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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

1. Einführung in die Thematik

Zusammenfassung
Teamarbeit — Das Patentrezept der modernen Unternehmensführung? Die Faszination an einer gemeinsamen, von mehreren Individuen erbrachten Arbeitsleistung steht in fester Tradition realwissenschaftlicher Forschungsarbeit. So schreibt beispielsweise Aristoteles in seiner Nikomachischen Ethik:
„Denn die Partner ziehen zu gemeinsamer Unternehmung aus, indem sie auf einen bestimmten Nutzen rechnen, und um Güter des täglichen Bedarfs zu besorgen. Und so hat sich um des Nutzens willen bekanntlich einst auch die Gemeinschaft der Polis zusammengeschlossen und bleibt als solche bestehen.“1
Dimitrios Dosis

2. Zielsetzung

Zusammenfassung
Ziel des vorliegenden Beitrags ist es, grundlegende Prinzipien zu erarbeiten, die es ermöglichen, entsprechend den in der Unternehmung vorliegenden Rahmenbedingungen Mechanismen zur Lösung des Teamproblems zu gestalten. Im Ergebnis wird ein Gestaltungsmodell abgeleitet, welches der Unternehmung als Leitfaden bei der Bewältigung des Trittbrettfahrerverhaltens in Teams dienen kann.
Dimitrios Dosis

3. Gang der Untersuchung

Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit setzt sich aus vier aufeinander aufbauenden Teilbereichen zusammen (Abbildung 3.1)
Dimitrios Dosis

Beschreibung und Erklärung des Teamproblems

4. Inhalt und Relevanz des Teamproblems

Zusammenfassung
Im Mittelpunkt dieses Kapitels steht die begriffliche Erfassung und Abgrenzung des Teamproblems als Untersuchungsobjekt dieser Arbeit. Im Einzelnen wird folgenden Fragestellungen nachgegangen:
  • • Was ist das Teamproblem und inwieweit ist dieses Problem ein für die unternehmerische Praxis relevantes Phänomen (Kapitel 4.2)?
  • • Gibt es grundsätzliche Einschränkungen, die bei der Auseinandersetzung mit dem Teamproblem beachtet werden müssen (Kapitel 4.3)?
Dimitrios Dosis

5. Integrierter Ansatz zur Erklärung des Teamproblems

Zusammenfassung
Ein Blick auf die Literatur, die sich mit dem Phänomen “Teamarbeit” auseinandergesetzt hat, offenbart ein breites und unübersichtliches Forschungsfeld. Eine Klassifizierung unterschiedlicher Richtungen der Gruppenforschung sowie eine Einordnung der vorliegenden Arbeit im Hinblick auf das gewählte Muster zur Erklärung des Teamproblems erscheint deshalb sinnvoll (Abbildung 5.1).
Dimitrios Dosis

Modell zur Ableitung von Gestaltungsprinzipien

6. Das Gesamtmodell im Überblick

Zusammenfassung
Das Gesamtmodell zur Bewältigung von Trittbrettfahrerverhalten in Teams kann zusammengefasst wie folgt dargestellt werden (Abbildung 6.1)
Dimitrios Dosis

7. Ableitung von Gestaltungselementen zur Bewältigung des Teamproblems

Zusammenfassung
Im Mittelpunkt dieses Kapitels steht die Darstellung alternativer Gestaltungselemente zur Bewältigung des Teamproblems. Die Darstellung richtet sich an folgenden Kernfragen aus:
  • • Auf welche Weise und in welchem Ausmaß unterbindet das jeweilige Gestaltungselement Trittbrettfahrerverhalten im Team?
  • • Welche situativen Besonderheiten sind bei der Wirkungsweise des jeweiligen Gestaltungselements zu berücksichtigen?
  • • Auf welcher Ebene (Charakter, selbst- und/oder fremdbestimmte Umweltzustände) setzt das Gestaltungselement an?
  • • In welchem Verhältnis stehen die Gestaltungselemente zueinander?
Dimitrios Dosis

8. Klassifikation teamspezifischer Rahmenbedingungen

Zusammenfassung
Die Notwendigkeit zur Bestimmung eines situativen Gestaltungsrahmens ergibt sich aus den abgeleiteten Gestaltungselementen des Teamproblems bzw. aus den dahinter stehenden Begründungsmustern. Wie in Kapitel 7.2 begründet und in Abbildung 7.9 zusammenfassend dargestellt, sind einige der Gestaltungselemente an unabhängige Größen gebunden — an Größen also, die im Rahmen der Strategieimplementierung nicht unmittelbar durch die Unternehmung gestaltbar sind.770 Diese Größen stellen somit Anwendungsvoraussetzungen für den Einsatz der jeweiligen Gestaltungselemente dar. Um den integrierenden Charakter des Gestaltungsmodells zu wahren, sind diese Anwendungsvoraussetzungen in entsprechender Weise zu berücksichtigen. Diese Anwendungsvoraussetzungen sind im Einzelnen:771
  • • Aufgabenkomplexität
  • • Verständigungsorientierter Handlungsgrundsatz
  • • Ur-Vertrauen bzw. vertrauensorientierter Handlungsgrundsatz
Dimitrios Dosis

9. Gestaltungsprinzipien als Ergebnis der Integration alternativer Gestaltungselemente in den situativen Gestaltungsrahmen

Zusammenfassung
Die Gestaltungsprinzipien zur Bewältigung des Teamproblems ergeben sich aus einer „vernünftigen“ Zusammenführung der erarbeiteten Gestaltungselemente und den identifizierten Teamtypen.
Dimitrios Dosis

Zusammenfassung, Reflexion und Ausblick

10. Thesenartige Zusammenstellung der wesentlichen Forschungsergebnisse

Zusammenfassung
Die Kernaussagen der vorliegenden Arbeit können in sechs Punkten zusammengefasst werden:
  • • Trittbrettfahrerverhalten ist ein auf interpersonale Interessenskonflikte zurückzuführendes Phänomen. Es tritt auf, wenn sich jemand auf Kosten anderer unkooperativ verhält, obwohl andere von kooperativem Verhalten ausgehen. Trittbrettfahrerverhalten ist somit ein besonderer Fall unkooperativen Verhaltens. Wenn Trittbrettfahrerverhalten im Rahmen von Arbeitsteams stattfindet, dann spricht man auch vom Teamproblem.
  • • Das Teamproblem ist ein für die unternehmerische Praxis relevantes Phänomen.
  • • Zur Bewältigung des Teamproblems werden auf Basis von Explikationen alternative Gestaltungselemente und Wirkungsmechanismen herausgearbeitet. Dabei ergeben sich jedoch wesentliche Unterschiede sowohl in den Anwendungsvoraussetzungen der einzelnen Elemente als auch in der relativen Wirkung der Elemente untereinander.
  • • Um dem Unternehmen eine möglichst große Bandbreite an Ansatzpunkten zur Bewältigung des Teamproblems zu bieten, muss nach einer Möglichkeit gesucht werden, die unterschiedlichen Gestaltungselemente in ihren Anwendungsvoraussetzungen und Wirkungsweisen untereinander abzustimmen und in ihrer Aussagekraft zu integrieren. Eine solche Integration wird durch die Klassifikation von vier Teamtypen erzielt. Die Klassifikation findet dabei in Anlehnung an zwei Dimensionen statt, die sich aus den Anwendungsvoraussetzungen der Gestaltungselemente ergeben.
  • • Im Ergebnis werden für die vier identifizierten Teamtypen Gestaltungsprinzipien abgeleitet. Diese Prinzipien beinhalten alternative Gestaltungselemente, die zum einen im Hinblick auf den jeweiligen Teamtyp und zum anderen im Hinblick auf die Wirkung untereinander abgestimmt sind.
  • • Den Anwender versetzt die Handlungsempfehlung der vorliegenden Arbeit in die Lage, Verhaltensänderungen bei Teammitgliedern auszulösen, mit dem Ziel Trittbrettfahrerverhalten in Teams zu unterbinden bzw. gar nicht erst aufkommen zu lassen. Die ihm zur Verfügung stehenden Gestaltungselemente bieten ihm dabei die Möglichkeit, differenziert vorzugehen in dem Sinn, als dass Verhaltensänderungen auf drei unterschiedlichen Ebenen erzielt werden können: Zum einen kann Trittbrettfahrerverhalten dadurch unterbunden werden, dass charakterprägende Maßnahmen zum Einsatz kommen („Charakter“). Ziel dabei ist es, eine interpersonale Interessenshomogenität herzustellen. Im Ergebnis wird das Teamproblem hierbei also dadurch bewältigt, dass unkooperatives Verhalten im Team „für einen selbst“ keinen Zweck mehr erfüllt. Zum anderen kann das Teamproblem dadurch gelöst werden, dass die Bedingungen, in denen Handeln stattfindet, dahingehend beeinflusst werden, dass Trittbrettfahrerverhalten im Team unterlassen wird. Diese kooperationsfördernden Bedingungen können sowohl von dem Team selbst („Selbstbestimmte Umweltbedingungen“) als auch von der Unternehmensführung („Fremdbestimmte Umweltbedingungen“) hergestellt werden. Wird eine Verhaltensänderung auf Ebene von Umweltbedingungen erzielt, bleibt der interpersonale Interessenskonflikt im Team jedoch grundsätzlich bestehen. Der Interessenskonflikt wird hierbei nicht gelöst, sondern vielmehr durch entsprechende verhaltensrelevante Nebenbedingungen kanalisiert, so dass im Ergebnis Trittbrettfahrerverhalten im Team unterbunden werden kann.
Dimitrios Dosis

11. Kritische Würdigung der Forschungsergebnisse

Zusammenfassung
Zur Erklärung des Teamproblems sowie zur Ableitung von entsprechenden Gestaltungsprinzipien wurde im Rahmen der vorliegenden Arbeit die Annahme zweckrationalen individuellen Verhaltens zugrunde gelegt. Aufbauend auf dieser Annahme der Zweckrationalität wurde ein Verhaltensmuster erarbeitet, welches individuelles Verhalten im Team als ein Zusammenspiel von Charaktergroßen, selbst- und fremdbestimmten Umweltbedingungen erklärt. In dieses Verhaltensmuster wurden dann Forschungsergebnisse eingebracht, die den Forschungsprogrammen von Rational-Choice und Verhaltenswissenschaften entstammen. Dabei wurde festgehalten, dass Forschungsergebnisse aus Rational-Choice-Ansätzen — im Gegensatz zu Ergebnissen aus verhaltenswissenschaftlichen Ansätzen — individuelles Verhalten im Team nicht durch Charaktergrößen erklären können. Der Charakter bzw. die individuelle Zielfunktion ist bei Rational-Choice-Ansätzen eine exogene Variable und kann deshalb nicht zur Erklärung von Verhalten herangezogen werden.
Dimitrios Dosis

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