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Transformation und Wachstum

Alternative Formen des Zusammenspiels von Wirtschaft und Gesellschaft

  • 2021
  • Buch

Über dieses Buch

Die Herausgeber wollen mit diesem Band ein Neu-Denken von auf Wachstum basierenden Wirtschaftsformen und damit einhergehenden Gesellschaftsformen anregen, mögliche Alternativen zum vorherrschenden Wachstumsdenken aufzeigen und neue Formen der Organisation von Wirtschaft und Gesellschaft zur Diskussion stellen. Der Herausgeberband widmet sich ausgewählten Themen und Aspekten der aktuellen Wachstums- und Transformationsdebatte. Die Beiträge legen den Schwerpunkt auf wissenschaftliche Aspekte, präsentieren empirische Ergebnisse oder führen die Wachstumsdiskussion anhand von konkreten Praxisbeispielen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Einführung

    Harald Pechlaner, Elisa Innerhofer, Daria Habicher
    Der Fachbeitrag beleuchtet die Debatte um Wachstum und Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft, ausgehend von einer Fachtagung im Jahr 2019. Er diskutiert alternative wirtschaftliche und gesellschaftliche Organisationsformen, wie die Gemeinwohlökonomie und Postwachstumsökonomie, und deren Praxisrelevanz. Besondere Aufmerksamkeit wird der Coronakrise geschenkt, die als Katalysator für tiefgreifende Veränderungen in der Gesellschaft und Wirtschaft dient. Der Beitrag untersucht, wie die Krise die Diskussion um nachhaltige Entwicklung und alternative Wirtschaftsmodelle beeinflusst und welche Chancen und Herausforderungen sich daraus ergeben. Durch die Einbindung von Experten aus verschiedenen Disziplinen bietet der Text eine umfassende und differenzierte Perspektive auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen der Gesellschaft.
  3. Zur Wachstumsdiskussion – Diskurse über Wachstum, Wohlstand, Nachhaltigkeit

    1. Frontmatter

    2. Transformation und Wohlfahrt: Die Ordnung von Demokratie und Marktwirtschaft

      Henning Vöpel
      Das Kapitel beleuchtet die tiefgreifenden Veränderungen, die durch den Klimawandel, die Digitalisierung und die Globalisierung ausgelöst werden, und deren Auswirkungen auf Demokratie und Marktwirtschaft. Es untersucht, wie diese Disruptionen fundamentale Ordnungsfragen aufwerfen und bestehende Ordnungen infrage stellen. Besondere Aufmerksamkeit wird den Paradigmenwechseln und den notwendigen Anpassungen in den Ordnungen und Ordnungslogiken geschenkt, um die Unordnung und institutionellen Widersprüche zu überwinden. Das Kapitel diskutiert auch die Rolle von Demokratie und Marktwirtschaft in einer globalisierten Welt und die Herausforderungen, die durch Autoritarismus und Re-Nationalisierung entstehen. Es schließt mit der Betrachtung der Notwendigkeit eines neuen Gesellschafts- und Generationenvertrags, der die veränderten Rahmenbedingungen berücksichtigt und die Legitimation von Ordnungen sicherstellt.
    3. Wachstumswende – eine zwingende Notwendigkeit

      Werner Mittelstaedt
      Das Kapitel thematisiert die dringende Notwendigkeit einer Wachstumswende von quantitativem zu qualitativem Wachstum, um die Nachhaltigkeit und globale Entwicklung zu sichern. Es analysiert die negativen Auswirkungen des quantitativen Wachstums auf die Umwelt und die Biosphäre, insbesondere durch Ressourcenverbrauch, Klimawandel und Artensterben. Die Vereinten Nationen haben 2015 die 'Sustainable Development Goals' (SDGs) beschlossen, die jedoch hauptsächlich durch quantitatives Wachstum vorangetrieben werden. Der Text diskutiert die Notwendigkeit eines qualitativen Wachstums, um diese Ziele zu erreichen, und stellt die Vision eines Nachhaltigkeits-Kondratjew-Zyklus vor, der die Weltgesellschaft in eine nachhaltige Zukunft führen soll. Zudem werden sechs Krisen- und Problemkomplexe identifiziert, die dringend entschärft werden müssen, um die Zukunftsfähigkeit der Weltgesellschaft zu sichern. Schließlich wird die Coronavirus-Pandemie als mögliche Zäsur für das bestehende Fortschrittsmuster und das quantitative sozioökonomische Wachstum betrachtet.
    4. Jenseits von A-Growth: Nachhaltige Ökonomien ohne Wachstum

      Steffen Lange
      Das Kapitel befasst sich mit der Frage, wie eine nachhaltige Wirtschaft ohne Wirtschaftswachstum auf der makroökonomischen Ebene gestaltet werden kann. Es geht über die Debatte hinaus, ob Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit miteinander vereinbar sind, und untersucht stattdessen die Bedingungen für eine nachhaltige Ökonomie ohne Wachstum. Dazu werden neoklassische, post-keynesianische und neo-marxianische Theorien herangezogen, um die notwendigen Anpassungen und Strategien zu identifizieren. Neoklassische Theorien betonen den technologischen Wandel und die Rolle der Arbeitsproduktivität, während neo-marxianische Ansätze die Kapitalakkumulation und die Dynamik zwischen Privateigentum und Wettbewerb in den Fokus nehmen. Post-keynesianische Theorien hingegen betonen die Rolle der Nachfrage und die Notwendigkeit, die Arbeitsproduktivität durch Arbeitszeitverkürzungen auszugleichen. Die Analyse zeigt, dass strenge Umweltregulierungen notwendig sind, um eine nachhaltige Wirtschaft ohne Wachstum zu erreichen, aber dass zusätzliche Maßnahmen wie negative Skaleneffekte und kollektives Firmeneigentum erforderlich sind, um wirtschaftliche Instabilitäten zu vermeiden. Die Erkenntnisse des Kapitels bieten wertvolle Einblicke in die Herausforderungen und Möglichkeiten einer nachhaltigen Wirtschaft ohne Wachstum und regen zur weiteren Diskussion und Forschung in diesem Bereich an.
    5. The Grounds of Frugality: Policy Instruments, Limits to Technology and Growth, and the Difficult Role of the “Good Life”

      Felix Ekardt, Jutta Wieding
      Der Beitrag untersucht die Notwendigkeit und Herausforderungen der Frugalität im Kontext der Klimapolitik und des Wirtschaftswachstums. Er beginnt mit der Frage, ob Frugalität wirklich notwendig ist, um ökologische Ziele zu erreichen, und wie sie mit dem Streben nach Glück und einem post-wachstumsorientierten Gesellschaft vereinbar ist. Besonders hervorgehoben wird die Rolle der Technologie und deren Grenzen bei der Lösung von Umweltproblemen wie dem Klimawandel. Der Beitrag analysiert, warum rein technische Lösungen möglicherweise nicht ausreichen und warum behaviorale Veränderungen, wie sie durch Frugalität gefördert werden, notwendig sein könnten. Weiterhin wird die soziale und psychologische Dynamik untersucht, die das Verhalten von Individuen und Gesellschaften beeinflusst, und warum es so schwierig ist, nachhaltige Verhaltensweisen zu fördern. Der Beitrag schließt mit einer Diskussion über mögliche politische Instrumente, die eingesetzt werden könnten, um Frugalität zu fördern, und wie diese mit den bestehenden wirtschaftlichen und sozialen Strukturen vereinbar sind.
  4. Wege der Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft

    1. Frontmatter

    2. Politische Postwachstumsökonomie – Wirtschaften und Leben jenseits des Wachstumszwangs

      André Reichel
      Das Kapitel 'Politische Postwachstumsökonomie – Wirtschaften und Leben jenseits des Wachstumszwangs' untersucht die Ursachen und Konsequenzen des Wachstumszwangs in der modernen Gesellschaft. Es beginnt mit einer kritischen Betrachtung der Wachstumsvorstellungen in den Wirtschaftswissenschaften und zeigt auf, wie Wachstum als kulturell dominante Vorstellung entstanden ist. Die Analyse umfasst auch die historische Entwicklung des Wachstums und dessen Auswirkungen auf die Umwelt, insbesondere den Klimawandel. Das Kapitel hebt hervor, dass Wachstumskrisen Systemkrisen sind und dass alternative Wirtschaftsmodelle wie die Postwachstumsökonomie dringend benötigt werden. Es werden verschiedene Perspektiven und Maßnahmen für eine postwachstumsorientierte Politik, Unternehmen und Gesellschaft vorgestellt, die auf Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit abzielen. Besonders interessant sind die Vorschläge zur Förderung nicht-marktlicher Bereiche sozialen Austauschs und zur Etablierung einer ökologisch-sozialen Steuerreform. Das Kapitel schließt mit einem Ausblick auf die Möglichkeiten und Herausforderungen einer politischen Postwachstumsökonomie und betont die Notwendigkeit politischer Opportunitäten für deren Umsetzung.
    3. Das Vorsorgeprinzip Revisited – Ansätze einer Umweltethik für das 21. Jahrhundert

      Michael de Rachewiltz
      Das Vorsorgeprinzip wird als zentrales ethisches und politisches Prinzip zur Bewältigung umweltbedingter Risiken im 21. Jahrhundert untersucht. Der Beitrag beleuchtet die vielfältigen Herausforderungen wie Klimawandel, Artensterben und Umweltverschmutzung und diskutiert die Notwendigkeit und die Herausforderungen bei der Anwendung des Vorsorgeprinzips. Besonders hervorgehoben wird die Bedeutung des Vorsorgeprinzips im Kontext des menschlichen Einflusses auf die Natur und die Unsicherheiten, die mit der Vorhersage und Bewertung von Risiken verbunden sind. Kritisch wird auch die selektive Anwendung des Prinzips und die damit verbundenen Risiken und Nebenwirkungen beleuchtet. Der Beitrag schließt mit einem Plädoyer für eine sorgfältige und verantwortungsvolle Anwendung des Vorsorgeprinzips, um die zukünftigen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu meistern.
    4. Environmental and Social Justice: Key for 2030 Agenda Implementation

      Leida Rijnhout
      Der Fachtext behandelt die zentrale Rolle von Umwelt- und Sozialgerechtigkeit für die erfolgreiche Umsetzung der 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung. Im September 2015 verabschiedete die Vereinten Nationen die Agenda 2030 mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs), die als umfassender und partizipativer Ansatz zur Förderung von Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit gelten. Der Text hebt hervor, dass die SDGs nicht nur als Fortsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele (MDG) verstanden werden sollten, sondern als eigenständiges Konzept, das universelle Anwendung und tiefgreifende politische Veränderungen erfordert. Besondere Aufmerksamkeit wird der Notwendigkeit von Policy Coherence gewidmet, die als entscheidend für die Kohärenz und Effektivität der Umsetzung der SDGs angesehen wird. Der Text analysiert auch die Herausforderungen, die mit der Umsetzung der Agenda verbunden sind, wie etwa die Notwendigkeit, unfaire Handelspraktiken und wirtschaftliche Ungleichheiten zu adressieren. Weiterhin wird die Rolle der Zivilgesellschaft und die Notwendigkeit einer radikalen und visionären Herangehensweise betont, um die Ziele der Agenda zu erreichen. Der Text bietet eine umfassende und kritische Perspektive auf die Herausforderungen und Lösungsansätze zur Umsetzung der 2030-Agenda und regt zum Nachdenken über die notwendigen Veränderungen in Politik und Wirtschaft an.
    5. Finanzwirtschaft am Kipp-Punkt? Neue Entwicklungen an der Schnittstelle von Klimakrise und Finanzwirtschaft

      Jörg Haas, Barbara Unmüßig
      Der Beitrag untersucht die zunehmende Bedeutung der Klimakrise für die Finanzwirtschaft und die Rolle von Finanzmarktakteuren wie BlackRock und Zentralbanken. Im Januar 2020 äußerte der US-Börsenguru Jim Cramer seine Skepsis gegenüber fossilen Energien, was als Indikator für eine wachsende Abkehr von fossilen Investments gewertet wird. BlackRock, der weltgrößte Vermögensverwalter, kündigte an, stärker auf Nachhaltigkeitskriterien zu achten. Die Task Force on Climate Related Financial Disclosure (TCFD) des Financial Stability Board (FSB) entwickelte Standards für die Offenlegung von Klimarisiken, die von über 900 Organisationen unterstützt werden. Die Carbon Tracker Initiative und die Divestmentkampagne von 350.org haben ebenfalls Einfluss auf die Abkehr von fossilen Investitionen. Der Beitrag analysiert, wie diese Entwicklungen die Finanzmärkte beeinflussen und welche politischen Maßnahmen notwendig sind, um die Finanzwirtschaft nachhaltiger zu gestalten. Dabei werden auch die Herausforderungen und Widerstände, insbesondere durch Regierungen und Banken, thematisiert.
    6. Suffizienz in der Konsumgesellschaft – Über die gesellschaftliche Organisation der Konsumreduktion

      Karl-Michael Brunner
      Das Kapitel untersucht die Bedeutung von Suffizienz in der Konsumgesellschaft und die Herausforderungen einer sozial-ökologischen Transformation. Es wird argumentiert, dass eine nachhaltige Reduktion des Konsums nicht nur individuelle Lebensstilentscheidungen erfordert, sondern auch eine gesellschaftliche Organisation des „Weniger“. Die Green Economy wird kritisch hinterfragt, da sie bisher wenig erfolgreich war, die notwendigen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Stattdessen wird die Notwendigkeit einer kollektiven Suffizienz betont, die durch politische und gesellschaftliche Maßnahmen unterstützt werden muss. Das Kapitel diskutiert auch die Rolle von Infrastrukturen und sozialen Praktiken im Kontext des nachhaltigen Konsums und zeigt auf, wie eine nachhaltigere Gesellschaft durch die Gestaltung sozial-ökologischer Infrastrukturen erreicht werden kann. Besonders interessant ist die Betonung der Notwendigkeit, soziale Ungleichheiten zu berücksichtigen und eine inklusive Suffizienzpolitik zu entwickeln.
  5. Empirische Studien und praxisnahe Beispiele

    1. Frontmatter

    2. Kann eine Transformation in Richtung mehr Nachhaltigkeit und weniger Wachstumszwänge gelingen? Einblicke aus dem Obervinschgau

      Susanne Elsen, Armin Bernhard
      Der Beitrag untersucht die Möglichkeit einer Transformation in Richtung mehr Nachhaltigkeit und weniger Wachstumszwänge. Basierend auf den Analysen von Dennis und Donella Meadows sowie weiteren Vordenkern wie Serge Latouche und Tim Jackson, wird die Notwendigkeit einer tief greifenden gesellschaftlichen Transformation hervorgehoben. Der Obervinschgau dient als beispielhaftes Modell, wie lokale Initiativen und Bürgergenossenschaften wie die Bürgergenossenschaft Obervinschgau nachhaltige Entwicklung vorantreiben können. Die Bürgergenossenschaft zeigt, wie durch die Bündelung lokaler Kräfte, die Aufhebung der Trennungslogik und die Gemeinschaftsnutzung von Ressourcen eine nachhaltige Region entwickelt werden kann. Diese Ansätze bieten konkrete Lösungen für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und machen die Transformation in Richtung Nachhaltigkeit greifbar.
    3. Unternehmen und ihre Rolle in der sozialökologischen Transformation: Zur Bedeutung von Verständnis, Bekenntnis und Strategie

      Daria Habicher
      Das Kapitel beleuchtet die zentrale Rolle von Unternehmen in der sozialökologischen Transformation und betont die Bedeutung von Verständnis, Bekenntnis und Strategie. Es wird argumentiert, dass Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU), aufgrund ihrer überschaubaren Größe und ihres starken lokalen Bezugs besonders geeignet sind, als Transformationsakteure zu agieren. Eine Befragung von KMU aus der Südtiroler Handwerksbranche zeigt, dass diese ein ausgeprägtes Verständnis von Nachhaltigkeit haben, sich jedoch oft zögerlich gegenüber nachhaltigem Wirtschaften verhalten. Die Befragungsergebnisse deuten darauf hin, dass KMU wachstumsindifferente Unternehmensstrategien bevorzugen und sich stärker auf soziale Aspekte der Nachhaltigkeit konzentrieren. Das Kapitel schließt mit Empfehlungen zur Stärkung von Transformationsprozessen durch Sensibilisierung, akteurs- und branchenübergreifendes Denken, alternative Strategien und gezielte Vorschriften und Gesetze.
    4. Gemeinwohl und Unternehmensdemokratie: Demokratische Unternehmensstrukturen in gemeinwohlbilanzierten KMU

      Daria Habicher, Elisa Innerhofer, Harald Pechlaner, Felix Windegger
      Das Kapitel beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Gemeinwohl und Unternehmensdemokratie in einer von sozialen und ökonomischen Ungleichheiten geprägten Welt. Es untersucht die theoretischen Grundlagen und aktuellen Diskussionen rund um das Gemeinwohl und die Kritik an marktwirtschaftlichen Ordnungen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Gemeinwohlökonomie, die als Alternative zu traditionellen Wirtschaftsmodellen gilt. Eine empirische Studie mit sechs gemeinwohlbilanzierten KMU in Südtirol zeigt, dass diese Unternehmen zwar flache Hierarchien und regen Austausch pflegen, aber oft Schwierigkeiten haben, demokratische Prinzipien vollständig umzusetzen. Die Herausforderungen reichen von Zeitmangel über unterschiedliche Mitarbeiterbedürfnisse bis hin zu Transparenzfragen. Die Studie verdeutlicht die Spannung zwischen demokratischen Idealen und betrieblicher Realität, was die Notwendigkeit weiterer Forschung und Praxisbeispiele unterstreicht.
    5. Wirtschaft gemeinsam gestalten

      Bianca Elzenbaumer
      Das Kapitel beschäftigt sich mit der partizipativen Designforschung zur Gestaltung gemeinschaftlicher Wirtschaftsformen. Es stellt die Theorien von J.K. Gibson-Graham vor, die Wirtschaft als eine Vielfalt von Aktivitäten und Beziehungen begreift, die weit über kapitalistisches Wirtschaften hinausgehen. Die Autorin erforscht, wie diese Theorien in der Praxis angewendet werden können, um nachhaltige und gerechte Wirtschaftsformen zu entwickeln. Ein zentrales Beispiel ist das Alpine Labor für Gemeinschaftsökonomien in der Vallagarina, das durch partizipative Methoden und praktische Projekte wie Comunità Frizzante zeigt, wie Wirtschaft gemeinsam und nach gerechten Prinzipien gestaltet werden kann. Die Autorin betont die Bedeutung von Vorstellungskraft, Kreativität und Experimentierfreude, um neue Lebens- und Wirtschaftsweisen zu entwickeln, die ein gutes Leben für alle ermöglichen. Besonders hervorgehoben wird die Notwendigkeit, Wirtschaft gemeinschaftlich zu gestalten, um soziale und ökologische Herausforderungen zu bewältigen und eine nachhaltige Zukunft zu schaffen.
Titel
Transformation und Wachstum
Herausgegeben von
Prof. Dr. Harald Pechlaner
Daria Habicher
Dr. Elisa Innerhofer
Copyright-Jahr
2021
Electronic ISBN
978-3-658-32809-2
Print ISBN
978-3-658-32808-5
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-32809-2

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    Bildnachweise
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