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Über dieses Buch

In einer empirischen Untersuchung zeigt Caroline Düvel, welche Bedeutung junge russische Migranten dem Mobiltelefon und dem Internet zuschreiben und in welcher Beziehung die Mediennutzung zu ihrer kulturellen Verortung steht. Herausgearbeitet wird der Zusammenhang zwischen der Medienaneignung und der Artikulation kultureller Identität durch die jungen Russen sowie zwischen ihrer Integration in soziale Beziehungsnetzwerke von Freunden, Familie und Arbeit. Diese Umgangsweisen der Mediennutzung lassen sich in vier Typen unterteilen, die sich im Spektrum von Herkunftsorientierung und kultureller Bewahrung bis hin zu Integration und Ankunft im Aufnahmeland bewegen. Der Studie zugrundeliegende Konzepte sind Mediatisierung, transkulturelle Medienforschung sowie Möglichkeiten und Grenzen von Integration.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chapter 1. Einleitung: Kommunikative Vernetzungen junger russischer Migranten

Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit kommunikativen Vernetzungsprozessen im Spannungsfeld digitaler Medienaneignung und Migrationsgemeinschaften. Ziel ist es, in einer qualitativen empirischen Analyse die per Aneignung digitaler Medien artikulierten sozialen und kommunikativen Vernetzungsprozesse junger russischer Diasporaangehöriger in Deutschland aufzuzeigen. Es werden unterschiedliche Medienaneignungsmuster herausgearbeitet, die in einer engen Verknüpfung zur Identitätsartikulation von Migranten dieser Altersgruppe stehen.
Caroline Düvel

Chapter 2. Mediatisierung und Aneignung digitaler Medien

Zusammenfassung
Dieses Kapitel soll die vorliegende Arbeit innerhalb des Faches der Kommunikations- und Medienwissenschaft verorten. Hierfür werden im ersten Teil die relevanten Theorien und Begrifflichkeiten dargelegt, vor deren Hintergrund anschließend im zweiten Abschnitt konkrete Konzepte formuliert werden, mit denen sich theoretische Annahmen anwenden und für eine empirische Analyse fruchtbar machen lassen. Ziel des ersten Teils dieses zweiten Kapitels Annäherungen: Die Konzepte der Mediatisierung und Medienaneignung (2.1) ist es, den theoretischen Rahmen der Arbeit abzustecken und in die zugrunde gelegten Begriffe und Konzepte einzuführen, die für eine Annäherung an eine Auseinandersetzung mit der Aneignung digitaler Medien in heutigen Gesellschaften notwendig erscheinen.
Caroline Düvel

Chapter 3. Medien, ethnische Minderheiten und Diaspora

Zusammenfassung
Die zweite theoretische Säule der vorliegenden Arbeit stellt deren Verankerung im Themenfeld der Forschung zu ethnischen Migrationsgemeinschaften und Medien dar. Dies ist allerdings nicht einfach eine Verortung innerhalb der klassischen Medien und Minderheitenforschung, wie sie den Großteil der Studien der Kommunikations- und Medienwissenschaft kennzeichnet. Vielmehr geht es darum, zur Analyse der kommunikativen Vernetzungsprozesse russischer Diasporaangehöriger mittels digitaler Medien ein Forschungsparadigma zu entwickeln, das nicht nur die Komplexität dieser Prozesse verstehen hilft, sondern auch deren Bedeutung in Bezug auf gesellschaftliche und kulturelle Folgen verdeutlicht.
Caroline Düvel

Chapter 4. Die russische Diaspora in Deutschland

Zusammenfassung
Bevor es um die konkrete Darstellung der empirischen Ergebnisse geht, soll im folgenden Kapitel zunächst ein knapper Überblick über die russische Diaspora in Deutschland gegeben werden, der die empirischen Ergebnisse entsprechend kontextualisiert. Erörtert werden in einem knappen Umriss insbesondere deren historische und demografische Entwicklung sowie soziokulturelle Besonderheiten. Darüber hinaus werden einige vorliegende Ergebnisse zum Medienangebot und zur Mediennutzung dieser ethnischen Gemeinschaft diskutiert, um auf die daran anschließenden Ergebnisse der empirischen Analyse hinzuführen.
Caroline Düvel

Chapter 5. Methodisches Vorgehen

Zusammenfassung
Im Zentrum sozialwissenschaftlicher Forschung steht die Tatsache, dass wissenschaftlich fundierte Aussagen stets nur auf der Grundlage akribisch durchgeführter empirischer sozialwissenschaftlicher Forschung getroffen werden können und sich nicht durch bloßes theoretisches Antizipieren feststellen lassen. Dabei geht es allerdings nicht um eine Gegenüberstellung von empirischer Forschung und Theorie als zwei voneinander unabhängige Bereiche, sondern vielmehr um ein Zueinander-in-Beziehung-Setzen von Theorie und Empirie in der Forschungspraxis. Diese Forschungspraxis ist in meiner Arbeit theoriefindend und deshalb qualitativ ausgerichtet.
Caroline Düvel

Chapter 6. Empirische Ergebnisse: Vier Grundtypen

Zusammenfassung
In den bisher dargestellten theoretischen Zugängen zur Beschäftigung mit ethnischen Vergemeinschaftungen und auch am Beispiel exemplarisch ausgewählter Studien der Diasporaforschung (vgl. Kap. 3) wurde bereits deutlich, dass man von Diaspora nicht einfach als einer einheitlichen ethnischen Gruppierung, als etwas kulturell homogenem oder gar einem geschlossenen System sprechen kann. Vielmehr wurde aufgezeigt, wie sich in der deterritorialisierten Vergemeinschaftung der Diaspora unterschiedliche Formen hybrider Identitätsartikulationen überlagern, wozu Medien einen zentralen Beitrag leisten. Dabei sind Diasporaangehörige nicht nur auf Ethnoangebote, Diasporamedien und kommunikative Netzwerke ihres kulturellen Kontextes fixiert.
Caroline Düvel

Chapter 7. Schlussbetrachtungen: Eine Typologie kommunikativer Venetzungen

Zusammenfassung
In der vorliegenden Studie habe ich herausgearbeitet, wie digitale Medien Mobiltelefon und das Internet in einem Segment der russischen Migrationsgemeinschaft im Alter von 16 bis 26 Jahren angeeignet werden und welches Potenzial sie für eine kommunikative Vernetzung innerhalb der jungen russischen Diaspora, aber auch darüber hinaus, aufweisen. Behandelt wurden Fragen dazu, in welchem Zusammenhang eine solche Analyse kommunikativer Vernetzungsprozesse mit Fragen ihrer kulturellen Integration und Identitätsartikulation steht. Ebenso habe ich einen Ausschnitt der komplexen Vielfalt der russischen Diaspora in Deutschland gegeben, von der hier insbesondere Jugendliche und junge erwachsene Diasporaangehörige fokussiert wurden.
Caroline Düvel

Backmatter

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