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26.04.2015 | Telekommunikationstechnik | Im Fokus | Onlineartikel

Frauen helfen der Informatik auf die Beine

Autor:
Andreas Burkert

Vielfalt fördert. Das gilt auch für die vom Mann dominierende Informatik. Mit Initiativen wie Girls´ Day und MINT werden Mädchen und junge Frauen für IT-Berufe begeistert. Gute Aussichten für alle Seiten.

Die gute Nachricht zuerst: IT-Spezialistinnen sind in den Unternehmen der Informationstechnologie und Telekommunikation sehr gefragt. Doch warum aber liegt dort der Frauenanteil derzeit bei nur rund 15 Prozent? In der Praxis bedeutet dass, das auf sechs männliche IT-Spezialisten nur eine Frau kommt. Die Zahlen kommen vom Digitalverband Bitkom, der sie soeben anlässlich der bundesweiten Ausbildungsinitiative Girls´ Day bekannt gab. Trotz dieser Quote: „Die Berufsaussichten in der IT-Branche sind hervorragend“, erzählt Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Verbands.

Zum einen haben die Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren mehr als 100.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, zum anderen gibt es einen anhaltend hohen Fachkräftemangel mit rund 40.000 offenen Stellen für IT-Spezialisten. Vor diesem Hintergrund ist „ein gesamtgesellschaftliches Anliegen, das Berufswahlverhalten von Schülerinnen zu verändern und zu erweitern“, schreiben die Springer-Autorinnen Sandra Augustin-Dittmann und Helga Gotzmann in ihrer Einleitung zu „MINT gewinnt Schülerinnen - Erfolgsfaktoren von Schülerinnen-Projekten in MINT“. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Chancen für eine junge Informatik

Und für Rohleder bietet der Girls‘ Day darüber hinaus für „Jungen Frauen und Mädchen eine gute Möglichkeit, sich über die Chancen in der Informatik oder einem anderen technischen oder naturwissenschaftlichen Beruf zu informieren.“  Immerhin sind die Berufsbilder in der schnell wachsenden Branche vielfältig und gehen weit über das reine Programmieren hinaus. Rohleder: „Kommunikation, Kreativität und der Kontakt mit Menschen gewinnen in der IT immer mehr an Bedeutung.“

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Das haben auch mittlerweile viele junge Frauen erkannt. In den vergangenen Jahren haben sich stetig mehr Mädchen und Frauen für IT und technische Berufe begeistert. So ist der Frauenanteil bei den Erstsemestern im Informatik-Studium zuletzt auf den Rekordwert von fast einem Viertel (23 Prozent) gestiegen. Die Informatik liegt damit deutlich vor den traditionellen Ingenieurwissenschaften Maschinenbau und Elektrotechnik. Doch es gibt einen Wermutstropfen: In der beruflichen Bildung ist der Trend weniger erfreulich. Bei den IT-Ausbildungsberufen stagniert der Anteil weiblicher Azubis bei 8 Prozent.

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