Transformation und Wachstum
Alternative Formen des Zusammenspiels von Wirtschaft und Gesellschaft
- 2021
- Buch
- Herausgegeben von
- Prof. Dr. Harald Pechlaner
- Daria Habicher
- Dr. Elisa Innerhofer
- Verlag
- Springer Fachmedien Wiesbaden
Über dieses Buch
Die Herausgeber wollen mit diesem Band ein Neu-Denken von auf Wachstum basierenden Wirtschaftsformen und damit einhergehenden Gesellschaftsformen anregen, mögliche Alternativen zum vorherrschenden Wachstumsdenken aufzeigen und neue Formen der Organisation von Wirtschaft und Gesellschaft zur Diskussion stellen. Der Herausgeberband widmet sich ausgewählten Themen und Aspekten der aktuellen Wachstums- und Transformationsdebatte. Die Beiträge legen den Schwerpunkt auf wissenschaftliche Aspekte, präsentieren empirische Ergebnisse oder führen die Wachstumsdiskussion anhand von konkreten Praxisbeispielen.
Inhaltsverzeichnis
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Frontmatter
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Einführung
Harald Pechlaner, Elisa Innerhofer, Daria HabicherDer Fachbeitrag beleuchtet die Debatte um Wachstum und Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft, ausgehend von einer Fachtagung im Jahr 2019. Er diskutiert alternative wirtschaftliche und gesellschaftliche Organisationsformen, wie die Gemeinwohlökonomie und Postwachstumsökonomie, und deren Praxisrelevanz. Besondere Aufmerksamkeit wird der Coronakrise geschenkt, die als Katalysator für tiefgreifende Veränderungen in der Gesellschaft und Wirtschaft dient. Der Beitrag untersucht, wie die Krise die Diskussion um nachhaltige Entwicklung und alternative Wirtschaftsmodelle beeinflusst und welche Chancen und Herausforderungen sich daraus ergeben. Durch die Einbindung von Experten aus verschiedenen Disziplinen bietet der Text eine umfassende und differenzierte Perspektive auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen der Gesellschaft.KI-Generiert
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ZusammenfassungDer vorliegende Band ist das Ergebnis einer von den Herausgebern und dem Team am Eurac-Center for Advanced Studies im Jahr 2019 organisierten Fachtagung. -
Zur Wachstumsdiskussion – Diskurse über Wachstum, Wohlstand, Nachhaltigkeit
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Frontmatter
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Transformation und Wohlfahrt: Die Ordnung von Demokratie und Marktwirtschaft
Henning VöpelDas Kapitel beleuchtet die tiefgreifenden Veränderungen, die durch den Klimawandel, die Digitalisierung und die Globalisierung ausgelöst werden, und deren Auswirkungen auf Demokratie und Marktwirtschaft. Es untersucht, wie diese Disruptionen fundamentale Ordnungsfragen aufwerfen und bestehende Ordnungen infrage stellen. Besondere Aufmerksamkeit wird den Paradigmenwechseln und den notwendigen Anpassungen in den Ordnungen und Ordnungslogiken geschenkt, um die Unordnung und institutionellen Widersprüche zu überwinden. Das Kapitel diskutiert auch die Rolle von Demokratie und Marktwirtschaft in einer globalisierten Welt und die Herausforderungen, die durch Autoritarismus und Re-Nationalisierung entstehen. Es schließt mit der Betrachtung der Notwendigkeit eines neuen Gesellschafts- und Generationenvertrags, der die veränderten Rahmenbedingungen berücksichtigt und die Legitimation von Ordnungen sicherstellt.KI-Generiert
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ZusammenfassungHistorische Transformationsprozesse stehen bevor. Vor allem der Klimawandel, die Digitalisierung und die Globalisierung stellen Wirtschaft und Gesellschaft vor tief greifende, geradezu disruptive Veränderungen. Das Zusammenspiel von Demokratie und Marktwirtschaft bestimmt die Richtung von Wandel und Wachstum. -
Wachstumswende – eine zwingende Notwendigkeit
Werner MittelstaedtDas Kapitel thematisiert die dringende Notwendigkeit einer Wachstumswende von quantitativem zu qualitativem Wachstum, um die Nachhaltigkeit und globale Entwicklung zu sichern. Es analysiert die negativen Auswirkungen des quantitativen Wachstums auf die Umwelt und die Biosphäre, insbesondere durch Ressourcenverbrauch, Klimawandel und Artensterben. Die Vereinten Nationen haben 2015 die 'Sustainable Development Goals' (SDGs) beschlossen, die jedoch hauptsächlich durch quantitatives Wachstum vorangetrieben werden. Der Text diskutiert die Notwendigkeit eines qualitativen Wachstums, um diese Ziele zu erreichen, und stellt die Vision eines Nachhaltigkeits-Kondratjew-Zyklus vor, der die Weltgesellschaft in eine nachhaltige Zukunft führen soll. Zudem werden sechs Krisen- und Problemkomplexe identifiziert, die dringend entschärft werden müssen, um die Zukunftsfähigkeit der Weltgesellschaft zu sichern. Schließlich wird die Coronavirus-Pandemie als mögliche Zäsur für das bestehende Fortschrittsmuster und das quantitative sozioökonomische Wachstum betrachtet.KI-Generiert
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ZusammenfassungWas ist quantitatives Wachstum und warum ist es dabei, die Zukunft der globalen Zivilisation zu gefährden? Welche Wertorientierungen sowie Denk- und Handlungsmuster bedingen das stetige Streben nach quantitativem Wachstum? Was ist qualitatives Wachstum? Des Weiteren wird erörtert, dass wir ein global wirksames sozioökonomisches qualitatives Wachstum benötigen, um die dringend notwendige Nachhaltigkeit und die nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. Dafür wird eine grobe Skizze über einen Nachhaltigkeits-Kondratjew-Zyklus zur Diskussion gestellt, der die Zukunft prägen sollte. Er würde die dringend notwendige Wachstumswende und damit den Weg für mehr reale Nachhaltigkeit und für die globale nachhaltige Entwicklung einleiten. Am Ende wird kurz auf die Coronavirus-Pandemie im Kontext des dominierenden Fortschrittsmusters eingegangen. -
Jenseits von A-Growth: Nachhaltige Ökonomien ohne Wachstum
Steffen LangeDas Kapitel befasst sich mit der Frage, wie eine nachhaltige Wirtschaft ohne Wirtschaftswachstum auf der makroökonomischen Ebene gestaltet werden kann. Es geht über die Debatte hinaus, ob Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit miteinander vereinbar sind, und untersucht stattdessen die Bedingungen für eine nachhaltige Ökonomie ohne Wachstum. Dazu werden neoklassische, post-keynesianische und neo-marxianische Theorien herangezogen, um die notwendigen Anpassungen und Strategien zu identifizieren. Neoklassische Theorien betonen den technologischen Wandel und die Rolle der Arbeitsproduktivität, während neo-marxianische Ansätze die Kapitalakkumulation und die Dynamik zwischen Privateigentum und Wettbewerb in den Fokus nehmen. Post-keynesianische Theorien hingegen betonen die Rolle der Nachfrage und die Notwendigkeit, die Arbeitsproduktivität durch Arbeitszeitverkürzungen auszugleichen. Die Analyse zeigt, dass strenge Umweltregulierungen notwendig sind, um eine nachhaltige Wirtschaft ohne Wachstum zu erreichen, aber dass zusätzliche Maßnahmen wie negative Skaleneffekte und kollektives Firmeneigentum erforderlich sind, um wirtschaftliche Instabilitäten zu vermeiden. Die Erkenntnisse des Kapitels bieten wertvolle Einblicke in die Herausforderungen und Möglichkeiten einer nachhaltigen Wirtschaft ohne Wachstum und regen zur weiteren Diskussion und Forschung in diesem Bereich an.KI-Generiert
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ZusammenfassungDie Debatte über die Beziehung zwischen Wirtschaftswachstum und Umwelt hat eine lange und kontroverse Geschichte. Der folgende Beitrag versucht auf die Frage, wie eine nachhaltige Wirtschaft ohne Wachstum aussehen könnte, eine Antwort zu geben. -
The Grounds of Frugality: Policy Instruments, Limits to Technology and Growth, and the Difficult Role of the “Good Life”
Felix Ekardt, Jutta WiedingDer Beitrag untersucht die Notwendigkeit und Herausforderungen der Frugalität im Kontext der Klimapolitik und des Wirtschaftswachstums. Er beginnt mit der Frage, ob Frugalität wirklich notwendig ist, um ökologische Ziele zu erreichen, und wie sie mit dem Streben nach Glück und einem post-wachstumsorientierten Gesellschaft vereinbar ist. Besonders hervorgehoben wird die Rolle der Technologie und deren Grenzen bei der Lösung von Umweltproblemen wie dem Klimawandel. Der Beitrag analysiert, warum rein technische Lösungen möglicherweise nicht ausreichen und warum behaviorale Veränderungen, wie sie durch Frugalität gefördert werden, notwendig sein könnten. Weiterhin wird die soziale und psychologische Dynamik untersucht, die das Verhalten von Individuen und Gesellschaften beeinflusst, und warum es so schwierig ist, nachhaltige Verhaltensweisen zu fördern. Der Beitrag schließt mit einer Diskussion über mögliche politische Instrumente, die eingesetzt werden könnten, um Frugalität zu fördern, und wie diese mit den bestehenden wirtschaftlichen und sozialen Strukturen vereinbar sind.KI-Generiert
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AbstractThis contribution analyzes the idea of frugality, which has increasingly been discussed lately. In short, frugality describes the idea of a simple life. It stands for a sustainability strategy and a vision for the future—a vision achieved through changing behavior (instead of only technology). The mainstream sustainability discourse is confronted with the question whether sustainability can be achieved by only (!) using technology. In view of interdisciplinary controversies on the empirical factors for change in societies, the next step is to ask why attempts to trigger substantial behavioral change have not been fruitful yet. Also, we will analyze in detail whether frugality is promising increased human happiness (as assumed by many). For this, we will draw from happiness and cooperation research. This question is relevant in light of the fact that frugality might (unintentionally) lead to an end of the growth-driven society as overarching development model of Western industrialized states. This would trigger immense follow-up questions for several subsystems of society. Yet, the question of the degree to which the debate on frugality must be critical with regard to capitalism is rather complex. Furthermore, we will discuss whether generally defining “the right degree”, and therefore what a “good life” entails, should be subject to state law in a post-enlightenment era. Finally, this contribution will look at the effectiveness of policy instruments.
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Wege der Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft
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Politische Postwachstumsökonomie – Wirtschaften und Leben jenseits des Wachstumszwangs
André ReichelDas Kapitel 'Politische Postwachstumsökonomie – Wirtschaften und Leben jenseits des Wachstumszwangs' untersucht die Ursachen und Konsequenzen des Wachstumszwangs in der modernen Gesellschaft. Es beginnt mit einer kritischen Betrachtung der Wachstumsvorstellungen in den Wirtschaftswissenschaften und zeigt auf, wie Wachstum als kulturell dominante Vorstellung entstanden ist. Die Analyse umfasst auch die historische Entwicklung des Wachstums und dessen Auswirkungen auf die Umwelt, insbesondere den Klimawandel. Das Kapitel hebt hervor, dass Wachstumskrisen Systemkrisen sind und dass alternative Wirtschaftsmodelle wie die Postwachstumsökonomie dringend benötigt werden. Es werden verschiedene Perspektiven und Maßnahmen für eine postwachstumsorientierte Politik, Unternehmen und Gesellschaft vorgestellt, die auf Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit abzielen. Besonders interessant sind die Vorschläge zur Förderung nicht-marktlicher Bereiche sozialen Austauschs und zur Etablierung einer ökologisch-sozialen Steuerreform. Das Kapitel schließt mit einem Ausblick auf die Möglichkeiten und Herausforderungen einer politischen Postwachstumsökonomie und betont die Notwendigkeit politischer Opportunitäten für deren Umsetzung.KI-Generiert
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ZusammenfassungMit diesem Beitrag soll zunächst die politische Ökonomie des Wachstums dekonstruiert und ihre Krisenhaftigkeit im Ökologischen wie Ökonomischen reflektiert werden. Im Weiteren geht es aber vor allem um das Aufzeigen von Alternativen, nämlich der Entwicklung von Eckpfeilern einer politischen Postwachstumsökonomie für eine Wirtschaft und Gesellschaft jenseits des Wachstumszwangs. -
Das Vorsorgeprinzip Revisited – Ansätze einer Umweltethik für das 21. Jahrhundert
Michael de RachewiltzDas Vorsorgeprinzip wird als zentrales ethisches und politisches Prinzip zur Bewältigung umweltbedingter Risiken im 21. Jahrhundert untersucht. Der Beitrag beleuchtet die vielfältigen Herausforderungen wie Klimawandel, Artensterben und Umweltverschmutzung und diskutiert die Notwendigkeit und die Herausforderungen bei der Anwendung des Vorsorgeprinzips. Besonders hervorgehoben wird die Bedeutung des Vorsorgeprinzips im Kontext des menschlichen Einflusses auf die Natur und die Unsicherheiten, die mit der Vorhersage und Bewertung von Risiken verbunden sind. Kritisch wird auch die selektive Anwendung des Prinzips und die damit verbundenen Risiken und Nebenwirkungen beleuchtet. Der Beitrag schließt mit einem Plädoyer für eine sorgfältige und verantwortungsvolle Anwendung des Vorsorgeprinzips, um die zukünftigen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu meistern.KI-Generiert
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ZusammenfassungIm Grunde ist alles gesagt und wir drehen uns im Kreis: die Natur in all ihren Facetten verschwindet rasend schnell, die Herausforderungen durch den Klimawandel, steigende Meeresspiegel, die Zerstörung von Lebensraum, das Artensterben, Vergiftungen durch Plastik und Pestizide, den Ressourcenverbrauch sowie Luft- und Wasserverschmutzung stellen eine ernsthafte Bedrohung für die menschliche Zivilisation und viele andere Lebewesen auf diesem Planeten dar und verlangen nach einer radikalen Änderung unserer bisherigen Lebensweise. All diese Herausforderungen sind vor allem auf den Faktor Mensch zurückzuführen: zwar verändern Menschen bereits seit langem die Natur (etwa durch Jagd und Landwirtschaft und etwas weniger lang durch Bautätigkeiten, Handel, Bergbau und Reisen), aber wir können inzwischen nicht länger annehmen, dass die Natur ein unveränderbares und selbstverständliches Fundament unserer Existenz darstellt. -
Environmental and Social Justice: Key for 2030 Agenda Implementation
Leida RijnhoutDer Fachtext behandelt die zentrale Rolle von Umwelt- und Sozialgerechtigkeit für die erfolgreiche Umsetzung der 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung. Im September 2015 verabschiedete die Vereinten Nationen die Agenda 2030 mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs), die als umfassender und partizipativer Ansatz zur Förderung von Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit gelten. Der Text hebt hervor, dass die SDGs nicht nur als Fortsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele (MDG) verstanden werden sollten, sondern als eigenständiges Konzept, das universelle Anwendung und tiefgreifende politische Veränderungen erfordert. Besondere Aufmerksamkeit wird der Notwendigkeit von Policy Coherence gewidmet, die als entscheidend für die Kohärenz und Effektivität der Umsetzung der SDGs angesehen wird. Der Text analysiert auch die Herausforderungen, die mit der Umsetzung der Agenda verbunden sind, wie etwa die Notwendigkeit, unfaire Handelspraktiken und wirtschaftliche Ungleichheiten zu adressieren. Weiterhin wird die Rolle der Zivilgesellschaft und die Notwendigkeit einer radikalen und visionären Herangehensweise betont, um die Ziele der Agenda zu erreichen. Der Text bietet eine umfassende und kritische Perspektive auf die Herausforderungen und Lösungsansätze zur Umsetzung der 2030-Agenda und regt zum Nachdenken über die notwendigen Veränderungen in Politik und Wirtschaft an.KI-Generiert
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AbstractIn September 2015, the United Nations adopted Agenda 2030 for Sustainable Development, with the Sustainable Development Goals (SDGs) (United Nations, 2015) as its centrepiece. This agenda came out as the global political consensus, after months of intensive negotiations with governments, the nine Major Groups (Those are: Non-Governmental Organisations, Children and Youth, Women, Farmers, Business and Industry, Trade Unions and Workers, Local Authorities, Science and Technology, Indigenous Peoples.) and other experts. Although there are many things to say about the 2030 Agenda, the international reaction is overwhelmingly optimistic. -
Finanzwirtschaft am Kipp-Punkt? Neue Entwicklungen an der Schnittstelle von Klimakrise und Finanzwirtschaft
Jörg Haas, Barbara UnmüßigDer Beitrag untersucht die zunehmende Bedeutung der Klimakrise für die Finanzwirtschaft und die Rolle von Finanzmarktakteuren wie BlackRock und Zentralbanken. Im Januar 2020 äußerte der US-Börsenguru Jim Cramer seine Skepsis gegenüber fossilen Energien, was als Indikator für eine wachsende Abkehr von fossilen Investments gewertet wird. BlackRock, der weltgrößte Vermögensverwalter, kündigte an, stärker auf Nachhaltigkeitskriterien zu achten. Die Task Force on Climate Related Financial Disclosure (TCFD) des Financial Stability Board (FSB) entwickelte Standards für die Offenlegung von Klimarisiken, die von über 900 Organisationen unterstützt werden. Die Carbon Tracker Initiative und die Divestmentkampagne von 350.org haben ebenfalls Einfluss auf die Abkehr von fossilen Investitionen. Der Beitrag analysiert, wie diese Entwicklungen die Finanzmärkte beeinflussen und welche politischen Maßnahmen notwendig sind, um die Finanzwirtschaft nachhaltiger zu gestalten. Dabei werden auch die Herausforderungen und Widerstände, insbesondere durch Regierungen und Banken, thematisiert.KI-Generiert
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ZusammenfassungDer vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit diversen Fragen an der Schnittstelle von Klimakrise und Finanzwirtschaft: Erleben wir gerade einen Kipp-Punkt in der Beziehung zwischen Finanzwelt und fossiler Wirtschaft? Wendet sich der Herdentrieb der Finanzmärkte gegen die fossilen Energien? Ist das doch nur Greenwashing? Kann die Finanzwirtschaft zu einem zentralen Hebel werden, um den Klimakollaps doch noch aufzuhalten? Und falls ja: Wie muss die Politik diesen Prozess begleiten und steuern, damit sich die erhoffte Hebelwirkung entfalten kann? -
Suffizienz in der Konsumgesellschaft – Über die gesellschaftliche Organisation der Konsumreduktion
Karl-Michael BrunnerDas Kapitel untersucht die Bedeutung von Suffizienz in der Konsumgesellschaft und die Herausforderungen einer sozial-ökologischen Transformation. Es wird argumentiert, dass eine nachhaltige Reduktion des Konsums nicht nur individuelle Lebensstilentscheidungen erfordert, sondern auch eine gesellschaftliche Organisation des „Weniger“. Die Green Economy wird kritisch hinterfragt, da sie bisher wenig erfolgreich war, die notwendigen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Stattdessen wird die Notwendigkeit einer kollektiven Suffizienz betont, die durch politische und gesellschaftliche Maßnahmen unterstützt werden muss. Das Kapitel diskutiert auch die Rolle von Infrastrukturen und sozialen Praktiken im Kontext des nachhaltigen Konsums und zeigt auf, wie eine nachhaltigere Gesellschaft durch die Gestaltung sozial-ökologischer Infrastrukturen erreicht werden kann. Besonders interessant ist die Betonung der Notwendigkeit, soziale Ungleichheiten zu berücksichtigen und eine inklusive Suffizienzpolitik zu entwickeln.KI-Generiert
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ZusammenfassungIm vorliegenden Beitrag wird Wachstum und Nachhaltigkeit aus Konsumperspektive thematisiert. Dabei wird auf die zentrale Rolle von Konsum für das Leben in Gegenwartsgesellschaften eingegangen und die Ambivalenz von Konsumprozessen herausgearbeitet. Unter der Perspektive einer sozial-ökologischen Transformation werden in der Folge die bisherigen gesellschaftlichen Bestrebungen um nachhaltigen Konsum diskutiert und es wird gezeigt, dass das hegemoniale Konzept einer Green Economy gemessen an internationalen Zielen und Vereinbarungen bisher nicht sehr erfolgreich war. Eine grundlegende sozial-ökologische Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft wird ohne eine gesellschaftliche Organisation des „Weniger“, der Suffizienz, nicht möglich sein. Unter Berücksichtigung inter- und intragenerationaler Gerechtigkeitsnormen wird dafür plädiert, Suffizienz (im Konsum) nicht nur als individuelle Lebensstilentscheidung zu thematisieren, sondern vor allem kollektive Suffizienz in den Blick zu nehmen und deren gesellschaftliche Gestaltung hervorzuheben.
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Empirische Studien und praxisnahe Beispiele
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Kann eine Transformation in Richtung mehr Nachhaltigkeit und weniger Wachstumszwänge gelingen? Einblicke aus dem Obervinschgau
Susanne Elsen, Armin BernhardDer Beitrag untersucht die Möglichkeit einer Transformation in Richtung mehr Nachhaltigkeit und weniger Wachstumszwänge. Basierend auf den Analysen von Dennis und Donella Meadows sowie weiteren Vordenkern wie Serge Latouche und Tim Jackson, wird die Notwendigkeit einer tief greifenden gesellschaftlichen Transformation hervorgehoben. Der Obervinschgau dient als beispielhaftes Modell, wie lokale Initiativen und Bürgergenossenschaften wie die Bürgergenossenschaft Obervinschgau nachhaltige Entwicklung vorantreiben können. Die Bürgergenossenschaft zeigt, wie durch die Bündelung lokaler Kräfte, die Aufhebung der Trennungslogik und die Gemeinschaftsnutzung von Ressourcen eine nachhaltige Region entwickelt werden kann. Diese Ansätze bieten konkrete Lösungen für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und machen die Transformation in Richtung Nachhaltigkeit greifbar.KI-Generiert
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ZusammenfassungDiese Frage ist mit „ja, aber…“ zu beantworten. Es gibt zwar keine einfachen Antworten auf hoch komplexe Fragen, aber eine Vielzahl kleiner, synergetischer Schritte machen eine Transformation in diese Richtung möglich. Klar ist, dass eine tief greifende gesellschaftliche Transformation und eine Abkehr vom Wachstumsparadigma zu den wichtigsten Aufgaben der ersten Jahrzehnte des 21. -
Unternehmen und ihre Rolle in der sozialökologischen Transformation: Zur Bedeutung von Verständnis, Bekenntnis und Strategie
Daria HabicherDas Kapitel beleuchtet die zentrale Rolle von Unternehmen in der sozialökologischen Transformation und betont die Bedeutung von Verständnis, Bekenntnis und Strategie. Es wird argumentiert, dass Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU), aufgrund ihrer überschaubaren Größe und ihres starken lokalen Bezugs besonders geeignet sind, als Transformationsakteure zu agieren. Eine Befragung von KMU aus der Südtiroler Handwerksbranche zeigt, dass diese ein ausgeprägtes Verständnis von Nachhaltigkeit haben, sich jedoch oft zögerlich gegenüber nachhaltigem Wirtschaften verhalten. Die Befragungsergebnisse deuten darauf hin, dass KMU wachstumsindifferente Unternehmensstrategien bevorzugen und sich stärker auf soziale Aspekte der Nachhaltigkeit konzentrieren. Das Kapitel schließt mit Empfehlungen zur Stärkung von Transformationsprozessen durch Sensibilisierung, akteurs- und branchenübergreifendes Denken, alternative Strategien und gezielte Vorschriften und Gesetze.KI-Generiert
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ZusammenfassungBestehende ökologische und sozioökonomische Herausforderungen erfordern eine gesellschaftliche Transformation in Richtung mehr Nachhaltigkeit. Dabei bilden Unternehmen eine potenzielle Akteursgruppe, um Transformationsprozesse anzustoßen oder zu verstärken. Grundvoraussetzungen dafür sind Offenheit zur Reflexion, ein Verständnis für komplexe, interdependente Herausforderungen und schließlich die Bekenntnis, einen Beitrag zur Veränderung leisten zu wollen. Erst in einem zweiten Schritt stellt sich die Frage nach möglichen Strategien und Aktionen. Welches Potenzial bergen Kleinstbetriebe, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) als Transformationsakteure? Welches Verständnis von Nachhaltigkeit und Wachstum haben sie und inwiefern bekennen sie sich dazu? Worin bestehen konkrete Unternehmensstrategien im Sinne einer sozialökologischen Transformation? Diese Fragen wurden im Rahmen einer explorativen Befragung von 71 KMU aus der Südtiroler Handwerksbranche behandelt. Die Ergebnisse zeigen, dass diese KMU Transformationspotenzial in sich tragen: Nachhaltigkeit wird als relevant empfunden, Wachstum spielt eine eher untergeordnete Rolle und Strategien der nachhaltigen Unternehmensführung werden in Ansätzen bereits verfolgt. -
Gemeinwohl und Unternehmensdemokratie: Demokratische Unternehmensstrukturen in gemeinwohlbilanzierten KMU
Daria Habicher, Elisa Innerhofer, Harald Pechlaner, Felix WindeggerDas Kapitel beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Gemeinwohl und Unternehmensdemokratie in einer von sozialen und ökonomischen Ungleichheiten geprägten Welt. Es untersucht die theoretischen Grundlagen und aktuellen Diskussionen rund um das Gemeinwohl und die Kritik an marktwirtschaftlichen Ordnungen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Gemeinwohlökonomie, die als Alternative zu traditionellen Wirtschaftsmodellen gilt. Eine empirische Studie mit sechs gemeinwohlbilanzierten KMU in Südtirol zeigt, dass diese Unternehmen zwar flache Hierarchien und regen Austausch pflegen, aber oft Schwierigkeiten haben, demokratische Prinzipien vollständig umzusetzen. Die Herausforderungen reichen von Zeitmangel über unterschiedliche Mitarbeiterbedürfnisse bis hin zu Transparenzfragen. Die Studie verdeutlicht die Spannung zwischen demokratischen Idealen und betrieblicher Realität, was die Notwendigkeit weiterer Forschung und Praxisbeispiele unterstreicht.KI-Generiert
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ZusammenfassungDie Gemeinwohlökonomie liefert einen konkreten Ansatz für ein auf Kooperation und Gemeinwohl (statt Konkurrenz und Eigennutzen) ausgerichtetes Wirtschaftsmodell. In Bezug auf eine sozial und ökologisch nachhaltige Umgestaltung der Wirtschaft nehmen gemeinwohlorientierte Unternehmen eine Vorreiterrolle ein. Inwiefern sich diese in der eigenen Unternehmensorganisation in Form demokratischer Strukturen widerspiegelt, ist jedoch unklar. Um einen Beitrag zur Schließung dieser Lücke zu leisten wurde eine qualitative Befragung von sechs gemeinwohlbilanzierten, Kleinstunternehmen, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) durchgeführt. Ziel der explorativen Studie war es zu untersuchen, inwiefern sich gemeinwohlbilanzierte Unternehmen mit Aspekten und Mechanismen demokratischer Teilhabe auseinandersetzen und sich diese in ihren Unternehmensstrukturen niederschlagen. -
Wirtschaft gemeinsam gestalten
Bianca ElzenbaumerDas Kapitel beschäftigt sich mit der partizipativen Designforschung zur Gestaltung gemeinschaftlicher Wirtschaftsformen. Es stellt die Theorien von J.K. Gibson-Graham vor, die Wirtschaft als eine Vielfalt von Aktivitäten und Beziehungen begreift, die weit über kapitalistisches Wirtschaften hinausgehen. Die Autorin erforscht, wie diese Theorien in der Praxis angewendet werden können, um nachhaltige und gerechte Wirtschaftsformen zu entwickeln. Ein zentrales Beispiel ist das Alpine Labor für Gemeinschaftsökonomien in der Vallagarina, das durch partizipative Methoden und praktische Projekte wie Comunità Frizzante zeigt, wie Wirtschaft gemeinsam und nach gerechten Prinzipien gestaltet werden kann. Die Autorin betont die Bedeutung von Vorstellungskraft, Kreativität und Experimentierfreude, um neue Lebens- und Wirtschaftsweisen zu entwickeln, die ein gutes Leben für alle ermöglichen. Besonders hervorgehoben wird die Notwendigkeit, Wirtschaft gemeinschaftlich zu gestalten, um soziale und ökologische Herausforderungen zu bewältigen und eine nachhaltige Zukunft zu schaffen.KI-Generiert
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ZusammenfassungWirtschaft. Ein großes Konzept. Ein Konzept, das anscheinend die Welt regiert und in der Praxis wachstumshungrig ist.
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- Titel
- Transformation und Wachstum
- Herausgegeben von
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Prof. Dr. Harald Pechlaner
Daria Habicher
Dr. Elisa Innerhofer
- Copyright-Jahr
- 2021
- Electronic ISBN
- 978-3-658-32809-2
- Print ISBN
- 978-3-658-32808-5
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-658-32809-2
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