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2021 | OriginalPaper | Buchkapitel

7. (Übergangs-)Rituale als Gegenstand des Coaching- und Therapie-Diskurses: Ergebnisse einer Diskursanalyse

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Zusammenfassung

In diesem Kapitel stelle ich die Ergebnisse der von mir durchgeführten Diskursanalyse zu meinem Untersuchungsgegenstand, der Bedeutung von Übergangsritualen in reflexiver Beratung, vor. Dabei gehe ich zunächst auf die gefundenen Diskursformate ein (Kapitel 7.1), anschließend auf die von mir aus den Texten herausgearbeiteten Diskursfiguren (Kapitel 7.2). Weiterhin wurden bei der diskursanalytischen Untersuchung meines Datenkorpus' durch Rückgriff auf den ritualtheoretischen Diskurs (vgl. Kapitel 3) Grenzen des Ritualbegriffs deutlich, zu denen ich als weiteres Ergebnis meiner Diskursanalyse Erweiterungsvorschläge für den Ritualdiskurs in Therapie und Coaching präsentiere (Kapitel 7.3). Anschließend beziehe ich diese diskursanalytischen Ergebnisse auf meine Forschungsfrage nach der Bedeutung von Übergangsritualen in der reflexiven Beratung (Kapitel 7.4).

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Fußnoten
1
Einen anderen Teil dieses Diskurses bilden thematisch bezogene Marketing-Texte, Flyer etc., siehe dazu Kapitel 6, Fußnote 9.
 
2
„Textsorten sind konventionell geltende Muster für komplexe sprachliche Handlungen und lassen sich als jeweils typische Verbindungen von kontextuellen (situativen), kommunikativ-funktionalen und strukturellen (grammatischen und thematischen) Merkmalen beschreiben. Sie haben sich in der Sprachgemeinschaft historisch entwickelt und gehören zum Alltagswissen der Sprachteilhaber; sie besitzen zwar eine normierende Wirkung, erleichtern aber zugleich den kommunikativen Umgang, indem sie den Kommunizierenden mehr oder weniger feste Orientierungen für die Produktion und Rezeption von Texten geben“ (Brinker, Cölfen u. Pappert 2018: 139; Herv. i. Orig.).
 
3
Gebrauchsinformation: Information für Anwender Aspirin direkt der Bayer GmbH vom Januar 2015
 
4
Klein verweist hier auf einen Vortrag zum Europäischen Milton-Erickson-Kongress in München von Gunthard Weber: „Der Ansatz von Bert Hellinger.“
 
5
Man könnte auch vom Ritual als Containerbegriff sprechen, der quasi als „Sammelbegriff“ dient, dessen Bestandteile allerdings nicht näher bestimmt werden.
 
6
Ciompi (2004)
 
7
Während in vielen Texten meines Datenkorpus’ der Ritualcharakter unbestimmt bleibt, bilden die Texte von Baxa, die über ein profundes Ritualwissen und –verständnis verfügt, eine Ausnahme.
 
8
Die Achse bezieht sich auf die Vorstellung, dass ein Ritual nicht nur die „horizontale Ebene, auf der wir uns bewegen, so wie wir hier jetzt sind […]“, also die Gemeinschaft der lebenden Menschen miteinbezieht, sondern auch die „vertikale Achse“, die auf dem „auf uralter menschlicher Erfahrung gründenden Bewusstsein[. beruht], dass es neben uns lebenden Menschen noch andere ,Bewohner‘ des Kosmos gibt und dass letzten Endes alles in dieser Welt mit allem anderen verbunden ist. […] Es waren bereits vor uns Menschen hier, die nach wie vor ihren Einfluss auf uns ausüben. In den meisten Heilsystemen der Menschheit sind es die Ahnen, auf die in therapeutischen Ritualen Bezug genommen wird“ (Kremser 2004: 112 f.). Auch der in Abschnitt 4.​2 dargestellte Verweis auf eine höhere Macht oder gemeinsamen Wert als wesentliches Ritualelement kann im Sinne einer vertikalen Achse betrachtet werden. Kremser spricht neben Ahnen auch von „Gottheiten und Geistwesen“ als „wissende Instanzen“ (ebd.: 114), zu denen im Ritual eine Verbindung aufgebaut werde (ebd.: 115).
 
9
Auch Retzer et al. bezeichnen „Medizinmann oder Schamane[.]“ als „Vorfahren des modernen systemischen Supervisors“ (1997: 261). Dieser Gedanke ist der Psychotherapieforschung bereits seit Frank (1961: 3 f.) vertraut.
 
Metadaten
Titel
(Übergangs-)Rituale als Gegenstand des Coaching- und Therapie-Diskurses: Ergebnisse einer Diskursanalyse
verfasst von
Antje Pfab
Copyright-Jahr
2021
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-36065-8_7

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