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Über dieses Buch

„Treasury Management“ ist ein Lehrbuch zu den klassischen betriebswirtschaftlichen Lehrgebieten Finanzierung und Investition, das inhaltlich und methodisch neue Akzente setzt. Innenfinanzierung, Außenfinanzierung und Investivsaldo, die zentralen Zahlungsmittelströme eines Unternehmens, werden darin über das Cash Flow Statement miteinander vernetzt und durch die verschiedenen Verfahren der Wirtschaftlichkeitsrechnung (Kapitalwert, interner Zinsfuß etc.) einem ganzheitlichen Management zugänglich gemacht. Auch Themen wie Existenzgründung, Börse, Insolvenzverfahren und die Kapitalflussrechnung nach IFRS werden ausführlich behandelt. Die zweite Auflage geht neu auf die so genannte 'Mini-GmbH' als gründungsrelevante Rechtsform und die Europäische Aktiengesellschaft ein. Viele Übungsaufgaben, die zu praxisnahen Case Studies verbunden sind, vertiefen das Verständnis für die wirtschaftlichen Zusammenhänge.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Vom Unternehmen in seiner Umwelt zum Cash Flow Statement

Frontmatter

1. Tausch

Zusammenfassung
Für Betriebswirte ist der Betrieb der Ort des betrieblichen Leistungsprozesses. Hier wird produziert. Ein Unternehmen soll für uns zunächst ein mit dem Mantel einer Rechtsform bedeckter Betrieb sein. Als Rechtsformen sind insbesondere das Einzelunternehmen, die Personengesellschaft (offene Handelsgesellschaft und Kommanditgesellschaft) und die Kapitalgesellschaft (Gesellschaft mit beschränkter Haftung einschließlich des Sonderfalles der Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) und Aktiengesellschaft), fallweise aber auch die eingetragene Genossenschaft, Anstalten und Körperschaften des öffentlichen Rechts (AöR und KöR) und andere Optionen von Bedeutung. Diese Struktur des betrieblich-unternehmerischen Prozesses setzen wir voraus.
Dirk Kaiser

2. Geld

Zusammenfassung
Im Zusammenhang mit Tauschvorgängen war bereits davon die Rede (Rn. 6), dass bei ihnen Geld regelmäßig eine wichtige Rolle spielt. Dies ist ein beachtliches soziales Phänomen mit der gewichtigen betriebswirtschaftlichen Konsequenz, dass es die Finanzierung und die Investition neben solchen Funktionsbereichen wie der Produktion überhaupt erst im Unternehmen gibt. Dies legt eine vertiefte Betrachtung nahe.
Dirk Kaiser

3. Monetäre Strom- und Bestandsgrößen im Unternehmen

Zusammenfassung
Der betriebliche Leistungsprozess ist in seiner Grundform eine Kombination von Produktionsfaktoren (Input) mit dem Ziel, Güter (Output) zu produzieren. Er realisiert sich entlang der Zeitachse, wird aber zu verschiedenen Zwecken regelmäßig in Momentaufnahmen „eingefroren“. Folglich ist die Unterscheidung von Stromgrößen (Flows) und Bestandsgrößen (Stocks) fundamental für Analysen dieses Geschehens, seien sie nun betriebswirtschaftlicher, technischer oder anderer Art. Allgemein gilt:
  • Stromgrößen, wie sie beispielsweise in der Gewinn- und Verlustrechnung von Unternehmen in Form von Erträgen und Aufwendungen erscheinen, haben einen ZEITRAUM als Bezugsgröße. (Es heißt dort sinngemäß ja auch: „Gewinn- und Verlustrechnung für die Innovativkauf AG vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025“.)
  • Bestandsgrößen beziehen sich auf einen ZEITPUNKT. Man findet sie etwa als Aktiva und Passiva in der Bilanz von Unternehmen. (Entsprechend lautet die Formulierung dort sinngemäß: „Bilanz der Innovativkauf AG zum 31. Dezember 2025“.)
Dirk Kaiser

4. Der Geldkreislauf des Unternehmens

Zusammenfassung
Dass Unternehmen mit ihrer Umwelt in Interaktion stehen, ist für uns bereits eine Selbstverständlichkeit, da wir sie als Parteien von Tauschverträgen erkannt haben (Rn. 2). Und auch den betrieblichen Leistungsprozess unter dem unternehmerischen Mantel aus Rechtsform und marktwirtschaftlicher Orientierung haben wir in diesem Zusammenhang bereits ein erstes Mal kennengelernt. Nun gilt es, diesem Prozess und den von ihm angesprochenen Tauschmärkten mehr Struktur zu geben. Unternehmen beziehen die Ausgangsgüter für ihre Produktion – so genannte „Produktionsfaktoren“ – an den Faktormärkten idealtypisch gegen zeitgleiche Geldzahlung, kombinieren diesen Input mittels allgemein verfügbaren und unternehmensspezifischen Wissens zu neuen Gütern und verkaufen den derart erzeugten Output an den Absatzmärkten, idealtypisch wiederum gegen zeitgleiche Bezahlung mit Geld. Die Beschaffung von Produktionsfaktoren und der Absatz der Produktion erfolgen also prinzipiell mittels Kassaverträgen, und diese Kassaverträge zeigen prinzipiell das Muster „Güter gegen Geld“ (Rn. 9).
Dirk Kaiser

Die drei zentralen Ströme des Cash Flow Statements

Frontmatter

5. Investivsaldo

Zusammenfassung
In Teil 2 dieses Lehrbuches betrachten wir in detaillierter Weise die drei zentralen Ströme des Cash Flow Statements, die wir in Teil 1 voneinander abgeschichtet haben (Rn. 49). Hierbei wird es sich methodisch als vorteilhaft erweisen, eine etwas andere Reihenfolge als das Statement zu wählen und mit dem Investivsaldo zu beginnen.
Dirk Kaiser

6. Außenfinanzierung

Zusammenfassung
Als wir den Begriff der Außenfinanzierung ein erstes Mal näher betrachtet hatten (Rn. 48), waren wir zu einem Ergebnis gekommen, das wir nun zu einer Definition verdichten wollen.
Dirk Kaiser

7. Innenfinanzierung

Zusammenfassung
Was wir in Teil 1 dieses Lehrbuches zum Thema Innenfinanzierung gesagt haben (insb. Rn. 46), lässt sich mit Hilfe der nachfolgenden Definition zusammenfassen: Unter INNENFINANZIERUNG verstehen wir den positiven Saldo aller Einzahlungen und Auszahlungen EU&ESB-AM-AP-ASB-AS,die im Zusammenhang mit dem Abschluss von Kassaverträgen innerhalb des betrieblichen Leistungs- prozesses anfallen. Ist der Saldo hingegen negativ, liegt ein INNENDEFIZIT vor.
Dirk Kaiser

Entscheidungsorientierte Wirtschaftlichkeitsrechnung

Frontmatter

8. Grundüberlegungen und Teil 1 der dynamischen Verfahren

Zusammenfassung
Liefen Tauschvorgänge ohne Zuhilfenahme des Mediums Geld ab, gäbe es im Unternehmen keine Finanzwirtschaft. Aber in der Realität wird nun einmal standardmäßig mit Hilfe von Geld getauscht, und zwar ganz unabhängig davon, ob es sich um Kassaverträge, Finanzierungsverträge oder Terminverträge handelt (Rn. 9). Diese Zahlungswirksamkeit ist die Ursache dafür, dass es Im Unternehmen eine Finanzwirtschaft und innerhalb der Betriebswirtschaftslehre die Finanzierungslehre gibt. Da Geld unter anderem als Recheneinheit dient (Rn. 10), erleichtert seine Verwendung die Erzeugung, Beschaffung und Aufarbeitung von Information, was wiederum gegebenenfalls anstehenden Entscheidungen eine gute Grundlage gibt. Die Zahlungswirksamkeit ist unter Entscheidungsgesichtspunkten also wenig problematisch und in vielerlei Hinsicht sogar vorteilhaft. Investivsaldo, Außenfinanzierung und Innenfinanzierung, die drei zentralen Zahlungsströme des betriebswirtschaftlichen Cash Flow Statements (Rn. 49), hatten wir bereits näher untersucht.
Dirk Kaiser

9. Dynamische Verfahren, Teil 2

Zusammenfassung
Ausgehend von der wirtschaftspraktischen Abrechnung von Zahlungsreihen über laufende Bankkonten hatten wir das betriebswirtschaftliche Gegenstück des vollständigen Finanzplans hergeleitet (Rn. 161) und mit seiner Hilfe die Zielsetzung der Endvermögensmaximierung für Wirtschaftlichkeitsrechnungen plausibel gemacht (Rn. 162). Ganz allgemein bedeutet Endvermögensmaximierung, dass der Entscheidungsträger das Projekt durchführt, welches den größtmöglichen Zuwachs an Endvermögen gegenüber dem erzeugt, das er im Status Quo erhielte.
Dirk Kaiser

Von der Planung zur Kontrolle und zurück: Treasury Management

Frontmatter

10. Finanzielle Unternehmensführung

Zusammenfassung
Im Rahmen dieses Lehrbuchs hatten wir den betrieblichen Leistungsprozess gedanklich als gegeben unterstellt (Rn. 146). Hierdurch konnten wir beispielsweise bei der Übersetzung des Geldkreislaufes ins Quantitative die Zahlungsmlttelzu- und -abflüsse von bzw. zu den zugehörigen Umweltpolen als fest unterstellen und das betriebswirtschaftliche Cash Flow Statement in wenigen Schritten herleiten (Rn. 49). Da die Aktivität des Unternehmens zumindest mittelbar fast immer Auswirkungen auf dessen Zahlungsmittel hat, würden die finanzwirtschaftlich relevanten Entscheidungen ohne diese Annahme praktisch jeden Winkel des Hauses abdecken. Die gedankliche Fixierung des betrieblichen Leistungsprozesses bedeutet jedoch nicht, dass es im finanziellen Bereich nichts mehr zu entscheiden gäbe. Vielmehr lässt sich ja selbst im leistungswirtschaftlichen Bereich der Anfall einzelner, dem Grunde nach gegebener Ein- und Auszahlungen mit Hilfe von Lieferanten- kredit und Anzahlungen bisweilen zeitlich aussteuern (Rn. 147f.). Entsprechend wird nun im letzten Teil dieses Lehrbuches die finanzielle Unternehmensführung zum Betrachtungsgegenstand, und zwar auf der aggreglerten Ebene des Cash Flow Statements. Hierzu wollen wir zunächst den Begriff Unternehmensführung mit Leben füllen. Während man heutzutage moderner auch von Management spricht, prägte Erich Gutenberg, der uns bereits bekannte Repräsentant der zweiten Generation der Betriebswirtschaftslehre (Rn. 2), im Rahmen seiner Neueinteilung der Produktionsfaktoren (Rn. 33) die Bezeichnung dispositiver Faktor des Unternehmens. Charakteristisch ist für diese „eigentlich bewegende Kraft des betrieblichen Geschehens“ in seinen Augen, dass sie „echte Fühmngsentscheidungen“ trifft.
Dirk Kaiser

11. Die Kapitalflussrechnung nach IFRS

Zusammenfassung
Mit dem betriebswirtschaftlichen Cash Flow Statement (Rn. 49) haben wir bereits eine geschlossene Vorstellung von den drei zentralen Stromgrößen, die in Summe von den Zahlungsmittelbeständen eines Unternehmens am Anfang einer Betrachtungsperlode zu denen an ihrem Ende führen. Wie sich nun herausstellen wird, gibt es zu diesem von uns zunächst rein theoretisch entwickelten Konzept mit der Kapitalflussrechnung (KFR) ein praktisches Gegenstück: Eine Kapitalflussrechnung ist notwendiger Bestandteil eines Konzernabschlusses nach HGB und IFRS (International Financial Reporting Standards) sowie eines Jahresabschlusses nach IFRS; je nach Sachverhalt ist eine Kapitalflussrechnung ferner notwendiger oder auf freiwilliger Basis zusätzlich erstellter Bestandteil eines Jahresabschlusses nach HGB. Wegen ihrer übernationalen Bedeutung werden wir nachfolgend die Kapitalflussrechnung nach IFRS vertieft analysleren und hierbei insbesondere feststellen, dass sie sich von unserem betriebswirtschaftlichen Cash Flow Statement gar nicht fundamental unterscheidet. So Hegt der Kapitalflussrechnung nach IFRS ebenso der zahlungsmittelorientierte Finanzierungsbegriff zugrunde wie dem betriebswirtschaftlichen Cash Flow Statement. Da sich der zahlungsmittelorientierte Finanzierungsbegriff vom kapitalorientierten unterscheidet (Rn. 54), erscheint übrigens die deutsche Bezeichnung Kapitalflussrechnung wenig glücklich gewählt. Im Angelsächsischen verwendet man stattdessen auch in der Praxis des Jahresabschlusses die treffendere Bezeichnung Cash Flow Statement. Vor Ihrem Abgleich mit dem betriebswirtschaftlichen Cash Flow Statement wollen wir jedoch zunächst auf die rechtlichen Grundlagen der Kapitalflussrechnung eingehen, Insbesondere der nach IFRS. Auszugehen ist hierbei vom dritten Buch des Handelsgesetzbuches, welches bei uns sowohl im Hinblick auf den Jahresabschluss als auch auf den Konzernabschluss die zentrale Rechtsquelle der externen Rechnungslegung (Rn. 23) darstellt.
Dirk Kaiser

Backmatter

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