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07.08.2019 | Transformation | Infografik | Onlineartikel

Banken brauchen Digitalstrategien für mehr Ertrag

Autor:
Angelika Breinich-Schilly

Vorstände und Top-Entscheider in Bankhäusern Deutschlands und Österreichs sehen im Geschäft mit Firmenkunden die wichtigste Ertragsquelle, so eine aktuelle Umfrage. Um diese auszuschöpfen, braucht es aber die passende Strategie. 

Wie das Beratungshaus Emotion Banking in einer aktuellen Blitzumfrage herausgefunden hat, sind 45 Prozent der Banken in Deutschland, Österreich und Norditalien auf der Suche nach einer neuen strategischen Ausrichtung. Dabei hat die Digitalisierung in den Häusern oberste Priorität. Mit Hilfe der digitalen Transformationen wollen 

  • 73 Prozent die Datenanalyse verbessern,
  • 72 Prozent für eine Customer Journey in allen Kanälen sorgen, 
  • 69 Prozent die Durchlässigkeit zwischen den Vertriebskanälen optimieren, 
  • 43 Prozent neue Kompetenzen in zukunftsweisenden Bereichen aufbauen und 
  • 41 Prozent ihren Auftritt in den sozialen Medien erweitern. 

Für ihre Erhebung hat das Beratungsunternehmen die Aussagen von rund 130 Vorständen und Führungskräften in Banken in Österreich, Deutschland und Südtirol in einer Online-Umfrage im Mai gesammelt und ausgewertet. 

Digitalisierung ist die größte Herausforderung

Demnach sehen die Teilnehmer in der Digitalisierung zugleich eine Chance als auch die größte Herausforderung der Branche. Für fast 91 Prozent der Banken ist es daher besonders wichtig, ihre Mitarbeiter fit für die digitale Transformation zu machen und diese entsprechend weiterzubilden. Auf Platz zwei und drei der aktuellen Herausforderungen folgen die Regulatorik sowie das anhaltend niedrige Zinsniveau. Beide Aspekte werden zugleich auch als derzeit größte Risikofaktoren für Geldhäuser wahrgenommen. 

Die besten Wachstumstreiber liegen laut Studie im Firmenkundengeschäft, in der Wohnbaufinanzierung sowie im Wertpapiergeschäft. Um künftig in diesen Bereichen mehr Ertrag zu realisieren, wollen 

  • 69 Prozent ein neues Führungsverständnis in ihrem Haus etablieren, 
  • 66 Prozent ihre Unternehmenskultur in Richtung Kundenzentrierung verschieben, 
  • 59 Prozent ihre Service-Qualität verbessern, 
  • 58 Prozent  das Filial- und Geschäftsstellennetz optimieren, 
  • 51 Prozent an der Produktvielfalt arbeiten, 
  • 47 Prozent eine neues Vertriebssteuerungssystem verankern und 
  • 43 Prozent differenzierte und dynamische Preisstrategien entwickeln. 

Beratung verbessern und Kunden digital abholen

Interessant ist, dass zwar mehr als drei Viertel der befragten Institute in den kommenden ein bis zwei Jahren "intensiv" an seiner Beratungsqualität arbeiten wollen, aber nur acht Prozent zählen diese Aufgabe zu den wichtigsten drei Zielen ihres Hauses. Als wichtigste Maßnahmen für eine bessere Beratung geben 95 Prozent der Befragten an, mittelfristig an der individuellen Ansprache ihrer Kunden und der digitalen Kommunikation arbeiten zu wollen. 81 Prozent wünschen sich hierzu mehr Informationen über die digitale Kompetenz auf Kundenseite und deren Wünschen an das digitale Angebot der Bank. Immerhin 73 Prozent planen, dafür ihre Datenanalytik zu verbessern. 

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