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Über dieses Buch

In diesem Buch werden zukunftsweisende Trends und Standards für Kommunikationstechnologien, Datenformate für multimediale Dokumente, Verfahren für Datenspeicherung und -archivierung sowie das elektronische Publizieren vorgestellt. Die technischen Aspekte werden durch die notwendige organisatorische Einbettung in Betriebsabläufe, Kosten/Nutzen-Betrachtungen und Strategien zur Einführung und Betrieb innovativer Technologien und Verfahren ergänzt. Konkrete Perspektiven für die Druckvorstufe werden anhand zukünftiger Produktionsszenarien definiert und mittels prototypischer Entwicklungen veranschaulicht. Der Leser wird damit über alle zukunftsweisenden Entwicklungen für den Publikationssektor informiert und erhält eine Entscheidungshilfe bei der Entwicklungsplanung.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

1. Einleitung

Zusammenfassung
Das Druck- und Verlagswesen befindet sich derzeit in einer Umbruchphase, die direkt mit der Einführung zahlreicher technologischer Neuerungen verbunden ist. Ob es sich um die digitale Fotografie, Computer-to-Plate oder Computer-to-Press, Color Management oder den Siegeszug des Desktop Publishing handelt — Beispiele für Neuentwicklungen lassen sich allein für die Druckvorstufe schon in großer Zahl benennen. Die Herstellungsprozesse von Publikationen haben sich dadurch gewandelt, Berufsbilder im grafischen Gewerbe sind neu definiert worden, ganze Generationen von druckvorbereitenden Rechnersystemen wurden durch neue ersetzt, innovative Technologien gelangten zur Marktreife und werden jetzt im Alltagsbetrieb der Vorstufenunternehmen eingesetzt.
Kurt Sandkuhl, Andreas Kindt

Publizieren heute

Frontmatter

2. Die Druckvorstufe

Zusammenfassung
Die Druckvorstufe hat in den letzten Jahren eine Vielzahl technologischer und damit verbundener organisatorischer Änderungen erfahren, wie beispielsweise die schnelle Entwicklung des Desktop Publishing mit den entsprechenden Umstellungen in der Arbeitsorganisation. Auch für die Zukunft zeichnen sich weitere technische Neuerungen ab, die sich unter anderem aus den Entwicklungen in der digitalen Fotografie oder beim digitalen Drucken ableiten lassen. Vor dem Hintergrund dieses steten Wandels im Druck- und Verlagswesen erfolgt die Beschreibung des aktuellen Standes der Technik, um eine Ausgangsbasis für die weiteren Ausführungen in diesem Buch zu schaffen. Dieses Kapitel ist dazu in einen kurzen geschichtlichen Rückblick (Abschn. 2.1), die anschließende Beschreibung der traditionellen Produktionsphasen (2.2) und eine Diskussion der Defizite (2.3) und Entwicklungstrends (2.4) gegliedert.
Kurt Sandkuhl, Andreas Kindt

3. Elektronisches Publizieren

Zusammenfassung
Nach der Druckvorstufe wird in diesem Kapitel ein weiterer Bereich des publizierenden Gewerbes vorgestellt, dem große Entwicklungschancen prognostiziert werden: den elektronischen Publikationen. Der in diesem Zusammenhang viel verwendete Begriff des Elektronischen Publizierens wird in unterschiedlichen und oft widersprüchlichen Bedeutungen1 benutzt. Im Umfeld der Druckvorstufe wird beispielsweise die Herstellung von Printmedien auf elektronischem Wege, z.B. unter Einsatz von DTP, DTR oder EBV-Systemen, als elektronisches Publizieren bezeichnet. Eine andere Begriffsfassung, die mehr aus dem Verlagswesen stammt, betrachtet die Veröffentlichung von Publikationen in elektronischer Form als elektronisches Publizieren, beispielsweise über CDs, Online-Datenbanken oder Netzwerke.
Kurt Sandkuhl, Andreas Kindt

Schlüsseltechnologien und -konzepte

Frontmatter

4. Standard-Datenformate

Zusammenfassung
In den beiden vorangegangenen Kapitel wurde dargestellt, daß sowohl die Herstellung von Printmedien als auch von elektronischen Publikationen durch eine Reihe von Produktionsphasen gekennzeichnet ist, die von verschiedenen Partnern an unterschiedlichen Orten durchgeführt werden. Vor dem Hintergrund dieses verteilten, phasenorientierten Arbeitens ist es für die Vorstufe von besonderer Bedeutung, Daten und Dokumente so austauschen zu können, daß ihre Weiterverarbeitung garantiert ist. Standard-Datenformate stellen hierfür eine wichtigen Voraussetzung dar, da sie die Grundlage für ein gemeinsames Verständnis der ausgetauschten Informationen sind. Sie bilden einerseits die Schnittstellen zwischen den Produktionsphasen, da die Ergebnisse jeder Phase als Ausgangspunkt für die nachfolgenden Phasen dienen. Dadurch stellen sie zum anderen auch die Schnittstelle zwischen Unternehmen dar, wenn die nachfolgende Phase in einem anderen Haus bearbeitet wird.
Kurt Sandkuhl, Andreas Kindt

5. Datenspeicherung und -archivierung

Zusammenfassung
Wie in anderen Industriezweigen standen auch im Druck- und Verlagswesen die Daten in ihrer Bedeutung lange hinter den sie verarbeitenden Programmen und Systemen zurück. Über einen großen Zeitraum wurde viel Wert auf die Optimierung der Funktionalität und der Leistung von Endsystemen gelegt, wie beispielsweise der im Vorstufenbereich eingesetzten Hard- und Softwareprodukte, ohne daß der systematischen Handhabung der dabei verarbeiteten Daten die gleiche Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Durch den zunehmenden Anteil digitaler Publikationen, die eine effiziente Nutzung moderner Speicherungs- und Retrieval-technologien unabdingbar machen, ist hier seit einiger Zeit ein Umdenken zu erkennen. Ähnlich wie in modernen Industrieunternehmen, wo Daten als Träger der für Entscheidungs- und Steuerungsprozesse notwendigen Informationen angesehen und in unternehmensweiten Informationssystemen aufbereitet werden, sind auch im publizierenden Gewerbe immer mehr fachspezifische Lösungen im Einsatz, die eine kontrollierte Handhabung der Daten realisieren.
Kurt Sandkuhl, Andreas Kindt

6. Kommunikationstechnologien

Zusammenfassung
Unter den Schlüsseltechnologien für das Druck- und Verlagswesen nehmen die Kommunikationstechnologien eine besondere Rolle ein. Sie bilden einerseits die Grundlage für das verteilte Arbeiten in der Vorstufe, da sie den Austausch von Zwischenprodukten unter den Partnern am Herstellungsprozeß einer Publikation ermöglichen (Business-to-Business Kommunikation). Andererseits stellen sie besonders im Bereich Online-Publishing und für Online-Datenbanken das Distributionsmedium dar, mit dem die Publikationen bzw. die Informationen zum Konsumenten gelangen (Business-to-Customer Kommunikation). Dieses Kapitel wird sich daher ausführlich mit dem Thema Kommunikationstechnologien beschäftigen.
Kurt Sandkuhl, Andreas Kindt

7. Telekooperation und Workflow-Management

Zusammenfassung
Bereits seit Mitte der 80er Jahre ist der Einsatz von Computern zur Unterstützung der Gruppenarbeit, der vielfach mit den Schlagworten Groupware oder CSCW1 bezeichnet wird, in der Informatik ein viel diskutiertes Thema. Aus dem reinen Forschungsgebiet, das vielfach auch als Modeerscheinung bezeichnet wurde, ist mittlerweile ein konkreter Produktbereich der Softwareindustrie geworden, dem große Wachstumsprognosen2 prophezeit werden. Die Gründe für den Bedeutungszuwachs kooperativer Arbeit sind unterschiedlichster Art:
  • •der Umfang und die Komplexität der Arbeitsaufgaben, die in Industrieunternehmen, Dienstleistungsbetrieben oder öffentlichen Verwaltungen bewältigt werden müssen, nehmen ständig zu. Der einzelne Sachbearbeiter muß sich bzgl. seines Wissens gleichzeitig immer weiter spezialisieren, um bei einer Fülle von Verwaltungsvorschriften und Ausführungsbestimmungen seine Aufgaben ordnungsgemäß bewältigen zu können. Diese Spezialisierung des einzelnen führt insgesamt dazu, daß mehr Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern einer Organisation erforderlich ist, um die Gesamtaufgabe zu lösen. Aus organisatorischen Gründen ist hier eine Computerunterstützung notwendig,
  • •nicht nur Großunternehmen sind heute weltweit aktiv und gehen Joint Ventures oder strategische Allianzen mit Firmen in anderen Ländern oder Kontinenten ein. Auch mittelständische Unternehmen orientieren sich durch das Entstehen und die Deregulierung des europäischen Binnenmarktes oder die Öffnung Osteuropas immer mehr auf internationale Märkte. Diese fortschreitende Globalisierung der Wirtschaft erfordert den Einsatz von Computern und Werkzeugen für die Telekooperation, um eine Kooperation über Unternehmens- und Staatsgrenzen hinweg effizient gestalten zu können.
Kurt Sandkuhl, Andreas Kindt

Die Zukunft der Druckvorstufe

Frontmatter

8. Referenzmodell Telepublishing

Zusammenfassung
Auf die Frage, wie die Produktionsabläufe in der Vorstufe aussehen und welche Technologien dabei eingesetzt werden, geben selbst einschlägige Lehrbücher des grafischen Gewerbes heute keine eindeutige Auskunft. Für die Druckvorstufe lassen sich zwar eine Reihe traditioneller Produktionsphasen benennen; diese haben aber bei der Herstellung multimedialer und interaktiver Publikationen nur begrenzt Gültigkeit. Weiterhin sind die Abläufe und die eingesetzte Technik von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich, wodurch eine generelle Beschreibung dieser Aspekte erschwert wird. Eine weitere Herausforderung stellt die stetige Weiterentwicklung der Technologien und die damit verbundenen Möglichkeiten für neue Verfahren und Prozesse in den Betrieben dar.
Kurt Sandkuhl, Andreas Kindt

9. Perspektiven

Zusammenfassung
Die Vorstellung des Telepublishing-Referenzmodells im vorangegangenen Kapitel hat bereits eine grobe Vorstellung davon vermittelt, wie die Entwicklungsrichtungen für die Zukunft der Vorstufe aussehen werden: Zum einen ist zu erwarten, daß Dienstleistungen zunehmend über Telekommunikationsmedien und -dienste angeboten und nachgefragt werden. Zum anderen werden Vorstufenunternehmen, die sich heute vorwiegend auf den Bereich der Printmedien konzentrieren, zukünftig auch Dienstleistungen für multimediale, interaktive Publikationen erbringen. Beide Aspekte und die damit für den Vorstufenbereich verbundenen Perspektiven sollen in diesem Kapitel detailliert behandelt werden.
Kurt Sandkuhl, Andreas Kindt

10. Betriebliche Umsetzung

Zusammenfassung
In den vorangegangenen Kapiteln wurden verschiedene Anwendungen des Telepublishing sowie wesentliche technische Komponenten und Verfahren beschrieben. Damit können Telepublishing-Anwendungen und -Szenarien entworfen und geplant werden. Mit diesen technischen Grundlagen sind prinzipiell 2 zentrale Spezifikationsbereiche abgedeckt:
  • •die Planung des Telepublishing-Portfolios, d.h. die Beschreibung, welche Arten von Applikationen und Verfahren eingesetzt werden sollen,
  • •die Festlegung der Implementierungsstrategie in bezug auf die Auswahl technischer Realisierungsalternativen.
Kurt Sandkuhl, Andreas Kindt

11. Pilotprojekte

Zusammenfassung
In den vorangegangenen Kapiteln wurde bereits mehrfach auf durchgeführte oder noch laufende Forschungs- und Erprobungsprojekte verwiesen, die telekommunikationsgestützte Verfahren, Technologien und Dienste für das Druck- und Verlagswesen entwickeln. Eine Auswahl dieser Projekte soll daher in den folgenden Abschnitten kurz vorgestellt werden, wobei die Zielsetzungen und Ergebnisse im Vordergrund stehen. Die Projekte sind in unterschiedlichen Forschungsschwerpunkten angesiedelt, wie beispielsweise den Förderprogrammen der Europäischen Union oder dem BERKOM-Projekt, die meist eine Vielzahl weiterer Aktivitäten umfassen. Die an dieser Stelle gegebene Zusammenstellung kann daher nicht vollständig sein.
Kurt Sandkuhl, Andreas Kindt

12. Schlußbetrachtung und Ausblick

Zusammenfassung
Der Umbruch im Druck- und Verlagswesen, der sich seit einiger Zeit in Richtung telekommunikationsgestützter Verfahren und Technologien vollzieht, wurde in den vorangegangenen 3 Teilen dieses Buches aus verschiedenen Blickwinkeln beschrieben. Teil I befaßte sich dabei mit der Druckvorstufe und den neuen Publikationsformen. Die Druckvorstufe ist gekennzeichnet durch eine weitere Digitalisierung und den zunehmenden Einsatz der bereits verfügbaren DTP/DTR-Technologien. Bei den neuen Produkten, wie CD-ROM Publikationen, Multimedia-Dokumenten oder Online-Diensten, besteht ein Bedarf nach qualifizierten Dienstleistungen aufgrund eines schnell wachsenden Marktes. Auf beiden Gebieten geht der Umbruch auch zukünftig weiter, wobei sich die Schwerpunkte in der Entwicklung der Technologien und Verfahren ständig verschieben.
Kurt Sandkuhl, Andreas Kindt

Backmatter

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