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Über dieses Buch

Das Buch soll zu einem klareren Begriffsverständnis von Teilhabe und damit zur theoretischen Verortung und Reflexion von Teilhabeforschung beitragen. Eine Begriffsklärung ist nicht nur in Bezug auf die Kommunikation über Teilhabe in Arbeitszusammenhängen des Bündnisses relevant, sondern auch aus der Verbreitung des Teilhabebegriffs. Mit einem über die Politik- und Arbeitsfelder hinweg geteilten Bedeutungskern wird er insbesondere auch für das Verständnis und die Bearbeitung derjenigen sozialen Probleme interessant, die Bereichsgrenzen und klare leistungsrechtliche Zuordnungen überschreiten bzw. sich an deren Schnittstellen bewegen. Intersektionelle Benachteiligungen lassen sich gut als Häufungen und Zuspitzungen von Teilhabeeinschränkungen beschreiben.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung:
In Forschungszusammenhängen zu Behinderung bietet der Teilhabebegriff einen gemeinsamen Bezugspunkt, an dem sich Fragestellungen, Ansätze und Methoden von Forschung orientieren können. Allerdings wird der Begriff häufig mit anderen Begriffen wie Partizipation, Integration und Inklusion gleichgesetzt. Das vorliegende Buch soll zu einem klareren Begriffsverständnis von Teilhabe und damit zur theoretischen Verortung und Reflexion von Teilhabeforschung beitragen.
Peter Bartelheimer, Birgit Behrisch, Henning Daßler, Gudrun Dobslaw, Jutta Henke, Markus Schäfers

Kapitel 2. Teilhabe in unterschiedlichen sozialpolitischen Handlungsfeldern

Zusammenfassung
In vielen sozialpolitischen Handlungsfeldern ist Teilhabe inzwischen zu einem Leitbegriff geworden. In diesem Kapitel wird für den Bereich der Rehabilitation und Behindertenhilfe sowie für Grundsicherung, Kinder- und Jugendhilfe, Wohnungslosenhilfe und für Migration und Flucht herausgearbeitet, wie der Teilhabebegriff in den verschiedenen sozialpolitischen Kontexten verwendet wird, welche Funktionen er erfüllt und welche Bedeutungsfacetten er erhält. Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Begriffsverwendung zu rekonstruieren, hilft dabei, den begrifflichen Kern von Teilhabe zu identifizieren.
Peter Bartelheimer, Birgit Behrisch, Henning Daßler, Gudrun Dobslaw, Jutta Henke, Markus Schäfers

Kapitel 3. Konzeptionelle Grundlagen

Zusammenfassung
Drei Konzepte bilden Bezugspunkte für eine sozialwissenschaftliche Fundierung des Teilhabebegriffs: das bio-psycho-soziale Modell von Behinderung und Gesundheit, der Lebenslagenansatz und das Konzept der Befähigung (Capability). Das „Was“ und das „Wie“ der Teilhabe lassen sich so näher bestimmen. Die normative Frage nach dem „Wieviel“ dagegen, also nach dem zu gewährleistenden Maß an Teilhabe, bleibt Gegenstand gesellschaftlicher und politischer Aushandlung.
Peter Bartelheimer, Birgit Behrisch, Henning Daßler, Gudrun Dobslaw, Jutta Henke, Markus Schäfers

Kapitel 4. Zum Begriffskern von Teilhabe

Zusammenfassung
Aus der Diskussion der sozialpolitischen Begriffsverwendung und der konzeptionellen Bezüge von Teilhabe lassen sich sieben wesentliche Kernelemente des Teilhabebegriffs ableiten. Die Wechselbeziehung zwischen persönlichen und gesellschaftlichen Faktoren, die subjektorientierte Perspektive, die Orientierung auf Spielraum und Wahlmöglichkeiten der Lebensführung, Mehrdimensionalität, der Bezug zu Vorstellungen sozialer Gerechtigkeit und zu schützenden Möglichkeitsräumen konturieren einen Begriffskern von Teilhabe.
Peter Bartelheimer, Birgit Behrisch, Henning Daßler, Gudrun Dobslaw, Jutta Henke, Markus Schäfers

Kapitel 5. Verhältnis zu verwandten Begriffen

Zusammenfassung
In den Sozialwissenschaften und in politischen Diskursen sprechen Partizipation, Inklusion und Integration ebenfalls die gesellschaftliche Zugehörigkeit und die soziale Stellung von Individuen und Gruppen in der Gesellschaft an. In diesem Kapitel wird daher diskutiert, in welchem Verhältnis der Teilhabebegriff zu diesen Begriffen steht.
Peter Bartelheimer, Birgit Behrisch, Henning Daßler, Gudrun Dobslaw, Jutta Henke, Markus Schäfers

Kapitel 6. Teilhabe als Forschungsperspektive

Zusammenfassung
Teilhabeforschung umfasst grundlagentheoretische Arbeiten am Teilhabebegriff ebenso wie anwendungsorientierte Untersuchungen zu förderlichen Bedingungen und Barrieren der Teilhabe. Dabei nutzt Teilhabeforschung Methoden und Instrumente, welche die Herstellungsprozesse von Teilhabe und individuelle Teilhabeentwicklungen erfassen. Besonderes Augenmerk erhalten partizipative Forschungsmethoden, die Menschen mit Teilhabeeinschränkungen über alle Phasen des Forschungsprozesses hinweg beteiligen.
Peter Bartelheimer, Birgit Behrisch, Henning Daßler, Gudrun Dobslaw, Jutta Henke, Markus Schäfers
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