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Über dieses Buch

Kommunikationstheorien und Terrorismus – wie lässt sich hier eine Verbindung schaffen? Terrorismus ist ein in der heutigen Zeit dominantes Thema: Es bestimmt zuweilen die öffentliche politische Diskussion wie auch private Gespräche. Die Kommunikationswissenschaft kann dazu beitragen, das Phänomen Terrorismus weiter zu durchdringen, und wichtige Puzzlesteine liefern, es in seiner Gesamtheit zu erfassen. Die Entwicklung der Medienkompetenz mancher Terroristengruppen drängt es geradezu auf, das „Gesellschaftsproblem Terrorismus“ mithilfe einer „kommunikations­wissenschaftlichen Brille“ anzugehen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Die Relevanz kommunikationswissenschaftlich fundierter Terrorismusforschung

Zusammenfassung
Terrorismusforschung ist seit den Anschlägen vom 11. September eine der am stärksten expandierenden Forschungsrichtungen und es sieht so aus, als würde das Thema in nächster Zeit nichts an Aktualität und Relevanz verlieren. Zeitschriftenbeiträge zum Thema Terrorismus haben seit den Anschlägen vom 11. September 2001 überaus stark zugenommen (Kocks et al. 2011, S. 10); eine deutliche Zunahme an Terrorismusforschung nach „9/11“ und einen starken Fokus vor allem auf das Gebiet der religiösen Gruppen zeigen auch Silke (2007 und 2009, S. 35) und Schuurman (2019) auf. Nicht nur Bücher, auch neue Journals kamen auf den Markt, ältere erhöhten ihre Periodizität. Seit den Ereignissen 2001 stellen Stiftungen, politische Institutionen und andere Organisationen mehr Forschungsgelder in diesem Bereich zur Verfügung.
Liane Rothenberger

Kapitel 2. Perspektivische Beschreibung und Eingrenzung des Objekt- und Erkenntnisbereichs

Zusammenfassung
Kommunikation ist ein weites Feld. Terrorismus ist ein weites Feld. Sprachlich wie in den realen Akten auch. Jegliche Definition und Benennung von Ereignissen als „Terrorismus“ hat Konstruktionscharakter, ist eine bewusste Asymmetrie. Dies sollte stets im Bewusstsein bleiben, damit klar bleibt, dass die in dieser Arbeit aufgeführten Definitionskennzeichen nicht als objektive Merkmale, sondern als perspektivische Zuschreibungen daherkommen. Im Folgenden werden – unter der Prämisse der Konstruktion – Definitionen von „Terrorismus“ dargeboten und der Untersuchungsgegenstand wird abgegrenzt, indem Inklusions- sowie Exklusionskriterien festgelegt werden, die bestimmte Gewaltakte von „Terrorismus“ perspektivisch absondern oder ihm zurechnen.
Liane Rothenberger

Kapitel 3. Identifikation relevanter Prozessschritte und Akteure im Terrorismus

Zusammenfassung
Terrorismus und Kommunikation sind beides Phänomene, die bestimmte charakteristische Elemente aufweisen (s. Abschnitte 2.1 und 2.2) und die sich durch bestimmte Abläufe und Akteurskonstellationen auszeichnen. In Kapitel 3 werden deshalb die zur Beantwortung der Forschungsfrage relevanten Prozessschritte und Akteure beziehungsweise Akteursbereiche hergeleitet. Diese Vorgehensweise ermöglicht es, später zu besprechende Ansätze und Theorien auf ihre Relevanz hin prüfen zu können.
Liane Rothenberger

Kapitel 4. Theorien mittlerer Reichweite und ihre Anwendbarkeit auf das Phänomen „Terrorismus“

Zusammenfassung
Wie unter Abschnitt 3.4 bereits erwähnt, wird das Akteurs-Viereck jedem Unterkapitel vorangestellt, um zu verdeutlichen, dass in dieser Arbeit Terrorismus zwar als Prozess erfasst wird, aber auch immer nicht-lineare Handlungsrelationen vorliegen. Theorien mittlerer Reichweite setzen besonders nah an der Phänomen-Ebene an. Deshalb inkludiert dieses Kapitel viele deskriptive Passagen, um das Phänomen „Terrorismus“ umfassend darzustellen.
Liane Rothenberger

Kapitel 5. Terrorismus aus Perspektive kommunikationswissenschaftlicher Basistheorien

Zusammenfassung
Wurden in den bisherigen Kapiteln Verbindungen von Terrorismus und Kommunikation auf Basis von Theorien mittlerer Reichweite dargestellt, soll es im folgenden Teil nun dezidiert um eine Aufarbeitung verschiedener kommunikationswissenschaftlicher Basistheorien und ihres Beitrags zu Terrorismusforschung und -verständnis gehen, also darum, inwiefern diese Theorien hilfreich sind, die dem Terrorismus inhärenten Kommunikationsaspekte aufzuschlüsseln. Freilich stammen diese Theorien nicht originär aus der doch relativ jungen Kommunikationswissenschaft, sondern sind vorwiegend soziologische Gesellschaftstheorien. Da sie inzwischen im Fach aber verwurzelt sind, sozusagen zum „Stammrepertoire“ gehören, für die Kommunikationswissenschaft passend gemacht und übertragen wurden, wurden sie in der Überschrift als „kommunikationswissenschaftliche Basistheorien“ betitelt.
Liane Rothenberger

Kapitel 6. Theoretische Schlussfolgerungen und praktische Implikationen

Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit hatte zum Ziel, kommunikationswissenschaftliche Ansätze auf ihre Relevanz für die Beschreibung und Analyse von Terrorismus zu prüfen und damit Anknüpfungspunkte für die weitere Forschung zu schaffen. Dies geschah entlang des forschungsleitenden Modells des Kommunikationsvierecks (Abb. 3.​5) mit seinen Akteuren und Akteursbereichen auf allen drei gesellschaftlichen Stratifikationsebenen sowie entlang einer Prozesssystematik mit sechs Teilbereichen (Abb. 3.​6), die als Ordnungsschema für den hauptsächlichen Kommunikationsfluss fungierte. An den unterschiedlichsten Stellen konnten direkte Anschlüsse zur kommunikationswissenschaftlichen Forschung aufgezeigt werden.
Liane Rothenberger

Backmatter

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