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Über dieses Buch

Die Organisationskultur eines Unternehmens stellt nicht nur den sozio-kulturellen Rahmen für ökologisches Handeln dar, sondern bildet zumeist auch eine wesentliche Quelle für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Durch die zunehmende Internationalisierung von Unternehmen stellt sich die Frage, wie die Organisationskultur über Ländergrenzen hinweg transferiert werden kann, um diese produktive Ressource auch im Zielmarkt aktivieren zu können.
Genau in diesem bisher wenig bearbeiteten Spannungsfeld von Unternehmenskultur, Landeskulturen und Internationalisierung setzt die Dissertation von Markus Liemich an. Basierend auf einer Tiefenfallstudie in einem russischen Mobilfunkunternehmen identifiziert er Wirkungsmechanismen und Praktiken zum Transfer von Unternehmenskultur. Die Arbeit stellt eine Pionierleistung auf dem Gebiet des internationalen Transfers von Unternehmenskultur dar, die eine Fülle von wissenschaftlichen und praktischen Anstößen bietet.
Das Buch wendet sich an Praktiker mit internationalen Führungsaufgaben sowie an Dozenten und Studenten der Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten internationales Management, Organisation und Personal.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einführung

Zusammenfassung
Die fortschreitende Internationalisierung der Wirtschaft ist kein neues Phänomen. Allerdings haben Geschwindigkeit und Ausmaß dieser Entwicklung in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Ausgelöst durch einen globalen Kostenwettbewerb und die Sättigung von angestammten Heimatmärkten sehen sich Unternehmen aus den Industrienationen immer häufiger gezwungen, Teile ihrer Wertschöpfung in Schwellenländer, die Staaten der Dritten Welt oder ehemalige Planwirtschaften zu verlagern. Die Region Mittel- und Osteuropa spielt dabei als Abwanderungs- und Expansionsziel eine herausragende Rolle. Deutsche Firmen gehören, oftmals in Anknüpfung an Traditionen, die bis ins letzte oder vorletzte Jahrhundert zurückreichen, zu den wichtigsten Investoren in Polen, Tschechien oder Rußland.
Markus Liemich

Positionen zum Kulturtransfer

Zusammenfassung
Das Transferthema – sei es zwischen Organisationen oder Staaten - ist nicht neu in den Wirtschaftswissenschaften und wurde bereits in Bezug auf Management-Knowhow, Wissen oder Technologie untersucht. Unabhängig vom Inhalt zerfällt die Transferfrage in zwei grundlegende Problembereiche. Erstens stellt sich die Frage, inwieweit das wie auch immer operationalisierte „Transfergut“ übertragen werden kann (Grad an Universalität) und zweitens die Frage, wie der Transfer am wirksamsten bewerkstelligt wird. Diese Fragen stehen in einer hierarchischen Beziehung zueinander: vor einer ausreichender Klärung der ersten erscheint eine Beantwortung der zweiten als wenig fruchtbar.
Markus Liemich

Vergleich von Unternehmenskulturen

Zusammenfassung
Im einführenden Teil B wurde eine Grundorientierung vermittelt, an welcher Stelle die Perspektive dieser Arbeit in der bekannten Debatte zwischen Kulturalisten und Universalisten anknüpft. Nun folgt in Teil C der Kulturgvergleich von zwei konkreten Transferpartnern, das heißt einer Sender- und Empfängerorganisation. Hier mag sich mancher Leser fragen, warum wir nicht unverzüglich mit der Analyse des Übertragungsprozesses beginnen, sondern diesen recht langen Umweg gehen. Diesen Lesern sei gesagt, daß eine kulturelle Ähnlichkeit zunächst als notwendige Voraussetzung festgestellt sein muß, um von einem Transfer zu sprechen und im Anschluß untersuchen zu können. Ein Beweis der Ausgangssituation scheint um so dringlicher, da in der Literatur völlig gegensätzliche Auffassungen von der Umsetzbarkeit eines solchen Phänomens geteilt werden. Ich versuche deshalb, die Ähnlichkeitsthese hinreichend zu belegen und richte vorab das allgemeine konzeptionelle Angebot zur Unternehmenskultur nach den eigenen Bedürfnissen aus (Kapitel 1).
Markus Liemich

Thesen zum Transfer von Unternehmenskultur

Zusammenfassung
In Teil D vorliegender Arbeit soll der Versuch unternommen werden, die zweite Forschungsfrage zu beantworten: Anhand welcher Instrumente und Kriterien läßt sich der nun nachgewiesene Transfer einer deutsch-stämmigen Unternehmenskultur in ein deutsch-russisches Joint Venture mit Sitz in Moskau empirisch beschreiben? Ziel ist es alle relevanten Vorgänge möglichst detailliert retrospektiv zu analysieren und Thesen für den Prozeß der Vermittlung zu formulieren. Die verwendete Grundgliederung in drei Abschnitte entspricht dem Vorgehen in Teil C: zunächst stelle ich theoretische Überlegungen zur Transferanalyse an (Kapitel 1), dann folgt die Methodik der Datensammlung und -analyse (Kapitel 2) und schließlich eine umfangreiche Rekonstruktion der historischen Ereignisse (Kapitel 3).
Markus Liemich

Synthese und Ausblick

Zusammenfassung
In der Abschlußdiskussion wird noch einmal ein rascher Überblick über Inhalte, Methoden und offene Fragen gegeben. Insbesondere die empirischen Erkenntnisse sollen auf einer abstrakteren Ebene zusammengefaßt und ein Resümee über ihre Bedeutung im Gesamtrahmen der Studie gezogen werden. Ich setze sie in Beziehung zu den begrifflichen Instrumentarien unserer theoretischen Vorüberlegungen und leite einige praktische Konsequenzen für ein Management kultureller Transferprozesse ab.
Markus Liemich

Backmatter

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