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Über dieses Buch

Ziel dieses Buches ist die Befähigung zur methodischen Entwicklung bedienerfreundlicher Interfacegestaltung, auf der Basis einer ganzheitlichen Usability-Bewertung.

Dazu werden gestalterische Freiheitsgrade ermittelt, aus Bedienszenarien wird der Aufbau des zukünftigen Interfacesystems abgeleitet (Makroergonomie). In der Mikroergonomie werden Anforderungen bezüglich der Bedienschritte des jeweiligen Bedienszenarios zur Anordnung und Form der Interfacemodule und –elemente generiert. Der Erprobung für die Praxis dienen Funktionsprototypen für Probandenuntersuchungen. Prototypen können in den Teilgestalten (Farbe, Oberfläche und Grafik) variiert werden.

Die Methode basiert auf einer ganzheitlichen Bewertung durch Usability-Faktoren. Als Ergebnis entsteht eine nutzerzentrierte Basisgestalt, mit einer Schnittstelle zu den formal ästhetischen Gestalten.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

In Kap. 1 werden dem Leser die Ausbildungsziele und der Forschungsinhalt des Buches vermittelt und die Integration der Interfacegestalt in die vier Phasen des Produktentwicklungsprozesses dargestellt. Anschließend wird das Alleinstellungsmerkmal und der Einfluss anderer Disziplinen auf das Technische Interface Design aufgezeigt. Der Fokus beim Technischen Interface Design liegt in der Entwicklung eines Funktionsprototyps auf der Basis der Bewertung mit Usability-Faktoren. Mit einem kurzen historischen Exkurs wird die Entwicklung des Interfaces vom Faustkeil bis zum heutigen Smartphone dargestellt. Durch die Darstellung der Cockpitentwicklung wird ein Hinweis auf das Zukunftsthema der „Adaptivität“ gegeben. Ein handgeführtes Elektrowerkzeug dient als didaktisch geeignetes Lehrbeispiel zur Verdeutlichung der methodischen Vorgehensweise.
Markus Schmid, Thomas Maier

2. Grundlagen und Definitionen

In Kap. 2 werden die Grundlagen und Definitionen vorgestellt. Dabei muss die Interfacegestalt eines Konsum- oder Investitionsgutes immer im Kontext einer Produktgestalt, eines Produktprogramms oder eines Produktsystems interpretiert werden. Da es sich beim Technischen Interface Design um eine hauptsächlich nutzerzentrierte Vorgehensweise handelt, wird nur kurz auf die formal ästhetische Betrachtung eingegangen. Der hybride Designprozess setzt sich aus analogen und digitalen Bausteinen zusammen und resultiert in vielen Fällen in einen Interface- und Maschinenstyleguide. Auf der Basis eines Informationsmodelles wird der bidirektionale Informationsablauf zwischen Sender und Empfänger als wichtige Grundlage des Interfacedesigns vermittelt. Das Basisschema der Mensch-Maschine-Kommunikation baut auf diesem Informationsablauf auf und teilt sich in die Bereiche der Wahrnehmung, der Erkennung bzw. Kognition und des Verhaltens auf. Aus diesen Bereichen werden im weiteren Verlauf die wichtigen Bewertungsanforderungen gewonnen. Für eine vergleichende Bewertung der Interfacegestalten werden die Elemente abstrahiert und die ideale Interfacegestalt beschrieben.
Markus Schmid, Thomas Maier

3. Makroergonomie in der Planungs- und Konzeptphase

Mit Kap. 3 beginnt die Methode des Technischen Interface Designs, die auf der Basis eines Strukturbildes visualisiert wurde. Die Makroergonomie in Kap. 3 beschäftigt sich in der Planungs- und Konzeptphase mit den demografischen und psychografischen Merkmalen des Nutzers und dem Prozess der Bedienung durch ergonomische Grundlagen der Körpergröße, Seh- und Greifräume. Grundlage für die Makroergonomie sind die für die Analyse notwendigen Bedienszenarien. Der Mensch befindet sich in einer Umgebung, die durch ein räumliches Ergonomie- und Höhenraster eingeteilt wird. Das Interesse in der Makroergonomie liegt im Aufbau von Interfacesystemen bzw. -metasystemen. Am Ende des Kap. 3 wird auf der Basis von Anforderungen und deren Gewichtung ein erster Usability-Faktor bezüglich der Makroergonomie ermittelt und aus den Aufbauvarianten für das weitere Vorgehen der notwendige Aufbau evaluiert, die sogenannte Basisgestalt.
Markus Schmid, Thomas Maier

4. Mikroergonomie in der Konzept- und Entwurfsphase

Die Mikroergonomie in der Konzept- und Entwurfsphase folgt in Kap. 4. Zu Beginn des Kapitels wird die im Technischen Interface Design grundlegende Gebrauchsanalyse vorgestellt. Darin werden die einzelnen Bedienschritte des jeweiligen Bedienszenarios analysiert und in einem Stärken-/Schwächenprofil in Anforderungen umgewandelt. Im Detail wird die Konzeption und Anordnung der Interfaceelemente Anzeiger und Stellteile beschrieben und mit den Gestaltprinzipien der Wahrnehmungspsychologie abgeschlossen. Um dem intensiven Einsatz der Touchtechnologie gerecht zu werden, werden Anforderungen einer benutzergerechten Touchscreen Gestaltung beschrieben. Zur Bewertung der Dreiecksbeziehungen zwischen Anzeiger, Stellteil und Wirkteil werden Anforderungen bezüglich der Kompatibilitäten vorgestellt. Mit dem Werkzeug eines morphologischen Kastens werden neue Kombinationen von Interfacegestalten gewonnen und die Beziehungen zwischen funktionalen und formalen Anforderungen einer Interfacegestalt aufgezeigt. Am Ende der Mikroergonomie Teil 1 wird auf der Basis der Anforderungen und deren Gewichtung ein Usability-Faktor bezüglich der Anordnung und Form von Interfacemodul und -element ermittelt und mit oder ohne Gewichtungsfaktor bewertet. Damit steht am Ende des Kap. 4 der Aufbau des Interfacesystems bzw. -metasystems mit den angeordneten und geformten Interfacemodulen und -elementen fest. Mit diesem nutzergerechten Funktionsprototyp können jetzt probandengeführte Usability-Tests durchgeführt werden, die je nach Aufwand zu objektiven Erkenntnissen führen können. Anschließend können diese fundierten Erkenntnisse dann entweder bei noch aktuellen oder bei zukünftigen Interfacegestalten als wichtige Anforderungen in den Gestaltungsprozess integriert werden.
Markus Schmid, Thomas Maier

5. Mikroergonomie in der Ausarbeitungsphase

Die Ausarbeitungsphase der Mikroergonomie wird in Kap. 5 beschrieben. Darin wird auf die funktionale bzw. formale Qualität und Ordnung der Farbgebung eingegangen und mit dem Oberflächendesign und der Produktgrafik von Stellteilen und Anzeigern vervollständigt. Am Ende dieses Kapitels wird ein Usability-Faktor für den zweiten Teil der Mikroergonomie ermittelt. Die aus der Gebrauchsanalyse in Kap. 4 gewonnenen Anforderungen werden auf die Varianten der Farb-, Oberflächen- und Grafikgestalten der Interfacemodule und -elemente angewandt. Am Ende steht ein komplett aufgebautes Interface- bzw. Interfacemetasystem mit angeordneten und geformten Interfacemodulen und -elementen, die bezüglich ihrer Farbe, Oberfläche und Grafik ausgearbeitet sind. Abschließend wird eine gesamtheitliche Betrachtung der drei Usability-Faktoren der Makro- und Mikroergonomie am Leitbeispiel Panel Cutter an einem ausgewählten Stellteil und Anzeiger aufgezeigt. Mit dem Kap. 5 endet der methodische Teil des Buches.
Markus Schmid, Thomas Maier

6. Workflowanalyse als Querschnittsfunktion

Das Kap. 6 weist auf einen neuen Ansatz zur Darstellung der Mensch-Maschine-Schnittstelle hin. Mit der sogenannten Workflowanalyse soll zukünftig die vorgestellte Makro- und Mikroergonomie in ein gesamtheitliches System überführt werden. Die Workflowanalayse ist ein einzigartiges Visualisierungstool zur objektiven Darstellung und Bewertung des Bedienablaufes zwischen Mensch und Maschine. Mit dem neuen Begriff der Bediensignatur wird auf die große Bedeutung der Visualisierung von Bedienabläufen hingewiesen. Abschließend kann im Workflowdiagramm eine horizontale als auch vertikale Usability-Bewertung durchgeführt werden.
Markus Schmid, Thomas Maier

7. Beispiele aus der Praxis (Best Practice)

Im letzten Kap. 7 wird anhand von Beispielen aus der Praxis der unterschiedliche Einsatz der Methode zur Interfacegestaltung aufgezeigt. Hier wird verdeutlicht, dass die Methode der nutzergerechten Produktentwicklung bei Produkten unterschiedlicher Kategorien angewandt werden kann und zu erfolgreichen Produkten mit hoher Usability führt. Das Buch schließt mit einem Blick in die Zukunft der Mensch-Maschine-Schnittstelle. Der für das Technische Interface Design interessante Übergangsbereich zwischen der begrenzten realen und unbegrenzten virtuellen Welt wird mit dem neuen Akronym „USADAEPTY“ beschrieben. Die Symbiose aus Adaptivität und Ästhetik auf der Basis der klassischen Usability soll eine holistische Betrachtungsweise bei zukünftigen Interfacegestalten ermöglichen.
Markus Schmid, Thomas Maier

Backmatter

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