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05.11.2018 | Textilwerkstoffe | Nachricht | Onlineartikel

Volvo crasht eine karbonfaserverstärkte Polymer-Karosserie

Autor:
Andreas Burkert

Die Sicherheit der Karbonfaser-Karosserie des Elektroautomobils Polestar hat Volvo in einem ersten Crashtest nachweisen können. Karbonfaser genügen damit höchsten Sicherheitsstandards.

Die Volvo Car Group hat erstmals die Festigkeit einer karbonfaserverstärkten Polymer-Karosserie in einer realen Unfallsituation untersucht und bewertet. Die Tests sind ein wichtiger Bestandteil der Entwicklungsphase des Polestar 1 – dem ersten Modell und 2+2-sitzigen Hochleistungs-Coupé der elektrischen Performance-Marke. "Wir waren vor diesem Crashtest wirklich aufgeregt. Beim ersten Test mit dem Polestar 1 ging es um die Erforschung des Unbekannten“, erklärt Thomas Ingenlath, CEO von Polestar. "Das war ein entscheidender Punkt im Entwicklungsprozess des Polestar 1. Wir mussten herausfinden, ob die Ideen und Berechnungen, die in dieses Auto eingeflossen sind, richtig waren – und das waren sie.“

Im Gegensatz zu einer Stahlkarosserie, bei der sich die Knautschzonen verformen und so die einwirkenden Kräfte reduzieren, baut Karbonfaser solche Energie durch Rissbildung und Zersplitterung ab. Im Zuge des Crashtests wurde darauf geachtet, wie genau die Karbonfaser-Karosserie auf die extremen Kräfte während des Aufpralls reagiert. Die Ingenieure konzentrierten sich außerdem auf die darunterliegende Stahlstruktur und die stärkende Karbonfaser-"Libelle“ sowie deren Verarbeitung der Kräfte. Das libellenförmige Bauteil verbessert die Torsionssteifigkeit zwischen der Mitte des Unterbodens und dem Heck – einem der kritischsten Punkte in der Karosseriestruktur.

Die Polestar-Karosseriestruktur blieb starr

Beim Crashtest wurde ein Verifikationsprototyp des Polestar 1, der im Zuge der ersten Bauserie entstand, eingesetzt. Die meiste Energie absorbierte dabei die Crashstruktur des Fahrzeugs, während die Karbonfaser-Karosserieteile die verbleibenden Kräfte reduzierten. Die Karosseriestruktur blieb starr und wies nach dem Crash keinerlei Anzeichen von Verformung oder Fehlausrichtung auf.

"Das Ergebnis dieses ersten Crashtests bestätigt unsere Entscheidung, Karbonfaser für die Karosserie des Polestar 1 zu wählen“, freut sich Zef van der Putten, bei Polestar verantwortlich für das innovative Material. "Es belegt zudem, dass Karbonfaser höchsten Sicherheitsstandards entspricht.“

Der Crashtest wurde im Volvo Cars Safety Centre in Göteborg durchgeführt, wo Autos und andere Fahrzeuge in einer Vielzahl von realen Unfallsimulationen auf Herz und Nieren geprüft werden.

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