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Pleitewelle bei Unternehmen rollt noch

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Nach einem starken Zuwachs Anfang 2025 verzeichnet das Statistische Bundesamt im November einen etwas geringeren Anstieg der Firmenpleiten. Forderungen der Gläubiger fallen zudem deutlich niedriger aus als im Vorjahr.

Die Zahl der Pleiten in Deutschland hängt von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den staatlichen Förderprogrammen ab.


Die Pleitewelle unter deutschen Unternehmen hat sich im November 2025 etwas abgeschwächt. Die Amtsgerichte haben in dem Monat 1.794 Anträge auf Unternehmensinsolvenzen registriert, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Das waren zwar 0,4 Prozent mehr als im gleichen Vorjahresmonat, aber auch gleichzeitig knapp 15 Prozent weniger als im Oktober, als es 2.108 entsprechende Verfahren gab.

Die Insolvenzfälle waren durchschnittlich deutlich kleiner als ein Jahr zuvor. Die Gläubiger müssen aktuell um 1,5 Milliarden Euro bangen, während ein Jahr zuvor ihre Forderungen noch 2,8 Milliarden Euro betragen hatten. 

60 Betriebe geben täglich auf

Im vorherigen Verlauf des Jahres 2025 waren die Zahlen für die Firmenpleiten teils stark angestiegen. Für den Zeitraum von Januar bis November 2025 ergibt sich damit eine Steigerung der Fallzahlen um 10,0 Prozent auf gut 22.000 beantragte Unternehmensinsolvenzen. Die Forderungen betrugen 44,3 Milliarden Euro nach 52,3 Milliarden Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres. 

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer rechnet nun für das Gesamtjahr mit deutlich mehr als 23.000 Unternehmensinsolvenzen - mehr als 60 Betriebsaufgaben pro Tag. "Hinter diesen Zahlen steht nicht nur der Verlust von unternehmerischem Herzblut und Innovationsgeist, sondern auch viele verlorene Arbeitsplätze, ausbleibende Investitionen und eine Schwächung ganzer Regionen", sagte DIHK-Chefvolkswirt Volker Treier.

Insolvenzen zur Marktbereinigung bei Krankenhäusern

Der Berufsverband der Insolvenzverwalter und Sachwalter Deutschlands (VID) warnt hingegen davor, die Negativentwicklungen allein auf bürokratische Hürden oder wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu schieben. Ausnahmen seien Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, die aufgrund ihrer starken Regulierung besonders von politischen Rahmenentscheidungen abhängig seien. 

Auf Grundlage vorläufiger Zahlen hatte die Statistikbehörde für den Dezember 2025 wieder einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen prognostiziert. Seit diesem Jahr verzichtet das Amt aber auf diese Angaben.

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