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The Politics of Community Energy in Europe

Transforming the Energy System and Influencing Policy from the Bottom Up?

  • 2025
  • Buch

Über dieses Buch

Die Energieakteure der Gemeinschaft haben sich zu bedeutenden Akteuren der europäischen Energiewende entwickelt. Diese Dissertation deckt die Rolle kommunaler Energieakteure als politische Unternehmer auf. Obwohl es sich bei diesen Akteuren um Neuankömmlinge mit begrenzten Ressourcen handelte, setzten sie sich erfolgreich für Veränderungen innerhalb der politischen Landschaft der EU und Deutschlands ein. Durch einen empirischen Vergleich und Vergleich des EU-Pakets für saubere Energie und Deutschlands Reformen der Politik im Bereich erneuerbarer Energien zwischen 2012 und 2019 untersucht diese Studie, wie kommunale Energieakteure und das Konzept der kommunalen Energie auf unterschiedliche Weise institutionalisiert wurden. Dieses Buch trägt zu einem differenzierteren Verständnis des Potenzials und der Grenzen politischen Handelns, Diskurses und Macht bei der Förderung von Nachhaltigkeitstransformationen bei, indem es die Entstehung kommunaler Energieakteure und ihre Verbindung zu politischen Veränderungen untersucht.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Chapter 1. Introduction

    Boris Gotchev
    Dieses Kapitel untersucht die zentrale Rolle der Gemeinschaftsenergie bei der Gestaltung der europäischen und deutschen Energiepolitik und konzentriert sich dabei auf die Institutionalisierung von Bürgern und Gemeinden als zentrale Akteure der Energiewende. Das Narrativ beginnt mit der Vision der Energieunion von 2015 und markiert einen Paradigmenwechsel in der EU-Energiepolitik, indem das Potenzial der Bürger und Gemeinschaften beim Übergang von fossilen und nuklearen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien erkannt wird. Das Kapitel untersucht die Entstehung der kommunalen Energie als politische Kraft, die von Innovation und kollektivem Handeln an der Basis angetrieben wird, und ihre Auswirkungen auf politische Rahmenwerke wie das Clean Energy for All Package (CEP). Sie untersucht die konkurrierenden Wege des grünen Wandels und beleuchtet den Kampf zwischen technologischer Innovation, Marktwettbewerb, staatlicher Regulierung und zivilgesellschaftlichem Engagement. Die Analyse stellt das dezentrale Modell der Gemeinschaftsenergie dem von den etablierten Energieversorgern favorisierten zentralisierten Ansatz gegenüber und veranschaulicht die Machtdynamik und die politischen Kämpfe, die die Energiewende prägen. Das Kapitel untersucht auch das transformative Potenzial der Gemeinschaftsenergie und betont ihre sozioökonomischen Vorteile und ihre Rolle als basisdemokratische Innovationsbewegung. Abschließend widmet er sich dem Forschungspuzzle, wie kommunale Energieakteure, obwohl sie Neulinge mit begrenzten Ressourcen sind, politische Veränderungen beeinflusst haben, und bietet Einblicke in die umfassenderen Implikationen für den Übergang zur Nachhaltigkeit.
  3. Chapter 2. Theoretical Framework

    Boris Gotchev
    Dieses Kapitel geht dem komplizierten Prozess nach, wie sich Gemeinschaftsenergie zu einer bedeutenden politischen Kraft entwickelt und innerhalb der deutschen und europäischen Energiepolitik institutionalisiert hat. Sie beginnt mit der Theorie der Energiewende, der politischen Entscheidungsfindung und des politischen Handelns und legt die Grundlage für einen analytischen Rahmen, der die empirische Analyse leiten wird. Das Kapitel untersucht den sozio-technischen Charakter der Energiewende und hebt die tiefe Verankerung zwischen Technologie und Gesellschaft sowie die Notwendigkeit von Veränderungen in sozialen, politischen und wirtschaftlichen Institutionen hervor. Er diskutiert die Rolle von Nachhaltigkeitsübergängen und die verschiedenen Wege, die sie einschlagen können, und betont die Bedeutung von Governance und den Einfluss des Drucks auf Landschaftsebene. Das Kapitel untersucht auch die politische Dynamik der Energiewende und konzentriert sich dabei auf die Kämpfe um Macht, Kontrolle und Transformationspfade, die die Richtung und das Tempo des Wandels bestimmen. Es werden Schlüsselkonzepte aus dem Diskursiven Institutionalismus vorgestellt, wie die Rolle von Ideen, Diskurs und Handlungsfähigkeit im institutionellen Wandel und wie diese Konzepte angewendet werden können, um die Politik der Gemeinschaftsenergie zu verstehen. Das Kapitel untersucht außerdem die theoretischen Perspektiven politischer Entscheidungsfindung und hebt die Grenzen traditioneller rationaler Modelle hervor sowie die Bedeutung des Verständnisses politischer Entscheidungsfindung als chaotischen, machtbeladenen und umstrittenen Prozess. Darin wird die Rolle kommunaler Energieorganisationen als politische Unternehmer und die Strategien diskutiert, die sie anwenden, um die politische Entscheidungsfindung zu beeinflussen. Das Kapitel schließt mit einem analytischen Rahmen, der genutzt werden wird, um die Rolle von Diskursen und Ideen in politischen Entscheidungsprozessen im Zusammenhang mit der Energiewende aufzuspüren und zu analysieren und zu untersuchen, wie kommunale Energieorganisationen materielle und immaterielle Ressourcen mobilisiert haben, um einen politischen Raum zu schaffen. Dieses Kapitel ist ein Pflichtlektüre für jeden, der sich für die Überschneidung von Energiepolitik, Politikwissenschaft und Nachhaltigkeit interessiert. Es bietet eine einzigartige Perspektive auf das transformative Potenzial kommunaler Energie.
  4. Chapter 3. Research Design and Methods

    Boris Gotchev
    Dieses Kapitel präsentiert eine qualitative, eingehende Analyse und den Vergleich zweier bedeutender Fallstudien: der politischen Prozesse hinter dem EU-Paket für saubere Energie und der deutschen Energiewendepolitik, wobei der Schwerpunkt auf dem Stromsektor und erneuerbaren Energien zwischen 2012 und 2019 liegt. Die Studie stützt sich auf ein robustes qualitatives Forschungsdesign, das die Entdeckung und Entwicklung neuer Theorien auf der Grundlage empirischer Daten betont. Es untersucht die ontologischen und erkenntnistheoretischen Grundlagen, die die Forschung leiten, die Methoden der Datenerhebung und die Strategien zur Datenanalyse. Das Kapitel vertieft sich in die Komplexität qualitativer Fallstudien und unterstreicht die Bedeutung, Komplexität anzunehmen und die Vielfalt der Standpunkte anzuerkennen. Es bietet eine detaillierte Darstellung der Methoden zur Datenerhebung, einschließlich semi-strukturierter Interviews, Teilnehmerbeobachtung und Dokumentenanalyse, und erklärt, wie Daten analysiert wurden, um Muster, Beziehungen und Interpretationen aufzudecken. Das Forschungsdesign ist fallorientiert, geht von Äquifinalität aus und konzentriert sich auf die ganzheitliche, reichhaltige und vollständige Darstellung eines begrenzten gesellschaftlichen Phänomens. Das Kapitel bietet eine einzigartige Perspektive auf die Institutionalisierung der kommunalen Energie in Politik und Verwaltung und zeigt den Einfluss kommunaler Energiebewegungen auf die politische Entscheidungsfindung auf. Sie bietet wertvolle Einblicke in die Prozesse der Agenda-Festlegung, Politikformulierung und Entscheidungsfindung sowie in die Rolle der kommunalen Energieakteure bei der Gestaltung der Energiepolitik. Die Ergebnisse der Studie tragen zur Entwicklung von Theorien für einen Bottom-up-Wandel in der Nachhaltigkeitspolitik bei und bieten ein tieferes Verständnis der politischen Organisation und Mobilisierungsmaßnahmen kommunaler Energieakteure.
  5. Chapter 4. Community Energy in European Energy Politics

    Boris Gotchev
    Dieses Kapitel untersucht die transformativen Auswirkungen kommunaler Energieorganisationen auf die europäische Energiepolitik und konzentriert sich dabei auf den Zeitraum von 2012 bis 2019. Er beginnt mit einer Analyse des Aufstiegs der Gemeinschaftsenergie zu einer bedeutenden Kraft in der EU-Energiepolitik, angetrieben von der Vision der Energieunion und der Bildung einer breiten Koalition kommunaler Energieorganisationen. Die Analyse umfasst drei wichtige Episoden: den Agenda-Setting-Prozess (2012-2015), die Formulierung und Übersetzung kommunaler Energieideen in politische Vorschläge (2015-2016) und die Interaktion zwischen kommunalen Energieorganisationen, Interessengruppen und Entscheidungsträgern bei der Gestaltung politischer Rahmenbedingungen (2017-2019). Das Kapitel beleuchtet die strategischen Maßnahmen, die kommunale Energieorganisationen ergriffen haben, um das Bewusstsein zu schärfen, Koalitionen zu bilden und sich für politische Änderungen einzusetzen, die in der Einbeziehung kommunaler Energie in das EU-Paket für saubere Energie gipfeln. Außerdem werden die Herausforderungen und Chancen untersucht, vor denen kommunale Energieinitiativen stehen, einschließlich regulatorischer Hindernisse, finanzieller Beschränkungen und der Notwendigkeit unterstützender politischer Rahmenbedingungen. Das Kapitel schließt mit der Diskussion der Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die Zukunft der Gemeinschaftsenergie in Europa und die Energiewende im weiteren Sinne.
  6. Chapter 5. Citizen Energy in German Energy Politics

    Boris Gotchev
    Abstract
    This chapter outlines the emergence of the German citizen energy (CE) organizations, details the formation of the citizen energy policy field, and examines the influence of CE organizations on energy policy discourse and reforms. The chapter particularly focuses on the reform of the Renewable Energy Act (Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG) and power market design from 2012 to 2017.
  7. Chapter 6. Comparison of German and EU Community Energy Politics

    Boris Gotchev
    Dieses Kapitel präsentiert einen umfassenden Vergleich der gemeinschaftlichen Energiepolitik (Community Energy, CE) in der EU und Deutschland, wobei der Schwerpunkt auf den Institutionalisierungsprozessen und den Faktoren liegt, die ihre Entwicklung beeinflusst haben. Es beginnt mit einer Untersuchung der politischen Ergebnisse und Ziele in beiden Rechtsordnungen, wobei erhebliche Unterschiede in ihren Ansätzen zur Unterstützung und Regulierung der kommunalen Energieversorgung zutage treten. Die EU hat ein breites und auf Prinzipien beruhendes Rahmenwerk verabschiedet, das bürgerschaftliches Engagement und Empowerment betont, während Deutschland Akteursvielfalt und spezielle Unterstützungsregelungen für bürgernahe Energieunternehmen Priorität eingeräumt hat. Das Kapitel analysiert auch die Definitionen von Gemeinschaftsenergie in beiden Kontexten und hebt die kooperativen Werte und den prinzipienbasierten Ansatz der EU im Vergleich zu Deutschlands Fokus auf Wettbewerbsnachteile bei Auktionen hervor. Darüber hinaus werden die Maßnahmen zur Unterstützung der kommunalen Energieversorgung untersucht, wobei die EU Leitprinzipien für die Ermöglichung von Rahmenwerken vorgibt und Deutschland spezifische, aber begrenzte Unterstützungsmaßnahmen anbietet. Die Analyse untersucht auch den Einfluss kommunaler Energieorganisationen auf die politischen Ergebnisse und enthüllt die unterschiedlichen Grade an Auswirkungen, die sie in der EU und in Deutschland hatten. Zusätzlich untersucht das Kapitel die Faktoren und Mechanismen, die die Wege der CE-Institutionalisierung konditioniert haben, einschließlich Wissensmobilisierung, Rahmensetzung, politische Handlungsfähigkeit sowie Chancen und Beschränkungen in der Politikgestaltung. Es bietet eine detaillierte Darstellung der Netzwerkstrukturen, Koordinations- und Interessensstrategien, die von CE-Organisationen in beiden Rechtssystemen angewandt werden, sowie der institutionellen und diskursiven Kontexte, die ihren Einfluss geprägt haben. Das Kapitel schließt mit der Hervorhebung der einzigartigen Erkenntnisse aus der vergleichenden Analyse und den Implikationen für die Entwicklung der kommunalen Energiepolitik.
  8. Chapter 7. Findings and Discussion

    Boris Gotchev
    Dieses Kapitel fasst die wichtigsten Erkenntnisse über die transformative Rolle der Gemeinschaftsenergie bei der Energiewende zusammen und konzentriert sich auf ihr politisches Handeln und ihren Einfluss auf die politische Entscheidungsfindung. Er untersucht, wie sich die Gemeinschaftsenergie zu einem neuen Akteur im politischen Spiel der Energiewende entwickelt hat, etablierte Machtbeziehungen infrage stellt und sich für eine dezentralisierte Energiezukunft einsetzt. Das Kapitel geht den strategischen Manövern und diskursiven Strategien nach, die von kommunalen Energieakteuren eingesetzt werden, um die Energiepolitik sowohl auf nationaler als auch auf supranationaler Ebene zu beeinflussen. Sie unterstreicht den umstrittenen Charakter der Gemeinschaftsenergie und untersucht, wie verschiedene Akteure das Konzept interpretieren und mobilisieren, um ihre Interessen zu fördern. Die Analyse zeigt, dass der Einfluss der kommunalen Energie auf die politische Entscheidungsfindung sowohl zu Empowerment als auch zu Entmachtung geführt hat, wobei Akteure komplexe Machtdynamiken steuern, um die Energiewende zu gestalten. Das Kapitel diskutiert auch die Auswirkungen dieser Ergebnisse auf den Übergang zur Nachhaltigkeit und argumentiert, dass die politische Handlungsfähigkeit der Kommunen wichtige Lehren für den Wandel von unten nach oben bietet. Durch eine detaillierte Untersuchung von Fallstudien und empirischen Beweisen bietet das Kapitel einen umfassenden Überblick über die politische Dynamik, die die Zukunft der Gemeinschaftsenergie prägt, und ihr Potenzial, den Wandel der Energiesysteme voranzutreiben.
  9. Chapter 8. Conclusion

    Boris Gotchev
    Dieses Kapitel untersucht das transformative Potenzial kommunaler Energieinitiativen bei der Gestaltung von Energiepolitik und Governance. Darin wird untersucht, wie kommunale Energieorganisationen, obwohl sie relativ neu sind, politische Reformen in der EU und in Deutschland erfolgreich beeinflusst haben, was zu erheblichen Änderungen in der Energiegesetzgebung geführt hat. Die Analyse enthüllt die strategischen Aktionen und diskursiven Strategien, die von diesen Organisationen eingesetzt werden, wie Wissensmobilisierung, Gestaltung und Koalitionsbildung, um politische Zugkraft zu gewinnen und ihre Ideen zu institutionalisieren. Das Kapitel untersucht auch die Unterschiede in den politischen Ergebnissen zwischen der EU und Deutschland und hebt hervor, wie institutionelle Rahmenbedingungen und diskursive Chancen die politische Handlungsfähigkeit der Gemeinschaft im Energiebereich beeinflussen. Sie vertieft die theoretischen Rahmenwerke, die diesen Prozessen zugrunde liegen, darunter Diskursinstitutionalismus und politisches Unternehmertum, und liefert ein differenziertes Verständnis der Art und Weise, wie kommunale Energieinitiativen die komplexe Landschaft der Energiepolitik steuern. Das Kapitel schließt mit Empfehlungen für politische Entscheidungsträger und Praktiker, die die Bedeutung politischer Handlungsfähigkeit und Reflexivität bei der Förderung von Nachhaltigkeitsübergängen betonen. Er skizziert auch Wege für zukünftige Forschung und legt die Notwendigkeit vergleichender Studien und einer umfassenderen Analyse der Rolle der Zivilgesellschaft bei der Energiewende nahe.
  10. Backmatter

Titel
The Politics of Community Energy in Europe
Verfasst von
Boris Gotchev
Copyright-Jahr
2025
Electronic ISBN
978-3-658-47431-7
Print ISBN
978-3-658-47430-0
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-47431-7

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