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Über dieses Buch

Modelle des systemweiten wirtschaftswissenschaftlichen Gleichgewichts orientieren sich bis heute stark am Walrasianischen Paradigma. Die Theorie der Tauschverträge stellt ihm in diesem Buch ein ordnungspolitisches Paradigma zur Seite und gelangt so zu einer tauschsystematisierten Perspektive. Im Vermögen des privaten Sektors einer Modellökonomie lässt sich hierdurch eine fundamentale Komplementaritätsbeziehung begründen. Geld erscheint zudem systemweit als finanzierungsvertraglich strukturierte Ankopplungsstation für diverse zeitliche Grundtypen des Tauschs.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Tauschverträge und das Walrasianische Paradigma

Auch Robinson-Ökonomie und Planwirtschaft sind zwar jeweils durch die beiden ökonomischen Grundaktivitäten Produktion und Konsum geprägt. Nur aber in der Marktwirtschaft fällt zusätzlich der Tausch an. Dessen wirtschaftswissenschaftliche Abbildung orientiert sich bis heute stark am Arrangement von Walras: Nachdem ein wohl informierter Auktionator zentral ein Preissystem ermittelt hat, das alle Märkte räumt, werden die korrespondierenden reinen Gütertauschpläne in einem einzigen Zeitpunkt transaktionskostenfrei und direkt in die Tat umgesetzt. Dieses Paradigma kann durch das Konzept des Tauschvertrages jedoch erweitert und systematisch variiert werden.
Dirk Kaiser

Eine tauschvertragliche Analyse privaten und staatlichen Vermögens

Ein formales Modell des systemweiten Gleichgewichts wird errichtet, in dem die ökonomische Grundaktivität des Tauschs durch synallagmatische Verträge ordnungspolitisch flankiert wird. Da sowohl Kassa- als auch Finanzierungs- als auch Terminverträge kontrahiert werden, trägt die zugehörige Lösung die Bezeichnung multiples Tauschgleichgewicht. Gestützt auf dieses Modell werden die verschiedenen Komponenten der Vermögen des privaten und des staatlichen Sektors der Modellökonomie erfasst und einer Gegenwartswertanalyse unterzogen. Es zeigt sich, dass die finanzielle Gesamtsphäre und das aggregierte Realkapital im Systemzusammenhang zueinander in komplementärem Verhältnis stehen.
Dirk Kaiser

Ein externes monetäres Kalkül für den Homo oeconomicus

Zur Integration von Geld in ein Modell des systemweiten Gleichgewichts wird nicht mehr auf das Konzept des Geldmarkts rekurriert, sondern vielmehr auf ein externes, das heißt sachlich und zeitlich außerhalb der expliziten Marktarchitektur angesiedeltes Kalkül. In diesem stellt der Entscheidungsträger den Vorteilen der Geldhaltung ihre Kosten gegenüber, um seinen individuell optimalen Bestand an allgemeinem Tauschmittel zu bestimmen. Die explizite Marktarchitektur und das externe monetäre Kalkül sind gleichwohl nicht unabhängig voneinander, sondern vielmehr über die Wunschausstattung mit allgemeinem Tauschmittel interdependent miteinander verknüpft.
Dirk Kaiser

Backmatter

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