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18.04.2019 | Transformation | Infografik | Onlineartikel

Der Mittelstand wird digitaler

Autor:
Andrea Amerland

Langsam, aber sicher, geht es in kleineren und mittleren Unternehmen mit der digitalen Transformation voran. Zu diesem Ergebnis kommt der KfW-Digitalisierungsbericht 2018. Aber es gibt noch viel Luft nach oben.

Die Anzahl der Mittelständler, die Digitalisierungsprojekte erfolgreich umsetzen konnten, hat zugenommen, zeigt der KfW-Digitalisierungsbericht Mittelstand 2018. Zwischen 2015 bis 2017 war das demnach bei 30 Prozent der insgesamt 3,76 Millionen Mittelständler der Fall. Das ist ein Plus im Vergleich zur vorangegangen Befragung (2014-2016) um vier Prozent auf gut 1,1 Millionen.

Rund 15 Milliarden Euro investierte der Mittelstand laut Studie im Jahr 2017 in die digitale Transformation. Im Vergleich zur vorherigen Untersuchung ist das ein Anstieg um eine Milliarde Euro. Dabei sind es vor allem die großen Mittelständler (49 Prozent) sowie wissensbasierte Dienstleister (37 Prozent), die den digitalen Wandel vorantreiben. Aber auch international aufgestellte Unternehmen und solche mit einer eigenen Forschungsabteilung gehören zu den Vorreitern. 

Digitalisierungskluft zwischen großen und kleine Mittelständlern

Dass große Mittelständler mit 50 oder mehr Arbeitnehmern rund das 24-fache in den digitalen Wandel ihres Unternehmens stecken als kleine Mittelständler mit weniger als fünf Beschäftigten, gibt nach KfW-Einschätzung Anlass zur Sorge. Durch diese Kluft könnte sich "eine Spaltung des Mittelstands in große, stark digitalisierte Unternehmen und kleine, bei der Digitalisierung abgehängte Unternehmen entwickeln", heißt es in er Studienzusammenfassung. 

Auch den Umstand, dass die durchschnittlichen Ausgaben für die Transformation im Vergleich zum Vorjahr auf einem Niveau in Höhe von 17.000 Euro stagnieren, bewertet die KfW negativ und plädiert dafür, dass für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit und für das Wirtschaftswachstum, der digitale Wandel des Mittelstands weiter vorangebracht werden müsse. 

Mögliche wirtschaftspolitische Hebel sieht die KfW unter anderem in der Verbesserung von IT-Kompetenzen und der Qualität von Internetverbindungen. Aber auch die Probleme bei der Anpassung der Unternehmens- und Arbeitsorganisation oder rund um Datensicherheit und Datenschutz müssten gelöst werden. Daneben sieht die KfW die Finanzierung von Digitalisierungsprojekten sowie fehlende Aufklärung zum Nutzen der Digitalisierung als Schwierigkeiten.

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