Simone Walker-Hertkorn, Markus Kübert, Florian Schwinghammer
13. Collaborative Methoden + Werkzeuge der Projektorganisation

Der Beitrag ist eine Summary von 40 Jahren Bemühens um die nichtgeometrische Projektarbeit, die im Gegensatz zu CAD+BIM nur wenige vorgedachte Werkzeuge und Methoden aufweist, dennoch aber wesentliche Inhalte wie Termine, Kosten, Qualitätsbeschreibungen, Quantitätsdokumentation, Anordnungen, Prüfergebnisse, Nachrichten, Protokolle etc. generiert, die zu häufig mit niederschwelligen Werkzeugen (Tabellen) bearbeitet werden, aber viele, oft teure Missverständnisse und hohe Sachkosten verursachen kann, die im Sinne der Produktivitätssteigerung dringend verbessert werden müssen.

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Hans Lechner
29. Komplexitätsbeherrschung durch Anwendung dynamisch-interdisziplinärer BIM-Modelle

Um die Komplexität im Rahmen von Projektmanagementaufgaben innerhalb der Fabrikplanung beherrschbar zu machen wurden in den vergangenen Jahren diverse Forschungsvorhaben durchgeführt, welche eine Abkehr von zeitlich strukturierten Planungsvorgehen zu inhaltlich strukturierten Modellen prognostizierten.

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Mike Gralla, Kai Christian Weist
28. Ökonomische Potenziale von Building Information Modeling (BIM) im Spannungsfeld von Branchenstruktur und Beschaffungspraxis

Wohl kaum ein Thema hat die Bauwirtschaft in den vergangenen Jahren so dominiert wie die Diskussion um die Anwendung digitaler Technologien für das Planen, Realisieren und Bewirtschaften von Gebäuden und baulicher Infrastruktur. Vielfach ist die Klage zu hören, Deutschland komme auf diesem Weg nur äußerst schleppend voran und drohe deshalb, auf einem zentralen Zukunftsfeld den Anschluss zu verlieren.

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Matthias Sundermeier, Philipp Beidersandwisch, Felix Theuring
Kapitel 3. Rechtliche Grundlagen und Schutzziele

In derSchutzziel BundesrepublikBaurecht, öffentliches DeutschlandBundesrepublik Deutschland erfolgt eine gesetzliche VerankerungVerankerung, gesetzliche des Brandschutzes im Sicherheitsrecht

Claus Lange
Kapitel 8. Bauliche Anlagen besonderer Art oder Nutzung

Zu den baulichen Anlagen besonderer Art oder Nutzung, die auch als Sonderbauten bezeichnet werden, gehören beispielsweise Hochhäuser, Waren- und Geschäftshäuser bzw. Verkaufsstätten, Versammlungsstätten, Schank- und Speisegaststätten, Hotels und Pensionen bzw. Beherbergungsstätten, Pflege- und Betreuungseinrichtungen, Krankenhäuser, Schulen und Hochschulen sowie Produktions- und Lagergebäude mit Explosions- oder erhöhter Brandgefahr.

Claus Lange
Kapitel 2. Nachhaltigkeit im Bauwesen

Das nachfolgende Kapitel thematisiert kurz die Einordnung des Nachhaltigkeitsbegriffes innerhalb des Bau- und Gebäudesektors. Ausgehend von gesetzlichen und förderrechtlichen Vorgaben wird beschrieben, inwiefern weitere Nachhaltigkeitsanforderungen durch Zertifizierungssysteme gesetzt werden. Anschließend folgt die Beschreibung der Grundlagen relevanter Methoden zur Operationalisierung von Nachhaltigkeit im Bauwesen in Bezug auf eine derzeitige Anwendung mit der BIM-Methode.

Niels Bartels, Jannick Höper, Sebastian Theißen, Reinhard Wimmer
1. Wärmeschutz

Die wesentlichen Aufgaben des Wärmeschutzes unter den hiesigen klimatischen Bedingungen sind

Jan Bredemeyer, Jasmin Fischer, Manuela Walsdorf-Maul, Falk Schaudienst
8. Organisationaler Wandel: Change Management

Dieses Kapitel vermittelt, welche internen und externen Treiber unternehmerischen Wandel auslösen, welche Formen und Ursachen von Widerstand bei Veränderungsprozessen auftreten können, wie Symptome von Widerstand identifiziert werden und mit diesen konstruktiv umgegangen wird, unterschiedliche Herangehensweisen an Veränderungserfordernisse (reaktiv vs. proaktiv), welche Phasen in Veränderungsprozessen durchlaufen werden, welche Instrumente für die erfolgreiche Umsetzung von Veränderungen zur Verfügung stehen, die Kenntnis von Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren von Veränderungsprozessen.

Rainer Bergmann, Martin Garrecht
2. Grundlagen der geometrischen Modellierung

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für Building Information Modeling ist die Arbeit mit dreidimensionaler Geometrie. Dieses Kapitel geht daher auf die Grundlagen zur Beschreibung von Geometrie im Computer ein. Dabei werden explizite und implizite Verfahren zur Repräsentation von Volumenmodellen ebenso behandelt wie die Grundlagen der parametrischen Modellierung zur Schaffung flexibler, leicht anpassbarer Modelle. Ein weiterer Schwerpunkt des Kapitels liegt auf Freiformkurven und -flächen und der ihnen zugrundeliegenden mathematischen Beschreibung.

André Borrmann, Volker Berkhahn
10. Ordnungssysteme im Bauwesen: Terminologien, Klassifikationen, Taxonomien und Ontologien

Ordnungssysteme sind im Bauwesen ein wichtiges Mittel, um Bedeutungen von Begriffen eindeutig festzulegen und zu strukturieren, damit sie von allen Beteiligten konsistent verwendet werden. In ihrer bewährten Form als Texte und Tabellen sind sie für den Gebrauch von Experten bestimmt, um eindeutige und verbindliche Spezifikationen, Anforderungen und Absprachen über Bauwerke, ihre Bauteile sowie deren Eigenschaften zu erstellen. Für den Einsatz im Kontext von Building Information Modeling können sie in maschinenlesbarer Form zu semantischen Auszeichnung von Modellobjekten verwendet werden und so den Informations- und Datenaustausch weiter harmonisieren. In diesem Kapitel werden die Grundlagen, Anwendungen und technischen Umsetzungen verschiedener Ordnungssysteme vorgestellt und erläutert.

Jakob Beetz
40. BIM bei Bauwens

Die Bauwens Unternehmensgruppe entwickelt, plant, baut und betreibt Immobilien zum Wohnen, Arbeiten und Einkaufen. Als innovatives Immobilienunternehmen befasst sich Bauwens bereits seit vielen Jahren mit der BIM-Methodik und konnte dabei wertvolle Erkenntnisse sammeln und Mehrwerte für die Projekte realisieren.Im Jahr 2019 wurde das Thema BIM mit dem Aufbau einer entsprechenden Abteilung und Erarbeitung einer umfangreichen Strategie neu priorisiert. BIM wird bei Bauwens als Methode zur ganzheitlichen, prozessorientierten und digital unterstützten Projektabwicklung verstanden. Mit der BIM-Strategie ist ein Rahmen, ein System und ein Umsetzungsplan für die effektive, effiziente und nachhaltige Implementierung der Methode in der openBIM Variante entstanden.Seit 2020 werden konsequent alle Projekte bei Bauwens mit BIM auf- und umgesetzt. Der Einsatz von BIM erstreckt sich hierbei auf die gesamte Wertschöpfungskette der Projekte. Die Verantwortung, die Bauwens als Bauherr und Auftraggeber hinsichtlich BIM bewusst wahrnimmt, gewährleistet die erfolgreiche Umsetzung für alle involvierten Projektbeteiligten. Das BIM-ProjektmanagementBIM-Projektmanagement ist ein wesentlicher Bestandteil und bildet das organisatorische Rückgrat im Projekt. Die Anwendung der BIM-Methode und die Realisierung der Mehrwerte erfolgt aktuell mindestens in den Phasen Projektaufsatz, Planung, Kalkulation, Arbeitsvorbereitung und Bauausführung.Die weiteren Entwicklungen werden entlang des Umsetzungsplans der BIM-Strategie erarbeitet. Ein elementarer Schritt fokussiert die Entwicklung und Implementierung einer digitalen Projektmanagementplattform.

Gero Weitz
7. Prozessbasierte Definition von Modellinhalten

Über den gesamten Lebenszyklus von Bauwerken hinweg sind multi-disziplinäre Gruppen von Experten in Prozessen eingebunden, die eines ständigen Austausches von Informationen bedürfen. Hierfür müssen verlässliche, gut strukturierte und maschinenlesbare Prozesse und Anforderungen an den Informationsaustausch spezifiziert und formalisiert werden.. Für eine sinnvolle Nutzung im Rahmen von Planungsprozesses ist jedoch darüber hinaus festzulegen, welche Informationen von wem wann welchem Projektbeteiligten wie zur Verfügung gestellt werden sollen. Hierzu wurde von buildingSMART die Methode Information Delivery Manual (IDM) entwickelt, die vorsieht, die Datenaustauschprozesse mithilfe einer grafischen Notation zu beschreiben, um daraus Anforderungen hinsichtlich der auszutauschenden Modellinhalte (Exchange Requirements) abzuleiten. Das Datenmodell Industry Foundation Classes (IFC) stellt einen umfassenden herstellerneutralen Standard zur Beschreibung von digitalen Bauwerksmodellen zur Verfügung. Dabei handelt es sich jedoch zunächst nur um eine Datenstruktur, die je nach Anforderung mit unterschiedlichen Daten gefüllt werden muss. Die technische Umsetzung dieser Anforderungen wird mit einer Model View Definition (MVD) realisiert, die genau festlegt, welche Entitäten und Attribute des IFC-Modell verwendet werden dürfen bzw. müssen. Das Kapitel beschreibt im Detail die Herangehensweise der IDM und die Funktionsweise von MVD.

Jakob Beetz, André Borrmann, Matthias Weise
15. Bauen im Bestand

Als Nutzungsdauer von Bauwerken wird der vorgesehene Zeitraum bezeichnet, in dem Bauwerke, eine laufende Instandhaltung vorausgesetzt, ohne wesentliche Instandsetzungsmaßnahmen bestimmungsgemäß nutzbar sind. Dabei wird davon ausgegangen, dass bei richtiger Planung, Bemessung und Bauausführung sowie bestimmungsgemäßem Gebrauch alle Anforderungen an das Bauwerk hinsichtlich Tragfähigkeit, Gebrauchstauglichkeit und Dauerhaftigkeit mit einer ausreichenden Zuverlässigkeit über die geplante Nutzungsdauer erfüllt werden.Gemäß DIN EN 1990 wird für Gebäude und andere gewöhnliche Tragwerke eine Nutzungsdauer von 50 Jahren, für monumentale Gebäude und Brücken von 100 Jahren vorausgesetzt. Den Unsicherheiten aus zeitlichen Veränderungen muss durch eine regelmäßige Bauwerksüberprüfung begegnet werden. Mit DIN 1076 [32] liegt für die Bauwerksprüfung von Ingenieurbauwerken im Zuge von Straßen und Wegen ein seit geraumer Zeit entwickeltes, technisches Regelwerk vor.Für die Bauwerksüberprüfung von Bauwerken des Hochbaus wurden ebenfalls Regelwerke entwickelt. Die Entwicklung dieser Regelwerke hat durch einige Fälle von Tragwerksversagen im In- und Ausland an Bedeutung gewonnen. Von der Bauministerkonferenz der Länder (ARGEBAU) wurde im Jahr 2006 ein Grundlagenpapier mit Hinweisen für die regelmäßige Überprüfung üblicher Bauwerke des Hochbaus erarbeitet [1]. Als Anhang zur Musterbauordnung (MBO) [40] sind diese Hinweise den anerkannten Regeln der Technik zu zuordnen. Die Hinweise der Bauministerkonferenz werden ergänzt und konkretisiert durch die VDI-Richtlinie 6200 [46].

Prof. Dr.-Ing. Uwe Weitkemper
9. Sonderkonstruktionen des Betonbaus

Teilweise oder vollständig in das Erdreich eingebettete Gebäudeteile bedürfen in der Regel einer Abdichtung gegen den äußeren Feuchte- bzw. Wasserzutritt. Abdichtungen nach DIN 18533, die vom allgemein für die Abdichtungsaufgabe verantwortlichen Objektplaner geplant werden, wurden in den letzten Jahrzehnten zunehmend von WU-Konstruktionen verdrängt. Deren Planung und Ausführung nach der WU-Richtlinie des DAfStb als anerkannte Regel der Technik wird meist nicht eigenständig vom Objektplaner leistbar sein, der stattdessen einen sachverständigen Tragwerksplaner oder einen spezialisierten WU-Planer für die konstruktive Auslegung und die rechnerischen Nachweise hinzuzieht. Da bei WU-Betonbauwerken die Stahlbetonkonstruktion neben der Tragwerksfunktion auch die Abdichtung übernimmt, ergeben sich zahlreiche Wechselwirkungen und Schnittstellen in den zugehörigen Planungen, so dass aus Sicht des Autors eine Übernahme der WU-Planung durch den sachverständigen Tragwerksplaner technisch sinnvoll ist. Nachlaufend zu den stetig gestiegenen technischen und juristischen Anforderungen zeichnet sich bei den Bauherren zunehmend die Erkenntnis ab, dass die zugehörige, qualitätvolle Planung der WU-Konstruktion einer gesonderten Vergütung bedarf. Der Beitrag soll Tragwerksplanern einen kompakten, praxisnahen Überblick zur Thematik bieten. Er wird durch Beispiele im Begleitbuch ″Beispiele aus der Baupraxis″ ergänzt.

Prof. Dr.-Ing. Michael Horstmann
Kapitel 10. Haustechnik

Das zehnte Kapitel führt die wichtigsten Fachausdrücke für die Haustechnik ein. Dabei wird das Fachvokabular, das zum Wohlbefinden der Gebäudenutzer beiträgt, aufgezeigt und in einen textlichen Zusammenhang gebracht. Die Häufung von zusammengesetzten Substantiven (Komposita) ist in dem Bereich der Haustechnik besonders prägnant und so wird nacheinander ihre Verwendung bei den Themen Wasser, Wärme, Lüftung und Strom untersucht und geübt. Am Kapitelende wird das Thema Energie und Nachhaltigkeit anhand von Komposita und verschiedenen Niedrigenergiehäuser behandelt.

Felix Friedrich, Sharon Heidenreich
Kapitel 15. Ausführungsplanung (Leistungsphase 5)

In diesem Kapitel lerne ich: Fachvokabular zum Thema Detailplanung. wie Sie Kollegen finden, die Sie beim Lernen unterstützen. Abkürzungen auf Werkplänen.

Felix Friedrich, Sharon Heidenreich
Kapitel 2. ORDNUNG UND GLIEDERUNG

Bevor auf die Ordnung einer Konstruktion eingegangen werden kann, muss sich der Blick zunächst auf die Gesamtordnung des Bauwerks richten, von welchem die Konstruktion die technisch-materielle Komponente darstellt. Da auch die Konstruktionsarbeit, also die Planung der Konstruktion, im gesamten Planungsprozess des Bauwerks eingebettet ist, steht diese in Abhängigkeit der übergeordneten planerischen oder entwurflichen Festsetzungen. Diese betreffen das allgemeine Gebäudekonzept, insbesondere das strukturelle Ordnungsprinzip, das diesem zugrunde liegt.

José Luis Moro
Zweiter Abschnitt – Allgemeine Anforderungen an die Bauausführung

Die Regelungen des § 11 zielen darauf ab, die auf der Baustelle Beschäftigten und die Allgemeinheit vor Gefahren und unzumutbaren Belästigungen zu schützen, die von Baustellen ausgehen. Ferner enthält § 11 Bestimmungen über die Abgrenzung der Baustelle und deren Kennzeichnung, das erforderliche Bauschild und den Schutz erhaltenswerter Bepflanzungen. Die Sonderregelung des Abs. 1 Satz 2 (alt), nach der für Baubuden und Baustelleneinrichtungen die gebäudebezogenen Anforderungen der BauO keine Anwendung fanden, wurde mit dem 3. ÄndG gestrichen, wodurch § 11 nun auch der Musterbauordnung entspricht. Die Regelung ist entbehrlich, weil es sich bei Baubuden und Baustelleneinrichtungen nicht um dauerhaft genutzte Gebäude mit Aufenthaltsräumen handelt und sich die betrieblichen Sicherheitsanforderungen einer Baustelle aus der Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen (Baustellenverordnung – BaustellV) vom 10. Juni 1998 (BGBl. I S. 1283), zuletzt geändert durch Artikel 27 des Gesetzes vom 27. Juni 2017 (BGBl. I S. 1966) ergeben. Baustellenbüros, die dauerhaft besetzt sind, müssen grundsätzlich die Brandschutzanforderungen der BauO Bln einhalten. Nach § 61 Abs. 1 Nr. 13a sind Baustelleneinrichtungen einschließlich der Lagerhallen, Schutzhallen, nicht dem Wohnen dienenden Unterkünften und Baustellenbüros verfahrensfrei. § 76 Abs. 1 Satz 2 stellt klar, dass Baustelleneinrichtungen keine Fliegenden Bauten sind.

Thomas Meyer, Justus Achelis, Annegret von Alven-Döring, Mathias Hellriegel, Matthias Kohl, Markus Rau
ERSTER TEIL – Allgemeine Vorschriften

Die BauO Bln wird durch einen „Ersten Teil“ eingeleitet, der die §§ 1 bis 3 als „allgemeine Vorschriften“ umfasst. Sie sind für alle übrigen fünf Teile des Gesetzes maßgeblich. § 1 legt den Anwendungsbereich der BauO Bln fest und bestimmt damit, für welche Gegenstände sie gelten soll. Sein Abs. 1 nennt die vom Gesetz erfassten Gegenstände; ihm ist zu entnehmen, ob es sich bei einem technischen Geschehen um einen der BauO Bln unterliegenden Vorgang handelt (vgl. OVG Bln, B. v. 07.05.1999 – 2 B 2/96 –, LKV 2000, 123 (123)). Absatz 2 schließt für einige Sachgruppen die Geltung des Gesetzes aus. Neben dem hierdurch geregelten sachlichen Anwendungsbereich finden sich in der BauO Bln Vorschriften über ihren persönlichen Anwendungsbereich (§§ 52 bis 56), also über ihre Adressaten. Der zeitliche Anwendungsbereich ergibt sich dagegen nicht aus der BauO Bln selbst, sondern, da sie Bestandteil eines Artikelgesetzes ist, aus Art. VI des Gesetzes zur Vereinfachung des Berliner Baurechts (Bauvereinfachungsgesetz – BauVG Bln) vom 29.09.2005 (GVBl. 495) und aus den dem BauVG Bln nachfolgenden Änderungsgesetzen.

Thomas Meyer, Justus Achelis, Annegret von Alven-Döring, Mathias Hellriegel, Matthias Kohl, Markus Rau
Sechster Abschnitt – Technische Gebäudeausrüstung

§ 39 stellt Anforderungen an Fahrschächte von Aufzügen (Absätze 1 bis 3), die Erschließung eines Gebäudes durch Aufzüge (Abs. 4) und an die Größe und spezifische Nutzbarkeit der Fahrkörbe (Abs. 5).

Thomas Meyer, Justus Achelis, Annegret von Alven-Döring, Mathias Hellriegel, Matthias Kohl, Markus Rau
13. Rechtsprechungsübersicht zu Baukosten
Klaus D. Siemon, Raphael Speckhals, Anna Siemon
Online-Meetings – besser als ihr Ruf?
Ein Erfahrungsbericht aus der Praxis

Online-Meetings haben den Ruf, in einigen Gesichtspunkten mit physischen Treffen nicht mithalten zu können. Gerade wenn es um Emotionen, tief greifenden Dialog und soziodynamische Prozesse geht, so haftet virtuellen Veranstaltungen der Makel der fehlenden Nahbarkeit an. Im folgenden Beitrag zeigt der Autor anhand eines Praxisbeispiels Stellhebel und Ideen zur Behebung dieses Mangels auf. Seine These lautet: Online-Meetings sind besser als ihr Ruf, wenn sie in folgenden Aspekten passend und umfassend gestaltet werden: Setting und Format, Medien, technische Ausstattung und Infrastruktur, Interaktion und Beteiligung sowie Führung und Moderation. Dies gelingt insbesondere, wenn Möglichkeiten der Interaktion geschaffen und die Teilnehmer aktiv dazu aufgefordert werden, sich einzubringen. Auch wenn diese Veranstaltungen vor dem Bildschirm stattfinden: Bei den Teilnehmern darf nie der Eindruck des Medienkonsums entstehen, wie sie ihn vom Fernseher kennen. Wenn die Teilnehmer die Veranstaltung selbst aktiv mitgestalten, wird sie berührend.

Thomas Wolter-Roessler
Kapitel 1. Grundlagen

Ein sogenanntes Audit oder eine Revision ist eine systematische und prozessunabhängige Untersuchung der qualitätsbezogenen Tätigkeiten in Übereinstimmung mit den geplanten Anordnungen und zu erreichenden Zielen. Dabei wird festgestellt, ob Vorgänge normgerecht durchgeführt wurden. Die Interne Revision prüft im Auftrag der Unternehmensführung unabhängig und objektiv die Unternehmensprozesse und Kontrollsysteme. Diese Aufgaben führt die Interne Revision in den kaufmännischen, technischen und juristischen Bereichen des Unternehmens durch. Die Technische Revision beurteilt die Qualität der technischen Prozesse und identifiziert Optimierungspotenzial im Bereich des Prozess- und Risikomanagement. Die Baurevision ist als Sonderaudit mit dem Fokus auf Bauprozesse ein Teilgebiet aus dem Bereich der Technischen Revision und damit der Internen Revision. Der Bauprozess bzw. die Ausführung von Bauleistungen ist die Gesamtheit miteinander verknüpfter aufeinander abgestimmter Tätigkeiten, Aufgaben und Abläufe, die über einen bestimmten Zeitraum in einer bestimmten Qualität ausgeführt werden. Der Bauprozess erfolgt – abgesehen von sehr wenigen Ausnahmen – nicht durch eine einzelne Person. Um ein Bauwerk bis zur funktionsfähigen Reife fertig zu stellen, ist eine große Zahl an Personen beteiligt. Bauprojekte sind durch drei wesentliche Aufgabenfelder geprägt: Projektmanagement, Planung und Ausführung. Alle drei Aufgabenfelder beinhalten zahlreiche Teilprozesse. Zum Vornehmen einer Prozessanalyse müssen deshalb im Vorfeld Kriterien festgelegt werden, nach denen die Analyse erfolgen soll. Die sorgfältige Analyse der Prozesse lässt Rückschlüsse auf den Reifegrad der Prozesse zu und liefert eine Bewertung der Risiken, welchen der Bauprozess ausgesetzt ist. Dieses Kapitel diskutiert die theoretischen Grundlagen und Begriffe von der Einordnung der Baurevision in der Unternehmensführung über das allgemeine Prozessmanagement bis hin zur Systematik der Prozesse bei der Abwicklung eines Bauprojektes.

Peter Wotschke, Gregor Kindermann
1. Einführung in das private Baurecht

In dieser Einführung wird erläutert, was im deutschen Recht unter dem Begriff „Baurecht“ zu verstehen ist. Dabei wird zwischen dem Privaten und Öffentlichen Baurecht unterschieden. Innerhalb des Öffentlichen Baurechts wird weiter zwischen der Raumordnung, der Bauleitplanung und dem Bauordnungsrecht unterschieden. Im Privaten Baurecht werden das Werkvertragsrecht des BGB und die Regelungen der VOB, insbesondere Teil B behandelt.

Axel Wirth, Cornelius Pfisterer, Barbara Schellenberg
Warum Rechenzentren nachhaltig geplant und gebaut werden sollten

IT und Digitalisierung können zur Bewältigung der Umweltkrisen und zur Erreichung der Sustainable Development Goals (SDGs) der UN beitragen. Voraussetzung ist allerdings, dass die positiven Effekte, die auf der Basis von Rechenzentren durch Effizienzsteigerung, Prozessoptimierung, intelligenter Vernetzung etc. erzielt werden, nicht durch umweltschädliche Rechenzentren wieder zunichtegemacht werden.

Alexandra Hildebrandt
Kapitel 8. Layoutplanung

Im Rahmen der Layoutplanung fließen die gewonnenen Erkenntnisse zum Produktionsprozess, den notwendigen Kapazitäten, der angestrebten Segmentierung und den vorherrschenden Restriktionen in ein oder mehrere Layouts ein. Grundlegendes Ziel ist die Erarbeitung des zukünftigen Layouts der Fabrik nach bestimmten Gestaltungskriterien, welche die zukünftige Produktion verschwendungsfrei gewährleisten. Dafür werden in Kap. 8 die sieben Prinzipien der Layoutplanung, die die Grundlage des Planungsvorgehens bilden, vorgestellt. Mittels dieser Prinzipien sollen verschiedene zu betrachtende Szenarien sowie zur Diskussion stehende Planungsalternativen in einem Layout optimal abgebildet werden. Vor diesem Hintergrund gliedert sich die Erarbeitung eines Fabriklayouts in vier Teilbereiche, die in der praktischen Anwendung gleichzeitig bearbeitet werden. Dies führt oft aufgrund mangelnder Informationen zu vorläufigen, unscharfen Ergebnissen. In Konsequenz dessen erfolgt die Bearbeitung oftmals iterativ. Wenn alle konkrete Layoutalternativen vorliegen, gilt es diese mithilfe geeigneter Bewertungskriterien zu bewerten und dann basierend auf dem Ergebnis ein passendes Layout auszuwählen.

Peter Burggräf, Sven Koch, Matthias Ebade Esfahani, Sebastian Patrick Vierschilling, Viviane Hahn
Chapter 9. Gebäudeplanung und Technische Gebäudeausrüstung

Nachdem in den letzten Kapiteln vorwiegend die Planung des Produktions- und Logistiksystems thematisiert wurde, geht Kapitel 9 auf die zugehörige Infrastruktur der Fabrik ein. Dazu zählt zum einen die Planung des Gebäudes, die neben den Personal- und Betriebskosten sowie den Betriebsmitteln einen weiteren Kostenfaktor darstellt. Bisher wurde das Gebäude lediglich als das Objekt betrachtet, das Nutz- und Arbeitsflächen bereitstellt und die Hüllfunktion übernimmt. Dabei kann eine Gebäudekonzeption wesentliche Bereiche der Produktion und damit des Unternehmens positiv sowie negativ beeinflussen. Zum anderen geht Kapitel 9 auf die Planung der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) ein, wie z. B. die raumlufttechnischen Anlagen und Heizungsanlagen. Außerdem wird die Erhöhung der Energieeffizienz einer Fabrik betrachtet, die aktuell immer mehr an Relevanz wird und neben der Versorgung des Produktionsprozesses mit den erforderlichen Medien ein weiteres wesentliches Ziel in der Auslegung der TGA in der Fabrikplanung ist.

Martin Trautz, Ralf Herkrath, Marten F. Brunk, Matthias Dannapfel, Sven Koch
Kapitel 2. Informationstechnologie als Digitalisierungstreiber

Getrieben durch die extreme Zunahme der Leistungsfähigkeit der Informationstechnologie (IT) rollt die Digitalisierungswelle unaufhaltsam und immer schneller weiter auf uns zu. Als Synonym für die andauernde massive Leistungssteigerung in der IT steht seit Jahren das sogenannte Mooresche Gesetz, das bereits vor über 50 Jahren eine Verdoppelung der Leistungsfähigkeit integrierter Schaltkreise innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten beschrieb. Bei unveränderter Basistechnologie wäre das Gesetz längst nicht mehr gültig. Aufgrund von Technologiesprüngen besteht der Grundsatz des exponentiellen Wachstums der Leistungsfähigkeit jedoch weiterhin. Daher werden in dem Kapitel neue technologische Wege der IT und auch damit einhergehende Herausforderungen aufgezeigt. Ein Ausblick auf die Technologische Singularität runden den Buchabschnitt ab.

Uwe Winkelhake
§ 9 Verteilung der Kosten der Versorgung mit Wärme und Warmwasser bei verbundenen Anlagen

Haupt, Heizkostenabrechnung bei kombinierten Heiz- und Solaranlagen: Die VDI Richtlinie 2077 – Blatt 3.3 – „Kostenaufteilung bei Solaranlagen“, WuM 2014, 178; Lammel, Verbrauchsunabhängige Heizkostenverteilung bei verbundenen Anlagen, jurisPR-MietR 8/2018 Anm. 4; ders., Zur Reichweite des Kürzungsrechts bei verbundenen Anlagen nach § 9 Abs. 2 HeizkV, ZMR 2016, 6; Pfeifer, Der neue § 9 HeizkostenV – eine selbsterklärende Vorschrift? DWW 2010, 172; VDI-Richtlinie VDI 2077, Verbrauchskostenabrechnung für die Technische Gebäudeausrüstung, herausgegeben vom Verein Deutscher Ingenieure: Blatt 3.1, Ermittlung der umlagefähigen Wärmeerzeugungskosten von KWK-Anlagen, Ausgabe November 2012; Blatt 3.2, Wärme- und Warmwasserversorgungsanlagen – Kostenaufteilung in verbundenen Anlagen, Ausgabe Juni 2013; Blatt 3.3, Wärme- und Warmwasserversorgungsanlagen – Kostenaufteilung bei Solaranlagen, Ausgabe August 2016; Blatt 3.4, Wärme- und Warmwasserversorgungsanlagen; Kostenaufteilung bei Wärmepumpen, Ausgabe vorgesehen ca. April 2020; Blatt 3.5, Verfahren zur Berücksichtigung der Rohrwärmeabgabe, Ausgabe Mai 2018; Schmidt-Futterer, Mietrecht, Kommentar, 13. Aufl., München: Verlag C. H. Beck 2017; Wall, Abrechnung der Heizkosten für KWK-Anlagen, WuM 2010, 211; ders., Die Abtrennung der Warmwasserkosten für verbundene Anlagen unter Einbeziehung der anerkannten Regeln der Technik, WuM 2013, 648

Dietmar Wall
Kapitel 4. Auswahl der Interessensorganisationen nach politischer und gesellschaftlicher Relevanz

Die Anzahl organisierter Interessen steigt im internationalen Vergleich seit Mitte der 90er Jahre stetig an (Alemann 1989; Lowery, Gray 1995). Es wird immer wieder bestätigt, dass auf nationaler (Nownes, Lipinski 2005; Winter, Willems 2007) sowie auf supranationaler Ebene (Berkhouta et al. 2017) nahezu kein Interesse mehr existiert, das nicht direkt oder indirekt in einem Verband organisiert wird.

Benedikt Bender
5. Verträglichkeitsprüfung

Im Rahmen der Verträglichkeitsprüfung wird untersucht, ob eine geplante Nutzung in Bezug auf die bestehende städtebauliche, verkehrliche und ökologische Situation sowie hiermit verbundene Zielsetzungen als verträglich einzustufen ist. In dieser Publikation liegt der Fokus insbesondere auf der verkehrlichen Erschließung eines Standorts, sodass verkehrliche Aspekte in diesem Kapitel im Vordergrund stehen.

Siegmar Gumz, Claudia Nash, Matthias Jakob
Kapitel 6. Methoden – Analysieren

Einer bewussten Beobachtung schließt sich immer ein Interpretationsprozess an: „Bei dem von mir visuell wahrgenommenen Objekt handelt es sich um ein Auto.“ Aus der Wahrnehmung wird dann die Kenntnis eines konkreten Umweltzustands oder Sachverhalts. Sobald der Wunsch nach Erkenntnis über das unmittelbar Beobachtbare hinausgeht oder sich die Frage nach Wirkungszusammenhängen stellt, bedarf es der Analyse: „Warum steht das Auto auf meinem Parkplatz?“ Das Wort Analyse stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Auflösen“. Gemeint ist hiermit die Auflösung eines komplexen Sachverhalts (oder Stoffes) in seine Bestandteile vor dem Hintergrund der Zusammenhänge, die diese miteinander verbinden.

Alexander Dietzel
D
Florian Langenscheidt, Peter May
S
Florian Langenscheidt, Peter May
3. Strukturen der Bauwirtschaft

Gebäude und bauliche Anlagen weisen in Bezug auf ihre Produkteigenschaften und auf die mit ihrer Erstellung verbundenen Prozesse einige besondere Merkmale auf, die spezifische Organisationen und Vorgehensweisen erfordern und die sich damit von anderen Produkten ganz wesentlich unterscheiden.

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach
4. Vergabeverfahren – Stufe 1 (Ausschreibung bis Angebot)

Wenn Bauarbeiten beauftragt werden sollen, dann werden die Aufträge dafür nur in Ausnahmefällen, wie z. B. bei kleineren Reparaturarbeiten mündlich erteilt. In der Regel erwartet ein Auftraggeber von einem potenziellen Auftragnehmer (Bauunternehmen) ein Angebot, auf dessen Grundlage dann ein Auftrag erteilt wird.

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach
8. Angebotsbearbeitung im Schlüsselfertigbau

Unter Schlüsselfertigbau (SF-Bau) wird die schlüsselfertige Erstellung von baulichen Anlagen verstanden, wofür sich im englischen Sprachraum der Begriff der „turn-key-Projekte“ eingebürgert hat. Dies bedeutet, dass der Auftragnehmer die Verpflichtung übernimmt, ein Bauwerk vollständig und funktionsfähig zu erstellen und es in diesem Zustand an den Auftraggeber zu übergeben. Es hängt vom Einzelfall ab, ob zur schlüsselfertigen Erstellung beispielsweise auch die Möblierung gehört oder ob diese zum Leistungsumfang des Nutzers oder des jeweiligen Mieters gehört.

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach
Kapitel 2. Die Projektbeteiligten und Ihre Aufgaben

Keine Projektsteuerung ohne Team. Ein Bau-Projekt hat viele Akteure und Beteiligte. Diese reichen vom Bauherrn bzw. Auftraggeber bis zum Nachunternehmer. Um alle Beteiligten zu koordinieren sind die Aufgabenfelder zu definieren und zu bestimmen. Doch bevor gebaut werden kann, ist die Planung zu erstellen. Mit den beteiligten Fachplanern ist eine Rollenklärung durchzuführen und die Aufgaben sind abzustecken. Hier ist Teamarbeit gefragt, die Sie als Projektmanager anleiten.

Dipl.-Ing. Sven Schirmer
Kapitel 1. Die Projektsteuerung

Kein Projekt ohne Projektsteuerung. Die Aufgaben der Projekt- und Bauleitung sind vielfältig. Eine Schlüsselaufgabe ist die Leitung des Projekts und die Führung der Projektbeteiligten. Der Projektsteuerer ist vorrangig Berater und Entscheider in einer Person. Daher wird der Projektsteuerer auch als Projektmanager bezeichnet. Um diese Führungsaufgabe sicherzustellen, sind die Aufgaben der Projektsteuerung zu definieren. Hierzu zählen Kostenkontrolle, Terminsteuerung und Qualitätssicherung. Ein Verantwortungsvoller Beruf.

Dipl.-Ing. Sven Schirmer
2. Grundlagen der Gebäudeautomation

Die Gebäudeautomation (GA) nimmt in den Lebenszyklen eines Gebäudes eine wichtige Rolle ein. Die mit dem Klimaschutz einhergehende fortschreitende Verschärfung der Wärmeschutz- und Energiesparverordnungen, der zuverlässige Betrieb komplexer Anlagen und die flexible Nutzung von Gebäuden erfordern Gewerke übergreifende Funktionen der Koordinierung von Anlagen der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA). Ein energieeffizienter Betrieb der Anlagen ist nur bei einem entsprechend hohen Automatisierungsgrad möglich. Der gewünschte Nutzen der Energieversorgung eines Gebäudes sind Behaglichkeit bzw. Raumluftqualität. Die klimatischen Vorgänge im Gebäude, also die zeitlichen Änderungen von Temperatur und Feuchte im Raum, sind jedoch nicht statische sondern dynamische Vorgänge, die mit Steuer- und Regelungen beeinflusst werden. Das Verständnis von der Funktionsweise eines Regelungssystems erfordert jedoch ein hohes Maß an Abstraktion. Die Strukturen, die Grundelemente und deren typischen Eigenschaften eines Regelkreises werden erläutert und an Beispielen die Funktionsweise demonstriert.

Gunter Lauckner, Jörn Krimmling
Chapter 11. Economic and Environmental Optimization of Rotary Heat Exchangers: A Closer Look at the Conflict

Rotary heat exchangers belong to the most efficient heat exchangers for gas streams. This technology is commonly used in power plants, paint shops and heating, ventilation and air conditioning systems. Yet an optimization taking into account both economic and ecological aspects is absent in literature. This work uses a simulation model developed at the Pforzheim University of Applied Sciences, combined with LCA and economic data to optimize rotors. From an environmental perspective, the use phase is where the bigger impacts take place. In the economical side, the use phase is also the most important. For the optimization, a commercial software for this purpose is used. The results show a conflict between the two possible optimization goals. Additionally data of two commercially available rotary heat exchangers from the Eurovent Database are also compared to the results from optimization via simulation and there is evidence that in some specific cases an improvement in the environmental or economical aspect can be done without compromising the other aspect.

Eloy Melian, Harald Klein, Nikolaus Thißen
10. Nationales Energierecht

Mit dem Gesetz über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen wird die allgemeine Erreichung von Energieeinsparzielen und Energieeinsparrichtwerten verfolgt. Entsprechende Maßnahmen müssen angemessen und wirtschaftlich sinnvoll sein. Energielieferanten sind verpflichtet ihre Endkunden über Energiedienstleister und Anbieter von Energieaudits bzw. Energieeffizienzmaßnahmen zu unterrichten. Unternehmen müssen regelmäßig Energieaudits durchführen, entweder im Rahmen eines Energie- oder Umweltmanagementsystems oder nach den Vorgaben der DIN EN 16247-1 Energieaudits. Für Personen, die ein Energieaudit durchführen, werden bestimmte Anforderungen an die Fachkunde gestellt.

Gabi Förtsch, Heinz Meinholz
8. Energiemanagement und Energieaudit

Prinzipiell lässt sich durch Managementsysteme der Nachhaltigkeitsgedanke in Unternehmen verankern und weiterentwickeln (Abb. 8.1). Dazu bieten die vier Managementsysteme

Gabi Förtsch, Heinz Meinholz
Digitales Planen und Bauen

Mit zunehmender Verfügbarkeit von digitalen Bauwerksdaten kann auch das digitale Abbild eines Bauwerks immer umfassender dargestellt werden. Ziel ist dabei eine erhebliche Effizienzverbesserung des gesamten Prozesses von der Projektinitiierung bis zur Betriebsphase von Bauwerken. Hierzu werden Projekt- und Bauwerksinformationen kontinuierlich entlang des gesamten Lebenszykluses digital generiert, aufbereitet und weiterverarbeitet. Die Koordination und Nutzung der Bauwerksdaten erfolgt anhand von Methoden des digitalen Planens, Bauens und Betreibens. Damit kann die Digitalisierung der gesamten Bauwertschöpfungskette erreicht werden.

Alexander Malkwitz, Dirk Schlüter
Projektmanagement

In Abschn. 1 wird der Leser vertraut gemacht mit dem Leistungsbild und der Honorierung von Projektmanagementleistungen in der Bau- und Immobilienwirtschaft inkl. Kommentierung auf der Basis der AHO-Schrift Nr. 9, 4. Auflage 2014. Seit der 1. Auflage 1996 hat sich die Leistungsmatrix aus den fünf Projektstufen 1 Projektvorbereitung, 2 Planung, 3 Ausführungsvorbereitung, 4 Ausführung und 5 Projektabschluss sowie den fünf Handlungsbereichen A Organisation, Information, Koordination und Dokumentation, B Qualitäten und Quantitäten, C Kosten und Finanzierung, D Termine, Kapazitäten und Logistik und E Verträge und Versicherungen bewährt. Weiterhin erhält der Leser Informationen über das Vorgehen bei der Beauftragung von Leistungen der Projektsteuerung und bei der Vertragsgestaltung für das Projektmanagement.In Abschn. 2 wird der Leser aufmerksam gemacht auf zwölf ergänzende Leistungsbilder zum Projektmanagement von der Projektentwicklung in 15 Modulen bis hin zur Mieterkoordination bei Handelsimmobilien. Diese Leistungsbilder finden insbesondere Anwendung bei anspruchsvollen Großprojekten mit komplexen Anforderungen beim Planen, Bauen und Betreiben

Claus Jürgen Diederichs, Norbert Preuß
Bauwirtschaftslehre – Grundlagen

Die Bauwirtschaftslehre als spezielle Betriebswirtschaftslehre ist Grundlage des wirtschaftlichen Handelns der am Planen, Bauen und Betreiben von Bauten und Anlagen Beteiligten. Lange sehr stark auf die Technik fokussiert, werden heute professionell ausgerichtete bauwirtschaftliche Funktionen und Prozesse als entscheidende Erfolgsfaktoren in den Unternehmen akzeptiert und angenommen. Zunächst werden die Grundbegriffe der Volkswirtschaftslehre und der Betriebswirtschaftslehre erläutert. Dazu zählen Begriffe wie Markt, Angebot und Nachfrage, Kosten, Rentabilität, Konjunktur und Tarifrecht. In der Unternehmensrechnung sowie der Kosten-, Leistungs- und Ergebnisrechnung werden die Grundlagen zur Erfassung, Darstellung, Auswertung und Überwachung aller Geld- und Güterströme in (Bau-)Unternehmen vermittelt. Im Kapitel Unternehmensfinanzierung werden schließlich die Ziele und Einflussfaktoren der Finanzierung eines Unternehmens sowie alternative Finanzierungsformen dargestellt.

Claus Jürgen Diederichs, Alexander Malkwitz, Ayosha Aghazadeh
Kapitel 2. Theoretische Grundlagen

In diesem Kapitel werden der Stand der Forschung vorgestellt und wichtige Begriffe definiert. Zudem werden die unterschiedlichen Perspektiven auf die Anpassungs- und Umnutzungsfähigkeit von Produktionshallen dargestellt und die aktuelle Marktlage analysiert.

Anne Harzdorf
Kapitel 7. Schlussbetrachtung

Industrieunternehmen unterliegen aufgrund der Globalisierung einem stetig steigenden Konkurrenzdruck. Durch die Verschiebung von Produktionskapazitäten oder die strategische Neuausrichtung kann es dazu kommen, dass Produktionshallen an neue Anforderungen angepasst oder auf dem Immobilienmarkt verwertet werden müssen. An dieser Stelle setzt die vorliegende Arbeit an und entwickelt ein geeignetes Bewertungsmodell zur qualitativen und quantitativen Beurteilung einer verbesserten Anpassungs- und Umnutzungsfähigkeit von Produktionshallen.

Anne Harzdorf
Kapitel 5. Erarbeitung eines Referenzgebäudes

Die Erkenntnisse aus Kapitel 4 bilden die Grundlage, um ein geeignetes Referenzgebäude für die modellbasierte Wirtschaftlichkeitsuntersuchung in Kapitel 6 zu erstellen. Dieses Referenzgebäude wird zunächst so modelliert, dass nur die Anforderungen des betreffenden Erstnutzers erfüllt werden. Das heißt, dass hierdurch lediglich eine geringe Anpassungs- und Umnutzungsfähigkeit abgebildet wird.

Anne Harzdorf
Kapitel 4. Datenerhebung zu nutzungsspezifischen Hallenprofilen

Um die Anpassungs- und Umnutzungsfähigkeit von Produktionshallen bewerten zu können, ist zunächst zu analysieren, wie die einzelnen Marktteilnehmer die Relevanz des Themas in Hinblick auf das eigene Tätigkeitsfeld beurteilen. Zudem ist es notwendig, die Märkte in Bezug auf die nutzungsspezifischen Hallenprofile zu erkunden. Diese geben Aufschluss über wichtige bautechnische und konstruktive Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie ausschlaggebende Kriterien für eine verbesserte Anpassungs- und Umnutzungsfähigkeit von Hallen im Allgemeinen und Produktionshallen im Speziellen.

Anne Harzdorf
Kapitel 3. Analyse der Rahmenbedingungen und Anforderungen an Hallen

Um anpassungs- und umnutzungsfähige Produktionshallen planen und realisieren zu können, ist es unabdingbar, die Rahmenbedingungen und Anforderungen in Hinblick auf die zu betrachtenden Hallenbauwerke einzugrenzen. Dabei ist es erforderlich, die wichtigen baulichen Parameter zu spezifizieren und umzusetzen. Nur dann kann die langfristige Marktgängigkeit sowie Minimierung des Leerstands- und Vermarktungsrisikos sichergestellt werden.

Anne Harzdorf
3. Struktur und Bestandteile der Dokumentation verfahrenstechnischer Anlagen

Die Ordnung einer Dokumentation äußert sich in ihrer Struktur und Gliederung sowie in ihrer Klarheit und Eindeutigkeit.

Klaus H. Weber, Frank Mattukat, Manfred Schüßler
5. Erstellen und Nutzen der Dokumentation während der Projektabwicklung

Ausgehend vom Lebenszyklus der Anlage und Dokumentation (s. Abschn. 1.5) werden in diesem Kapitel die Lebensphasen der Gesamtdokumentation im Engineering und während der Anlagenrealisierung inkl. Inbetriebnahme betrachtet.

Klaus H. Weber, Frank Mattukat, Manfred Schüßler
7. Elektronische Dokumentation und Dokumentenmanagement

Sicherer und wertschöpfender Anlagenbau und Anlagenbetrieb sind ohne elektronische Datenverarbeitung und moderne Systeme der Informationstechnik nicht mehr umsetzbar.

Klaus H. Weber, Frank Mattukat, Manfred Schüßler
Kapitel 2. Systematik und Grundlagen zu BIM im FM

Building Information Modeling (BIM) entwickelt sich seit rund vier Jahrzehnten aus den Bereichen Architektur und Fachplanung heraus. Inzwischen setzen neben den Planungsbüros auch immer mehr ausführende Unternehmen Building Information Modeling ein. Verschiedene Veröffentlichungen, Kongresse und Messen zeigen, dass BIM mittlerweile auch im Facility Management als relevante Methode wahrgenommen wird.

Niels Bartels
Kapitel 3. Strukturmodell zur Integration von FM-Daten in ein digitales Gebäudemodell auf Basis von Property Sets

Mit der Nutzung von Building Information Modeling im Facility Management werden vielfältige Vorteile für die Nutzungsphase verbunden. Insbesondere die Übergabe von Bestandsdaten an das Facility Management wird als wesentlicher Vorzug für das FM dargestellt. BIM ist damit ein wesentlicher Bestandteil der Möglichkeiten zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit und Produktivität im Facility Management.

Niels Bartels
Kapitel 4. Datenerhebung anhand der Fallbeispiele „Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar“ und „Gesamthochschule Kassel“

Für das Fallbeispiel der Gründung des Stadtplanungsstudiengangs an der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar sind wie an der Gesamthochschule Kassel vier Schlüsselgespräche identifiziert worden. Bei den Schlüsselgesprächen zu Kassel sind alle Antworten in mündlicher Form gegeben, bei einem zu Weimar ist schriftlich geantwortet worden. Darauf bezieht sich diese Anmerkung: „Den Notizen liegen keine Archivstudien zugrunde. Sie beruhen auf eigenen Mitschriften der zahlreichen Beratungen in der Führungsgruppe, im Fakultätsrat, in den Dienstbesprechungen des Rektors usw. sowie auf der angegebenen Literatur und eigenen Erinnerungen“ (W4:5).

Ilona Hadasch
Kapitel 10. Sicherheit und Umwelt

Wie jede Laborumgebung birgt auch ein Motorenprüfstand offensichtliche und latente Risiken für Personen, die sich im Prüfstand oder in dessen Nähe aufhalten und auch für die hohen installierten Sachwerte. Daneben führen an industriellen Prüfständen Schäden zu Ausfallzeiten und gefährden so den Terminplan von Entwicklungsprojekten mit entsprechenden Folgekosten. Auch Beeinträchtigungen für die Umwelt sind zu berücksichtigen. Unterschieden werden muss zwischen strikt zu vermeidenden Unfallereignissen, die z. B. zum Versickern von Betriebsstoffen ins Erdreich führen, und im Betrieb unvermeidbaren Beeinträchtigungen wie z. B. Lärm, die lediglich auf ein angemessenes Maß zu reduzieren sind. Die Angemessenheit definiert sich aus dem geltenden Recht und der Unternehmenspolitik auf der einen Seite sowie aus ökonomischen Erwägungen auf der anderen Seite. Beim Umweltschutz ist das Immissionsrecht berührt (Geräusche und Abgase) sowie das Wasser- und Bodenrecht (Leckagen).

Kai Borgeest
Kapitel 1. Einleitung

Auch langfristig wird ein erheblicher Entwicklungsbedarf im Zusammenhang mit Verbrennungsmotoren bestehen. Teilweise werden Motoren unter bekannten Einsatzbedingungen optimiert, z. B. zur Erfüllung neuer Abgasstandards, zur Reduktion des Kraftstoffverbrauchs und unmittelbar damit verbunden des Kohlendioxid-Ausstoßes sowie zur Erhöhung der Leistungsdichte (Downsizing). In neuen Domänen wie z. B. in kleinen Blockheizkraftwerken, die mit Erdgas Strom und Wärme für Wohngebäude erzeugen oder als Range-Extender, die in überwiegend elektrisch betriebenen Fahrzeugen ein Nachladen der Batterie während der Fahrt ermöglichen, ist noch mit grundlegenden Neuentwicklungen an Verbrennungsmotoren zu rechnen. Messungen an Verbrennungsmotoren werden nicht nur bei den Herstellern von Fahrzeugen und Motoren durchgeführt. Auch Zulieferer von Baugruppen oder Teilen für Motoren sowie deren Zulieferer sind auf Messungen und Tests angewiesen. Weitere Einrichtungen sind die Hersteller von Kraft- und Schmierstoffen, Tuner, Behörden, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Dienstleister und natürlich auch die Hersteller der Mess- und Prüftechnik für Verbrennungsmotoren. Die Ziele der Messungen und Prüfungen können dabei sehr unterschiedlich sein, Beispiele sind Dauerlauftests, Leistungsmessung, Abgasmessung, Steuergeräteapplikation, Robustheitstests, Qualitätssicherung in der Produktion, Komponententests, Untersuchungen von Kraftstoffen, Schmierölen oder Kühlmitteln, akustische Optimierung oder EMV-Tests. Fast allen diesen Messungen und Prüfungen ist zunächst gemeinsam, dass sie einen Prüfstand erfordern, der den Betrieb des Motors außerhalb des Fahrzeugs unter realistischen Bedingungen ermöglicht. Produktionstests werden teilweise unbefeuert durchgeführt, auch bei der Untersuchung von Schmierstoffen können unbefeuerte Versuche stattfinden.

Kai Borgeest
Kapitel 8. Steuerung, Regelung und Automatisierung

In früheren Zeiten enthielten die Motoren wenig elektronische Komponenten und ein Prüfstand war kein mechatronisches, sondern ein mechanisches System, das weitgehend manuell bedient wurde. Dies ermöglichte zwar einen einfachen Aufbau, erforderte aber viel Handarbeit im täglichen Betrieb und führte zu Ungenauigkeiten bei Messungen. Heute erfolgt die Bedienung bequem und sicher von der Warte, wiederkehrende Aufgaben können automatisiert werden, Messergebnisse verschiedenster Sensoren können mit einem gemeinsamen Zeitstempel zusammengeführt und aufgezeichnet werden. Neben dem Gerät selbst arbeitet auch die Gebäudetechnik zu einem Großteil automatisch. Der Prüfstand kann in die unternehmensweite Informationstechnik eingebunden werden, was z. B. den Zugriff auf zentrale Datenbanken ermöglicht, wenngleich die Anbindung an die Büro-IT auch Risiken birgt. Das Kapitel gibt einen Überblick über die vielen Ebenen, in denen heute am Prüfstand Daten verarbeitet und Funktionen gesteuert werden. Wichtige Themen sind auch die stabile Regelung eines Arbeitspunktes und die statistische Versuchsplanung (DoE).

Kai Borgeest
Kapitel 9. Technische Gebäudeausrüstung, Projektierung, Bau und Betrieb des Prüfstandes

Noch vor der technischen Ausrüstung des Gebäudes ist das Gebäude selbst zu betrachten (Abschn. 9.1). Wichtige Komponenten der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) sind die Energieversorgung (Abschn. 9.2), die nicht nur elektrische Energie in den Prüfstand führt, sondern im Bremsbetrieb einer elektrischen Belastungsmaschine auch viel Energie aus den Prüfstand herausführt, die Wasserversorgung (Abschn. 9.3), die am Prüfstand häufig auch die Kühlung von Wasser beinhaltet, die Druckluftversorgung (Abschn. 9.4), die Luftversorgung einschließlich Heizung und Kühlung (Abschn. 9.5), die Ableitung des Abgases (Abschn. 9.6), das Gaslager (Abschn. 9.7) und der Brandschutz einschließlich Brandmelde- und Löschtechnik (Abschn. 9.8). Der letzte Abschn. (9.9) befasst sich mit der Projektierung des Prüfstandes, wobei deutlich wird, dass der größte Aufwand in Zusammenhang mit der TGA entsteht. Weitere TGA-Anteile wie die Tankanlage wurden bereits in früheren Kapiteln im Zusammenhang mit bestimmten Prüfstandskomponenten betrachtet. Ein Großteil der TGA bedarf regelmäßiger Wartung.

Kai Borgeest
Kapitel 4. Konstruktion
Konstruktion und Ökobilanzierung multifunktionaler Gebäude

Die Tragstrukturen multifunktional genutzter Geschossbauten sind mit Blick auf die relevanten Nutzungen und die daraus resultierenden Anforderungen zu entwerfen und zu bemessen. Damit wird zunächst die Funktionalität sichergestellt. Darüber hinaus sind die Tragstrukturen, aber auch die Fassadensysteme und der Ausbau nach den Kriterien der Nachhaltigkeit, der Ökologie, Ökonomie und Ressourceneffi zienz zu optimieren.

Richard Stroetmann, Lukas Hüttig
Kapitel 3. Objektplanung
Relevante Gebäudeparamter zur Steigerung der Anpassungs fähigkeit

Die Planung von Büro- und Geschäftshäusern ist ein langwieriger, iterativer Entwurfsprozess, in den verschiedenste Akteure und Fachplaner eingebunden sind. Als Planer ist auf die Vorgaben von Investoren und Nutzer gleichermaßen einzugehen, die im Einklang mit dem Baurecht und der Funktionalität bei gleichzeitiger Einhaltung des vorgegebenen Kostenrahmens zu erfüllen sind.

Benjamin Trautmann, Johann Eisele
15. Lichttechnik

Gutes Licht ist ein Stück Lebensqualität. Die Nacht durch Beleuchtung gewissermaßen nach Wunsch „zum Tag“ machen zu können, ist selbstverständlich geworden. Die Erzeugung künstlichen Lichts wirkt sich allerdings nennenswert auf den Energiebedarf aus: Nach Untersuchungen der Internationalen Energieagentur (IEA) werden etwa 15 % der elektrischen Leistung für die Versorgung von Beleuchtungstechniken benötigt. In Deutschland wurden im Jahr 2012 16,0 % der elektrischen Energie und insgesamt 3,4 % der gesamten Endenergie für die Beleuchtung eingesetzt. Diese Zahlen zeigen, dass es unter dem Blickwinkel der Energieeinsparung durchaus sinnvoll ist, die Lichttechnik noch effizienter als schon bisher zu machen.

Martin Dehli
18. Energieeffiziente Gebäudetechnik – Gebäudeautomation – Monitoringkonzepte beim Betrieb von Großgebäuden

Die Errichtung und der Betrieb von industriellen und gewerblichen Großgebäuden haben besonderen Anforderungen zu genügen: Um den vielfältigen Nutzungsanforderungen zu entsprechen, sind sie mit zahlreichen unterschiedlichen Techniken ausgestattet. Sie müssen den Gesichtspunkten einer zügigen und kostengünstigen Planung und Errichtung, einer möglichst flexiblen und dabei langfristigen und dauerhaften Nutzung sowie einem energieeffizienten und kostengünstigen Betrieb bei Beachtung von Kriterien der Sozialverträglichkeit, Ästhetik und Nachhaltigkeit gerecht werden.

Martin Dehli
Kapitel 3. Relevante Forschungsthemen zu Industrie 4.0 in der Textilbranche

Im Folgenden werden relevante Forschungsthemen im Bereich Industrie 4.0 für die Textilbranche abgeleitet. Diese Ableitung von Themen basiert auf einer Befragung der Branche und auf der Analyse der laufenden Projekte, der Strategiepapiere zu Industrie 4.0 und der aktuellen Situation der Textilbranche in Deutschland.

Yves-Simon Gloy
5. WUFI®-Simulation

Es wird eine Gebäudesimulation mittels zweier WUFI®-Programme durchgeführt (WUFI®-Plus & WUFI®-Pro), welche mittels der Daten aus der In-Situ-Messung gespeist wurden und diverse Untersuchungen mit unterschiedlichen Klimata zuließen.

Alexander Lawrenz
Kapitel 3. Theoretische Grundlagen

In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen und Begriffe im Zusammenhang mit der Planungsmethode BIM beschrieben. Speziell die Rolle von BIM im Zusammenhang mit der Produktivität in der Bauwirtschaft. Insbesondere wird erschlossen was BIM eigentlich bedeutet, warum BIM für die Bauwirtschaft von Bedeutung ist und wie BIM sinnvoll implementiert und angewendet werden kann.

Matthias Stange
Kapitel 12. Baudurchführung und Objektüberwachung

Das Kapitel zu den Themen Baudurchführung und Objektüberwachung beschäftigt sich mit den wichtigen Aufgaben, die der Architekt während der Realisierungsphase zu leisten hat. Die Bedeutung dieser Phase wird besonders deutlich, wenn man bedenkt, dass die Leistungsphase 8 der HOAI mit 32 % fast ein Drittel des Gesamthonorars ausmacht. Die Grundleistungen dieser Leistungsphase werden detailliert aufgezeigt. Weitere Themen des Kapitels sind die Funktion und die Aufgaben des Bauleiters, die Bedeutung der VOB (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen), das Vorgehen bei Behinderungs- und Bedenkenanzeigen sowie bei Mängeln und die gesamtschuldnerische Haftung.

Clemens Schramm
2. Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50 001:2018

Die Gründe für die Einführung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50 001 (nachfolgend ISO 50 001) sind ebenso vielfältig wie die Unternehmen, die sich für ein solches System entscheiden.

Marko Geilhausen
Kapitel 6. Planung

In diesem Abschnitt geht es um die organisatorische Ausgestaltung des Energiemanagementsystems. Bei der Entwicklung des Planungsprozesses müssen sowohl die strategische Ausrichtung, die in der Energiepolitik festgeschrieben ist, als auch das Ziel, stetig die Energieeffizienz zu verbessern vom Unternehmen berücksichtigt werden. Des Weiteren wird bereits in der Planung definiert, wie das Unternehmen Abläufe, Tätigkeiten und die Nutzung technischer Einrichtungen analysieren und überwachen wird. Hierbei liegt der Fokus auf Bereichen, die einen Einfluss auf den Energieverbrauch und die Energieeffizienz haben und in denen die Hebung von Verbesserungspotenzialen und Entwicklungen der energetischen Leistung möglich ist.

Marko Geilhausen
BIM und die Digitalisierung im Bauwesen

Der digitale Wandel ist ein globaler Megatrend, der zu disruptiven Veränderungen in vielen Bereichen der Gesellschaft führt. In der Industrie wird dieser Transformationsprozess nach Massenproduktion, Elektrizität und Computer vielfach mit dem Synonym „4. industrielle Revolution“ umschrieben (Frick 2017). Die Digitalisierung stellt derzeit in vielen Branchen eine zentrale Herausforderung dar, wobei die Bauindustrie im Vergleich, insbesondere in Deutschland, einen Nachholbedarf aufweist (Abb. 1).

Jörg Blankenbach, Ralf Becker
Kapitel 7. Organisation

Eine Besprechung effizient moderieren zu können, hilft einem dann nicht wesentlich weiter, wenn es fünf an einem Tag sind, sich diese überschneiden und die dafür notwendigen Informationen erst in einer Besprechung drei Tage später generiert werden. Der Informationsfluss und die Eskalationswege sind mit den notwendigen Besprechungen in ihrer Gesamtheit zu organisieren, um effektiv zu sein. Basis dazu sind die Schnittstellen, die sich an den Grenzen von Zuständigkeitsbereichen innerhalb eines Leistungsprozesses bilden, und die abhängig von der gewählten Projektorganisation entstehen. Interessant wird es dann im Spannungsfeld zwischen organisatorischen Vorgaben für den formalen Informationsaustausch von Linien-Organisationen und den Möglichkeiten des informellen Informationsaustauschs in Netzwerk-Organisationen. Gemäß dem Motto wer „schreibt der bleibt“ und der möglicherweise Jahre nach dem Projekt notwendigen Beweismittel für Gerichtsprozesse, wird das Protokoll als Mitschrift von Besprechungen vorgestellt.

Nina Schwab
Europäische und nationale Regeln für Abdichtungen – Widersprüche und Lösungen

In[aut]Klingelhöfer, Gerhard einem vereinten Europa soll der freie Warenverkehr auch für Abdichtungsprodukte mit harmonisierten Verwendbarkeitsnachweisen möglich sein und Regeln für Abdichtungen an Bauwerken sollen europäisch vereinheitlicht werden. Dabei ist aber zu beachten, dass es nationale Präferenzen, unterschiedliche Erfahrungen, historisch etablierte Praktiken und unterschiedliche regionale Bauausführungen in den verschiedenen Mitgliedstaaten gibt, die nicht einfach europäisch zu egalisieren und gleichlautend in Regeln zu formulieren sind. Die Erfahrungen des Autors in verschiedenen nationalen Normungsgremien zeigen, dass es bereits sehr schwierig ist, akzeptable nationale Normen für Abdichtungen zu verfassen und dass eine adäquate europäisch harmonisierte NormungenNormung eigentlich nicht in gleicher Weise zu verwirklichen wäre.

Dipl.-Ing. Gerhard Klingelhöfer
Stand der Normung zum Schutz vor Radon

Die RICHTLINIE 2013/59/EURATOM DES RATES für den Schutz vor den Gefahren einer Exposition gegenüber ionisierender Strahlung musste innerhalb von vier Jahren in nationales Recht umgesetzt werden. Mit dem Strahlenschutzgesetz (StrSchG – Inkrafttreten 1.10.2017 / 31.12.2018) und der Strahlenschutzverordnung (Inkrafttreten 31.12.2018) wird im nationalen Strahlenschutzrecht erstmalig auch der Schutz der Gebäudenutzer und Arbeitnehmer vor Radon in Gebäuden gesetzlich verankert. Zur Konkretisierung des baulichen und lüftungstechnischen Radonschutzes durch die Erarbeitung eines Normenpakets DIN SPEC 18117 „Bauliche und lüftungstechnische Maßnahmen zum Radonschutz“ ist beim DIN der Gemeinschafts-Arbeitsausschuss NABau/NHRS NA 005-01-38 GA zum radongeschützten Bauen entstanden.

Prof. Dr.-Ing. Thomas Hartmann
22. Nachhaltigkeit im Immobilienfondsmanagement
Umsetzung einer Unter-Zwei-Grad-Strategie im Immobiliensektor

Globale Erwärmung, ansteigende Meeresspiegel und zunehmende Naturkatastrophen sind Schlagwörter, die bereits auf der Weltklimakonferenz in Rio de Janeiro 1992 diskutiert wurden. In der Rio-Deklaration (bestehend aus 27 Grundsätzen) wurde 1992 unter anderem erstmals global das Recht auf nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development) verankert (vgl. Lexikon der Nachhaltigkeit 2015).

Jan von Mallinckrodt
2. Wärmeschutz

Unter dem Begriff Wärmeschutz werden alle Maßnahmen verstanden, die auf die Minimierung von Wärmeverlusten im Winter (energiesparender Wärmeschutz) und Wärmeeinträgen im Sommer (sommerlicher Wärmeschutz) bei Gebäuden abzielen. Weiterhin ist es die Aufgabe des Mindestwärmeschutzes, für ein behagliches und hygienisches Raumklima zu sorgen sowie Tauwasserbildung auf Bauteilinnenoberflächen zu vermeiden und das Risiko des Schimmelpilzwachstums zu minimieren.

Matthias Post, Peter Schmidt
Transparenz als Inszenierungsmittel von Kreativität und Innovation

Dieser Beitrag untersucht den visuellen Einsatz von Transparenz als Inszenierungsstrategie von Kreativität und Innovation. Durch die Orientierung am Kreativen, welche in verschiedene alltägliche Bereiche hineinreicht, wird die Kreativitätszuschreibung zu einem so entscheidenden Faktor des gesellschaftlichen Ansehens, dass nicht nur Individuen, sondern auch Unternehmen und ganze Branchen auf entsprechende (Selbst-)Inszenierungsstrategien zugreifen lässt. Der Fokus dieses Beitrages liegt auf Unternehmen und Branchen, welche mit geringer Kreativitätszuschreibung in ihrer Tätigkeit behaftet sind. Unter Rückgriff auf die Toposanalyse werden Werbeauftritte auf Websites und in Werbefilmen näher betrachtet. Hierbei zeigt sich eine Bildsprache, welche mit Transparenz arbeitet und die Motive Kompetenz, Kundenorientiertheit, Kreativität und Innovation visuell zu kommunizieren sucht. Dies verdeutlicht die Tragweite des Kreativitätsdispositivs.

Julia Deppe
Kapitel 10. ServiceFlow – Dienstleistungskette zum integralen Entwurf vernetzter Gebäudeautomation

Die Gebäudeautomation (GA) ist seit einigen Jahrzehnten ein unverzichtbarer Teil vieler neu errichteter oder renovierter Gebäude. Der umfassendere Einsatz der GA bringt aber auch neue Herausforderungen mit sich. Die momentane Praxis zeichnet sich durch einen fragmentierten Ablauf von der Anforderungserfassung, Planung, Ausschreibung, Integration und Errichtung bis hin zum Gebäudebetrieb aus. Im Projekt ServiceFlow wird erforscht, wie neue Technologien und Geschäftsmodelle angewendet werden können, um eine durchgängige digitale Tool- und Dienstleistungskette aufzubauen. Dafür werden digitale, softwarebasierte Dienstleistungen und ein an „Building Information Modeling“ (BIM) angelehnter Ansatz für den Datenaustausch zwischen den Dienstleistungen entwickelt. Neben der Erforschung der technischen Aspekte wird parallel die wirtschaftliche Integrationsfähigkeit der Konzepte einer digitalen Dienstleistungskette untersucht.

Jörg Andreas, Gerald Faschingbauer, Ralf Klimpel, Matthias Lehmann, Tuan Linh Mai, Stefan Mülhens, Peter Oel
Kapitel 2. Über die Entwicklung und Bedeutung von Berufsbildern im Lernkontext – Ergebnisse einer Marktstudie des Energieberatungsmarktes

Unklar definierte Berufsbilder stellen Unternehmen und Anbieter von Weiterbildungsdienstleistungen vor große Herausforderungen. Neben Märkten, die kurzen Halbwertszeiten von Wissen unterliegen und somit stark von der Digitalisierung betroffen sind, unterliegen in der Folge Berufsbilder einem Wandel, sodass sich existierende Berufsbilder verändern oder neue Berufsbilder entstehen. Ein Beispiel für ein solches Berufsbild ist das des/der Energieberaters/-beraterin. Die Aufgaben und Tätigkeiten des/der Energieberaters/-beraterin sind oftmals in eine Vielzahl von anderen Berufen eingebunden, beispielsweise bei Ingenieuren/Ingenieurinnen. Dieses Kapitel zeigt exemplarisch am Berufsbild des Energieberaters bzw. der Energieberaterin mögliche Unzulänglichkeiten auf. Dazu werden die Ergebnisse einer Marktstudie vorgestellt, in der Interviews mit Energieberatern/-beraterinnen geführt wurden, um den Beruf des/der Energieberaters/-beraterin in Bezug näher zu analysieren.

Marija Glavas, Sofia Schöbel, Sarah Oeste-Reiß
Einführung und praktische Relevanz

Diese Ansicht eines US-amerikanischen Bundesgerichts aus dem Jahr 1999 darf als überholt gelten. Denn das Internet dient nicht nur der Allgemeinheit, sondern zunehmend auch Gerichten als wichtige Informationsquelle. Aus Sicht eines Richters im Zivilprozess kann es verführerisch erscheinen, durch eigene Internetrecherchen einen lückenhaften Tatsachenvortrag der Parteien zu ergänzen oder Hintergrundwissen zu beschaffen.

Georg Alexander Haas
2. Beachtung der Inbetriebnahme bei der Entwicklung und Planung

Die statistische Auswertung im nationalen und internationalen Anlagenbau besagt, dass Schwierigkeiten bei der Inbetriebnahme zu über 60 % in der Engineeringphase verursacht werden. Der Schlüssel für eine erfolgreiche Inbetriebnahme liegt somit in ihrer Beachtung während der Entwicklung und der Planung.Auf der Grundlage eines bewährten Phasenmodells der Anlagen-Projekt-abwicklung werden die Einflussfaktoren und Forderungen an eine inbetriebnahmegerechte Entwicklung und Planung systematisiert und definiert.Die Aspekte der Reinheit und Reinigung der Anlage werden neu systematisiert und erläutert.Die einzelnen Forderungen werden anschließend im Detail diskutiert und durch Praxisbeispiele inkl. Schadensfälle erläutert. Zahlreiche Checklisten, in denen Hinweise zur Beachtung der Inbetriebnahme während der konkreten, fachspezifischen Engineeringarbeiten enthalten sind, werden angeführt.Ausführungen zur Dokumentation, insbesondere über die inbetriebnahmerelevanten Phasendokumentationen sowie über die notwendige Inbetriebnahmedokumentation und die zu erarbeitende AS BUILT-Dokumentation, runden die Inbetriebnahmeaspekte während des Engineerings ab.

Klaus H. Weber
1. Aufgaben, Schnittstellen und Spezifik der Inbetriebnahme

Auf der Grundlage eines bewährten Phasenmodells der Anlagen-Projekt-abwicklung werden die Einflussfaktoren und Forderungen an eine inbetriebnahmegerechte Entwicklung und Planung systematisiert und definiert. Die Aspekte der Reinheit und Reinigung der Anlage werden neu systematisiert und erläutertPer Definition ist die Inbetriebnahme die Übergangsphase vom Zustand nach Protokollierung der Mechanischen Fertigstellung in den Zustand des Dauerbetriebs der Anlage. Genau darin liegt ihre Spezifik und SchwierigkeitAusgehend von wichtigen Begriffsdefinitionen sowie den Aufgaben und Zielstellungen der Inbetriebnahme werden deren Abschnitte, Meilensteine und Schnittstellen betrachtet.Auf Besonderheiten bei Investitionen in bestehenden Anlagen und in Pharmaprojekten sowie auf Unterschiede gegenüber der Baustellenabwicklung und des Dauerbetriebs wird eingegangen.

Klaus H. Weber
Kapitel 28. Die Handlungsfelder effektiver Stadtfabriken für die nachhaltige Entwicklung im urbanen Raum

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in Städten, mit steigender Tendenz. In städtischen Gebieten konzentrieren sich viele Herausforderungen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung. Industrielle Produktion und Fabriken im urbanen Raum sind ein wesentlicher Bestandteil der wirtschaftlichen Stärke wachsender Städte, obwohl sie häufig mit negativen Umweltauswirkungen verbunden sind. Die multifunktionale Nutzungsstruktur urbaner Räume ermöglicht die effektive Einbindung von Fabriken in das System Stadt und bietet einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung. Dabei ist die räumliche Ausprägung der Verbindung von Stadt und Fabrik sowie die Intensität der Interaktion beider Systeme entscheidend für eine positive Verbindung. Die Vereinten Nationen betonen die Bedeutung von Städten und Gemeinden in ihren Zielen der nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goals), weiterhin heben sie eine nachhaltige industrielle Entwicklung und eine verantwortungsvolle Produktion hervor. Zur Ermittlung des potenziellen Beitrags von Fabriken in der Stadt zur nachhaltigen Entwicklung und zum Wachstum von Städten werden die Merkmale von Produktionssystemen in Verbindung mit ihrer urbanen Umgebung analysiert. Weiterhin werden urbane Fabriken auf ihren potenziellen Beitrag zu den Zielen der nachhaltigen Entwicklung untersucht. Dies geschieht entlang der Handlungsfelder effektiver Stadtfabriken. Auf der Grundlage dieser Analyse werden Potenziale abgeleitet, in denen die urbane Produktion ökonomisch, ökologisch und sozial die Städte der Zukunft unterstützen kann.

Max Juraschek, Lennart Büth, Christoph Herrmann
3. Das Umfeld

Beim Blick vom Unternehmen nach außen sind zwei Entwicklungen auffällig: die neue Marktsituation und unsere alternde Gesellschaft. Noch auffälliger ist die Nachhaltigkeit am Bau, und ein neuer Begriff wird auch bei den Planungsbüros ankommen: „Compliance“ oder „Good Governance“ oder „gute Unternehmensführung“.

Dietmar Goldammer
Kapitel 5. Methoden zur Abbildung des regionalen Klimas

In der Literatur werden verschiedene Methoden zur Darstellung des regionalen Klimas angegeben. In dieser Arbeit werden die Klimadaten aus GREEN-MAC-LCCP [113] verwendet. Dort wird das Klima in sechs Temperaturbereichen für 211 Städte weltweit angegeben. Die Temperaturbereiche stellen durch die Angabe einer gewichteten Häufigkeit das Klima eines Jahres dar.

Malte Westerloh
1. Nachhaltig Konstruieren

Im Kern des nachhaltigen Bauens geht es darum, unter dem Leitbild der Nachhaltigkeit eine ökologisch, ökonomisch und soziokulturell angemessene Planung zu erstellen und umzusetzen.

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen
Kapitel 13. Management, Betrieb und Instandhaltung

Die Aufgaben von Management, Betrieb und Instandhaltung von Wasserversorgungsunternehmen (WVU) werden bestimmt durch die Forderungen der hygienisch, technisch und wirtschaftlich einwandfreien Belieferung des Versorgungsgebietes mit Trinkwasser unter Beachtung der einschlägigen Rechtsvorschriften und des technischen Regelwerkes. Als technisches Regelwerk und anerkannte Regeln der Technik gelten dabei vor allem die einschlägigen DIN-Normen, die DVGW-Arbeitsblätter, Merkblätter und Hinweise sowie die Unfallverhütungsvorschriften. Wesentliche Bestimmungen daraus sind von den Länderbehörden in Mustersatzungen und Richtlinien für die Praxis umgesetzt.

Joachim Rautenberg
Ordnung und Gliederung

wesentlich mitbeeinflussen. Eine Fassadengestaltung aus Elementen wie Fensteröffnungen, Simsen, Wandflächen etc. ist ein Beispiel für das ästhetisch wirksame rhythmische Zusammenspiel von Gestaltelementen, die in ihrer räumlichgeometrischen Anordnung durch das übergeordnete architektonische Ordnungsprinzip bestimmt sind.

José Luis Moro
1. Grundlagen

Es werden einige Voraussetzungen für die Planung von technischen Anlagen in Gebäuden beschrieben. Dazu zählen die Grundlagen über thermische Behaglichkeit in Räumen, die konzeptionelle Herangehensweise bei der Planung der technischen Infrastruktur und die Abschätzung notwendiger technischer Zentralen. Mit der Beschreibung der möglichen Leitungs- und Trassenführung wird auch auf Schall-, Wärme- und Brandschutzanforderungen eingegangen und die Kriterien für den Einfluss auf das Tragwerk erläutert.

Dirk Bohne
43. Energetische Sanierung der technischen Gebäudeausrüstung

Die Mayer & Cie. GmbH & Co. KG ist der weltweit führende Hersteller von Rundstrickmaschinen. Das Portfolio umfasst 50 Rundstrickmaschinentypen, auf denen Stoffe für die Automobilindustrie, Heimtextilien, Sport-, Nacht- oder Badebekleidung hergestellt werden können. Von der Entwicklung bis zum Verpacken der Maschine deckt der Standort Albstadt alle Prozesse eines modernen Maschinenbauunternehmens ab.

Mario Schmidt, Christian Haubach, Marlene Preiß, Hannes Spieth, Joa Bauer
38. EEP und EEP2 – Energieeffizienz im Siemens Industriepark Karlsruhe und im Siemens-Werk Rastatt

Der effiziente Umgang mit Ressourcen und das Eingrenzen von Umweltbelastungen, z. B. der CO2-Emissionen, zählen zu den großen Herausforderungen unserer Zeit. Umweltschutz, Energieeffizienz und damit ein optimierter Einsatz der Ressourcen sind wichtige Themen, auch für einen wirtschaftlichen und nachhaltigen Produktionsbetrieb. Die Siemens AG hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu wirtschaften. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde von Siemens das Energieeffizienzprogramm (EEP) ins Leben gerufen. Das EEP deckt gebäude- und produktionsspezifische Einsparpotenziale auf und setzt zielgerichtet individuelle Maßnahmen um. Im Rahmen des EEP2-Programms, der Fortführung des EEP, werden von 2015 bis 2020 konzernweit 100 Mio. Euro für die Umsetzung von Effizienzmaßnahmen bereitgestellt, mit dem Ziel, den CO2-Ausstoß um 80.000 t pro Jahr zu reduzieren.

Mario Schmidt, Christian Haubach, Marlene Preiß, Hannes Spieth, Joa Bauer
Prozessziel Trinkwassergüte

In diesem Kapitel wird die Trinkwasser-Installation als mikrobielles Ökosystem vorgestellt. Temperatur, Wasseraustausch, Durchströmung und verfügbares organisches Material (Nährstoffe) sind die entscheidenden Faktoren in einem zusammenhängenden Wirkkreis der Trink wassergüte. Es wird deutlich, dass der Erhalt der Trinkwassergüte in der Trinkwasser-Installation von Gebäuden das Verständnis multifaktorieller Prozesse voraussetzt. Diese Prozesse bedürfen konsequenterweise eines Prozess-orientierten Qualitätsmanagements, wie es der Wassersicherheitsplan bereitstellt.

Thomas Kistemann, Kaspar Bausch
Integrale Planung BIM – Umsetzungserfahrungen im Projekt „Viega World“

Dieses Kapitel berichtet über den Erfahrungsgewinn bei der Umsetzung der „Integralen Planung BIM“ beim Neubau des Seminarcenters „Viega World“ in Attendorn als Referenzprojekt für die Anwendung von BIM in der Gebäudetechnik.

Christoph van Treeck, A. Heidemann, J. Siwiecki, P. Schmidt, U. Zeppenfeldt
Planung und Betrieb 4.0

Dieses Kapitel stellt zukunftsweisende, gebäudespezifi sche Konzepte und Technologien für Planung und Betrieb einer „Trinkwasser-Installation 4.0“ vor. Dabei werden die aktuellen Herausforderungen der Planungspraxis aufgezeigt und prozessorientierte Konzepte beschrieben, die mit Hilfe moderner Aktorik und Sensorik die hygienischen Parameter für den Erhalt der Trinkwassergüte in allen Teilstrecken vom Hausanschluss bis zu den Entnahmestellen über 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr sicherstellen.

C. Schauer, M. Fraaß, O. Heinecke, H. Jäger, H. Köhler, C. Otto, N. Puls, P. Steger, O. Witt, M. Zbocna
Mathildenhöhe Darmstadt – energetische Sanierung des Ausstellungsgebäudes

Die Mathildenhöhe Darmstadt ist ein einzigartiges architektonisches und städtebauliches Gesamtkunstwerk. 1908 wurde auf der höchsten Stelle der östlich der Innenstadt gelegenen Anhöhe das von Josef Maria Olbrich geplante Ausstellungsgebäude errichtet. Zusammen mit dem zeitgleich erbauten Hochzeitsturm bildet es ein das Stadtbild bis heute prägendes eindrückliches Jugendstil-Ensemble.

Johann Reiß, Astrid Wuttke
19. Consulting im CAFM

Ein CAFM-System wird i. d. R. nur so gut aufgebaut sein, wie es das Facility Management einer Organisation ist. CAFM-Consulting mit strategischem Blick widmet sich genau dieser Wechselwirkung.Die Daten als Teil eines CAFM-Systems sind dessen wertvollste Komponente. CAFM-Consulting mit den Schwerpunkten Datenerfassung, -migration und -pflege ist hier unerlässlich.CAFM-Consulting verlangt hohe Qualifikation und umfassende Praxiserfahrung sowohl im IT- als auch im FM-Bereich. Die bloße Installation von CAFM-Software kann den Erfolg nicht sicherstellen. Der CAFM-Einsatz muss als wichtiger Bestandteil und Erfolgsfaktor eines ganzheitlichen Immobilien- und Facility Managements verstanden werden. Gutes Consulting zeichnet sich stets durch die Erbringung eines konkreten und nachweisbaren Nutzens in einem definierten Zeitraum aus.

Matthias Mosig, Joachim Hohmann, Michael Marchionini
Energiemanagement der Stadt Frankfurt a.M.

Die Abteilung Energiemanagement der Stadt Frankfurt a.M. hat die Aufgabe, die Energie- und Wasserkosten für die ca. 1.000 städtisch genutzten Liegenschaften zu minimieren. Gleichzeitig sollen hier vorbildhaft die Klimaschutzziele des Magistrats umgesetzt werden.

Mathias Linder
Kapitel 12. Praxisbeispiele

Dieses Kapitel enthält die im Buch erwähnten Praxisbeispiele in tabellarischer Form.

Stefan Fritz, Hans J. Schneider
Kapitel 4. Der Ingenieurvertrag

Es folgen in diesem Kapitel die ausführlichen Darstellungen von Regelungen in einem Ingenieurvertrag.

Hendrik Hunold
Kapitel 3. Grenzen der Vertragsgestaltung

Im deutschen Recht und damit auch für den Ingenieurvertrag gilt der Grundsatz der Privatautonomie. Danach können der Ingenieur und sein Auftraggeber den Inhalt ihres (Ingenieur-) Vertrags grundsätzlich frei und ohne inhaltliche Vorgaben gestalten. Grenzen sind allein die geltenden Gesetze. Werden diese überschritten, führt dies entweder zur Unwirksamkeit der betroffenen Regelungen oder des gesamten Vertrages. Die folgenden Ausführungen zeigen die Grundzüge sowie die in der Praxis regelmäßig anzutreffenden Fälle auf.

Hendrik Hunold
Kapitel 2. Grundlagen des Betrachtungs- und Gestaltungsbereichs

Die Grundlagen des Betrachtungs- und Gestaltungsbereichs bilden die Ausgangssituation für die weitere Theoriebildung. Daher muss jener pragmatisch, das heißt in Hinblick auf das Handlungsziel der Arbeit eingegrenzt werden. Aus der Zielsetzung ergibt sich der Betrachtungsbereich der additiven Fertigungstechnologien. Mit Blick auf die Planung und Effizienzsteigerung von Prozessketten sind zusätzlich die Grundlagen der Fabrikplanung von Relevanz für die weiteren Ausarbeitungen. Um konkrete, praxisnahe Aussagen über das Leistungsverhalten des dynamischen Fabriksystems zu erhalten, wird auf simulationsbasierte Ansätze zurückgegriffen. Produktionsprogramme bilden in diesem Kontext den Ausgangspunkt für die Übersetzung der Anwendungsfälle in die Modellwelt.

Markus Möhrle
1. Grundlagen

Im Umfeld von Facility Management stößt man auf zahlreiche Definitionen und Auslegungen dieses Begriffs, die sich inhaltlich teilweise voneinander unterscheiden. Zunächst sollen vier bekannte Definitionen als Ausgangspunkt der weiteren Überlegung dienen:1.Facility Management ist die Praxis, den physischen Arbeitsplatz mit den Menschen und mit der Arbeit der Organisation zu koordinieren. Facility Management integriert dabei die Grundlagen der wirtschaftlichen Betriebsführung, der Architektur und der Verhaltens- und Ingenieurwissenschaften (Amerikanische Definition, United States Library of Congress 1988).2.Facility Management ist der ganzheitliche strategische Rahmen für koordinierte Programme, um Gebäude, ihre Systeme und Inhalte kontinuierlich bereitzustellen, funktionsfähig zu halten und an die wechselnden organisatorischen Bedürfnisse anzupassen (Euro-FM Definition, Glasgow 1990).3.Facility Management ist die Betrachtung, Analyse und Optimierung aller kostenrelevanten Vorgänge rund um ein Gebäude, ein anderes bauliches Objekt oder eine im Unternehmen erbrachte (Dienst‑) Leistung, die nicht zum Kerngeschäft gehört (GEFMA – Definition Richtlinie 100, Bonn 1996).4.Facility Management ist die Integration von Prozessen innerhalb einer Organisation zur Erbringung und Entwicklung der vereinbarten Leistungen, welche zur Unterstützung und Verbesserung der Effektivität der Hauptaktivitäten der Organisation dienen (DIN EN 15221-1, 2007)

Prof. Jens Nävy
4. Anwendungsbeispiele

Bei den nachfolgenden Praxisanwendungen stehen insbesondere die Nutzenansätze im Vordergrund, die sich durch Facility Management und den Einsatz von Informationstechnologie in den einzelnen Teilaufgaben ergeben. Der Schwerpunkt liegt auf Anwendungsbeispielen, die die Hauptaspekte des Facility Management im Sinne von Ganzheitlichkeit, Transparenz und Betrachtung des gesamten Lebenszyklus erläutern. Die Beispiele bieten nur eine Auswahl aus dem großen Anwendungsfeld des Facility Management. Sie sind bewusst so ausgewählt, dass sie für zahlreiche Unternehmen von Bedeutung sind.

Prof. Jens Nävy
5. Energiemanagementsysteme nach DIN EN ISO 50001

Oberstes Ziel eines Energiemanagementsystems ist die Verbesserung der Energieeffizienz und -leistung im Unternehmen. Energieverbrauchende Prozesse, Anlagen, Tätigkeiten, Produkte und Dienstleistungen sind zu analysieren und zu bewerten.Der Aufbau eines Energiemanagementsystems ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die sich gut mit dem Projekt Umweltmanagementsystem verknüpfen lässt. In beiden Managementsystemen existieren vergleichbare Strukturelemente. Das Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 und die zu erzielenden fortlaufenden Verbesserungen der betrieblichen Energieeffizienz basieren auf fünf Grundsätzen:Verpflichtungen und Führung durch die Geschäftsführung,Bestandsaufnahme des Ist-Zustands,Planung und Festlegung der Energieziele,Realisierung von Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz undErfolgskontrolle der Zielerreichung und Bewertung der Energieeffizienz.In diesem Kapitel werden die Normanforderungen an ein Energiemanagementsystem behandelt und im Vergleich zum Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001 diskutiert.

Gabi Förtsch, Prof. Dr. Heinz Meinholz
8. Mediation zur Unterstützung des Konfliktmanagements bei komplexen Bauprojekten

Die am Bau Beteiligten machen immer wieder die Erfahrung, dass die häufig konfliktbelasteten Beziehungen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmern in höchstem Maße kontraproduktiv sind und die Kernziele des Projektes, die Einhaltung der Vorgaben für Kosten, Termine und Qualität, substanziell gefährden. Partnering und Alliancing können ein Modell nicht nur für Großprojekte sein. Sie werden hier vorgestellt und gezeigt, wie ein Mediator bei der Bewältigung der dabei auftretenden Konflikte helfen kann.

Dr. jur. Peter Hammacher, Ilse Erzigkeit, Sebastian Sage
Kapitel 8. Umweltrecht und Öffentliches Baurecht

Die Anforderungen an das Facility Management steigen ständig. Neben seinen herkömmlichen Aufgabenbereichen, muss sich der Facility Manager zukünftig vermehrt mit weiteren Themen auseinandersetzen, die teilweise komplexe Rechtsfragen aufwerfen. Die abfallrechtliche Verantwortlichkeit, die ihn als Abfallbesitzer persönlich treffen kann, die Anforderungen an den Inhaber von Trinkwasserinstallationen nach der Trinkwasser-Verordnung oder der Umgang mit Gebäudeschadstoffen gerade im Zuge ihrer Sanierung oder ihres Abbruchs seien hier beispielhaft genannt.

Jens Nusser
Kapitel 1. Vergaberecht

Das Vergaberecht regelt die Beschaffungstätigkeit der öffentlichen Hand sowie von Unternehmen, denen der Staat bestimmte Privilegien eingeräumt hat oder öffentliche Mittel – etwa durch Zuwendungen – zur Verfügung stellt. Ziele des Vergaberechts sind insb., öffentliche Auftraggeber zu einem möglichst wirtschaftlichen Umgang mit öffentlichen Mitteln anzuhalten sowie interessierten Wirtschaftsteilnehmern gleiche Chancen im Wettbewerb um öffentliche Aufträge einzuräumen.

Christoph Kaiser
Kapitel 4. Facility Managementverträge

Ohne Anwälte kein Vertrag. Dies ist heute gängige Praxis in sämtlichen Wirtschaftszweigen, da die Annahme besteht, ohne juristische Beratung keinen „wasserdichten“ Vertrag formulieren zu können. Bei Bauverträgen und Facility-Managementverträgen (FM-Verträgen) steht jedoch nicht nur die juristische Prüfung des Vertrages im Vordergrund; zentraler Bestandteil ist vielmehr die vollständige und widerspruchsfreie Beschreibung der zu erbringenden Leistung.

Joachim Hirschner, Henric Hahr, Katharina Kleinschrot
6. Wirtschaftliche Qualität

Soll ein Gebäude nachhaltig gebaut oder erneuert werden, muss das Planungsteam eng zusammenarbeiten. Außerdem sollten ausführende Unternehmen, Nutzer und Betreiber bereits in die Planungsphase mit einbezogen werden. Bei der Planung ist außerdem zu beachten, dass nachhaltiges Bauen nicht nach einem feststehenden Konzept erfolgen kann. Stattdessen muss immer die optimale Lösung für den spezifischen Einzelfall gefunden werden. Die Erstellungskosten stellen gerade zu Projektbeginn eine große finanzielle Hürde dar, allerdings machen die Nutzungskosten über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes den größeren Anteil aus. Neben den Baukosten selbst ist die Finanzierung häufig noch bedeutsamer. Die Wahl des optimalen Finanzierungskonzepts ist ein weiterer Baustein zur wirtschaftlichen Qualität eines Bauprojekts. Im Folgenden werden konkrete Maßnahmen zur Kostensenkung sowie verschiedene Methoden für eine Lebenszykluskostenrechnung sowie Benchmarks vorgestellt. Zusätzlich wird erläutert, wie die ökonomische Qualität in den Bewertungssystemen DGNB und NaWoh berücksichtigt wird.

Stefanie Friedrichsen
5. Digitalisierung von Infrastrukturen als Schlüssel zur Annäherung von Gesundheitswesen und Wohnungswirtschaft

Ausgehend von zentralen Problemstellungen wie dem demografischen Wandel oder der Globalisierung, mangelt es speziell bei der medizinischen Versorgung, der Bezahlbarkeit des Wohnens in jeder Lebenssituation sowie der effizienten und klimaschonenden Energieversorgung aufgrund fehlender Vernetzung sowie fehlenden Modellstrukturen an nachhaltigen Synergieeffekten. Im Folgenden wird deshalb ein Lösungsansatz vorgestellt, wie die Annäherung von Gesundheitswesen und Wohnungswirtschaft auf Basis von Digitalisierung durch Virtualisierung von Versorgungs- und Informationsinfrastrukturen realisiert werden kann. In diesem Zusammenhang werden insbesondere Ubiquitäre Netze und Infrastrukturen, Virtualisierungskonzepte zur prozessorientierten Interaktion mit den Akteuren, Informationsvernetzung, die Integration von Gebäudesystemtechnik, Informationssystemen und Benutzerschnittstellen zur Interaktion sowie relevante Dienste und Geschäftsprozesse anforderungsgerecht beschrieben.

Sven Leonhardt, Tim Neumann, Daniel Kretz, Tobias Teich
VI. Die Sachverständigen-Vergütung (Entschädigung)

Die Vergütung des Sachverständigen richtet sich nach dem

Karl-Heinz Keldungs, Joachim Ganschow, Norbert Arbeiter
Chapter 5. Datenmanagement und Softwarewerkzeugklassen

In Kapitel 5 werden die Aufgaben des Datenmanagements, die notwendigen SoftwarewerkzeugklassenSoftwareWerkzeugklasse in den Unternehmen sowie technische Möglichkeiten zur Umsetzung des Datenaustausches zwischen Softwarewerkzeugen (Synonym: IT-Werkzeuge, IT-Systeme, IT-Anwendungen) behandelt und auch der Begriff der Durchgängigkeit diskutiert. Das Kapitel ersetzt aber keineswegs umfassende Werke zur Einführung von Datenbanksystemen oder einschlägige Literatur zu den jeweiligen Softwarewerkzeugen, auf die an entsprechender Stelle verwiesen wird. Auf Aspekte des Informationsmanagements in Unternehmen wird insbesondere dann eingegangen, wenn daraus Anforderungen an das Datenmanagement abzuleiten sind.

Uwe Bracht, Dieter Geckler, Sigrid Wenzel
Chapter 2. Anwendungsfelder der Digitalen Fabrik im Überblick

Die Richtlinie VDI 4499 Blatt 1 (2008) definiert und erläutert als wesentliche Anwendungsgebiete der Digitalen Fabrik die Produktentwicklung, die Produktionsplanung, den Produktionsanlauf, den Produktionsbetrieb und die Auftragsabwicklung. Der Vorgabe der VDI 4499 folgend haben die Autoren im zweiten Kapitel eine Auswahl der aus ihrer Sicht schon jetzt am intensivsten erschlossenen Anwendungsfelder getroffen. Sie sind in der Abbildung 2.2 von der Planung der Fabrikhülle bis zum Anlauf der Anlagen dargestellt und werden im Überblick erläutert und anhand kleiner Beispiele vorgestellt, um dem Leser ein frühes und kompaktes Gesamtverständnis zu vermitteln. Das Kapitel endet mit der Zukunftsvision der Produktion mit Industrie 4.0.

Uwe Bracht, Dieter Geckler, Sigrid Wenzel
4. Besondere Aspekte des Kalkulationsprozesses

Dieses Kapitel behandelt besondere Aspekte des Kalkulationsprozesses. Zunächst wird die Vorgehensweise bei Änderungen des Bausolls anhand praktischer Beispiele behandelt. Es folgt die Ergänzung des Kalkulationsprozesses um die Risikokosten. Neben der Darstellung der Theoretischen Grundlagen folgt die Darstellung der Risikokalkulation für mittelständische Bau- und Generalunternehmer anhand eines praktischen Beispiels. Darauf aufbauend werden die Besonderheiten bei Baustellen im Ausland behandelt. Es folgt die Beschreibung der Besonderheiten der Kalkulation von Funktionsbau und GMP-verträgen sowie der Kalkulation von Lebenszykluskosten anhand von Puclic Private Partnerships. Der fünfte Unterabschnitt behandelt die Besonderheiten von Arbeitsgemeinschaften. Hier werden die grundlegenden Arbeitsgemeinschaften vorgestellt und deren Signifikanz im Bauwesen erläutert. Den Abschluss dieses Teils bildet ein Kapitel über Bausoftware. Neben der Erläuterung der Vorgehensweise von grundlegenden Software-Lösungen wird auch auf 3D-Modelierung und Building Information Modeling eingegangen und anhand dem Bau eines Stadions dargestellt.

Prof. Dr.-Ing. Dieter Jacob, M. Sc. Clemens Müller, Tilo Nemuth, M. Sc. Martin Oehmichen, Dr. Constanze Stuhr, Markus Rambach, Dr. Christoph Winter
Kapitel 3. Ökonomische Analyse der Bauordnungen

Zur Erhebung von geeigneten Wohngebäuden als Fallstudien, die vier oder fünf oberirdische Geschosse haben und die auf Grundlage der Landesbauordnung genehmigt worden sind (s. Abschnitt 1.3.8), wurden Mitte August 2015 die zu diesem Zeitpunkt auf den Websites des BFW Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. (BFW-NRW 2015) sowie des VdW Rheinland Westfalen e.V. (VdW-RW 2015) veröffentlichten Mitgliedsunternehmen angeschrieben und gebeten, Baugenehmigungen von Wohngebäuden mit der entsprechenden Geschosszahl für diese Untersuchung zur Verfügung zu stellen.

Michael Schleich
Kapitel 2. Rechtsvergleichung

Johlen weist explizit darauf hin, dass das geltende öffentliche Baurecht Vorläufer hat und dass die Bedeutung dieses Aspekts „gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann“, da die meisten Vorschriften nicht ohne Weiteres aus sich heraus auf Anhieb zu verstehen sind und sich ihr Sinn und Zweck erst erschließt, wenn man das Vorgängerrecht betrachtet (Johlen 2011, S. 2 Rn. 7). Aus diesem Grund wird in diesem Kapitel die rechtshistorische Entwicklung der Bauordnungen und der Institution der Bauaufsicht auf dem heutigen Gebiet des Landes Nordrhein-Westfalen dargestellt, um die Hintergründe, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur Entwicklung in England aufzuzeigen. Die Entwicklung der Bauordnungen und der Bauaufsicht folgen - wie die deutsche Rechtsgeschichte - der gesellschaftlichen Entwicklung.

Michael Schleich
10. Anforderungen an ein Geothermieprojekt aus der Sicht eines Bauherren

Die Oberflächennahe Geothermie ist eine eigenständige Planung neben den anderen Fachplanungen. Der geothermische Fachplaner sollte so früh wie möglich, bereits bei der Baugrunderkundung, ins Projektteam geholt werden. Die Auswahl des Planers erfolgt nach Qualität und Referenzen, für Leistungsumfang und Honorierung liegt eine Empfehlung des AHO (Ausschuss der Verbände und Kammern der Ingenieure und Architekten für die Honorarordnung e.V.: Planungsleistungen im Bereich der Oberflächennahen Geothermie) vor. Die Planung beginnt mit der Prüfung, ob die Geothermie eine sinnvolle Alternative sein kann und ob sie auf dem jeweiligen Standort umsetzbar ist. Danach schließt dann eine Machbarkeitsstudie und Vorplanung an, um Kosten und die Wirtschaftlichkeit verschiedener Varianten zu bewerten. Die weitere Planung muss in enger Abstimmung mit dem Planer für die technische Gebäudeausrüstung (TGA) erfolgen. Die Oberflächennahe Geothermie entfaltet ihre größten Vorteile bei der Kombination von Heizen und Kühlen und der saisonalen Speicherung von Wärme im Untergrund. Bei intelligenter Planung sind erhebliche Einsparungen gegenüber konventionellen Systemen möglich.

Klaus Bücherl, Simone Walker-Hertkorn
21. Qualitätssicherung und Zertifizierung

Die weitere Entwicklung der oberflächennahen Geothermie ist ganz erheblich davon abhängig, ob die ökonomischen und ökologischen Vorteile dieser Technologie durch sorgfältig geplante, installierte und richtig betriebene Anlagen auch zum Tragen kommen. Einen wesentlichen Beitrag dazu können Qualitätssicherungsmaßnahmen leisten. Darunter sind organisatorische und technische Maßnahmen zu verstehen, die der Schaffung und Sicherstellung einer definierten Qualität dienen. Die Einhaltung dieser Maßnahmen wird häufig durch Zertifikate, Gütesiegel oder Gütezeichen nachgewiesen. Glaubwürdig sind diese, wenn ihre Ausstellung durch eine unabhängige und fachkundige Stelle bestätigt wird. Am bekanntesten sind die Gütesiegel für Wärmepumpenhersteller und die Zertifizierung von Bohrunternehmen. Doch weder eine fachgerecht ausgeführte Geothermiebohrung noch eine mit Gütesiegel ausgezeichnete Wärmepumpe können ohne eine fachgerechte Planung die gewünschte Anlagenqualität garantieren. Gerade im Bereich der Architekten, Planer, Fachbüros und Installateure mangelt es derzeit an definierten Qualitäts- und Qualifikationsanforderungen, sodass Handlungsbedarf besteht. Dies ist umso dringlicher, da die Herausforderung der nächsten Jahre die ganzheitliche Bearbeitung und Betrachtung einer Geothermieanlage von der Planung bis zur Ausführung mit Fokus auf die Schnittstellenregelung zwischen den Beteiligten sein wird, die nur in der Hand von Planern liegen kann.

Christine Buddenbohm
14. Bauen im Bestand
Prof. Dr.-Ing. Uwe Weitkemper
Anwendung von Lean Key Performance-Indikatoren in Bauprojekten

Die Implementierung von Lean ist eine „Journey“. Die Frage mit der sich demnach eine Organisation auf der Lean Journey beschäftigt liegt darin, wie Lean eingeführt, gestreut und erhalten werden kann. Übergeordnet wird Lean genutzt um das Unternehmen strategisch auszurichten. Der Schwerpunk liegt daher mehr darauf den Reifegrad des Lean Unternehmens zu messen. Auf Projektebene beginnt die Lean Journey mit der Analyse und Aufbereitung von Lean Kennzahlen. Mit Lean Kennzahlen wird der Fortschritt oder Erfüllungsgrad wichtiger Zielsetzungen und kritischer Erfolgsfaktoren innerhalb eines Lean Projektes gemessen.

Selim-Tuğra Demir, Patrick Theis
3. Praxisbeispiel einer ganzheitlichen Sanierung

Um die gesammelten theoretischen Erkenntnisse und Anforderungen in einem praktischen Zusammenhang wiederzugeben, wird im Folgenden an einem Beispiel solch ein Sanierungsprozess mit seiner schrittweisen Annäherung an ein emissionsfreies Gebäude dargestellt. Die Sanierung beschreibt die meisten der typischen Problemstellungen, die bei Sanierungen auftreten. Erfahrungen werden beschrieben, die diesen Prozess erleichtert haben, aber auch Probleme aufgezeigt und Kompromisse, die unterwegs aus den unterschiedlichsten Gründen geschlossen werden mussten, geschildert. Beispielsweise hatte der Bauherr zum Schluss des Projektes schlicht keine Energie mehr, die letzten, noch verbliebenen Optimierungen durchzuführen, obwohl bereits alles geplant und ausgeschrieben war. Er beendete diesen Sanierungsschritt mit der Feststellung: Jetzt ist es genug! Auch den Planern ging es nicht anders, sodass diese Anweisung widerstandslos hingenommen wurde. Letztendlich wurden in dieser ersten Sanierungsrunde nicht 100 %, sondern nur 95 % der geplanten Maßnahmen umgesetzt, was nicht weiter dramatisch war. Es soll eine möglichst praxisnahe Darstellung dieses Projektes gegeben werden. Alle wichtigen Aspekte werden beleuchtet, um die gemachten Erfahrungen nutzbringend an Interessierte weiterzugeben und um dem emissionsfreien Gebäudebestand auf kürzestem Wege näherzukommen.

Stefan Oehler
2. Das Konzept der ganzheitlichen Sanierung

Auf der Suche nach dem kürzesten Weg zum emissionsfreien Gebäudebestand wurde das Konzept der ganzheitlichen Gebäudesanierung entwickelt. Dabei wird vom emissionsfreien Zielzustand 2050 ausgehend gedacht, und durch diese veränderte Perspektive auf die heutigen Gebäude ergibt sich automatisch ein ganz anderes Vorgehen. Das zukünftige, emissionsfrei sanierte Gebäude wird mit dem aktuellen Gebäudezustand verglichen. Über dieses Delta zwischen Ist und Soll wird gesprochen, anstatt wie bisher den aktuellen Zustand ein wenig zu verbessern, ohne zu wissen, wohin man als nächstes möchte. Der Soll‐Zustand des emissionsfreien Gebäudebestandes ist so schnell und so detailliert wie möglich zu beschreiben, um sich strategisch auf dem Weg dahin besser aufstellen zu können. Eine heutige Berechnung mit einer noch zu entwickelnden „EnEV 2050“ kann entscheidende Voraussetzungen dafür schaffen (siehe Abschn. 2.6), und es wird dann nur noch darüber diskutiert werden müssen, wie schnell diese Differenz zwischen Ist und Soll auf null reduziert werden kann. Jedes Gebäude ermittelt seinen individuellen Abstand zum Ziel, und alle Sanierungsschritte bauen dann sinnvoll und abgestimmt aufeinander auf. Zwischen heutigen Ist‐Emissionen und den 2050‐Soll‐Emissionen wird eine Gerade gezogen, und schon hat man zu jedem beliebigen Zeitpunkt dazwischen einen Anhaltswert, ob man sich über oder unter der Linie befindet und somit im Plan ist oder noch zu schlecht abschneidet.

Stefan Oehler
Chapter 6. Termine im Projektdurchlauf

Durch die Reform der HOAI 2013 ist außer in Lph. 8 d), Terminplanung auch in das Leistungsbild Lph. 2 h), 3 f) sowie in 5 d) aufgenommen worden. Das hat anfangs zwischen Objektplanern und Projektsteuerern zu Irritationen geführt. 2014 wurde von der AHO-Kommission Projektsteuerung mit einer Neufassung des Leistungsbilds in Heft 9, und hier u. a. auch der Projektstufe D Termine, Kapazitäten und Logistik, reagiert.

Walter Volkmann
Das Prinzip der Schwesterlichkeit – Mitversorgung von Denkmälern durch Plusenergiegebäude

Die Stuttgarter Weißenhofsiedlung wurde als Wegbereiter des Internationalen Stils weltberühmt. Am 17. Juli 2016 wurden zwei Häuser der Siedlung, das Einfamilienhaus und das Doppelhaus der Architekten Le Corbusier und Pierre Jeanneret, Teil des UNESCO Weltkulturerbes [1,2]. Die Mustersiedlung bestand ursprünglich aus 21 Experimentalbauten, von denen 10, als Folge des Zweiten Weltkriegs, verloren gingen [3].

Marc-Steffen Fahrion, Kurt Denzel, Werner Sobek
Chapter 3. Management der Qualitäten und Quantitäten

Modernes Qualitätsverständnis ist darauf ausgerichtet, Qualität von Beginn an zu planen und nicht durch nachträgliche Anpassungen zu erzeugen.

Werner Schneider, Walter Volkmann
9. Benchmarking-Initiativen im Überblick

In Kap. 9 sind die wesentlichen Anbieter von Immobilien-Benchmarking im deutschsprachigen Raum, deren Untersuchungsschwerpunkte bzw. durchgeführte Beispielprojekte und die wesentlichen Ergebnisse dargestellt. Die Anzahl der bedeutenden Anbieter ist überschaubar, da die Konzeption, Implementierung und der Betrieb eines IT-gestützten Immobilien-Benchmarkings eine umfangreiche Methoden- und Immobilienkompetenz und nicht unerhebliche Anfangsinvestitionen erfordern.Nur wenigen Unternehmen gelingt es deshalb, sich mit allein diesem Produkt dauerhaft am Markt zu etablieren. Es ist darüber hinaus zu erkennen, dass das Produkt Immobilien-Benchmarking in einigen Fällen nicht das Kerngeschäft der Unternehmen darstellt, sondern vielmehr als Teil des strategischen Geschäftsfeldes angeboten wird.Auf die individuellen Vorgehensweisen, die verwendeten Instrumente und Kosten für die Teilnahme wird in diesem Kapitel jeweils nach einer kurzen Unternehmensdarstellung bei den Anbietern und Produkten eingegangen.

Tilman Reisbeck, Lars Bernhard Schöne
2. Grundlagen – Begriffe, Projektbeteiligte sowie deren Aufgaben und Organisationsformen

Hier werden zunächst für die Arbeit wichtige Begriffe definiert. Nach Ausführungen zu den wesentlichen Beteiligten von Bauprojekten sowie zur Entscheidungstheorie werden die statistische und die methodische Basis für die durchgeführten Untersuchungen bzw. das entwickelte Entscheidungswerkzeug dargelegt.

Daniel Landowski
3. Aspekte der Planereinsatzformen Einzel- sowie Generalplaner

Anschließend werden die für eine Entscheidungsfindung möglicherweise bedeutsamen Unterschiede zwischen den beiden Planereinsatzformen herausgearbeitet, gegliedert in Teile der o. g. Projektsteuerungs-Handlungsbereiche nach AHO. Zusätzlich wird ein Unterkapitel den die Projektsteuerung selbst unmittelbar betreffenden Merkmalen der Planereinsatzformen gewidmet.

Daniel Landowski
1. Einleitung

Zu Beginn wird in der Arbeit die Ausgangssituation mit der Problemstellung beschrieben. Nach einer Zusammenfassung des Standes der Forschung werden das Ziel sowie die hierfür behandelte Fragestellung aufgezeigt. Ergänzend sind hier der genaue Gegenstand sowie die entsprechende Abgrenzung der Arbeit dargestellt.

Daniel Landowski
Chapter 2. Energieeinsatz in der Fahrzeugfertigung

In diesem Kapitel wird auf die Grundlagen und den theoretischen Hintergrund dieser Forschungsarbeit eingegangen. Wichtige Begrifflichkeiten im Bereich der Fertigung und der Energieflüsse werden erläutert. Außerdem werden die wichtigsten Elemente des Fabriksystems und die Subsysteme innerhalb dieses Umfeldes vorgestellt, um später Energie im Kontext der Fertigung zu erläutern. Dabei wird der Fokus auf der Automobilfertigung, den Energieformen und den Umwandlungsarten in diesem Bereich liegen.

Patrick Dehning
2. Informationstechnologie als Digitalisierungstreiber

Getrieben durch die extreme Zunahme der Leistungsfähigkeit der Informationstechnologie (IT) rollt die Digitalisierungswelle unaufhaltsam und immer schneller weiter auf uns zu. Als Synonym für die andauernde massive Leistungssteigerung in der IT steht seit Jahren das sogenannte Mooresche Gesetz, das bereits vor über 50 Jahren eine Verdoppelung der Leistungsfähigkeit integrierter Schaltkreise innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten beschrieb. Bei unveränderter Basistechnologie wäre das Gesetz längst nicht mehr gültig. Aufgrund von Technologiesprüngen besteht der Grundsatz des exponentiellen Wachstums der Leistungsfähigkeit jedoch weiterhin. Es gibt scheinbar keine technologischen Grenzen und es ist nur eine Frage der Zeit, wann die menschliche Intelligenz durch „Maschinenintelligenz“ überholt wird und der Zeitpunkt der sogenannten Singularität erreicht wird.

Uwe Winkelhake
Chapter 12. Modellbasierter Referenzentwicklungsprozess für CTPS in frühen Entwicklungsphasen

Für die integrierte Entwicklung cybertronischer Produkte (CTP) und Produktionssysteme (CTPS) wurde unter Verwendung eines MBSE-Vorgehens ein Prozessrahmenwerk entwickelt. Dessen Ziele sind zum einen die Verbesserung der Integration zwischen der CTP-Entwicklung und der CTPS-Planung durch die Verwendung derselben Modellierungssprache und eines gemeinsamen Systemmodells und zum anderen die Erleichterung der Koordination und Kommunikation zwischen den beteiligten Planungsdisziplinen. In das Prozessrahmenwerk eingebettet ist der modellbasierte Referenzentwicklungsprozess für die frühen Phasen der Planung von CTPS. Er umfasst ein Vorgehensmodell mit einer Beschreibungssystematik auf Basis der Modellierungssprache SysML zur modellbasierten Beschreibung des CTPS. Die Beschreibungssystematik ist aus verschiedenen Views für die Systemelemente aufgebaut. Das Vorgehen ist dabei in vier verschiedene Modellierungsebenen aufgegliedert, die mit den Planungsphasen der Produktionssystemplanung vergleichbar sind und das CTPS aus unterschiedlichen Blickwinkeln beschreiben.

Chantal Sinnwell, Dr.-Ing. Jan Fischer, Hermann Meissner, Prof. Dr.-Ing. Jan C. Aurich
1. Einleitung

Die Ausführung eines Bauprojekts, d. h. die Bauphase, beinhaltet nicht nur für die ausführenden Unternehmen zahlreiche Tätigkeiten, sondern ist auch insbesondere hinsichtlich der Bauobjektüberwachung eine anspruchsvolle Aufgabe. Sie umfasst eine Vielzahl von Einzelaufgaben und ‐tätigkeiten und wird von Architekten und Ingenieuren für den Bauherrn ausgeführt. In dieser Funktion werden sie bauleitende Architekten bzw. Ingenieure genannt; in den nachfolgenden Kapiteln werden sie von uns vereinfacht als „Bauleiter“ bezeichnet. Der Bauleiter steht dabei „auf der Seite“ des Bauherrn und nimmt mit der Bauobjektüberwachung eine Kontrollfunktion für den Bauherrn ein. Im Rahmen dieser Tätigkeit überwacht er die Ausführung des Bauprojekts auf Übereinstimmung mit den Ausführungsplänen, der Baugenehmigung, der Leistungsbeschreibung u. a. Auf diesen Grundlagen überwacht er die ausführenden Bauunternehmen. Der Bauherr schließt zu diesem Zweck in der Regel unmittelbar mit dem Bauleiter einen Vertrag über die Objektüberwachung und zuvor einen weiteren Vertrag oder mehrere Verträge mit dem „Planungs‐“ Architekten, den Fachplanern und schließlich mit den Bauunternehmen ab. Die einzelnen Aufgaben des Bauleiters werden in den nachfolgenden Kapiteln im Detail dargestellt. In der Anlage 10 HOAI (2013) werden 15 Grundleistungen und drei besondere Leistungen aufgeführt.

Falk Würfele, Bert Bielefeld, Mike Gralla
4. Qualitätssicherung

Der Begriff der Qualität ist vielschichtig und wird uneinheitlich verwandt. Allgemein wird unter dem Begriff der Qualität die Güte, Beschaffenheit und/oder Wertstufe eines Gegenstandes oder eines Prozesses subsumiert. Um Qualitäten kontrollieren, überwachen und sichern zu können, müssen diese vor der Erstellung (Produktion) definiert worden sein. Hierbei wird zwischen allgemein gültigen Qualitätsdefinitionen und zwischen Qualitäten, die von den Projektbeteiligten festgelegt werden, unterschieden. Gesetze, Normen und Richtlinien beschreiben i. d.R. Mindestanforderungen an Qualitäten. Darüber hinausgehende bzw. zusätzliche Qualitätsdefinitionen werden in Form von Leistungsbeschreibungen, vertraglichen Vereinbarungen o.Ä. bestimmt. Dabei werden regelmäßig mess- und verifizierbare Qualitäten beschrieben. Subjektive Qualitäten wie Schönheit, Ebenmaß oder Ästhetik werden selten thematisiert und spielen auch im Qualitätsmanagement im Sinne der Normenreihe EN ISO 9000 ff. keine Rolle.

Falk Würfele, Bert Bielefeld, Mike Gralla
3. Terminplanung

Neben der Frage nach den Baukosten sind der Fertigstellungstermin und dessen Einhaltung für jeden Bauherrn von zentraler Bedeutung. Gemäß HOAI obliegt dem auftraggeberseitigen Bauleiter die Koordinationspflicht aller Leistungen. Daher liegt die Terminplanung sowohl aller planungsrelevanten Themen, das heißt die Koordination aller Planungsbeteiligten wie z. B. des Statikers, der haustechnischen Planung und der Sonderfachleute als auch die Koordination der baubetrieblichen Abläufe, während der Bauvorbereitung und der Bauausführung in seiner Verantwortung. Welche Pflichten ergeben sich hieraus im Einzelnen in Bezug auf die Terminplanung für den Bauleiter und welche Leistungen sind durch die ausführenden Firmen zu erbringen?

Falk Würfele, Bert Bielefeld, Mike Gralla
12. Baudurchführung und Objektüberwachung

Das Kapitel zu den Themen Baudurchführung und Objektüberwachung beschäftigt sich mit den wichtigen Aufgaben, die der Architekt während der Realisierungsphase zu leisten hat. Die Bedeutung dieser Phase wird besonders deutlich, wenn man bedenkt, dass die Leistungsphase 8 der HOAI mit 32 Prozent fast ein Drittel des Gesamthonorars ausmacht. Die Grundleistungen dieser Leistungsphase werden detailliert aufgezeigt. Weitere Themen des Kapitels sind die Funktion und die Aufgaben des Bauleiters, die Bedeutung der VOB (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen), die Ausführung von Behinderungs- und Bedenkenanzeigen sowie die gesamtschuldnerische Haftung und Mängel. Weiterhin erfahren Leser Wichtiges über den Terminplan, die Kostenkontrolle, den Kostenanschlag sowie die Kostenfeststellung. Zuletzt gibt der Autor einen Ausblick auf die Entwicklung des Themas.Das Kapitel zu den Themen Baudurchführung und Objektüberwachung beschäftigt sich mit den wichtigen Aufgaben, die der Architekt während der Realisierungsphase zu leisten hat. Die Bedeutung dieser Phase wird besonders deutlich, wenn man bedenkt, dass die Leistungsphase 8 der HOAI mit 32 Prozent fast ein Drittel des Gesamthonorars ausmacht. Die Grundleistungen dieser Leistungsphase werden detailliert aufgezeigt. Weitere Themen des Kapitels sind die Funktion und die Aufgaben des Bauleiters, die Bedeutung der VOB (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen), die Ausführung von Behinderungs- und Bedenkenanzeigen sowie die gesamtschuldnerische Haftung und Mängel. Weiterhin erfahren Leser Wichtiges über den Terminplan, die Kostenkontrolle, den Kostenanschlag sowie die Kostenfeststellung. Zuletzt gibt der Autor einen Ausblick auf die Entwicklung des Themas.

Von Schramm
5. Recht / Ausschreibung
Fachplanung und Trinkwasserhygiene – rechtssicher planen, ausschreiben und beraten

Dieses Buchkapitel widmet sich dem rechtlichen Umfeld des Fachplaners und Fachingenieurs für Wasserversorgungsanlagen im gesamten Projektverlauf, von der Grundlagenermittlung bis zur Objektbetreuung. Es enthält Hinweise und Fingerzeige zu Vertragsgestaltung und Haftungsvermeidung und erklärt, warum die Hygiene des Trinkwassers in allen Leistungsphasen der fachplanerischen Tätigkeit besonders zu beachten ist.

D. Häußermann
4. Akquisition und Kommunikation

Architekten und Ingenieure müssen etwas verkaufen, das es noch nicht gibt – doch wie machen sie das? Denn diese Erkenntnis macht die Aufgabe nicht gerade einfacher, aber auch verständnisvoller, sonst würden die Maßnahmen zur Akquisition und Kommunikation oder für das Marketing (das ist nur ein anderer Ausdruck dafür) nicht wirken.

Dietmar Goldammer
2. Baubeteiligte bei der Ausführung einzelner Aufgaben

An dieser Stelle wird nur ein allgemeiner Überblick über die Baubeteiligten bei der Ausführung einzelner Aufgaben gegeben. Die Unterordnung der Beteiligten zu den einzelnen Projektphasen bedeutet nicht, dass diese Gruppen innerhalb eine anderen Projektphase nicht vertreten sind. Es soll damit jedoch die besondere und in vielen Fällen unverzichtbare Rolle in diesem Zeitraum des Bauprojektes zum Ausdruck gebracht werden.Im Abschn. 5.3 wird ausführlicher auf die einzelnen Gruppen der Aufgabenträger als die Anbieter von Leistungen am Baumarkt eingegangen.

Egon Leimböck, Andreas Iding, Heiko Meinen
Kapitel 4. Umsetzung erfolgreicher Vergabestrategien

Die Bauwirtschaft ist nach wie vor ein bedeutender Wirtschaftszweig in Deutschland. Nach Krisen und Marktbereinigung in den letzten Jahrzehnten ist heute, begünstigt von niedrigen Zinsen, neuen Finanzierungsformen und einem Run auf Immobilien durch massiven Zufluss von internationalem Kapital in die deutschen Immobilienmärkte, ein neuer Bauboom feststellbar.

Volkmar Agthe, Stefan Löchner, Steffen Schmitt
Kapitel 3. Analyse der Vergabemodelle

In der Vergangenheit haben sich verschiedene tradierte Vergabemodelle (z. B. Einzelvergabe, GU-Vergabe) etabliert. Inhaltlich unterscheiden sich die Modelle danach, ob der Werkunternehmer alle oder einen Teil der Bauleistungen erbringt, in welchem Umfang er seine Leistungen an andere Unternehmen weitervergibt und inwieweit er Planungsleistungen übernimmt. Diese Modelle dienen dem Ziel, die vorstehend beschriebenen Risiken besser beherrschbar zu machen, gleichzeitig jedoch dem Bauherrn die Flexibilität und Möglichkeit des Nachsteuerns zu geben, wenn sich ihm zuzuordnende Risiken realisieren.

Volkmar Agthe, Stefan Löchner, Steffen Schmitt
Die Grundsanierung des Bundesverfassungsgerichts

Bei der energetischen Sanierung von Gebäuden aus der Nachkriegszeit wird oft das geschützte Erscheinungsbild so stark verändert, dass der Fortbestand als Denkmal in Frage gestellt wird.

Dipl.-Ing. Prof. Wolfgang Grether
Konzepte zum Temperieren und Lüften zum Erhalt denkmalgeschützter Substanz am Beispiel der katholischen Kirche St. Joseph in Osnabrück

Im DBU-Vorhaben „Klimaethisches Architekturkonzept zur nachhaltigen Fortentwicklung historischer Kirchenbauwerke - Innovative Maßnahmen zur langfristigen Sicherung der Decken- und Wandmalerei am Beispiel der Katholischen Kirche St. Joseph in Osnabrück“ [1] wurde ein ganzheitliches Konzept zur Intensivierung der Nutzung einer denkmalgeschützten Großkirche in seiner Umsetzung begleitet.

Prof. Dr.-Ing. Harald Garrecht, MBA Dipl.-Ing. Simone Reeb, Dipl.-Ing. Dana Ullmann, Christian Renner
5. Brandschutz

Wie bereits in den vergangenen Kapiteln erwähnt, ist der Einsatz der Methode BIM in der Praxis für brandschutztechnische Anwendungen noch wenig verbreitet. Doch gerade hier gibt es ein enormes Potenzial zur Vermeidung von Planungsfehlern, zur Kommunikation im Genehmigungsprozess und zur Kostenreduktion.

M. Berger
4. Energie – Gebäudeperformance in Planung und Betrieb optimieren

Die gesetzlichen und normativen Anforderungen an den Energieverbrauch, sowie die Anforderungen an die Behaglichkeit in Gebäuden nehmen stetig zu. Umso wichtiger ist es dem Thema Energie im Rahmen der integralen Planung hocheffizienter Gebäude entsprechende Aufmerksamkeit zu widmen.

S. Herkel, B. Köhler, D. Kalz
2. Die Auswirkungen von Building Information Modeling auf Planerverträge am Bau

Wenn Planer zukünftig unter Anwendung von Methoden des Building Information Modeling nicht mehr zweidimensionale Pläne austauschen, sondern die Projektkommunikation über digitale, dreidimensionale Modelle und mit diesen Modellen referenzierte Informationen erfolgt, verändert dies den bisherigen Planungsprozess.

R. Elixmann
1. Building Information Modeling

Dieses Kapitel führt in das Thema Digitales Planen, Bauausführen und Betreiben mit der Methode Building Information Modeling, kurz BIM, ein. Die Einführung erklärt Hintergründe und diskutiert Veränderungen und den Mehrwert für die Bau- und TGA-Branche im integralen Planungsprozess.

C. van Treeck
9. Mietvertrag

Im nachfolgenden Abschnitt sollen wesentliche rechtliche Aspekte des Mietvertrages aus der Sicht des Investors unter besonderer Berücksichtigung der praktischen Bezüge des Mietrechts dargestellt werden.

E. von Bressensdorf
Kommentar: Vorbemerkungen

Seit 1950 galt die Gebührenordnung für Architekten (GOA) im Wesentlichen unverändert als Höchstpreisverordnung. Mit Inkrafttreten der ersten HOAI 1977 am 01.01.1977 wurde sie aufgehoben und abgelöst. Für Architektenleistungen bei raumbildenden Ausbauten und Freianlagen, städtebaulichen und landschaftsplanerischen Leistungen sowie Ingenieurleistungen für Tragwerksplanung wurde mit der HOAI erstmals ein Honorarrecht auf gesetzlicher Grundlage geschaffen.

Rudolf Jochem, Wolfgang Kaufhold
9. Neue Projektabwicklungsformen im Hochbau und Infrastrukturbereich – Investitionskostenorientierung

Die fragmentierte Bauprozessgestaltung (Abb. 9.1) wird den heutigen sozio-ökonomischen Randbedingungen nicht mehr gerecht. Die noch weitgehend suboptimalen Prozesse liegen zum Teil in den geschilderten Projektabwicklungsformen begründet, mit ihren fragmentierten Phasen und ihrer Gewerkeunterteilung sowie den verstärkten Nachunternehmervergaben mit Projektsteuerung ohne direkte Systemführerschaft. Dies führt zu ungelösten Schnittstellenproblemen und einer Optimierung nur von Teilleistungen statt der Gesamtleistung. Ferner werden im Regelfall kaum ganzheitliche Innovationen durchgeführt, die gewerke- und phasenübergreifende Kundenvorteile erzeugen; dies liegt an dem fragmentierten Einzelinteresse der verschiedenen Projektbeteiligten. Als Ergebnis entsteht oft für den Kunden eine suboptimale Leistung bezüglich Rendite (Unterhalt, Vermietbarkeit), Werterhaltung etc. in der Nutzungsphase.

Gerhard Girmscheid
6. Kostenplanung in der Planungsphase

Bauwerke sind Resultate der Erfüllung von Bauherrenbedürfnissen. Sie sollen definierte life-cycle-orientierte Kosten-Nutzen-Strukturen ergeben. In einem solchen Kosten-Nutzen-Prinzip spielen der Standort der baulichen Anlage, ihre technische und architektonische Qualität sowie die Bau-, Nutzungs- und Rückbaukosten zur Sicherstellung der Finanzierbarkeit und der privaten respektive volkswirtschaftlich längerfristigen Rendite eine entscheidende Rolle.Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten für Bauprojektanstösse [1]:Die Projektinitiierung aufgrund eines Nutzungsbedarfs dient der Erfüllung konkreter Bedürfnisse eines Bauherrn. Für den Bedarf einer Nutzung sind ein geeigneter Standort und die Finanzierung zu sichern. Wird ein Projekt aufgrund eines vorhandenen Standorts initiiert, so geht dies in der Regel auf die Absicht des Eigentümers zurück, sein Grundstück durch eine höherwertige Nutzung rentabler zu machen. Für eine erfolgreiche, Gewinn versprechende Projektrealisierung gilt es, die für das jeweilige Grundstück geeignete Nutzung zu identifizieren.

Gerhard Girmscheid
10. Übersicht aus der Rechtsprechung zu Baukosten

Nachstehend ist eine Übersicht zu wichtigen Urteilen zu Baukosten aufgeführt. Zu beachten ist, dass sich die Rechtsprechung ständig weiterentwickelt und die nachfolgende Übersicht als Auszug zu verstehen ist. Die Urteile sind nach Themengruppen gegliedert.

Klaus D. Siemon
Chapter 2. Projektvorbereitung und Grundlagenermittlung

Jedem Projektstart geht eine mehr oder weniger umfangreiche Projektvorbereitung voraus. Da sie dem Projektstart zeitlich vorgelagert ist, wird sie nicht als Bestandteil des Anlagen-Phasenmodells verstanden.

Klaus H. Weber
Chapter 3. Vorplanung (Pre-Basic)

Die Vorplanung (Pre-Basic, Preliminary Planning) entspricht der 2. Phase des Anlagen-Phasenmodells entsprechend Abb. 1.2 in Abschn. 1.2. Sie hat zum Ziel, auf Basis des Lastenhefts (Input) prinzipielle Lösungsvorschläge für das Verfahren, die Anlagengestaltung inkl. wichtiger Anlagenkomponenten sowie für die Projektabwicklung zu erarbeiten.

Klaus H. Weber
Chapter 1. Phasenmodell der Anlagen-Projektabwicklung

Verfahrenstechnische Anlagen sind Anlagen zur Durchführung von Stoffänderungen und Stoffumwandlungen mit Hilfe zweckgerichteter physikalischer und/oder chemischer und/oder biologischer und/oder nuklearer Wirkungsabläufe [1].

Klaus H. Weber
Chapter 7. Ausführungsplanung (Detail Engineering)

Die Ausführungsplanung ist die letzte Engineeringphase im Projekt. Sie umfasst die Erledigung aller ingenieurtechnischen Fachplanungsfunktionen.

Klaus H. Weber
Chapter 4. Entwurfsplanung (Basic Engineering)

Die Entwurfsplanung (Basic Engineering) umfasst die Verfahrensplanung (Basic Design) und die Erarbeitung eines verbindlichen Gesamtentwurfs für die Anlage und Technik sowie für die Abwicklung des Projekts. Sie entspricht der 3. Phase im Anlagen-Phasenmodell gemäß Abschn.1.2.

Klaus H. Weber
8. Change Management

Dieses Kapitel vermittelt,

Rainer Bergmann, Martin Garrecht
Chapter 4. Referenzprozessmodell zur virtuellen Absicherung der Produktionsplanung

Innerhalb dieses Kapitels wird das entwickelte Referenzprozessmodell für die virtuelle Absicherung der Produktionsplanung vorgestellt, welches die ganzheitliche Absicherung von geometrischen CAD-Daten vorsieht. Dabei ist der grundlegende Begriff Fabrik-DMU sowohl als Bezeichnung für die Datenzusammenstellung, als auch für die damit verfolgte Methode zur Absicherung zu sehen. Das Kapitel untergliedert sich in drei Abschnitte. Der erste Teil behandelt die methodischen Grundlagen des Prozessmodells, wobei konkret auf die Einordnung in die Unternehmensprozesse eingegangen wird und Strukturelemente des Modells erläutert werden.

Sebastian Kerber
Chapter 5. Validierung in der Automobilindustrie

Das Prozessmodell zur virtuellen Absicherung wurde im Rahmen mehrerer Projekte der Auto-mobilindustrie angewandt und zu dem Status weiterentwickelt, der in Kapitel 4 beschrieben ist. In diesem Abschnitt sind die daraus resultierenden Anpassungen und Neuerungen aufgeführt und bewertet (vgl. Zielstellung 4, Abschnitt 1.2). Anschließend wird ein Ausblick auf mögliche Weiterentwicklungspotenziale und Forschungsmöglichkeiten gegeben.

Sebastian Kerber
14. Schlüsselfertiges Bauen

Das Kapitel „Schlüsselfertiges Bauen“ bietet einen übersichtlich gegliederten Einstieg in dieses sehr komplexe Themengebiet – sowohl für das Studium der Bauingenieure und Architekten, als auch für die in der Praxis an schlüsselfertigen Projekten beteiligten Personen. Betrachtet werden hierbei die baubetrieblichen Besonderheiten des Schlüsselfertigbaus in den einzelnen Projektphasen.Zentrale Themen sind die Leistungsbeschreibung der schlüsselfertigen Bau- und Planungsleistung mittels Funktionaler Leistungsbeschreibung (FLB), die Ausschreibung der Einzelgewerke durch den Generalunternehmer sowie die daraus resultierenden typischen Verträge - insbesondere der SF-Bauvertrag, die NU-Bauverträge und die Planungsverträge. Ein eigener Abschnitt widmet sich der Kalkulation im Schlüsselfertigbau und betrachtet dabei übliche und alternative Kalkulationsmethoden. Mit der wesentlichen Bedeutung von Nachunternehmerleistungen für den Erfolg eines schlüsselfertigen Projekts beschäftigt sich der Abschnitt NU-Management – hier werden Dokumentation, Ausschreibung, Vergabe, Bauüberwachung und Abnahme der NU-Leistungen behandelt.Thematische Überschneidungen mit anderen Kapiteln dieses Buches sind durch entsprechende Verweise gekennzeichnet.

Prof. Dipl.-Ing. Stefan Oerder
Chapter 3. Untersuchte Bestandsgebäude

In diesem Buch werden ausgewählte Wohngebäude und Nichtwohngebäude im Hinblick auf die relevanten Einwirkungen Sommerhitze, Überflutung, Starkregen und Hagel untersucht. Dabei werden acht als Beispielgebäude bezeichnete Wohn- beziehungsweise Nichtwohngebäude charakteristischer Baualtersstufen und Bebauungsformen beispielhaft betrachtet, grundlegend baukonstruktiv und haustechnisch untersucht, ihre Verletzbarkeit gegenüber unterschiedlichen Einwirkungen bestimmt und mögliche Anpassungsmaßnahmen beispielhaft ermittelt. Diese Beispielgebäude stehen stellvertretend für eine Vielzahl vergleichbarer Gebäude innerhalb eines Gebäudetyps.

Bernhard Weller, Marc-Steffen Fahrion, Sebastian Horn, Thomas Naumann, Johannes Nikolowski
Chapter 4. Sommerhitze

Die Einwohner westlicher Industriestaaten halten sich während eines Jahres im Durchschnitt fast 90 % der Zeit in Gebäuden auf (Leech et al. 2002). Die restliche Zeit verbringen sie in Verkehrsmitteln und im Freien. Sogar im Verlauf des kalendarischen Sommers befinden sich Erwachsene zwischen 79 % (Krause und Schulz 1998) und 84 % (Leech et al. 2002) des Tages in Innenräumen.

Bernhard Weller, Marc-Steffen Fahrion, Sebastian Horn, Thomas Naumann, Johannes Nikolowski
Chapter 5. Überflutung

„Hochwasser ist ein Zustand in einem oberirdischen Gewässer, bei dem der Wasserstand oder der Durchfluß einen bestimmten Wert (Schwellenwert) erreicht oder überschritten hat.“ (DIN 4049-3:1994-10). Hochwasser kann aber auch als „zeitlich beschränkte Überflutung von Land, das normalerweise nicht mit Wasser bedeckt ist“ (EG-Richtlinie 2007), definiert werden.

Bernhard Weller, Marc-Steffen Fahrion, Sebastian Horn, Thomas Naumann, Johannes Nikolowski
1. Einleitung

Der Verbrennungsmotor ist derzeit der Standardantrieb von Landfahrzeugen und Schiffen. In der Luftfahrt wurde er von Strömungsmaschinen verdrängt, in Kleinflugzeugen werden aber noch Verbrennungsmotoren eingesetzt, die sich teilweise von Pkw-Motoren ableiten. Daneben ist er verbreitet bei Schienenfahrzeugen und stationären Anwendungen. Eine sichere Prognose, wie sich dieses Einsatzgebiet langfristig ändert, ist nicht möglich, zu vermuten ist1. eine teilweise Verdrängung in Pkw-Antrieben durch rein elektrische Antriebe,2. ein zunehmender Einsatz gemeinsam mit elektrischen Maschinen in Hybridantrieben,3. eine zunehmende Substitution flüssiger Kraftstoffe durch Gase,4. ein zunehmender Einsatz als Energiewandler in Blockheizkraftwerken.Auch langfristig wird also ein erheblicher Entwicklungsbedarf im Zusammenhang mit Verbrennungsmotoren bestehen.

Kai Borgeest
8. Technische Gebäudeausrüstung, Projektierung, Bau und Betrieb des Prüfstandes

Noch vor der technischen Ausrüstung des Gebäudes ist das Gebäude selbst zu betrachten (Abschnitt 8.1). Wichtige Komponenten der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) sind die Energieversorgung (Abschnitt 8.2), die nicht nur elektrische Energie in den Prüfstand führt, sondern im Bremsbetrieb einer elektrischen Belastungsmaschine auch große Energiemengen aus den Prüfstand herausführt, die Wasserversorgung (Abschnitt 8.3), die am Prüfstand häufig auch die Kühlung von Wasser beinhaltet, die Druckluftversorgung (Abschnitt 8.4), die Luftversorgung einschließlich Heizung und Kühlung (Abschnitt 8.5), die Ableitung des Abgases (Abschnitt 8.6), das Gaslager (8.7) und der Brandschutz einschließlich Brandmelde- und Löschtechnik (Abschnitt 8.8). Der letzte Abschnitt (8.9) befasst sich mit der Projektierung des Prüfstandes, wobei deutlich wird, dass der größte Aufwand in Zusammenhang mit der TGA entsteht. Weitere TGA-Anteile wie die Tankanlage wurden bereits in früheren Kapiteln im Zusammenhang mit bestimmten Prüfstandskomponenten betrachtet.

Kai Borgeest
7. Steuerung, Regelung und Automatisierung

In früheren Zeiten enthielten die Motoren wenig elektronische Komponenten und ein Prüfstand war kein mechatronisches, sondern ein mechanisches System, das weitgehend manuell bedient wurde. Dies ermöglichte zwar einen einfachen Aufbau, erforderte aber viel Handarbeit im täglichen Betrieb und führte zu Ungenauigkeiten bei Messungen. Heute erfolgt die Bedienung bequem und sicher von der Warte, wiederkehrende Aufgaben können automatisiert werden, Messergebnisse verschiedenster Sensoren können mit einem gemeinsamen Zeitstempel zusammengeführt und aufgezeichnet werden. Neben dem Gerät selbst arbeitet auch die Gebäudetechnik zu einem Großteil automatisch. Der Prüfstand kann in die unternehmensweite Informationstechnik eingebunden werden, was z. B. den Zugriff auf zentrale Datenbanken ermöglicht, wenngleich die Anbindung an die Büro-IT auch Risiken birgt. Abb. 7.1 gibt einen Überblick über die vielen Ebenen, in denen heute am Prüfstand Daten verarbeitet und Funktionen gesteuert werden.

Kai Borgeest
2. Klärung der Ziele und Projektvorbereitung

In dieser ersten Phase entscheidet sich die Zukunft eines Projektes grundsätzlich. Bei allem, was in dieser Phase falsch gemacht wird, kann in den späteren Phasen nur noch Kosmetik betrieben werden.

Hans Sommer
3. Konventionelle Planung mit Projektmanagement

Nach wie vor kommt der konventionellen Planung in Verbindung mit einem professionellen Bauprojektmanagement eine große Bedeutung zu, da diese Verfahren noch einige Zeit am Markt Bestand haben werden. Von kompetenten Planern und Projektmanagern durchgeführt, lassen sich damit in Verbindung mit konventionellem Bauen auch gute Ergebnisse erzielen. Außerdem ist der Großteil von Vorschriften aller Art noch darauf abgestimmt. Ungeachtet dessen sollte allerdings das baubegleitende Facility Management Consulting auch bei konventionellen Planungsverfahren von Beginn an mit einbezogen werden.

Hans Sommer
5. Bauen mit Baumanagement und neuen Lean-Methoden

Wenn ein Projektmanager die Abläufe auf der Baustelle qualifiziert planen, koordinieren und steuern will, muss er die einzelnen Gewerke, ihre Zusammenhänge und Besonderheiten beherrschen. Dabei geht es mehr um Prinzipien und Ausführungsalternativen denn um Einzeldetails und Berechnungsverfahren. Die Managementleistungen während der Bauausführung werden auf der Steuerungsebene durch die Methoden des Lean Construction Managements in effektiver Weise ergänzt.

Hans Sommer
Building Information Modeling aus der Sicht von Eigentümern und dem Facility Management

Das Thema Building Information Modeling (BIM) hat in den letzten Jahren auch in Deutschland rasant an Bedeutung gewonnen, waren doch zunächst hauptsächlich Initiativen im europäischen und außereuropäischen Ausland zu beobachten. Der Beitrag klärt zunächst grundlegende Begriffe des Building Information Modeling als neue lebenszyklusumfassende Planungsmethode und beleuchtet folgend die Ziele und den Nutzen des BIM-Einsatzes aus der Perspektive der Nutzungsphase. Darauf aufbauend wird der Stand der Einführung von BIM anhand von nationalen und internationalen BIM-Initiativen dargestellt und anhand des BIM Maturity Models geklärt, an welchen Kriterien sich messen lässt, welchen Reifegrad die eigene Organisation bei der BIM-Einführung bereits erreicht hat, bzw. erreichen will. Hierfür schildert der Beitrag anhand des BIM Execution Planning Process den Einführungsprozess von BIM und gibt Hinweise zu den für die praktische Umsetzung erforderlichen Prozessanpassungen. Abschließend wird der Einsatz von BIM und Geoinformationsmodellen an einem Anwendungsbeispiel beim Botanischen Garten Berlin im Rahmen eines Forschungsprojekts vorgestellt.

Prof. Dr.-Ing. Markus Krämer
5. Projektmanagement

Die Geburtsstunde des Projektmanagements liegt in den 70er Jahren, in denen einige Großprojekte spektakulär scheiterten. Die Ursachenanalyse mündete seinerzeit in der Erkenntnis, dass der Bauherr ab einer bestimmten Projektgröße und Komplexität eine ganze Reihe an vitalen Aufgaben hat, die fachlich nicht den Planern zuzuordnen sind, sondern die er selber fachlich und kapazitiv bewältigen muss. Des Weiteren ergab sich die Erkenntnis, dass neben den klassischen Themen der Terminplanung mittels Netzplan und Kostenplanung eine ganze Reihe an ergänzenden Aufgaben für den Bauherrn entstehen, die sehr anspruchsvoll sind und auch einer nachhaltigen Erfahrung bedürfen. Aus den in diesem Zusammenhang entstandenen Diskussionen entwickelte sich an der Seite des Bauherrn die Dienstleistungsfunktion Projektmanagement. Sie ist als Stabsstelle des Bauherrn in jedem Projekt in unterschiedlicher Art und Weise einzubinden. Die im Kapitel aufgezeigten Projektbeispiele, u. a. zum Entscheidungs-, Termin- oder Kostenmanagement, zeigen die Kernleistungen des Projektmanagements auf. Darüber hinaus werden Leistungen beschrieben, die die Themenkomplexe Kommunikationssysteme, Nutzungskosten und Nachhaltigkeit aufgreifen.

Prof. Dr.-Ing. Norbert Preuß, Dr.-Ing. Lars Bernhard Schöne
2. Lebenszyklus der Immobilie

Alle im zweiten Kapitel dargestellten Bestandteile sind Elemente der Immobilienwirtschaft. Sie umfassen den gesamten Lebenszyklus der Immobilie vom Ankauf oder dem Projektanstoß bis hin zur Umwidmung, über den Abriss am Ende der wirtschaftlich vertretbaren Nutzungsdauer bis hin zum Verkauf der Immobilie. Die unterschiedlichen Bereiche des Real Estate und Facility Managements grenzen sich durch den Zeitpunkt sowie den Schwerpunkt ihrer Meilensteine und folglich ihrer Zielsetzung ab. Diese Trennung ist jedoch aufgrund von Überlagerungen der Bereiche und Aufgabenstellungen nicht klar zu ziehen, sondern ausgehend von den jeweiligen Schwerpunkten immer mit ihren Schnittstellen zu diskutieren. Zur Schaffung eines allgemeinen Verständnisses werden die acht wichtigsten Disziplinen: Projektentwicklung und -management, Transaktions-, Risiko- sowie Portfoliomanagement und weiterhin Asset-, Property-, Facility Management dargestellt. Um ein Verständnis für Grenzen, Interdependenzen und Schnittstellen der einzelnen Disziplinen zu schaffen, wurden die Definitionen über die Kriterien Erfolgsfaktoren, Organisationsmöglichkeiten, Vergütungsmodelle und Anforderungsprofile einheitlich strukturiert.

Prof. Dr.-Ing. Norbert Preuß, Dr.-Ing. Lars Bernhard Schöne