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Über dieses Buch

Jakob Jannis Bürger zeigt prägnant, wie der deutsche Stromnetzausbau geplant und umgesetzt wird. Neben der Energiewende stellen auch versäumte Modernisierungen und veränderte Marktstrukturen die Stromnetze vor beachtliche Herausforderungen. Deshalb wurden von Politik, Regulierungsbehörden und Netzbetreibern Ausbaupläne erstellt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Dennoch ist ungewiss, wie schnell die jeweiligen Projekte umgesetzt werden können. Zur Orientierung liefert dieses Buch daher einen Überblick über die bisherige Entwicklung des Netzausbaus sowie der politischen Netzausbauplanung in Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Die Energiewende stellt zweifelsohne eine große Herausforderung für die deutschen Stromnetze dar. Es gilt, von einem zentralisierten top-down System zu einem dezentralisierten bottom-up System zu gelangen. Zudem sind die auf erneuerbaren Energieträgern basierenden Erzeugungsanlagen vermehrt im Norden und im Osten Deutschlands angesiedelt, während ein Großteil des Verbrauchs im Westen und im Süden anfällt.

Jakob Jannis Bürger

Kapitel 2. Planungsstand und bisherige Entwicklung – Energieleitungsausbaugesetz EnLAG

Das Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) wurde im August 2009 verabschiedet. In diesem Abschnitt sollen zunächst die Motive des EnLAG sowie der aktuelle Planungsstand dargestellt werden. Während der Erarbeitung des Gesetzesentwurfs nannte die Bundesregierung im Jahr 2008 als Beweggrund die notwendige Anpassung der Netze an folgende Herausforderungen: die steigende Erzeugung durch Erneuerbare-Energien-Anlagen, der zunehmende grenzüberschreitende Handel und der Bau neuer konventioneller Kraftwerke. Auch auf die in der ersten DENA-Netzstudie (s. Abschn. 1.1) beschriebenen Probleme und Lösungsansätze berief sich der EnLAG-Gesetzesvorschlag von 2008.

Jakob Jannis Bürger

Kapitel 3. Planungsstand und bisherige Entwicklung – NEP

Der Netzentwicklungsplan (NEP) wird nach einem iterativen Verfahren erstellt, das erstmals 2012 zur Anwendung kam. Er basiert auf der sorgfältigen Erarbeitung von Stromproduktions- und Netzausbauszenarien unter Einbezug verschiedener Akteure aus Regulierung, Politik, Energiewirtschaft und Zivilgesellschaft. Allein während der öffentlichen Konsultation im Zuge der Bestätigung des NEP2013 erhielt die Bundesnetzagentur 7656 Stellungnahmen [21].

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Kapitel 4. Organisation der Stromnetz-Ausbauplanung: Ausblick

Im Laufe der Jahre 2014 und 2015 kam es wiederholt zu Diskussionen um die NEP-Ausbaupläne. Ein Zentrum der medialen Auseinandersetzung war der HGÜ-Korridor D, doch auch andere NEP-Projekte gerieten in Kritik. Dies lag zum einen an lokalen Oppositionsbewegungen, die sich teilweise auf drastische Weise manifestierten. Zum anderen versprach auch die verabschiedete Reform „EEG 2014“ des Erneuerbare-Energien-Gesetzes neben weiteren Änderungen reduzierte mittelfristige Offshore-Wind-Ausbauziele, was dazu führte, dass manche Akteure eine erneute Prüfung des Netzausbaubedarfs forderten.

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Kapitel 5. Die Rolle der Verteilnetze

In Deutschland werden dem Übertragungsnetz die Leitungen mit Höchstspannung zugeschrieben – das bedeutet 220 kV oder 380 kV. Dem Verteilnetz zugerechnet werden hingegen die Hochspannung (60 bis 110 kV), die Mittelspannung (6 bis 30 kV) sowie die Niederspannung (230 oder 400 V) [26]. Wie in den Kap. 1 bis 4 beschrieben, kommt dem Übertragungsnetz eine große Bedeutung für die Versorgungssicherheit und für die überregionale Ausgeglichenheit von Erzeugung und Verbrauch zu. Doch auch die Verteilnetze spielen lokal für die Energiewende, und allgemein für die Stromversorgung, eine wichtige Rolle.

Jakob Jannis Bürger

Backmatter

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