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Trinkwasser

weitere Buchkapitel

Kapitel 19. Systemdenken lehren

Mit dem Systemdenken hat sich im Verlauf des vergangenen Jahrhunderts eine Denkrichtung etabliert, der ein hohes Potenzial in Bezug auf die Bearbeitung aktueller Nachhaltigkeitsprobleme attestiert werden kann. Gleichzeitig erscheint dieses Potenzial wenig genutzt. In dem Beitrag wird zunächst die Relevanz von Systemdenken für Nachhaltigkeitsfragen, namentlich solche, die mit den Sustainable Development Goals verbunden sind, untersucht. Im Anschluss wird der Frage nachgegangen, welche Herausforderungen sich dabei stellen, Systemdenken mit dieser Zielstellung zu lehren. Auf diese Weise werden Thesen formuliert, um Systemdenken durch wissenschaftliche Lehre stärker für die Arbeit an Nachhaltigkeitsthemen zu erschließen. Aus diesen Vorarbeiten folgert der Beitrag, dass eine Verbindung von Systemdenken und den SDGs sowohl möglich als auch erstrebenswert erscheint.

Henning Pätzold

Kapitel 15. Multikriterielle Bewertung von Wasserinfrastruktursystemen im Kontext der SDGs

Auch wenn in Deutschland 99 % bzw. 97 % der Bevölkerung an die öffentliche Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung angeschlossen sind und eine qualitativ hochwertige Wasserversorgung als gesichert angesehen werden kann, besteht Handlungsbedarf bzgl. der andauernden Belastung von Oberflächen- und Grundwasser mit anthropogenen Spurenstoffen. Zusätzliche Herausforderungen ergeben sich aus Ressourcenverbrauch und Klimabeeinflussung, die von der Infrastruktur und ihrem Betrieb ausgehen, sowie den Auswirkungen des Klimawandels und den sich abzeichnenden demografischen Veränderungen, die auf die Wirtschaftlichkeit und den Betrieb der Wasserinfrastruktur rückwirken. Offensichtlich kann also eine leistungsfähige (Ab-)Wasserinfrastruktur über SDG 6 hinaus einen Beitrag zur Erreichung von deutlich mehr SDGs leisten. Um diese SDGs zu identifizieren, wurde ein Abgleich mit den Kriterien durchgeführt, die bei der vergleichenden Bewertung alternativer Wasserinfrastrukturen mit dem multikriteriellen Bewertungstool MuBeWis zur Anwendung kommen. Es zeigt sich dabei, dass neben den SDGs 6.1, 6.3, 6.4 und 6.6 vor allem SDG 9.1, der Aufbau einer hochwertigen, verlässlichen, nachhaltigen, widerstandsfähigen und für alle erschwinglichen Infrastruktur, betroffen ist. Daneben kommen Wirkungen der Wasserinfrastruktur auf andere Schutzgüter wie Gesundheit, Ressourcenschonung und Klimaschutz zum Tragen, die mit den SDGs 3.2, 3.3 und 3.9, 2.4, 7.3 und 8.4 sowie 7.2 und 13.2 eigenständige Ziele adressieren. Durch die Anwendung des Bewertungstools MuBeWis kann außerdem eine Aussage darüber getroffen werden, ob die Veränderung der Wasserinfrastruktur zu diesen SDGs jeweils einen positiven oder negativen Beitrag leistet. Auf die Frage, ob die Einführung einer alternativen Wasserinfrastruktur insgesamt zu einer nachhaltigen Entwicklung beiträgt, liefert dieses Vorgehen nur dann eine eindeutige Antwort, wenn alle relevanten SDGs entweder auf eine Verbesserung oder eine Verschlechterung hindeuten.

Christian Sartorius, Thomas Hillenbrand, Jutta Niederste-Hollenberg

Kapitel 16. Verbesserung der Wasserqualität durch verringerte Einträge von Spurenstoffen

Die Belastung von Gewässern mit Chemikalien ist ein weltweites Umweltproblem, das über verschiedene Sustainable Development Goals adressiert wird. Konkrete umweltpolitische Maßnahmen und Vorgaben zur Verbesserung der Gewässerqualität sind zwar bereits seit vielen Jahren auf europäischen und nationalen Ebenen verankert, der Handlungsbedarf ist jedoch weiterhin sehr hoch. Spurenstoffe können bereits in niedrigen Konzentrationen nachteilige Wirkungen auf die aquatischen Ökosysteme haben und die Gewinnung von Trinkwasser beeinträchtigen. Sie werden daher auch als Mikroverunreinigungen oder Mikroschadstoffe bezeichnet. Sie stammen aus unterschiedlichen Quellen und gelangen über vielfältige Eintragspfade in die Umwelt. Entsprechend sind unterschiedliche Ansatzpunkte für Maßnahmen zur Reduktion von Spurenstoffeinträgen sowie deren Kombinationen denkbar und notwendig, deren Umsetzung über eine umfassende Strategie auf nationaler und/oder ggf. regionaler Ebene zu adressieren und forcieren ist. Grundsätzlich stehen für alle Emissionspunkte Handlungsoptionen technischer und nicht-technischer Art zur Verfügung, sodass überall mit einer Umsetzung von Maßnahmen begonnen werden kann. Wichtig ist immer eine breite Aufklärung und Einbindung aller Beteiligten. Neben Verbrauchern haben auch professionelle Anwender bislang oftmals kein ausreichendes Bewusstsein für die Umweltrelevanz der verwendeten Stoffe. Veränderungen bei der Aus- und Fortbildung, bessere Informationen zu den Umwelteigenschaften der Wirkstoffe sowie eine breitere öffentliche Diskussion des Themas können erste Schritte sein, die von weiteren, konkreten Rückhaltemaßnahmen flankiert werden müssen.

Thomas Hillenbrand, Jutta Niederste-Hollenberg, Felix Tettenborn

Kapitel 1. Die Nachhaltigkeitsziele der UN: eine Chance zur Vermittlung eines besseren Verständnisses von Nachhaltigkeitsherausforderungen

Die UN-Generalversammlung verabschiedete im September 2015 das Dokument „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“. Es beinhaltet eine Reihe von Maßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, wirtschaftlichen Fortschritt und Umweltschutz in Einklang zu bringen und gleichzeitig ein Bewusstsein für die noch immer bestehenden Unterschiede zwischen Industrie- und Entwicklungsländern zu schaffen. In der Agenda enthalten sind 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDGs), die unter anderem darauf ausgerichtet sind, Armut zu beseitigen und bessere Gesundheitsbedingungen sowohl in entwickelten als auch in Entwicklungsländern zu schaffen. Wenngleich die Notwendigkeit und Relevanz der SDGs evident ist, stellt sich dennoch die Frage, wie sie dazu beitragen können, aktuelle und zukünftige Herausforderungen im Bereich Nachhaltigkeit zu bewältigen. Um diese Fragestellung näher zu beleuchten, beschreibt die vorliegende Arbeit zunächst die einzelnen SDGs und analysiert, inwieweit ihre Implementierung zur Unterstützung beim aktuellen Umgang mit akuten Problemen, die bei dem Versuch der Umsetzung nachhaltiger Entwicklung entstehen, beitragen kann. Um zu zeigen, wie ein guter Umgang mit den SDGs in der Praxis aussehen kann, werden drei Fallstudien vorgestellt. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Implementierungsprozess der SDGs einzigartige Möglichkeiten zur Schaffung von Chancengleichheit und Förderung von wirtschaftlicher Unabhängigkeit bietet und so Länder dabei unterstützt, vor Ort nachhaltige Entwicklung zugunsten der Bevölkerung zu fördern.

Walter Leal Filho

Der Mensch als „Gehirnmaschine“

Kognitionswissenschaft, visuelle Kultur, Subjektkonzepte

Der Mensch hat sich gut mit Maschinen und Technologien angefreundet, deren wachsende Bedeutung unser Verständnis ‚menschlicher Natur‘ fundamental verändert. Folglich verwischt die Grenze zwischen Mensch und Maschine zunehmend, wozu nicht zuletzt auch die Vorstellung des menschlichen Gehirns als Computer und Netzwerk maßgeblich beiträgt. Der folgende Beitrag beleuchtet, wie die Kognitionsforschung – und die Popularisierung ihrer Annahmen, z. B. in der visuellen Kultur der Werbung – den Menschen oft mit dem (funktionierenden) Gehirn gleichsetzt, was mechanistischen Vorstellungen menschlicher Subjektivität zu einer Renaissance verhilft. Dabei korreliert das Bild des Menschen als „Gehirnmaschine“ mit einem Phantasma der Selbstoptimierung, das sich bestens vermarkten lässt. Auch deshalb ist der Freund-Feind-Binarismus für die Beschreibung des Verhältnisses von Mensch und Maschine fragwürdig.

Sabine Sielke

Kapitel 7. Nationale Rechtsetzungen

Die wichtigsten Regelungen auf Bundesebene sind im Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts (Wasserhaushaltsgesetz vom 31. Juli 2009), verankert. Die am 1. September 2006 in Kraft getretene Reform des Grundgesetzes (Föderalismusreform) ermöglichte es dem Bund erstmals für das Wasserrecht, als einem zentralen Bereich des Umweltrechts, eine Vollregelung schaffen. In der alten Fassung (a.F.) des Grundgesetzes (GG) fiel das Wasserrecht nach Art.

Uwe Jacobshagen

Kapitel 3. Unternehmen als öffentlicher Konfliktgegenstand

Unternehmen unterliegen in modernen Gesellschaften einer „öffentlichen Exponiertheit“ (Dyllick 1992: 15), aus der wiederum ein hoher Legitimationsdruck resultiert. Diesem werden Unternehmen in der öffentlichen Diskussion und der Wahrnehmung ihrer Anspruchsgruppen jedoch nicht immer gerecht. Zahlreiche Unternehmenskrisen der Vergangenheit haben gezeigt, dass Wirtschaftsunternehmen und ihr Handeln zunehmend auch unter kritischen Gesichtspunkten betrachtet und bewertet werden.

Sascha Himmelreich

5. Bewertungsvorschriften, insbesondere zur Eröffnungsbilanz

Oft erhalten Kommunen zur Förderung ihrer Investitionen Finanzierungshilfen. Diese können entweder von anderen Körperschaften des öffentlichen Rechts, sogenannte Investitionszuweisungen, oder von Dritten, beispielsweise in Form von Spenden, stammen. Im letzteren Fall spricht man von Investitionszuschüssen. Im Steuerrecht besteht ein Wahlrecht, erhaltene Investitionszuschüsse entweder direkt von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des bezuschussten Wirtschaftsguts abzuziehen, oder als Betriebseinnahme zu verbuchen.

Georg Flascha, Bernd Zirkler, Thomas Wagner, Jonathan Hofmann

Kapitel 7. Analytische Chemie

Die chemische Analytik bestimmt den Gehalt, die Elementspezies, die Verteilung oder die Struktur eines Stoffs. Klassifizierung des Analyts nach Gehalt: Hauptbestandteil (einige Massen-%), Nebenbestandteil (ca. 0,01–1 Massen-%), Spurenbestandteil (10−9 g/g bis 10−6 g/g; 10−9 g/g = 1 ng/g = 1 ppb), Ultraspurenbestandteil (< 10−9 g/g). Das analytische Gesamtverfahren besteht aus: Probennahme, Aufschluss, Abtrennung bzw. Anreicherung, Bestimmung (Analysemethoden) des Analyten und Auswertung. Als Analysemethoden werden i. A. nasschemische (Gravimetrie, Titration) und instrumentelle (optische, Trenn- und elektroanalytische) Methoden genutzt.

Angelika Fallert-Müller, Birgit Jarosch, Angela Simeon

Benediktinerklöster – Modelle für nachhaltige Lebens- und Wirtschaftsstile?!

Das Wort „Nachhaltigkeit“ ist aus unserem heutigen Sprachgebrauch nicht mehr wegzudenken. Es scheint als komme kein gesellschaftliches Teilsystem mehr ohne es aus. Egal ob in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Sport, Kultur, Ernährung oder Werbung: Entwicklungen, Veränderungen, positive Prozesse verschiedenster Art sollen, ja müssen „nachhaltig“ sein.

Georg Winkler

Kapitel 4. Die wissenschaftliche Gemeinschaft und das Problem der Objektivität

In Kap. 4 „Die wissenschaftliche Gemeinschaft und das Problem der Objektivität“ stehen die Wissenschaftler im Mittelpunkt. Hier einige leitende Fragen: Was ist die wissenschaftliche Gemeinschaft? Welche Regeln und Grundsätze gelten dort? Wie wird man Wissenschaftler? Was passiert mit neuem Wissen? Dass es nicht immer leicht ist, in die wissenschaftliche Gemeinschaft aufgenommen zu werden, zeigt das Beispiel des Geologen und Meteorologen Alfred Wegener, dem diese Aufnahme strenggenommen erst rund 50 Jahre nach seinem Tod gelang. Dies hat sicherlich damit zu tun, dass auch Wissenschaftler je nach Überzeugung und theoretischer Perspektive, die Welt unterschiedlich wahrnehmen und verschiedene wissenschaftliche Ziele verfolgen. Wobei bereits die objektive Beschreibung der Dinge in der Welt mit zahlreichen Schwierigkeiten verbunden ist.

Thomas Vogt

Risiken der Statistik

Fehler machen selbst Statistiker

Theoretische Grundlagen statistischer Methoden und Verfahren. Anhand von eindrucksvollen Beispielen werden die praktischen Auswirkungen von Fehlern in der statistischen Verarbeitung deutlich gemacht.

Bärbel-Maria Kurth

Kapitel 4. Ecuador: Soziale Ungleichheiten und (Neo-)Extraktivismus

Ecuador untergliedert sich geografisch in vier Regionen. Im Westen am Pazifik befindet sich die Küstenregion (Costa), im Landesinneren verläuft von der nördlichen Grenze mit Kolumbien bis zur südlichen Grenze mit Peru das Andenhochland (Sierra) und im Osten ist die Regenwaldregion (Selva oder Oriente) lokalisiert. Die vierte Region bilden die Galapagos Inseln (Region Insular), die sich ca. 1.000km vom ecuadorianischen Festland entfernt im Pazifischen Ozean befinden (s. Abb. 1.1).

Sebastian Matthes

Kapitel 3. Theoretischer Zugang und Analyserahmen

Soziale Ungleichheit ist kein neues Phänomen. Trotzdem kommt dem Thema zu Beginn des 21. Jahrhundert besondere Aufmerksamkeit zu. Der Grund hierfür ist als erstes, trotz weltweit zunehmenden Reichtums, eine globale Tendenz ansteigender Einkommensungleichheit (UNDP 2013b: 3; Piketty 2014; Oxfam 2016). In der Konsequenz lebt die Mehrheit der Menschheit in Gesellschaften, welche heute eine höhere ökonomische Ungleichheit aufweisen als noch zu Beginn der 1990er Jahre.

Sebastian Matthes

Kapitel 6. Schlussbetrachtung

In den Sozialwissenschaften hat die Frage nach den Chancen und Risiken, bzw. Segen und Fluch von rohstoffbasierten Entwicklungsmodellen im Zuge des Rohstoffbooms zu Beginn des 21. Jahrhunderts erneut an Aufmerksamkeit gewonnen.

Sebastian Matthes

Kapitel 5. Fallanalyse

Intag liegt an den nordwestlichen Andenhängen, etwa 150 Kilometer nördlich der Hauptstadt Quito. Die Region, im Wesentlichen gebildet durch die Täler Intag-Manduriacos, umfasst sieben Kreisgemeinden (parroquias), diese sind administrativ dem Kanton Cotacachi in der Provinz Imbabura zugeordnet.

Sebastian Matthes

Kontenplan – Auszug – und Formelsammlung

Der folgende Kontenplan und die darunter stehende Formelsammlung stehen den Prüflingen bei der Zwischenprüfung zur Verfügung.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

11. Arbeiten mit den Fallbeispielen

In diesem Kapitel möchten wir Sie einladen, selbst aktiv zu werden und sich mit rekonstruierten Fallbeispielen aus der Unterrichtspraxis auseinanderzusetzen. Wir haben 18 Beispiele aus unserer eigenen Praxis zusammengestellt. Es handelt sich um Unterrichtssituationen, die tatsächlich so stattgefunden haben. Selbstverständlich haben wir alle Namen von Personen und Schulen anonymisiert. So haben wir die Nachnamen der Akteure einer Liste der häufigsten Nachnamen Deutschlands und die verwendeten Vornamen der Liste der häufigsten Vornamen von Jungen und Mädchen in Deutschland im Jahr 2001 entnommen.Jeder Fall beginnt mit einer kurzen Einleitung, in der wir Ihnen die Klasse vorstellen und Ihnen weitere für die Bearbeitung des Falls wichtige Informationen an die Hand geben. Außerdem erhalten Sie konkrete Arbeitsmaterialien wie Tafelbilder, Arbeitsblätter oder Versuchsanordnungen, und wir schildern Dialoge, die im Unterricht tatsächlich so stattgefunden haben. Jedes Beispiel endet mit Aufgaben, die Ihnen helfen sollen, die geschilderten Situationen strukturiert zu analysieren und zu reflektieren.

Sabine Streller, Claus Bolte, Dennis Dietz, Ruggero Noto La Diega

Kapitel 6. Neue Tricks für alte Hunde: die Technik der Task Unification

Gerade weil unsere Gesellschaft reich an Ressourcen ist, nutzen wir sie oft nicht wirklich aus. Doch viele Dinge können mehr als das, wofür sie vorgesehen sind. Mithilfe der Task-Unification-Technik können wir unseren Blick schärfen und genau diese Möglichkeiten ganz systematisch abfragen. Ein Denkmuster, das in ärmeren Ländern der Welt selbstverständlich ist, führt uns zu schlanken Lösungen oder ganz neuen Geschäftsmodellen.In diesem Kapitel erfahren Sie: Warum Sie vielleicht schon, ohne es zu wissen, für die New York Times gearbeitet haben. Wie Kinder in Afrika beim Spielen Wasser pumpen. Wie die Task Unification Ihnen eine neue Welt eröffnet.

Drew Boyd, Jacob Goldenberg

Kapitel 6. Schule, Studium und Beruf

Mit dem Mauerfall begann die Zahl der Beschäftigten im Baubereich anzusteigen. Facharbeiter, Techniker und Ingenieure fanden in den 90ziger Jahren schnell eine Anstellung zu guten Konditionen. Die Menge der Ausbildungsstellen nahm kontinuierlich zu.

Michael Scheffler

Kapitel 2. Produktionsbezogener Umweltschutz in der Automobilindustrie

Das Maß der Umsetzung produktionsbezogener Umweltschutzmaßnahmen wird durch verschiedene Rahmenbedingungen determiniert. Diese werden im Folgenden am Beispiel der Automobilindustrie in Deutschland beschrieben. Dabei werden die mit der Umsetzung produktionsbezogener Umweltschutzmaßnahmen verbundenen Chancen und Herausforderungen herausgearbeitet, um ein grundlegendes Verständnis für die in der Arbeit behandelte Problemstellung zu schaffen.

Ina Schlei-Peters

Kapitel 5. Fallstudie Kühlwasserkreisläufe in der Automobilindustrie

Gegenstand dieses Kapitels ist die Evaluierung des entwickelten Entscheidungsunterstützungssystems zur modellbasierten Investitionsplanung produktionsbezogener Umweltschutzmaßnahmen anhand einer realitätsnahen Fallstudie. Betrachtet werden Kühlwasserkreisläufe in einem Motorenwerk eines deutschen Automobilherstellers mit dem Ziel, ein effizientes Maßnahmenbündel produktionsbezogener Umweltschutzmaßnahmen für die Kühlwassersysteme zu ermitteln. Zu Beginn wird in Abschnitt 5.1 die Ausgangslage des Motorenwerkes bezüglich der Kühlwassersysteme beschrieben und die Aufgabenstellung formuliert.

Ina Schlei-Peters

Kapitel 2. Mikroplastik

Kunststoffe, die umgangssprachlich auch als Plastik (nicht zu verwechseln mit einer Plastik oder Skulptur eines Bildhauers) bezeichnet werden, werden aufgrund ihrer Haltbarkeit vielfältig eingesetzt. Dadurch ergeben sich Probleme mit der umweltschonenden Entsorgung, wobei insbesondere Mikroplastik eine besondere Rolle einnimmt.

Andreas Fath

4. Formen und Lösungskonzepte der Betriebsunterbrechungsversicherung (Wesen, Zweck, Formen, Begriffe, Arten)

Die Ertragsausfallversicherung kennt verschiedene Arten, deren Nutzung von den speziellen Risiko- und Gefahrenverhältnissen der Unternehmen bezüglich der Kriterien Branche (Handwerk, Dienstleister, Notare, Industrie, Landwirtschaft etc.) Leistungskatalog (z.B. Hersteller von Spezialprodukten mit Alleinstellungsmerkmal) Summe der Sachanlagenwerte (Versicherungssumme der Sachversicherungen) Umsatzgröße und damit maximal möglicher Unterbrechungsschaden

Reinhard Keil

Aktuelle und künftige Kardinalprobleme der Weltwirtschaft und Entwicklungspolitik

Obgleich in der aktuellen Weltwirtschaft ein stabiles Hoch zu herrschen scheint, bestehen bei vielen Zeitgenossen große Zukunftsängste. Die Begriffe „Krisen“, „Katastrophen“ und „Kriege“ haben Hochkonjunktur. Die globale Welt befindet sich gegenwärtig in einem tiefgreifenden Transformationsprozess am Übergang zwischen der Industriegesellschaft des 19. und 20. Jahrhunderts zur postindustriellen Gesellschaft im 21. Jahrhundert.

Eugen Wendler

34. Nachhaltige Markenführung

Die Nachhaltigkeit hat eine lange Geschichte. Die Idee, die mit dem Begriff verbunden ist, taucht schon im 15. Jahrhundert in sogenannten Forstordnungen auf, z. B. 1442 in einer Anordnung zur Waldnutzung und Walderhaltung der Stadt Speyer.

Gert Gutjahr

Kapitel 4. Katastrophenberichterstattung

Katastrophen haben die Kraft, Gesellschaften zu erschüttern, ihre kollektive Bewusstseinsschemata zu prägen und zu verändern (Alexander, 2004). Dabei werden die meisten Menschen (zu Friedenszeiten) nie selbst zu Betroffenen einer Katastrophe. Vielmehr erfahren sie davon aus den Medien, weshalb die Berichterstattung darüber erhebliche gesellschaftliche und politische Implikationen besitzt. Vor diesem Hintergrund erstaunt es, dass es von Seiten der Risikosoziologie bislang nur wenige Versuche gegeben hat, journalistische Katastrophenberichterstattung in die Theoriebildung einzubeziehen. Dies änderte sich erst in den früheren 2000er Jahren. So verwiesen Keller (2003) und schließlich auch Beck (2007) in seiner wegweisenden Arbeit „Weltrisikogesellschaft“ auf die zentrale Bedeutung der medialen Berichterstattung und ihre Rolle in der gesellschaftlichen Aushandlung von Risikobewertungen.

Florian Meißner

Kapitel 6. Deutsche Außenpolitik gegenüber Georgien 2003–2012: Politische Beziehungen

Im Zeitraum 2002–2012 regierten in Deutschland drei Koalitionen: Bis 2005 bildete Rot-Grün (Kabinett Schröder II) die Bundesregierung, von 2005 bis 2009 Schwarz-Rot (Kabinett Merkel I) und zwischen 2009–2013 Schwarz-Gelb (Kabinett Merkel II). Mit der Kaukasus-Initiative fokussierte sich die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder stark auf einen regionalen Ansatz. Die Bedeutung der regionalen Gestaltung deutscher Außenpolitik erhöhte sich zusätzlich mit dem Start der ENP und später mit der Östlichen Partnerschaft.

Mikheil Sarjveladze

Kapitel 7. Sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit Georgien

Nach dem Ende des Ost-West-Konflikts befand sich Deutschland auf einmal in einer sehr günstigen außenpolitischen Ausgangslage. Das Land rückte, umgeben von Freunden und Partnern, in die Mitte Europas. Die Mitgliedschaft in der NATO und der Europäischen Union garantierte die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland.

Mikheil Sarjveladze

Kapitel 4. Konvektiver Wärme- und Stoffübergang. Strömungen mit Phasenumwandlungen

Einige der im Folgenden zu behandelnden Vorgänge des konvektiven Wärme- und Stoffübergangs mit Phasenumwandlung sind schon in den bisherigen Kapiteln erörtert worden, dazu gehören die Verdunstung einer Flüssigkeit an der Grenzfläche zwischen einem Gas und einer Flüssigkeit oder die Sublimation an einer Gas-Feststoff-Grenzfläche. Sie ließen sich mit den Methoden des konvektiven Wärme- und Stoffübergangs beschreiben. In vielen Prozessen des Wärme- und Stoffübergangs in Fluiden spielen jedoch Vorgänge des Kondensierens oder Siedens an festen Oberflächen eine entscheidende Rolle. In Wärmekraftanlagen wird Wasser von hohem Druck im Kessel verdampft und der Dampf, nachdem er in der Turbine entspannt wurde, wieder in einem Kondensator verflüssigt. In Kompressions- und Absorptionskälteanlagen und in Wärmepumpen sind Verdampfer und Kondensatoren wichtige Bestandteile der Anlage. Zur Stofftrennung von Gemischen macht man sich die unterschiedliche Zusammensetzung von Dämpfen im Gleichgewicht mit ihren Flüssigkeiten zunutze. Verdampfung und Kondensation sind daher charakteristisch für viele Stofftrennprozesse in der Verfahrenstechnik. Als Beispiele seien das Eindampfen, das Kondensieren, die Destillation, die Rektifikation und die Absorption von Fluiden genannt.

Hans Dieter Baehr, Karl Stephan

Kapitel 3. Depression – der Fluch des Starken

Wenngleich der Begriff „Depression“ umgangssprachlich im Sinne von „sich traurig fühlen“ verwendet wird, ist eine klinische Depression eine ernste affektive Störung, die in schweren Fällen zu psychotischen Symptomen, Selbstvernachlässigung oder Suizid führen kann. Die Symptome einer klinischen Depression werden oft in drei Gruppen unterteilt: Kernsymptome, psychische Symptome und somatische (oder körperliche) Symptome (Tab. 3.1).

Neel Burton

Auswirkungen des Meeresspiegelanstiegs auf maritime Grenzlinien

Vor dem Hintergrund des skizzierten Meeresspiegelanstiegs (Kap. „ Naturwissenschaftlicher Hintergrund “) ist es Anliegen dieses Kapitels, dessen Auswirkungen auf maritime Grenzlinien zu untersuchen. Zu klären gilt, ob sich verändernde Küstenformen auch im Verlauf maritimer Grenzlinien widerspiegeln. Bejahendenfalls soll in Konkretisierung der gewonnenen Erkenntnis der Frage nachgegangen werden, ob alle maritimen Grenzlinien gleichermaßen „veränderungsanfällig“ sind. Ziel dessen ist es, eine möglichst realistische Gefährdungsprognose aufzustellen sowie den potenziellen Handlungsbedarf der Staaten mit Blick auf ihre maritimen Grenzlinien aufzuzeigen. Untersuchungsgegenstand dieses Kapitels bilden dabei ausschließlich unilateral gezogene Grenzlinien zur See. Vertraglich vereinbarten Grenzlinien ist ob der ihnen inhärenten Besonderheiten (Stabilitätsprinzip, Drittwirkung) das nachstehende Kapitel gewidmet.

Eike Blitza

Kapitel 7. Öffentliche Beschaffung biobasierter Produkte – Erkenntnisse aus einer deutschlandweiten Studie öffentlicher Auftraggeber

Öffentlichen Auftraggebern kommt hinsichtlich einer nachhaltigen Beschaffung eine Vorbildrolle zu. Dies trifft im Zusammenhang mit der Bioökonomiestrategie der Bundesregierung insbesondere auch auf die Beschaffung biobasierter Produkte zu. Biobasierte Produkte sind dadurch gekennzeichnet, dass sie zu einem relevanten Anteil aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Über den Umfang und die Potenziale der öffentlichen Beschaffung biobasierter Produkte gibt es bislang keine belastbaren Daten. Ebenso gibt es nur Vermutungen über die Gründe, die einer Beschaffung dieser Produkte in der Praxis entgegenstehen. Diese Lücke schließt eine im Rahmen eines vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderten Projekts durchgeführte deutschlandweite Befragung öffentlicher Auftraggeber. Fast 1200 öffentliche Auftraggeber haben sich im Sommer 2017 an dieser Studie beteiligt, sodass nunmehr eine für diesen Bereich äußerst breite Datenbasis vorliegt.

Felix Blank, Michael Broens, Jennifer Fischer, Ronald Bogaschewsky

Kapitel 3. Empirie

Als Brückenpfeiler zwischen Asien und Europa kommt Afghanistan eine enorme geostrategische Bedeutung zu, die über die Jahrhunderte immer wieder das Interesse expansiver Großmächte weckt. Von einem afghanischen Staat avant la lettre kann jedoch erst ab 1747 gesprochen werden, als Ahmad Shah Durrani in Kandahar zum Anführer einer paschtunischen Stammeskonföderation gekürt wird und – gegen den Widerstand regionaler Großmächte – seine Herrschaft sukzessive auf das komplette Territorium des heutigen Afghanistans ausdehnt. Ein genuines Nationsbewusstsein ist zu diesem Zeitpunkt zwar noch nicht vorhanden, erstmals kann Afghanistan jedoch als ein von den persischen Dynastien und dem Mogulreich distinktes politisches Vielvölker-Konstrukt identifiziert werden (Rubin 2013, S. 112-113; Murtazashvili-Brick 2016, S. 36-40).

Sarah Schmid

Kapitel 2. Prozess der Sozialen Marktwirtschaft im trade-off zwischen nationalen Präferenzen, Vollendung des Binnenmarkts und Laisser-faire-Prinzip

Die EU gilt gleichsam mit den öffentlich angepriesenen Perspektiven ihrer politischen Konstrukteure, ihrem ökonomischen Konzept einschließlich seiner inhärenten Wohlfahrtsmaximierung durch den primär privilegierten Einsatz der liberalen Wirtschaftslehre als eine der privilegiertesten Regionen der Welt. Zum Erhalt ihrer selbst ist die EU natürlich ebenso legitimationspflichtig wie die nationalstaatliche Politik. So wird die EU im öffentlichen Raum politisch und ökonomisch per se als Win-win-Modell vermarktet, das uneingeschränkt für „einen Gewinn an Sicherheit und Wohlfahrt“ für alle Bürger sorge.

Klaus Zapka

Kapitel 3. Auswirkungen von Mikroplastik

Die Auswirkungen von Mikroplastik auf die Flüsse und Seen ist bisher noch weitestgehend unerforscht. Zahllose Untersuchungen an marinen Ökosystemen und deren Bewohnern zeigen jedoch deutlich, welche Folgen Mikroplastik haben kann. Um an das Thema heranzuführen, ist es zuvor wichtig zu klären, wie Kunststoffe aufgebaut sind, wie es zu den vielfältigen Eigenschaften von Plastik kommt und welche Gefahren damit verbunden sind.

Andreas Fath

Kapitel 6. Fazit und Ausblick

Wenn wir richtig damit umgehen ist Kunststoff ein Segen. Das Material ist so vielseitig, dass es keine Branche gibt, die darauf verzichten könnte (siehe Tab. 4.3 und Abb. 4.4). Mit Glasfasern oder Kohlenstoffnanotubes erreicht Plastik Festigkeitswerte von metallischen Werkstoffen und mit Plastifizierungshilfsmitteln werden sie so weich und biegsam wie Papier.

Andreas Fath

Kapitel 5. Umweltökonomik

Die Volkswirtschaftslehre beschäftigt sich grundsätzlich und in allen Teildisziplinen, wie sie in diesem Band vorgestellt werden, mit Entscheidungsproblemen, die im Zuge der Bereitstellung und Verteilung von knappen Gütern und Ressourcen entstehen. Die Hauptsätze der Wohlfahrtsökonomik kommen in diesem Zusammenhang zu dem Ergebnis, dass wettbewerbliche Märkte in der Lage sind, die individuellen Entscheidungen so zu koordinieren, dass sich im Hinblick auf die individuellen Bedürfnisse Ergebnisse einstellen, die auch aus sozialer Sicht wünschenswert sind. Die Ergebnisse des Marktmechanismus sind als effizient anzusehen, da sie nicht in dem Sinne verbessert werden können, dass der Nutzen aller Individuen erhöht werden kann, oder zumindest der Nutzen einiger Individuen verbessert werden kann, ohne dass gleichzeitig der Nutzen anderer sinkt.

Roland Menges

Kapitel 3. Räumliche Öffnung und hohe Dynamik: Stilisierte Fakten zur „zweiten Globalisierung“

Das in der „zweiten Globalisierung“ charakterisierende Muster der globalen Spezialisierung zeigt sich in der Robustheit der weltwirtschaftlichen Entwicklung, die sich ganz offenkundig unbeeindruckt von politischen Schocks mit relativer und dennoch erstaunlicher Beständigkeit vollzieht. Gemessen an den Erfahrungen und an den theoretischen Erwägungen zur Konjunktur ist diese Robustheit angesichts von Brexit und Donald Trump ansonsten schwer zu erklären. Konjunkturelle Robustheit und Ausreifung der „zweiten Globalisierung“ erscheinen somit als zwei Seiten einer Medaille, deren Glanz allerdings dadurch verblasst, dass sich mit diesen Wirkungen eine zunehmende Entkräftung, gar Erschöpfung dieser Globalisierung verbinden. Gemeint sind die Effizienzillusion aufseiten der Entwicklungsländer sowie die Sicherheitsillusion der entwickelten Industrieländer.

Michael Hüther, Matthias Diermeier, Henry Goecke

Kapitel 3. Land und Politik: Konfliktlinien und Machtverhältnisse in der Region Isthmus von Tehuantepec

Der Bau der Windkraftanlagen findet in einem konflikthaften Kontext statt. Dieser ist von Auseinandersetzungen um Ressourcen und politische Teilhabe geprägt. Im folgenden Kapitel beschreibe ich historisch gewachsene strukturelle Ungleichheiten, Konfliktlinien und Machtverhältnisse in der Region.

Rosa Lehmann

Vergangene Zukunft – Die Modellierung des Künftigen in den Wahlwerbespots zur Bundestagswahl 2017

Wahlwerbespots sind – bildlich gesprochen – eine höchst verderbliche Ware mit einem exakt definierten Verfallsdatum: Ihre Relevanz als Medium der politischen Kommunikation endet spätestens am Wahltag mit der Schließung der Wahllokale. Unmittelbar danach büßen sie ihren Status als Gebrauchsfilme, also als Filme „die nicht primär ästhetisch-künstlerische Artefakte sind, sondern von ihren Produzenten als Instrumente aufgefasst werden, d. h. als Mittel für bestimmte, klar definierte Zwecke, die in organisierten Prozessen der/zur Herstellung von Kenntnissen, Gütern und gesellschaftlichem Verhalten verfolgt warden“ ein. Fortan fungieren sie allenfalls noch als Quellen der Forschung, ihr politischer Nutzen hat sich erschöpft.

Kay Kirchmann, Nicole Wiedenmann

(K)Ein Versprechen für die Zukunft – Ökosensible Themen im Wahlkampf 2017

Im 21. Jahrhundert, dem Zeitalter der globalen Krise, des Artensterbens und der Diskussionen um Klimawandel und Ressourcennutzung beschäftigt sich Politik mehr denn je mit Themen wie dem Schutz von natürlichen Lebensgrundlagen und -räumen sowie dem Schutz von nichtmenschlichen Bestandteilen und Akteuren der Umwelt, seien sie biotischer (Flora, Fauna) oder abiotischer Art (Böden, Gewässer, Luft usw.). Der Beitrag analysiert die Werbespots zur Bundestagswahl 2017 hinsichtlich des Stellenwerts solcher ökosensibler Themen und des audiovisuellen Umgangs mit ihnen. Dabei werden verschiedene narrative Strategien und Bildrhetoriken herausgearbeitet, die von der Verklärung des Status Quo bis zur Schuldzuweisung an Missständen, von der aktiven, anpackenden Sicht auf die Gegenwart bis zur optimistischen oder pessimistischen Sicht auf die Zukunft reichen. Trotz dieser Unterschiede lassen sich in den Spots wiederkehrende Momente der Verdrängung erkennen, die kritisch hinterfragt werden.

Peter Podrez

Die „kleinen“ Parteien – Ein Überblick zu den Wahlwerbespots bei der Bundestagswahl 2017

Der Beitrag widmet sich der Analye und Interpretation der Wahlwerbespots von den Parteien, die den Einzug in den Deutschen Bundestag nach der Bundestagswahl 2017 nicht geschafft haben, da sie an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert sind. Zunächst werden die Entwicklungen und die Ziele der einzelnen Parteien vorgestellt, bevor die angebotenen Texte und Bilder der Spots reflektiert werden. Eine jeweils abschließene Interpretation rundet die einzelnen Auswertungen ab. Insgesamt zeigt sich, dass die Werbefilme sehr unterschiedlich gestaltet worden sind. So wird mit Ängsten und Feindbildern ebenso gearbeitet wie mit Hoffnungen und Sehnsüchten. Des weiteren werden verschiedene Erzählformen in den Spots verwendet, die von der direkten Ansprache der Kandidaten über erzählte Spielszenen mit Testimonials bis hin zu Verwendung von Illustrationen und Montagen reichen.

Christian Schicha

Alles heile Welt? Analyse der 2017er Wahlwerbespots der ‚grünen Parteien‘ BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN, ÖDP und V-PARTEI3

„Umwelt ist nicht alles. Aber ohne Umwelt ist alles nichts.“ Neben anderen sind es solche Devisen, unter denen die seit den 1980er Jahren in vielen westeuropäischen Ländern entstandenen ‚grünen Parteien‘ ihre Wahlprogramme propagieren. Ursprünglich setzten sich ihre Mitglieder mehrheitlich aus basisnahen Bürgerinitiativen zusammen. Seit jeher treten diese Gruppierungen gegen die traditionellen Politikkonzepte der etablierten Großparteien an und agitieren vor allem für Umweltschutz, Individualismus und direkte Demokratie.

Alexander Becker, Sophia Stiftinger

1. Globale Herausforderung: Ersatz fossiler durch regenerative Brennstoffe

Energie ist nicht alles, aber ohne Energie läuft gar nichts. Hierbei hat jedoch die Energieversorgung der heutigen technisierten Gesellschaften tief-dunkle Wurzeln. Sie beruht auf der Ausbeutung unterirdischer Lager von Kohle, Erdöl und Erdgas. Das erste Kapitel beschreibt die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und die daraus resultierenden globalen Probleme: i) internationale Sicherheit und ökonomischer Stabilität, ii) Gesundheitsschäden, iii) leidvolle und kostspielige „Umweltunfälle“ und iv) Klimawandel. Des Weiteren führt das erste Kapitel in das Energiespeicherproblem ein. Die Speicherung von Wind- und Solarstrom in Batterien ist durch deren geringe Energiespeicherdichte eingeschränkt. Durch Informationen zur problematischen Nutzung fossiler Brennstoffe und dem Energiespeicherproblem motiviert das erste Kapitel die Entwicklung von Alternativen.

Holger Dau, Philipp Kurz, Marc-Denis Weitze

10. „Unsere Mitarbeiter in Frankreich sind Avantgardisten.“

Ein Gespräch mit Adolf Walth Executive Vice President Sales & Marketing Messer Group GmbH, und Diana Buss Senior Vice President Corporate Communications Messer Group GmbH

Adolf Walth: Messer ist ein Traditionsunternehmen und wurde 2018 stolze 120 Jahre alt. Die Kernbereiche unseres Unternehmens sind Industriegase und Schweißen-Schneiden, darüber hinaus treten wir als Spezialist für Gase im Medizin- und Lebensmittelbereich auf. Bei unseren Produkten handelt es sich wohlgemerkt um Industriegase, nicht um Propan- oder Erdgas – das wird oft verwechselt. In Frankreich stehen wir unter anderem im Wettbewerb mit Air Liquide, wir haben fast die gleiche Produktpalette.

Dorothée Kohler, Jean-Daniel Weisz

7. Aggregatzustände und Lösungen

Luft (gasförmig), Wasser (flüssig) und Boden (fest) werden in ihren wesentlichen Eigenschaften durch ihre Aggregatzustände bestimmt. Bewegung und Anordnung der Moleküle und Atome zueinander kennzeichnen diese Aggregatzustände (Abb. 7.1). Diese sind wiederum durch die chemische Beschaffenheit der Stoffe und durch die Bewegung ihrer Teilchen erklärbar. Die Teilchen bewegen sich ständig nicht nur in Gasen, sondern auch in Flüssigkeiten (Brown’sche Bewegung). Die Bewegungen sind umso heftiger, je höher die Temperatur ist. Diese Sachverhalte beschreibt die mechanische oder kinetische Wärmetheorie. In Gasen berühren sich die Stoffe nur, wenn die Moleküle oder Atome aufeinanderstoßen. In Flüssigkeiten und in Feststoffen behalten sie den Kontakt miteinander und führen Schwingungen aus. In Flüssigkeiten können die Kontakte leicht gelöst und neu geknüpft werden. In Feststoffen liegen sie fest.

Prof. Dr. Horst Bannwarth, Dr. Bruno P. Kremer, Prof. Dr. Andreas Schulz

12. Stoffe, Energie und Information

Für das Überleben eines jeden Organismus ist es von entscheidender Bedeutung, dass er alle Nährelemente in der für ihn richtigen Form und Menge aufnimmt. So müssen alle Tiere und Menschen und mit ihnen sämtliche heterotrophen Organismen als Kohlenhydrate, Fette und Proteine aufnehmen. Dagegen nehmen alle Pflanzen und mit ihnen alle autotrophen Organismen – etwa die Cyanobakterien (Blaugrünbakterien, früher Cyanophyceen bzw. Blaualgen genannt) – diese Elemente in anorganischer Form als Kohlenstoffdioxid, Wasser, Ammonium, Nitrat und Sulfat auf. Wir nennen die genannten organischen Verbindungen energiereich im Gegensatz zu den anorganischen, weil sie brennbar sind und beim Verbrennen Wärmeenergie freisetzen. Bei der biologischen Oxidation (Atmung) wird diese Wärmeenergie metabolisch genutzt. Für Lebewesen ist aber ganz besonders wichtig, dass beim Stoffabbau die frei werdende Energie nicht nur als Wärme anfällt, sondern als chemisch verwertbare Energie in Form von Adenosintriphosphat (ATP) festgehalten und für die Aufrechterhaltung von basalen Lebensfunktionen genutzt wird (Kap. 1, 19 und 20).Organische Stoffe sind in Lebewesen nicht nur Betriebsstoffe zur Energieversorgung, sondern auch Baustoffe von Zellen. Sie bestimmen die Struktur und die äußerlich sichtbare Erscheinungsform der Lebewesen. Leben entwickelt sich immer nach einem im Zellkern vorhandenen Bauplan, dessen stoffliche Basis die Nucleinsäuren (DNA, RNA) sind. Sie steuern über die Genexpression die Proteinsynthese und damit die Formbildung (Morphogenese). Durch klassische Experimente an der einzelligen Grünalge Acetabularia hat man – noch bevor die Details des Informationsmanagements durch die Erbsubstanz der DNA und RNA bekannt waren – schon früh erkannt, dass es stoffliche Ursachen sind, die im Zellkern vorhanden sind und auch solche, die an die Zelle abgegeben werden, damit sich Struktur und Funktion eines Lebewesens entwickeln können (Kap. 1 und 18).

Prof. Dr. Horst Bannwarth, Dr. Bruno P. Kremer, Prof. Dr. Andreas Schulz

16. Schutz vor Biofouling

Elektrochemische sowie Anti-Haft-Technologien zum Schutz von Schiffsrümpfen und Membranmodulen vor Biofouling

Biofouling gehört zu den Schlüsselproblemen vieler technischer Systeme. Es beschwert Schiffe, verstopft Filtrationsmodule zur Wasseraufbereitung oder verursacht hygienische Probleme in klinischen Umgebungen. Am Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS wurden materialwissenschaftliche Lösungen entwickelt, um die Adhäsion von Foulingbildnern zu verhindern. Ein elektrisch leitfähiges Lacksystem, auf Schiffe aufgetragen, hält die Oberflächen über lange Zeit effektiv foulingfrei. Dünne hydrophile Schichten auf Komponenten von Filtrationsmodulen vermindern die Anlagerung von Mikroorganismen und können so zur Steigerung der Effizienz und Energieeinsparung beitragen.

Ralf B. Wehrspohn, Ulrike Hirsch

Kapitel 6. Zusammenfassung der Ergebnisse

Bislang sind deutsche wasserwirtschaftliche Unternehmen keinem wirklichen wettbewerblichen Druck ausgesetzt. Angesichts der positiven Effekte vonWettbewerb, die weit über die reine Kosteneffzienz hinausgehen, ist ein Verzicht auf diese Institution nur dann gerechtfertigt, wenn sich entweder kein wettbewerbliches Verfahren findet oder aber die Einführung mit einer unerwünschten Qualitätsdegression verbunden ist, die auch über eine begleitende Qualitätsregulierung nicht verhindert werden kann.

Mark Oelmann

Kapitel 5. Für eine Reform der Preis- und Qualitätsregulierung

Im Rahmen des dritten Kapitels wurde gezeigt, dass es sich bei den deutschen wasserwirtschaftlichen Unternehmen um regulierungsbedüftige natürliche Monopolisten handelte, dass aber gleichwohl verschiedene Preisregulierungsverfahren eingesetzt werden könnten, die Anreize zu einem effzienteren Wirtschaften begründen würden. Zwar wurden bereits in der theoretischen und empirischen Auseinandersetzung mit den einzelnen Verfahren deren jeweilige Vorteile und Nachteile herausgearbeitet und auch die Entwicklungen auf bundesdeutscher und europäischer Ebene wurden erläutert, ein in sich geschlossener Reformvorschlag wurde bislang aber noch nicht präsentiert.

Mark Oelmann

Kapitel 4. Theoriegeleitete Analyse qualitätsregulatorischer Konzepte

Im vorangegangen Kapitel wurde herausgearbeitet, dass eine Anwendung anreizorientierter Regulierungsverfahren in der Wasserwirtschaft grundsätzlich eine begleitende Qualitätsregulierung erfordert. Im Rahmen dieses Kapitels nun wird sich zunächst in Abschnitt 4.1.1 mit dem Begriff der Qualität im Allgemeinen und der Bestimmung und Kategorisierung einzelner Qualitätsziele in der Wasserversorgung im Besonderen auseinandergesetzt. Darauf aufbauend werden Kriterien entwickelt, mit Hilfe derer Instrumente dahingehend beurteilt werden können, ob sie dazu beitragen, exogen vorgegebene Qualitätsziele ökonomisch sinnvoll zu erreichen.

Mark Oelmann

Kapitel 1. Einleitung

Die Wasserwirtschaft ist ein hochregulierter Wirtschaftsbereich. Der Verzicht auf Wettbewerb begründet dabei die Vermutung, dass relativ zu teuer, relativ zu kleinteilig oder zu großflächig, relativ zu wenig kundenorientiert und relativ zu wenig innovativ gewirtschaftet wird. Diese Implikationen eines fehlenden Wettbewerbs in der deutschen Wasserwirtschaft dürften damit eine zentrale Erklärungsvariable für die im internationalen Vergleich sehr hohen Kosten sein (Abbildung A.1 im Anhang).

Mark Oelmann

Kapitel 3. Theoriegeleitete Analyse preisregulatorischer Konzepte

In einem ersten Schritt wird nun zunächst begründet, weswegen und wo für die Wasserwirtschaft eine Preisregulierung nötig erscheint. Darauf aufbauend werden verschiedene Regulierungsverfahren auf ihre grundsätzliche Eignung für eine Anwendung in der deutschen Wasserwirtschaft überprüft. Eine Darstellung, wie solche Verfahren in der Praxis eingesetzt werden und inwieweit seitens der Europäischen Union ein spezifisches Verfahren präferiert wird, rundet dieses Kapitel ab.

Mark Oelmann

Kapitel 2. Grundüberlegungen zur deutschen Wasserwirtschaft

Ziel dieses Kapitels ist es, die allgemeinen Grundlagen der deutschen Wasserwirtschaft (Wasserversorgung und Abwasserentsorgung) vorzustellen und die Punkte, die für die Diskussion in den folgenden Kapiteln zentral sind, herauszustellen. Daher wird derWassersektor zunächst im ersten Abschnitt mit Hilfe von Kennzahlen vorgestellt. Unter anderem wird hier die enorme Schwankungsbreite in den Preisen und Abgaben (Oberbegriff für Steuern, Gebühren und Beiträge) auffallen.

Mark Oelmann

7. Erneuerbare Energien

Die Suche nach erneuerbaren Energiequellen , die den weltweiten Bedarf decken ohne der Umwelt zu schaden gehört zu den schwerwiegendsten und dringlichsten Aufgaben unserer modernen Welt. Der größte Teil der der Energie, die wir heute nutzen, stammt immer noch von stark umweltverschmutzenden, nicht nachwaschsenden fossilen Brennstoffen. Kernkraft ist ebenfalls eine natürliche Energiequelle, aber in den Atomkraftwerken entstehen radioaktive Abfälle und selbst die sichersten Anlagen bergen das Risiko eine Katastrophe in sich. Zusätzlich zum Wind bildet die Wasserkraft eine vielversprechende Alternative, aber die zuverlässigste und unerschöpfliches von allen Energiequellen ist die Sonne.Trotz vielversprechender Aussichten sind alternative Energiesysteme nicht frei von Problemen. Allen voran steht die Notwendigkeit auf praktikable und trotzdem preisgünstige Weise Elektrizität für die Zeiten speichern zu können, in denen aus Mangel an Wind, Sonnenschein oder Wasser die Kraftwerke brach liegen. Trotzdem ist der Nutzen dieser Systeme enorm. Sie verringern die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und reduzieren die Belastung der Umwelt. Bei einer ökologischen Sanierung sollte grundsätzlich der mögliche Einsatz regenerativer Energien untersucht werden. Dazu zählen solarthermische Anlagen, Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen sowie Biomasse-Heizungen. Mit ihnen kann eine größere Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und ihren Preisen sowie als Folge auch eine nachhaltige Reduzierung der CO2-Emissionen erreicht werden.

Dr. Michael Stahr

4. Ökologisches Sanieren von Baukonstruktionen

Ausgangspunkt der energetischen Sanierung ist die bauliche Analyse des Gebäudes – d. h. der Bauteile der Gebäudehülle und der Anlagentechnik – sowie deren Nutzung. Sowohl die Restlebensdauer sollte abgeschätzt werden als auch die Schäden. Die Genauigkeit bzw. die Tiefe der Untersuchungen werden hauptsächlich von zwei Faktoren bestimmt: 1. dem baulichen Zustand des Gebäudes und 2. der Komplexität der Bauaufgabe. An Hand von Beispielen aus Roh– und Ausbau werden eine Vielzahl ökologischer Sanierungsmaßnahmen aufgezeigt.

Dr. Michael Stahr

Kapitel 25. Marken mit Verantwortung: Entwicklung eines Bezugsrahmens der verantwortlichen Markenführung

Die Erwartungen der Verbraucher verändern sich: Immer mehr Konsumenten fordern von Unternehmen eine stärkere Berücksichtigung ökologischer und sozialer Belange. Vor diesem Hintergrund diskutiert der Beitrag, was Unternehmen tun müssen, um sich in ihrer Markenführung diesen Anforderungen zu stellen. Auf der Basis einer Analyse unterschiedlicher Markenmodelle, die die Themen Nachhaltigkeit und CSR fokussieren, werden allgemeine Anforderungen an eine verantwortungsvolle Markenführung abgeleitet. Hierauf aufbauend wird ein spezifisches und tragfähiges Modell zum Aufbau von Marken mit Verantwortung vorgestellt sowie anhand von Beispielen aus der Praxis erläutert.

Holger J. Schmidt

Kapitel 36. Technologien für eine bessere Welt – Corporate Responsibility bei der Deutschen Telekom

Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen (UN) betont, wie wichtig der Beitrag von Unternehmen ist, um die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN zu erreichen. Wie kann es Unternehmen gelingen, nicht nur mögliche negative Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit zu minimieren, sondern darüber hinaus wirkungsvolle, positive Impulse für einen nachhaltigen Wandel zu setzen? Der Artikel beleuchtet, mit welchen Strategien, Instrumenten und Maßnahmen die Deutsche Telekom daran arbeitet, das Nachhaltigkeitspotenzial ihres Kerngeschäfts systematisch zu bewerten und zu erschließen – im engen Austausch mit ihren Stakeholdern. Er deckt auf, welch große Chancen digitale Lösungen für die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele bieten.

Birgit Klesper

Kapitel 4. Nachhaltigkeit und Digitalisierung als Chance für Unternehmen

Digitalisierung erscheint auf den ersten Blick als nichtkompatibel zu Prinzipien der Nachhaltigkeit. Insbesondere die Schnelligkeit der Daten, aber auch die Disruption ganzer Geschäftsmodelle und Branchen erfordern Strategien, die zeitnah und flexibel greifen. Digitale Geschäftsmodelle beinhalten größtenteils die Möglichkeit der Ressourcenschonung. Insofern kann Digitalisierung, muss aber nicht, einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Der Beitrag setzt sich damit auseinander, wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung für langfristige Erfolge intelligent verbunden werden können.

Anabel Ternès

7. Feuerlöschanlagen (FLA)

Feuerlöschanlagen sind Einrichtungen des vorbeugenden Brandschutzes. Sie dienen der Rettung und dem Schutz von Personen sowie der Brandbekämpfung. Eine FLA wird als Raumschutz- oder Objektschutzanlage automatisch oder manuell ausgelöst.

Peter Lein

12. Brandschutz in TGA-Anlagen

Anlagen der Technischen Gebäudeausrüstung dürfen dann genehmigungsfrei eingebaut werden, wenn das Gebäude und dessen Nutzung nach dem Baurecht und den allgemein anerkannten Regeln der Technik erstellt wurden. Die Einhaltung der baurechtlichen Anforderungen an die eingeführten Technischen Baubestimmungen und der jeweiligen Landesbauordnung ist dabei eine Voraussetzung.

Peter Lein

1. Nachhaltig Konstruieren

Im Kern des nachhaltigen Bauens geht es darum, unter dem Leitbild der Nachhaltigkeit eine ökologisch, ökonomisch und soziokulturell angemessene Planung zu erstellen und umzusetzen.

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen

Kapitel 3. Brexit bedeutet Brexit – Theresa May und die Quadratur des Kreises

Theresa May steht als Nachfolgerin von David Cameron vor der Aufgabe, das Referendumsergebnis zu interpretieren und in konkrete politische Entscheidungen umzusetzen. Cameron hatte untersagt, für diesen Fall Eventualplanungen vorzubereiten. May muss ein ausgewogenes Kabinett bilden und klare Zielvorstellungen sowie ein taktisches Konzept für die Verhandlungen mit der EU entwickeln. Sie legt sich vorschnell auf einen harten Brexit fest. Im März 2017 löst sie den Austrittsprozess aus. In vorgezogenen Neuwahlen verliert sie ihre bisherige Mehrheit. Erst im Sommer 2018 legt sie in Chequers ein hybrides Austrittskonzept vor. Die Brexit-Diskussion wird danach chaotischer und konfuser. Der Widerstand in den eigenen Reihen wächst, die Opposition lehnt den im November ausgehandelten Austrittsvertrag ab.

Rudolf G. Adam

Frieden und Schutzverantwortung

Dient die Schutzverantwortung/Responsibility to Protect (R2P) dem Menschenrechtsschutz oder gefährdet sie den Frieden? Die Idee der Schutzverantwortung, die Achtung der Menschenrechte im Kontext massiver Gewaltkonflikte – namentlich Genozid, Kriegsverbrechen, ethnische Säuberungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit – zu stärken, ist hinsichtlich der präventiven Anteile der R2P oder der Wiederaufbaudimension eher unproblematisch. Auch die Einforderung der aktiven Verantwortungsübernahme durch den souveränen Nationalstaat, unter Umständen mit konsensualer internationaler Unterstützung und Kooperation, erscheint weitgehend unverfänglich.

Dan Krause, Michael Staack

19. Umweltschutz

Beim Planen, Bauen, Betreiben und Instandhalten der Eisenbahninfrastruktur sind Umweltbeeinträchtigungen zu vermeiden und unvermeidbare Umweltbeeinträchtigungen zu minimieren oder auszugleichen bzw. zu ersetzen. Die materiellen und ethischen Anforderungen sind in einer Vielzahl von Gesetzen, Verordnungen, Richtlinien, Leitfäden, sowie sonstigen Normen und Regelwerken verankert. Verstöße können zu straf- und haftungsrechtlichen Konsequenzen führen, darüber hinaus kann die Reputation des Unternehmens erheblichen Schaden nehmen. Die Beachtung dieser Anforderungen auf allen Ebenen der Unternehmenshierarchie sicher zu stellen, ist für die oberste Leitung des Unternehmens von gleicher Relevanz, wie etwa die Gewährleistung der Gebrauchssicherheit von Produktionsmitteln und Produkten.

Henning Schwarz

Kapitel 10. Stillgewässer

Stillgewässer wurden schon immer für Fischerei und Jagd, Transport, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung genutzt. Im Mittelalter entstanden viele Stillgewässer neu als Mühlenweiher oder Fischteiche, die einen besonderen naturschutzfachlichen Wert entwickelt haben. Im 20. Jahrhundert kam es zu einer starken Eutrophierung der Gewässer durch Haushaltsabwässer, die heute aber zum größten Teil durch Ringkanalisation und Kläranlagen aufgefangen werden. Diffuse Einträge aus der Landwirtschaft sind dagegen oft noch problematisch. Auch durch Freizeitnutzung und Bebauung der Ufer kommt es zu Beeinträchtigungen. Bei der Renaturierung der Stillgewässer und ihrer Ufer sind vor allem die Reduktion der Nährstoffbelastung und der Versauerung sowie die Wiederherstellung einer naturnahen Uferdynamik und einer standortgemäßen Vegetation von Bedeutung. In vielen Fällen sind aber die einst verschwundenen Pflanzen- und Tierarten noch nicht zurückgekehrt und müssen eingebracht werden. Zukünftige Herausforderungen für Stillgewässer sind invasive Fremdarten und die Auswirkungen des Klimawandels.

Johannes Kollmann

Kapitel 11. Grundwasser- und Regenwassermoore

Grundwasser- und Regenwassermoore waren in Mitteleuropa häufig und kamen in unterschiedlichen Ausprägungen vor. In den vergangenen Jahrhunderten sind sie zum größten Teil zerstört worden, und nur etwa 4 % der ursprünglichen Moorfläche ist noch intakt. Die Haupttypen der Moore gliedern sich nach Art der Wasser- und Nährstoffversorgung. In vielen Regionen werden Maßnahmen zur Renaturierung von Mooren durchgeführt, die je nach hydrogenetischem Moortyp unterschiedlich ausfallen. Die Wiederherstellung einiger Ökosystemfunktionen der Moore und das Wiederansiedeln kennzeichnender Arten sind möglich, solange der Torf nicht mineralisiert und damit nicht wieder vernässbar ist. Die Renaturierung hängt von der Wiederherstellbarkeit der hydrologischen und trophischen Bedingungen ab. Manche Projekte in Hoch- und Zwischenmooren oder nährstoffarmen Grundwassermooren zeigen schon nach wenigen Jahren Erfolge, während danach oft wieder Rückschritte auftreten, besonders wenn die Wasserrückhaltung unzureichend ist und weiterhin Eutrophierung stattfindet. Vielen Renaturierungen fehlt ein Einbeziehen des Landschaftswasserhaushalts. Eine vollständige Wiederherstellung der Moore ist im Gegensatz zur Renaturierung anderer Ökosysteme langwierig.

Johannes Kollmann

Kapitel 11. Tandem-Massenspektrometrie

Bei den sanften Ionisationsmethoden haben wir Massenspektren gesehen, in denen ausschließlich ein das intakte Molekül repräsentierendes Ion auftrat. In diesen Fällen hat man zwar meist sehr gut auswertbare Isotopenmuster und kann mit exakter Masse die Summenformel ermitteln oder zumindest eingrenzen, doch über die Struktur des Ions erhält man keine Information. Ein anderes Problem ergibt sich bei dem Versuch, Fragmentierungswege bestimmter Ionen aufzuklären, da auch bei einem an Fragment-Ionen-Peaks reichen Spektrum nicht erkennbar ist, welches Fragment-Ion von welchem Vorläufer-Ion stammt.

Jürgen H. Gross

Kapitel 2. Geschmacksrichtungen

Um als „echte“ Geschmacksrichtung zu gelten, sollte eine spezifische Geschmackssinneszelle mit Rezeptorproteinen für nur diese Gechmacksmoleküle und einer intrazellulären Signaltransduktion nachweisbar sein, deren Stimulation mit diesem Geschmack zu einem messbaren neuronalen Signal im Gehirn führt. Nach dieser Definition können süß, umami, fettig und bitter als eigenständige Geschmacksqualitäten betrachtet werden. Auch salzig und sauer (mit wässrig und CO2) sind sicher „echte“ Geschmacksrichtungen, auch wenn hier noch viele Details unbekannt sind. Kokumi moduliert unser Gechmacksempfinden bereits auf Rezeptorebene, während die Temperatur- und Schmerzreize von trigeminalen Nervenendigungen uns eigentlich vor schädlichen Qualitäten unserer Nahrung warnen sollten.

Petra Schling

Grundlagen der Unternehmensplanung von Flughafengesellschaften

Nach Jahrzehnten des Daseins in der Rolle als staatliche, stark subventionierte Monopolisten ist für Flughäfen und ihre Betreibergesellschaften ein neues wirtschaftliches Zeitalter angebrochen. Standen in der Anfangs- und bisherigen Wachstumsphase des Luftverkehrs insbesondere die Ziele der regionalen Erschließung sowie Prestigeziele im Vordergrund des Betriebs und der Entwicklung von Flughäfen, so hat sich der Fokus angesichts des Einstiegs privater Investoren und eines Wechsels in der Ausrichtung des staatlichen Wirtschaftens auf die profitable Entwicklung von Flughäfen verlagert. Wurden Verluste oder nicht kostendeckende Betriebe früher toleriert, so stellen Effizienz und Effektivität für private wie zunehmend auch für staatliche Eigner Kernziele des Wirtschaftens auch an Flughäfen dar.

Benjamin Koch

Kapitel 11. Lebenslagen als Aneignungskontexte in den Lokalitäten der Feldstudie

Zur Eröffnung der Ergebnisdarstellung der Mobiltelefonaneignung im Alltag werden nun zunächst die Lebenslagen der Menschen im untersuchten Feld dargestellt, so dass der Kontext dahingehend gesetzt ist, im Rahmen welcher äußeren Bedingungen und Ressourcenbezüge (sowie deren Wahrnehmung durch die Menschen) das Alltagsmedienhandeln stattfindet – und somit jene Horizonte eröffnet sind, welche das Alltagsmedienhandeln mit bedingen und vor denen dieses erst angemessen eingeordnet und verstanden werden kann. Damit entspricht dieses Kap. C1 der Beantwortung des in Kap. A6 formulierten Leifragenbereichs Lebenslagen.

Michael Waltinger

Die zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels im Hinblick auf ausgewählte Weltregionen

Aufbauend auf den zuvor erläuterten methodischen und theoretischen Grundlagen bilden die Teile D und E dieser Arbeit das Verbindungselement zu den folgenden praktischen Teilen F und G. In Vorbereitung darauf wird der Betrachtungsfokus in Teil D auf die zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels gerichtet. Dabei werden vor allem die besonders betroffenen Weltregionen Nordafrika, die Sahelzone, die Karibik und der Golf von Mexiko, Südasien und Ostasien im Hinblick auf die Veränderung der dortigen Süßwasserverfügbarkeit, die Beeinträchtigung der Nahrungsmittelproduktion und die Zunahme von Wetterextremen untersucht.

Franziska Fabritius

Szenario Umweltmigration aus Nordafrika: Herausforderungen für die sicherheitspolitische Strategie Deutschlands

Die konkrete Anwendung des zuvor theoretisch Erarbeiteten erfolgt in diesem Teil der Untersuchung mittels einer Szenarioanalyse. Umweltinduzierte Migration aus der Region Nordafrika wird im Folgenden auf ihre sicherheitspolitischen Folgen für Deutschland als Aufnahmeland anhand eines Kooperationsszenarios und eines Konfliktszenarios betrachtet. Zunächst werden dazu die Ausgangslage in der Untersuchungsregion Nordafrika hinsichtlich der politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Situation sowie die zu erwartenden Veränderungen für die nordafrikanische Region durch den Klimawandel in den Blick genommen.

Franziska Fabritius

Präventive Politikansätze einer deutschen Sicherheitspolitik

Die in Kapitel F aufgestellten Szenarien sowie die angeschlossenen Ausführungen zu den Auswirkungen auf die betroffenen Politikfelder deutscher Politikgestaltung haben die Bandbreite dessen, was in den kommenden Jahren und Jahrzehnten aufgrund von Umweltveränderungen und deren Folgen für Deutschland zu erwarten sein könnte, nachdrücklich dargestellt.

Franziska Fabritius

Definitionen

Dieses Kapitel soll die Begriffsdefinitionen liefern, die für den weiteren Untersuchungsverlauf notwendig sind. Aufbauend darauf erfolgt in den nachfolgenden kapiteln die Analyse.

Franziska Fabritius

12. Solartechnik

Die Sonne stellt der Erde ausreichend Energie in Form von Strahlung zur Verfügung. Diese Energie treibt von jeher eine Vielzahl natürlicher Prozesse auf der Erde an. Das Kap. 12 Solartechnik erläutert die Qualität der Solarstrahlung und liefert Zahlen zur Leistung und Energie der Solarstrahlung. Im Abschnitt 12.3 Solarthermische Nutzung wird das Prinzip der Energieumwandlung in Sonnenkollektoren und deren Charakterisierung dargestellt. Solarthermische Systeme schließen diesen Themenbereich ab. Im Kapitel Photovoltaik wird sowohl das Umwandlungsprinzip als auch der Aufbau von PV‐Generatoren erläutert. Abschließend wird ein Überblick über die Technologie solarthermischer Kraftwerke gegeben.

Prof. Dipl.-Ing. Elmar Bollin

Kapitel 6. Energieeinsatz und Wasserförderung

Die Versorgung mit Wasser und Energie ist für unsere Lebensqualität vonentscheidender Bedeutung. Beide Bereiche sind eng miteinander verbunden.

Matthias Weiß

Kapitel 4. Wassergewinnung

Wasser bedeckt rund 71 % der Erdoberfläche. Es ist gespeichert in den Meeren, auf den Kontinenten und in der Atmosphäre. Das Wasser auf den Kontinenten liegt als Eis und Schnee, als Oberflächenwasser, Grundwasser und Bodenfeuchte sowie als kleiner, jedoch essenzieller Bestandteil der Biosphäre vor. Die Tab. 4-1 gibt einen Überblick über die Verteilung des gesamten Wasservorrates der Erde von rund 1,39 Mrd. km3.

Peter Fritsch

Kapitel 5. Wasseraufbereitung

Wasser ist die flüssige Form der Verbindung H2O. Ein Raumteil Wasser besteht aus zwei Raumteilen Wasserstoff (H) und einem Raumteil Sauerstoff (O). 100 Massenteile des chemisch reinen Wassers setzen sich aus 11,09 Massenteilen Wasserstoff und 88,01 Massenteilen Sauerstoff zusammen. Wasser zeigt im Vergleich zu anderen Flüssigkeiten eine Reihe auffallender Eigenschaften, wie z. B. ein Dichtemaximum bei 4 °C, die unter anderem im Bau des Wassermoleküls begründet sind.

Burkhard Wricke

Kapitel 2. Wasserabgabe und Wasserbedarf

Die Struktur der öffentlichen Wasserversorgung in Deutschland lässt sich anhand der Ergebnisse aus der Umweltstatistik veranschaulichen (Abb. 2-1). Die dargestellten Zahlen sind in der Fachserie 19 des Statistischen Bundesamtes veröffentlicht [1]. Hier ist der Weg des Wassers von der Gewinnung bis zum Letztverbraucher erfasst (alle Zahlenangaben in Mio. m3).

Winfried Hoch

Kapitel 11. Trinkwasserversorgung aus Kleinanlagen und nicht ortsfesten Anlagen

Kleinanlagen zur Trinkwasserversorgung bestehen aus einer eigenen Wassergewinnung und einer leitungsgebundenen Wasserverteilung aus der möglichst gleichmäßig nicht mehr als 1 000 m3 Trinkwasser pro Jahr entnommen werden. Anlagen aus denen mehr als 1 000 m3 Trinkwasser pro Jahr entnommen werden unterliegen uneingeschränkt den Anforderungen der DIN 2000.

Joachim Rautenberg

Kapitel 10. Prozessleittechnik und Messtechnik

Großräumige Wasserversorgungsanlagen mit weit auseinanderliegenden Anlagenteilen werden mit Hilfe von Prozessleitsystemen geordnet und wirtschaftlich betrieben. Auch bei kleineren Anlagen mit geringerer Ausdehnung sind Prozessleitsysteme wirtschaftlich gerechtfertigt.

Matthias Weiß

Kapitel 1. Ziele und Aufgaben der Wasserversorgung

Wasser ist die unverzichtbare Grundlage allen Lebens und insbesondere der menschlichen Zivilisation. Trinkwasser spielt dabei eine besondere Rolle, da es als Lebensmittel durch nichts ersetzt werden kann. Bei gemäßigten klimatischen Verhältnissen muss ein Erwachsener zwei bis drei Liter Wasser teils als Trinkwasser teils in der Nahrung zu sich nehmen.

Joachim Rautenberg

Kapitel 13. Management, Betrieb und Instandhaltung

Die Aufgaben von Management, Betrieb und Instandhaltung von Wasserversorgungsunternehmen (WVU) werden bestimmt durch die Forderungen der hygienisch, technisch und wirtschaftlich einwandfreien Belieferung des Versorgungsgebietes mit Trinkwasser unter Beachtung der einschlägigen Rechtsvorschriften und des technischen Regelwerkes. Als technisches Regelwerk und anerkannte Regeln der Technik gelten dabei vor allem die einschlägigen DIN-Normen, die DVGW-Arbeitsblätter, Merkblätter und Hinweise sowie die Unfallverhütungsvorschriften. Wesentliche Bestimmungen daraus sind von den Länderbehörden in Mustersatzungen und Richtlinien für die Praxis umgesetzt.

Joachim Rautenberg

Kapitel 12. Planung und Bau

Eine öffentliche zentrale Wasserversorgungs-Anlage (WV-Anlage) soll eine Leistung aufweisen, die den aktuellen und den prognostizierten Bedarf decken kann.

Andreas Baur

Kapitel 7. Wasserspeicherung

Für die Wasserspeicherung waren bis 1998 ausschließlich die vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW) im damaligen Fachausschuss „Wasserbehälter“ entwickelten folgenden Arbeits- und Merkblätter ausschlaggebend.

Gerhard Merkl

Kapitel 8. Wasserverteilung

Hauptbestandteile des Systems zur Wasserverteilung sind die Rohrleitungen. Sie werden entsprechend ihrem Zweck wie folgt unterschieden.

Joachim Rautenberg

Kapitel 9. Prozessüberwachung und -steuerung

Wasserversorgungsanlagen sollen nicht nur der Versorgung der Bevölkerung mit ausreichendem und gesundem Trink- sowie Brauchwasser dienen, sondern auch der Brandbekämpfung und damit dem Erhalt von Volksvermögen. Dabei ist zu beachten, dass die öffentliche Trinkwasserversorgung der Daseinsvorsorge dient und die Löschwasserversorgung im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung zu Feuerwehr und Katastrophenschutz gehört. Die beiden kommunalen Aufgaben stellen dabei keine Einheit dar, sondern sind rechtlich strikt zu trennen.

Winfried Hoch

Kapitel 3. Instrumente, Methoden und Konventionen

In Kap. 1 wurden die bekannten Ursachen für den Klimawandel und seine voraussichtlich zu erwartenden Auswirkungen beschrieben. Danach wissen wir: Der Klimawandel ist bereits eingetreten.

Ulrich Ranke

Kapitel 4. Konferenzen

In diesem Kapitel wird eine Reihe an wichtigen Umwelt- und Klimakonferenzen, Übereinkommen und Konventionen vorgestellt. Die Fülle der Konferenzen machte es nötig, eine Auswahl zu treffen, die naturgemäß „subjektiv“ ausfällt. Die Konferenzen werden auf der Basis der von den Vereinten Nationen offiziell herausgegeben Dokumente referiert, ohne kommentiert oder bewertet zu werden.

Ulrich Ranke

29. Strahlenbelastung

Die Strahlenbelastung der ein Mensch ausgesetzt ist wird erläutert. Sie setzt sich überwiegend aus der kosmischen und der terrestrischen Strahlung sowie der Strahlenbelastung durch zivilisatorische, insbesondere medizinische, Quellen zusammen.

Torsten Schmiermund

50. Tenside

Tenside sind wichtige Reinigungsmittel. Neben der Herstellung und der Wirkungsweise werden Tenside als Schaummittel im Feuerwehreinsatz betrachtet.

Torsten Schmiermund

52. Chemische Kampfstoffe

Chemische Kampfstoffe, ihre Einteilung, deren Wirkungen und die wichtigsten Kampfstoffe in Kurzdarstellungen bilden den Kern dieses Kapitels. Nachweismöglichkeiten, Sabotagegifte und neuere Entwicklungen, wie z. B. Nowitschok-Kampfstoffe, runden das Kapitel ab.

Torsten Schmiermund

54. Biologische Kampfmittel

Die wichtigsten Erreger und Toxine aus dem Bereich der biologischen Kampfmittel in kurzen Darstellungen bilden den Kern dieses Kapitels. Abgerundet wird es durch Hinweise zur Biowaffenkonvention, zur Detektion biologischer Kampfmittel und zur Anschlagswahrscheinlichkeit mit derlei Agenzien.

Torsten Schmiermund

Gender & Environment: Geschlechterforschung im Kontext Ökologie, Umwelt, Nachhaltigkeit

Die Forschung und Debatten zu Gender & Environment basieren auf der Ausgangsannahme, dass Umweltprobleme und ihre Lösungsansätze nicht geschlechtsneutral sind. Sie weisen zudem als weitere Grundannahme auf die Gleichursprünglichkeit von ökologischer und sozialer Krise hin. Der Beitrag stellt grundlegende konzeptionelle Überlegungen zu Gender & Environment zur Diskussion und wirft die Frage nach den Folgen der Konzepte und Maßnahmen, die zur Lösung von Umwelt- und Nachhaltigkeitsproblemen entwickelt werden, für geschlechterbezogene und soziale Un/Gleichheitslagen auf.

Ines Weller

Grundlagen

In diesem Grundlagenteil wollen wir zunächst ein einführendes Verständnis für die Rolle von Banken und anderen Institutionen auf Finanzmärkten wecken. Wir zeigen dazu in Kapitel A1, dass Kapitalgeber und -nehmer sich einer Fülle von Institutionen bedienen, die Kapitalangebot und -nachfrage zusammenführen und ausgleichen. In Kapitel A2 werden wir diesen Ausgleich der Vorstellungen als Transformationsleistung definieren und erläutern, welche Transformationsleistungen Finanzmärkte erfüllen. Nachdem wir wissen, welche Leistungen benötigt werden, zeigen wir in Kapitel A3, wie die Institution Bank diese Leistungen erbringt, und definieren damit die Bank als Institution. Im Anschluss daran gehen wir auf die Vor- und Nachteile eines Trennbankensystems gegenüber dem in Deutschland praktizierten Universalbankensystem ein. In Kapitel A4 präsentieren wir den Aufbau des deutschen Bankensystems und beleuchten mit der Europäischen Zentralbank und dem Eurosystem auch die staatlichen Institutionen, die heute das geldpolitische Rahmensystem bilden. Um dem internationalen Wettbewerb der Banken Rechnung zu tragen, betrachten wir abschließend in Kapitel A5 auch das US-amerikanische Bankensystem und stellen die wichtigsten supranationalen Banken, wie die Weltbank oder die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, vor.

Thomas Hartmann-Wendels, Andreas Pfingsten, Martin Weber

Kapitel 10. Gesundheitliche Aspekte betrieblicher Auslandentsendungen

Deutschland hat als mehrfacher Exportweltmeister international sehr aktive Unternehmen, vom Mittelstand bis zur Großindustrie. Sie benötigen Personal im Ausland, um ihre Geschäftstätigkeiten vor Ort zu unterstützen. Betriebliche Auslandseinsätze bedeuten zusätzliche Chancen, aber auch gesundheitliche Risiken. Dieser Beitrag zeigt, welche Bedingungen und Herausforderungen Auslandseinsätze unterschiedlicher Art mit sich bringen. Da die Herausforderungen außerhalb Europas größer sind, werden die außereuropäischen Haupthandelspartner und Investitionsschwerpunkte Deutschlands ermittelt und internationale Quellen zu länderspezifischen Risikopotenzialen herangezogen. Die Ergebnisse von Studien zu Länderrisiken und unterschiedlichen Gesundheitssystemen werden diskutiert und auf ihren Nutzen für die Vorbereitung betrieblicher Auslandseinsätze hin überprüft. Die für Auslandseinsätze spezifischen gesundheitlichen Risiken werden beispielhaft dargestellt, erläutert und unterschiedlichen Ursachen zugeordnet. Parallel dazu werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Firmen, Ärzte und Entsandte zur Prävention und Verbesserung des Gesundheitsstatus von Auslandsentsandten beitragen können.

Ulrike Reisach

Kapitel 3. Die Anwendung des Vergaberechts in der Praxis

Adressaten des Vergaberechts sind zur Durchführung einer öffentlichen Ausschreibung verpflichtet. Dabei hat der öffentliche Auftraggeber das Vergabeverfahren von Beginn an fortlaufend in Textform zu dokumentieren, soweit dies für die Begründung von Entscheidungen des Vergabeverfahrens erforderlich ist (vgl. § 8 Abs. 1 Satz 1 VgV und s. auch Ziff. 2.3.1). Die wichtigsten „Weggabelungen“, die von der vorgenannten Begründungspflicht erfasst sind, werden nachfolgend skizziert.

Daniel Naumann

4. Komponenten von PV-Systemen

Das Lastprofil eines elektrischen Verbrauchers fällt im Allgemeinen nicht mit dem Leistungsprofil eines photovoltaischen Solargenerators zusammen. Insbesondere für die Nutzung der elektrischen Energie während der Nacht ist daher ein Speichersystem vorzusehen. Als Standard-Batteriespeicher haben sich Bleiakkumulatoren durchgesetzt. Das Blockschaltbild eines typischen photovoltaischen Inselsystems mit Batteriespeicher zeigt die folgende Abbildung.

Professor Dr.-Ing. Andreas Wagner

Kunststoffprodukte

Bauliche Anwendung: PP ist ein kostengünstiger, vielseitig einsetzbarer Universalkunststoff Im Bauwesen findet es als Rohrmaterial für Druckleitungen, Abgassysteme oder Fußbodenheizungen sowie auch bei Hohlkörpern oder Armaturen und Fittings Verwendung.

José Luis Moro

Kapitel 5. § 5 Begriffsbestimmungen

§ 5 LTranspG definiert zentrale, im Landestransparenzgesetz Rheinland-Pfanz verwendete Begriffe.

Dirk Müllmann

5. Wasserkraft

Die Energiepotentiale aus Wasserkraft sind räumlich sehr unterschiedlich ausgeprägt. Hier kommen Wellen-, Meeres-, Gezeiten-, Fluss- und Speicherkraftwerke zur Anwendung. Grundlagen, Begrifflichkeiten und Leistungspotentiale werden nachfolgend ausführlich erörtert. Zum besseren Verständnis sollen zunächst die wichtigsten Grundlagen aus der Strömungslehre wiedergegeben werden.

Holger Watter, Prof. Dr.-Ing. Holger Watter

10. Geothermische Stromerzeugung

Die Geothermie oder Erdwärme bezieht sich hier auf die in tiefen Erdschichten gespeicherte und geologisch aktivierte Wärme. Sie kann für thermale Anwendungen (Thermalbad), zum Heizen (oder mittels Absorptionskälteanlage auch zum Kühlen) und bei ausreichend hohen Temperaturen auch zur Erzeugung von elektrischer Energie genutzt werden.

Holger Watter, Prof. Dr.-Ing. Holger Watter

12. Schwimmende Hospitäler und Rettungsschiffe

Um einen aus dem touristischen Rahmen fallenden Passagierschiffstyp handelt es sich bei Hospitalschiffen, die in der großen Mehrzahl den Kriegsflotten zuzurechnen sind. Nur wenige von ihnen werden von zivilen Trägern betrieben. Um den Schutz der Genfer Konvention zu erlangen, ist die Außenhaut der Hospitalschiffe weiß mit einem roten Streifen und großen roten Kreuzen an Schornstein und Rumpf zu kennzeichnen. Mit hohem finanziellen Aufwand für medizinische Aufgaben hergerichtet wurde das sowjetische Passagier‑ und Ro‐Ro‐Schiff MIKHAIL SUSLOV, in dessen Autodeck die Lloyd Werft in Bremerhaven 1989 eine moderne Augenklinik zum Einsatz vor den Küsten von Entwicklungsländern einbaute. In Deutschland, wo die Kriegsmarine während des Zweiten Weltkrieges mehr als 80 Passagierschiffe, Fracht‑, Eisenbahnfähr‑ und Walfangmutterschiffe in Hospitalschiffe umrüsten ließ, wurden auch nach dem Krieg einige zivile Hospitalschiffe betrieben, darunter das vom Deutschen Roten Kreuz nach Südostasien expedierte Seebäderschiff HELGOLAND und der umgebaute Linienfrachter FLORA. Weitere von Hamburg und Bremen betriebene Seebäderschiffe, die WAPPEN VON HAMBURG und BREMERHAVEN sowie das 1964 von der Elsflether Werft für Kapitän Bögel in Bremen‐Vegesack gebaute Küstenmotorschiff PADUA, wurden auf den kurzfristigen Einsatz im Kriegs‑ oder Katastrophenfall vorbereitet, nahmen diese Aufgabe aber nur während Manöverübungen wahr.

Ralf Witthohn

Bewertung von landwirtschaftlich genutzten Grundstücken

Der Artikel thematisiert die Bewertung unbebauter und bebauter landwirtschaftlicher Grundstücke. Neben der grundsätzlichen Vorgehensweise sowie der Verfahrenswahl werden marktübliche Kennzahlen und Bewertungsansätze dargestellt und anhand eines Fallbeispiels erläutert.

Andreas Freese, Jochen Schmitt

Kapitel 11. Gestank von Krankheit und Armut

Krankheit, Alter und Armut werden in der westlichen Welt mit unangenehmen Gerüchen assoziiert. Mangelhafte hygienische Verhältnisse in Städten führen dazu, dass es schlecht riecht, und parallel dazu, dass sich Infektionskrankheiten ausbreiten. Gestank ist auch mit Armut verbunden. Menschen, die bei der Arbeit schwitzen und dreckig werden, Menschen die direkt an einer vielbefahrenen Straße wohnen oder Obdchlose können sich Geruchlosigkeit in ihrem Leben oft schlicht nicht leisten. Es ist ein Statussymbol, nach nichts zu riechen, und in einem Haus zu wohnen, das nach nichts riecht, in einer Nachbarschaft, die nach nichts riecht. Geruchslosigkeit ist das Ideal der modernen westlichen Welt – und weil immer mehr Menschen dieses Ideal anstreben, werden unsere Städte und Körper deodorisiert.

Andreas Keller

5. Raumlufttechnik

Anhand der Definition von natürlicher Lüftung und maschineller Lüftung werden alle Varianten Raumlufttechnischer Systeme erläutert. Nach Darlegung der Terminologie wird der Aufbau und die Funktion von Wohnungslüftungs-, Einzelentlüftungs- und Raumlufttechnischen Anlagen beschrieben. Die einzelnen Anlagenteile werden differenziert nach Typ (Luft-Luft-Anlage, Luft-Wasser-Anlage) und Einsatz präsentiert. Auf dezentrale Systeme (Fassadenlüftungsgeräte) und Sonderanlagen folgen die Berechnungsgrundlagen. Mit Beispielen für Anwendungen (Bürogebäude, Schulen, Hotels, Krankenhäuser) schließt das Kapitel.

Dirk Bohne

4. Wärme – und Kälteversorgungsanlagen

Nach den Grundlagen der Berechnung des Wärmeüberganges (Heizlast und Kühllast) werden Wärme- und Kälteversorgungsanlagen, aufgeteilt nach Erzeugung und Verteilung, erläutert. Unterschieden wird nach Energieträger (Erzeugung) und Einsatz von regenerativer Energie. Viele Einzelheiten der Erzeugungssysteme bis hin zu baukonstruktiven Hinweisen (z. B. Abgasanlagen) mit Verweisen auf Normen und Gesetze werden aufgeführt. Ganzheitliche Versorgungskonzepte mit integrierten Wärme- Kälteanlagen oder auch Kraft-Wärme- und Kälte-Kopplungen werden mit zahlreichen Beispielen dargestellt. Wärme- und Kälteverteilungsanlagen in Räumen werden als wesentliches Merkmal der empfundenen thermischen Qualität mit Auslegungshinweisen und Beispielen vorgestellt.

Dirk Bohne

3. Abwasser- und Wassertechnik

Die Ver- und Entsorgung von Gebäuden mit Wasser- und Abwasseranlagen wird erläutert. Die Planungs- und Berechnungsgrundlagen von Abwasseranlagen werden dargestellt und mit Beispielrechnungen demonstriert. Auf Einzelheiten der Leitungsanlagen, Konstruktion und Materialwahl wird eingegangen. Auch Anlagenteile außerhalb des Gebäudes wie Kleinkläranlagen, Versickerungsanlagen oder Gebäudedränung sind umfangreich beschrieben. Neben der Trinkwasserversorgung mit Planungs- und Berechnungsgrundlagen ist der Aufbau von einfachen und automatischen Feuerlöschanlagen Bestandteil dieses Kapitels. Ebenso dargestellt sind Regenwasser- und Grauwassernutzungsanlagen.

Dirk Bohne

2. Sanitärräume

Die Planung von Sanitärräumen erfordert das Wissen um Normen, Technik der Ver- und Entsorgung sowie Ergonomie. Einmal festgelegte Anschlusspunkte machen die Einrichtung wenig variabel und können nach dem Einbau nur durch kostenintensive Vorarbeiten verändert werden. Das macht eine umfassende Planung mit allen Beteiligten erforderlich. Die wichtigsten Planungsgrundlagen werden nachfolgend in den Abschnitten 2.1.1 Küchen, 2.1.2 Hausarbeitsräume und 2.1.3 Bad- und WC-Räume beschrieben.

Dirk Bohne

Kapitel 3. Rechtsgrundlagen der Immobilienwirtschaft: Öffentliches und privates Baurecht

Das BaurechtBaurecht regelt Art und Maß der baulichen Nutzung eines Grundstücks, die Anforderungen an das Grundstück und die Ordnung der Bauausführung sowie die Rechtsverhältnisse der an der Errichtung eines Bauwerks beteiligten Personen (Abb. 3.1).

Bernd Dammert

Kapitel 6. Die rettende Verstärkung naht

Wie Helden die Unterstützung anderer nutzen

Grundlage für Öffentlichkeitsarbeit ist neben guten Inhalten eine professionelle Bild-Datenbank. Egal ob Benefiz-Konzert, Flash-Mob oder sonstige Engagements: Gute Foto-Dokumentationen helfen, Erlebnisse greifbarer zu machen. Natürlich muss es nicht immer zwingend ein Profi-Fotograf sein.

Michael T Wurster, Maria Prinzessin von Sachsen-Altenburg

Wird Fracking den Energiehunger stillen?

(August 2014)

Je moderner die Welt wird, desto mehr Energie braucht sie – aber so modern, dass sie komplett erneuerbar zu wirtschaften vermag, wird sie auf absehbare Zeit nicht werden. Also müssen weiterhin in großem Stil fossile Quellen brennen. Die lagern leider nicht immer dort, wo sich der Bedarf ballt.

Michael Springer

Welt ohne Geld

(November 2016)

Kürzlich feierte die Fernsehserie „Raumschiff Enterprise“ ihren 50. Geburtstag. Ihr Schöpfer Gene Roddenberry (1921–1991) siedelte sie in einer fernen Zukunft an, in der die Menschheit einen utopischen Zustand genießt. Unter anderem hat sie das Geld völlig abgeschafft, ohne deshalb in primitiven Tauschhandel zurückzufallen.

Michael Springer

1. Zielsetzung

Für den Naturhaushalt bedeutet jeder menschliche Eingriff eine Veränderung der natürlichen Lebensbedingungen und birgt deshalb die Gefahr der Störung des ökologischen Gleichgewichts in sich. In der Vergangenheit hat die Natur die aufgetretenen Instabilitäten durch ihr Regenerationsvermögen ausgleichen und überdecken können.Die zunehmende Industrialisierung in den letzten Jahrzehnten hat jedoch zu einer derart deutlichen Steigerung der Belastung geführt, dass die bisher versteckten Umweltschäden mehr und mehr erkennbar wurden. Die Gesamtauswirkungen sind derzeit wohl noch nicht in vollem Umfang abzuschätzen.Von Bedeutung für den Wasserhaushalt und die Entwicklung der Fließgewässer sind der zunehmende Flächenbedarf für Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiete sowie die zugehörigen Infrastrukturen, die Sicherstellung der Wasserversorgung in Form von Trinkwasser für die Bevölkerung sowie Brauchwasser für Gewerbe und Industrie, der Ausbau der Gewässer zur Elektrizitätsgewinnung aus der regenerativen Wasserkraft und Hochwasserschutzmaßnahmen.

Heinz Patt

17. Markenkonforme Social-Media-Strategie für kleine und mittelgroße Organisationen

Der digitale Kundenkontakt in den sozialen Medien ist für viele Organisationen ein zentraler Bestandteil der digitalen Markenführung und ein wichtiger Baustein der Digital Customer Experience. Gerade kleine und mittelgroße Organisationen blicken allerdings nach wie vor zum Teil mit großer Skepsis auf die Nutzungsmöglichkeiten von Social Media. Der vorliegende Beitrag beschreibt ein Vorgehensmodell zur Entwicklung einer markenkonformen Social-Media-Strategie, speziell für kleine und mittelgroße Organisationen. Ansätze und Methoden der klassischen Strategieentwicklung sowie dem Marken- und Medienmanagement werden zu einem Baukasten kombiniert, mit dem ausgehend von der Marke der Organisation systematisch eine dazu passende Social-Media-Strategie entwickelt und umgesetzt werden kann. Klarer Nutzen, Ressourceneffizienz und einfache Handhabung sind dabei wesentliche Kriterien der Methodenauswahl. Die Anwendung des Modells wird anhand des praktischen Einsatzes bei Viva con Agua de Sankt Pauli e.V. dargestellt, einer Non-Profit-Organisation, die sich für den weltweiten Zugang zu sauberem Trinkwasser einsetzt.

Christian Bauer, Philipp Bensmann

2. Rechtlicher Rahmen

Die anthropogenen Nutzungsansprüche an Fließgewässern und Auen und der Flächenbedarf des wirtschaftenden Menschen einerseits sowie der nachhaltige Schutz der empfindlichen Lebensräume und der zum Hochwasserschutz erforderliche Wasserrückhalt andererseits erfordern ein Abwägen oft gegensätzlicher Interessen. Grundlage der dabei zu treffenden Entscheidungen ist ein umfangreiches rechtliches Regelwerk, das hier in seinen Grundzügen vorgestellt werden soll. Hierbei sollen insbesondere diejenigen Rechtsnormen benannt werden, die bei Ausbau und Unterhaltung von Fließgewässern häufig von Bedeutung sind. Die dabei getroffene Auswahl ist mit Sicherheit nicht vollständig und kann in keiner Weise eine rechtliche Beratung ersetzen.

Heinz Patt

Kapitel 5. Stoffdatenerfassung

Es wird jeweils eine Übersicht über die aktuell angewandten Messmethoden mit Hilfe der instrumentellen Analytik für die Kompartimente Boden, Wasser und Luft vorgestellt. Die umweltanalytischen Verfahren sind stoffgruppenbezogen den Umweltkompartimenten zugeordnet. Dabei werden u.a. die aktuell angewandten Trennverfahren wie die Gaschromatografie und die am häufigsten eingesetzten Detektionsverfahren, wie Massen- und Atomabsorptionsspektroskopie vorgestellt. Die Bedeutung der Auswahl von Messmethoden im Hinblick auf die matrixbezogene Untersuchung auf Kontaminationen wird dargelegt. Die für das jeweilige Kompartiment durchgeführten messtechnischen analytischen Verfahren werden nach einem Phasenmodell, das als Grafik jeweils zugeordnet ist, vorgestellt. Das Modell umfasst die Art der Probenahme, die Probenvorbereitung und die Detektionsphase. Darüber hinaus wird die Bedeutung von olfaktorischen Erfassungen als Erstbewertung und die von Monitoring-Verfahren an verschiedenen Praxisbeispielen erläutert.

Regine Grafe

Kapitel 3. Stoffgruppen mit Umwelt- und Gesundheitsrelevanz

Umweltrelevante Stoffeigenschaften im Hinblick auf eine Schädigung der belebten Natur werden aufgezeigt. Dabei wird sowohl auf die Emittenten als auch auf deren Emissionen und Immissionen eingegangen. Mögliche Impacts oder Kontaminationen in der Umwelt werden kompartimentbezogen betrachtet. Das Kapitel umfasst dabei die wesentlichen umweltrelevanten Stoffgruppen, wie Schwermetalle, metallorganische Verbindungen, diverse Verbrennungsprodukte, halogenorganische und phosphororganische Verbindungen und die sogenannten Industriechemikalien. Die Stoffgruppen werden mit ihren typischen Eigenschaften und Wirkungen in der Umwelt vorgestellt. An ausgewählten Vertretern der Stoffgruppen werden explizite Wirkungsspektren mit Hilfe von toxikologischen Merkmalen aufgezeigt und die jeweiligen Umwelt- und Gesundheitsrelevanzen abgeleitet. Die praxisnahe Betrachtung umfasst u. a. die Emittenten Verkehr, Industrie, Landwirtschaft, Bauwirtschaft sowie private Haushalte. Begriffe wie Biozid, Herbizid, Insektizid, polyzyklischer organischer Kohlenwasserstoff, flüchtiger organischer Kohlenwasserstoff und Additiv werden anwendungsbezogen erklärt. Die Schnittstelle zum Verbraucherschutz wird im Zusammenhang mit der Nahrungskette angesprochen.

Regine Grafe

Kapitel 1. Umweltwissenschaften für Umweltinformatiker, Umweltingenieure und Stadtplaner

Im Kontext der Ingenieurwissenschaften werden Erkenntnisse der Umweltwissenschaften im Hinblick auf die anthropogene Beeinträchtigung der Umwelt dargestellt. Im Fokus steht dabei die Verantwortung für ein interdisziplinäres Handeln. Dem engen Zusammenhang von umweltbezogenem Gesundheitsschutz und dem Zustand der Umweltkompartimente wird Rechnung getragen. Die Begriffe Emission, Immission, Emittent und Transferprozesse werden erklärt. Die Einbindung der aktuellen Umweltschutzgesetzgebung schafft Verständnis für die Ziele des Umweltschutzes. In diesem Zusammenhang werden auch die Begriffe integrativer und integrierter Umweltschutz erklärt und die Schnittstellen von Umweltschutzzielen für die betriebswirtschaftlichen Belange von Unternehmen und denen der zuständigen Behörden und Verbände aufgezeigt. Die im Kontext des Umwelt- und Gesundheitsschutzes stehenden digitalisierten Informationssysteme wie Datenbanken, Fachinformationssysteme, Betriebliche Umweltinformationssysteme und webbasierte Informationstools ermöglichen einen Einblick in deren Anwendungsbereiche. Der praxisnahe Ansatz schließt sowohl geltende rechtliche Regularien als auch transdisziplinäre Anwendungsbereiche ein. Dazu gehören der Arbeitsschutz, externes und internes Umweltmanagement und die Akkreditierungspraxis. Der Text ist jeweils mit definitorischen Elementen, Praxis- und Fallbeispielen sowie selbsterklärenden Grafiken ausgestattet.

Regine Grafe

1. Einführung in die Problematik der Anschlusskanäle

Die Anschlusskanäle (Grundstücksanschlüsse) sind die unterirdischen Bauwerke, die den öffentlichen Abwasserkanal mit dem Grundstück verbinden. Sie enden in der Regel in einem Revisionsschacht auf dem Grundstück. Falls kein Revisionsschacht auf dem Grundstück vorhanden ist, verbinden sie direkt den öffentlichen Kanal mit einem Haus oder einem Wohnblock. Eine Grundstücksentwässerungsanlage verbindet hingegen den Revisionsschacht auf dem Grundstück mit dem Haus.

Andrzej Raganowicz

VERZEICHNIS DER AUSSTELLER AACHEN 2018

Während der Aachener Bausachverständigentage wurden in einer begleitenden Informationsausstellung den Sachverständigen und Architekten interessierende Messgeräte, Literatur und Serviceleistungen vorgestellt:

Martin Oswald, Matthias Zöller

1. Auswertung der Fallbeispiele

In den Jahren 2014 bis 2017 konnten sich Unternehmen in Baden-Württemberg mit ihren Praxisbeispielen um eine Aufnahme in die Initiative „100 Betriebe für Ressourceneffizienz“ bewerben. Die Auswahl der Fallbeispiele aus den eingegangenen Bewerbungen erfolgte durch eine Fachjury. Dabei waren die Höhe der Einsparungen, der Innovationsgehalt der Maßnahme sowie deren Transferpotenzial entscheidende Auswahlkriterien. Insgesamt wurden 106 Praxisbeispiele von der Jury ausgewählt. In Band 1 und 2 sind davon 103 Fallbeispiele abgedruckt. In drei Fällen konnte keine Fallbeispielbeschreibung erstellt werden.

Mario Schmidt, Christian Haubach, Marlene Preiß, Hannes Spieth, Joa Bauer

Energieperformance in Planung und Betrieb

Das Thema Energie ist seit vielen Jahren ein entscheidender Treiber von Technologieentwicklung – motiviert vor allem durch den Klimawandel. Die Reduktion des Verbrauchs an fossilen Ressourcen gerade auch im Bereich der Wärme erzeugung ist dabei ein wichtiger Hebel zum Erreichen der Ziele, die mit dem Pariser Abkommen von 2015 adressiert werden. Ziel ist die Begrenzung des Anstiegs der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2 °C über dem vorindustriellen Niveau, wenn möglich auf 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau. Dadurch sollen die Risiken und Auswirkungen des Klimawandels deutlich reduziert werden.

Sebastian Herkel, A. Oliva, J. Wapler

Prozessziel Trinkwassergüte

In diesem Kapitel wird die Trinkwasser-Installation als mikrobielles Ökosystem vorgestellt. Temperatur, Wasseraustausch, Durchströmung und verfügbares organisches Material (Nährstoffe) sind die entscheidenden Faktoren in einem zusammenhängenden Wirkkreis der Trink wassergüte. Es wird deutlich, dass der Erhalt der Trinkwassergüte in der Trinkwasser-Installation von Gebäuden das Verständnis multifaktorieller Prozesse voraussetzt. Diese Prozesse bedürfen konsequenterweise eines Prozess-orientierten Qualitätsmanagements, wie es der Wassersicherheitsplan bereitstellt.

Thomas Kistemann, Kaspar Bausch

Planung und Betrieb 4.0

Dieses Kapitel stellt zukunftsweisende, gebäudespezifi sche Konzepte und Technologien für Planung und Betrieb einer „Trinkwasser-Installation 4.0“ vor. Dabei werden die aktuellen Herausforderungen der Planungspraxis aufgezeigt und prozessorientierte Konzepte beschrieben, die mit Hilfe moderner Aktorik und Sensorik die hygienischen Parameter für den Erhalt der Trinkwassergüte in allen Teilstrecken vom Hausanschluss bis zu den Entnahmestellen über 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr sicherstellen.

C. Schauer, M. Fraaß, O. Heinecke, H. Jäger, H. Köhler, C. Otto, N. Puls, P. Steger, O. Witt, M. Zbocna

Neues Bauvertragsrecht, Digitalisierung – Rechtliche Rahmenbedingungen 2018

In diesem Kapitel geht es um Trends und Veränderungen im Baubereich 2018, die in rechtlicher Hinsicht beachtlich sind: Partnering und Building Information Modeling (BIM), die Bedeutung der allgemein anerkannte Regeln der Technik und von Herstellervorschriften für das Gewährleistungsrecht im Lichte des technischen Fortschritts sowie die Abnahme von Bauleistungen und die Zielfi ndungsphase des Architekten- und Ingenieurvertrags nach der Baurechtsnovelle 2018.

Robert Elixmann

Kapitel 6. Vom Wohlstand zum Wohlbefinden – Grundlagen

Mit der Frage nach einer resilienten Unternehmensentwicklung und der Komplexitätsbewältigung ist bereits zu Beginn der Arbeit die Frage nach einer nachhaltigen Entwicklung gestellt worden. Da die Thematik dieser Arbeit sich Menschen widmet, die in Unternehmenskontexten interagieren, liegt es nahe, diesen Fragen mit anderen Konzepten außer den bekannten wirtschaftswissenschaftlichen Methoden nachzugehen. Denn mit ihnen lassen sich keine sozialen und normativen Fragen der Chancengleichheit und Gerechtigkeit beantworten, welche das Grundgerüst für Diversity Management ausmachen.

Feriha Özdemir

Nachhaltigkeit in Mexiko – Herausforderungen und interkulturelle Lösungsansätze deutscher Unternehmen zur Umsetzung von Corporate-Social-Responsibility- und Corporate-Citizenship-Projekten am Beispiel Volkswagen

Mexikos Wirtschaft ist mittlerweile die größte Lateinamerikas und die achtgrößte der OECD. Es zeigt sich ein erhöhtes Engagement ausländischer Unternehmen in Mexiko, das eine verstärkte Industrialisierung und weitere Urbanisierung mit sich bringt. Ausländische Direktinvestitionen in Mexiko haben im Jahr 2016 einen neuen Rekordwert erreicht. Neben diesen wirtschaftlichen Erfolgen kämpft Mexiko in den letzten Jahrzehnten jedoch mit großen ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsproblemen. Der vorliegende Beitrag nimmt diese Herausforderungen auf und beschreibt, wie deutsche Unternehmen das Thema Nachhaltigkeit im Rahmen wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Prozesse in Mexiko aufgreifen und verankern können. Interkulturelles Management verfolgt dabei das Ziel, einen erfolgreichen Umgang mit Managementproblemen in interkulturellen Überschneidungssituationen zu bewältigen. Als Best-Practice-Betrachtung wird der Fokus auf den deutschen Automobilkonzern Volkswagen gelegt.

Prof. Dr. Torsten Weber, Prof. Dr. Christoph Willers

Stiftungen im Ausland – Internationales Gesellschaftsengagement in der Bosch-Gruppe

Der Beitrag stellt die Aktivitäten der Unternehmensstiftungen der Bosch-Gruppe in vier verschiedenen Ländern zum gesellschaftlichen Engagement dar. Unter dem Blickwinkel von Corporate Citizenship, Interkulturellem Management und den Sustainable Development Goals (SDGs) wird aufgezeigt, wie die Integration von Corporate Social Responsibility in den verschiedenen Ländern mit ihren variierenden Kulturen durch die Stiftungen erfolgt. Die Anforderungen, Verkehrsanschauungen und Bedürfnisse unterscheiden sich teilweise beträchtlich. Die SDGs geben auch für Unternehmen einen geeigneten Rahmen vor, denn ihr Hauptkonzept basiert auf globalem Denken und lokalem Handeln – und dies in allen Ländern der Welt. Im Rahmen der Umsetzung des SDG-Konzepts haben sich die Bosch-Stiftungen auf die Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung konzentriert und ihre Aktivitäten darauf abgestellt.

Bernhard Schwager

Kapitel 7. Das Bewertungsproblem

Die Dinge und Phänomene, die den Menschen umgeben, die sein Selbstverständnis prägen und die seine Entwicklung maßgeblich mit beeinflussen, tragen ihren Wert nicht apriori in sich, sondern sie erhalten ihn durch menschliche Bewertungsvorgänge. Ein Fahrrad z. B. als wirtschaftliches Gut weist keinen Eigenwert auf, d. h. es ist ohne menschliches Dazutun im Prinzip ohne Wert.

Stefan Knischek

12. Kernphysik

Wesentliche Abläufe des Lebens und der Technik spielen sich in der Atomhülle ab: biologische und chemische Prozesse, elektromagnetische Phänomene oder optische Vorgänge. Reaktionen im Atomkern bestimmen den Aufbau des Weltalls und die Kerntechnik. Sie sind mit der Radioaktivität verbunden. Die auftretenden Energien in einer Kernreaktion liegen im MeV-Bereich; sie übersteigen die entsprechenden Werte in der Hülle von einigen eV ( $$=1{,}6\cdot 10^{{-19}}$$ J). Es werden der Aufbau der Atomkerne, das Zerfallsgesetz und die α-, β- und γ-Strahlung beschrieben. In unserer Umwelt treten die natürliche und künstliche Radioaktivität auf. Die wichtigsten Anwendungen der künstlichen Radioaktivität liegen bei Kernreaktoren, der Kernfusion und der Medizin. Die Dosimetrie beschäftigt sich mit der Messung der Radioaktivität und den entsprechenden Wirkungen auf den Menschen. Die wichtigsten Messgrößen sind die Energiedosis in Gray und die Äquivalentdosis in Sievert.

Jürgen Eichler, Andreas Modler

Kapitel 2. Wärmeschutz

Erläuterung wärmeschutztechnischer Begriffe und Darstellung der unterschiedlichen Anforderungen an den Wärmeschutz und deren Berechnung und Bemessung.

Wolfgang M. Willems, Kai Schild, Diana Stricker

Kapitel 5. Bauakustik

Wiederholung der Grundlagen zu den verschiedenen Arten des Schallschutzes, den Anforderungen nach DIN und Darstellung der erforderlichen Nachweisverfahren.

Wolfgang M. Willems, Kai Schild, Diana Stricker

1. Entwicklung des Lehmbaus

Um 10.000 v. u. Z. setzte in der Geschichte der Menschheit ein entscheidender Wandel ein: die bis dahin vorherrschende Form der Nahrungsbeschaffung durch Jagen und Sammeln wurde allmählich ersetzt durch Ackerbau und Viehzucht. Diese neue Lebensweise war begleitet von der Notwendigkeit, feste Behausungen für die Menschen und ggf. die Tiere, sowie Bauten für eine Vorratswirtschaft zu errichten. Zu den dafür verwendeten Baustoffen gehörte neben Naturstein und Holz vor allem der Lehm.

Horst Schroeder

Wasser in der Werbung – Inszenierungen, Konstruktionen und Probleme

Wasser ist als eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel fest im Alltag der Menschen verankert, sei es zum Kochen oder als Durstlöscher. Unlängst avanciert das eine oder andere Markenwasser durch clevere Medien- und Werbeprofis sogar zum Luxus- oder Life-Style-Wasser. Dabei spielen inszenierte Lebensstile eine große Rolle. Diese Untersuchung beschäftigt sich daher mit der Darstellung von Lebensstilen in Werbeanzeigen von Tafel- und Mineralwassermarken. Es wird der Frage nachgegangen, ob die aktuelle Werbung derzeit bestehende Lebensstile aufgreift und für sich nutzt oder ob sie vielmehr neue Lebensstile generiert und bestehende verändert. Hierzu werden zunächst ausgewählte Werbeanzeigen von Tafel- und Mineralwassermarken hinsichtlich ihrer Symboliken und Textinhalte untersucht. In einem weiteren Schritt werden etwaige Konstruktionen und Potentiale der analysierten Werbeanzeigen herausgearbeitet. Die Fragestellungen werden auf der Grundlage der durchgeführten Analyse, ausgewählter Konzepte des soziologischen Lebensstil-Diskurses und der entsprechenden Fachliteratur diskutiert.

Tanja Heckmann

Trinkwasser als Lifestyleprodukt – Images von Trinkwasser in Werbung und Gesellschaft

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Images von Trinkwasser. Ziel ist eine Gegenüberstellung der Images, die von den Trinkwassermarken vermittelt werden, und denjenigen, die die Konsumenten den jeweiligen Marken zuschreiben. Dies geschieht besonders in Hinblick auf die Frage, ob Trinkwasser als Lifestyleprodukt einzuordnen ist. Die Arbeit integriert dabei zwei Methoden: Im Rahmen einer qualitativen Inhaltsanalyse der Webseiten der Trinkwassermarken wird untersucht, welche Images auf den Webseiten vermittelt werden. In einer anschließenden Onlinebefragung werden diese vermittelten Images der Trinkwassermarken mit den Images der Konsumenten abgeglichen. Die Analyse zeigt, dass die Werbung der Trinkwassermarken nur geringfügig mit den Erwartungen und der empfundenen Relevanz der Konsumenten übereinstimmt. Die Trinkwassermarken werben vor allem mit Markenattributen und symbolischem Nutzen. Der funktionale Nutzen der Trinkwassermarken bleibt hingegen bei den meisten Webseiten unerwähnt. Trinkwasser wird demnach als Lifestyleprodukt beworben, die Konsumenten legen jedoch größeren Wert auf Qualität, Geschmack und Pragmatismus.

Elisabeth Heinz

Einleitung: Über Wissen vom Wasserwissen

Wasser bzw. Trinkwasser ist vielleicht nicht auf den ersten Blick, aber zweifellos auf den zweiten ein sozial und (deswegen) soziologisch bzw. sozialwissenschaftlich interessantes und wichtiges Thema. Es ist jedenfalls heutzutage ein für sich genommen höchst relevanter, aber auch vielseitig sozial bedingter und geprägter Gegenstandsbereich, eine komplexe ‚Materialität‘ und sozusagen eine „Materialität der Kommunikation“ (Gumbrecht/Pfeiffer 1988), die nicht nur jedes Leben und jeden Menschen existentiell betrifft, sondern auch nicht weniger als die ganze Welt und Weltgesellschaft angeht.

Herbert Willems

Wissen über Wasser

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, einen ansatzweisen Überblick über das in der deutschen Gesellschaft vorhandene Wissen über Trinkwasser zu verschaffen. Dabei wird grundlegend zwischen objektivem Wissen (z. B. von Behörden), wissenschaftlichem Wissen verschiedener Disziplinen und Alltagswissen (Laienwissen) unterschieden. Wissenschaftliches Wissen wird einerseits im Rahmen einer Onlinerecherche gesucht und untersucht. Andererseits wird mittels einer disziplinübergreifenden Literaturrecherche der aktuelle wissenschaftliche Diskurs zum Thema Trinkwasser selektiv reflektiert. Um das Alltagswissen der deutschen Bevölkerung zum Thema Trinkwasser zu erfassen, wird eine Onlinebefragung durchgeführt. Es wird deutlich, dass objektives Wissen über Trinkwasser über die Portale der Wasserbetriebe oder Kommunen für jedermann überwiegend gut zugänglich ist. Gleichwohl zeigt die Untersuchung auch gravierende Defizite im Wasserwissen der Bevölkerung, das sich seit einer 2004 durchgeführten Umfrage des Forums Trinkwasser e.V. kaum verbessert hat. Darüber hinaus wird gezeigt, durch welche Übereinstimmungen, Unklarheiten, Widersprüche und Kontroversen sich der wissenschaftliche Diskurs zum Thema Trinkwasser auszeichnet.

Elisabeth Heinz, Melina Schmidt

Mediendiskurse über Trinkwasser

Wasser gehört zu den Grundbedürfnissen des menschlichen Lebens. Das Wasser aus der Leitung wird dabei als Getränk bei den Verbrauchern immer bedeutender. Da die Medien heute eine der ersten Anlaufstellen für Informationen über Trinkwasser sind, spielen diese eine immer entscheidendere Rolle. Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Berichterstattung über Trinkwasser in den Medien sowie die mediale Berichterstattung im Laufe der Zeit. Der Fokus liegt dabei auf Berichten über die Qualität des Trinkwassers und Vergleichen zwischen Trinkwasser und Mineralwasser. Zunächst wird untersucht, inwieweit es Unterschiede in der medialen Berichterstattung über Trinkwasser durch das Fernsehen und die Printmedien gibt, um anschließend zu untersuchen, inwieweit sich die Berichterstattung über Trinkwasser seit den 1970er Jahren bis heute entwickelt hat. Die Berichte werden hinsichtlich folgender Fragen untersucht: Was wird über Trinkwasser berichtet, wer tritt als Experte auf und lässt sich dieser einer bestimmten Organisation zuordnen? Wie wird argumentiert, wie wird die Argumentation belegt und wie wird das Trinkwasser bewertet? Während sich die Beiträge der untersuchten Fernsehsender vor allem hinsichtlich der Anzahl der Beiträge und der Experten sowie der Wahl der Experten unterscheiden, zeigen Beiträge in Printmedien vor allem Unterschiede hinsichtlich des jeweiligen Genres.

Stefanie Alexandra Esch

Wasser – zwischen Alltagsgetränk und Lifestyle-Produkt

Während Mineralwasser generell positiv bewertet und mit Qualität, Sauberkeit und Gesundheit verbunden wird, leidet das Wasser aus der Leitung unter seinem Imageproblem. Die Präsenz der Mineralwässer – vor allem bedingt durch die Werbung – macht das Alltagsgetränk immer mehr zu einem Lifestyle-Produkt. Für Trinkwasser hingegen wird kaum geworben. Die vorliegende Arbeit widmet sich daher der Image- und Öffentlichkeitsarbeit sowie der Werbung für Trinkwasser und untersucht, vor welchen Problemen und Herausforderungen sowie Aufgaben und Chancen die Image- und Öffentlichkeitsarbeit für Trinkwasser steht.Neben einigen theoretischen Überlegungen wird auch ein Blick auf die Trinkwasser- und Mineralwasserbranche in Deutschland geworfen. Als Probleme und Herausforderungen für die Öffentlichkeitsarbeit für Trinkwasser können vor allem die negative Berichterstattung in den Medien, das Imageproblem des Trinkwassers sowie die negative Haltung der Konsumenten gegenüber Leitungswasser als Getränk gesehen werden. Letztlich liegt es an den Verbrauchern, für welches Wasser sie sich im Alltag entscheiden. Eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit für Trinkwasser kann jedoch ein Ansatz sein, um das Bewusstsein für den Wert von Trinkwasser zu stärken.

Stefanie Alexandra Esch

17. Erfahrungen aus sozialen Projekten als Best Practice für die VUCA-Welt

Erfahrungen aus sozialen Initiativen und die Analyse von sozialem Engagement bieten Best Practices für die VUCA-Welt, wobei das Akronym VUCA für die Herausforderungen aus Volatility, Uncertainty, Complexity und Ambiguity steht. Der soziale Sektor in Deutschland funktioniert deutlich anders als Wirtschaftsunternehmen. Und dennoch gelingt es diesem Sektor, auf Veränderungen in der Gesellschaft zu reagieren. Der Beitrag beschreibt nach einer Erläuterung des Zusammenspiels aus Heldenrat Verein und GmbH als „Social Business“ eine Reihe von Erfahrungen aus sozialen Initiativen, die sich auf Unternehmen übertragen lassen. Anschließend wird der Blick auf den VUCA-Ansatz mit der Frage gerichtet, welche Denk-Kompetenzen in diesem Umfeld benötigt werden. Mithilfe der Beispiele lässt sich zeigen, wie diese Kompetenzen über Erfahrungen aus dem sozialen Sektor geschärft werden und Erkenntnisse aus gemeinwohlorientieren Organisationen als Best Practice für Unternehmen in der VUCA-Welt dienen können.

Dr. Hilke Posor, Dr. Thomas Leppert

Zukunftsvorsorge durch Bürgerbeteiligung in Zukunftslaboren (Resilience Change Labs)

Die Zukunft ist eine weite, offene Landschaft, in der zahlreiche Wege zu verschiedenen Zielen führen. Prognosen sind daher nicht möglich, sondern nur Szenarien. Trotzdem prognostiziert der norwegische Zukunftsforscher Joergen Randers bis zum Jahr 2050 zunehmende Schwierigkeiten zur Erhaltung des Wohlstands in den Industrieländern und für die Schaffung von Wohlstand in den Schwellen- und Entwicklungsländern.

Dieter Behrendt

Kornspeicherprinzip und partizipatives Krisenhandeln

Auf zweckmäßiges Handeln in der Krise zu schauen, heißt, Perioden öffentlicher Anspannung zu betrachten, mithin Momente, in denen jeder das Gefühl hat, er müsse besondere Vorkehrungen treffen, um nicht „unter die Räder“ zu kommen. Unsichere Zeiten waren in der Zivilisationsgeschichte eher Regel denn Ausnahme. Häufig erlebten die Menschen am selben Ort sowohl innere Gefahren (Aufruhr, Feuer, Flut, Krankheit) als auch äußere Schadwirkung (Krieg). Nach einem Blick auf historische Lehren vergleicht der Beitrag das – gut planbare, aber stark pfadabhängige – Institutionenhandeln mit den Möglichkeiten der Bürger, die – ohne rechte Übung – schlecht auf angemessenem Niveau reagieren können. Grund ist oft nicht zuletzt die Einstellung gegenüber der Gemeinschaft. Resümee: Zumindest einzelne Bürger sollten praktisches Wissen und damit Urteilskraft für das Handeln in unsicheren Zeiten erlangen.

Sebastian Liebold

6. Technisches Kernproblem II: Stoffströme und Stickstoffbilanz

Wir wenden uns nun dem zweiten der schon in der Einleitung genannten Grundproblem der modernen Landwirtschaft zu, den Stoffströmen. Dabei müssen wir den Bogen von der Entstehung des Lebens auf der Erde bis zu praktischen Problemen des Umgangs mit Dünger in der Landschaft schlagen, denn selbst die alltäglichsten Probleme werden hier nur richtig verstanden, wenn sie in elementare biogeochemische und energetische Zusammenhänge gestellt werden. Wir werden einige wichtige Aspekte der Pflanzenernährung ansprechen, hierbei besonders auf die Flüsse des Stickstoffs sowohl im planetarischen Maßstab als auch in der Landschaft eingehen und Wege nennen (die sämtlich bekannt sind, aber zu wenig beschritten werden), um die regional außer Rand und Band geratenen Stoffströme wieder zu ordnen.

Ulrich Hampicke

3. Das Agrarsystem in Deutschland 2010 bis 2020 – die technische Seite

Wird der Landwirtschaftsstandort Deutschland im weltweiten Vergleich eingeordnet, so fallen als Erstes die außerordentlich günstigen Produktionsbedingungen ins Auge. Zu den natürlichen Bedingungen gehören Boden und Klima. Die Böden der Erde sind vielfältig; in fast allen Klimazonen gibt es fruchtbare und weniger fruchtbare Böden. Diese gibt es auch in Mitteleuropa, jedoch ist schon zu Beginn dieses Buches darauf hingewiesen worden, dass wegen des Rückzuges des Eises erst von 15.000 bis 11.000 Jahren die Böden hier außerordentlich jung sind. Zwar heißt Jugend bei Böden nicht zwangsläufig hohe Fruchtbarkeit, jedoch konnten in Mitteleuropa aus menschlicher Sicht problematische Bodenentwicklungen, wie sie zum Beispiel aus tropischen Gebieten bekannt sind, nicht ablaufen, schon weil die Zeit dazu fehlte.Wird beobachtet, wie in subtropischen und tropischen Breiten unter günstigen Bedingungen mehrere Ernten im Jahr erfolgen, so scheint es, als wäre das mitteleuropäische Klima mit seiner langen und zuweilen harten Winterruhe eher benachteiligt. Gewiss gibt es hier und dort noch günstigere Bedingungen, jedoch müssen alle Aspekte berücksichtigt werden. Zu viel Wärme ist für wichtige Kulturpflanzen, wie den Weizen, gar nicht vorteilhaft, weil sie dann ihren Entwicklungszyklus zu schnell abschließen und weniger Substanz bilden. Von Bedeutung ist auch das extrem hohe Lichtangebot in den gemäßigten Breiten während der langen Tage im Frühsommer, welches den Tropen fehlt und die Photosynthese* fördert.

Ulrich Hampicke

Mathildenhöhe Darmstadt – energetische Sanierung des Ausstellungsgebäudes

Die Mathildenhöhe Darmstadt ist ein einzigartiges architektonisches und städtebauliches Gesamtkunstwerk. 1908 wurde auf der höchsten Stelle der östlich der Innenstadt gelegenen Anhöhe das von Josef Maria Olbrich geplante Ausstellungsgebäude errichtet. Zusammen mit dem zeitgleich erbauten Hochzeitsturm bildet es ein das Stadtbild bis heute prägendes eindrückliches Jugendstil-Ensemble.

Johann Reiß, Astrid Wuttke

K7. Konstruktionselemente von Apparaten und Rohrleitungen

Prof. Dr.-Ing. Lothar Mörl, Prof. Dr.-Ing. H. Gelbe

Kapitel 1. Wirtschaftlichkeitsentscheidungen beim methodischen Entwickeln

Gegenstand dieses Hauptabschnitts sind betriebswirtschaftliche Grundlagen. Sie sind das Fundament aller weiteren wirtschaftlichen Fragen in diesem Buch. Lernziel ist es, den Begriff „Wirtschaftlichkeit“ zu verstehen und auf allgemeine Fragen in Unternehmen anwenden zu können. Konkrete Anwendungsmöglichkeiten für den Ingenieur bei der Produktentwicklung folgen im Hauptabschnitt 1.2 „Methodische Entwicklung technischer Produkte“.

Haiko Schlink

8. Langzeitsicherheit Geotechnischer Umweltbauwerke

In den vorangegangenen Kapiteln wurden verschiedene Geotechnische Umweltbauwerke vorgestellt, die definierte radioaktive Inventare dauerhaft sicher aufnehmen oder aufnehmen sollen, und welchen Nachweis es dazu gibt, dies glaubhaft zu belegen und auf dessen Grundlage die Geotechnischen Umweltbauwerke zugelassen und genehmigt werden. Für Tailings ponds ist das allgemeine Verfahren für einen Langzeitsicherheitsnachweis in Kap. 5 vorgestellt worden, aber insbesondere für die Endlagerung von hochradioaktiven Abfällen soll dies hier nachgeholt werden. Ein verbindliches Verfahren wurde in Deutschland bisher nicht vorgelegt, ist vielleicht auch nicht wünschenswert, weil der Langzeitsicherheitsnachweis standortabhängig geführt werden muss, damit das Endlagerbauwerk für hochradioaktive, wärmeentwickelnde Abfälle auch genehmigungsfähig wird. Der Rahmen für den Langzeitsicherheitsnachweis sollte allerdings verbindlich formuliert werden. Nachfolgend soll dieser auf der Grundlage der derzeit vorliegenden Erkenntnisse vorgestellt werden.

Dr.-Ing. Michael Lersow

5. Überwachungsbedürftige radioaktive Rückstände des Uranerzbergbaus

Radioaktive Rückstände sind Materialien, die in industriellen und bergbaulichen Prozessen anfallen, und die in der StrlSchV in Anlage XII Teil A genannt werden, sowie Materialien, die die in der StrlSchV in Anlage XII Teil A genannten Voraussetzungen erfüllen. Deren Verwertung oder Beseitigung wird im Teil 3 der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) geregelt. Diese Materialien sind dabei Stoffe, die natürlich vorkommende Radionuklide enthalten oder mit solchen Stoffen kontaminiert sind. Bergbauliche oder industrielle Prozesse führen in vielen Fällen zu Rückständen mit natürlich vorkommenden Radionukliden („NORM“), wobei durch die Richtlinie 2013/59/Euratom [44] der Bergbau zur Uran‐(Thorium‑)Gewinnung und die Verarbeitung der gewonnenen Erze als besonderer Teil der Kernenergienutzung eine Sonderrolle erhält, siehe Kap. 2. Dabei sind die Rückstände in überwachungsbedürftige und nicht überwachungsbedürftige Rückstände zu unterteilen. Hier werden nachfolgend nur die überwachungsbedürftigen Rückstände behandelt, für die nicht überwachungsbedürftigen Rückstände wird auf Kap. 4 verwiesen. Weiterführende Ausführungen wie zur Klassifizierung, zum Auftreten, zu Verwahrungsmethoden etc. finden sich in Kap. 2 und 3.

Dr.-Ing. Michael Lersow

Das Dokudrama zwischen Praxis- und Diskurstheorie

Ein Beitrag zum empirischen Potential des Films Chicago 10 für eine Geschichte der Gegenwart der Yippie!-Proteste

Mit Hilfe des im Nachfolgenden entwickelten Forschungsdesigns einer diskurstheoretisch erweiterten Praxissoziologie des Protests, stelle ich mit der methodisch experimentellen Verwendung des Dokudramas Chicago 10 als empirischer Quelle eine Möglichkeit zur Diskussion, den Ergebnissen handlungstheoretischer Forschungen ein anderes, weil von Praktiken, nicht von intentional handelnden Menschen aus gedachtes Wissen, hinzuzufügen.

Franka Schäfer

Woodstock im soziologischen Blick

Ein Ereignis zwischen Film, Symbol und Praxis

Die primäre Frage des Beitrags ist, wie der bekannte Dokumentarfilm von Michael Wadleigh über das Woodstock Festival aus dem Jahr 1970 als Quelle einer am Praxisbegriff orientierten Soziologie des sich im August 1969 ereignenden Festivals genutzt werden kann. Um diese Frage zu diskutieren, werden zunächst die charakteristischen Merkmale des Films, seine typischen Stilmittel, seine Erzählformen und seine Suggestionen an einzelnen Sequenzen untersucht, um dann zu zeigen, ob und wie diese Filmausschnitte bestimmte soziologische Schussfolgerungen auf den praktischen Verlauf des Ereignisses zulassen. Dies erlaubt es abschließend, spezifische, für die Praxisformation des Rock und Pop konstitutive Aspekte des Festivals zu identifizieren und in eine genealogisch, praxissoziologische Erforschung des Rock und Pop einzuordnen.

Frank Hillebrandt

1. Experiment 1: Strom, Spannung, Widerstand – die drei Grundelemente der Elektrotechnik

Strom, Spannung, Widerstand, Ohm‘sches Gesetz, Universalmessgerät, Grundlagen des Schaltungsaufbaus: Abisolieren, Löten; Formelumstellen, elektrische Leiter: Hofmann‘scher Zersetzungsapparat, Widerstand metallischer Leiter: material- und temperaturabhängig, Potentiometer: Messreihe, dabei Einführung Winkelfunktionen und Tabellenkalkulation zur Versuchsauswertung; Isolatoren, Parallel- und Reihenschaltungen, Knotenregel, erste Kirchhoff‘sche Regel, elektrische Arbeit und Leistung.

Uwe Grellmann

12. Lösungen, Stoffmengen und Konzentrationen

Lösungen sind homogene Mischungen reiner Stoffe, aber umgekehrt sind nicht alle homogenen Mischungen echte Lösungen. Echte Lösungen weisen nur zum Teil die Kennzeichen ihrer Bestandteile auf, zum anderen aber auch völlig neue, emergente Eigenschaften. Löst man zum Beispiel pulverfein gemahlenen Gips CaSO4 · 2 H2O in Wasser, dann geht die pulverförmige Beschaffenheit und der feste Aggregatzustand des Gipses verloren. Auch erscheint er nicht mehr weiß. Das Wasser als Lösemittel erhält ebenfalls neue Eigenschaften. Dichte, Wasserhärte, Leitfähigkeit, Siede- und Gefrierpunkt sowie der osmotische Wert ändern sich. Damit ändert sich auch seine Verträglichkeit für Organismen.Ionen und polare organische Verbindungen bilden beim Lösen im Lösemittel Wasser mit dessen Dipol-Molekülen Hydrathüllen. Beim Lösen von Ammoniumchlorid NH4Cl oder Soda Na2CO3 · 10 H2O in Wasser ändert sich auch der pH-Wert deutlich. Beim Lösen eines Salzes kann sich auch die Temperatur des Wassers ändern. Löst man beispielsweise wasserfreies farbloses Kupfersulfat CuSO4 in Wasser, dann steigt die Temperatur, löst man aber blaues hydratisiertes Kupfersulfathydrat CuSO4 · 5 H2O in Wasser, dann sinkt sie. Daraus ist ersichtlich, dass mit dem Lösungsvorgang auch chemisch-physikalische Vorgänge und Veränderungen wie die Hydratbildung einhergehen können.

Dr. Bruno P. Kremer, Prof. Dr. Horst Bannwarth

1. Bevor es losgeht: Sicherheit und Umsicht

Bereits im experimentellen Schulunterricht, dann aber vor allem in der Berufsausbildung beispielsweise von Laborantinnen und Laboranten bzw. von technischen Assistentinnen und Assistenten (BTA, CTA, MTA, PTA u. a.) sowie erst recht im Studium der naturwissenschaftlichen Fächer sind jeweils Arbeiten im Labor (= Kurzform von Laboratorium; korrekter Plural die Labore, aber zulässig auch die Labors) unter Aufsicht einer verantwortlichen Lehrperson vorgesehen. Ebenso erfordern Seminar- und Examensarbeiten für die verschiedenen Abschlüsse (Praxisprüfung im Laboranten-, ferner Bachelor-, Master-, Diplom-Examen sowie Promotion) bereits im Labor eigenständiges und eigenverantwortliches Handeln sowie ein methodisch qualifiziertes Vorgehen in Einzel‑ oder Teamarbeit.Die Motivation für das Arbeiten im Labor darf nicht nur in der Ableistung eines Pflichtprogramms bestehen. Vielmehr sollen Forscherdrang, wissenschaftliche Neugier, das Interesse an der Beantwortung von interessanten Fragestellungen oder besonderen Problemlösungen oder die Suche nach empirischen Ergebnissen bzw. neuen Erkenntnissen immer im Vordergrund stehen. Allerdings zeigt die Erfahrung oft genug, dass es allein mit Begeisterung und Engagement durchaus nicht getan ist.

Dr. Bruno P. Kremer, Prof. Dr. Horst Bannwarth

19. Sprinkleranlagen

Australien ist der trockenste Kontinent der Erde. Besonders heiße und trockene Tage, mit Nordwinden, beschwören jedes Jahr für die Wälder des Südens von Australien akute Waldbrandgefahren herauf (Abb. 19.1).

Adam Merschbacher

36. Deskriptive Statistik – wie man Daten beschreibt

Deskriptive Statistik ordnet Daten und beschreibt sie in konzentrierter Form. Dagegen schließen wir in der induktiven Statistik aus beobachteten Daten auf latente Strukturen und bewerten unsere Schlüsse innerhalb vorgegebener Modelle der Wahrscheinlichkeitstheorie. In der deskriptiven Statistik lässt man nur die Daten selbst reden und kommt zumindest bei den ersten Schritten ohne wahrscheinlichkeitstheoretischen Überbau aus. Gegenstand der deskriptiven Statistik sind die Elemente einer Grundgesamtheit, die Eigenschaften der Elemente, die Arten der Merkmale, die Häufigkeiten der einzelnen Ausprägungen und die Abhängigkeiten zwischen den Merkmalen. All dieses soll durch geeignete Parameter charakterisiert und durch geeignete Grafiken anschaulich gemacht werden. Die dann vertraut gewordenen Begriffe werden wir später im Rahmen der schließenden Statistik übernehmen und vertiefen.

Tilo Arens, Frank Hettlich, Christian Karpfinger, Ulrich Kockelkorn, Klaus Lichtenegger, Hellmuth Stachel

40. Schätz- und Testtheorie – Bewerten und Entscheiden

In der Wahrscheinlichkeitstheorie bewegen wir uns im gesicherten Rahmen eines mathematischen Modells. Nun treten wir hinaus in die nichtmathematische Realität. Hier stürmen unzählige Fragen und Probleme auf uns ein.Angenommen, Sie gehen auf einen Trödelmarkt und sehen einen alten Stuhl aus einem glatten roten Holz. Sie fragen sich: Wie alt wird der Stuhl wohl sein? Ist das Holz Mahagoni? Handelt es sich um einen Nachbau oder ist er ein Original? Wird er meinem Freund gefallen, mit dem ich die Wohnung teile?Angenommen, Sie fahren Ihren Wagen zum TÜV, dort wird unter anderem geprüft: Wie groß ist der Abgaswert? Werden die Grenzwerte eingehalten? Wird das Auto bis zur nächsten Untersuchung noch fahrtüchtig bleiben?Diese Fragen sind einerseits Schätzungen. Hier wird die Größe eines unbekannten Parameters erfragt: Alter eines Möbels, Bremskraft und Abgaswerte eines PKW. Bei einem Test andererseits muss eine Entscheidung getroffen werden, ob ein Annahme akzeptiert werden kann oder nicht: Fahrtüchtig oder nicht? Mahagoni oder nicht? Nachbau oder Original?Bei einer Prognose machen wir eine Aussage über ein zukünftiges Ereignis: Morgen wird es wahrscheinlich regnen! Dem Freund wird der Stuhl gefallen! Die Brücke wird der Belastung standhalten!In diesem Kapitel legen wir die Grundlagen für Schätzungen, Prognosen und Tests. Dabei werden wir reale Beobachtungen in ein mathematisches Modell einbetten und dort mithilfe der axiomatischen Wahrscheinlichkeitstheorie Schlüsse ziehen und diese wieder in die Realität rückübertragen.

Tilo Arens, Frank Hettlich, Christian Karpfinger, Ulrich Kockelkorn, Klaus Lichtenegger, Hellmuth Stachel

Kapitel 22. Die Kunst der Verknappung – Kommunikationsstrategien für Luxusmarken

Die Strategie der Verknappung ist insbesondere für Luxusprodukte von besonderer Bedeutung. Sie ist geeignet, im Rahmen eines streng eingeschränkten Vertriebs der Produkte ein hohes Maß an Prestige und Awareness bei den relevanten Zielgruppen zu erzeugen. In diesem Beitrag werden die verschiedenen Formen künstlicher Zeit- oder Mengenbeschränkungen erläutert. In der sozialwissenschaftlichen Forschung ist die starke Wirkung wahrgenommener Knappheit (Scarcity) auf die Attraktivität von Produkten und das damit verbundene Kaufverhalten unbestritten. Die bloße Inszenierung von Knappheit ist dabei neben einer faktischen Begrenzung der Menge bestimmter Produkte von entscheidender Bedeutung. Fallbeispiele der Marken Adidas, Hermès, Louis Vuitton und Armani/Privé illustrieren die theoretischen Erklärungsansätze.

Sonja Kastner

„Tu es!“

Wie mit FLY & HELP das Gute in die Welt kommt

Gute Geschichten geben den Dingen des Lebens wieder eine tiefere Bedeutung und stiften Sinn, weil sie eine werthaltige Gestaltungskraft sind (Hildebrandt 2016). Sie beginnen zuerst im Kopf und werden dann Wirklichkeit, wenn wir es wollen – und weil wir es können! Im Mittelpunkt des Beitrags steht das gesellschaftliche Engagement von Reiner Meutsch, der von 1989 bis Juni 2009 geschäftsführender Gesellschafter des Reisedirektanbieters Berge & Meer Touristik GmbH war und 2009 die „Reiner Meutsch Stiftung FLY & HELP“ gründete, die gezielte und nachhaltig betreute Bildungsprojekte für Kinder in Entwicklungsländern finanziert. Er zeigt, dass es möglich ist, diese Welt aktiv zu gestalten und besser zu machen. Doch das gelingt nur, wenn wir den Blick fürs Ganze nicht verlieren und beides gleichzeitig können: abgehoben sein, um zu träumen und Visionen zu haben, und bodenständig, um sie in der Realität umzusetzen.

Reiner Meutsch

Kapitel X Einsatzrecht Teil I – Rechtlicher Rahmen

Neben dem Waffenrecht muss auch die Frage des „Wie“ des Einsatzes von Waffensystemen und Waffen, das sog. Einsatzrecht, in Bezug auf die Dehumanisierung der Kriegführung analysiert werden. Jeder Angriff auf eine Person oder ein Objekt in einem bewaffneten Konflikt ist unabhängig von dem eingesetzten Mittel oder der Methode dem humanitären Völkerrecht unterworfen. Damit muss das Einsatzrecht auch auf Mittel und Methoden der Dehumanisierung der Kriegführung angewandt werden. Einen Hinweis auf die Verpflichtung auch Waffen und Waffensysteme auf ihre Konformität mit dem Einsatzrecht zu prüfen, liefert der Wortlaut von Art. 36 ZP I. Dieser verlangt neben der Pflicht zur Überprüfung nach dem Waffenrecht (Waffen, Mittel und Methoden der Kriegführung „deren Verwendung stets“) auch eine Analyse, ob diese „unter bestimmten Umständen“ (…) „verboten wäre(n)“. Das Einsatzrecht wird in diesem Kapitel anhand von Art. 57 ZP I erläutert.

Tassilo Singer

Kapitel XII Auffangklauseln, Minimalstandard, die Martens’sche Klausel und Ahndungsmöglichkeiten

Ausgehend von den Regelungen des Waffen- und Einsatzrechts im humanitären Völkerrecht, die einen allgemeinen rechtlichen Rahmen für die Vornahme von Kampfhandlungen aufstellen, sind Konstellationen denkbar, in denen zusätzlicher Regelungsbedarf besteht, um die Kriegführung vollumfänglich rechtlich zu erfassen. Damit grundsätzlich alle theoretisch denkbaren Situationen vom humanitären Völkerrecht abgedeckt werden können, sind an verschiedenen Stellen Auffangtatbestände bzw. Minimalstandards normiert. Hierbei sind insbesondere der Minimalstandard des Gemeinsamen Art. 3 GK I-IV und die Martensʼsche Klausel herauszugreifen. Bei der Martensʼschen Klausel ist jedoch unklar, ob diese eigenständige rechtliche Bedeutung hat. In jedem Fall müssen beide Prinzipien in die Analyse der Dehumanisierung der Kriegführung einbezogen werden.

Tassilo Singer

2. Die Wirkmächtigkeit des Perspektivwechsels

Es ist unstrittig, dass gesellschaftliche Weiterentwicklung innerhalb eines zunehmend komplexen bzw. hochkomplexen Geflechtes aus individuellen und gesellschaftlichen Verbünden, sofern sie sich dem Ziel Nachhaltigkeit unterwerfen, angepasste Strategien des Fortschritts praktizieren müssen. Angepasste Strategien sind deshalb erforderlich, weil die Dynamik der komplexen Systeme es erfordert, sich immer wieder neu auf eine sich verändernde Umwelt einzustellen, um daran neu ausgerichtete Zielkorrekturen für den Fortschritt vornehmen zu können. Zum Beispiel führt das industrielle Festhalten an einem Standpunkt, einem Produkt oder einem Verfahren, von dem bislang erfolgreiche Entwicklungen ausgehen, obwohl neue Trends oder Ziele bereits ihre Wirkung zeigen, letztlich zu einem Rückschritt, Stillstand oder zur Zerstörung des lokalen bzw. globalen unternehmerischen Systems.

E. W. Udo Küppers

Maßnahmen der Stadt Ortenberg zur Energieeinsparung

Ortenberg liegt in mitten der Natur im Wetteraukreis, eine Marathonstrecke nordöstlich von Frankfurt/Main entfernt.Hier wohnen 9.100 Menschen verteilt in 10 Ortsteilen. Das entspricht = 164 EW/m2. Zum Vergleich: Viernheim Bevölkerung: 32.526 (30. Juni 2009) = 672 EW / km2

Pia Heidenreich-Herrmann

Die Bedeutung der Wälder in der Klimaschutzpolitik

Es gibt nur eine plausible Erklärung für unseren grob fahrlässigen Umgang mit dem Klimawandel: Die überwältigende Mehrheit der Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft ist sich der dramatischen Folgen eines ungebremsten Klimawandels nicht bewusst oder meint, sie ignorieren zu können.

Klaus Wiegandt

Kapitel 1. Einleitung: Warum brauchen wir eine Nachhaltige Entwicklung?

Alle reden inzwischen von Nachhaltigkeit, meinen damit aber häufig ganz unterschiedliche Dinge. Die inflationäre Verwendung der Positiv-Vokabel hat den Begriff an Schärfe verlieren lassen und ihn so scheinbar beliebig einsetzbar gemacht. Dabei brauchen wir das Leitbild Nachhaltiger Entwicklung heute mehr denn je, um die zahlreichen globalen Herausforderungen zu meistern und unsere aus den Fugen geratene Welt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Ariane Kropp

Der Preis unserer Langlebigkeit

Menschen werden viel älter als andere Primaten. Die biologischen Gründe hierfür reichen weit in die Urzeit zurück. Allerdings erkaufen wir unser langes Leben mit Alterskrankheiten – verursacht durch die gleichen Genmutationen.

Heather Pringle

10. Sicherheit im Internet der Dinge

Dieses Kapitel führt in die IT-Sicherheit für das Internet der Dinge (IoT) ein. Zunächst wird definiert, was das IoT ist und weshalb IT-Sicherheit im IoT sich von der IT-Sicherheit in klassischen Netzwerken unterscheidet. Es wird erläutert, weshalb im IoT ein Mangel an IT-Sicherheit herrscht und welche Rolle Standardisierung dabei spielt. Anschließend wird das Grundproblem des IoT-Patchings erläutert. Die Gebiete Smart Homes/Buildings und Industriesteueranlagen werden im Detail besprochen. Weitere Anwendungsgebiete (bspw. electronic Healthcare und Landwirtschaft) werden kurz aus Sicherheitssicht erläutert, wobei der Fokus insbesondere auf der Netzwerkkommunikation liegt. Das Ende des Kapitels widmet sich schließlich dem Thema IoT-Forensik.

Steffen Wendzel

Berliner Wasserbetriebe

Wir gehen unseren Weg

Mit 4355 Beschäftigten sind die Berliner Wasserbetriebe einer der größten Arbeitgeber in der Stadt sowie einer der größten Auftraggeber in der Region. In unserer Verantwortung liegen die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung Berlins. Diesen Auftrag erledigen wir zuverlässig, engagiert und in hoher Qualität. Unser wichtigstes Kapital dabei: unsere Beschäftigten, darunter aktuell 31,3 % Frauen. Sie stellen zugleich rund 31 % aller Führungskräfte. 42 % unserer weiblichen Führungskräfte berichten direkt an den Vorstand.

Dana Buchholz

Kapitel 12. Sicherheitsrichtlinien/-standards – Generische Sicherheitskonzepte

Das vorangegangene Kapitel beschäftigte sich mit der Sicherheitsarchitektur und legte die Sicherheits- und Kontinuitätselemente fest, mit denen die Sicherheits- und Kontinuitätsziele erreicht werden sollen.

Klaus-Rainer Müller

Kapitel 1. Ausgangssituation und Zielsetzung

Bedrohungen nehmen durch technologischen Fortschritt, zunehmende Vernetzung, Globalisierung und breiteres Allgemeinwissen kontinuierlich zu. Bedrohungen reichen von kriminellen Handlungen, wie z. B. Betrug, Spionage, Einbruch, Diebstahl, Geiselnahme, Terrorattacken und der Verbreitung von Schadsoftware, über Naturgewalten, wie Hochwasser, Stürme, Feuer und Erdbeben, bis hin zu technischen Ausfällen und Fehlern sowie menschlichem Versagen.

Klaus-Rainer Müller

Kapitel 3. Erste Phase: Relative Systemstabilität

Die Organisation des III. SED-Parteitages vom 20. bis 24. Juli 1950 – des ersten nach der Gründung der Republik – erfolgte in enger Absprache mit der KPdSU-Führung. Die Besetzung der SED-Führungsgremien geschah ausschließlich mit dem Einverständnis oder auf Weisung des Kremls. Dementsprechend ließ Moskau von seinem Führungsanspruch beim Organisieren der „Volkswahlen“ im Oktober 1950 nicht ab. Das ehemalige Mitglied der „Gruppe Ulbricht“ Wolfgang Leonhard erklärte den Umstand mit den Erfahrungen der Sowjets bei den Kommunal- und Landtagswahlen im Jahre 1946: „Es drohte [der SED] die Opposition in einer parlamentarischen Demokratie – für die stalinistischen Apparatschiks ein Albtraum.“

Benjamin Page

Kapitel 3. Technologie im Allerkleinsten

Was Nanotechnologie möglich macht

WirNanotechnologie benutzen sie bereits auf vielfache Weise, aber nur die wenigsten wissen es. Die Rede ist von der Nanotechnologie. Neben dem Quantencomputer (Thema des nächsten Kapitels) bietet das Spektrum der Nanotechnologien die aufregendsten zukünftigen technologischen Anwendungen der Quantentheorie.

Lars Jaeger

2. Unterrichtsmethoden: Steckbriefe, Prozessmodelle und Beispiele

Kap. 2 beschreibt 20 Unterrichtsmethoden. Die Unterrichtsmethoden sind ausgewählt vor dem Hintergrund, dass diese tatsächlich in MINT-Fächern eingesetzt werden. Der Begriff Unterrichtsmethode hat eine besondere Bedeutung. Er wird verstanden als ein klar umrissener, begrifflich herauslösbarer, selbstständiger, wenn auch integrierter Bestandteil des Unterrichts. Die Darstellung der Unterrichtsmethoden erfolgt nach einem einheitlichen Schema, mit (1) Steckbrief, (2) Prozessmodell und (3) Unterrichtsbeispielen. Die Steckbriefe machen Ausführungen zu Sozialform, Dauer, Medien, Klassenstufen und didaktischem Potenzial. Die Prozessmodelle zeigen, wie die Unterrichtsmethoden durchgeführt werden. Die Prozessmodelle werden mit IDEFO-Charts visualisiert, in denen die einzelnen Aktivitäten und die in den Aktivitäten erzeugten Ergebnisse der Unterrichtsmethoden explizit werden. Für alle Unterrichtsmethoden werden Beispiele aufgeführt, und zwar für jedes MINT-Fach.

Andreas Zendler

Kapitel 3. China ist ein Land mit vielen Gesichtern, Komplexität und Vielfalt in der Gesellschaft

China zeichnet sich durch enorme Dynamik, ethnische und religiöse Vielfalt aus – doch die regionalen Unterschiede sind manchmal gravierend: Die Dynamik, die das moderne China ausmacht, sucht man zum Beispiel vergebens in den Dörfern auf dem Land. Dementsprechend setzt die chinesische Regierung alles darauf, Stabilität durch Integration der zahlreichen Teile des „China-Puzzles“ zu bewirken. Vor allem riesigen Investitionen in Infrastrukturprojekte wie den Schienenverkehr integrieren jetzt schon die verschiedenen Regionen des Landes viel besser – aber es gibt weiterhin viel zu tun. Immer im Namen der Stabilität.

Sven Agten, Thomas König

7. Elektrolyse von Wasser

Wasserstoff gilt als langfristiger chemischer Energieträger, zumal die Elektrolyse von Wasser die Nutzung von Windenergie, Solarstrom, Wasser- und Gezeitenkraft erlaubt. Das Kapitel fasst den Stand der Technik zur elektrolytischen Wasserstofferzeugung zusammen: Technologien, Materialien, Zelldesign, Leistungsdaten und Marktübersicht der alkalischen, SPE- und Festoxid-Elektrolyse,

Prof. Dr. Peter Kurzweil

Kapitel 1. Warum ausgerechnet Physik?

Physik für Kinder, die auf der Straße leben? Macht das Sinn? Brauchen Kinder in derart schwierigen Lebenslagen nicht erst einmal andere Formen der Unterstützung und Fürsorge? Müssen sie nicht erst einmal auf Drogenentzug, in medizinische und sozialpsychologische Behandlung? Und wenn sie clean und sauber sind, ist es dann nicht Alphabetisierung, die sie benötigen? Der erste Teil des Buches startet mit diesen Fragen und beschäftigt sich mit dem bildungstheoretischen und bildungspolitischen Zugang zum Thema. Ausgehend vom Menschenrecht auf Bildung wird für die Einbeziehung naturwissenschaftlicher Bildungsangebote argumentiert, um die Situation von Kindern in schwierigen Lebenslagen zu verbessern. Es wird dargelegt, inwiefern über die Beschäftigung mit Naturphänomenen, naturwissenschaftlichen Sachverhalten, Fragestellungen und Problemen Fähigkeiten und lebensnotwendige Kompetenzen erworben werden können, die es Heranwachsenden ermöglichen, ihre soziale und materielle Welt auf systematische Weise zu erkennen, zu verstehen, zu beurteilen und aktiv mitzugestalten.

Manuela Welzel-Breuer, Elmar Breuer

Kapitel 3. Landwirtschaft

Die globale landwirtschaftliche Produktion und die Nahrungsmittelmärkte werden sowohl von nationalstaatlichen Regelungen als auch von internationalen Vereinbarungen wesentlich beeinflusst. Die Liberalisierung der Landwirtschaft – sofern überhaupt vorhanden – wirkt sich in der Regel zugunsten der kapitalkräftigen Anbieter im Norden und zuungunsten der lokalen landwirtshaftlichen Produktion aus.

Christian J. Jäggi

Kapitel 7. Alternativen

Es gibt unterschiedliche Kriterien und Vorschläge für eine nachhaltige Ernährungsverantwortung.

Christian J. Jäggi

Kapitel 5. Empirische Beispiele

Neben mineralischen Rohstoffen stehen vor allem Öl- und Gasvorkommen, internationale und regionale Schifffahrt und Fischerei im Zentrum der Debatte um die Ressourcen der Arktis. Der mögliche Zugang zu bislang unerschlossenen Öl- und Gasressourcen hat in den letzten Jahren einen Medienrummel über die Arktis als neue Energieressourcen-Hochburg ausgelöst. Arktische Schifffahrtsrouten werden zunehmend für regionale und Transitstrecken zwischen dem Atlantischen und Pazifischen Ozean befahrbar. Aufgrund des Klimawandels könnten sich erhebliche Veränderungen für Fischarten und Fischereimöglichkeiten in der Arktis ergeben. Alle diese Entwicklungen sind allerdings nach wie vor mit großen Unsicherheiten sowie erheblichen Risiken für Mensch und Umwelt in der Region behaftet. Das schwache Umweltregime in der Arktis wird zu einem Großteil von internationalen Verträgen und Institutionen aufgefangen, die sich infolge des Ursprungs vieler umweltschädlicher Substanzen außerhalb der Arktisregion als effektiver erweisen können. Die Verwendung des Begriffs der Sicherheit ist in der Arktisforschung uneinheitlich. Das Sicherheitsverständnis reicht von traditionellen, die militärische Sicherheit betreffenden Begriffen bis zu breiten Konzepten wie der menschlichen Sicherheit.

Kathrin Stephen, Sebastian Knecht, Golo M. Bartsch

SoFi – Dynamische Performance-Management-Software für Nachhaltigkeit im Unternehmen und in der Lieferkette

Die SoFi-Software ist ein ganzheitliches Corporate-Sustainability-Management-Tool, das sich für viele verschiedene Anwendungsfälle eignet. Es handelt sich dabei um eine webbasierte Lösung.Der Software liegt eine simple, aber höchst flexible Datenstruktur zugrunde, die eine individuell zugeschnittene Datenerfassung sowie passgenaue Auswertungen im Analysebereich möglich macht.Mögliche Anwendungsfälle sind neben dem klassischen Reporting und Nachhaltigkeitsperformancemanagement u. a. das Supply Chain Management, Auditing oder auch der Health-and-Safety-Bereich.Die SoFi-Anwendung eignet sich für Unternehmen jeder Branche und ist auf eine internationale Anwendung ausgelegt.

Johannes Gediga, Matthias Münzing, Miriam Valkenberg, Meike Rapp, Jörg Warning, Michael Kölzer

Zwischenstand und weitere Aufgaben bei der Umsetzung der Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie

Im Beitrag wird ein kurzer Rückblick auf den bisherigen Umsetzungsprozess der Hochwasserrisikomanagement- Richtlinie insbesondere in Sachsen gegeben. Dabei werden auch anrechnungsfähige Aktivitäten aus der Zeit vor der Richtlinie mit erläutert. Anschließend werden einige Herausforderungen zur Umsetzung derselben für die nächsten Jahre aufgezeigt.

Uwe Müller

Umgang mit Extremereignissen auf kommunaler Ebene – Notfallkonzepte als Mittel der Wahl?

Die Hochwasserrisikomanagement-Pläne enthalten Maßnahmen zur Verringerung des Hochwasserrisikos, welche in den zuständigen Kommunen umgesetzt werden sollen. Dazu zählt auch die Vorsorge gegenüber sehr seltenen Hochwasserereignissen. Zudem sind Kommunen verpflichtet, ihre Bürger mit wichtigen Infrastrukturen zu versorgen, welche bei Hochwasser gefährdet sind. Ob Hochwasser-Notfallkonzepte, welche die Erfordernisse zum Umgang mit Extremereignissen und zum Schutz kritischer Infrastrukturen vereinen, ein geeignetes Instrument für Kommunen darstellen, wird derzeit in Pilotregionen in Rheinland-Pfalz geprüft.

Corinna Gall, Robert Jüpner

Klimatischbedingte Anpassungsstrategien für ein Talsperrenverbundsystem im Harz

Das Nordharzspeicherverbundsystem mit den Talsperren Grane, Oker und Innerste wird von der Harzwasserwerke GmbH betrieben. Zur Anpassung der Betriebsregeln an die Klimaänderung wurde das Gesamtsystem mit einem Betriebsmodell auf Tagesbasis und Input von generierten Zuflussserien über 10 000 Jahre für die Vergangenheit und Zukunft untersucht. Mit dem Betriebsmodell konnten die Auswirkungen von geänderten Betriebsregeln auf den Verbundspeicherbetrieb mit und ohne Klimaänderung detailliert sowie transparent quantifiziert werden.

Günter Meon, Tim Müller, Andreas Koch, Frank Eggelsmann, Lisa Unger, Andreas Lange

Kapitel 6. Individualisierte Sterbewelten

Der Tod war ein Problem der Lebenden. Doch die Lebenden haben die Verbindung zu den Toten gekappt. Dadurch ist der Tod zu einem Problem der Sterbenden geworden, das nicht mehr widerspruchsfrei mit den kollektiven Bewältigungsformen in Verbindung gebracht werden kann, die dazu für eine lange Zeit zur Verfügung standen. Weil das Kollektiv keinen verbindlichen Halt mehr bietet, kann das Problem des Todes kollektiv nicht mehr gelöst werden. Jetzt muss es individuell ertragen werden. Der Sinn des Todes stimmt immer weniger mit dem kanonischen Wissen und den konkreten Vorgaben einer kollektiven Weltanschauung überein, sondern ergibt sich immer öfter situativ, aus den konkreten Deutungen, die ihm im Alltag der Sterbenden gegeben werden.

Felix Tirschmann

Kapitel 2. Informationssicherheit von KRITIS-Betreibern: Eine Übersicht

In diesem Kapitel wird ein Überblick und eine Einführung zur Informationssicherheit von Industrieanlagen im Allgemeinen sowie zur Sicherheitslage von KRITIS-Betreibern im Speziellen gegeben. Relevante Grundlagen und Begriffe zur Informationssicherheit von Industrieanlagen und KRITIS-KMU werden erörtert.

Olof Leps

3. Input – Output Relationen

Aus dem täglichen Umgang mit technischen Geräten und Apparaten ist die Allgegenwart digitaler Technologie offensichtlich. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass dies auch für die medizinische Anwendung von Arzneimitteln gilt. Das heißt jede Kombination aus kontinuierlichen und digitalen Daten als Eingang oder Response eines Systems wird näher betrachtet und anhand praktischer Beispiele vertieft. Dabei geht es nicht darum, sich an bereichspezifischer Nomenklatur aufzuhalten, sondern die angewandten Prinzipien zu erkennen. Für den Fall kritischer medizinischer Therapien wird ein objektiver wissenschaftlicher Weg aufgezeigt, um eine wirksame Dosis so zu bestimmen, dass die Sicherheit des Patienten gewährleistet ist. Mit Anwendung kontinuierlicher Daten die Zuverlässigkeit digitalen Systemverhaltens entscheidend zu erhöhen, erweist sich sowohl in der Technik als auch in der Medizin als ein äußerst effizienter Ansatz.

Herbert Ruefer

8. Vergangene und aktuelle ökologische Veränderungen

Aufgrund geologischer, klimatischer und astronomischer Phänomene traten im Verlauf der Erdgeschichte mehrmals deutliche Veränderungen der Umweltbedingungen auf, die sich in Form von Aussterbeereignissen und Evolutionsprozessen auch auf Pflanzen und die Vegetation auswirkten. Anthropogene Veränderungen von Vegetation und Ökosystemen in Form von Landnutzungsänderungen in prähistorischer und historischer Zeit werden im Zusammenhang mit Ressourcenverbrauch und Nachhaltigkeit dargestellt. Besonders hervorgehoben werden Prozesse der Degradation von Boden und Vegetation und der Eutrophierung. Als Folgen der Industrialisierung werden Folgen der Emissionen von Schadgasen für die Pflanzen und des Anstiegs der atmosphärischen CO2-Konzentration sowie des damit einhergehenden Klimawandels hervorgehoben. Berücksichtigt werden auch Ökosystemdienstleistungen für die Menschen und Maßnahmen zum Schutz von Pflanzen und ihren Lebensräumen einschließlich nachhaltiger Landwirtschaft.

Frank Thomas

Kapitel 4. Die Vorhersage des Tidewasserstands

Eine zentrale Aufgabe des Küsteningenieurwesens ist die Vorhersage des Tidewasserstands. Wattwanderer an der deutschen Nordseeküste müssen sich auf diese Angaben verlassen können, um nicht von der einlaufenden Flut lebensgefährlich überrascht zu werden.

Andreas Malcherek

Kapitel 8. Das Eindringen der Salinität in die Ästuare

In seiner Bedeutung für die Versorgung des Menschen mit Trinkwasser unterscheidet man zwischen dem Süß- oder Frischwasser in Flüssen und Grundwasserleitern und dem salzigen Meerwasser der Ozeane. Letzteres stellt den mit Abstand größten Wasservorrat der Erde dar, und ist für uns ungenießbar. Daher sollten wir tunlichst darauf achten, dass unsere Frischwasserreserven möglichst nachhaltig bewirtschaftet und vor allem nicht durch durch den Kontakt mit Meerwasser zerstört werden.

Andreas Malcherek

Kapitel 7. Stromfadentheorie

In vielen praktischen Fällen liegen Symmetrien in Strömungsfeldern vor, so dass man zu deren Beschreibungen nur eine Geschwindigkeitskomponente und eine Raumkoordinate benötigt. Die Berechnung derartiger Stömungen findet in sogenannten Stromröhren statt. Alle Stromlinien die durch eine geschlossene Kurve C verlaufen, bilden die Mantelfläche einer Stromröhre (siehe Abb. 7.1).

Hubert Marschall

Wirtschafts- und Sozialkunde

Stellen Sie fest, welches der nachstehenden Rechtsgeschäfte nach den gesetzlichen Bestimmungen nichtig ist!

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Kapitel 4. Das Fundament der Compliance

Compliance, welche sich auf die Einhaltung von Gesetzen beschränkt, wird der Entwicklung im Unternehmen hinterherlaufen, anstatt diese (mit) zu gestalten. Die Auseinandersetzung mit dem theoretischen Konstrukt der Ethik und der praktischen Umsetzung im Unternehmen ermöglicht die Entwicklung des individuellen Ethikverständnisses des einzelnen CO. Darauf kann sich eine „anständige“ Compliance begründen, welches Mitarbeiter nicht gängelt, sondern Instrumente zur Entscheidungsfindung bereitstellt. Vor diesem Hintergrund werden die im weiteren Buch vorgestellten Tricks und Kniffe diskutiert, welche eine wirkungsvolle Compliance ermöglichen.

Thomas Schneider

Die Rolle von deutschen Stiftungen und Philanthropen bei der Umsetzung der SDGs

Im Jahr 2015 haben die 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen die 2030-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und somit die 17 „Ziele für nachhaltige Entwicklung“, (Sustainable Development Goals, SDGs) welche den globalen Rahmen für die Umwelt- und Entwicklungspolitik bis 2030 bildet, verabschiedet. Welchen Beitrag können Stiftungen zur Umsetzung der SDGs leisten?In diesem Artikel wird dieser anhand von Beispielen dargestellt. Anhand dieser Beispiele soll deutlich werden, dass Stiftungen in ihrer operativen Arbeit, ihrer Fördertätigkeit und ihren Anlageaktivitäten einen besonderen Zugang zu Modellen und Lösungen nachhaltigen Handelns schaffen können. Sie können diejenigen Brücken zwischen Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik bauen, die für die Transformation von Gesellschaft und Ökonomie im Sinne der Agenda 2030 notwendig sind.

Katharina Franziska Braig

Kapitel 3. Sensorische Attribute inklusive Definitionen

Bei Milch handelt es sich um die aus den Milchdrüsen weiblicher Tiere abgesonderte Emulsion von Proteinen, Milchzucker und Milchfett in Wasser. Sie enthält alle lebensnotwendigen Nährstoffe, damit der Körper nach der Geburt aufgebaut und mit Energie versorgt werden kann. Die wichtigste Konsummilch ist die Milch der Kuh, zusätzlich sind auch die Milch von Schafen und Ziegen von einiger Bedeutung als Lebensmittel (EBERMANN und ELMADFA 2011).

Dorota Majchrzak, Caroline Schlinter-Maltan

9. Alltag und Chemie

Sarah hört im Chemieunterricht ihres Lehrers viel über Schwefeldioxid und die katalytische Oxidation zu Schwefeltrioxid, über das Kontaktverfahren zur Herstellung und die Bedeutung der Schwefelsäure für die chemische Technik. Eines Abends liest ihr Vater in der Zeitung etwas über die Zunahme des Sauren Regens und fragt Sarah: „Du hast doch schon lange das Fach Chemie. Sag mal – was ist denn Saurer Regen? Wie erklärt euch euer Lehrer dieses Phänomen?“ Sarahs Antwort: „Das weiß ich nicht, darüber hat der Lehrer nichts gesagt.

David Waddington karikierte damit üblichen Chemieunterricht in Großbritannien aus seiner Sicht. Auch deutsche Schüler und Schülerinnen vermissen oft den Alltagsbezug ihres Unterrichts. Bei einer Befragung Jugendlicher der Klassenstufen 9–11 eines Gymnasiums kommentierten sie nach einem Chemieunterricht mit konkreten Alltagsbezügen:

Chemieunterricht erscheint nicht so sinnlos, wenn man den Stoff auch im Alltag anwenden kann.

Hätte man Bezüge zur Praxis, dann wäre der Chemieunterricht kein abstrakter Formelkomplex.

Gerade solche Alltagsbezüge sind gut für die Allgemeinbildung und bringen auch den Leuten etwas, die später keinen Chemieberuf wählen. Es werden die Interessen von Jungen und Mädchen untersucht, konkrete Vorschläge für Alltagsbezüge im Chemieunterricht reflektiert und empirisch evaluiert.

Prof. Dr. Hans-Dieter Barke, Prof. Dr. Günther Harsch, Prof. Dr. Simone Kröger, Prof.Dr. Annette Marohn

3. Systemimplementierung

Die Implementierung eines CAFM-Systems ist eine komplexe Aufgabenstellung, die maßgeblich von der Ausgangssituation und den Rahmenbedingungen einer Organisation beeinflusst wird. Im Folgenden werden zwei unterschiedliche CAFM-Projekte vorgestellt: Die erste Systemeinführung beschreibt ein CAFM-System für ein mittelständisches Industrieunternehmen. Das CAFM-Projekt für die als Corporate einzuordnende Organisation wurde Mitte der 1990er durchgeführt. Der Fokus dieser kleineren Installation lag auf dem Industrial Facility Management, also einer Kombination aus Fabrikplanung und Facility Management.Eine integrierte CAFM-Lösung für einen unternehmenseigenen FM-Dienstleister beschreibt das zweite Projekt. Die Tochtergesellschaft einer öffentlich-rechtlichen Medienanstalt ist als Dienstleister (Professional) für eine Organisation der öffentlichen Hand (Public) einzuordnen. Der integrierte Lösungsansatz besteht aus ERP-System und CAFM-System sowie einer Vielzahl, durch Schnittstellen angebundenen 3-Systeme. Insgesamt arbeiten in 20 IT-Funktionen über 200 Client-User (FM) und mehrere Tausend Web-User (Kunde) mit der Lösung.

Prof. Jens Nävy

4. Anwendungsbeispiele

Bei den nachfolgenden Praxisanwendungen stehen insbesondere die Nutzenansätze im Vordergrund, die sich durch Facility Management und den Einsatz von Informationstechnologie in den einzelnen Teilaufgaben ergeben. Der Schwerpunkt liegt auf Anwendungsbeispielen, die die Hauptaspekte des Facility Management im Sinne von Ganzheitlichkeit, Transparenz und Betrachtung des gesamten Lebenszyklus erläutern. Die Beispiele bieten nur eine Auswahl aus dem großen Anwendungsfeld des Facility Management. Sie sind bewusst so ausgewählt, dass sie für zahlreiche Unternehmen von Bedeutung sind.

Prof. Jens Nävy
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