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07.06.2021 | Transformation | Infografik | Onlineartikel

Corona lehrt Manager die Digitalisierung

Autor:
Andrea Amerland
2 Min. Lesedauer

Die digitale Transformation in deutschen Unternehmen scheiterte bislang nicht selten an deren Unternehmensspitze. Doch Manager haben durch die Corona-Krise in Sachen Digitalisierung viel gelernt, zeigt eine Umfrage.

Die Corona-Pandemie rüttelt offenbar auch den letzten Digitalisierungsmuffel in Führungsetagen deutscher Unternehmen wach. Das zeigt eine Umfrage von Bitkom Research unter rund 500 Geschäftsführern, Vorständen und Digitalisierungsverantwortlichen in Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten. Demnach haben acht von zehn Managern durch Corona neue Tools und Technologien ausprobiert (82 Prozent) und dabei große Lerneffekte in Hinblick auf die digitale Transformation (80 Prozent) erzielt. 

82 Prozent geben zu, dass die Pandemie dafür gesorgt hat, Bedenken und Vorurteile rund um die Digitalisierung bei ihnen zu beseitigen. "In der Corona-Pandemie wurden Unternehmen gezwungen, Homeoffice einzuführen und Prozesse zu digitalisieren – und sehr viele haben dabei bemerkt, dass dies nicht nur eine Notoperation ist, sondern grundsätzliche Vorteile bringt", kommentiert Bitkom-Präsident Achim Berg die Umfrageergebnisse. 

Manager in KMU fühlen sich bei digitalen Themen überfordert

Aber obwohl Unternehmen ihre Prozesse und Geschäftsmodelle stärker digitalisiert haben, ist noch längst nicht alles eitel Sonnenschein. So räumt fast jeder zweite befragte Manager (47 Prozent) ein, sich mitunter bei digitalen Themen überfordert zu fühlen, bei denen ihnen das Know-how fehlt. In kleineren Unternehmen mit 20 bis 99 Beschäftigten trifft das sogar auf 50 Prozent der befragten Führungskräfte zu. 

Je größer ein Unternehmen, umso ausgeprägter ist allerdings auch die digitale Kompetenz der Führungsebene. So beklagen in Unternehmen mit 100 bis 499 Beschäftigten lediglich 38 Prozent, bei Digitalisierungsthemen nicht mithalten zu können. In Großunternehmen ab 500 Beschäftigten sind es sogar nur noch 29 Prozent der Manager, die sich durch Transformationsfragen überfordert fühlen.

Mittelständische Führungskräfte wünschen sich analogere Arbeitsweisen

Allerdings gibt es laut Studie auch einen Wermutstropfen: Fast jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) möchte nach der Corona-Krise wieder weniger digital arbeiten, wenn es nach der Geschäftsführung geht. Dabei ist das Risiko, wieder in alte analoge Muster zu verfallen, in kleineren Unternehmen größer. So träumen 21 Prozent der Manager in Firmen mit 20 bis 99 Beschäftigten davon, wieder so zu arbeiten wie in der guten alten Zeit vor der Pandemie, in Organisationen mit 100 bis 499 Beschäftigten 15 Prozent und in Großunternehmen ab 500 Beschäftigten nur etwa jeder Zehnte (11 Prozent).

Alle tagesaktuellen Beiträge rund um die Corona-Krise finden Sie hier

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