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17.08.2018 | Transformation | Best Practice | Onlineartikel

So hat CEWE die digitale Transformation geschafft

Autor:
Ralf Stohldreier
3 Min. Lesedauer

Aus der analogen in die digitale Welt: Dem Fotodienstleister CEWE ist es gelungen, sein Geschäftsmodell an neue Technologien und Kundenbedürfnisse anzupassen. Ein Fallbeispiel von Gastautor Ralf Stohldreier.

Die digitale Transformation ist für Unternehmen eine zentrale Aufgabe und Herausforderung. Häufig wird es in den Unternehmen so gelebt, als sei der Chief Information Officer (CIO) hier fast ausschließlich gefordert. Auch dem Chief Digital Officer (CDO) könnte auf den ersten Blick eine immens wichtige Rolle zukommen. Fakt ist jedenfalls, dass eine Digitalisierung von Unternehmen und ihren Geschäftszweigen ohne eine leistungsfähige IT nicht möglich ist. 

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Digitalisierungsprojekte werden aber in der Regel automatisch zum Treiber von Veränderungs- und Umwandlungsprozessen im gesamten Unternehmen. Und so führt die Vielschichtigkeit der Themen bei der digitalen Transformation dazu, dass vor allem die Position des Chief Executive Officers (CEO) von entscheidender Bedeutung ist. Damit die Business Transformation gelingt sowie Wachstumspotenziale erkannt und erfolgreich erschlossen werden können, ist eine aktive Rolle des CEO unabdingbar.

Tradierte Geschäftsmodelle digitalisieren

Das Unternehmen CEWE, Europas größter Fotodienstleister, kam aus der klassisch analogen Welt ohne direkten Kundenkontakt. Es galt, ein neues digitales Geschäftsmodell zu entwickeln. Dies war in erster Linie die Aufgabe der Unternehmensführung, allen voran die des CEO. Er sollte einen tiefgreifenden Wandel herbeiführen und das tradierte Geschäftsmodell fast vollständig ersetzen. Die anstehenden Aufgaben zielten im Kern auf Veränderungen der Businessmodelle und -prozesse ab. Die Transformation durch disruptive Geschäftsmodelle erforderte daher nicht nur die volle Aufmerksamkeit, sondern auch die strategischen Vorgaben des CEO.

Innovationen in übergreifenden Teams entwickeln

Der Einfluss der Linienorganisation sowie der Budget- und Controlling-Zwänge sollte außer Kraft gesetzt werden. Innovative Ideen wurden von fachübergreifenden Teams entwickelt, die zugleich auch die Vorgehensweise, Richtung, Regeln und Methodik festlegten. All dies wiederum bildete die Basis, um die jeweiligen Arbeitsergebnisse festlegen zu können. Nach der Lieferung des notwendigen und passgenauen Know-hows, das für die CEWE-Geschäftsführung interimistisch bereitgestellt wurde und bis dato nicht in ausreichendem Maß vorhanden war, sollte die Effizienz der Zusammenarbeit und die Wertigkeit der Ergebnisse der Teamarbeit signifikant gesteigert werden. Was am Ende dazu führte, dass die Kompetenzen der CEWE-Mitarbeiter gerade im Bereich Design Thinking, Agile Methoden, Social Media, (Multi-)Programm-Management und vielen weiteren Aspekten erheblich ausgeweitet werden konnten. Die Zusammenarbeit mit umsetzungsstarken Interim-Managern, die als „Kollegen auf Zeit“ im Team geschätzt wurden und auf Augenhöhe agierten, war dabei sehr hilfreich. Nicht zuletzt aufgrund ihrer fachlichen Stärken und ihrer Praxiskompetenz.

Digitalisierung verändert auch die Unternehmenskultur

Das Ergebnis: Die digitalen Transformationsprojekte konnten schnell und zielorientiert umgesetzt werden. Das CEWE-Management hatte die Mitarbeiter frühzeitig in die Innovationsmaßnahmen eingebunden – was einen zentralen Eckpfeiler des Erfolgs ausmachte. Hinzu kam, dass die Geschäftsführung das Querdenken ausdrücklich erlaubt und gewünscht hatte und der CEO seine Rolle als Vordenker ausfüllte. Zur Folge hatte dies einen kontinuierlichen Prozess und eine Veränderung der Geisteshaltung im Unternehmen. Die Neugierde auf das Neue treibt die Mitarbeiter nun immer wieder an. Das CEWE-Management wiederum hat die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen, um innovatives Denken und kreative Ideen fortwährend weiterentwickeln und umsetzen zu können. Es wurde also der passende Rahmen geschaffen, damit die Mitarbeiter erfolgreiche digitale Geschäftsmodelle aktiv gestalten können und wollen. Externes Know-how mit an Bord zu holen, war dabei ein wichtiger Faktor. Doch die entscheidende Rolle kam bei allen Prozessen dem CEO zu. Denn er muss die Business-Strategie festlegen und die Vorgehensweisen sowie Methoden für sein Unternehmen adaptieren - sonst wird die Technologie schnell zum Selbstzweck und findet weder Akzeptanz bei den Mitarbeitern noch bei den Kunden.

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